DE40001C - Neuerung an Extraktionsapparaten - Google Patents

Neuerung an Extraktionsapparaten

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DE40001C
DE40001C DENDAT40001D DE40001DA DE40001C DE 40001 C DE40001 C DE 40001C DE NDAT40001 D DENDAT40001 D DE NDAT40001D DE 40001D A DE40001D A DE 40001DA DE 40001 C DE40001 C DE 40001C
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DE
Germany
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solvent
container
water
extract
extractor
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT40001D
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Original Assignee
W. BÜTTNER in Gummersbach, Rheinprovinz
Publication of DE40001C publication Critical patent/DE40001C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B1/00Production of fats or fatty oils from raw materials
    • C11B1/10Production of fats or fatty oils from raw materials by extracting

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  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 23: Fettindustrie.
Patentirt im Deutschen Reiche Vom 24. Februar 1886 ab.
Die vorliegende Erfindung besteht in Neuerungen an Extractionsapparaten, Fig. 1 und 2.
Fig. ι zeigt einen Apparat zur Extraction mittelst leichteren Lösungsmittels als der zu gewinnende Extract.1
Fig. 2 zeigt einen solchen mittelst schwereren Lösungsmittels als der zu gewinnende Extra«.
Um die Wirkung und den Gebrauch der einzelnen Theile zu verstehen, ist es erforderlich, den Gang einer Operation kennen zu lernen.
Die Extraction wird bei Fig. 1 in folgender Weise bewirkt:
Der mit Doppelmantel k oder Dampfschlange W1 versehene Extractor A wird mit dem zu extrahirendeh Material gefüllt und luftdicht verschlossen, sodann werden die Schlangen w und W1 oder der Dampfmantel k mit directem Dampf gespeist, Ventil d, Hahn d1 und Hahn d2 nach u geöffnet und der Luftsaugeapparat x, welcher mit dem durchlochten Rohr ^ verbunden ist, in Bewegung gesetzt. Dadurch wird die durch Schlange W1 oder Doppelmantel k erzeugte Wärme nach dem im Mittelpunkt des Extractors befindlichen Rohr \ „und aus diesem durch das Ventil d, den Hahn di "und den Hahn da bei u abgesaugt^ bis die Materialien nach Bedarf erwärmt oder getrocknet sind und sich so ein Vacuum im Extractor A gebildet hat. Nun wird das Lösungsmittel, welches sich im unteren Theile des Behälters B befindet, durch Hahn f in den Extractor A eingelassen. Dasselbe nimmt seinen Weg von oben nach unten durch die Materialien und gelangt, mit Extract und Schmutz .-,vermischt, durch Hahn ö1 in den Behälter £), welcher zürn Filtriren des gewonnenen Extractes dient. Das Lösungsmittel und Extractgemisch gelangt gereinigt durch Hahn "· und Rohr o2 in fein vertheiltem Zustande auf das mit Dampf geheizte Röhrensystem r im Behälter C, wo das Lösungsmittel sofort wieder verdampft und vom Extract getrennt wird. Die wiedergewonnenen Lösungsmitteldämpfe treten durch das Röhrensystem q entweder durch die Ventile α und al oder durch Ventil a, Hahn dY, Hahn d2, Behälter B und' Hahn f in den Extractor A ein, um ihren Weg von neuem in gereinigtem Zustande durch die Materialien zu nehmen, bis die Extraction vollständig beendet ist.
Nach beendigter Extraction werden alle Ventile und Hähne bis auf d dt und d2 zur Schlange h im Condensator B geschlossen und der Luftsaugeapparat χ wieder in Bewegung gesetzt« Dadurch wird wieder die durch Schlange Wx oder Doppelmantel k erzeugte Wärme und mit dieser das in den Materialien enthaltene Lösungsmittel und Wasser in Dampfform nach dem Mittelpunkt des Extractors in das durchlochte Rohr £ gesaugt, bis alles Lösungsmittel und_ Wasser aus den Materialien entfernt und ersteres im unteren Theil des Behälters B wiedergewonnen ist. Im Raum T1 des Behälters B scheidet sich das Wasser vom
Benzin, und während das Wasser bei e abfliefst, läuft das reine Benzin nach Raum S1, um bei der nächsten Operation von neuem verwendet zu werden. . .
Sollen nun z. B. Knochen noch gedämpft oder entleimt werden, so kann dieses im Extractor A geschehen und der Leim oder der andere Extract kann, wie vorhin das Fett, zugleich filtrirt und vom Wasser getrennt bezw. eingedickt werden. Sind die Knochen gedämpft oder entleimt und sollen noch getrocknet werden, so kann dieses, wie vorhin geschehen, oder es kann auch warme Luft (oder andere Gase) durch Hahn m in den unteren Theil des Extractors eingetrieben werden; diese tritt dann theilweise durch den Senkboden O1 in die Materialien, theilweise durch die Hähne // in das durchlochte Rohr ^ ein und wird durch dieses in gleichmäfsig vertheiltem Zustande nach aufsen an die Schlange W1 oder den Doppelmantel k geworfen. Dadurch wird die in den Materialien enthaltene Feuchtigkeit mit nach aufsen an die Wandung geworfen und an der mit Dampf gespeisten Schlange W1 oder dem Doppelmantel k verdampft, und es können sowohl die feuchte Luft, als die hierdurch gebildeten Wasserdämpfe durch das nun geöffnete Mannloch y entweichen, bis die Materialien vollständig getrocknet sind. Der gewonnene Extract wird nun im Behälter C unter Vacuum, welches durch Luftsauger χ erzeugt wird, ausgekocht, bis die letzten Reste des Lösungsmittels wiedergewonnen sind. Die Verbindung des Luftsaugers mit dem Rohr ^ kann auch von unten und das Eintreiben warmer Luft etc. von oben erfolgen, so dafs die ausgetriebene Feuchtigkeit an einem etwa angebrachten perforirten inneren Mantel oder auch am äufseren Mantel ■ condensirt und flüssig unten abläuft.
Die Extraction bei Fig. 2 geschieht in folgender Weise:
Der mit zwei Senkböden bi und b.> versehene Extractor A wird mit dem zu extrahirenden Material gefüllt, der Senkboden b.2 aufgelegt und befestigt und der Apparat bis auf das Ventil O1 luftdicht verschlossen, sodann wird das Lösungsmittel durch Oeffnen der Hähne f und fx aus dem Behälter B in den unteren Theil des Extractors A eingelassen und durch die Dampfschlange W1 erwärmt. Das Lösungsmittel steigt nun in heifsem Zustande in den Materialien, welche zwischen den beiden Senkböden bs und b2 liegen, hoch und treibt den zu gewinnenden Extract mit nach oben. Lösungsmittel und Extractgemisch treten durch Ventil O1 in den Behälter D, welcher zum Reinigen und Filtriren des gewonnenen Extractes bestimmt ist. Dieses Gemisch fällt durch Hahn und Rohr O2 wieder in fein vertheiltem Zustande auf das mit Dampf geheizte Röhrensystem r im Behälter C. Dadurch wird das Lösungsmittel sofort wieder verdampft, vom Extra« getrennt, durch die im Behälter B befindliche Schlange h condenr sirt und flüssig im unteren Theile des Behälters B, woselbst sich das Lösungsmittel wieder vom Wasser trennt, wiedergewonnen, um von da aus seinen Weg von neuem, selbstthätig durch die Materialien zu nehmen, bis die Extraction.vollständig beendet und der Extract im unteren Theile des Behälters C gesammelt ist. Nun wird das Lösungsmittel und die noch in den Materialien enthaltene Feuchtigkeit mit Hülfe der Schlange W1, des Rohres ^ in Verbindung mit dem Luftmotor χ und dem Condensator B, wie vorhin bei Fig. 1 beschrieben, wiedergewonnen, bis alles Lösungsmittel und Wasser ausgetrieben ist. Sodann wird das im Behälter C enthaltene Lösungsmittel- und Extractgemisch der Ruhe überlassen, bis sich das schwerere Lösungsmittel unter dem Extract abgesetzt hat; dann wird das unter demselben angesammelte Lösungsmittel mittelst des Luftsaugers χ durch die Hähne c und C1 nach oben in den Behälter B gehoben und der im Extract noch · enthaltene Rest des Lösungsmittels durch Kochen unter Vacuum abdestillirt, bis der Extract gereinigt und alles Lösungsmittel ausgetrieben ist.
Das Trocknen der Knochen, Wolle etc. geschieht in diesen Extractionsgefäfsen oder anderen Trockenapparaten bei diesem Verfahren in der Weise, dafs im Gegensatz zu anderen Verfahren Luft oder andere Gase oben in den Extractor oder in das durchlochte Rohr Z eingetrieben werden, wodurch das Wasser leicht nach unten ausgetrieben wird, ohne dafs es verdampft zu werden braucht, und ohne dafs der Ventilator eine Wassersäule zu überwinden hat. Bei unterer Einführung von Luft in Extractionsgefäfse oder andere Trockenapparate hat der Ventilator stets eine Wassersäule gleich der Höhe des aufgeschichteten Materials zu überwinden, oder es mufs die Luft mit so hoher Temperatur zugeführt oder eine solche Wärme in dem Apparat erzeugt werden, dafs das Wasser verdampft und als Dampf oben austreten kann. Dadurch werden aber die Materialien, welche hohe Temperatur nicht vertragen können, meistens verdorben.
Dagegen wird bei oberer Einpressung von nur mäfsig warmer Luft das Wasser nach unten gerissen, es braucht nicht verdampft zu werden, der Ventilator kann eine hoch aufgethürmte Masse durchdringen und hat da-
bei keine Wassersäule zu überwinden, sondern das Wasser läuft bei geöffnetem Wasserablafshahn flüssig unten ab.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das durch den Saugapparat χ rnit dem Condensator verbundene Rohr ^, durch welches die durch die Wärme der Dampfschlange w oder des Doppelmantels k erzeugten Dämpfe aus der Mitte des Extractors abgesaugt werden, und welches ferner noch durch die Rohre Z mit dem unteren Theile des Extractors verbunden sein kann, zum Zweck, warme Luft, Gase oder Dämpfe, die durch Rohr m zugeführt werden, in die Mitte des Extractors zu leiten.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT40001D Neuerung an Extraktionsapparaten Expired - Lifetime DE40001C (de)

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