DE3942017A1 - Lueftungssystem fuer die raeume von gebaeuden - Google Patents

Lueftungssystem fuer die raeume von gebaeuden

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    • E06BFIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Lüftungssystem für die Räume von Gebäuden, bei dem im Brüstungsbereich unter einem Fenster ein Lüftungsaggregat mit je einem gebäudeaußenseitigen Einlaß für Außenluft und Auslaß für Fortluft, je einem rauminnenseitigen Auslaß für Fortluft und Einlaß für Außenluft und mit einem Gebläse in einer Sektion des Lüftungsaggregats für die Zufuhr der Außenluft und/oder einer Fortluftsektion angeordnet ist.
Ein Lüftungssystem dieser Art ist vorbekannt und in der auf die Anmelderin zurückgehenden DE-PS 33 41 827 be­ schrieben. Dabei handelt es sich darum, daß die Fort­ luft durch einen Zwischenraum zwischen einer Innen- und Außenverglasung eines Fensters, das im Bereich der oberen Zarge mit einer Fortlufteintrittsöffnung versehen ist, angesaugt wird und dieser Zwischenraum wahlweise auf eine Fortluftansaugöffnung des Lüftungsaggregats oder einen rauminnenseitig ausmündenden Thermikkanal schaltbar ist.
Charakteristisch für das vorbekannte Lüftungssystem ist somit, daß wahlweise eine Strömungsverbindung zwischen dem im Rauminneren ausmündenden Thermikkanal und dem Zwischenraum zwischen den Fensterverglasungen bei gleichzeitiger Absperrung der Fortluftansaugöffnung des Lüftungsaggregats hergestellt werden kann. Dies ermöglicht eine stetige Durchströmung des genannten Zwischenraums zwischen der Außen- und Innenverglasung mit Raumluft mit der Folge, daß die den Zwischenraum durchströmende Fortluft auf einem Temperaturniveau gehalten werden kann, daß einerseits von der lnnenver­ glasung des Fensters eine die Behaglichkeit in dem belüfteten Raum beeinträchtigende Kältestrahlung nicht ausgehen und andererseits im Zwischenraum kein Kon­ denswasser ausfallen kann.
Das vorbekannte Lüftungssystem hat sich bewährt, ist aber naturgemäß nur bei solchen Fenstern brauchbar, die einen von Fortluft durchströmbaren Zwischenraum zwi­ schen einer Innen- und Außenverglasung haben. Nicht einsetzbar hingegen ist dieses System bei Fenstern mit Einfachverglasung oder Mehrfachverglasungen ohne durchströmbare Zwischenräume zwischen den Scheiben. Gerade bei derartigen Fenstern besteht jedoch die Gefahr von Schwitzwasserbildungen im Bereich der unteren Fensterzargen und einer rauminnenseitigen Fensterbank bzw. einer entsprechenden Abdeckung der Fensterbrüstung. Insbesondere treten in diesem Bereich häufig bei Fenstern mit metallischen Zargen und/oder Fensterbänken großer Tiefe Kondenswasserbildungen auf.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, dieser Unzulänglichkeit abzuhelfen. Ausgehend von dem im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Lüf­ tungssystem ist diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der rauminnenseitige Einlaß für Fortluft im Eckbereich zwischen einer unteren Zarge des Fensters und einer in den Raum vorstehenden Fensterbank oder sonstigen oberen Abdeckung des Lüftungsaggregats angeordnet ist.
Erfindungsgemäß ist somit der rauminnenseitige Fort­ lufteinlaß in einen Bereich gelegt, der bisher von der natürlichen Luftumwälzung im Raum nicht erfaßt und daher nicht durchströmt wurde. Durch die Abfuhr der Fortluft durch den rauminnenseitig so angeordneten Fortluft-Einlaß erfährt der untere Eckbereich zwi­ schen Fensterzarge und Fensterbank eine wirksame Belüftung, die eine Temperaturabsenkung unter den Taupunkt verhindert. Mithin ist auch die Gefahr der Kondenswasserbildung unterbunden.
Gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung sind die Fortluft- und die Zuluftsektionen des Lüftungs­ aggregats nebeneinander angeordnet, wobei die den raum­ innenseitigen Fortlufteinlaß bildenden Strömungswege sich im wesentlichen über die gesamte Breite des Fensters erstrecken. Dadurch ist eine Durchlüftung des unteren Eckbereichs zwischen Fensterzarge und Fensterbank über die gesamte Fensterbreite sichergestellt.
Alternativ dazu kann aber auch die Übereinanderanordnung der Fortluft- und Zuluftsektionen vorgesehen sein, in welchem Falle sich das Lüftungsaggregat über die gesamte Breite oder einen Teil der Breite des Fensters erstrecken kann. Auch in diesem Falle muß sichergestellt sein, daß die den rauminnenseitigen Fortlufteinlaß bildenden Strömungswege praktisch über die gesamte Fensterbreite reichen.
Gemäß einem anderen wichtigen Ausgestaltungsmerkmal hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der rauminnenseitige Einlaß für Fortluft über einen Fortluftkanal, der sich zwischen dem Lüftungsaggregat und dessen oberer Abdeckung bzw. Fensterbank erstreckt, mit einer Fortluft- Einlaßöffnung der Fortluftsektion des Lüftungsaggregats verbunden ist.
Eine nochmals weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß der rauminnenseitige Einlaß für Fortluft mehrere über die Breite des Fensters verteilt angeordnete Fort­ luft-Einströmbereiche aufweist, die mit wenigstens einer Fortlufteintrittsöffnung der Fortluftsektion des Lüf­ tungsaggregats verbunden sind, daß zwischen diesen Fort­ lufteinströmbereichen Strömungswege im unteren Eckbereich des Fensters ausmünden, die mit einem Thermikkanal verbun­ den sind, der eine rauminnenseitige Ausmündung besitzt, und daß die Fensterbank bzw. obere Abdeckung des Lüf­ tungsaggregats rauminnenseitig über diese Ausmündung des Thermikkanals vorsteht.
Bei inaktiver Lüftung, also wenn über den rauminnensei­ tigen Fortlufteinlaß im unteren Eckbereich des Fensters keine Fortluft abgeführt wird, besteht infolge der bei Fenstern, die üblicherweise in Nischen aufgenommenen sind, fallenden Kaltluft die Gefahr von Taupunktunter­ schreitungen und damit Kondenswasserausscheidungen in diesem unteren Eckbereich. Durch die üblicherweise im Bereich der Fensternischen angeordneten Heizungen, bei denen es sich um Radiatoren, Konvektoren oder auch stark gebündelte Heizschlangen von Fußbodenheizungen handeln kann, ist dieser Gefahr nicht abzuhelfen.
Hier schafft nun die vorgenannte Ausgestaltung dadurch Ab­ hilfe, daß ein Teil der von derartigen Heizungen rauminnen­ seitig vor dem Lüftungsaggregat aufsteigenden Warmluft durch den Überstand der Fensterbank oder oberen Abdeckung des Lüftungsaggregats in die rauminnenseitige Ausmündung des Thermikkanals geleitet wird und dann nach dem Durchströmen des Thermikkanals durch die Strömungswege zwischen den Ab­ lufteinströmbereichen im unteren Eckbereich des Fensters austritt, so daß auch bei inaktiver Lüftung eine wirksame Durchlüftung dieses Bereichs gewährleistet und damit die Möglichkeit von Kondenswasserausscheidungen beseitigt ist.
Alternativ dazu sieht eine andere Ausgestaltung der Erfindung vor, daß der rauminnenseitige Einlaß für Fortluft wahlweise auf einen Thermikkanal mit einer rauminnenseitigen Ausmündung oder die Fortluftsektion des Lüftungsaggregates schaltbar ist, wobei wiederum die Fensterbank bzw. obere Abdeckung des Lüftungs­ aggregats rauminnenseitig über die Ausmündung des Thermikkanals vorsteht.
Auch bei dieser Ausgestaltung gelingt eine wirksame Durchlüftung des unteren Eckbereichs des Fensters mit von unter letzterem angeordneten Heizungen aufsteigen­ der Warmluft, wenn das Lüftungsaggregat nicht einge­ schaltet und die Fortlufteinströmöffnung der Fortluft­ sektion vom rauminnenseitigen Einlaß für Fortluft ab­ getrennt ist.
Eine Verbesserung dieser Ausgestaltung kann auch da­ durch erreicht werden, daß die Fensterbank bzw. obere Abdeckung des Lüftungsaggregats an ihrem rauminnen­ seitig über letzteres vorstehenden Ende einen sich unter Ausbildung eines aufsteigenden Kanals abwärts erstreckenden Schenkel aufweist, der in vorteilhafter Weise die Zufuhr eines Teilstroms der von einer Hei­ zung aufsteigenden Warmluft zum Thermikkanal vermittelt und dadurch eine besonders wirksame Durchlüftung des unteren Eckbereichs zwischen Fensterzarge und Fensterbank bei nicht aktivem Abluftsystem gewähr­ leistet.
Gleichfalls eine sinnvolle Weiterbildung dieser Aus­ gestaltung mit einem wahlweise auf die Fortluftsektion des Lüftungsaggregats oder einen Thermikkanal mit einer rauminnenseitigen Ausmündung schaltbaren Ein­ laß für Fortluft sieht eine Absperrklappe vor, die zwischen einer den rauminnenseitigen Fortluft-Einlaß mit dem Thermikkanal verbindenden Stellung bei gleich­ zeitiger Absperrung einer Fortlufteintrittsöffnung des Lüftungsaggregats und einer die Fortlufteintritts­ öffnung des Lüftungsaggregats mit dem genannten Fortluft- Einlaß verbindenden und dann den Thermikkanal von dem genannten Einlaß für Fortluft absperrenden Stellung betätigbar ist.
Gemäß einer nochmals anderen Ausgestaltung der Erfin­ dung sind gebäudeaußenseitig der Einlaß für Außenluft und der Auslaß für Fortluft in horizontalem Abstand voneinander angeordnet, wodurch der zuzuführende Außen­ luftstrom und der Abluftstrom voneinander wirksam ge­ trennt sind.
Bei dieser Ausgestaltung hat es sich auch als vorteil­ haft erwiesen, wenn gleichermaßen das Zuluftsystem und auch das Fortluftsystem in je einer gebäudeaußenseitigen Kammer ausmünden, welche Kammern nebeneinanderliegend angeordnet und voneinander getrennt sind und jeweils wenigstens einen nach unten gerichteten Strömungsweg als Einlaß für Außenluft bzw. als Auslaß für Fortluft aufweisen, wobei diese Strömungswege horizontal beabstan­ det voneinander angeordnet sind. Neben einer wirksamen Trennung von Fortluft und Außenluft können die nach unten gerichteten und die genannten Kammern mit der Umgebung verbindenden Strömungskanäle auch schlagregen­ geschützt ausgebildet sein, indem außenseitig eine nach unten vorstehende Rippe vorgesehen ist.
Darüber hinaus kann bei dieser Ausgestaltung auch die Zuluftsektion des Lüftungsaggregats rauminnenseitig in einer Vorsatzkammer ausmünden, die einen nach unten gerichteten Abströmweg als rauminnenseitigen Einlaß für Außenluft aufweist.
Verschiedene Ausführungsformen der Erfindung sind in der beigefügten Zeichnung veranschaulicht und sollen nachstehend erläutert werden. In schematischen Ansichten zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform des Lüftungssystems in einem Vertikalschnitt durch den Brüstungs­ bereich eines Fensters mit einem zwischen letzterem und einer Brüstung angeordneten Lüftungsaggregat, wobei eine Fortluft- und Zuluftsektion des Lüftungsaggregats neben­ einanderliegend angeordnet sind,
Fig. 2 eine Draufsicht auf das Lüftungsaggregat nach Fig. 1 für sich allein (bei abgenommener Fensterbank),
Fig. 3 eine zu Fig. 1 alternative Ausführungsform mit einem Lüftungsaggregat, bei dem die Sektionen für Zuluft und Fortluft übereinanderliegend angeordnet sind, ebenfalls in einem Vertikal­ schnitt durch den Brüstungsbereich eines Fensters,
Fig. 4 in einer Ansicht wie in Fig. 1 eine weitere Ausführungsform mit einem unter einer raum­ innenseitig vorstehenden Fensterbank ausmün­ denden Thermikkanal, der bei gleichzeitiger Abtrennung des Lüftungsaggregats vom Einlaß für Fortluft auf letzteren schaltbar ist,
Fig. 5 in einer Ansicht wie in Fig. 4 eine Abwandlung dieser Ausführungsform und
Fig. 6 in einer Ansicht wie in Fig. 2 ein Lüftungs­ aggregat mit den Sektionen für Zuluft und Fort­ luft in Übereinanderanordnung und zwei seit­ lichen Einströmbereichen für Fortluft sowie einem zwischen diesen Einströmbereichen aus­ mündenden Strömungsweg zum Zuführen von Warm­ luft zum unteren Eckbereich des Fensters.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 ist unter einem in einer nicht weiter dargestellten Nische ange­ ordneten Fenster 10 auf einer Brüstung 11 ein Lüftungs­ aggregat 12 mit nebeneinanderliegenden Sektionen 13, 14 für Zuluft und Abluft angeordnet. Das Lüftungsaggregat 12 erstreckt sich im wesentlichen über die gesamte Fenster­ breite. Oberseitig ist das Lüftungsaggregat von einer Fensterbank 15 abgedeckt, deren raumseitiges Ende 16 über das Lüftungsaggregat vorsteht. Die Fensterbank ist auf einem Auflagerrand 18 des Lüftungsaggregats 12 aufgenommen, der sich im Bereich der beiden stirnseitigen Enden des Aggregats und dessen zum Raum hinweisender Längskante erstreckt.
Zwischen dem Lüftungsaggregat 12 und der Fensterbank er­ streckt sich ein Fortluftkanal 20 und zwischen der fenster­ seitigen Längsseite der Fensterbank 15 und der unteren Zarge 21 des Fensters 10 erstreckt sich ein längslaufen­ der Schlitz 22 als rauminnenseitiger Einlaß für Fort­ luft. Wie insbesondere Fig. 2 zeigt, besitzt die Fortluft­ sektion 14 des Lüftungsaggregates 12 eine Fortlufteintritts­ öffnung 24 und der Fortluftkanal 20 zwischen dem Lüftungs­ aggregat und der Fensterbank ist in der aus Fig. 2 ersicht­ lichen Weise durch Leitschotten 25 unterteilt, die einer­ seits eine gleichmäßige Fortluftabfuhr über die gesamte Breite des den Fortluft-Einlaß unter dem Fenster bilden­ den Schlitzes 22 vermitteln und andererseits als zusätz­ liche Auflager für die Fensterbank 15 dienen.
Im übrigen sind dem eigentlichen Lüftungsaggregat 12 raum­ außenseitig zwei Vorsatzkammern 26, 27 mit nach unten ge­ richteten Abströmwegen 28, 29 zugeordnet. ln der einen Vor­ satzkammer mündet die Fortluftsektion 14 aus, so daß der nach unten gerichtete Strömungsweg dieser Vorsatzkammer den ge­ bäudeaußenseitigen Fortluftauslaß bildet. Die andere Vor­ satzkammer steht mit der Zuluftsektion 13 in Verbindung und der unterseitige Strömungsweg dieser Vorsatzkammer bildet mithin den gebäudeaußenseitigen Einlaß für Außenluft. Die beiden gebäudeaußenseitigen Vorsatzkammern 26, 27 sind, ebenso wie die Sektionen 13, 14 des Lüftungsaggregats 12, nebeneinanderliegend angeordnet, so daß eine Trennung des aus der einen Vorsatzkammer austretenden Fortluftstroms von der in die andere Vorsatzkammer eintretenden Außenluft vor­ liegt.
Desweiteren ist das Lüftungsaggregat 12 mit einer sich über seine gesamte Breite erstreckenden rauminnenseitigen Vor­ satzkammer 30 ausgerüstet, mit der die Zuluftsektion 13 des Lüftungsaggregates in Verbindung steht. Diese innere Vorsatzkammer besitzt ebenfalls einen nach unten gerichteten Strömungsweg 31, der den rauminnenseitigen Einlaß für Außen­ luft bildet.
Ferner ist rauminnenseitig vor der Brüstung 11 und teilweise unter dem rauminnenseitig vorstehenden Teil des Lüftungs­ aggregates 12 eine Radiatorheizung 32 angeordnet. Schließ­ lich befindet sich unter den nach unten gerichteten Strö­ mungswegen 28, 29 der äußeren Vorsatzkammern 26, 27 des Lüf­ tungsaggregates 12 eine an diesem außenseitig angebrachte Abdeckung 34 der nach außen vorspringenden Brüstung 11. Diese Abdeckung reicht über die gesamte Fensterbreite.
Bei aktivem Lüftungssystem wird mittels eines der Fortluft­ sektion zugeordneten Gebläses (nicht dargestellt) oder in­ folge leicht überhöhten Druckes in dem zu belüftenden Raum Fortluft durch den in Form eines Längsschlitzes 22 zwischen der unteren Fensterzarge 21 und der Fensterbank 15 ausgebil­ deten Fortluft-Einlaß und durch den Fortluftkanal 20 zwischen der Fensterbank und dem Lüftungsaggregat 12 sowie durch die Fortluftsektion 14 hindurch nach außen abgeführt. Korrespon­ dierend dazu wird durch die Sektion 13 des Lüftungsaggrega­ tes 12 dem Raum Außenluft zugeführt, die raumaußenseitig durch die entsprechende Vorsatzkammer 26 eintritt und raum­ innenseitig durch den unterseitigen Strömungsweg 31 der dor­ tigen Vorsatzkammer 30 in den Raum eingeleitet wird. Die zu­ geführte Außenluft umströmt die Radiatorheizung 32, wird dabei erwärmt und steigt im Raum auf, um schließlich nach Durch­ strömung des Raumes als Fortluft am Fenster 10 abwärts zu strömen und im Bereich des rauminnenseitigen Einlaß 22 für Fortluft in der oben beschriebenen Weise wieder nach außen abgeleitet zu werden. Dadurch ist eine wirksame Durchströ­ mung des unteren Eckbereichs zwischen dem Fenster 10 und der Fensterbank 15 gewährleistet und die Gefahr von Kondens­ wasserausbildungen unterbunden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 sind für gleiche Teile wie in den Fig. 1 und 2 die gleichen Bezugszeichen verwen­ det. Diese Ausführungsform unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform nur dadurch, daß die Sektionen 13′, 14′ für die Zufuhr von Außenluft und für die Abfuhr von Fortluft im Lüftungsaggregat 12′ übereinander angeordnet sind.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 sind wiederum für gleiche Teile wie in den vorhergehenden Ausführungsformen die glei­ chen Bezugszeichen verwendet. Diese Ausführungsform unter­ scheidet sich von der Ausführungsform nach Fig. 1 dadurch, daß sich an den Fortluftkanal 20 ein rauminnenseitig unter der in den Raum vorstehenden Fensterbank 15 bei 36 ausmün­ dender Thermikkanal 37 anschließt, der sich wiederum im wesentlichen über die gesamte Fensterbreite erstreckt. Zwischen dem rauminnenseitig ausmündenden Thermikkanal und dem mit dem rauminnenseitigen Einlaß 22 für Fortluft in Verbindung stehenden Fortluftkanal 20 ist eine Absperr­ klappe 38 angeordnet, die in der Zeichnung veranschau­ lichten Betriebsstellung den Thermikkanal 37 vom Fortluft­ kanal 20 bei gleichzeitiger Freigabe einer Frontluftein­ trittsöffnung 39 der Fortluftsektion des Lüftungsaggre­ gates 12 abtrennt. Diese Absperrklappe 38 ist in eine die Fortlufteintrittsöffnung 39 der Fortluftsektion ab­ schließende und dann den Thermikkanal 37 mit dem Fortluft­ kanal 20 verbindende Stellung betätigbar.
Wenn die Absperrklappe 38 in der aus Fig. 4 ersichtlichen Betriebsstellung steht, ist die Funktion dieses Lüftungs­ systems identisch mit der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2. Wenn hingegen die Fortlufteintrittsöffnung 39 des Lüf­ tungsaggregats verschlossen ist, wird bei aktiver Heizung die von dem Radiator 32 aufsteigende Warmluft zum Teil von der in den Raum vorstehenden Fensterbank 15 in den Thermik­ kanal 37 geleitet und tritt nach Durchströmung des Thermik- und Fortluftkanals durch den Schlitz 22 zwischen der Fenster­ bank 15 und der unteren Zarge 21 des Fensters 10 aus, so daß auch in diesem Falle eine wirksame Durchlüftung des unteren Eckbereichs zwischen der Fensterbank und dem Fenster gewährleistet ist.
Die Ausführungsform nach Fig. 5, in der wiederum für gleiche Teile wie bei den vorhergehenden Ausführungsformen gleiche Bezugszeichen verwendet sind, unterscheidet sich von der Ausführungsform nach Fig. 4 nur dadurch, daß rauminnen­ seitig die Fensterbank 15 einen sich im Abstand vom Lüf­ tungsaggregat 12 abwärts erstreckenden Schenkel 40 auf­ weist, der zusammen mit dem rauminnenseitigen Ende des Lüftungsaggregates einen aufsteigenden Schacht 41 bil­ det, in dem der Thermikkanal 37 ausmündet.
Es ist ersichtlich, daß durch eine derartige Fensterbank­ ausbildung der Zustrom von Warmluft zum Thermikkanal 37 begünstigt wird. Wenn durch Verschwenken der Absperr­ klappe 38 aus der in der Zeichnung veranschaulichten Stel­ lung die Fortlufteintrittsöffnung 39 des Lüftungsaggre­ gats 12 verschlossen ist, findet somit eine merkliche Warmluftströmung durch den Thermikkanal 37, den sich daran anschließenden Fortluftkanal 20 und den sich im wesentlichen über die gesamte Fensterbreite erstrecken­ den Schlitz 22 zwischen der Fensterbank 15 und der unteren Zarge 21 des Fensters 10 statt.
Fig. 6 zeigt demgegenüber eine Alternativausbildung mit zwei Fortluft-Einlaßbereichen 43, 43′ und einem zwischen diesen Fortlufteinlaßbereichen angeordneten Warmluftzu­ fuhrbereich 44, der mit einem sich über den mittleren Teil des Lüftungsaggregates erstreckenden Thermikkanal 37′ in Verbindung steht. Die Fortluftsektion dieses Lüf­ tungsaggregates besitzt zwei im Abstand voneinander an­ geordnete Fortlufteintrittsöffnungen 24, 24′ und eine Führung der Fortluftströme zu diesen Eintrittsöffnungen vermittelnde Leitschotten 25′, die bis an den sich über die gesamte Fensterbreite erstreckenden Schlitz zwi­ schen einer unter Ausbildung von Strömungswegen das Lüftungsaggregat oberseitig abdeckenden Fensterbank und der unteren Zarge des Verbundfensters reichen. Bei dieser Ausführungsform gelingt somit im mittleren Be­ reich 44 des Fensters bei gleichzeitiger Abfuhr von Fortluft aus den beiden äußeren Fensterbereichen 43, 43′ die Zufuhr von Warmluft in den rauminnenseitigen unteren Eckbereich des Fensters.

Claims (11)

1. Lüftungssystem für die Räume von Gebäuden, bei dem im Brüstungsbereich unter einem Fenster ein Lüftungsaggregat mit je einem gebäudeaußenseitigen Einlaß für Außenluft und einem Auslaß für Fortluft, je einem rauminnenseitigen Auslaß für Außenluft und Einlaß für Fortluft und mit einem Gebläse in einer Sektion für die Zufuhr der Außenluft und/ oder für die Abfuhr der Fortluft angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der rauminnenseitige Einlaß (22) für Fortluft im Eck­ bereich zwischen einer unteren Zarge (21) des Fensters (10) und einer in den Raum vorstehenden Fensterbank (15) bzw. einer sonstigen oberen Abdeckung des Lüftungsaggre­ gates (12) angeordnet ist.
2. Lüftungssystem nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Nebeneinanderanordnung der Sektionen (13, 14) für die Zufuhr von Außenluft und die Abfuhr von Fortluft, wobei sich der rauminnenseitige Einlaß (22) für Fortluft im we­ sentlichen über die gesamte Breite des Fensters (10) er­ streckt.
3. Lüftungssystem nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Übereinanderanordnung der Sektionen (13′, 14′) für die Ableitung der Fortluft- und für die Zufuhr von Außen­ luft, wobei sich der rauminnenseitige Einlaß (22) für Fortluft im wesentlichen über die gesamte Breite des Fensters (10) erstreckt.
4. Lüftungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der rauminnenseitige Ein­ laß (22) für Fortluft über einen Fortluftkanal (20), der sich zwischen dem Lüftungsaggregat (12) und dessen oberer Abdeckung bzw. der Fensterbank (15) erstreckt, mit einer Fortluft-Einlaßöffnung (24) der Fortluftsektion (14, 14′) des Lüftungsaggregats verbunden ist.
5. Lüftungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der rauminnenseitige Einlaß für Fortluft mehrere über die Breite des Fensters (10) verteilt angeordnete Einströmbereiche (43, 43′) auf­ weist, die mit wenigstens einer Fortlufteintrittsöffnung (24, 24′) der Fortluftsektion des Lüftungsaggregats (12′′) verbun­ den sind, daß zwischen diesen Fortlufteinströmbereichen Strö­ mungswege im unteren Eckbereich des Fensters (10) aus­ münden, die mit einem Thermikkanal (37′) verbunden sind, der eine rauminnenseitige Ausmündung besitzt, und daß die Fensterbank (15) bzw. obere Abdeckung des Lüftungs­ aggregats über die rauminnenseitige Ausmündung des Ther­ mikkanals vorsteht.
6. Lüftungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der rauminnenseitige Einlaß (22) für Fortluft wahlweise auf einen Thermikkanal (37) mit einer rauminnenseitigen Ausmündung (36) oder die Fortluftsektion (14, 14′) des Lüftungsaggregats (12, 12′) schaltbar ist und daß die Fensterbank (15) bzw. eine obere Abdeckung des Lüftungsaggregats rauminnenseitig über die Ausmündung des Thermikkanals vorsteht.
7. Lüftungssystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Fensterbank (15) bzw. eine obere Abdeckung des Lüftungsaggregats an ihrem rauminnenseitig über das Lüf­ tungsaggregat vorstehenden Ende einen sich unter Ausbil­ dung eines aufsteigenden Kanals (41) abwärts erstrecken­ den Schenkel (40) aufweist.
8. Lüftungssystem nach Anspruch 6 oder 7, gekennzeich­ net durch eine Absperrklappe (38), die zwischen einer den rauminnenseitigen Einlaß (22) für Fortluft mit dem Thermik­ kanal (37) verbindenden Stellung bei gleichzeitiger Absper­ rung einer Fortlufteintrittsöffnung (39) des Lüftungsaggre­ gats und einer diese Fortlufteintrittsöffnung des Lüftungs­ aggregats mit dem Einlaß (22) für Fortluft verbindenden und dann den Thermikkanal (37) von dem genannten Einlaß für Fort­ luft absperrenden Stellung betätigbar ist.
9. Lüftungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da­ durch gekennzeichnet, daß gebäudeaußenseitig der Einlaß (28) für Außenluft und der Auslaß (29) für Fortluft in horizontalem Abstand voneinander angeordnet und dadurch Zuluft und Fortluft voneinander getrennt sind.
10. Lüftungssystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß gleichermaßen die Sektion (13, 13′) für die Zufuhr von Außenluft und auch die Fortluftsektion (14, 14′) in je einer gebäudeaußenseitigen Kammer (26, 27) ausmünden, daß diese Kammern nebeneinanderliegend angeordnet und voneinander getrennt sind, daß jede Kammer wenigstens einen nach unten gerichteten Strömungsweg (28, 29) als Einlaß für Außenluft bzw. als Auslaß für Fortluft aufweist und daß diese Strömungswege horizontal beab­ standet voneinander angeordnet sind.
11. Lüftungssystem nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Sektion (13, 13′) des Lüftungs­ aggregats für die Zufuhr von Außenluft rauminnenseitig in einer Vorsatzkammer (30) ausmündet und letztere einen nach unten gerichteten Abströmweg (31) als rauminnenseitigen Einlaß für Außenluft aufweist.
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