DE4009290A1 - Kupplungsaggregat fuer synchrones zuschalten einer welle zu einer laufenden welle - Google Patents
Kupplungsaggregat fuer synchrones zuschalten einer welle zu einer laufenden welleInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung hat die Aufgabe, eine 2. Welle synchron
zu der Antriebswelle dazuzuschalten. Dabei liegt das Problem darin,
daß die synchrone Dazuschaltung bei einer hohen Drehzahl erfolgen
soll.
Ausgehend von unserem deutschen Paten Nr. DE 37 43 138 A1 durch den
Erteilungsbeschluß vom 19. 09. 89 (unsere Akte M4673 HO) und der
parallelen europäischen Patentanmeldung mit der Nr. 03 23 597, bei
der ein synchrones Dazuschalten nur bei Drehzahlen unter 100 Umdrehungen
und geringeren Massen möglich ist, stellte man sich die
Aufgabe, auch bei höheren Drehzahlen eine synchrone Schaltkupplung
zu bauen.
Es sollen mit der neuen Erfindung Drehzahlen über 100 Umdrehungen
bis zu Motordrehzahlen, wie z. B. 1400 Umdrehungen pro Minute oder
mehr bewältigt werden. Die Lösung dieser Aufgabe ist nicht mit
einer einzigen Kupplung zu erfüllen, sondern es müßte ein kleines
Aggregat mit mehreren Komponenten entwickelt werden.
Das Hauptproblem liegt darin, daß bei hohen Drehzahlen die Welle
vom Stillstand weg mit einer bestimmten Masse behaftet in kürzester
Zeit beschleunigt werden muß.
Der Grundgedanke der Erfindung liegt darin, daß die dazuzuschaltende
Welle in ihrer Drehzahl nur geringfügig unter der Antriebsdrehzahl
liegt und somit der synchrone Kupplungsvorgang bei einer geringen
Relativdrehzahl stattfindet.
Die Lösung der Aufgabe besteht darin, daß eine 3. Welle (Zwischenwelle)
angebracht wird, welche die Drehzahl der Antriebswelle abgreift
und mit einer geringeren Drehzahl auf die dazuzuschaltende
Abtriebswelle bringt. Die Steuerung der 3. Welle (Zwischenwelle)
erfolgt über eine Elektromagnetkupplung. Die Drehzahldifferenz
zwischen der dazuzuschaltenden Abtriebswelle (Welle 2) und der
Zwischenwelle (Welle 3) nach erfolgtem Einrastvorgang, wird durch
eine Überholkupplung (Freilauf) kompensiert. Der eigentliche synchrone
Schaltvorgang erfolgt durch die EAS-Sm-Kupplung, welche in
der Patentanmeldung wie vorher erwähnt beschrieben wurde. Eine
zusätzliche Bremse an der Abtriebswelle (2) wird dazu verwendet,
daß die Abtriebswelle (2) nach dem Ausrasten sofort abgebremst wird
und somit eine Taktfolge entsteht. An Welle 1 (Antriebswelle) kann
somit ein durchlaufender Vorgang erfolgen, während an der Welle 2
(Abtriebswelle) eine synchrone Taktfolge entsteht. Dies bedeutet,
daß die Welle 1 (Antriebswelle) und die Welle 2 (Abtriebswelle)
nach dem Einrasten (synchroner Schaltvorgang) immer die gleiche
Lage zueinander haben.
Da die Größe der zu beschleunigenden Masse ein Maß ist, wie groß
die Differenzdrehzahl gewählt werden sollte, um nicht eine unnötige
lange Beschleunigungszeit zu benötigen, besteht die Möglichkeit für
die Differenzdrehzahl, welche von der Welle 3 (Zwischenwelle) auf
die Welle 2 (Abtriebswelle) geleitet wird mittels eines Verstellabtriebes
einzustellen bzw. zu variieren. Dies könnte z. B. über eine
verstellbare Riemenscheibe oder z. B. ein Regelgetriebe erfolgen.
Eine weitere Variante besteht darin, daß das synchrone Dazuschalten
nicht nur bei 360° erfolgen kann sondern auch bei anderen Gradzahlen,
welche durch 15 teilbar sind, wie z. B. 15°, 30°, 45°, 60°,
90°, 120° und 180°.
Die Antriebswelle (1) dreht z. B. mit 500 U/Min. Die Elektromagnetkupplung
(4) ist fest mit der Antriebswelle (1) verbunden. Wird nun
die Elektromagnetkupplung (4) an der Stelle A mit dem Zahnrad (5)
der Antriebswelle durch Spannung auf die Elektromagnetkupplung (4)
fest verbunden, wird die Drehzahl n1 durch die Übersetzung von
Zahnrad 5 auf Zahnrad 6 eine Drehzahl n3 auf der Zwischenwelle (3)
erzeugt. Die Drehzahl N3 kann je nach konstruktiven Gegebenenheiten
gewählt werden, doch muß darauf geachtet werden, daß die Übersetzung
von Zahnrad (8) auf Zahnrad (9) eine Drehzahl n2 ergibt, welche
geringer ist als die Antriebsdrehzahl und eine sogenannte Relativdrehzahl
ergibt. Im Beispiel bei 500 Umdrehungen bei n1 und
einer Drehzahl von n2 = 470 Umdrehungen ergibt die Relativdrehzahl
30 U/min., bei der die synchron Schaltkupplung einreasten wird. Die
Zwischenwelle dreht aus mit der Drehzahl n3 und über das Zahnrad 8
und Zahnrad 9 wird die Abtriebswelle (2) durch die Überholkupplung
(Freilauf 10) mit 470 Umdrehungen angetrieben. An der Stelle B hat
nun die synchrone Schaltkupplung antriebsseitig (7.0) die Drehzahl
500 und abtriebsseitig (7.1) die Drehzahl 470 U/min. Wird nun
Spannung auf die Synchronkupplung (7.1, 7.0) gegeben, rastet die
Kupplung bei einer Differenzdrehzahl von 30 U/min. synchron ein.
Somit hat die Antriebswelle mit der Drehzzahl n1 und die Abtriebswelle
mit der Drehzahl n2 die gleiche Drehzahl (n1 = n2). Durch die
Überholkupplung (Freilauf 10) dreht nun der Freilauf mit der Drehzahl
500 Umdrehungen und das Zahnrad (9), welches am Freilauf befestigt
ist mit einer Drehzahl von 470 U/min. Nach der erfolgten
Einrastung wird die Elektromagnetkupplung (4) abgeschaltet und die
Zwischenwelle mit der Drehzahl n3 kann auslaufen und kommt zum
stehen.
Soll nun die Abtriebswelle (2) mit der Drehzahl n2 = 500 U/min.
wieder auf 0 gebracht werden, wird die Spannung von der synchronen
Schaltkupplung an der Stelle B weggenommen und die Verbindung von
Antriebswelle zu Abtriebswelle unterbrochen. Zur gleichen Zeit wird
die Elektronenmagnetbremse (11) geschaltet und an der Stelle (C) erfolgt
die Bremsung der Abtriebswelle (2) auf Drehzahl n2 = 0.
Dieser Vorgang kann nun beliebig oft wiederholt und die Zeitabstände
frei gewählt werden, so daß an der Antriebswelle eine kontinuierliche
Bewegung stattfindet und an der Abtriebswelle eine synchrone
Taktfolge erfolgt.
Die Beschleunigungszeit zwischen Punkt 1 und Punkt 2 ist abhängig
von der gewählten Differenzdrehzahl und von den zu beschleunigenden
Massen.
Die Zeitspanne zwischen 2 und 5 kann beliebig je nach Einsatzfall
bestimmt werden und gibt die sogenannte Taktfolge an der Abtriebswelle.
Claims (8)
1. Kupplungsaggregat zum synchronen Zuschalten
einer Welle zu einer laufenden Welle, dadurch gekennzeichnet,
daß an der Antriebswelle die Drehzahl angezapft
wird und über eine Zwischenwelle auf die Abtriebswelle
eine Differenzdrehzahl gebracht wird, welche
ausreicht, um die Antriebswelle und die Abtriebswelle
miteinander synchron einzukuppeln.
2. Kupplungsaggregat nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch eine elektromagnetische oder mechanische
Schaltung auf der Antriebswelle.
3. Kupplungsaggregat nach Anspruch 1 oder 2,
gekennzeichnet durch eine Verbindung der Antriebswelle
mit der Zwischenwelle über Zahnräder, Zahnriemen,
Kettenräder, Regelgetriebe.
4. Kupplungsaggregat nach einem der voranstehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Drehzahlübertragung
von der Zwischenwelle auf die Abtriebswelle
mittels Zahnräder, Zahnriemen, Kettenräder oder Regelgetriebe.
5. Kupplungsaggregat nach einem der
voranstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch den
Einbau einer Überholkupplung (Freilauf) auf der
Abtriebswelle um die Drehzahldifferenz der Zwischenwelle
und der Abtriebswelle aufzunehmen.
6. Kupplungsaggregat nach einem der
voranstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine
elektromechanische oder mechanische Bremse zum
Stillsetzen der Abtriebswelle nach dem Auskuppeln von
der Antriebswelle um eine schnelle Taktfolge zu
erreichen.
7. Kupplungsaggregat nach einem der
voranstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Anbau
einer drehsteifen, elastischen Kupplung an die
Synchronkupplung zum Wellenausgleich von Antriebswelle
zur Abtriebswelle.
8. Kupplungsaggregat nach einem der
voranstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die
Verwendung eines Regelgetriebes zur Regelung der
Drehzahldifferenz zwischen Antriebs- und Abtriebswelle
ohne aufwendige Änderung der Übersetzung, um eine andere
Drehzahldifferenz zu bekommen.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19904009290 DE4009290A1 (de) | 1990-03-22 | 1990-03-22 | Kupplungsaggregat fuer synchrones zuschalten einer welle zu einer laufenden welle |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19904009290 DE4009290A1 (de) | 1990-03-22 | 1990-03-22 | Kupplungsaggregat fuer synchrones zuschalten einer welle zu einer laufenden welle |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE4009290A1 true DE4009290A1 (de) | 1991-09-26 |
Family
ID=6402853
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE19904009290 Withdrawn DE4009290A1 (de) | 1990-03-22 | 1990-03-22 | Kupplungsaggregat fuer synchrones zuschalten einer welle zu einer laufenden welle |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE4009290A1 (de) |
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- 1990-03-22 DE DE19904009290 patent/DE4009290A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
Date | Code | Title | Description |
---|---|---|---|
OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
8130 | Withdrawal |