DE3907941C2 - - Google Patents

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Horst 4040 Neuss De Grebe
Martin Dipl.-Ing. 4030 Ratingen De Grunert
Klaus 4060 Viersen De Hagemes
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Huennebeck Deutschland GmbH
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Huennebeck-Roero 4030 Ratingen De GmbH
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Description

Die Erfindung betrifft eine insbesondere für Deckenschalungen bestimmte ausbeulbare Stahlrohrstütze, welche ein mit einer Fußplatte versehenes Außenrohr und ein in diesem teleskopartig verschiebbar geführtes Innenrohr aufweist, das mit einer Kopfplatte versehen und auf der eine Öffnung enthaltenden Fußplatte abstützbar ist, wenn sich das Innenrohr in der tiefsten Position im Außenrohr befindet. Außerdem betrifft die Erfindung ein für derartige Stahlrohrstützen bestimmtes und geeignetes Ausbeulwerkzeug.
Wenn hier davon gesprochen wird, daß das Außenrohr eine Fußplatte und das Innenrohr eine Kopfplatte aufweist, so wird damit zum Ausdruck gebracht, daß die Stahlrohrstütze normalerweise so aufgestellt wird, daß sich das Außenrohr unten befindet. Es sei jedoch betont, daß die Stahlrohrstütze auch in umgekehrter Postion eingesetzt werden kann, so daß sich die Kopfplatte dann unten befindet und auf dem Boden aufliegt, während die Fußplatte das obere Ende bildet, das an der abzustützenden Schalung anliegt.
In der Praxis ergibt sich in Verbindung mit Stahlrohrstützen das Problem, daß unsachgemäß ausgeschalt wird, indem mit einem Vorschlaghammer auf den unteren Bereich der Stahlrohrstütze geschlagen wird, um diese seitlich wegzukippen. Auf diese Weise kann zwar sehr schnell ausgeschalt werden, jedoch entstehen durch die Hammerschläge Einbeulungen am Außenrohr der Stahlrohrstütze, wenn diese den unteren Teil der Stütze bildet.
Stahlrohrstützen sind so ausgelegt, daß deren Innenrohr bis zur Fußplatte des Außenrohres im letzteres eingesteckt werden kann. In diesem völlig eingeschobenen Zustand sollen die Stahlrohrstützen auch transportiert werden, weil dann deren Ladevolumen am geringsten ist. Das für das Einschieben bzw. Ausziehen vorgesehene Spiel zwischen dem Innendurchmesser des Außenrohres und dem Außendurchmesser des Innenrohres ist möglichst klein, um die teleskopartig verlängerbare Stahlrohrstütze stabil zu gestalten. Das Spiel beträgt im allgemeinen etwa fünf bis etwas zehn Millimeter. Wegen dieses geringen Spiels verhindern schon kleinere Beulen im Außenrohr das vollständige Einschieben des Innenrohres, so daß das Innenrohr nicht mehr für den Transport vollständig in das Außenrohr eingeschoben werden kann und möglicherweise auch nicht mehr kleinere Auszuglängen eingestellt werden können.
Bei teleskopartig ausziehbaren Stahlrohrstützen darf sich die Kopfplatte des Innenrohres nicht auf den oberen Rand des Außenrohres legen lassen. Deshalb ist bei bekannten Stahlrohrstützen die am Außenrohr angebrachte Fußplatte mit einer zentralen Öffnung versehen, die einen geringeren Durchmesser als der Innendurchmesser des Außenrohres aufweist. Damit ist gewährleistet, daß sich das vollständig eingeschobene Innenrohr auf der Fußplatte abstützt und das Außenrohr von unten zugänglich ist. Die Länge des Innenrohres ist dabei größer als die des Außenrohres gewählt, um auch bei vollständig eingeschobenem Innenrohr die an deren äußeren Ende angebrachte Kopfplatte im Abstand vom Ende des Außenrohres zu halten.
Wegen der verhältsnismäßig kleinen zentralen Öffnung der Bodenplatte bekannter Stahlrohrstützen ist es ausgesprochen schwierig und umständlich, Beulen aus dem Außenrohr zu entfernen. Eingebeulte Außenrohre müssen aber ausgebeult werden, um die volle Funktionsfähigkeit der Stahlrohrstütze wieder herzustellen. Zum Ausbeulen hat man beispielsweise lange Stangen durch die Öffnung der Fußplatte gesteckt und dadurch versucht, mittels Hebelwirkung die eingebeulten Stellen nach außen zu drücken. Andererseits sind auch komplizierte Spreizvorrichtungen durch das in der Fußplatte befindliche Loch eingeführt worden, um mittels eines Dornes, der nachträglich eingetrieben wird, den notwendigen Druck auf die auszubeulende Stelle des Außenrohres ausüben zu können. Alle diese Maßnahmen sind aber mehr oder weniger wirkungslos oder sehr kompliziert und damit teuer. Da sich die eingebeulten Stellen stets in der Nähe der Fußplatte befinden, sollte das Ausbeulen aber von der Fußplatte aus erfolgen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Ausbeulen eingebeulter Außenrohre von teleskopartig verlängerbaren Stahlrohrstützen verbessern und mit einfachen Mitteln wirkungsvoll ausführen zu können.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß eine Stahlrohrstütze der eingangs genannten Gattung vorgeschlagen, welche die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches 1 aufweist. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung und vorteilhafte Ausbeulwerkzeuge sind Gegenstand der Unteransprüche.
Durch die Erfindung wird die Fußplatte einer teleskopartig verlängerbaren Stahlrohrstütze derart abgeändert, daß deren zentrale Öffnung einen dem Innendurchmesser des Außenrohres entsprechenden Durchmesser aufweist und somit bündig mit der Innenwand des Außenrohres abschließt. Als Aufstandsbereiche für das Innenrohr sind in die Öffnung der Fußplatte hineinragende Vorsprünge, beispielsweise drei Nocken oder ähnliche Auflager, vorgesehen. Daher ist man in der Lage, zum Ausbeulen des Außenrohres durch die Fußplatte als Ausbeulwerkzeug einen kompakten Bolzen oder Dorn einzuschieben und einzutreiben, der eine zylindrische Gestalt hat und dessen Außendurchmesser dem Innendurchmesser des Außenrohres angepaßt ist. Das für das Verschieben des Ausbeulwerkzeuges gegenüber dem Außenrohr erforderliche radiale Spiel sollte dabei kleiner als das Spiel zwischen Innenrohr und Außenrohr gewählt werden. Der Dorn braucht lediglich auf seiner Außenseite durchgehende Nuten zu enthalten, in welche die in die zentrale Öffnung der Fußplatte ragenden Auflager für das Innenrohr mit ausreichendem Spiel passen.
Das zum Ausbeulen benutzbare Werkzeug, nämlich der Bolzen oder Dorn, kann äußerst robust ausgeführt werden, so daß es dem rauhen Baustellenbetrieb gewachsen ist. Zum Eintreiben dieses Ausbeulwerkzeuges in das Außenrohr genügt es, auf das Ende des Werkzeuges mit einem Hammer zu schlagen, so daß das Ausbeulen auf der Baustelle mit den dort zur Verfügung stehenden Mitteln vorgenommen werden kann. Hat der zum Ausbeulen bestimmte Teil des Ausbeulwerkzeuges die eingebeulte Stelle des Außenrohres passiert und dabei diese Stelle ausgebeult, wird es wieder durch die Fußplatte aus dem Außenrohr herausgezogen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäß ausgestalteten ausbeulbaren Stahlrohrstütze und eines für diese geeigneten Ausbeulwerkzeuges dargestellt, und zwar zeigt
Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch eine zweiteilige Stahlrohrstütze, deren Innenrohr vollständig in das Außenrohr eingeschoben ist,
Fig. 2 eine Ansicht der Fußplatte der Stahlrohrstütze aus Fig. 1 von unten gesehen und
Fig. 3 eine schaubildliche Ansicht des unteren Endes eines eingebeulten Außenrohres einer Stahlrohrstütze gemäß Fig. 1 und 2 und des zum Ausbeulen durch die Fußplatte der Stahlrohrstütze in deren Außenrohr einzutreibenden Ausbeulwerkzeuges.
Eine für den Schalungsbau bestimmte Stahlrohrstütze (1) hat ein Außenrohr (2), an dessen unteren Ende eine Fußplatte (3) befestigt, beispielsweise angeschweißt ist, und ein Innenrohr (4) , das mit geringem Spiel in das Außenrohr (2) paßt und dementsprechend in das Außenrohr eingeschoben werden und zum Verlängern der Stahlrohrstütze (1) teleskopartig aus dem Außenrohr (2) mehr oder weit herausgezogen werden kann.
Aus Fig. 1 ist erkennbar, daß das Innenrohr (4) eine größere Länge als das Außenrohr (2) aufweist, so daß das Innenrohr (4) stets aus dem Außenrohr (2) herausragt und eine am äußeren Ende des Innenrohres (4) befestigte Kopfplatte (5) stets im Abstand vom äußeren Ende (6) des Außenrohres (2) gehalten ist. Der Mindestabstand zwischen der Kopfplatte (5) des Innenrohres (4) und dem äußeren Ende (6) des Außenrohres (2) beträgt beispielsweise wenigstens 10 cm.
Das äußere Ende (6) des Außenrohres (2) ist als am Außenrohr befestigte Gewindemuffe ausgebildet, auf welche eine Mutter (17) als Auflager für einen hier nicht dargestellten Verriegelungsstift aufgeschraubt ist. Da in Fig. 1 das Innenrohr (4) vollständig in das Außenrohr eingeschoben ist, ist der die Ausfahrlänge des Innenrohres festlegende Verriegelungsstift nicht gezeigt.
Die Fußplatte (3) ist mit einer zentralen kreisförmigen Öffnung (7) versehen, deren Durchmesser mit dem Innendurchmesser des Außenrohres (2) übereinstimmt, wie Fig. 1 und 2 erkennen lassen. Die Fußplatte (3) ist mit vom Rand der Öffnung (7) in diese hinreinragenden Auflagern (8) für das Innenrohr (4) ausgestattet, wobei diese Auflager (8) beim dargestellten Ausführungsbeispiel (3) um jeweils 120° gegeneinander versetzt angeordnete Nocken sind. Die Auflager (8) ragen so weit in die Öffnung (7) hinein, daß das Innenrohr (4) auf diesen Auflagern bzw. Nocken voll aufsitzen kann. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel befinden sich die inneren Enden (9) der Auflager (8) auf einem Kreis, der dem Innendurchmesser des Innenrohres (4) entspricht.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind die nockenförmigen Auflager (8) integraler Bestandteil der Fußplatte (3), d.h. beim Einschneiden bzw. Einstanzen der Öffnung (7) in die Fußplatte (3) sind die nockenförmigen Auflager (8) stehengelassen worden.
In Fig. 3 ist das untere Ende eines Außenrohres (2) zu erkennen, das nahe der Fußplatte (3) eine nach innen gehende Beule (10) aufweist. Zum Ausbeulen dient ein Ausbeulwerkzeug (11), das gemäß Pfeil (12) durch die Öffnung (7) der Fußplatte in das Außenrohr (2) eingeschoben und eingetrieben werden soll.
Das Ausbeulwerkzeug (11) ist als Dorn ausgebildet, dessen zylindrischer Kopf (13) einen Außendurchmesser aufweist, der dem Innendurchmesser des Außenrohres (2) entspricht, so daß der Kopf (13) mit enger Toleranz in das Außenrohr (2) paßt. Das vordere Ende (14) des Kopfes (13) ist konisch verjüngt, so daß das Ausbeulwerkzeug (11) mit dem vorderen Ende (14) unter jede Beule (10) des Außenrohres (2) geschoben werden kann.
Damit das Ausbeulwerkzeug (11) durch die Öffnung (7) in das Außenrohr (2) eingeschoben werden kann, ist der Kopf (13) mit sich über seine gesamte Länge erstreckenden Nuten (15) versehen, deren Querschnitt der Form der nockenartigen Auflager (8) entspricht. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Kopf (13) des dornförmigen Ausbeulwerkzeuges (11) mit insgesamt drei Nuten (15) versehen, so daß sich der Kopf (13) des Ausbeulwerkzeuges (11) über die drei Auflager (8) hinweg durch die Öffnung (7) in das Außenrohr (2) einschieben läßt.
Am hinteren Ende des Kopfes (13) ist das Ausbeulwerkzeug (11) mit einem stangenförmigen Zapfen (16) versehen, der einen geringeren Außendurchmesser als der Kopf (13) hat. Dieser Zapfen (16) dient zum Eintreiben des Ausbeulwerkzeuges (11) in das Außenrohr (2), da auf diesem Zapfen (16) mit einem Werkzeug wie einem Hammer geschlagen werden kann, um die für das Ausbeulen erforderliche Kraft aufzubringen. Die Länge des Zapfens (16) ist der zum Ausbeulen zu erwartenden Eintreibtiefe des Ausbeulwerkzeuges (11) entsprechend zu wählen.
Das Ausbeulwerkzeug (11) ist vorzugsweise einstückig aus vollem Metall hergestellt und daher ausreichend robust, um beim Ausbeulen und auch im üblichen rauhen Baustellenbetrieb nicht verformt zu werden.
Zum Ausbeulen des Außenrohres (2) der Stahlrohrstütze (1) braucht die Stütze nicht auseinandergenommen zu werden, so daß auf der Baustelle schnell und wirkungsvoll ausgebeult werden kann.

Claims (7)

1. Ausbeulbare Stahlrohrstütze, insbesondere für Deckenschalungen, mit einem eine Fußplatte aufweisenden Außenrohr und einem in diesem teleskopartig ausschiebbar geführten Innenrohr, das eine Kopfplatte aufweist und das auf der eine Öffnung enthaltenden Fußplatte abstützbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung (7) der Fußplatte (3) einen dem inneren Durchmesser des Außenrohres (2) entsprechenden Durchmesser aufweist und daß das Außenrohr (2) mit nach innen ragenden Auflagern (8) für das Innenrohr (4) versehen ist.
2. Stahlrohrstütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fußplatte (3) als Auflager des Außenrohres (2) in die Öffnung (7) der Fußplatte ragende Vorsprünge (8) aufweist.
3. Stahlrohrstütze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (8) der Fußplatte (3) auf einem Innendurchmesser (9) enden, der etwa dem Innendurchmesser des Innenrohres (4) entspricht.
4. Werkzeug zum Ausbeulen des Außenrohres einer Stahlrohrstütze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es einen zylindrischen Kopf (13) aufweist, dessen Außendurchmesser dem Innendurchmesser des Außenrohres (2) der Stahlrohrstütze (1) eng angepaßt ist und der mit in Längsrichtung verlaufenden durchgehenden Nuten (15) versehen ist, die über die Auflager (8) der Fußplatte (3) der Stahlrohrstütze (1) passen.
5. Werkzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das vordere Ende (14) des Kopfes (13) konisch verjüngt ausgebildet ist.
6. Werkzeug nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß am hinteren Ende des Kopfes (13) ein einen geringeren Querschnitt als der Kopf aufweisender Zapfen (16) angeordnet ist.
7. Werkzeug nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß es einstückig ausgebildet ist und aus vollem Material wie Stahl besteht.
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