DE3908378C2 - - Google Patents

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DE3908378C2
DE3908378C2 DE19893908378 DE3908378A DE3908378C2 DE 3908378 C2 DE3908378 C2 DE 3908378C2 DE 19893908378 DE19893908378 DE 19893908378 DE 3908378 A DE3908378 A DE 3908378A DE 3908378 C2 DE3908378 C2 DE 3908378C2
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KHS ETI TEC Maschinenbau GmbH
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Eti-Tec Maschinenbau 4006 Erkrath De GmbH
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    • F16H35/00Gearings or mechanisms with other special functional features
    • F16H35/02Gearings or mechanisms with other special functional features for conveying rotary motion with cyclically varying velocity ratio
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65CLABELLING OR TAGGING MACHINES, APPARATUS, OR PROCESSES
    • B65C9/00Details of labelling machines or apparatus
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    • B65C9/12Removing separate labels from stacks
    • B65C9/16Removing separate labels from stacks by wetting devices

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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Etikettierstation für Gegenstände, insbesondere Flaschen, mit mehreren längs einer Bahn hintereinander angeordneten Stationen, und zwar einer Leimwalze, einem Etikettenkasten und einem Etikettenübertragungszylinder sowie mit mindestens einen auf einem sich drehenden Träger auf einer drehbaren Antriebswelle gelagerten und bei jeder Umdrehung des Trägers an den Stationen mit unterschiedlicher Winkelgeschwindigkeit vorbeibewegten Entnahmeelement für die Etiketten, das jeweils eine nach außen gewölbte, sich an den Stationen abwälzende Aufnahmefläche für das Etikett aufweist, wobei als Antrieb für jedes Entnahmeelement ein Kurvengetriebe vorgesehen ist, das aus einer für alle Entnahmeelemente gemeinsamen, ortsfesten Doppelkurvenscheibe mit in zwei Ebenen übereinander angeordneten einseitigen Außenkurven und aus zwei Sätzen von je zwei Eingriffsgliedern besteht, die zueinander winklig versetzt auf der Antriebswelle oder einer mit ihr gekuppelten Lagerwelle mittels eines Trägerelementes gelagert sind und durch Formschluß mit den beiden Kurven bei Drehen des Trägers den Zwangslauf eines jeden Entnahmeelementes über seine volle Umdrehung sichern, wobei die Achsen sämtlicher Eingriffsglieder innerhalb der Gangpolkurve des Kurvengetriebes liegen und mindestens ein Eingriffsglied, insbesondere sämtliche Eingriffsglieder, teilweise außerhalb der Gangpolkurve liegt bzw. liegen.
Um bei Etikettiermaschinen die Entnahmeelemente an den verschiedenen Stationen auf ihren gesamten Umlauf gleichsinnig mit unterschiedlicher Winkelgeschwindigkeit drehen zu können, sind verschiedene kurvengesteuerte Antriebe bekannt.
Bei einem ersten Antrieb (DE 24 36 003 C3) werden die Entnahmeelemente jeweils von einem Paar Hebelarme angetrieben, die jeweils mit einem Eingriffsglied in einer geschlossenen Nutkurve geführt sind. Die sich teilweise überschneidenden Nutkurven liegen zum Zwecke der eindeutigen Führung der Hebelarme in verschiedenen Ebenen. Aufgrund der Führung eines jeden Eingriffsgliedes an zwei Flanken der ihm zugeordneten Nutkurve ist jedes Eingriffsglied eindeutig geführt. Die Nutkurven sind so gestaltet, daß das eine Eingriffsglied drehmomentwirksam ist, wenn sich das andere Eingriffsglied in einer Totlage befindet. Ein solcher Antrieb hat sich jedoch in der Praxis nicht durchsetzen können.
Auch ein anderer Antrieb bei einer Etikettiermaschine der eingangs genannten Art (DE 27 09 521 A1) hat sich in der Praxis nicht durchsetzen können. Bei diesem Antrieb sind in zwei übereinander angeordneten Ebenen zwei Kurvenscheiben mit Außenkurven vorgesehen, denen jeweils ein Satz aus jeweils zwei Eingriffsgliedern zugeordnet ist. Die vier Eingriffsglieder sind auf dem Trägerelement um jeweils 90° gegeneinander versetzt und mit gleichem radialem Abstand (gleiche Hebelarmlänge) von der Lagerwelle des Trägerelementes angeordnet. Ob besondere Vorkehrungen für einen kompakten Aufbau des Antriebes mit einer möglichst günstigen Belastung des Antriebes an den verschieden gestalteten Stationen getroffen sind, läßt sich dem Stand der Technik nicht entnehmen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Etikettierstation der eingangs genannten Art mit einem einfach gestalteten, kompakten Antrieb zu schaffen, bei dem unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Winkelgeschwindigkeiten an den einzelnen Stationen die Belastung des Antriebes möglichst günstig ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zumindest einige Eingriffsglieder gegeneinander um einen Winkel α ungleich 90° versetzt sind und unterschiedlich lange Hebelarme haben.
Bei dieser Lösung ist es für eine günstige Verteilung der Belastung auf die einzelnen Eingriffsglieder unter Berücksichtigung ihrer unterschiedlich langen Hebelarme von Vorteil, wenn sich folgende Eingriffsalternativen ergeben:
Entweder sind zwei Eingriffsglieder mit großen Hebelarmen oder zwei Eingriffsglieder mit kleinen Hebelarmen und ein Eingriffsglied mit großem Hebelarm im Eingriff mit den Kurven.
Unter Berücksichtigung der an den einzelnen Stationen unterschiedlichen Anforderungen sollten die geometrischen Verhältnisse für die Eingriffsglieder insbesondere so gewählt werden, daß sich folgende Eingriffsalternativen ergeben:
  • a) An der Leimwalze sind zwei Eingriffsglieder mit keinem Hebelarm drehmomentübertragend und ein Eingriffsglied mit großem Hebelarm gegenhaltend wirksam.
  • b) An dem Etikettenkasten ist ein Eingriffsglied mit großem Hebelarm drehmomentübertragend und ein Eingriffsglied mit großem Hebelarm gegenhaltend wirksam.
  • c) An dem Etikettenübertragungszylinder ist ein Eingriffsglied mit großem Hebelarm drehmomentübertragend und zwei Eingriffsglieder mit kleinem Hebelarm gegenhaltend wirksam.
Durch diese Lösung ist gewährleistet, daß bei kompaktem Aufbau der Etikettierstation das Entnahmeelement nicht nur an jeder Stelle definiert geführt wird, sondern vor allem die Belastung der am Antrieb beteiligten Elemente möglichst günstig ist. Wenn nur ein Eingriffsglied drehmomentwirksam ist, ist es das mit dem großen Hebelarm, während bei zwei drehmomentwirksamen Eingriffsgliedern es die Eingriffsglieder mit den kleinen Hebelarmen sind. So ist von besonderem Vorteil, daß an der Leimwalze, wo infolge der geforderten hohen Beschleunigung in der Eigenrotation der Entnahmeelemente das größte Drehmoment aufgebracht werden muß, zwei Eingriffsglieder mit kleinem Hebelarm drehmomentwirksam sind.
Hinsichtlich einer Minimierung der wirksamen Kräfte ist ferner von Vorteil, wenn das am Etikettenkasten drehmomentwirksame Eingriffsglied mit großem Hebelarm der der Antriebs- oder Lagerwelle näherliegenden Kurve zugeordnet ist.
Nach einer weiteren Ausgestaltung sollte jeder Satz Eingriffsglieder ein Eingriffsglied mit einem langen Hebelarm und ein gegenüberliegendes Eingriffsglied mit einem kurzen Hebelarm umfassen.
Weitere geometrische Besonderheiten der Erfindung bestehen darin, daß der Laufkreisradius der Lagerwelle größer ist als der Laufkreisradius der Antriebswelle des Entnahmeelementes und daß die Achsen der Antriebsglieder innerhalb der Gangpolbahn des Kurvengetriebes liegen.
Die mit der Erfindung erzielte Kompaktbauweise läßt sich bei einem zwischen der Antriebswelle und der Lagerwelle liegenden Zahnradübersetzungsverhältnis zusammen mit einem robusten Aufbau des Antriebes nach einer Ausgestaltung der Erfindung dadurch verwirklichen, daß zumindest ein Eingriffsglied mit langem Hebelarm mit seiner Peripherie den Teilkreis des auf der Lagerwelle angeordneten Zahnrades tangiert oder überragt. Sofern, wie an sich bekannt, die Eingriffsglieder aus auf Lagerzapfen gelagerten Rollen bestehen, sollten die der Lager- beziehungsweise Antriebswelle nächstgelegenen Lagerzapfen einstückig mit dem Trägerelement verbunden sein, das auf einem radial zurückversetzten Absatz das Zahnrad trägt. Selbst für die Eingriffsglieder mit großem Hebelarm ergibt sich bei dieser Ausgestaltung eine robuste Verbindung mit dem Trägerelement.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Im einzelnen zeigt
Fig. 1 eine Etikettierstation in schematischer Darstellung in Draufsicht,
Fig. 2 ein Kurvengetriebe der Etikettierstation gemäß Fig. 1 im Axialschnitt nach der Linie I-I der Fig. 1,
Fig. 3 die Etikettierstation gemäß Fig. 1 in Draufsicht und reduzierter Darstellung mit herausgehoben dargestellten Außenkurven,
Fig. 4 und Fig. 5 die Etikettierstation gemäß Fig. 1 im Ausschnitt in zwei Abwälzphasen eines Entnahmeelementes an einer Leimwalze in Draufsicht,
Fig. 6 und Fig. 7 die Etikettierstation gemäß Fig. 1 im Ausschnitt in zwei Phasen des Abwälzvorganges eines Entnahmeelementes an einem Etikettenkasten und
Fig. 8 und Fig. 9 die Etikettiermaschine gemäß Fig. 1 im Ausschnitt in zwei Phasen des Abwälzvorganges eines Entnahmeelementes am Greiferzylinder.
Die in der Figur maßstäblich dargestellte Etikettierstation besteht aus einem tellerförmigen Träger 1, auf dem unter gleichen Winkeln vier Entnahmeelemente 2, 3, 4, 5 angeordnet sind. Jedes Entnahmeelement 2, 3, 4, 5 weist eine zylindrisch gekrümmte Aufnahmefläche 2′, 3′, 4′, 5′ für ein Etikett auf und ist zwischen dieser und deren Krümmungsmittelpunkt mit einer Antriebswelle 6, 7, 8, 9 im Träger 1 gelagert. Bei Drehung des Trägers 1 in Richtung des Pfeils 10 drehen sich zwangsläufig durch einen noch zu beschreibenden Antrieb die Entnahmeelemente 2, 3, 4, 5 gleichsinnig in Richtung der Pfeile 11, 12, 13, 14, also gegensinnig zum Träger 1.
Bei dieser Drehung des Trägers 1 werden die Entnahmeelemente 2, 3, 4, 5 an verschiedenen Stationen, und zwar einer in Richtung des Pfeils 10 rotierenden Leimwalze 15, einem feststehenden Etikettenkasten 16 mit einem sich darin befindlichen Stapel von Etiketten und einem in Richtung des Pfeils 17 rotierenden Etikettenübertragungszylinder (Greiferzylinder) 18 unter Ausführung einer Abwälzbewegung an den einzelnen Stationen vorbeibewegt. Dabei wird zunächst die Aufnahmefläche 2′, 3′, 4′, 5′ eines jeden Entnahmeelementes 2, 3, 4, 5 durch die Leimwalze 15 beleimt. Beim Abwälzen an dem vorderen Etikett des im Etikettenkasten 16 befindlichen Etikettenstapels wird das vordere Etikett infolge der Haftwirkung des Leims an der Aufnahmefläche 2′, 3′, 4′, 5′ dem Etikettenstapel entnommen und bei weiterer Drehung des Trägers 1 dem Greiferzylinder 18 zugeführt, der es von der Aufnahmefläche 2′, 3′, 4′, 5′ abnimmt und auf hier nicht dargestellte, an ihm vorbeibewegte Gegenstände, wie Flaschen, überträgt.
Damit an den verschieden gestalteten Stationen 15, 16, 17 die Aufnahmefläche 2′, 3′, 4′, 5′ sich abwälzen kann, ist es erforderlich, daß die Eigenrotation eines jeden Entnahmeelementes 2, 3, 4, 5 in Richtung des Pfeils 11, 12, 13, 14 beschleunigt und verzögert wird. Für diesen Zweck ist jedes Entnahmeelement 2, 3, 4, 5 über ein auf seiner Antriebswelle 6, 7, 8, 9 sitzendes Ritzel 19, 20, 21, 22 mit einem größeren Zahnrad 23, 24, 25, 26 verbunden, das in Drehrichtung hinter dem zugehörigen Entnahmeelement 2, 3, 4, 5 mittels einer in Fig. 1 nicht dargestellten Lagerwelle im Träger 1 gelagert ist.
Das größere Zahnrad 23, 24, 25, 26 ist Teil eines Kurvengetriebes. Jedes dieser Kurvengetriebe hat den gleichen Aufbau, so daß im folgenden die Beschreibung auf das dem Entnahmeelement 2 zugeordnete, in Fig. 2 im Detail dargestellte Kurvengetriebe beschränkt werden kann.
Auf dem unteren Ende der im Träger 1 gelagerten Lagerwelle 223 sitzt drehfest ein Trägerelement 224. Das Trägerelement 224 besteht aus einem äußeren Körper 24a und einem inneren Körper 24b. Der äußere Körper 24a weist nach innen gerichtete Klauen und der innere Körper 24b nach außen gerichtete, zwischen den nach innen gerichteten Klauen liegende Klauen auf. Zwischen den beiden Körpern und damit auch zwischen den ineinandergreifenden Klauen ist eine Einlage 24c aus gummielastischem Material angeordnet. Ein derartiges Trägerelement ist Gegenstand der älteren deutschen Patentanmeldung P 38 11 868.8-27.
Der äußere Körper 24a trägt auf einem radial zurückversetzten oberen Absatz das größere Zahnrad 23, das aus zwei zum Zwecke der Spielbeseitigung gegeneinander verdrehbaren und am äußeren Körper 24a mittels nicht dargestellter Schraubenbolzen feststellbaren Zahnrädern 23a, 23b besteht.
An der Unterseite des hier nicht zurückversetzten Trägerelementes 224 sind zwei gegenüberliegende Eingriffsglieder 226, 227 aus einem Lagerzapfen 26a, 27a und einer darauf drehbar gelagerten Rolle 26b, 27b befestigt. Die Lagerzapfen 26a, 27a sind mit dem nicht zurückversetzten unteren Teil des Trägerelementes 224 einstückig verbunden. Wie sich der Fig. 2, aber auch der Fig. 1 entnehmen läßt, überragt die Rolle 26b mit ihrer äußeren Peripherie den Teilkreis des Zahnrades 23. Bei dieser Geometrie wäre eine robuste Ausführung in zweiteiliger Bauweise, bei der der zugehörige Lagerzapfen 26a in einer Bohrung im Trägerelement unterzubringen wäre, nicht zu erreichen.
Die Lagerzapfen 26a, 27a tragen an ihrer Unterseite ein Brückenglied 30 in Form eines Ringes, an dessen unterer Seite zwei gegenüberliegende und zu den Eingriffsgliedern 26, 27 versetzte Eingriffsglieder 228, 229, die ebenfalls aus einem Lagerzapfen 28a und einer darauf angeordneten Rolle 28b bestehen, befestigt sind. Die Eingriffsglieder 226 bis 229 sind, wie Fig. 1 zeigt, um einen Winkel α gegeneinander versetzt, der zwischen 70° und 110° liegt und ungleich 90° ist. Darüber hinaus haben die Eingriffsglieder 226 bis 229 einen unterschiedlichen radialen Abstand von der Achse der Lagerwelle 223, greifen also mit unterschiedlicher Hebelarmlänge an. In jeder Ebene ist ein Eingriffsglied mit langem und ein Eingriffsglied mit kurzem Hebelarm angeordnet. Den beiden Sätzen von Eingriffsgliedern 226 bis 229 ist eine Doppelkurvenscheibe 31 mit zwei äußeren Kurven 32, 33 zugeordnet. Diese Doppelkurvenscheibe 31 ist über eine Trägerbrücke 34 mit dem Maschinengestell 35 der Etikettierstation starr verbunden. Die Außenkurven 32, 33 haben die Grundform von an beiden Längsseiten eingebuchteten Ovalen und sind zueinander kreuzweise angeordnet.
Wie in Fig. 1 dargestellt und in Fig. 2 strichpunktiert angedeutet ist, liegen die Außenkurven 32, 33 in Teilabschnitten im Bereich der Achse der Lagerwelle 25. Da aber durch die Konstruktion mit dem zwischen den Außenkurven 32, 33 liegenden Brückenglied 30 ein wellenfreier Raum im Bereich der Außenkurve 32 mitten zwischen den Eingriffsgliedern 226, 227 geschaffen worden ist und im Bereich der unteren Außenkurve 33 die Antriebs- oder Lagerwelle 223 ohnehin nicht durchgezogen werden brauchte, können die Außenkurven 32, 33 über ihre gesamte Länge optimal gestaltet und der gesamte Antrieb mit geringem Aufwand an Bauelementen kompakt gestaltet werden. An jeder Stelle der Außenkurven 32, 33 sind mindestens ein Eingriffsglied drehmomentübertragend wirksam und mindestens ein Eingriffsglied abstützend wirksam, so daß sich immer eine definierte Drehstellung für das Entnahmeelement 2 ergibt.
In Fig. 3 sind beispielhaft für ein Kurvengetriebe die stationäre Rastpolkurve 36 und die dazugehörige bewegliche Gangpolkurve 37 dargestellt. Rastpolkurve 36 und Gangpolkurve 37 repräsentieren Kurven, die punktförmig aufeinander abwälzen und dem gleichen Bewegungsgesetz folgen, wie das mit den beiden Außenkurven 32, 33 und den dazugehörigen Eingriffsgliedern 226 bis 229 verwirklichte Kurvengetriebe. An dieser Darstellung ist zu erkennen, daß die Achsen aller Eingriffsglieder 226 bis 229 innerhalb und ihre Peripherie außerhalb der beweglichen Gangpolkurve 37 liegen. Aus Fig. 3 ist ferner zu entnehmen, daß der Laufkreis RL der Lagerwelle 223 innerhalb des Laufkreises RA der Antriebswelle 6 des Entnahmeelementes liegt. Auch diese Geometrie trägt zur kompakten Bauweise bei.
Die Fig. 4 und 5 zeigen den Eingriff der Eingriffsglieder 226 bis 229 an der Leimwalze. Zu Beginn des Abwälzvorganges sind die beiden Eingriffsglieder 227, 228 drehmomentwirksam und das Eingriffsglied 226 mit langem Hebelarm gegenhaltend wirksam im Eingriff. In dieser für die Beleimung besonders wichtigen Anfangsphase ergibt sich also durch den doppelten Eingriff der beiden Eingriffsglieder 227, 228 mit kurzem Hebelarm und dem gegenhaltenden Eingriffsglied 226 mit langem Hebelarm eine optimale Führung. Im weiteren Verlauf des Abwälzvorganges, wenn die Anforderungen an die Führung des Entnahmeelementes nicht mehr so hoch sind, geht dann allerdings der Eingriff eines Eingriffsgliedes 227 mit kurzem Hebelarm verloren. Dieser Augenblick ist in Fig. 5 dargestellt.
Im Bereich des Etikettenkastens 16 sind gemäß Fig. 6 und 7 die beiden Eingriffsglieder 226, 229 mit großem Hebelarm im Eingriff. Dabei ist von Beginn des Abwälzvorganges bis mindestens zur Mitte das der Lagerwelle nächste Eingriffsglied 226 drehmomentwirksam, während das Eingriffsglied 229 gegenhaltend ist. Durch die Nähe des Eingriffsgliedes 226 mit langem Hebelarm zur Lagerstelle ergibt sich ebenfalls eine sehr exakte Führung.
Da von allen Stationen 15, 16, 17 am Greiferzylinder 18 die Führung des Entnahmeelementes 2 am unkritischsten ist, ist hier zu Beginn des Abwälzvorganges das Eingriffsglied 229 mit langem Hebelarm drehmomentwirksam, das von der Lagerwelle 223 den größten Abstand hat. Diese im Vergleich zu den drehmomentwirksamen Eingriffsgliedern an den anderen Stationen nicht so optimale Führung reicht aber völlig aus. Gegenhaltend wirken in diesem Fall die beiden Eingriffsglieder 227, 228 mit kurzem Hebelarm.

Claims (8)

1. Etikettierstation für Gegenstände, insbesondere Flaschen, mit mehreren längs einer Bahn hintereinander angeordneten Stationen, und zwar einer Leimwalze (15), einem Etikettenkasten (16) und einem Etikettenübertragungszylinder (18) sowie mit mindestens einem auf einem sich drehenden Träger (1) auf einer drehbaren Antriebswelle (6, 7, 8, 9) gelagerten und bei jeder Umdrehung des Trägers (1) an den Stationen (15, 16, 18) mit unterschiedlicher Winkelgeschwindigkeit vorbeibewegten Entnahmeelement (2, 3, 4, 5) für die Etiketten, das jeweils eine nach außen gewölbte, sich an den Stationen (15, 16, 18) abwälzende Aufnahmefläche (2′, 3′, 4′, 5′) für das Etikett aufweist, wobei als Antrieb für jedes Entnahmeelement (2, 3, 4, 5) ein Kurvengetriebe vorgesehen ist, das aus einer für alle Entnahmeelemente (2, 3, 4, 5) gemeinsamen, ortsfesten Doppelkurvenscheibe (31) mit in zwei Ebenen übereinander angeordneten einseitigen Außenkurven (32, 33) und aus zwei Sätzen von je zwei Eingriffsgliedern (226, 227, 228, 229) besteht, die zueinander winklig versetzt auf der Antriebswelle (6, 7, 8, 9) oder einer mit ihr gekuppelten Lagewelle (223) mittels eines Trägerelementes (224) gelagert sind und durch Formschluß mit den beiden Kurven (32, 33) bei Drehung des Trägers (1) den Zwangslauf eines jeden Entnahmeelementes (2, 3, 4, 5) über seine volle Umdrehung sichern, wobei die Achsen sämtlicher Eingriffsglieder (226, 227, 228, 229) innerhalb der Gangpolkurve (37) des Kurvengetriebes liegen und mindestens ein Eingriffsglied (226, 229), insbesondere sämtliche Eingriffsglieder (226, 227, 228, 229) teilweise außerhalb der Gangpolkurve (37) liegt bzw. liegen, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest einige Eingriffsglieder (226, 227, 228, 229) gegeneinander um einen Winkel (α) ungleich 90° versetzt sind und unterschiedlich lange Hebelarme haben.
2. Etikettierstation nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch folgende Eingriffsalternativen der Eingriffsglieder (226, 227, 228, 229):
Entweder sind zwei Eingriffsglieder (226, 229) mit großen Hebelarmen oder zwei Eingriffsglieder (227, 228) mit kleinen Hebelarmen und ein Eingriffsglied (226, 229) mit großem Hebelarm im Eingriff mit den Kurven (32, 33).
3. Etikettierstation nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch folgende Eingriffsalternativen:
  • a) An der Leimwalze (15) sind zwei Eingriffsglieder (227, 228) mit kleinen Hebelarmen drehmomentübertragend und ein Eingriffsglied (226) mit großem Hebelarm gegenhaltend wirksam.
  • b) An dem Etikettenkasten (16) sind ein Eingriffsglied (226) mit großem Hebelarm drehmomentübertragend und ein Eingriffsglied (229) mit großem Hebelarm gegenhaltend wirksam.
  • c) An dem Etikettenübertragungszylinder (18) sind ein Eingriffsglied (229) mit großem Hebelarm drehmomentübertragend und zwei Eingriffsglieder (227, 228) mit kleinen Hebelarmen gegenhaltend wirksam.
4. Etikettierstation nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das am Etikettenkasten (16) drehmomentwirksame Eingriffsglied (226) der der Antriebs- oder Lagerwelle (224) näherliegenden Kurve (32) zugeordnet ist.
5. Etikettierstation nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Satz Eingriffsglieder (226 bis 229) ein Eingriffsglied (226, 229) mit langem Hebelarm und ein gegenüberliegendes Eingriffsglied (227, 228) mit kurzem Hebelarm umfaßt.
6. Etikettierstation nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Laufkreis (RA) der Antriebswelle (6) des Entnahmeelementes (2) größer ist als der Laufkreis (RL) der Lagerwelle (223) des Entnahmeelementes (2).
7. Etikettierstation nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem zwischen der Antriebswelle (6) und der Lagerwelle (223) liegenden Zahnradübersetzungsgetriebe (19, 23a, 23b) zumindest ein Eingriffsglied (226) mit langem Hebelarm den Teilkreis des auf der Lagerwelle (223) angeordneten Zahnrades (23a, 23b) tangiert oder überragt.
8. Etikettierstation nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingriffsglieder (226, 227) aus auf Lagerzapfen (26a, 27a, 28a) gelagerten Rollen (26b, 27b, 28b) bestehen, wobei die der Lagerwelle (223) nächstgelegenen Lagerzapfen (26a, 27a) einstückig mit dem Trägerelement (224) verbunden sind, das auf einem radial zurückversetzten Absatz das Zahnrad (23a, 23b) trägt.
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FR2344763A1 (fr) * 1976-03-16 1977-10-14 Baele Gangloff Ste Nouvelle Mecanisme pour l'entrainement a vitesse variable d'organes rotatifs et, notamment, des organes de prelevement d'une machine d'etiquetage
DE2935433C2 (de) * 1979-09-01 1984-09-20 Jagenberg-Werke AG, 4000 Düsseldorf Etikettierstation einer Etikettiermaschine für Gegenstände, insbesondere Flaschen

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