DE401010C - Verfahren zur Fetthaertung mit Hilfe von Katalysatoren - Google Patents

Verfahren zur Fetthaertung mit Hilfe von Katalysatoren

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C3/00Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom
    • C11C3/12Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom by hydrogenation

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Description

  • Verfahren zur Fetthärtung mit Hilfe von Katalysatoren. Bisher wurden zur Fetthärtung edle oder unedle Metalle :oder deren Oxyde benutzt. Als solche Metalle kamen in Frage Platin., Palladium, Rhodium, Nickel, Eisen, Kobalt, Kupfer u. a. Die Form ihrer Anwendung war entweder feinstes Pulveroder eine Lösung ihrer Salze, niedergeschlagen auf die verschiedensten Kontaktdrähte. Diese bisher in der Praxis verwendeten Kontaktmassen leiden an dem Übelstand, daß sie schon nach zweibis dreimaliger Benutzung ihre Aktivität ganz oder zum großen Teil verlieren. Dieses Nachlassen der Wirksamkeit beruht zum größten Teil auf einer Vergiftung' der Kontaktsubstanzen selbst. Die Ursache hierfür liegt in der leichten Aufnahmefähigkeit von Schleim und anderen Fremdkörpern aus den zu härtenden Ölen. Die Wiederbrauchbarmachung war umständlich und nicht immer im vollen: Umfange möglich, aber selbst im letzteren Falle waren die Katalysatoren im Gebrauch bald wieder erschöpft.
  • Gemäß der Erfindung soll ein Katalysator für die Fetthärtung benutzt werden, der für Wasserstoff, nicht aber für die in den zu härtenden Fetten und Ölen enthaltenen Fremdkörper durchlässig ist. Man erreicht dies auf einfache Weise dadurch, daß man die eigentliche Kontaktsubstanz mit einer Glasurschicht umgibt, die obigen Anforderungen entspricht.
  • Zur Bildung dieser Glasur eignen sich vorzugsweise kieselsäurehaltige Stoffe, wie Schamotte, Bimsstein, Ziegelstein, Porzellan o. dgl. Die Herstellung der Kontaktkörper kann beispielsweise wie folgt erfolgen: Mittels eines Knallgasgebläses schmilzt man eine geringe Menge eines feuerfesten Schamottesteines und hält diese geschmolzene Menge im Schmelzfluß. In diese Schmelze trägt man dann vorher geschmolzenes metallisches Nickel in kleinen Portionen unter beständigem kräftigen Umrühren der ganzen Masse ein. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, dem hierbei entstehenden Schmelzfluß etwas Kochsalz oder Chlorkalzium beizumengen.
  • Man kann jedoch auch umgekehrt verfahren, indem man die kieselsäurehaltigen Stoffe in die vorher unter Zusatz von Chlorkalzium oder Chlornatrium geschmolzene Metallmasse ebenfalls unter beständigem Umrühren einträgt. Sobald der kieselsäurehaltige Stoff eingetragen ist, muß die Flamme entfernt werden und die ganze Masse mit größter Geschwindigkeit gemischt und bis zum vollständigen Erstarren umgerührt werden. An Stelle des metallischen Nickels kann man auch solche Verbindungen dieses Metalls wählen, die während des Schmelzprozesses in Oxyd oder in Metall und Oxyd übergehen, je nachdem man das Verhältnis von Wasserstoff zu Sauerstoff regelt.
  • Der Nickelgehalt der fertigen Masse kann etwa zwischen zö und 5o Prozent schwanken. Einen ausgezeichneten Katalysator für obige Zwecke erhält man auch, wenn man neben Nickel noch metallisches Eisen zum Schmelzen bringt. An Stelle des Nickels läßt sich auch mit Vorteil Kupfer verwenden, entweder für sich allein oder in Verbindung mit Eisen und Nickel.
  • Man kann auch folgendermaßen bei der Herstellung der Masse verfahren: Nickel, Kupfer und Eisen werden z. B. im Verhältnis von 3: 2: i zu einer einheitlichen Masse zusammengeschmolzen. Diese Legierung bringt man hiernach wiederum zum Schmelzen und trägt in diese Schmelze die kieselsäurehaltigen Stoffe, wie oben angegeben, ein. Hierdurch erhält man eine sowohl chemisch wie physikalisch einheitliche feste Masse, welche außen mit einer Glasur überzogen ist, während der innere Teil porös und von großer Oberfläche ist. Die Masse selbst hat die Gestalt drusen förmiger Stücke von der Größe einer Haselnuß bis zu derjenigen einer '\`'alnuß. Man hat es jedoch beim Schmelzen in der Hand, der Kontaktmasse auch jede beliebige andere Form und Größe zu geben.
  • Das Verfahren zur Fetthärtung mit dem vorbeschriebenen Katalysator hat folgende Vorteile: Der Katalysator ist im Gegensatz zu dem bekannten ein fester, stabiler Körper, von dem wenig oder gar keine Teile in das gehärtete Öl übergehen. Trotz ihrer Stabilität haben die Kontaktkörper eine große Gesamtoberfläche, so daß die Aktivität der eigentlichen Kontaktsubstanz gut zur Geltung kommt. Die Lebensdauer der Kontaktkörper ist erheblich größer als bei den bisher bekannten Katalysatoren. Die Kontaktkörper lassen sich leicht regenerieren, da sich die Fremdstoffe zum größten Teil an der Oberfläche anreichern. Da die Kontaktmasse ein einheitlicher, schwer schmelzbarer Körper ist, läßt sie sich durch einfache Oxydation mit Sauerstoff oder Luft bei Temperaturen von ,loo bis 700° C regenerieren, wobei auch die letzten Spuren eingedrungener organischer Substanz entfernt werden, so daß der Kontaktkörper seine ursprüngliche Aktivität wiedererlangt; irgendeine Reinigung mit Benzin, Äther o. dgl. fällt vollständig fort.

Claims (5)

  1. PATE2XT-AITSPRÜCHE: i. Verfahren zur Fetthärtung mit Hilfe von Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet, daß die Katalysatoren durch Zusammenschmelzen von Metallen, wie Kupfer, Nickel, Eisen, Kobalt, Platin o. dgl., einzeln oder zu mehreren zusammen unter Beimengung von Schamottemasse oder anderen kieselsäurehaltigen Substanzen, vorzugsweise im Knallgasgebläse, geschmolzen werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Herstellunder Katalysatoren so viel kieselsäurehaltige Stoffe in die geschmolzene Metallmasse eingetragen werden, daß der Gehalt an kieselsäurehaltigen Stoffen 5o Prozent oder mehr der Gesamtmasse beträgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und dadurch gekennzeichnet, daß bei der Herstellung der Katalysatoren die kieselsäurehaltigen Zusätze in die geschmolzene Metallmasse in kleinen Portionen unter beständigem- Mischen und Umrühren bis zur Erstarrung der Masse eingetragen «erden. ,f.
  4. Verfahren nach Anspruch i und 2 dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung der Katalysatoren die betreffenden Metalle in die kieselsäurehaltige Schmelze eingetragen werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis ,l, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Herstellung der Katalysatoren der Metallschmelze etwas Kochsalz oder Chlorkalzium beigemischt wird.
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