DE40189C - Steuerung für einfach wirkende Motoren - Google Patents
Steuerung für einfach wirkende MotorenInfo
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- DE40189C DE40189C DENDAT40189D DE40189DA DE40189C DE 40189 C DE40189 C DE 40189C DE NDAT40189 D DENDAT40189 D DE NDAT40189D DE 40189D A DE40189D A DE 40189DA DE 40189 C DE40189 C DE 40189C
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- Expired - Lifetime
Links
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L21/00—Use of working pistons or pistons-rods as fluid-distributing valves or as valve-supporting elements, e.g. in free-piston machines
- F01L21/04—Valves arranged in or on piston or piston-rod
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Lift Valve (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
ROBERT LATOWSKI in MÜNCHEN. Steuerung für einfach wirkende Motoren.
Zusatz zum Patent No. 39545 vom 24. Juli 1886.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. September 1886 ab.
Längste Dauer: 24. Juli 1901.
Die Wirkung des unter No. 39.545 patentirten Motors beruht im wesentlichen darauf,
dafs nach erfolgter plötzlicher und heftiger Ausströmung bezw. nach vollkommenster Druckentlastung
das expansible Mittel durch die kleine Einströmungsöffhung nur so langsam nachströmen
kann, dafs der Kolben, dessen Rücklauf aus anderweiter Veranlassung stattfindet,
wohl einen Gegendruck erhält, dessen Rückkehr aber möglich ist.
Für die Verringerung dieses schädlichen Gegendruckes soll die vorliegende selbstthätige
Hülfssteuerung dienen. Dieselbe ist folgendermafsen eingerichtet:
Der Einströmungskanal wird gegen den für die Leistung der Maschine erforderlichen Querschnitt
am Ausgange in das Ventilgehäuse erweitert und mit einer Ventilfläche (Ventilsitz)
versehen. Ein zugehöriges Ventil ist derart eingerichtet, zu derselben derart gelagert bezw.
aufgehängt, und ein auf dieselbe einwirkendes Gegengewicht derart bemessen, dafs dasselbe
während des Kolbenhinlaufes von dem Anliegen bezw. dem Verschlüsse der Ventilöffnung
abgehalten wird, wie Fig. 1 der Zeichnung zeigt, dafs dasselbe aber mit dem Beginn der
Ausströmung zum Anliegen kommt, die Einströmung absperrend, wie Fig. 2 und 5 der
Zeichnung darstellen, und während des Kolbenrücklaufes die Ventilöffnung geschlossen hält.
Zu diesem Zweck hat das Ventil eine geringe Undichtigkeit bezw. die Ventilklappe eine
(verhältnifsmäfsig sehr) kleine Durchbohrung. Die Ventilklappe befindet sich in stabilem
Gleichgewicht bezw. ist mit einem Gegengewicht in solchem aufgehängt, wie Fig. 1, 2
und 5 der anliegenden Zeichnung darstellen, bei Anwendung auf einen einzelnen Motor
(Fig. ι und 2 der Patentschrift No. 39545). Die Ventilklappe wird dagegen mit Vortheil in
labilem Gleichgewicht gelagert, bei Anwendung auf einander entgegen arbeitenden Motoren
(Fig. 3 bis 8 der Patentschrift No. 39545), und zwar entweder derart, dafs für beide Einlafsventile
nur eine Ventilklappe mit beiderseitigen Dichtungsflächen dient, wie Fig. 3 und 6 der
anliegenden Zeichnung zeigen, oder so, dafs für jedes Einlafsventil eine besondere Klappe
angeordnet ist und diese beiden Klappen an einem schwingenden Träger befestigt sind, wie
aus Fig. 4 ersichtlich, in welchem Falle beide Ventile sich in neutralem Gleichgewicht ' befinden
können, wie gezeichnet. In den letzterwähnten Fällen, Fig. 3, 4 und 6, ist das eine
Ventil stets geöffnet, während das. andere geschlossen ist, und das eine Ventil treibt das
andere.
Der Vorgang bei dem Gange der Maschine ist nun folgender:
Nachdem während des Kolbenhinlaufes die Klappe α geöffnet war, Fig. 1, und das expansible
Mittel, welches durch die Oeffnung b in das Ventilgehäuse c gelangt, in das Sammelgefa'fs
und das Kolbenrohr durch die Einlafs-
ventilöffnung d einströmte, wird durch die bei
der plötzlichen bezw. heftigen Ausströmung des Dampfes, des Gases oder der Luft ebenso
eintretende Entlastung bezw. Differenz der Spannungen gegen die obere und untere Fläche
der Klappe deren Zuschlagen veranlafst. Die Einströmungsöffnung d ist geschlossen, Fig. 2,
und dadurch der Eintritt des Dampfes, Gases oder der Luft während des Kolbenrücklaufes
verhindert. Die vorerwähnte kleine Undichtigkeit (Bohrung e) der Klappe lä'fst aber ein beschränktes
Zutreten des expansiblen Mittels in den Sammelraum und das Kolbenrohr zu, so dafs am Ende des Rücklaufes die Minderspannung
unter der Klappe. und somit das Beharrungsvermögen derselben für die geschlossene
Stellung so weit vermindert ist, dafs dieselbe aus Veranlassung entweder des Gegengewichtes^
bei einzelnen Motoren, Fig. 1, 2 und 3, oder der Einwirkung in gleicher Weise aus dem
entgegenarbeitenden Motor (Sammelraum und Kolbenrohr) auf die wie ein Gegengewicht
wirkende andere Ventilklappe ax wieder aufgeht und die Einströmung wieder frei wird.
Zur Beförderung der Druckdifferenz bei dem Beginn der Ausströmung bezw. zur Erleichterung
des Umschlagens der Ventilklappe ist dieselbe, wie Fig. 5 und 6 erkennen lassen, mit
über die Kanten des Ventilsitzes überreichenden Rändern zu versehen.
Die Ventilklappe kann in stabilem Gleichgewicht so aufgehängt sein, wie Fig. 7 und 8
darstellen. Die Weite der kleinen Bohrung läfst sich durch eine mit ihrem zugespitzten
Ende in dieselbe eindringende Stellschraube nach Erfordernifs reguliren und der Widerstand
gegen das Zuschlagen derselben mittelst des auf einer Schraube stellbaren Gegengewichtes
vermehren oder vermindern. In Fig. 7 ist die Klappe in geschlossenem, in Fig. 8 in geöffnetem
Zustande dargestellt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei dem unter No. 39545 patentirten, durch Dampf, Luft oder ein anderes Gas, ohne Anwendung besonderer Steuerorgane betriebenen, einfach wirkenden Motor eine Hülfssteuerung, welche aus einer in die Einströmung eingeschalteten, im wesentlichen mit einer kleinen Durchbohrung versehenen Ventilklappe besteht, deren Oeffnen entweder durch ein Gegengewicht oder — bei der Vereinigung zweier solchen einfach wirkenden Motoren zu einem Antriebswerk — durch das Gewicht der anderen damit vereinigten Klappe bezw. durch die auf letztere sich geltend machende gleiche Druckdifferenz bewirkt wird, im wesentlichen wie gezeichnet und beschrieben.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE40189C true DE40189C (de) |
Family
ID=315768
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT40189D Expired - Lifetime DE40189C (de) | Steuerung für einfach wirkende Motoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE40189C (de) |
-
0
- DE DENDAT40189D patent/DE40189C/de not_active Expired - Lifetime
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