DE39560C - Trommelleierkasten - Google Patents
TrommelleierkastenInfo
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- DE39560C DE39560C DENDAT39560D DE39560DA DE39560C DE 39560 C DE39560 C DE 39560C DE NDAT39560 D DENDAT39560 D DE NDAT39560D DE 39560D A DE39560D A DE 39560DA DE 39560 C DE39560 C DE 39560C
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- Germany
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- drum
- sheet
- music
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- bracket
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10F—AUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
- G10F5/00—Details or accessories
- G10F5/02—Actions
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Acoustics & Sound (AREA)
- Multimedia (AREA)
- Toys (AREA)
- Auxiliary Devices For Music (AREA)
- Stringed Musical Instruments (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein Trommelleierkasten mit verticaler Trommelachse dargestellt,
und zwar zeigt Fig. 1 einen Querschnitt, Fig. 2 eine Seitenansicht, Fig. 3 die obere Ansicht
desselben, den Deckel abgenommen gedacht, Fig. 4 einen waagrechten Schnitt durch
den unteren Theil des Leierkastens, während die Fig. 5 bis 9 verschiedene Abänderungen
desselben, sowie Einzelheiten dazu darstellen.
In dem Unterbau A, Fig. 1 bis 4, des Instrumentes
sind die Blasebälge B B untergebracht, welche von der Kurbel C mittelst der
Pleuelstange c und der Kuppelstange c1 in Thätigkeit versetzt werden. Die angesaugte
Luft wird in den zwischen den Blasebälgen B angeordneten Behälter b hineingedrückt. Auf
diesem Behälter b ist ein verticales Rohr D befestigt, welches einerseits zur Beförderung
der in b eingeprefsten Luft nach oben, andererseits aber auch als fester Drehzapfen für die
Trommel E dient. Zu diesem Zwecke ist um das Rohr D die Hülse d drehbar, welche
durch das an derselben befestigte Schneckenrad d l und die auf der Kurbelwelle sitzende
Schnecke d"1 bei Drehung der Kurbel gleichzeitig
während der Thätigkeit der Blasebälge B eine langsam drehende Bewegung erfährt. Die
Hülse d trägt eine Traverse F, auf welcher der Boden der Trommel E befestigt ist, so
dafs bei Drehung der Kurbel C die Trommel E gleichfalls in Drehung versetzt wird.
Die Trommel E enthält im Innern den Cancellenkasten G mit Cancellen und Klappenventilen
bekannter Einrichtung. Die Stifte der Ventilhebel reichen in gleichfalls bekannter
Weise durch die Spalten eines Gitters G, das in den Mantel der Trommel eingelassen ist.
Das Rohr D communicirt durch seitliche Oeffnungen mit einem Vorratsbehälter G1, an
welchen sich der Cancellenkasten G anschliefst, während die andere Wand von G1 durch
einen Regulirblasebalg H mit Spiralfeder h geschlossen sein kann. An seinem oberen
Ende trägt das Rohr D den Deckel J, und zwar zweckmäfsig nicht unmittelbar, sondern
derart, dafs der Deckel geringe Auf- und Abverschiebungen machen kann. Zu diesem
-Zwecke ist in der Mitte des Deckels die Büchse j eingesetzt, welche auf dem viereckigen
Zapfen i des Rohres D gleiten kann. Das Gewinde des Zapfens i trägt eine Stellmutter
i\ durch deren Niederschrauben die Spiralfeder z2 zusammengedrückt wird, die
ihrerseits wieder den Deckel J abwärts zu drücken bestrebt ist.
Infolge der geschilderten Anordnung wird sich bei Drehung der Kurbel C die Trommel
E drehen, während der Deckel / stillstehen bleibt. Legt man nun um die Trommel
E ein Notenblatt K, welches am oberen Ende mit Ausschnitten versehen ist, die in
entsprechende Vorsprünge k an der Unterseite des Deckels J hineinpassen, so wird das
Blatt K ebenfalls unbeweglich bleiben müssen, während sich die Trommel innerhalb des sie
umschliefsenden Notenblattes dreht. Hierbei wird das Notenblatt durch einen mit der
Trommel E verbundenen Arm oder Bügel L
gegen die Spitzen der Ventilhebel gedrückt, so dafs die Cancellen nach bekannter Art geschlossen
werden, bis ein Ausschnitt des Notenblattes die Hebelspitzen einzeln oder deren mehrere zusammen durch die Notenblattausschnitte
dringen und dadurch den entsprechenden Ton erklingen läfst. Um beim
Einsetzen oder Herausnehmen einer neuen Notentafel den Deckel J selbstthätig wenigstens
so hoch zu heben, dafs die Vorsprünge k aus der Tafel heraustreten, ist folgende Einrichtung
getroffen: Der Bügel L ist an der quer durch die Trommel gehenden Welle Z befestigt,
welche sich demnach beim Umlegen des Bügels mitdreht. Auf dieser Welle sitzen lose drehbar zwei Hebel Z1, Fig. io, auf deren
Enden die Stangen Z2 ruhen, welche in Augen Z3 gerade geführt werden. Die Naben
der Hebel Z1 sind mit einem Schlitz versehen, in den je ein an der Welle Z1 befestigter Stift
fafst. Die Schlitze und Stifte sind so angeordnet, dafs die Hebel Z1 nur an einem kleinen
Bruchtheil der Drehung der Welle Z theilnehmen und die Stangen Z2 heben. Die Stangen
Z2 endigen dicht unter dem Deckel/ und heben daher beim Umlegen des Bügels L
diesen Deckel J hoch, und zwar um etwas mehr, als die Tiefe der Einschnitte k in der
Notentafel beträgt, so dafs also dann die Tafel mit Leichtigkeit von der Trommel abgenommen
werden kann. An Stelle der Hebel Z1 könnten
auch Excenter oder Daumen zur Hebung der Stangen Z2 verwendet werden.
Die Notentafel K, deren Länge gleich dem Umfange der Trommel sein mufs, kann behufs
bequemen Zusammenlegens ein oder mehrere Male getheilt sein, und die so entstandenen
Theile werden dann an der Trennungsstelle durch einen Leinen- oder Lederstreifen wieder
mit einander verbunden. An den Enden kann die Tafel durch kleine Riegel, Knebel oder
dergleichen geschlossen werden, welche an dem oberen und unteren Rande eines Endes
der Tafel angeordnet sind und in entsprechende Schlitze oder Oeffnungen des anderen freien
Endes derselben fassen.
An Stelle des in Fig. ι dargestellten beweglichen
Deckels / kann man auch den in Fig. 5 gezeichneten Deckel wählen. Derselbe ist etwas
kleiner im Durchmesser, wird ohne Anwendung von Federn nur mittelst einer Mutter m
auf dem Standrohr D befestigt und trägt die vier flachen Federn «, welche an der Unterseite
mit Vorsprüngen η' versehen sind. Diesen
Vorsprüngen entsprechen Ausschnitte am oberen Rande der Notentafel K, so dafs die letztere
nach dem Umlegen um die Trommel an der Drehung verhindert wird, während die Federn η
gleichzeitig die Tafel stets gleichmäfsig nach unten auf den vorstehenden Rand e2, Fig. 1,
der Trommel drücken und auf diese Weise dafür sorgen, dafs die Spitzen der Ventilhebel
stets in die richtigen Ausschnitte einfallen.
Fig. 6 zeigt eine abgeänderte Anordnung der Notenblattbefestigung. Hier drücken mit
Federn versehene Schieber ρ das umgelegte Notenblatt nach oben. Diese Schieber ρ sind
in Gehäusen verschiebbar, welche entweder auf dem Unterbau A des Instrumentes oder
an einem mit diesem verbundenen Ring befestigt sind. Den Rand e2, Fig. 1, ersetzt hier
die untere Seite der oberen vorspringenden Kante J1 der Trommel. Dementsprechend
mufs auch der hier nicht dargestellte Bügel an dem oberen Ende der Trommel befestigt sein
(s. Fig. 7) und nach unten reichen, statt, wie vorhin beschrieben, unten an der Trommel zu
sitzen und nach oben zu reichen.
Eine fernere Abänderung des Instrumentes zeigen Fig. 7 und 8. Hier ist an dem Unterbau
ein fester Ring ζ) angeordnet. Derselbe besitzt den gleichen äufseren Durchmesser wie
die drehbare Trommel E. Die Notentafel K ist an der Unterkante mit Löchern versehen,
in welche entsprechende Stifte q des feststehenden Ringes Q. fassen. Um ein seitliches Verschieben
des Notenblattes zu vermeiden, kann man auch längliche Löcher statt der runden anwenden, wie dies in Fig. 7 links dargestellt
ist. Die Vereinigung der Enden der Notentafel K geschieht hier dadurch, dafs die mit
Löchern ο versehenen Ränder des Blattes auf Stifte r eines Bleches R aufgeschoben werden,
welches an Q. befestigt ist. Ein zweites, aber kürzeres Blech R1, Fig. 8, deckt die Enden
der Tafel an dem unteren Theile und kann durch ein Excenter s gegen dieselben gedrückt
werden. Zu diesem Zwecke ist das Blech R1 auf einem Schieber R2 befestigt, der
von dem Excenter s hin- und herverschoben werden kann, Fig. 8. Will man die Notentafel
abnehmen oder aufsetzen, so dreht man das Excenter s mittelst seines Handgriffes s1
herum, trennt auf diese Weise die Bleche R und R1 von einander und kann nun die
Blattenden auf die Stifte r des Bleches R aufsetzen oder abnehmen. Nachdem dies geschehen,
wird das Blech R1 durch Drehen des Handgriffes' s1 wieder an R gedrückt.
Der Bügel L1 ist ebenso wie im vorigen
Falle, Fig. 6, oben an der Trommel E befestigt und reicht nach unten. In dem Bügel
dreht sich die Walze t, die mit ebenso viel Ringnuthen versehen ist, Fig. 9, als Klaviaturhebelstifte
vorhanden sind. Bei der Drehung dreht sich daher auch die Walze t. Oben und unten an der Walze sind zwei Zahnrädchen
if1 ί2 angebracht, deren Zähne in entsprechende
Löcher q1 q2 der Musiktafel eingreifen,
so dafs eine sichere Führung der Tafel beim Spielen erreicht wird. Dieser Bügel L1
mit Walze t und Zahnrädern ί1 ί2 kann
natürlich auch bei allen anderen Modifikationen des Leierkastens Verwendung finden.
Claims (1)
- Pate nt-An sprüche:i. Bei einem Trommelleierkasten mit stillstehender Notentafel ein Deckel J, welcher durch Federn gezwungen wird, das Notenblatt K stets nach unten zu drücken, und welcher gleichzeitig durch Vorsprünge die Drehung des Notenblattes verhindert, Fig. ι und 2.An demunter i. gekennzeichneten Trommelleierkasten die Anordnung der Zahnräder t1 f2 an der Walze t des Bügels L\ welchen Zahnrädern Lochreihen q1 q"* in der Notentafel entprechen, behufs sicherer Führung des Bügels auf der Notentafel.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE39560C true DE39560C (de) |
Family
ID=315181
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT39560D Expired - Lifetime DE39560C (de) | Trommelleierkasten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE39560C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2825255A (en) * | 1953-05-11 | 1958-03-04 | Miniature Organ Entpr Inc | Musical christmas tree stand |
-
0
- DE DENDAT39560D patent/DE39560C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2825255A (en) * | 1953-05-11 | 1958-03-04 | Miniature Organ Entpr Inc | Musical christmas tree stand |
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