DE403118C - Eingriffige Fuell- und Zapfvorrichtung fuer Badeoefen und andere Fluessigkeitserhitzer - Google Patents
Eingriffige Fuell- und Zapfvorrichtung fuer Badeoefen und andere FluessigkeitserhitzerInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F24H—FLUID HEATERS, e.g. WATER OR AIR HEATERS, HAVING HEAT-GENERATING MEANS, e.g. HEAT PUMPS, IN GENERAL
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Description
Die Erfindung betrifft eine eingriffige Füll- und Zapfvorrichtung für Badeöfen und andere
Flüssigkeitserhitzer mit einem die Kaltwasserzuleitung regelnden Niederschraubventil, das
mit einem verschiedene Leitungsanschlüsse des Ventilgehäuses steuernden Organ in der Weise
verbunden ist, daß das zufließende kalte Wasser entweder in den Flüssigkeitsraum des
Ofens oder in die Zapfleitung oder in beide gleichzeitig geleitet werden kann.
Bei den bisher bekannten Ventilen dieser Art war das Niederschraubventil mit einer
dreiwegehahnartigen Vorrichtung verbunden, bei welcher die erforderlichen Leitungsan-Schlüsse
in der Drehrichtung nebeneinander am Gehäuse angebracht sind. Die verschiedenen Stellungen des Ventils werden in
diesem Falle schon bei einer geringen Drehung des Ventilgriffes erreicht; dies bringt beim
Schließen des Ventils den Nachteil, daß der Abschluß zu schnell erfolgt, wodurch schädliche
Wasserschläge entstehen können. Um dies zu vermeiden, sind bei der neuen Vorrichtung
die Leitungsanschlüsse des Ventilgehäuses in Richtung der Ventilachse hintereinander
angeordnet, und sie werden durch Längsverschiebung eines mit der Ventilspindel gekuppelten und mit Durchflußöffnungen versehenen
Steuerschiebers geschlossen und geöffnet. Die Ventilspindel kann mit dem Steuerschieber
entweder unmittelbar verbunden sein oder unter Zwischenschaltung eines Getriebes,
welches die Art oder Größe der Bewegung des einen Gliedes gegenüber der Bewegung
des anderen verändert.
Abb. ι der Zeichnung zeigt die Vorrichtung an einem zum Teil im Längsschnitt dargestellten
Kohlenbadeofen; die Abb. 2 und 3 zeigen verschiedene Ausführungsformen der neuen Vorrichtung im Längsschnitt.
Bei dem in Abb. 1 dargestellten Ofen von an sich bekannter Bauart ist e der Untersatz
mit der Feuerung, f der Wasserbehälter, g ein diesen durchsetzendes Heizrohr, h der Auslauf,
i ein den Auslauf mit dem obersten Teil des Warmwasser raumes verbindendes Rohr,
d das Zapf- und Mischventil gemäß der Erfindung, α die Kaltwasserzuleitung, b ein
dicht über dem Boden des Wasserkessels f mündendes, vom Ventil d kommendes Zulaufrohr,
c ein vom Ventil d zur Einlauföffnung der Zapfleitung * führendes Rohr. Ein
solcher Ofen wird wie folgt betrieben: Zunächst wird der Ofen mit kaltem Wasser gefüllt
und dann angeheizt. Nach der Erwärmung des Wassers leitet man kaltes Wasser aus der Speiseleitung α durch das Rohr 5 in
den unteren Teil des Ofens, welches eine gleiche Menge des erhitzten Wassers verdrängt und
durch das Rohr i in den Auslauf h drückt. Durch das Rohr c kann dem auslaufenden
heißen Wasser in beliebigem Verhältnis kaltes Wasser beigemischt werden. Das Ventil d
dient dazu, die für den Betrieb des Ofens erforderlichen Schaltungen der verschiedenen
Leitungen herzustellen. Zweckmäßig ist es vielfach, die Umschaltevorrichtung so auszubilden,
daß bei Betätigung des Ventils d das kalte Wasser zuerst auf die nach der Zapfleitung
i führende Leitung c geschaltet wird
und dann erst auf die Leitung b. Es ist dann ausgeschlossen, daß beim Zapfen sofort
heißes Wasser fließt, was leicht zu Verbrühungen führen könnte. Vielmehr fließt dann
zunächst kaltes Wasser aus, und es kann durch langsames Weiterdrehen am Ventilgriff alsdann
nach Belieben auf immer wärmeres Wasser übergegangen werden.
In den Abb. 2 und 3 sind als Ausf ührungsbeispiele zwei verschiedene Bauarten dieses
Ventils im Schnitt dargestellt, und zwar in Abb. 2 in Ruhestellung, in Abb. 3 in einer
Betriebsstellung. Gleiche Teile sind in beiden Abbildungen gleich bezeichnet, und die Rohran-Schlüsse.«,
b und c entsprechen den Leitungen a, b und c der Abb. 1. An das Ventilgehäuse
ι sind die drei Leitungen a, b und c angeschlossen,
Die Kaltwasserzuleitung α kann durch den mit der Spindel 3 verbundenen
Ventilteller 4 verschlossen werden. Ein Steuerschieber 11 dient dazu, das aus Leitung a
zutretende kalte Wasser in gewünschter Weise auf die Leitungen b und c zu verteilen. Die
gezeichneten Beispiele unterscheiden sich hauptlieh nur durch die verschiedene Ausbildung
dieses Steuerschiebers und die zu seiner Bewegung dienenden Mittel. Dgs Gehäuse 1
enthält zwei Ringkanäle 5 und 6, welche durch Löcher 7 und 8 mit dem Innenraum 9
des Gehäuses in Verbindung stehen. Der Gehäusedeckel 10 trägt das zum Spindelgewinde
gehörige Muttergewinde sowie eine Stopfbüchse beliebiger Bauart.
In dem Beispiel nach Abb. 2 bildet der Steuerschieber 11 mit der Spindel 3 ein Stück,
er bewegt sich also gleichzeitig mit dem Ventilteller 4 und hat den gleichen Hub wie dieser.
Er besitzt in seiner Mantelfläche Durchbrechungen 13, zwischen denen nur schmale
Stege verbleiben, so daß die Löcher 7 und 8 im Gehäuse durch diese Stege nicht verdeckt
werden können. Beim Öffnen des Ventils 4 stellen die Durchbrechungen 13 zunächst eine
Verbindung zwischen dem Innenraum 9 und den Bohrungen 7 her, so daß das Wasser durch die Bohrungen 13, 7 und Ringraum 5
nach der Leitung c fließt. Beim Weiterschrauben der Spindel 3 wird der Steuerschieber
11 so weit verschoben, daß seine Durchbrechungen 13 auch eine Verbindung
mit den Bohrungen 8 des Gehäuses bewirken, so daß nunmehr ein Teil des durch Leitung a
zuströmenden Wassers durch die Bohrungen 8 und Ringraum 6 nach Leitung b fließen kann.
Bei noch weiterer Verschiebung des Steuerschiebers werden schließlich die Öffnungen 7
durch den geschlossenen Mantelteil des Steuerschiebers wieder verdeckt, so daß das Wasser
lediglich noch durch die Bohrungen 8 und Ringraum 6 nach Leitung b fließen kann.
Bei der Ausführungsform nach Abb. 3 soll eine schnellere Bewegung des Steuerschiebers 11
gegenüber dem Ventilteller 4 erreicht werden-Die Spindel 3 trägt außer dem rechtsgängigen
Spindelgewinde 17 noch ein linksgängiges, steileres Gewinde 18 und der Steuerschieber 11
das zu letzterem gehör ge Muttergewinde. Durch einen in eine Nut 19 des Kolbens eingreifenden
Stift 20 wird der Schieber an der Drehung gehindert; er wird sich also beim
öffnen des Ventils, ohne sich zu drehen, schneller als der Ventilteller 4 vom Ventilsitz
fortbewegen. Der Steuerschieber ist in einer Stellung gezeichnet, in welcher das kalte
Wasser teils nach c, teils nach b fließt, so daß dem Ofen mäßig warmes Wasser entströmt.
Die Erfindung ist nicht auf die gezeichneten Beispiele beschränkt, so läßt sich beispielsweise
ein gegenüber dem Ventiltellerhub vergrößerter Schieberhub auch durch andere als
in Abb. 3 veranschaulichte Zwischengetriebe erreichen. Die neue Vorrichtung läßt sich
auch für die wahlweise Verteilung des zuströmenden Kaltwassers auf mehr als zwei Leitungen
verwenden, falls dies erforderlich sein sollte. Ferner kann die Vorrichtung bei Flüssigkeitserhitzern
mit beliebiger Wärmequelle (z. B. feste, flüssige, gasförmige Brennstoffe, Dampf, Elektrizität) Anwendung finden.
Claims (2)
1. Eingriffige Füll- und Zapf vorrichtung
für Badeofen und andere Flüssigkeitserhitzer mit einem die Kaltwasserzuleitung
regelnden Niederschraubventil, das mit einem verschiedene Leitungsanschlüsse des
Ventilgehäuses steuernden Organ in der Weise verbunden ist,daß das zufließende kalte
Wasser entweder in den Flüssigkeitsraum des Ofens oder in die Zapfleitung oder in
beide gleichzeitig geleitet werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitungsanschlüsse des Ventilgehäuse^ in Richtung
der Ventilachse hintereinanderliegen und durch Längsverschiebung eines mit Durchflußöffnungen
versehenen Steuerschiebers geschlossen und geöffnet werden.
2. Füll- und Zapfvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in
die Kupplung zwischen dem Ventilteller des Niederschraubventils und dem Steuerschieber
ein Getriebe eingeschaltet ist, welches Art oder Größe der Bewegung des
Steuerschiebers gegenüber der Bewegung des Niederschraubventils verändert.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEJ21381D DE403118C (de) | 1921-03-27 | 1921-03-27 | Eingriffige Fuell- und Zapfvorrichtung fuer Badeoefen und andere Fluessigkeitserhitzer |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEJ21381D DE403118C (de) | 1921-03-27 | 1921-03-27 | Eingriffige Fuell- und Zapfvorrichtung fuer Badeoefen und andere Fluessigkeitserhitzer |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE403118C true DE403118C (de) | 1924-09-23 |
Family
ID=7200540
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEJ21381D Expired DE403118C (de) | 1921-03-27 | 1921-03-27 | Eingriffige Fuell- und Zapfvorrichtung fuer Badeoefen und andere Fluessigkeitserhitzer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE403118C (de) |
-
1921
- 1921-03-27 DE DEJ21381D patent/DE403118C/de not_active Expired
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