DE4003544C2 - Materialtrennvorrichtung - Google Patents
MaterialtrennvorrichtungInfo
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- Electrical Discharge Machining, Electrochemical Machining, And Combined Machining (AREA)
- Processing And Handling Of Plastics And Other Materials For Molding In General (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Materialtrennvorrichtung, die
insbesondere Teilchen bis zu einer vorgewählten Größe von
einem Material mit Teilchen verschiedener Größen abtrennt.
Viele Trennvorrichtungen verwenden ein Sieb, über das das
Material bewegt wird, so daß kleinere Teilchen durch das
Sieb hindurchgehen können, während größere Teilchen über
das Sieb entlangwandern. Derartige Siebe sind oftmals einem
übermäßigen Verschleiß ausgesetzt und werden aufgrund der
Verstopfung des Siebes durch die Teilchen selbst beschädigt.
Das Material muß weiterhin oftmals erneut über das Sieb
laufen gelassen werden, um einen höheren Anteil der Teilchen
mit der Größe, die abgetrennt werden soll, wirksam herauszu
filtern.
Um diese Schwierigkeiten zu überwinden, ist eine Trennvor
richtung mit mehreren Sieben, die vorzugsweise schräg
angeordnet sind und der Reihe nach übereinander liegen, in
der US-PS 3,232,431 vorgeschlagen worden. Obwohl diese
Vorrichtung für ihren Zweck außerordentlich zufrieden
stellend arbeitet, bleibt weiterhin ein Bedarf an einer
Materialtrenn- oder Sortiervorrichtung für verschiedene
Materialien, die in typischen Vorrichtungen mit Drahtnetzen
oder perforierten Sieben eingefangen würden. Es gibt ins
besondere eine Anzahl von schwierigen Materialien, die
nicht ohne weiteres durch eine Vorrichtung trennbar sind,
die gegenwärtig auf dem Markt erhältlich sind.
Es wäre in diesem Zusammenhang wünschenswert, derartige
Materialien in einem ununterbrochenen Vorgang klassieren,
sortieren oder trennen zu können. Unter diesen Materialien,
für die das gilt, befinden sich beispielsweise zerkleiner
ter Autoschrott, Gebäudeabbruchmaterial, Holzreste ein
schließlich Rinde, feste Haushaltsabfälle, Feststofffluid
gemische, Biomassenbrennstoffe u. ä.. Bei allen derartigen
Materialien sollte die Vorrichtung unbiegsam und selbst
reinigend sein und sauber bleiben, ohne daß sie mit einer
Stachelwalze bearbeitet werden muß.
Aus der FR 26 33 535 ist eine gattungsgemäße Vorrichtung
bekannt, umfassend einen langgestreckten, elastisch gela
gerten, in Schwingung versetzbaren Behälter mit einem
stromaufwärtigen Materialeingabeende und einem stromabwär
tigen Materialabgabeende und mehreren, mit Längsabstand
angeordneten Siebeinrichtungen zum Abtrennen kleiner Teil
chen aus einem Materialgemisch unterschiedlich großer
Teilchen, wobei jede Siebeinrichtung einen sich quer über die
Breite des Behälters erstreckenden Rücken aufweist, wobei
von dem Rücken mit seitlichem Abstand und stromabwärts,
gerichtet Finger abstehen, wobei von dem Rücken nach strom
aufwärts und unten ein Schenkel absteht, wobei die freien
Enden der Finger einer Siebeinrichtung die stromab unmit
telbar folgende Siebeinrichtung mit einem Abstand
überlappen, so daß bei Betrieb die kleinen Teilchen zwi
schen den Fingern jeder Siebeinrichtung und zwischen den
aufeinanderfolgenden Siebeinrichtungen hindurchfallen. Dort
beträgt der seitliche Abstand zwischen den Fingern ein
Vielfaches des vertikalen Abstands zur benachbarten Sieb
einrichtung.
Die US 3,385,438 zeigt eine Korn/Spreutrennvorrichtung, bei
der der Abstand zwischen den Fingern wesentlich größer ist
als das Korn.
Zur Lösung der eingangs genannten Probleme wird erfindungs
gemäß eine gattungsgemäße Vorrichtung vorgeschlagen, bei
der der seitliche Abstand zwischen den freien Enden der
Finger einer Siebeinrichtung gleich dem vertikalen Abstand
zwischen den Fingerenden der einen Siebeinrichtung und der
stromab unmittelbar folgenden Siebeinrichtung ist.
Hierbei können die kleineren Teilchen nicht nur zwischen
den Fingern hindurchfallen, sondern auch zwischen dem
Rücken der Siebeinrichtungen und den Fingerenden, wenn die
kleinen Teilchen infolge der Rückwärtsbewegung entgegen der
Hauptförderrichtung stromauf bewegt werden. Wegen der
besonders sicheren Siebwirkung wird verhindert, daß kleine
Teilchen unbeabsichtigt bis zum gröberen Sieb gelangen
können und dort mitausgesiebt werden, wodurch man eine
verbesserte Größenreinheit der jeweiligen ausgesiebten
Teilchengrößen erzielt.
Bevorzugt erweitert sich der Zwischenraum zwischen benach
barten Fingern einer Siebeinrichtung zum Abgabeende hin.
Der größte Abstand zwischen benachbarten Fingern, d. h. der
Abstand an den vorderen Enden, ist somit gleich dem ver
tikalen Abstand oder der vertikalen Strecke zwischen den
vorderen Enden der Finger und der Fingersiebeinrichtung,
die unmittelbar davor liegt. Durch die Verwendung eines
sich erweiternden Zwischenraums zwischen den Fingern werden
Teilchen bis zu einer vorgewählten Größe entweder in eine
schräge Rutsche fallengelassen oder weiter zusammen mit dem
Material zum Abgabeende des Behälters bewegt.
Bevorzugt sind die Finger einer Siebeinrichtung relativ zu
den Fingern der unmittelbar davor befindlichen Siebeinrich
tung seitlich versetzt.
Bevorzugt stehen die Finger von dem Rücken schräg nach oben
ab. Die nach hinten herabhängenden Schenkel verlaufen
jeweils nach hinten und nach unten relativ zum Rücken der
entsprechenden Siebeinrichtung, um die Teilchen zu einer
zugeordneten Teilchenaufnahmerutsche zu lenken.
Bevorzugt weist die Vorrichtung wenigstens zwei in Längs
richtung benachbarte Siebbereiche auf, um das Material in
wenigstens drei getrennte Chargen aufzuteilen. Für diesen
Anwendungszweck werden die kleineren Teilchen vom Material
stromaufwärts von der Stelle abgetrennt, an der die größe
ren Teilchen vom Material abgetrennt werden, wobei jedes
Restmaterial am Abgabeende des Behälters abgegeben wird.
Bevorzugt ist jedem der Siebbereiche eine schräge Rutsche
zugeordnet, um die durch die jeweiligen Siebbereiche
gefallenen Teilchen aufzunehmen. Hierbei kann unter dem
Abgabeende jeder Rutsche ein Abförderer vorgesehen sein, um
die auf den Rutschen aufgenommenen Teilchen zu getrennten
Bestimmungsorten zu befördern.
Bevorzugt sind die Siebeinrichtungen mit dem Behälter ver
bunden. Insbesondere ist der Rücken jeder Siebeinrichtung
direkt mit dem Behälter an dessen gegenüberliegenden Enden
verbunden, so daß die Siebeinrichtungen ausschließlich
durch den Behälter gehalten sind. Durch diese Ausbildung
besteht keine Notwendigkeit, untere Querträger vorzusehen,
die Blockaden verursachen könnten.
Im folgenden wird anhand der zugehörigen Zeichnung ein
besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung
näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels der
erfindungsgemäßen Materialtrennvorrichtung,
Fig. 2 eine Vorderansicht der in Fig. 1 dargestellten
Materialtrennvorrichtung,
Fig. 3 eine Draufsicht auf die in Fig. 1 dargestellte
Materialtrennvorrichtung,
Fig. 4 in einer Seitenansicht zwei in Längsrichtung
beabstandete Fingersiebabschnitte,
Fig. 5 eine Draufsicht auf einen einzelnen Fingersieb
abschnitt, und
Fig. 6 in einer perspektivischen Ansicht die Beziehung
zwischen einer Vielzahl von Fingersiebabschnitten.
In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Materialtrennvorrichtung 10 dargestellt. Die Vorrichtung 10
umfaßt einen Trog oder Behälter 12 mit einem Materialeingabe
ende 14 im Abstand von einem Materialabgabeende 16 zusammen
mit einer Einrichtung zum Abtrennen von Teilchen bis zu einer
vorgewählten Größe von einem Material, das Teilchen mit ver
schiedenen Größen enthält. Die Trenneinrichtung umfaßt insbe
sondere mehere Fingersiebeinrichtungen oder Fingersiebab
schnitte 18, die zwischen dem Eingabeende 14 und dem Abgabe
ende 16 entlang der Längsachse 20 des Behälters 12 angeordnet
sind.
Wie es insbesondere in den Fig. 4 bis 6 dargestellt ist,
weist jeder Fingersiebabschnitt 18 ein Rückgrat 22 auf, das
von einer Seite zur anderen quer über die Breite des Behäl
ters 12 verläuft, wie es auch in den Fig. 2 und 3 darge
stellt ist. Jeder Fingersiebabschnitt 18 weist gleichfalls
nach vorne verlaufende Finger 24 auf, die an einem Ende 24a
mit dem Rückgrat 22 verbunden sind und Seite an Seite vonein
ander um eine bestimmte Strecke am vorderen Ende 24b beab
standet sind, die ausreicht, damit die Teilchen bis zu der
vorgewählten Größe durch die Finger 24 hindurchgehen können.
Wie es in der Zeichnung dargestellt ist, weisen die Finger
siebabschnitte 18 gleichfalls einen nach hinten herabhängen
den Schenkel 26 auf, der an einem Ende 26a mit dem Rückgrat 22
verbunden ist.
Wie es in Fig. 4 bis 6 dargestellt ist, sind die Fingersiebab
schnitte 18 so angeordnet, daß die vorderen Enden 24b der
Finger 24 den Fingersiebabschnitt 18 überlappen, der un
mittelbar davor liegt. Es sei in diesem Zusammenhang darauf
hingewiesen, daß die vorderen Enden 24b der Finger 24 ver
tikal von dem nächsten in Richtung nach vorne benachbarten
Fingersiebabschnitt 18 um eine Strecke beabstandet sind,
die gleich dem vorgewählten Abstand zwischen den Fingern 24
ist. In dieser Weise werden die Teilchen bis zu der vorge
wählten Größe ohne Probleme durch die Fingersiebabschnitte
18 fallen, während sich das Material vom Eingabeende 14 zum
Abgabeende 16 des Behälters 12 bewegt.
Wie es in Fig. 1 und 2 dargestellt ist, ist der Behälter 12
elastisch über mehrere Federn 28 gehalten, die zwischen Fe
dersitzen 30 am Boden des Behälters 12 und einer Rohrrahmen
konstruktion 32 angeordnet sind, die auf einer Halte- oder
Stützfläche 33 befestigt ist. Die Vorrichtung 10 weist da
rüberhinaus eine Einrichtung zum Vibrieren des Behälters 12
auf, um das Material umzuwälzen und entlang des Behälters
zu bewegen. In diesem Zusammenhang weist die Vibriereinrich
tung vorzugsweise einen Hochfrequenzschwingungs- oder vibra
tionsgenerator 34 auf, der am Behälter 12 an einem Halterah
men 36 angebracht ist, um Schwingungskräfte auszuüben, die
eine Bewegung des Materials entlang der Längsachse 20 vom
Eingabeende 14 zum Abgabeende 16 des Behälters 12 bewirken.
Es ist ersichtlich, daß das Material entlang des Behälters 12
und über die aufeinanderfolgenden Fingersiebabschnitte 18
befördert wird, während sich das Material vom Eingabeende 14
zum Abgabeende 16 bewegt. Während das Material entlang des
Behälters befördert wird, werden Teilchen bis zu der vorge
wählten Größe, d. h. der Größe, die dem vorgewählten Abstand
zwischen den vorderen Enden 24b der Finger 24 sowie dem ver
tikalen Abstand zwischen den vorderen Enden 24b der Finger 24
und den nächsten in Richtung nach vorne benachbarten Finger
siebabschnitten 18 entspricht, durch die Fingersiebabschnit
te 18 in oder auf wenigstens eine schräge Rutsche 38 fallen,
die unterhalb des Behälters 12 so aufgehängt ist, daß sie
die Teilchen aufnimmt, wobei ein Teilchenförderer 40 unter
einem Abgabeende 38a der Rutsche 38 vorgesehen ist, um un
abhängig voneinander diese Teilchen zu einem separaten Be
stimmungsort zu befördern.
Aus Fig. 1 ist ersichtlich, daß die Fingersiebabschnitte 18
vorzugsweise an wenigstens zwei in Längsrichtung beabstande
ten Siebabschnitten S1 und S2 vorgesehen sind, um das Material
in wenigstens zwei getrennte Chargen aus Teilchen verschiede
ner Größe aufzuteilen. Eine der Chargen besteht aus im we
sentlichen gleichförmig kleineren Teilchen während die an
dere aus im wesentlichen gleichförmig größeren Teilchen be
steht. Die kleineren Teilchen werden insbesondere vom Ma
terial an einer Stelle stromaufwärts, d. h. im Siebbereich S1
abgetrennt, während die größeren Teilchen vom Material an
einer stromabwärts liegenden Stelle, d. h. am Siebbereich S2
abgetrennt werden.
Mit einer derartigen Anordnung oder bei einer derartigen
Ausbildung ist es möglich, Teilchen bis zu wenigstens zwei
bestimmten vorgewählten Größen von einem Material abzutren
nen, das Teilchen mit einer Vielzahl von verschiedenen Größen
enthält. Das heißt mit anderen Worten, daß das Material längs
des Behälters 12 und über die aufeinanderfolgenden Fingersieb
abschnitte 18 befördert wird. Währenddessen fallen alle klei
neren Teilchen durch die Fingersiebabschnitte 18 im stromauf
wärts liegenden Siebbereich S1, während alle größeren Teil
chen durch die Fingersiebabschnitte 18 am stromabwärts liegen
den Siebbereich S2 fallen.
Bei einer derartigen Anordnung sind schräge Rutschen 38
und 42 unter dem Behälter 12 in Längsrichtung im Abstand
voneinander für die jeweiligen Siebbereiche S1 und S2
vorgesehen. Diese schrägen Rutschen nehmen die Teilchen
auf, die durch die Fingersiebabschnitte 18 an den jeweili
gen Siebbereichen S1 und S2 fallen. Es sind weiterhin sepa
rate Teilchenförderer 40 und 44 unter den Abgabeenden 38a
und 42a vorgesehen, um unabhängig voneinander die von jeder
Rutsche 38 und 42 aufgenommenen Teilchen zu separaten Be
stimmungsorten zu befördern.
Wie es in den Fig. 5 und 6 dargestellt ist, ist den
Fingern 24 ein Abstand voneinander durch eine Schrägausbil
dung oder Abschrägung gegeben, die einen Zwischenraum 46 be
grenzt, der vom Rückgrat 22 zu den vorderen Enden 24b der
Finger 24 auseinanderläuft. Es ist insbesondere aus den
Fig. 6 und 3 ersichtlich, daß die Finger 24 eines Finger
abschnittes 18 seitlich so versetzt sind, daß sie in einer
Linie zu dem Zwischenraum 46 zwischen zwei Fingern 24 des
Fingersiebabschnittes 18 ausgerichtet sind, der unmittelbar
davor liegt. Das heißt mit anderen Worten, daß die Finger 24
benachbarter Fingersiebabschnitte 18 in einer Weise versetzt
oder übereinander gestapelt sind, daß es möglich ist, einen
Materialbypaß, d. h. eine Materialumgehung auszuschließen.
Aus den Fig. 1 bis 3 ist ersichtlich, daß die Fingersieb
abschnitte 18 jeweils mit den gegenüberliegenden Seiten 12a
und 12b des Behälters 12 verbunden und ausschließlich durch
diese gehalten sind. Die Fingersiebabschnitte 18 sind insbe
sondere in dieser Weise an den gegenüberliegenden Enden ihrer
Rückgrate 22 verbunden. Durch eine derartige Ausbildung und
Befestigung der Fingersiebabschnitte 18 ist es möglich, Un
terquerträger zu vermeiden, die sonst Blockaden bewirken
könnten.
Wie es in Fig. 4 dargestellt ist, verläuft der nach hinten
herabhängende Schenkel 26 jedes Fingersiebabschnittes 18
nach hinten und relativ zum Rückgrat 22 nach unten, so daß
die Teilchen zu einer der Teilchenaufnahmerutschen 38 und
42 gelenkt werden. Wie es in Fig. 4 dargestellt ist, verlau
fen die Finger 24 jedes Fingersiebabschnittes 18 nach vorne
und etwas relativ zum Rückgrat 22 des Fingersiebabschnittes
18 nach oben, der unmittelbar davor liegt.
Mit dieser speziellen Anordnung der Fingersiebabschnitte 18
ergibt sich sozusagen ein kaskadenartig wirkendes Fingersieb.
Obwohl es im Vorhergehenden nicht erwähnt wurde, sind die
vorderen Enden 24b von benachbarten Fingern 24 im gleichen
Maße für alle Fingersiebabschnitte 18 in einem der getrenn
ten Siebbereiche S1 und S2 beabstandet, wie es insbesondere
in Fig. 1 und 6 dargestellt ist. Das Maß an Trennung d. h. der
Abstand, ist in der oben erwähnten Weise gleich dem vertikalen
Abstand zwischen den vorderen Enden 24b der Finger 24 und
dem nächsten in Richtung nach vorne beabstandeten Fingersieb
abschnitt 18. Bei einer derartigen Ausbildung ergeben sich
unbehinderte Öffnungen, die einen freien Fall der Teilchen
mit der richtigen Größe erlauben, während das Material vom
Eingabeende 14 zum Abgabeende 16 des Behälters 12 befördert
wird.
Das in den Fig. 1 und 3 dargestellte Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Materialtrennvorrichtung 10 eignet
sich insbesondere zum Aufteilen von Teilchen mit mehreren
Größen in wenigstens zwei Teilchenchargen. Es versteht sich,
daß die Teilchen mit mehreren Größen ein Material umfassen,
das nach seiner Größe zu klassieren oder zu sortieren ist.
In diesem Zusammenhang wird eine Teilchencharge Teilchen
bis zu einer ersten vorgewählten Größe umfassen, während die
andere Teilchencharge Teilchen bis zu einer zweiten vor
gewählten Größe umfassen wird.
In diesem Sinne sind die Finger 24 Seite an Seite voneinander
um eine erste (kleinere) vorgewählte Strecke an den vorde
ren Enden 24b des ersten stromaufwärts liegenden Siebberei
ches S1 der Fingersiebabschnitte 18 beabstandet, die aus
reicht, damit die Teilchen bis zu der ersten vorgewählten
Größe durch die Finger 24 hindurchgehen können. In ähnlicher
Weise sind die Finger 24 Seite an Seite voneinander durch
eine zweite (größere) Strecke an den vorderen Enden 24b des
zweiten stromabwärts liegenden Siebbereiches S2 der Finger
siebabschnitte 18 beabstandet, die ausreicht, damit Teilchen bis
zu einer zweiten vorgewählten Größe durch die Finger 24
hindurchgehen können.
Das hat zur Folge, daß Material mit Teilchen mit mehreren
Größen entlang des Behälters und über die aufeinanderfolgen
den Siebabschnitte 18 befördert wird, wobei die Teilchen
bis zur ersten vorgewählten Größe durch die Fingersiebab
schnitte 18 des ersten stromaufwärts liegenden Siebbereiches
S1 fallen, die Teilchen bis zur zweiten vorgewählten Größe
durch den zweiten stromabwärts liegenden Siebbereich S2
fallen und Teilchen mit einer Größe, die über der zweiten
vorgewählten Größe liegt, vom Abgabeende 16 des Behälters 12
auf einen Materialförderer 46 abgegeben werden, während das
Material sich vom Eingabeende 14 zum Abgabeende 16 des Be
hälters 12 bewegt.
Die erfindungsgemäße Materialtrennvorrichtung hat somit einen
nicht biegsamen selbstreinigenden Aufbau, der sauber bleibt,
ohne daß eine Behandlung mit einer Stachelwalze notwendig
wäre. Die auseinanderlaufenden Zwischenräume zwischen den
Fingern, die in ihrer Breite allmählich zunehmen, geben die
Teilchen nach ihrer Größe frei, so daß sie hindurchfallen
können oder weiterbefördert werden, wobei die Ausbildung
der Finger eine Kämmwirkung für längere oder größere Teil
chen hat, die nicht vollständig hindurchgehen, um dadurch
ein Verkeilen oder Verklemmen zu verhindern. Modulare un
abhängige Abschnitte werden für einen leichten und schnel
len Austausch verwandt, so daß die Vorrichtung wirtschaft
lich in verschiedenen Größen und. Materialien hergestellt
werden kann und Teilchentrennungen nach mehreren Größen
auf einem einzigen Deck erfolgen können.
Claims (13)
1. Materialtrennvorrichtung, umfassend:
dadurch gekennzeichnet,
daß der seitliche Abstand zwischen den freien Enden der Finger (24) einer Siebeinrichtung (18) gleich dem ver tikalen Abstand zwischen den Fingerenden der einen Siebeinrichtung und der stromab unmittelbar folgenden Siebeinrichtung (18) ist.
- - einen langgestreckten, elastisch gelagerten, in Schwingung versetzbaren Behälter (12) mit einem stromaufwärtigen Materialeingabeende (14) und einem stromabwärtigen Materialabgabeende (16) und mehreren, mit Längsabstand angeordneten Siebeinrichtungen (18) zum Abtrennen kleiner Teilchen aus einem Materialge misch unterschiedlich großer Teilchen,
dadurch gekennzeichnet,
daß der seitliche Abstand zwischen den freien Enden der Finger (24) einer Siebeinrichtung (18) gleich dem ver tikalen Abstand zwischen den Fingerenden der einen Siebeinrichtung und der stromab unmittelbar folgenden Siebeinrichtung (18) ist.
2. Materialtrennvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch wenigstens eine schräge Rutsche (38) unter dem
Behälter (12), welche die durch die Siebeinrichtungen (18)
gefallenen Teilchen auffängt.
3. Materialtrennvorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet
durch einen Förderer (40) unter dem Abgabeende der Rutsche
(38), um die von der Rutsche (38) zugeführten Teilchen
abzuführen.
4. Materialtrennvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Zwischen
raum zwischen benachbarten Fingern (24) einer Siebeinrich
tung (18) zum Abgabeende hin erweitert.
5. Materialtrennvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Finger (24)
einer Siebeinrichtung (18) relativ zu den Fingern (24) der
unmittelbar davor befindlichen Siebeinrichtung (18)
seitlich versetzt sind.
6. Materialtrennvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Siebeinrichtun
gen (18) jeweils an den seitlichen Enden ihres Rückens
(22) mit dem Behälter (12) verbunden und ausschließlich
durch diesen gehalten sind.
7. Materialtrennvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Finger (24) von
dem Rücken (22) schräg nach oben abstehen.
8. Materialtrennvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Finger (24) der
einen Siebeinrichtung (18) mit dem Zwischenraum der
benachbarten Siebeinrichtung (18) fluchten.
9. Materialtrennvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie wenigstens zwei
in Längsrichtung benachbarte Siebbereiche (S1, S2) umfaßt,
um das Material in wenigstens drei getrennte Chargen
aufzuteilen.
10. Materialtrennvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß der erste Siebbereich (S1) eine
Charge aus kleineren Teilchen abtrennt und der zweite
Siebbereich (S2) eine Charge aus größeren Teilchen ab
trennt.
11. Materialtrennvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß der erste Siebbereich (S1) stromauf des
zweiten Siebbereichs (S2) angeordnet ist.
12. Materialtrennvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis
11, dadurch gekennzeichnet, daß jedem der Siebbereiche
(S1, S2) eine schräge Rutsche (38, 42) zugeordnet ist, um
die durch die jeweiligen Siebbereiche (S1, S2) gefallenen
Teilchen aufzunehmen.
13. Materialtrennvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch
gekennzeichnet, daß unter dem Abgabeende jeder Rutsche
(38, 42) ein Abförderer (40, 44) vorgesehen ist.
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1990
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Patent Citations (2)
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