DE3940698C1 - Water and gas proofing definite lengths of wiring - applying 2 layered tape having room temp. adhesive on side facing leads and heat-melting adhesive on outer layer - Google Patents
Water and gas proofing definite lengths of wiring - applying 2 layered tape having room temp. adhesive on side facing leads and heat-melting adhesive on outer layerInfo
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Description
In der nicht vorveröffentlichten DE-OS 38 09 167 der An
melderin ist bereits ein Verfahren und ein Bausatz zum
Herstellen von definierten längswasserdichten und längs
gasdichten Bereichen in einem eine Vielzahl von Adern auf
weisenden Verdrahtungssystem beschrieben.
Aus der DE 36 31 769 ist ein Verfahren zum Ausbilden eines
längswasserdichten Abschnittes in einem vorbestimmten Bereich
eines eine Vielzahl von Adern aufweisenden Verdrahtungssystems
bekannt, bei welchem die einzelnen Leiter des Verdrahtungs
systems (Kabelbaums) an der Längswasserabdichtstelle rund um
einen festen Kunststoffkörper angeordnet werden, wobei der
Kunststoffkörper als Rund- oder Profilmaterial mit außenliegen
den Längsrippen oder -riefen ausgebildet ist. Dieser Kunststoff
körper besteht aus einem bei einer Wärmebehandlung zu einer ver
größerten Querschnittsgestalt aufquellenden Kunststoff, enthal
tend einen thermoplastischen Schmelzkleber, der bei Erwärmung
schmilzt, aufschäumt und dabei geschlossene Poren bildet, wobei
dieses Material dichtend in alle Zwischenräume zwischen den ein
zelnen Leitern des Leitersystems eindringt.
Aus der DE 39 16 510 A1 ist ein Kabel- oder Leitungsbinder be
kannt, der einen im wesentlichen zylinderförmigen Körper auf
weist, auf dessen Umfang mehrere, nach außen zu offene und pa
rallel zueinander ausgerichtete Federklemmen angeformt sind. Auf
diese Federklemmen werden die zu einem Bündel zusammenzufassen
den Kabel oder Leiter aufgeschoben und hierdurch festgehalten.
Jeder Federklemme wird ein einziges Kabel zugeordnet.
Bei dem in der nicht vorveröffentlichten DE-OS 38 09 167 be
schriebenen Verfahren werden die Adern eines abzudichtenden
Abschnittes des Verdrahtungssystems auf einem Abschnitt
eines zweischichtigen Bandes positioniert, welches eine
bei Raumtemperatur klebende, den Adern zugewandte innere
Schicht und eine äußere Heißschmelzkleberschicht aufweist,
wobei die Adern parallel zueinander mit ihren Längsachsen
senkrecht zur Längsachse des zweischichtigen Bandes auf
dem inneren Band ausgerichtet werden, das zweischichtige
Band mit den daran haftenden Adern zu einem Wickelkörper
zusammengerollt und abschließend ein wärmeschrumpfendes
Bauteil um den abzudichtenden Abschnitt des Verdrahtungs
systems herumgeschrumpft wird.
Der Bausatz gemäß der obengenannten nicht vorveröffent
lichten DE-OS 38 09 167 besteht aus einem Abschnitt eines
zweischichtigen Bandes, welches eine bei Raumtemperatur
klebende innere Schicht und eine äußere Heißschmelzkleber
schicht aufweist, und einem Abschnitt eines wärmeschrump
fenden Bauteils.
Zur Montage wird das doppelschichtige Band zunächst auf
ca. die doppelte Länge der Summe der Durchmesser der Ein
zeladern, aus denen das Verdrahtungssystem besteht, abge
längt. Die Einzeladern werden dann der Reihe nach parallel
oder in einer anderen geeigneten Weise in das bei Raumtem
peratur klebende Material unter leichtem Druck eingebet
tet. Diese bei Raumtemperatur klebende Masse, vorzugsweise
eine Masse aus Butylkautschuk, ist plastisch verformbar
und durch die gleichzeitig gute Haftung an den Adern wer
den die Adern in der einmal vorgegebenen Position gehal
ten. Die noch freigebliebene Länge des zweischichtigen
Bandes wird sodann von oben auf den aufgefächerten
Verdrahtungssystemabschnitt gelegt und angedrückt. An
schließend wird der gesamt mit dem zweischichtigen Band
umhüllte ausgefächerte Verdrahtungssystemabschnitt zu
einem Wickelkörper zusammengewickelt und mit einem kleber
beschichteten Schrumpfschlauchabschnitt umschrumpft.
Durch die Wärmezufuhr beim Schrumpfen wird das Schmelzkle
bermaterial des zweischichtigen Bandes zum Fließen ge
bracht, und durch den Schrumpfdruck des Wärmeschrumpf
schlauches wird dieses fließfähige Schmelzklebermaterial
in die zwischen den Einzeladern des Verdrahtungssystems
vorhandenen Hohlräume gepreßt, so daß nach Erstarren des
Schmelzklebers ein definierter Bereich vollkommener Längs
wasserabdichtung sowie Längsgasabdichtung gebildet ist.
Das vorstehend beschriebene Verfahren verarbeitet maximal
35 bis 40 Einzeladern bei durchschnittlichen Aderquer
schnitten von 0,5 bis 6,0 mm2.
Üblicherweise werden dabei Verdrahtungssysteme verarbei
tet, deren aus PVC bestehende Isolierhüllen eine für die
Verarbeitung notwendige kurzfristige Temperaturfestigkeit
von nicht mehr als 150°C aufweisen. Aus diesem Grund wird
bei dem vorstehend beschriebenen Verfahren bei Temperatu
ren um 200°C gearbeitet, wobei je nach Aderanzahl und
Aderquerschnitt die Schrumpfdauer 2,5 bis 3 min beträgt.
Durch geeignete Auswahl der Schrumpfdauern und Schrumpf
temperaturen muß sichergestellt werden, daß im Inneren der
zu einer Rolle zusammengewickelten Vielzahl von Adern die
zum Fließen der Heißkleberkomponente des zweischichtigen
Bandes erforderliche Temperatur von etwa 110°C erreicht
wird.
Enthalten die Verdrahtungssysteme jedoch mehr als 35 bis
40 Einzeladern, so erreichen bei der Schrumpfbehandlung
die Temperaturen der äußersten Adern, also derjenigen
Adern, die der Wärme des Schrumpfgerätes am intensivsten
ausgesetzt sind, Werte von mehr als 150°C, was Schäden an
den Isolierhüllen dieser überhitzten Adern hervorrufen
kann.
Eine Verminderung der Schrumpfdauer mit dem Ziel, die
Überhitzungsgefahr der äußeren Adern zu mindern, ist nicht
möglich, da bei verringerter Schrumpfdauer im Inneren des
zu einer Rolle zusammengewickelten Verdrahtungssystems
(Kabelbündel) nicht mehr die erforderlichen Temperaturen
(etwa 110°C) zum Schmelzen (Fließen) des Heißklebers er
reicht werden. Ein gutes Fließen des
Heizschmelzklebermaterials ist jedoch erforderlich, um die
Hohlräume zwischen den Einzeladern gut zu verschließen.
Aus dem vorstehend genannten Grund ist es auch nicht mög
lich, die Temperatur der Schrumpfgeräte unter die genann
ten 200-300°C zu senken, da damit zwar die Überhit
zungsgefahr der äußeren Adern vermindert, gleichzeitig
aber das Erreichen der zum Fließen des Heizschmelzklebers
erforderliche Temperatur von etwa 110°C im Inneren des
Kabelbündels erschwert würde.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Ver
fahren und einen Bausatz zum Herstellen eines definierten
längswasserdichten und längsgasdichten Bereiches in einem
eine Vielzahl von Adern aufweisenden Verdrahtungssystem zu
schaffen. Insbesondere verfolgt die Erfindung das Ziel,
ein Verfahren und einen Bausatz anzugeben, mit deren Hilfe
Verdrahtungssysteme mit mehr als 35 bis 40 Adern der zum
Herstellen von definierten Abdichtungsstellen erforder
lichen Schrumpfbehandlung unterzogen werden können, ohne
daß als Folge einer Überhitzung Schäden an den Isolierhül
len der Einzeladern auftreten. Gleichzeitig soll jedoch
gewährleistet sein, daß das Heißschmelzklebermaterial ab
dichtend in alle Zwischenräume zwischen den Einzeladern
sowie zwischen den Einzeladern und dem äußeren rück
schrumpfenden Bauteil eindringt, um diese auszufüllen.
Diese Aufgabe wird verfahrensmäßig durch das im Anspruch 1
angegebene Verfahren gelöst.
Vorrichtungsmäßig wird die der Erfindung zugrundeliegende
Aufgabe durch den im Anspruch 7 angegebenen Bausatz ge
löst.
Erfindungsgemäß wird die Gesamtheit der im Bereich der Ab
dichtungsstelle im Verdrahtungssystem vorhandenen Adern
auf der Oberfläche eines vorzugsweise einen kreisförmigen
Querschnitt aufweisenden Stützkörpers angeordnet, wobei
die Adern mit Hilfe der bei Raumtemperatur klebenden In
nenschicht des zweischichtigen Bandes in der gewünschten
Anordnung festgehalten sind. Vorzugsweise wird der Durch
messer des Stützkörpers so im Hinblick auf die Anzahl von
Einzeladern gewählt, daß die Gesamtheit an Adern in einer
einzigen Lage nebeneinander um den Umfang des Stützkörpers
angeordnet werden kann. Erforderlichenfalls können die
Adern natürlich auch in mehr als einer Schicht rings um
den Umfang des Stützkörpers angeordnet werden.
Nach Anordnung der Adern mit Hilfe des zweischichtigen
Bandes auf der Oberfläche des Stützkörpers wird ein wärme
schrumpfendes Bauteil, vorzugsweise ein
Wärmeschrumpfschlauchabschnitt, um die Abdichtungsstelle
geschrumpft.
Der mit Hilfe der Erfindung erzielbare technische Fort
schritt ergibt sich in erster Linie daraus, daß die Adern
im Bereich der Abdichtungsstelle nicht wie bei dem her
kömmlichen Verfahren zu einem Wickelkörper zusammenge
wickelt werden, was das Erwärmen der innersten Adern be
hindert und das Überhitzen der äußeren Adern zur Folge
hat, sondern daß die zu erwärmenden Adern auf der Ober
fläche eines eine kreisförmige Querschnittsgestalt aufwei
senden Stützkörpers in vorzugsweise einer einzigen Lage
angeordnet sind. Bei der erfindungsgemäßen Anordnung der
Einzeladern auf der Außenoberfläche eines solchen Stütz
körpers und parallel zu dessen Längsachse ist während der
Wärmebehandlung zwecks Schmelzens des Heißschmelzklebers
und Rückschrumpfens des Schrumpfschlauches lediglich die
auf der Oberfläche des genannten Stützkörpers angeordnete,
vorzugsweise einlagige, dünne Schicht aus Adern, zu durch
wärmen. Eine solche vergleichsweise dünne Schicht läßt
sich rasch und gleichförmig durchwärmen, ohne daß örtliche
Überhitzungen zu befürchten sind.
Da bei Ausführen des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie
bei Benutzung des erfindungsgemäßen Bausatzes alle Adern
mit dem sie umgebenden Schmelzklebermaterial des zwei
schichtigen Bandes auf der Außenoberfläche des Stützkör
pers angeordnet sind, muß nicht wie bei der herkömmlichen
Arbeitsweise ein vergleichsweise massives Kupferkabel in
Form eines Wickelkörpers durchwärmt werden, was wegen der
Wärmeleitfähigkeit von Kupfer sehr viel Energie und Zeit
benötigt, sondern wird durch das Anordnen der Adern rings
um den Umfang eines Stützkörpers die Möglichkeit eröffnet,
die Gesamtheit der Adern unter im wesentlichen identischen
Bedingungen zu erwärmen, so daß es keine Bereiche gibt, in
welchen örtliche Überhitzungen bzw. in welchen unzurei
chende Temperaturen für das Fließen des Heißschmelzklebers
auftreten.
Im wesentlichen werden mit Hilfe der Erfindung die folgen
den Vorteile erreicht:
- 1. Da die rings um den Stützkörper herum angeordneten Adern der (im Schrumpfgerät vorhandenen) Wärmequelle eine große Oberfläche darbieten, ist die zu durchwär mende Schichtdicke gering.
- 2. Diese geringe Schichtdicke läßt sich rasch auf gleich mäßige Temperatur erwärmen.
- 3. Da die Zufuhr von Wärmeenergie zu den Adern innerhalb sehr kurzer Zeiträume erfolgt, kann die Betriebstempera tur der Schrumpfgeräte deutlich über die herkömmlich benutzten Betriebstemperaturen von 200-300°C gestei gert werden, ohne daß die Temperatur der Aderisolation und des Schmelzklebermaterials über 150°C ansteigt.
- 4. Mit Hilfe der Erfindung können aderreiche Verdrahtungs systeme mit mehr als 35 bis 40 Adern innerhalb von Zeiträumen von lediglich 40 bis 70 s abgedichtet wer den, wobei Arbeitstemperaturen des Schrumpfgerätes von 300-350°C verwendet werden können.
Generell können, ganz gleich ob die Abdichtstelle weni
ge Adern oder viele Adern aufweist, die folgenden wei
teren Vorteile erreicht werden:
- - Es lassen sich Verdrahtungssysteme mit viel mehr Adern abdichten als mit Hilfe des herkömmlichen Ver fahrens bzw. des herkömmlichen Bausatzes, da dank der vorliegenden Erfindung selbst sehr große Ader zahlen nicht zu einer örtlichen Überhitzung von äußeren Adern führen.
- - Bei Verdrahtungssystemen mit wenig Adern führt das erfindungsgemäße Verfahren zu deutlich kürzeren Schrumpfzeiten als das herkömmliche Verfahren.
- - Ferner kann die Länge der Abdichtstelle, d. h. die Länge des Abschnittes, in welchem die Zwischenräume zwischen den Adern und zwischen der äußeren Schrumpfschlauchhülle gas- und wasserdicht ver schlossen sind, deutlich kürzer dimensioniert werden als bei dem bekannten Verfahren, da bei Ausführung der vorliegenden Erfindung ein Herausquellen des Schmelzklebers aus den offenen Enden des aufge schrumpften äußeren Schrumpfschlauches nicht erfor derlich ist. Die derart erreichte Verkürzung der Ab dichtstelle erlaubt ein Abknicken des abgedichteten Verdrahtungssystems unmittelbar hinter der Abdicht stelle, was im Hinblick auf die insbesondere im Automobilbau häufig vorhandenen beengten Verhältnis se von großer Bedeutung ist.
Im Gegensatz zum herkömmlichen Verfahren benötigt das auf
zuschrumpfende äußere rückschrumpfende Bauteil (Schrumpf
schlauch) nicht unbedingt eine innere
Schmelzkleberbeschichtung.
Der Stützkörper der vorliegenden Erfindung kann auf viel
fältig unterschiedliche Weise gestaltet sein. Durch eine
geeignete Formgestaltung des Stützkörpers kann eine Anpas
sung erzielt werden, die die spätere Befestigung und/oder
Positionierung der Abdichtstelle in Wandungsdurchlässen
oder dgl. begünstigt.
In den Unteransprüchen sind bevorzugte Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Verfahrens bzw. des erfindungsgemä
ßen Bausatzes angegeben.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbei
spielen und unter Bezug auf die Zeichnung näher beschrie
ben. In dieser zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer erfindungs
gemäß ausgebildeten Abdichtstelle in einem mehr
als 40 Adern aufweisenden Verdrahtungssystem,
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Abdichtstelle entlang
der Linie A-A in Fig. 2 und
Fig. 3 bis 7 Beispiele für durch geeignete Formgebung
des Stützkörpers erzielte Anpassungen an den spä
teren Sitz der Abdichtstellen in Wandungsdurchläs
sen.
Fig. 1 zeigt eine Vielzahl (45) von isolierten Adern 1
eines im Rahmen der vorliegenden Erfindung als Verdrah
tungssystem bezeichneten Kabelbündels. Diese Adern 1 sind
parallel zueinander angeordnet und im Bereich einer Ab
dichtungsstelle 2 rings um den Umfang eines Stützkörpers
mit kreisförmiger Querschnittsgestalt angeordnet. Der
Stützkörper ist in Fig. 2 im Querschnitt dargestellt und
mit dem Bezugszeichen 3 bezeichnet. Ferner zeigt Fig. 1
einen Abschnitt eines zweischichtigen Bandes 4, welches
aus einer den Adern 1 zugewandten Schicht 5, beispielswei
se aus Butylkautschuk, und einer diese Schicht 5 tragenden
Schicht 6 aus Heißschmelzkleber besteht.
Um zu der in Fig. 1 dargestellten Anordnung zu gelangen,
werden zunächst die im Bereich der Abdichtungsstelle 2 zu
einer Lage von im wesentlichen parallel zueinander verlau
fenden Adern aufgefächert. In dieser aufgefächerten Posi
tion werden die Einzeladern unter leichtem Druck in die
innere Kleberschicht 5 des zweischichtigen Bandes 4 einge
bettet. Vorzugsweise besteht die Schicht 5 aus Butylkaut
schuk, da eine solche Kautschukmasse plastisch verformbar
und sehr gut klebend ist. Durch die Klebewirkung dieser
inneren Schicht 5 werden die Adern 1 in der gewünschten
Position gehalten. Sodann wird das zweischichtige Band 4
mit den daran haftenden Adern 1 so um den Umfang des im
Querschnitt kreisförmigen Stützkörpers 3 herumgewickelt,
daß die Adern 1 in der vorher fixierten Anordnung über den
Umfang des Stützkörpers verteilt angeordnet sind. In der
in Fig. 1 dargestellten Anordnung befinden sich die in dem
Butylkautschuk der inneren Schicht 5 eingebetteten Adern 1
in Anlage an der Oberfläche des Stützkörpers. Die Heiß
schmelzkleberschicht 6 bildet die äußerste Schicht der in
Fig. 1 dargestellten Anordnung.
Der vorstehend beschriebene Aufbau der Anordnung gemäß
Fig. 1 ist in Fig. 2 in größerer Deutlichkeit dargestellt.
So zeigt Fig. 2 einen Stützkörper 3, an dessen Oberfläche
die Adern 1 gleichmäßig verteilt anliegen. Es ist ferner
in Fig. 2 zu erkennen, daß die Adern 1 jeweils in die Bu
tylkautschukmasse der inneren Schicht 5 des Bandes 4 ein
gebettet sind. Ferner ist zu erkennen, daß die innere
Schicht 5 von der äußeren Heißschmelzkleberschicht 6 des
Bandes 4 getragen wird.
Ferner zeigt Fig. 2 einen Schrumpfschlauchabschnitt 7,
welcher die Anordnung gemäß Fig. 1 umgibt.
Das in Fig. 1 dargestellte zweischichtige Band 4 besitzt
eine Breite von etwa 5,5 cm. Der äußere
Schrumpfschlauchabschnitt 7 hat eine entsprechend gewählte
Breite. Die Breite der Schichten 5 und 6 wird nach
Zweckmäßigkeitsgesichtspunkten gewählt.
Die Anordnung gemäß den Fig. 1 und 2 wird abschließend
einer Wärmebehandlung unterworfen, um die Heißschmelzkle
berschicht 6 zum Fließen zu bringen und um den äußeren
Schrumpfschlauchabschnitt 7 um die Abdichtungsstelle 2
herumzuschrumpfen. Mit Hilfe des fließfähig gemachten
Heißschmelzklebers werden alle Zwischenräume zwischen den
Adern 1 sowie zwischen diesen Adern und der Oberfläche des
Stützkörpers 3 wie auch zwischen den Adern und dem äußeren
Schrumpfschlauchabschnitt 7 vollkommen abgedichtet, so daß
nach Abschluß der Wärmebehandlung und Erstarrung des Heiß
schmelzklebers weder Gas noch Flüssigkeit längs der Adern
1 durch die Abdichtungsstelle 2 hindurchzutreten vermögen.
Im Gegensatz zu der herkömmlichen Arbeitsweise, bei wel
cher eine Vielzahl von eng zusammengewickelten Adern mit
Hilfe eines zum Fließen gebrachten Heißschmelzklebers und
eines von außen aufgeschrumpften
Schrumpfschlauchabschnittes abgedichtet wird, ist es bei
Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, d. h. bei Be
nutzung des erfindungsgemäßen Bausatzes, nicht mehr erfor
derlich, den zum Fließen gebrachten Heißschmelzkleber aus
den Endabschnitten der Abdichtungsstelle heraustreten zu
lassen, da auch ohne ein solches Heraustreten eine voll
kommene Längswasserabdichtung sowie Längsgasabdichtung im
Bereich der Abdichtungsstelle 2 sichergestellt ist.
Beim herkömmlichen Verfahren läßt man den zum Fließen ge
brachten Heißschmelzkleber aus den Enden der Abdichtungs
stelle heraustreten, um so durch Sichtkontrolle prüfen zu
können, ob der Schmelzkleber alle Hohlräume innerhalb der
Abdichtungsstelle dichtend ausgefüllt hat.
Das zweischichtige Band 4 ist von definierter Breite, wo
bei die innere bei Raumtemperatur klebende Schicht 5 vor
zugsweise aus Butylkautschuk besteht, wohingegen die äuße
re Schicht 6 dieses Bandes 4 aus einem wärmeschmelzbaren
Klebermaterial besteht. Die Schichten 5 und 6 des Bandes 4
haften aufeinander, wobei das Heißschmelzkleberband 6
breiter ist als das Butylkautschukband 5.
Im Hinblick auf die jeweiligen Temperaturanforderungen
kann das Band wenigstens in einer Tieftemperaturausführung
für Temperaturen von etwa 85°C und in einer Hochtempera
turausführung von etwa 105°C ausgebildet sein.
Der äußere Schrumpfschlauchabschnitt 7 kann mit einer
nicht dargestellten inneren Schicht aus einem Heißkleber
werkstoff versehen sein.
Der Stützkörper 3 muß permanent beständig sein gegen Was
ser sowie Betriebsmittel, wie Benzin, Dieselöl und
Schmierstoffe. Ferner soll der Stützkörper 3 nur gering
wärmeabsorbierend aber leicht und elastisch sein. Die Tem
peraturbelastbarkeit des Stützkörpers muß wenigstens der
Temperaturbelastbarkeit der Isolierhüllen der Adern 1 ent
sprechen.
Die folgenden Werkstoffe sind zur Herstellung des Stütz
körpers 3 geeignet:
- - modifiziertes, geschäumtes Polyurethan mit geschlosse nen Poren;
- - Kork und Elastomere und
- - thermoplastische Kunststoffe.
Hergestellt werden die erfindungsgemäßen Stützkörper 3
durch Extrudieren, Spritzgießen, Pressen, Formen aus Na
turmaterialien sowie Blasformen.
Die äußere Gestalt der Stützkörper 3 richtet sich generell
nach dem beabsichtigten Einsatzgebiet. Der Stützkörper
sollte jedoch zumindest einen Abschnitt mit kreisförmiger
Querschnittsgestalt aufweisen. Der Durchmesser des Stütz
körpers, insbesondere der Durchmesser im Bereich der
kreisförmigen Querschnittsgestalt, wird so gewählt, daß
sich die Adern des abzudichtenden
Verdrahtungssystemabschnitts in der in Fig. 2 dargestell
ten Weise gleichmäßig beabstandet rings um den Stützkörper
anordnen lassen. Sollte aus speziellen Gründen eine einla
gige Anordnung der Adern rings um den Stützkörper gemäß
der in Fig. 2 dargestellten Anordnung nicht möglich sein,
so muß noch eine weitere Lage von Adern über die in den
Fig. 1 und 2 dargestellte Einzellage gelegt werden.
In Längsrichtung, d. h. in Längsrichtung der Adern 1, kann
der Stützkörper 3 sehr unterschiedlich geformt sein. Wie
bereits erwähnt, wird diese Formgebung in erster Linie
entsprechend den am Einsatzort herrschenden örtlichen Ge
gebenheiten gewählt. Diese Wahl wird von dem Gedanken be
herrscht, daß die Formgestalt des Stützkörpers weitgehend
angepaßt sein soll an die spätere
Befestigung/Positionierung der Abdichtstelle in Wandungs
durchlässen oder dergleichen.
Einige Beispiele für bevorzugte Formgestaltungen des
Stützkörpers 3 sind in den Fig. 3 bis 7 angegeben. Da
bei ist in diesen Figuren stets veranschaulicht, daß sich
die Formgestalt des Stützkörpers 3 und die Gestaltung der
sprechen.
Fig. 3 zeigt einen kugelförmigen Stützkörper 3, wobei we
der irgendwelche Adern noch das zweischichtige Band darge
stellt sind.
Fig. 4 zeigt einen sich in Längsrichtung von Links nach
rechts durchmessermäßig erweiternden Stützkörper 3, mit
einer entsprechendgestalteten Abdichtungsstelle. Die in
Fig. 4 dargestellte Gestalt des Stützkörpers 3 ist beson
ders geeignet, um einen guten Sitz der Abdichtungsstelle
zu gewährleisten, da der Stützkörper wie ein Flaschenkor
ken in einem Flaschenhals befestigt werden kann. Eine
Vielzahl von Adern 2 ist schematisch dargestellt.
Gemäß Fig. 5 besitzt der Stützkörper 3 eine eingezogene
Taille 8 zwischen seinem linken Ende und seinem rechten
Ende. Eine solche Gestalt ermöglicht das Befestigen bzw.
Positionieren einer Abdichtungsstelle im Inneren einer
Gummidichtung, die sich in der in Fig. 5 veranschaulichten
Weise formschlüssig in die Taille 8 hineinerstreckt.
Auch in Fig. 5 ist eine Vielzahl von Adern 1 schematisch
dargestellt.
Gemäß Fig. 6 besitzt der Stützkörper 3 auf der linken Sei
te einen zylinderförmigen Abschnitt mit größerem Durchmes
ser und auf der rechten Seite einen zylinderförmigen Ab
schnitt mit kleinerem Durchmesser. Zwischen diesen beiden
zylinderischen Abschnitten erstreckt sich ein konischer
Abschnitt.
Gemäß Fig. 7 besitzt der Stützkörper 3 in seinem Mittelbe
reich eine kugelförmige Gestalt und in seinen beiden End
bereichen eine zylinderische Gestalt.
In den Fig. 3 bis 7 sind die Befestigungsstellen, bei
denen es sich im wesentlichen um Wandungsdurchlässe han
delt, mit dem Bezugszeichen 9 bezeichnet.
Die Stützkörper 3 können als Massivkörper, Hohlkörper oder
auch als wenigstens eine quer zur Längsachse verlaufende
Wandung aufweisende Hohlkörper ausgebildet sein. Ein Hohl
körper verhindert ebenso wie ein eine quer zur Längsachse
verlaufende Zwischenwand aufweisender Körper das Eindrin
gen und den Durchtritt von Gas und/oder Flüssigkeit in
Längsrichtung. Würde man beispielsweise die in Fig. 3 ge
zeigte Kugel massiv ausbilden und den in Fig. 4 darge
stellten konischen Stützkörper fingerhutartig ausbilden,
so wäre der Ein- und Durchtritt von Gas bzw. Flüssigkeit
durch die Stützkörper unmöglich.
Bildet man den Stützkörper 3 als Hohlkörper aus, so kann
das Innere eines solchen (nicht dargestellten) Stützkör
pers beispielsweise ein erstes Ende eines Befestigungsroh
res aufnehmen, dessen zweites Ende in eine Wandung ver
schraubt wird.
Das bevorzugte Anwendungsgebiet für das erfindungsgemäße
Verfahren sowie den erfindungsgemäßen Bausatz ist der
Fahrzeug- und Maschinenbau, wo häufig die Notwendigkeit
besteht, ein aus einer Vielzahl elektrischer Leiter be
stehendes Verdrahtungssystem durch eine Öffnung in einer
Wandung hindurchzuführen. Eine solche Wandung kann bei
spielsweise die Trennwand zwischen Motorraum und Fahrgast
zelle eines Automobils sein. Wenn insbesondere Flüssigkei
ten, wie Wasser, längs der Adern eines solchen Leitungs
systems fließen bzw. kriechen, so können derartige Flüs
sigkeiten dabei in Kontakt mit blanken Anschlußstellen,
wie Steckern, gelangen und dort äußerst störende Kurz
schlüsse hervorrufen. Mit Hilfe definierter
Längswasserdichter- und Längsgasdichter-Abdichtungsstellen
kann einem solchen Übelstand vorgebeugt werden. Vorteil
hafterweise werden die in dieser Erfindung beschriebenen
Abdichtungsstellen im Bereich von Wandungsdurchtritten
oder dergleichen vorgesehen.
Claims (13)
1. Verfahren zum Herstellen eines definierten
längswasserdichten und längsgasdichten Bereiches in
einem eine Vielzahl von Adern aufweisenden
Verdrahtungssystem, bei welchem die Adern eines
Abschnitts des Verdrahtungssystems auf einem Abschnitt
eines zweischichtigen Bandes positioniert werden,
welches eine bei Raumtemperatur klebende, den Adern
zugewandte innere Schicht und eine äußere Schicht aus
Heißschmelzkleber aufweist, wobei die Adern im Bereich
des Abdichtungsabschnittes parallel zueinander mit
ihren Längsachsen senkrecht zur Längsachse des
zweischichtigen Bandes auf dem inneren Band
ausgerichtet werden und abschließend ein
wärmeschrumpfendes Bauteil um den abzudichtenden
Abschnitt des Verdrahtungssystems herumgeschrumpft
wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zweischichtige Band mit den daran haftenden Adern so um den Umfang eines im Querschnitt kreisförmigen Stützkörpers herumgewickelt wird, daß die Adern über den Umfang des Stützkörpers verteilt in wenigstens einer Schicht angeordnet sind und daß auf den den Stützkörper aufweisenden Abschnitt des Verdrahtungssystems das wärmeschrumpfende Bauteil aufgeschrumpft wird.
daß das zweischichtige Band mit den daran haftenden Adern so um den Umfang eines im Querschnitt kreisförmigen Stützkörpers herumgewickelt wird, daß die Adern über den Umfang des Stützkörpers verteilt in wenigstens einer Schicht angeordnet sind und daß auf den den Stützkörper aufweisenden Abschnitt des Verdrahtungssystems das wärmeschrumpfende Bauteil aufgeschrumpft wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
ein zylinderförmiger Stützkörper verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
ein kugelförmiger Stützkörper verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Stützkörper verwendet wird,
welcher in Richtung parallel zu den Längsachsen der
Adern gas- und flüssigkeitsdicht ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Stützkörper verwendet wird,
der als Hohlkörper ausgebildet ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Formgestalt des Stützkörpers
so gewählt wird, daß eine spätere Befestigung und/oder
Positionierung der resultierenden Abdichtungsstelle in
Wandungsdurchlässen oder dergleichen begünstigt wird.
7. Bausatz zum Herstellen eines definierten
längswasserdichten und längsgasdichten Bereiches in
einem eine Vielzahl von Adern aufweisenden
Verdrahtungssystem, mit einem Abschnitt eines
zweischichtigen Bandes (4), welches eine bei
Raumtemperatur klebende innere Schicht (5) und eine
äußere Heißschmelzkleberschicht (6) aufweist, und mit
einem Abschnitt eines wärmeschrumpfenden Bauteils (7),
dadurch gekennzeichnet,
daß ein einen kreisförmigen Querschnitt aufweisender
Stützkörper (3) vorgesehen ist, um dessen Umfang die
Adern (1) des Verdrahtungssystems mit Hilfe des
zweischichtigen Bandes (4) positionierbar sind.
8. Bausatz nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Stützkörper (3) eine im wesentlichen
zylinderförmige Gestalt aufweist.
9. Bausatz nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Stützkörper (3) eine im wesentlichen kugelförmige
Gestalt aufweist.
10. Bausatz nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß der Stützkörper (3) in Richtung
parallel zu den Längsachsen der Adern (1) gas- und
flüssigkeitsdicht ist.
11. Bausatz nach einem der vorhergehenden Patentansprüche
6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützkörper
(3) als Hohlkörper ausgebildet ist.
12. Bausatz nach einem der vorhergehenden Patentansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Stützkörper (3) eine
solche Formgestalt besitzt, daß er eine
Befestigung/Positionierung der resultierenden
Abdichtstelle in Wanddurchlässen oder dergleichen
begünstigt.
13. Bausatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die bei Raumtemperatur klebende innere Schicht (5) des
zweischichtigen Bandes (4) aus Butylkautschuk besteht.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19893940698 DE3940698C1 (en) | 1989-12-08 | 1989-12-08 | Water and gas proofing definite lengths of wiring - applying 2 layered tape having room temp. adhesive on side facing leads and heat-melting adhesive on outer layer |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19893940698 DE3940698C1 (en) | 1989-12-08 | 1989-12-08 | Water and gas proofing definite lengths of wiring - applying 2 layered tape having room temp. adhesive on side facing leads and heat-melting adhesive on outer layer |
Publications (1)
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|---|---|---|---|
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