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Die Erfindung betrifft neue Isoprenoidderivate und
5-Lipoxygenaseinhibitoren sowie diese enthaltende Mittel gegen
Geschwürbildung. Die Isoprenoidderivate gemäß der Erfindung
besitzen eine Hemmaktivität gegen 5-Lipoxygenase sowie eine
Antigeschwür(bildungs)aktivität
Technischer Hintergrund
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Leukotriene, wie Leukotrien C&sub4; (LTC&sub4;) und Leukotrien D&sub4;
(LTD&sub4;), die am Auslösemechanismus von Allergien beteiligt
sind, werden durch die Wirkung von 5-Lipoxygenase biologisch
aus Arachidonsäure synthetisiert.
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Es ist in jüngster Zeit geklärt worden, daß Leukotriene
nicht nur am Ausbruch von Allergien, sondern auch von
anderen pathologischen Zuständen einschließlich Nephritis,
Hepatitis, Rheumatismus und Magengeschwüren, beteiligt sind.
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Aufgabe dieser Untersuchung war es, Substanzen aufzufinden,
die die Biosynthese von Leukotrienen hemmen und dadurch bei
der Therapie dieser Erkrankungen wirksam sind. Eine weitere
Aufgabe war die Auffindung von Substanzen mit Antigeschwür-
(bildungs)aktivität gegen Magengeschwüre und sonstige
Geschwüre.
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Es sind bereits Brenzcatechinderivate als
5-Lipoxygenaseinhibitoren bekannt geworden.
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Diesen aus der JP-A-60-146 844 bekannten Verbindungen kommt
folgende Formel A:
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mit n = 2 und Y gleich Alkoxy, Piperidyl oder Pyrrolidyl,
zu. Sie eignen sich als Arzneimittel mit Hemmwirkung auf 5-
Lipoxygenase und zeigen eine merkliche Wirkung bei
allergischem Asthma oder Rhinitis.
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Es wurden ferner die verschiedensten Isoprenoidderivate
synthetisiert und auf ihre 5-Lipoxygenasehemmaktivität und
gegen Geschwüre gerichtete Aktivität hin untersucht. Als
Ergebnis dieser Untersuchungen hat es sich gezeigt, daß die
erfindungsgemäßen Isoprenoidderivate eine hohe
5-Lipoxygenasehemmaktivität und eine starke Aktivität gegen
Geschwüre aufweisen. Die vorliegende Erfindung beruht auf
dieser Erkenntnis. Die 5-Lipoxygenase hemmenden
Isoprenoidderivate gemäß der Erfindung hemmen die Biosynthese von
Leukotrienen und eignen sich folglich zur Behandlung von
Nephritis, Hepatitis und Rheumatismus sowie von Asthma und
Rhinitis, bei denen es sich um allergische Erkrankungen handelt.
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Ferner eignen sich die eine Antigeschwüraktivität
aufweisenden Isoprenoidderivate gemäß der Erfindung zur Behandlung
von Magengeschwüren und sonstigen Geschwüren.
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Der Erfindung lag somit die Aufgabe zugrunde, neue
Isoprenoidderivate und 5-Lipoxygenaseinhibitoren sowie diese
enthaltende Antigeschwürmittel anzugeben.
Offenbarung der Erfindung
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Die geschilderte Aufgabe läßt sich erfindungsgemäß mit
Isoprenoidderivaten der allgemeinen Formel (1)
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worin bedeuten:
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R ein Wasserstoffatom oder eine Niedrigalkylgruppe;
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X -CH&sub2;-, -O- oder -NH-;
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n die Anzahl der Doppelbindungen in trans-Konfiguration,
nämlich 1 oder 2 und
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m eine ganze Zahl von 0-3
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lösen.
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Beispiele für die genannte Niedrigalkylgruppe sind Methyl,
Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl und dergleichen. Methyl
wird bevorzugt.
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Die Isoprenoidderivate der Formel (I) erhält man
entsprechend der Bedeutung der Gruppe X selektiv nach folgenden
Verfahren:
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1) Verbindungen der Formel (I) mit X gleich -CH&sub2;- erhält
man durch Umsetzen eines Aldehydderivats der Formel (II)
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worin R&sub1; die zuvor für R angegebene Bedeutung besitzt oder
eine Hydroxyschutzgruppe darstellt; R&sub2; ein Wasserstoffatom
oder eine Hydroxyschutzgruppe bedeutet und p der Anzahl der
Doppelbindung in trans-Konfiguration entspricht und = 0
oder 1,
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mit einem Isoprenylaceton der Formel (III)
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worin m die zuvor angegebene Bedeutung besitzt, mit
nachgeschalteter Dehydratisierungs- und
Schutzgruppenentfernungsreaktion.
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2) Verbindungen der Formel (I) mit X gleich -O- erhält man
durch Umsetzen eines Carbonsäurederivats der Formel (II)'
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worin R&sub1;, R&sub2; und n die zuvor angegebenen Bedeutungen
besitzen, mit einem Isoprenylalkohol der Formel (III)'
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worin m die zuvor angegebene Bedeutung besitzt, mit
nachgeschalteter Schutzgruppeneliminierungsreaktion.
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3) Verbindungen der Formel (I) mit X gleich -NH- erhält
man durch Umsetzen eines Carbonsäurederivats der Formel
(II)' mit einem Isoprenylamin der Formel (III)''
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worin m die zuvor angegebene Bedeutung besitzt, mit
nachgeschalteter Schutzgruppeneliminierungsreaktion.
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Die genannten Isoprenylamine erhält man durch Zersetzung
eines entsprechenden Isoprenylphthalimids mit Hydrazin.
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Als Hydroxyschutzgruppe bedient man sich im Rahmen der
geschilderten Reaktionen vorzugsweise einer
Niedrigalkoxyniedrigalkylgruppe, z. B. Methoxymethyl-, Ethoxymethyl- oder
Methoxyethylgruppe, einer Tetrahydropyranylgruppe und
dergleichen. Die Umsetzung zwischen der Verbindung (II) und der
Verbindung (III) und die Umsetzung zwischen der Verbindung
(II)' und der Verbindung (III)' oder (III)'' besteht aus
einer in üblicher bekannter Weise durchgeführten
Kondensationsreaktion. So wird beispielsweise die Umsetzung derart
durchgeführt, daß man die Reaktionsteilnehmer in einem
inerten organischen Lösungsmittel, wie Tetrahydrofuran oder
Methylenchlorid, 10 min bis 5 h lang bei -78ºC bis
Raumtemperatur in Berührung hält. Das Reaktionsprodukt wird aus dem
Reaktionsgemisch in üblicher bekannter Weise gewonnen. Die
Hydroxyschutzgruppe läßt sich in üblicher bekannter Weise,
z. B. durch Inberührungbringen mit einer Säure, entfernen.
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Die erfindungsgemäßen Isoprenoidderivate dienen als
5-Lipoxygenaseinhibitoren oder als Antigeschwürmittel. Die Dosis
ist entsprechend den Symptomen variabel und beträgt bei
Erwachsenen pro Tag 10-2000 mg und vorzugsweise 20-600 mg.
Die Dosis kann, dem Symptomerfordernis entsprechend, in
1-3 Dose(n) eingeteilt werden. Die Verabreichung kann in
irgendeiner geeigneten Form, zweckmäßigerweise oral,
erfolgen. Eine intravenöse Verabreichung ist ebenfalls
akzeptabel.
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Die erfindungsgemäßen Verbindungen dienen als einziger
aktiver Bestandteil oder als einer von (mehreren) aktiven
Bestandteilen entweder alleine oder in Mischung mit
pharmazeutischen Trägern oder Streckmitteln. Sie können in den
verschiedensten Formen von Arzneimittelzubereitungen, z. B. als
Tabletten, zuckerbeschichtete Tabletten, Pulver, Kapseln,
Granulate, Suspension, Emulsion oder injizierbare Lösung
verabreicht werden. Träger bzw. Streckmittel sind
beispielsweise Calciumcarbonat, Calciumphosphat, Stärke, Glukose,
Laktose, Dextrin, Alginsäure, Mannit, Talkum,
Magnesiumstearat und dergleichen.
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Die Erfindung wird anhand der Beispiele und Testbeispiele
näher erläutert, sie soll jedoch dadurch in keiner auch nur
irgendwie gearteten Weise eingeschränkt werden.
Beispiel 1
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In 40 ml trockenen Tetrahydrofurans werden 1,25 g
Diisopropylamin unter Argonatmosphäre gelöst. Die auf -15ºC gekühlte
Lösung wird mit 8,00 ml 1,6 M Lösung von n-Butyllithium in
Hexan versetzt, worauf das Gemisch 10 min lang verrührt
wird. Danach wird das erhaltene Gemisch tropfenweise mit
einer Lösung von 1,56 g Prenylaceton in 10 ml trockenen
Tetrahydrofurans bei -15ºC versetzt, worauf das Ganze 10 min
lang verrührt wird. Nun wird zu dem auf -78ºC gekühlten
Reaktionsgemisch eine Lösung von 2,50 g 3'-Methoxy-4'-
methoxymethyloxyzimtaldehyd in 10 ml trockenen
Tetrahydrofurans zutropfen gelassen, worauf das Gemisch bei -78ºC
20 min lang verrührt wird. Danach wird das Reaktionsgemisch
mit gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung versetzt. Die
organische Schicht wird abgetrennt. Die wäßrige Schicht wird
mit Ethylacetat extrahiert. Die organische Schicht wird mit
2N Salzsäure, einer gesättigten wäßrigen
Natriumhydrogencarbonatlösung
und einer gesättigten wäßrigen
Natriumchloridlösung gewaschen und dann über wasserfreiem Magnesiumsulfat
getrocknet. Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels unter
vermindertem Druck wird der Destillationsrückstand einer
Säulenchromatographie auf Silikagel unterworfen. Aus der mit
Chloroform eluierten Fraktion erhält man 1,93 g 3-Hydroxy-l-
(3'-methoxy-4'-methoxymethyloxyphenyl)-9-methyl-1,8-decadien-5-on. Hierbei handelt es sich um ein Aldoladdukt.
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1,93 g des erhaltenen Aldoladdukts werden in 50 ml Methanol
gelöst, worauf die Lösung mit 10 ml 6N Salzsäure versetzt
und das Ganze dann 5 h lang bei Raumtemperatur verrührt
wird. Nach dem Abdestillieren des Methanols unter
vermindertem Druck wird eine gesättigte wäßrige Natriumchloridlösung
zugegeben. Danach wird mit Methylenchlorid extrahiert. Die
organische Schicht wird mit gesättigter wäßriger
Natriumchloridlösung gewaschen und über wasserfreiem
Magnesiumsulfat getrocknet. Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels
unter vermindertem Druck wird der Destillationsrückstand
einer Säulenchromatographie auf Silikagel unterworfen. Aus
der mit Methylenchlorid eluierten Fraktion erhält man 1,25 g
1-(4'-Hydroxy-3'-methoxyphenyl)-9-methyl-1,3,8-decatrien-5-
on (1). Die spektroskopischen Daten des Produkts stützen die
Struktur der im folgenden angebenen Formel (I).
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NMR (CDCl&sub3;) δ:
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1.51-1.80(6H,m), 3.89(3H,s), 5.07 (1H,br,t,
J=6Hz), 6.15(1H,d,J=15Hz)
Beispiel 2
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In 20 ml trockenen Tetrahydrofurans wird 0,73 g
Diisopropylamin unter Argonatmosphäre gelöst. Die auf -15ºC gekühlte
Lösung wird mit 4,65 ml einer 1,6 M Lösung von
n-Butyllithium in Hexan versetzt, worauf das Gemisch 10 min lang
verrührt wird. Zu dem erhaltenen Gemisch wird eine Lösung
von 1,40 g Geranylaceton in 5 ml trockenen Tetrahydrofurans
bei -15ºC zutropfen gelassen, worauf das Ganze 10 min lang
verrührt wird. Dann wird das auf -78ºC gekühlte
Reaktionsgemisch tropfenweise mit einer Lösung von 1,46 g 3'-Methoxy-
4'-methoxymethyloxyzimtaldehyd in 5 ml trockenen
Tetrahydrofurans versetzt, worauf das Gemisch 40 min lang bei -78ºC
verrührt wird. Anschließend wird das Reaktionsgemisch mit
gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung versetzt. Die
organische Schicht wird abgetrennt. Die wäßrige Schicht wird
mit Ethylacetat extrahiert. Die organische Schicht wird mit
2 N Salzsäure, einer gesättigten wäßrigen
Natriumhydrogencarbonatlösung und einer gesättigten wäßrigen
Natriumchloridlösung gewaschen und über wasserfreiem
Magnesiumsulfat getrocknet. Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels
unter vermindertem Druck wird der Destillationsrückstand
einer Säulenchromatographie auf Silikagel unterworfen. Aus
der mit Hexan/Methylenchlorid (1/1 v/v) eluierten Fraktion
erhält man 1,31 g 9,13-Dimethyl-3-hydroxy-1-(3'-methoxy-4-
methoxymethyloxyphenyl)-1,8,12-tetradecatrien-5-on.
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1,23 g des erhaltenen Aldoladdukts werden in 40 ml Methanol
gelöst. Die erhaltene Lösung wird mit 10 ml 6 N Salzsäure
versetzt, worauf das Gemisch 4 h lang bei Raumtemperatur
verrührt wird. Nach dem Abdestillieren des Methanols unter
vermindertem Druck wird eine gesättigte wäßrige
Natriumchloridlösung zugegeben und danach mit Methylenchlorid
extrahiert. Die organische Schicht wird mit gesättigter
wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen und über wasserfreiem
Magnesiumsulfat getrocknet. Nach dem Abdestillieren des
Lösungsmittels unter vermindertem Druck wird der
Destillationsrückstand einer Säulenchromatographie auf Silikagel
unterworfen. Aus der mit Hexan/Methylenchlorid (1/1 v/v)
eluierten Fraktion erhält man 0,75 g 9,13-Dimethyl-1-(4'-
hydroxy-3'-methoxyphenyl)-1,3,8,12-tetradecatetraen-5-on
(2). Die spektroskopischen Daten des Produkts stützen die
Struktur der folgenden angegebenen Formel (2).
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NMR (CDCl&sub3;) δ:
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1.45-1.72(9H,m), 3.86(3H,s),
4.83-5.23(2H,m), 6,12(1H,d,J=15Hz)
Beispiel 3
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In 20 ml trockenen Tetrahydrofurans wird 0,66 g
Diisopropylamin unter Argonatmosphäre gelöst. Die auf -15ºC gekühlte
Lösung wird mit 4,20 ml einer 1,6 M Lösung von
n-Butyllithium in Hexan versetzt, worauf das Gemisch 10 min lang
verrührt wird. Zu dem erhaltenen Gemisch wird eine Lösung
von 1,70 g trans,trans-Farnesylaceton in 5 ml trockenen
Tetrahydrofurans bei -15ºC zutropfen gelassen, worauf das
Ganze 10 min lang verrührt wird. Anschließend wird das auf
-78ºC gekühlte Reaktionsgemisch tropfenweise mit einer
Lösung von 1,31 g 3'-Methoxy-4'-methoxymethyloxyzimtaldehyd
in 5 ml trockenen Tetrahydrofurans versetzt, worauf das
Gemisch 45 min lang bei -78ºC verrührt wird. Nach Zugabe
einer gesättigten wäßrigen Natriumchloridlösung zu dem
Reaktionsgemisch wird die organische Schicht abgetrennt. Die
wäßrige Schicht wird mit Ehylacetat extrahiert. Die
organische Schicht wird mit 2 N Salzsäure, einer gesättigten
wäßrigen Natriumhydrogencarbonatlösung und einer gesättigten
wäßrigen Natriumchloridlösung gewaschen und über
wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet. Nach dem Abdestillieren
des Lösungsmittels unter vermindertem Druck wird der
Destillationsrückstand einer Säulenchromatographie auf Silikagel
unterworfen. Aus der mit Hexan/Methylenchlorid (1/1 v/v)
eluierten Fraktion erhält man 1,54 g 3-Hydroxy-1-(3'-
methoxy-4'-methoxymethyloxyphenyl)-9,13,17-trimethyl-
1,8,12,16-octadecatetraen-5-on. Hierbei handelt es sich um
ein Aldoladdukt.
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1,45 g des erhaltenen Aldoladdukts werden in 50 ml Methanol
gelöst. Die erhaltene Lösung wird mit 10 ml 6 N Salzsäure
versetzt, worauf das Gemisch bei Raumtemperatur 5 h lang
verrührt wird. Nach dem Abdestillieren des Methanols unter
vermindertem Druck und Zugabe einer gesättigten wäßrigen
Natriumchloridlösung wird mit Methylenchlorid extrahiert. Die
organische Schicht wird mit gesättigter wäßriger
Natriumchloridlösung gewaschen und über wasserfreiem
Magnesiumsulfat getrocknet. Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels
unter vermindertem Druck wird der Destillationsrückstand
einer Säulenchromatographie auf Silikagel unterworfen. Aus
der mit Hexan/Methylenchlorid (1/1 v/v) eluierten Fraktion
erhält man 1,11 g 1-(4'-Hydroxy-3'-methoxyphenyl)-9,13,17-
trimethyl-1,3,8,12,16-octadecapentaen-5-on (3). Die
spektroskopischen Daten des Produkts stützen die Struktur der im
folgenden angegebenen Formel (3).
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NMR (CDCl&sub3;) δ:
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1.52-1.82(12H,m), 3.84(3H.s),
4.88-5.30(3H,m), 6.14(1H,b,J=15.5Hz)
Beispiel 4
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In 20 ml trockenen Tetrahydrofurans wird 0,49 g
Diisopropylamin unter Argonatmosphäre gelöst. Die auf -15ºC gekühlte
Lösung wird mit 3,14 ml einer 1,6 M Lösung von
n-Butyllithium in Hexan versetzt, worauf das Gemisch 10 min lang
verrührt wird. Zu dem erhaltenen Gemisch wird eine Lösung
von 0,61 g Prenylaceton in 5 ml trockenen Tetrahydrofurans
bei -15ºC zutropfen gelassen, worauf das Ganze 10 min lang
verrührt wird. Anschließend wird das auf -78ºC gekühlte
Reaktionsgemisch tropfenweise mit einer Lösung von 1,00 g
3',4'-Dimethoxymethyloxybenzaldehyd in 5 ml trockenen
Tetrahydrofurans versetzt, worauf das Gemisch 20 min lang
bei -78ºC verrührt wird. Nach Zugabe einer gesättigten
wäßrigen Natriumchloridlösung zu dem Reaktionsgemisch wird die
organische Schicht abgetrennt. Die wäßrige Schicht wird mit
Ethylacetat extrahiert. Die organische Schicht wird mit 2 N
Salzsäure, einer gesättigten wäßrigen
Natriumhydrogencarbonatlösung und einer gesättigten wäßrigen
Natriumchloridlösung gewaschen und über wasserfreiem Magnesiumsulfat
getrocknet. Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels unter
vermindertem Druck wird der Destillationsrückstand einer
Säulenchromatographie auf Silikagel unterworfen. Aus der
mit Methylenchlorid eluierten Fraktion erhält man 0,86 g
1-(3',4'-Dimethoxymethyloxyphenyl)-1-hydroxy-7-methyl-6-
octen-3-on.
Hierbei handelt es sich um ein Aldoladdukt.
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0,86 g des erhaltenen Aldoladdukts wird in 25 ml Methanol
gelöst. Die erhaltene Lösung wird mit 10 ml 6 N Salzsäure
versetzt, worauf das Gemisch bei Raumtemperatur 5 h lang
verrührt wird. Nach dem Abdestillieren des Methanols unter
vermindertem Druck und Zugabe einer gesättigten wäßrigen
Natriumchloridlösung wird das Ganze mit Methylenchlorid
extrahiert. Die organische Schicht wird mit gesättigter wäßriger
Natriumchloridlösung gewaschen und über wasserfreiem
Magnesiumsulfat getrocknet. Nach dem Abdestillieren des
Lösungsmittels unter vermindertem Druck wird der Destillationsrück
stand einer Säulenchromatographie auf Silikagel unterworfen.
Aus der mit Methylenchlorid eluierten Fraktion erhält man
0,51 g 1-(3',4'-Dihydroxyphenyl)-7-methyl-1,6-octadien-3-on
(4). Die spektroskopischen Daten des Produkts stützen die
Struktur der im folgenden angegebenen Formel (4).
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NMR (CDCl&sub3;) δ:
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1.50-1.80(6H,m), 5.07(1H,dr,t,J=6Hz),
6.42(1H,d,J=16Hz), 7.38(1H,d,J=16Hz)
Beispiel 5
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In 40 ml Methylenchlorid werden 2,00 g Ferulasäure unter
Argonatmosphäre suspendiert. Die auf -10ºC gekühlte
Suspension wird mit 2,87 ml Triethylamin und 2,03 ml
Ethylchlorcarbonat
versetzt. Nach 30-minütigem Verrühren des Gemischs
wird eine Lösung von 0,87 g Prenol in 10 ml Methylenchlorid
zugegeben. Dann wird das Gemisch 3 h lang bei -10ºC bis 0ºC
verrührt. Das Reaktionsgemisch wird auf Wasser gegossen und
mit Chloroform extrahiert. Die organische Schicht wird mit
gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen und über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Nach dem
Abdestillieren des Lösungsmittels unter vermindertem Druck wird der
Destillationsrückstand einer Säulenchromatographie auf
Silikagel unterworfen. Aus der mit Chloroform eluierten Fraktion
erhält man 1,78 g
Prenyl-4-ethoxycarbonyloxy-3-methoxycinnamat.
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1,78 g Prenyl-4-ethoxycarbonyloxy-3-methoxycinnamat werden
in 60 ml Methanol gelöst. Die Lösung wird anschließend mit
15 ml Wasser und dann mit 0,56 g Natriumcarbonat versetzt.
Nach 4-stündigem Verrühren wird das Gemisch mit 100 ml
Wasser und anschließend 1 N Salzsäure versetzt, um das Gemisch
anzusäuern. Das erhaltene Gemisch wird mit Chloroform
extrahiert. Die organische Schicht wird mit Wasser und
gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen und über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Nach dem Abdestillieren des
Lösungsmittels unter vermindertem Druck wird der
Destillationsrückstand einer Säulenchromatographie auf Silikagel
unterworfen. Aus der mit Chloroform eluierten Fraktion erhält
man 1,02 g Prenyl-4-hydroxy-3-methoxycinnamat (5). Die
spektroskopischen Daten des Produkts stützen die Struktur der im
folgenden angegebenen Formel (5).
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NMR (CDCl&sub3;) δ:
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6.30(1H,d,J=15Hz), 4.70(2H,d,J=7Hz),
4.30(2H,g,J=7Hz), 3.87(3H,s), 1.8(6H,ds),
1.8(6H,ds), 1.35(3H,t,J=7Hz)
Beispiel 6
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Eine Suspension von
5-(3-Methoxy-4-hydroxyphenyl)-2,4-pentadiensäure (2 g) in Methylenchlorid (50 ml) wird mit
Diisopropylethylamin (6,33 ml) unter Argonatmosphäre versetzt. Zu
dem auf 0ºC gekühlten Gemisch wird dann
Chlormethylmethylether (2,07 ml) zugegeben, worauf das Gemisch 3,5 h lang
verrührt wird.
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Das Reaktionsgemisch wird auf Wasser gegossen, worauf 1 N
Salzsäure zugegeben und zweimal mit Methylenchlorid
extrahiert wird. Die organische Schicht wird mit einer
gesättigten wäßrigen Natriumhydrogencarbonatlösung gewaschen und
über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet. Danach wird
sie unter vermindertem Druck eingeengt. Der hierbei
angefallene Rückstand wird einer Säulenchromatographie auf
Silikagel unterworfen. Aus der mit n-Hexan/Ethylacetat (2/1 v/v)
eluierten Fraktion erhält man 2,72 g Methoxymethyl-5-(3-
methoxy-4-methoxymethoxyphenyl)-2,4-pentadienoat.
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Eine Lösung von
Methoxymethyl-5-(3-methoxy-4-methoxymethoxyphenyl)-2,4-pentadienoat (2,72 g) in Methanol (30 ml) wird
mit Wasser (5 ml) und Natriumhydroxid (0,47 g) versetzt.
Danach wird das Gemisch 67,5 h lang bei Raumtemperatur und
danach 1 h lang bei 60ºC verrührt.
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Nach dem Abkühlen wird das Reaktionsgemisch mit Wasser und 1
N Salzsäure versetzt (bis zu einem pH-Wert von 1 oder
darunter). Danach wird das Gemisch zweimal mit Ethylacetat
extrahiert. Die organische Schicht wird mit gesättigter wäßriger
Natriumchloridlösung gewaschen und über wasserfreiem
Magnesiumsulfat getrocknet. Danach wird sie unter vermindertem
Druck eingeengt. Der hierbei angefallene Rückstand wird
einer Säulenchromatographie auf Silikagel unterworfen. Aus
der mit Methylenchlorid eluierten Fraktion erhält man 1,97 g
5-(3-Methoxy-4-methoxymethoxyphenyl)-2,4-pentadiensäure.
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5-(3-Methoxy-4-methoxymethoxyphenyl)-2,4-pentadiensäure
(1,97 g) und 4-Dimethylaminopyridin (0,09 g) werden unter
Argonatmosphäre in Methylenchlorid (40 ml) gelöst. Das
Gemisch wird bei 0ºC mit N,N-Dicyclohexylcarbodiimid (1,85 g)
versetzt, danach 10 min lang verrührt und schließlich mit
Prenol (1,49 ml) versetzt. Das erhaltene Gemisch wird
schließlich bei Raumtemperatur 23,5 h lang verrührt.
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Das Reaktionsgemisch wird filtriert (mit Ether gewaschen).
Zu dem Filtrat werden Wasser und danach 1 N Salzsäure
zugegeben, worauf zweimal mit Methylenchlorid extrahiert wird.
Die organische Schicht wird mit einer gesättigten wäßrigen
Natriumhydrogencarbonatlösung gewaschen, über wasserfreiem
Magnesiumsulfat getrocknet und schließlich unter
vermindertem Druck eingeengt. Der hierbei angefallene Rückstand wird
einer Säulenchromatographie auf Silikagel unterworfen. Aus
der mit n-Hexan/Ethylacetat (3/1 v/v) eluierten Fraktion
erhält man 2,23 g Prenyl-5-(3-methoxy-4-methoxymethoxyphenyl)-
2,4-pentadienoat.
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Eine Lösung von Prenyl-5-(3-methoxy-4-methoxymethoxyphenyl)-
2,4-pentadienoat (2,33 g) in Methanol (20 ml) wird mit 2
Mikrospateln voll p-Toluolsulfonsäure versetzt und dann 7 h
lang bei 50ºC gerührt.
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Das Reaktionsgemisch wird in ein Gemisch aus gesättigter
wäßriger Natriumchloridlösung und gesättigter wäßriger
Natriumhydrogencarbonatlösung gegossen und zweimal mit
Ethylacetat extrahiert. Die organische Schicht wird mit
gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen, über
wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet und dann unter
vermindertem Druck eingeengt. Der hierbei angefallene Rückstand
wird einer Säulenchromatographie auf Silikagel unterworfen.
Aus der mit Methylenchlorid eluierten Fraktion erhält man
1,38 g Prenyl-5-(3-methoxy-4-hydroxyphenyl)-2,4-pentadienoat
(6). Die spektroskopischen Daten des Produkts stützen die
Struktur der im folgenden angegebene Formel (6).
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NMR (CDCl&sub3;) δ:
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1.73(6H,s), 3.87(3H,s), 4.63(2H,d,J=7Hz),
5.87(1H,d,J=15Hz)
Beispiel 7
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Eine Suspension von Protocatechualdehyd (1,93 g) in
Methylenchlorid (50 ml) wird unter Argonatmosphäre mit
Diisopropylethylamin (9,74 ml) versetzt. Zu dem auf 0ºC gekühlten
Gemisch wird Chlormethylmethylether (3,18 ml) zugegeben,
worauf das Gemisch 39 h lang bei Raumtemperatur verrührt
wird.
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Das Reaktionsgemisch wird auf Wasser gegossen und zweimal
mit Methylenchlorid extrahiert. Die organische Schicht wird
mit wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen, über
wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet und unter vermindertem
Druck eingeengt. Der hierbei angefallene Rückstand wird
einer Säulenchromatographie auf Silikagel unterworfen. Aus
der mit n-Hexan/Ethylacetat (3/1 v/v) eluierten Fraktion
erhält man 2,95 g 3,4-Dimethoxymethoxybenzaldehyd.
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Triethyl-4-phosphonocrotonat (80%) (4,25 ml) wird
tropfenweise in eine Lösung von Kalium-tert.-butoxid (1,91 g) in
trockenem Tetrahydrofuran (30 ml) bei -15ºC unter
Argonatmosphäre eingetragen, worauf das Gemisch bei -15ºC bis -10ºC
35 min lang verrührt wird. Danach wird eine Lösung von 3,4-
Dimethoxymethoxybenzaldehyd (2,89 g) in trockenem
Tetrahydrofuran (15 ml) zutropfen gelassen. Das hierbei erhaltene
Gemisch wird bei Raumtemperatur 2 h lang verrührt.
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Nun wird das Reaktionsgemisch mit einer gesättigten
Ammoniumchloridlösung und 1N Salzsäure versetzt, worauf zweimal
mit Ethylacetat extrahiert wird. Die organische Schicht wird
mit einer gesättigten wäßrigen Natriumhydrogencarbonatlösung
und danach mit einer gesättigten wäßrigen
Natriumchloridlösung gewaschen, über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet
und unter vermindertem Druck eingeengt. Der hierbei
angefallene Rückstand wird einer Säulenchromatographie auf
Silikagel unterworfen. Aus der mit n-Hexan/Ethylacetat (1/1 v/v)
eluierten Fraktion erhält man 3,96 g
Ethyl-5-(3,4-dimethoxymethoxyphenyl)-2,4-pentadienoat.
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Eine Lösung von Ethyl-5-(3,4-dimethoxymethoxyphenyl)-2,4-
pentadienoat (3,96 g) in Methanol (30 ml) wird mit Wasser
(5 ml) und Kaliumhydroxid (86%) (1,04 g) versetzt und danach
bei Raumtemperatur 2,5 h lang und bei 60ºC 3 h lang
verrührt.
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Nach dem Abkühlen wird das Reaktionsgemisch mit Wasser und
1N Salzsäure (bis zu einem pH-Wert von 1 oder darunter)
versetzt und dreimal mit Ethylacetat extrahiert. Die organische
Schicht wird mit einer gesättigten wäßrigen
Natriumchloridlösung gewaschen, über wasserfreiem Magnesiumsulfat
getrocknet und danach unter vermindertem Druck eingeengt. Der
hierbei angefallene Rückstand wird einer Säulenchromatographie
auf Silikagel unterworfen. Aus der mit Methylenchlorid
eluierten Fraktion erhält man 3,26 g
5-(3,4-Dimethoxymethoxyphenyl)-2,4-pentadiensäure.
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5-(3,4-Dimethoxymethoxyphenyl)-2,4-pentadiensäure (3,23 g)
und 4-Dimethylaminopyridin (0,13 g) werden in
Methylenchlorid (50 ml) unter Argonatmosphäre gelöst. Das Gemisch wird
bei 0ºC mit N,N-Dicyclohexylcarbodiimid (2,72 g) versetzt,
5 min lang verrührt und schließlich mit Prenol (1,32 ml)
versetzt. Anschließend wird das Gemisch bei Raumtemperatur
21 h lang verrührt.
-
Das Reaktionsgemisch wird auf Wasser gegossen und zweimal
mit Methylenchlorid extrahiert. Die organische Schicht wird
mit gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen,
über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet und danach
unter vermindertem Druck eingeengt. Der hierbei angefallene
Rückstand wird einer Säulenchromatographie auf Silikagel
unterworfen. Aus der mit n-Hexan/Ethylacetat (2/1 v/v)
eluierten Fraktion erhält man 3,24 g Prenyl-5-(3,4-
dimethoxymethoxyphenyl)-2,4-pentadienoat.
-
Eine Lösung von Prenyl-5-(3,4-dimethoxymethoxyphenyl)-2,4-
pentadienoat (3,24 g) in Methanol/Wasser (4/1) (25 ml) wird
mit (2 Mikrospatelnvoll) p-Toluolsulfonsäure versetzt und
danach 5 h lang bei 50ºC verrührt.
-
Das Reaktionsgemisch wird auf ein Gemisch aus einer
gesättigten wäßrigen Natriumchloridlösung und einer gesättigten
wäßrigen Natriumhydrogencarbonatlösung gegossen und zweimal
mit Ethylacetat extrahiert. Die organische Schicht wird mit
einer gesättigten wäßrigen Natriumchloridlösung gewaschen,
über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet und danach
unter vermindertem Druck eingeengt. Der hierbei angefallene
Rückstand wird einer Säulenchromatographie auf Silikagel
unterworfen. Aus der mit Methylenchlorid-Methylenchlorid/
Methanol (200/1) eluierten Fraktion erhält man 1,29 g
Prenyl-5-(3,4-dihydroxyphenyl)-2,4-pentadienoat (7).
-
Die spektroskopischen Daten des Produkts stützen die
Struktur der im folgenden angegebenen Formel (7).
-
NMR (CDCl&sub3;) δ:
-
1.74(6H,s), 4.63(2H,d,J=7Hz),
5.84(1H,d,J=15Hz)
Beispiel 8
-
Unter Stickstoffatmosphäre wird eine Lösung von 1,74 ml
Ethylchlorcarbonat in 60 ml trockenen Methylenchlorids
tropfenweise unter Kühlen mit Eis mit einer Lösung von 5-(4-
Hydroxy-3-methoxyphenyl)-2,4-pentadiensäure in 2,53 ml
Triethylamin und 20 ml trockenen Methylenchlorids innerhalb von
30 min versetzt. Danach wird das Gemisch weitere 45 min lang
gerührt und dann mit 10 ml einer Lösung von 1,58 ml Geraniol
in trockenem Methylenchlorid versetzt. Das hierbei erhaltene
Gemisch wird 2,5 h lang bei Raumtemperatur verrührt und dann
mit Wasser versetzt. Nach Trennung der flüssigen Schichten
wird die Methylenchloridschicht mit einer gesättigten
wäßrigen Natriumchloridlösung gewaschen und über wasserfreiem
Magnesiumsulfat getrocknet. Das Lösungsmittel wird unter
vermindertem Druck abdestilliert, wobei ein öliges Produkt
erhalten wird.
-
Eine Lösung von 1,23 g des in der geschilderten Weise
erhaltenen Rückstands in 40 ml Methanol wird mit 10 ml Wasser und
280 mg Natriumcarbonat versetzt, worauf das Gemisch 5 h lang
bei Raumtemperatur verrührt wird. Nach der Neutralisation
mit 1N Salzsäure wird das Lösungsmittel unter vermindertem
Druck abdestilliert, worauf zweimal mit Methylenchlorid
extrahiert wird. Die Methylenchloridschicht wird mit einer
gesättigten wäßrigen Natriumchloridlösung gewaschen und über
wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet. Danach wird das
Lösungsmittel unter vermindertem Druck abdestilliert. Der
hierbei angefallene Rückstand wird einer präparativen
Dünnschichtchromatographie unterworfen. Entwickelt wird mit
Chloroform/Methanol (100/1). Die Hauptbande wird mit 5%
Methanol/Chloroform eluiert, wobei 670 mg des gewünschten
Produkts
Geranyl-5-(4-hydroxy-3-methoxyphenyl)-2,4-pentadienoat (8) erhalten werden. Die spektroskopischen Daten des
Produkts stützen die Struktur der im folgenden angegebenen
Formel (8).
-
¹H NMR (CDCl&sub3;, 60 MHz) δ:
-
1.48-1.84(9H), 1.93-2.22(4H), 3.82(3H),
4.71(2H), 4.94-5.62(2H), 5.93(1H),
6.56-7.68(6H)
Beispiel 9
-
Unter Stickstoffatmosphäre wird eine Lösung von 0,83 ml
Ethylchlorcarbonat in 75 ml trockenen Methylenchlorids
tropfenweise unter Kühlen mit Eis mit einer Lösung von 2,50 g 5-
(3,4-Dimethoxymethoxyphenyl)-2,4-pentadiensäure in 1, 18 ml
Triethylamin und 20 ml trockenen Methylenchlorids innerhalb
von 30 min versetzt. Nach 30-minütigem Weiterrühren wird das
Gemisch mit 10 ml einer Lösung von 1,48 ml Geraniol in
trockenem Methylenchlorid versetzt. Danach wird das
erhaltene Gemisch 5 h lang bei Raumtemperatur verrührt und mit
Wasser versetzt. Nach Trennung der flüssigen Schichten wird
die Methylenchloridschicht nach und nach mit einer
gesättigten wäßrigen Natriumhydrogencarbonatlösung und einer
gesättigten wäßrigen Natriumchloridlösung gewaschen und über
wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet. Anschließend wird das
Lösungsmittel unter vermindertem Druck abdestilliert, wobei
ein öliges Produkt erhalten wird.
-
Eine Lösung des in der geschilderten Weise erhaltenen
Rückstands in 50 ml Methanol wird mit einer katalytischen Menge
p-Toluolsulfonsäuremonohydrat versetzt und dann 6 h lang bei
50ºC verrührt. Das Methanol wird unter vermindertem Druck
abdestilliert. Der hierbei angefallene Rückstand wird in 5%
Methanol/Chloroform gelöst. Die erhaltene Lösung wird mit
einer gesättigten wäßrigen Natriumchloridlösung gewaschen
und über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet. Danach
wird das Lösungsmittel unter vermindertem Druck
abdestilliert. Der hierbei angefallene Rückstand wird einer
präparativen Dünnschichtchromatographie unterworfen. Entwickelt
wird mit Chloroform/Methanol (100/1). Die Hauptbande wird
mit 5% Methanol/Chloroform eluiert, wobei 580 mg des
gewünschten Produkts Geranyl-5-(3,4-dihydroxyphenyl)-2,4-
pentadienoat (9) erhalten werden. Die spektroskopischen
Daten des Produkts stützen die Struktur der im folgenden
angegebenen Formel (9).
-
¹H NMR (CDCl&sub3;) DMSO-d8 (60 MHz), δ:
-
1.52-1.80(9H), 1.93-2.26(4H), 4.60(2H),
4.86-5.53(2H), 5.87(1H), 6.49-7.63(6H)
Beispiel 10
-
In 10 ml Methylenchlorid wird 0,45 g
5-(4-Hydroxy-3-methoxyphenyl)-2,4-pentadiensäure unter Argonatmosphäre
suspendiert. Die auf -10ºC gekühlte Suspension wird mit 0,58 ml
Triethylamin und 0,39 ml Ethylchlorcarbonat versetzt. Nach
30-minütigem Verrühren wird zu dem Gemisch eine Lösung von
0,41 g Farnesol in Methylenchlorid zugegeben, worauf das
Gemisch bei -10ºC bis 0ºC 3 h lang verrührt wird. Dann wird
das Reaktionsgemisch auf Wasser gegossen und mit Chloroform
extrahiert. Die organische Schicht wird mit einer
gesättigten
wäßrigen Natriumchloridlösung gewaschen und über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Anschließend wird das
Lösungsmittel unter vermindertem Druck abdestilliert. Der
hierbei angefallene Rückstand wird einer
Säulenchromatographie auf Silikagel unterworfen. Aus der mit Chloroform
eluierten Fraktion erhält man 0,38 g
Farnesyl-5-(4-ethoxycarbonyloxy-3-methoxyphenyl)-2,4-pentadienoat.
-
Eine Lösung von 0,38 g Farnesyl-5-(4-ethoxycarbonyloxy-3-
methoxyphenyl)-2,4-pentadienoat in 10 ml Methanol wird mit
2 ml Wasser und 0,08 g Natriumcarbonat versetzt und danach
3 h lang verrührt. Nach Zugabe von 10 ml Wasser wird das
Gemisch mit 1N Salzsäure angesäuert und danach mit
Chloroform extrahiert. Die organische Schicht wird mit einer
gesättigten wäßrigen Natriumchloridlösung gewaschen und über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Danach wird das
Lösungsmittel unter vermindertem Druck abdestilliert. Der
hiebei angefallene Rückstand wird einer
Säulenchromatographie auf Silikagel unterworfen. Aus der mit
Chloroform eluierten Fraktion erhält man 0,22 g Farnesyl-5-
(4-hydroxy-3-methoxyphenyl)-2,4-pentadienoat (10). Die
spektroskopischen Daten des Produkts stützen die Struktur
der im folgenden angegebenen Formel (10).
-
NMR (CDCl&sub3;) δ:
-
5.93(1H,d)J=15Hz), 4.71(2H,d,J=7Hz),
4.26(2H,g,J=7Hz), 3.87(3H,s), 1.35(3H,t,J=7Hz)
Beispiel 11
-
In 50 ml Ethanol werden unter Argonatmosphäre 10,05 g N-
Prenylphthalimid und 2,92 g 80%igen Hydrazinhydrats gelöst,
worauf die Lösung 2 h lang auf Rückflußtemperatur erhitzt
wird. Danach wird das Reaktionsgemisch mit 5 ml
konzentrierter Salzsäure versetzt. Die ausgefallenen Kristalle werden
abfiltriert und mit vier Portionen von 5 ml Ethanol
gewaschen. Das Filtrat und die Waschflüssigkeiten werden
vereinigt, worauf das Lösungsmittel unter vermindertem Druck
auf etwa 10 ml abdestilliert wird. Der hierbei angefallene
Destillationsrückstand wird mit 50 ml Wasser versetzt und
dann filtriert. Das Lösungsmittel wird aus dem Filtrat unter
vermindertem Druck abdestilliert. Hierbei erhält man
Prenylaminhydrochlorid. Dieses wird mit 7 ml einer 40%igen
wäßrigen Lösung von Natriumhydroxid und danach mit Kaliumcarbonat
bis zur Sättigung versetzt. Die organische Schicht wird
abgetrennt und über Natriumhydroxid getrocknet. Hierbei erhält
man 1,30 g Prenylamin.
-
In 50 ml Methylenchlorid werden 2,20 g 5-(4'-Hydroxy-3'-
methoxyphenyl)-pentadiensäure unter Argonatmosphäre
suspendiert. Die auf -10ºC gekühlte Suspension wird mit 2,92 ml
Triethylamin und 2,16 g Ethylchlorcarbonat versetzt. Nach
1-stündigem Verrühren wird das Gemisch mit einer Lösung von
1,28 g Prenylamin in 10 ml Methylenchlorid versetzt, worauf
das Gemisch bei -10ºC bis 0ºC 3 h lang verrührt wird.
Anschließend wird das Reaktionsgemisch auf Wasser gegossen und
mit Chloroform extrahiert. Die organische Schicht wird mit
einer gesättigten wäßrigen Natriumchloridlösung gewaschen
und über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Danach wird
das Lösungsmittel unter vermindertem Druck abdestilliert.
Der hierbei angefallene Rückstand wird einer
Säulenchromatographie auf Silikagel unterworfen. Aus der mit
Methylenchlorid/Methanol (99/1) eluierten Fraktion erhält man 2,91 g
5-(4'-Ethoxycarbonyloxy-3'-methoxyphenyl)-pentadiensäureprenylamid.
-
Eine Lösung von 1,34 g
5-(4'-Ethoxycarbonyloxy-3'-methoxyphenyl)-pentadiensäure-prenylamid in 10 ml Methanol wird mit
2,8 ml einer 2N wäßrigen Natriumhydroxidlösung versetzt und
dann 15 min lang bei Raumtemperatur verrührt. Danach wird
das Gemisch mit 1N Salzsäure angesäuert und mit Chloroform
extrahiert. Die organische Schicht wird mit Wasser gewaschen
und über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Hierauf wird
das Lösungsmittel unter vermindertem Druck abdestilliert.
Der hierbei angefallene Rückstand wird einer
Säulenchromatographie auf Silikagel unterworfen. Aus der mit
Methylenchlorid eluierten Fraktion erhält man 0,77 g 5-(4'-Hydroxy-3'-
methoxyphenyl)-pentadiensäure-prenylamid (11). Die
spektroskopischen Daten des Produkts stützen die Struktur der im
folgenden angegebenen Formel (11).
-
NMR (CDCl&sub3;) δ:
-
5.96(1H,d,J=15Hz), 3.91(2H,t,J=8Hz),
3.77(3H,3), 1.66(6H,bs)
Beispiel 12
-
Eine Lösung von 3,00 g N-Geranylphthalimid und 0,80 g
80%igen Hydrazinhydrats in 60 ml Ethanol wird 3 h lang auf
Rückflußtemperatur erhitzt. Danach wird das Lösungsmittel
unter vermindertem Druck abdestilliert, wobei ein Gemisch
aus Geranylamin und Hydrazid erhalten wird.
-
Getrennt davon werden 2,33 g
5-(4'-Hydroxy-3'-methoxyphenyl)-pentadiensäure unter Argonatmosphäre in 50 ml
Methylenchlorid suspendiert. Die auf -10ºC gekühlte Suspension wird
mit 2,95 ml Triethylamin und 2,03 ml Ethylchlorcarbonat
versetzt. Nach 30-minütigem Verrühren wird das Gemisch mit
einer Suspension des Geranylamin/Hydrazid-Gemischs in
Methylenchlorid versetzt und danach 4 h lang bei -10ºC bis 0ºC
verrührt. Das Reaktionsgemisch wird filtriert. Die
Niederschläge werden mit Methylenchorid gewaschen. Nach
Vereinigen des Filtrats mit der Waschflüssigkeit wird das Ganze
nach und nach mit Wasser und einer gesättigten wäßrigen
Natriumchloridlösung gewaschen und über wasserfreiem
Natriumsulfat getrocknet. Das Lösungsmittel wird unter vermindertem
Druck abdestilliert. Der hierbei angefallene Rückstand wird
einer Säulenchromatographie auf Silikagel unterworfen. Aus
der mit Chloroform eluierten Fraktion erhält man 2,61 g
5-(4'-Ethoxycarbonyloxy-3'-methoxyphenyl)-pentadiensäuregeranylamid.
-
Eine Lösung von 1,61 g
5-(4'-Ethoxycarbonyloxy-3'-methoxyphenyl)-pentadiensäure-geranylamid in 25 ml Methanol wird
mit 10 ml 2N wäßriger Natriumhydroxidlösung versetzt und
danach 1 h lang bei Raumtemperatur verrührt. Nach dem Ansäuern
mit 1N Salzsäure wird das Reaktionsgemisch mit Chloroform
extrahiert. Die organische Schicht wird mit Wasser gewaschen
und über Natriumsulfat getrocknet. Danach wird das
Lösungsmittel unter vermindertem Druck abdestilliert. Der hierbei
angefallene Rückstand wird einer Säulenchromatographie auf
Silikagel unterworfen. Aus der mit Methylenchlorid eluierten
Fraktion erhält man 1,20 g
5-(4'-Hydroxy-3-methoxyphenyl)pentadiensäure-geranylamid (12). Die spektroskopischen Daten
des Produkts stützen die Struktur der im folgenden
angegebenen Formel (12).
-
NMR (CDCl&sub3;) δ:
-
5.83(1H,d,J=15Hz), 3.83(3H,s), 1.65(6H,s),
1.57(3H,s)
Beispiel 13
-
Eine Lösung von 2,10 g (E,E)-N-Farnesylphthalimid und 0,49 g
Hydrazinhydrat in 40 ml Ethanol wird 3 h lang auf
Rückflußtemperatur erhitzt. Nach dem Abdestillieren des
Lösungsmittels unter vermindertem Druck erhält man ein Gemisch aus
(E,E)-Farnesylamin und Hydrazid.
-
Getrennt davon werden 1,32 g
5-(4'-Hydroxy-3'-methoxyphenyl)-pentadiensäure unter Argonatmosphäre in 30 ml
Methylenchlorid suspendiert. Die auf -10ºC gekühlte
Suspension wird mit 1,67 ml Triethylamin und 1,15 ml
Ethylchlorcarbonat versetzt. Nach 30-minütigem Verrühren wird das
Gemisch mit einer Suspension des (E,E)-Farnesylamin/Hydrazid-
Gemischs in Methylenchlorid versetzt und 3 h lang bei -10ºC
bis 0ºC verrührt. Danach wird das Reaktionsgemisch
filtriert. Die Niederschläge werden mit Methylenchlorid
gewaschen. Das mit der Waschflüssigkeit vereinigte Filtrat wird
mit Wasser und dann mit einer gesättigten wäßrigen
Natriumchloridlösung gewaschen und über wasserfreiem Natriumsulfat
getrocknet. Das Lösungsmittel wird anschließend unter
vermindertem Druck abdestilliert. Der hierbei angefallene
Rückstand wird einer Säulenchromatographie auf Silikagel
unterworfen. Aus der mit Methylenchlorid eluierten Fraktion
erhält man 2,06 g
5-(4'-Ethoxycarbonyloxy-3'-methoxyphenyl)pentadiensäure-(E,E)-farnesylamid.
-
Eine Lösung von 2,06 g
5-(4'-Ethoxycarbonyloxy-3'-methoxyphenyl)-pentadiensäure-(E,E)-farnesylamid in 40 ml Methanol
wird mit 20 ml 2N wäßriger Natriumhydroxidlösung versetzt
und 1 h lang bei Raumtemperatur verrührt. Nach dem Ansäuern
mit 1N Salzsäure wird das Reaktionsgemisch mit Chloroform
extrahiert. Die organische Schicht wird mit Wasser gewaschen
und über Natriumsulfat getrocknet. Anschließend wird das
Lösungsmittel unter vermindertem Druck abdestilliert. Der
hierbei angefallene Rückstand wird einer
Säulenchromatographie auf Silikagel unterworfen. Aus der mit Chloroform
eluierten Fraktion erhält man 1,67 g
5-(4'-Hydroxy-3'-methoxyphenyl)-pentadiensäure-(E,E)-farnesylamid (13). Die
spektroskopischen Daten des Produkts stützen die Struktur der im
folgenden angegebenen Formel (13).
-
NMR (CDCl&sub3;) δ:
-
5.81(1H,d,J=15Hz), 3.83(3H,s), 1.64(6H,bs),
1.55(6H,bs)
Beispiel 14
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Eine Lösung von 2,62 g N-Geranylphthalimid und 0,70 g
Hydrazinhydrat in 40 ml Ethanol wird 3 h lang auf
Rückflußtemperatur erhitzt. Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels
unter vermindertem Druck erhält man ein Gemisch aus
Geranylamin und Hydrazid.
-
Getrennt davon werden 1,80 g Ferulasäure unter
Argonatmosphäre in 40 ml Methylenchlorid suspendiert. Die auf -10ºC
gekühlte Suspension wird mit 2,58 ml Triethylamin und 1,77
ml Ethylchlorcarbonat versetzt. Nach 30-minütigem Verrühren
wird das Gemisch mit einer Suspension des Geranylamin/-
Hydrazid-Gemischs in Methylenchlorid versetzt und dann 3 h
lang bei -10ºC bis 0ºC verrührt. Das Reaktionsgemisch wird
filtriert. Die Niederschläge werden mit Methylenchlorid
gewaschen. Das mit der Waschflüssigkeit kombinierte Filtrat
wird mit Wasser und danach mit einer gesättigten wäßrigen
Natriumchloridlösung gewaschen und über wasserfreiem
Natriumsulfat getrocknet. Anschließend wird das Lösungsmittel
unter vermindertem Druck abdestilliert. Der hierbei
angefallene Rückstand wird einer Säulenchromatographie auf
Silikagel unterworfen. Aus der mit Methylenchlorid eluierten
Fraktion erhält man 1,44 g
4-Ethoxycarbonyloxy-3-methoxyzimtsäure-geranylamid.
-
Eine Lösung von 1,44 g
4-Ethoxycarbonyloxy-3-methoxyzimtsäure-geranylamid in 25 ml Methanol wird mit 10 ml einer 2N
wäßrigen Natriumhydroxidlösung versetzt und dann 1 h lang
bei Raumtemperatur verrührt. Nach dem Ansäuern mit 1N
Salzsäure wird das Reaktionsgemisch mit Chloroform extrahiert.
Die organische Schicht wird mit Wasser gewaschen und über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Anschließend wird das
Lösungsmittel unter vermindertem Druck abdestilliert. Der
hierbei angefallene Rückstand wird einer
Säulenchromatographie auf Silikagel unterworfen. Aus der mit Chloroform
eluierten Fraktion erhält man 0,70 g
4-Hydroxy-3-methoxyzimtsäure-geranylamid (14). Die spektroskopischen Daten des
Produkts stützen die Struktur der im folgenden angegebenen
Formel (14).
-
NMR (CDCl&sub3;) δ:
-
7.45(1H,d,J=15Hz), 6.21(1H,d,J=15Hz),
3.73(3H,s), 1.70(6H,bs), 1.50(3H,bs)
Beispiel 15
-
Eine Lösung von 2,50 g N-Geranylphthalimid und 0,66 g
Hydrazinhydrat in 50 ml Ethanol wird 3 h lang auf
Rückflußtemperatur erhitzt. Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels
unter vermindertem Druck erhält man ein Gemisch aus
Geranylamin und Hydrazid.
-
Getrennt davon werden 2,60 g
5-(3',4'-Dimethoxymethoxyphenyl)-pentadiensäure unter Argonatmosphäre in 30 ml
Methylenchlorid suspendiert. Die auf -10ºC gekühlte Suspension wird
mit 1,23 ml Triethylamin und 0,85 ml Ethylchlorcarbonat
versetzt. Nach 30-minütigem Verrühren wird das Gemisch mit
einer Suspension des Geranylamin/Hydrazid-Gemischs in
Methylenchlorid versetzt und dann 3 h lang bei -10ºC bis 0ºC
verrührt. Danach wird das Reaktionsgemisch filtriert. Die
Niederschläge werden mit Methylenchlorid gewaschen. Das mit der
Waschflüssigkeit vereinigte Filtrat wird mit Wasser und
danach mit einer gesättigten wäßrigen Natriumchloridlösung
gewaschen und über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet.
Anschließend wird das Lösungsmittel unter vermindertem Druck
abdestilliert. Der hierbei angefallene Rückstand wird einer
Säulenchromatographie auf Silikagel unterworfen. Aus der mit
Chloroform eluierten Fraktion erhält man 2,12 g
5-(3',4'-Dimethoxymethoxyphenyl)-pentadiensäure-geranylamid.
-
Eine Lösung von 1,96 g
5-(3',4'-Dimethoxymethoxyphenyl)pentadiensäure-geranylamid in 40 ml Methanol wird mit 0,09 g
p-Toluolsulfonsäuremonohydrat versetzt und danach 3 h lang
bei 50ºC verrührt. Danach wird das Reaktionsgemisch auf
Wasser gegossen und mit Chloroform extrahiert. Die organische
Schicht wird mit einer gesättigten wäßrigen
Natriumchloridlösung gewaschen und über wasserfreiem
Natriumsulfat getrocknet. Anschließend wird das Lösungsmittel unter
vermindertem Druck abdestilliert. Der hierbei angefallene
Rückstand wird einer Säulenchromatographie auf Silikagel
unterworfen. Aus der mit Chloroform/Methanol (99/1) eluierten
Fraktion erhält man 1,40 g
5-(3',4'-Dihydroxyphenyl)-pentadiensäure-geranylamid (15). Die spektroskopischen Daten des
Produkts stützen die Struktur der im folgenden angegebenen
Formel (15).
-
NMR (CDCl&sub3;) δ:
-
5.81(1H,d,J=15Hz), 1.63(6H,s), 1.57(3H,s)
Testbeispiel 1
5-Lipoxygenase-Hemmaktivität
-
Eine Suspension des von Ratten herrührenden basophilen
Leukämiezellenstamms RBL-1 in einem Eagle-Basalmedium
(hergestellt von Gibco Laboratories) mit 10% FCS wird bei
37ºC in einem 5% CO&sub2;-Inkubator kultiviert. Danach wird die
Kultur bei 4ºC zentrifugiert, um Zellen zu sammeln. Die
Zellen werden in einer Phosphatpufferlösung bei einem pH-Wert
von 7,4 bis zu einer Zellendichte von 1,0-3,0·10&sup7;
Zellen/ml resuspendiert. Die suspendierten Zellen werden mit
Hilfe eines Ultraschall-Zellenmischers behandelt und danach
30 min bei 4ºC mit 15 000 U/min zentrifugiert. Der Überstand
dient als 5'-Lipoxygenase-Enzymlösung. In Teströhrchen
werden 50 ug Arachidonsäure und ein zu testendes
erfindungsgemäßes Isoprenoidderivat eingebracht. In jedes der
Teströhrchen werden 0,30 ml Phosphatpuffer, 0,20 ml der zuvor
zubereiteten Enzymlösung und 5 ul einer 100 mM CaCl&sub2;
(Calciumchlorid)-Lösung eingebracht. Danach wird das Gemisch 15 min
lang bei 37ºC reagieren gelassen. Nach dem Kühlen mit Eis
wird das Reaktionsgemisch mit einem Tropfen 1N HCl
(Salzsäure) versetzt. Die hierbei erhaltene Masse wird mit 2 ml
Ethylacetat extrahiert. Der Extrakt wird zur Trockene
eingeengt und danach zur Verwendung als Testprobe mit 100 ul
Methanol versetzt.
-
Die Probe wird in einen Octadecylsilan (ODS)-Umkehrphasen-
Hochleistungsflüssigchromatographen (HPLC) eingespritzt.
Eluiert wird mit Methanol/Acetonitril/Wasser/Essigsäure
(15/45/35/0,01). Der bei etwa 25 min erscheinende Peak für
5-HETE (5-(s)-Hydroxy-6,8,11,14-eicosatetraensäure), d. h.
ein 5-Lipoxygenaseprodukt, wird ausgemessen. Die
5-Lipoxygenase-Hemmaktivität ergibt sich durch Abnahme des Peaks für
das 5-Lipoxygenaseprodukt. Als Ergebnis des Tests fanden
sich bemerkenswerte 5-Lipoxygenase-Hemmaktivitäten (vgl. die
folgende Tabelle 1). Es hat sich gezeigt, daß auch die nicht
in Tabelle 1 angegebenen Isoprenoidderivate gemäß der
Erfindung eine hohe 5-Lipoxygenase-Hemmaktivität aufweisen.
TABELLE 1 5-Lipoxygenase-Hemmaktivität
Strukturformel Beispiel Nr. 50%ige Hemmkonzentration (Mol)
Testbeispiel 2
5-Lipoxygenase-Hemmaktivität
-
Eine Suspension des von Ratten herrührenden basophilen
Leukämiezellenstamms RBL-1 in einem Eagle-Basalmedium
(hergestellt von Gibco Laboratories) mit 10% FCS wird bei
37ºC in einem 5% CO&sub2;-Inkubator kultiviert. Danach wird die
Kultur zum Sammeln von Zellen bei 4ºC zentrifugiert. Die
Zellen werden in einer Phosphatpufferlösung eines pH-Werts
vom 7,4 bis zu einer Zellendichte von 1,0-3,0·10&sup7;
Zellen/ml resuspendiert. Die suspendierten Zellen werden
mittels
eines Ultraschall-Zellenmischers behandelt und danach
30 min bei 4ºC mit 15 000 U/min zentrifugiert. Der Überstand
dient als 5-Lipoxygenase-Enzymlösung. In Teströhrchen werden
20 ul radioaktiv-markierter Arachidonsäure (10 ul Ci/ml) und
ein zu testendes erfindungsgemäßes Isoprenoidderivat
eingebracht. Danach werden in jedes Teströhrchen 0,40 ml
Phosphatpuffer, 0,10 ml der zuvor zubereiteten Enzymlösung und
5 ml einer 100 mM CaCl&sub2; (Calciumchlorid)-Lösung eingefüllt.
Danach wird das Gemisch 15 min lang bei 37ºC reagieren
gelassen. Nach dem Kühlen mit Eis wird das Reaktionsgemisch
mit einem Tropfen 1N HCl (Salzsäure) versetzt. Die erhaltene
Masse wird mit 2 ml Ethylacetat extrahiert. Der Extrakt wird
eingeengt, worauf das Konzentrat als Fleck auf eine
Silikageldünnschichtplatte (Merck 60F&sub2;&sub5;&sub4;) aufgetragen und
entwickelt wird. Die Bestimmung der Hemmaktivität erfolgt durch
Sammeln des Teils entsprechend dem 5-HETE (5-(s)-Hydroxy-
6,8,11,14-eicosatetraensäure), d. h. einem mit Hilfe eines
Radiodünnschichtchromatogrammscanners (Dünnschicht-Scanner
II LB2723, hergestellt von Berthold) nachgewiesenen
5-Lipoxygenaseprodukt und Bestimmen der Radioaktivität mit
Hilfe eines Flüssigszintillationszählers. Die
5-Lipoxygenase-Hemmaktivität ergibt sich aus der Abnahme der
Herstellung des 5-Lipoxygenaseprodukts. Als Ergebnis des Tests
wurden merkliche 5-Lipoxygenase-Hemmaktivitäten aufgefunden
(vgl. die folgende Tabelle 2). Es konnte gezeigt werden, daß
auch die nicht in Tabelle 2 aufgeführten Isoprenoidderivate
gemäß der Erfindung eine hohe 5-Lipoxygenase-Hemmaktivität
aufweisen.
TABELLE 2 5-Lipoxygenase-Hemmaktivität
Strukturformel Beispiel Nr. 50%ige Hemmkonzentration (Mol)
TABELLE 2 (Fortsetzung) 5-Lipoxygenase-Hemmaktivität
Strukturformel Beispiel Nr. 50%ige Hemmkonzentration (Mol)
-
Unter der 50%igen Hemmkonzentration (vgl. Tabellen 1 und 2)
ist diejenige Konzentration an einem Isoprenoidderivat zu
verstehen, die bei Einsatz des betreffenden
Isoprenoidderivats zur Steuerung der geschilderten Produktion von
5-Lipoxygenase auf 50% erforderlich ist, wenn die Produktion
von 5-HETE ohne das Isoprenoidderivat gemäß der Erfindung
mit 100% angesetzt wird.
Testbeispiel 3
Antigeschwüraktivität
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Männliche Wistar-Ratten (Gewicht 150-200 g), die 24 h lang
hungern mußten, erhielten oral ein erfindungsgemäßes
Isoprenoidderivat verabreicht. Eine Stunde später wird
ethanolische Salzsäure (mit 150 mM Salzsäure in 60% Ethanol) in
einem Volumen von 0,5 ml/100 g Körpergewicht oral
verabreicht.
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Eine Stunde später werden die Versuchstiere mit Ether
eingeschläfert. Der Magen wurde herausoperiert. Nach einer
Formalinbehandlung wurde die Länge (mm) der in den
Drüsenbereichen
des Magens entstandenen Läsionen bestimmt. Die
Gesamtlänge der Läsionen pro Versuchstier wurde als Geschwürindex
bezeichnet.
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Wie aus Tabelle 3 hervorgeht, haben sich bei dem Test
deutliche Antigeschwüraktivitäten gezeigt. Es konnte auch
festgestellt werden, daß die nicht in Tabelle 3 angegebenen
Isoprenoidderivate gemäß der Erfindung eine ähnliche
Antigeschwüraktivität aufweisen.
TABELLE 3 Antigeschwüraktivität
Beispiel Nr. Dosis Prozentuale Hemmung einer Geschwürbildung
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Unter der prozentualen Hemmung einer Geschwürbildung (vgl.
Tabelle 3) ist ein Wert für den Geschwürindex für die Ratte,
die oral kein Isoprenoidderivat gemäß der Erfindung erhalten
hat, minus dem Geschwürindex für die Ratte, die eine orale
(Isoprenoid) Gabe erhalten hat, dividiert durch den
Geschwürindex für die Ratte ohne orale (Isoprenoid) Gabe
multipliziert mit 100 zu verstehen.
Akute Toxizität
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Mit ICR-Rattenböcken (5 Wochen alt) wurde unter oraler
Verabreichung ein akuter Toxizitätstest durchgeführt. Der
LD&sub5;&sub0;-Wert beliebiger erfindungsgemäßer Verbindungen lag über
2000 mg/kg. Dieser Wert ist hoch im Verhältnis zur wirksamen
Dosis und belegt eine hohe Sicherheit.
Industrielle Einsetzbarkeit
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Erfindungsgemäß werden neue Isoprenoidderivate und
5-Lipoxygenaseinhibitoren sowie diese enthaltende Antigeschwürmittel
bereitgestellt.
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Von den erfindungsgemäßen Verbindungen hat es sich gezeigt,
daß sie eine 5-Lipoxygenase-Hemmaktivität und eine gegen
Geschwürbildung gerichtete Aktivität entfalten. Die
betreffenden Verbindungen vermögen somit die Wirkung von
5-Lipoxygenase und folglich die Produktion von Leukotrienen, wie
LTC&sub4; und LTD&sub4; (die sich infolge 5-Lipoxygenasewirkung
bilden) zu hemmen. Demzufolge können die betreffenden
Isoprenoidderivate wirksam als 5-Lipoxygenaseinhibitoren bei
Erkrankungen, wie Gastritis, Hepatitis, Rheumatismus und
Magengeschwüren sowie allergischem Asthma und allergischer
Rhinitis zum Einsatz gelangen.
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Da die erfindungsgemäßen Verbindungen eine Geschwürbildung
zu hemmen vermögen, eignen sie sich auch zur Behandlung von
Magengeschwüren und sonstigen Geschwüren.
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Die Erfindung ist folglich auf dem Gebiet der
Arzneimittelindustrie ausführbar.