DE3887014T2 - Nukleoside, ihre Herstellung und pharmazeutische Zusammenstellungen. - Google Patents
Nukleoside, ihre Herstellung und pharmazeutische Zusammenstellungen.Info
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft Verbindungen, die antiretrovirale Aktivität aufweisen. Diese Verbindungen wirken so, dass sie mit dem viralen Lebenszyklus interferieren, aber nicht die extrem toxischen Effekte auf normale zelluläre Prozesse von Säugetierwirtszellen aufweisen.
- Die vorliegende Erfindung betrifft auch die Synthese der erfindungsgemässen Verbindungen.
- Die vorliegende Erfindung betrifft auch pharmazeutische Präparate, die zur Verhütung einer retroviralen Infektion in einem Lebewesen oder zur Behandlung eines mit einem Retrovirus infizierten Lebewesens geeignet sind, insbesondere zur Verhütung einer HIV-Infektion in einem Lebewesen oder zur Behandlung eines Lebewesens, das mit dem HIV-Virus infiziert ist.
- Die Verwendung von 2',3'-Dideoxynukleosiden bei der Behandlung viraler Infektionen ist aus EP-A-0 206 497 bekannt. EP-A-0 199451 offenbart 3'-Azido-2',3'-dideoxythymidine und deren Verwendung bei der Behandlung bakterieller oder viraler Infektionen.
- Die erfindungsgemässen Verbindungen werden durch die allgemeine Formel I dargestellt
- A - B - C I
- worin A und C jeweils unabhängig Dideoxynukleosidradikale sind; und B eine verbindende Gruppe der Formel
- a) -C(X)-(CH&sub2;)n-C(X)-
- b) -C(X)-
- c) -C(X)-NH-S(O)(O)-
- d) -C(O)-CH&sub2;-S(O)(O)-
- e) -P(O)CH&sub3;-
- f) -C(O)O-(CH&sub2;)&sub2;-S(O)(O)-(CH&sub2;)&sub2;-OC(O)-
- g) -C(O)-(CH&sub2;)&sub2;-S-S-(CH&sub2;)&sub2;-C(O)-
- h) -C(O)-(CH&sub2;)&sub2;-C(O)O-(CH&sub2;)&sub2;-OC(O)-(CH&sub2;)-C(O)-
- worin X O oder S; n 2-6 ist; B an A entweder über eine Aminogruppe oder die 5'-Hydroxygruppe von A gebunden ist; und C an B entweder über eine Aminogruppe oder die 5'-Hydroxygruppe von C gebunden ist;
- und pharmazeutisch anwendbare Salze davon.
- Der Ausdruck "Dideoxynukleosidradikal" bedeutet jedes 2',3'-Dideoxyanalog von Adenosin, Thymidin, Cytidin, Guanosin, Uridin oder Inosin, das eine freie Valenzbindung hat.
- Insbesondere sind inbegriffen substituierte 2',3'-Dideoxynukleosidradikale der obigen allgemeinen Formel, worin die Substituenten solche wie Amino, Halogen, Alkyl, Azido und Cyano sind.
- Bevorzugte Reste A und C sind Reste von Dideoxycytidin, Dideoxyadenosin und 3'-Azido-3'-deoxythymidin. Verbindungen, in denen A der Rest von Dideoxycytidin ist, sind besonders bevorzugt.
- Beispiele bevorzugter Verbindungen sind 3'-Azido-3'-deoxy-4-[[1-(2',3q dideoxy-pentofuranosyl) 1,2-dihydro-2-oxo-pyrimidinyl]amino]-β.D-erythro thymidin-5'-(4-oxo-butanoat)(ester), N,N'-( 1,5-Dioxo-1,5-pentandiyl]bis(2',3'- dideoxycytidin), 2',3'-Dideoxy-5-[[1-(2',3'-dideoxypentofuranosyl)-1,2-dihydro 2-oxo-4-pyrimidinyl]amino]cytidin-5'-(5-oxo-pentanoat)(ester), 2',3'.Dideoxy 5-[[1-(2',3'-dideoxypentofuranosyl)-1,2-dihydro-2-oxo-4-pyrimidinyl]amino]adenosin-5'-(5-oxopentanoat)(ester).
- Die vorliegende Erfindung umfasst auch neue Zwischenprodukte, die bei der Synthese der Verbindungen der Formel I verwendet werden. Diese neuen Zwischenprodukte werden ausgehend von Verbindungen hergestellt, die durch die Buchstabenbezeichnung A und C repräsentiert und mit einem geeigneten Reagens umgesetzt werden, um eine konventionelle Hydroxy- oder Aminoschutzgruppe (wie tert.Butyldimethylchlorsilyl oder Dimethylaminomethylen) einzuführen.
- Die Verbindungen der Formel I sind nützlich entweder zur Verhütung einer retroviralen Infektion in einem Lebewesen oder zur Behandlung eines Lebewesens, das mit einem Retrovirus infiziert ist, durch Verabreichung einer das Virus inaktivierenden wirksamen Menge von Formel I Verbindungen oder deren pharmazeutisch anwendbaren Salzen an das Lebewesen.
- Die Verbindungen der Formel I sind insbesondere nützlich zur Verhütung einer HIV-Infektion in einem Lebewesen oder zur Behandlung eines Lebewesens, das mit dem HIV-Virus infiziert ist, dadurch dass man im Lebewesen eine das Virus inaktivierende wirksame Menge von Verbindungen der Formel I oder deren pharmazeutisch anwendbare Salzen verabreicht.
- Die Verbindungen der Formel I können auf jede geeignete Weise einschliesslich oral oder intravenös verabreicht werden. Im allgemeinen liegt eine geeignete Dose der Verbindungen der Formel I im Bereich von 1-150 mg/kg/Tag, verabreicht über 2-6 Teildosen pro Tag.
- Obschon es möglich ist, die Verbindungen der Formel I allein zu verabreichen, ist es bevorzugt sie als pharmazeutische Formulierung zu verabreichen. Die erfindungsgemässen Formulierungen umfassen mindestens eine Verbindung der Formel I zusammen mit einem oder mehreren anwendbaren Trägern und gewünschtenfalls anderen therapeutischen Stoffen. Jeder Träger muss "anwendbar" in dem Sinn sein, dass er mit den anderen Ingredienzien der Formulierung verträglich ist und dem Patienten nicht schadet. Formulierungen umfassen solche, die geeignet sind für die orale und intravenöse Verabreichung. Die Formulierungen können zweckmässig in Dosiseinheitsform dargereicht werden und können nach in der Pharmazie an sich bekannten Methoden hergestellt werden.
- Erfindungsgemässe Formulierungen, die für orale Verabreichung geeignet sind, können als diskrete Einheiten, wie Kapseln, Beutel oder Tabletten vorliegen, die jeweils eine vorbestimmte Menge einer Verbindung der Formel I enthalten; als Pulver oder Granulate, als Lösung oder als Suspension in einer wässrigen oder nicht-wässrigen Flüssigkeit; oder als eine flüssige Oel-in-Wasser Emulsion oder als Wasser-in-Oel Emulsion. Die Verbindungen der Formel I kann auch als Bolus, Latwerge oder Paste vorliegen.
- Eine Tablette kann durch Verpressen oder Formen, gewünschtenfalls mit einem oder mehreren Zusatzstoffen hergestellt werden. Gepresste Tabletten können durch Pressen einer Verbindung der Formel I in freifliessender Form, wie Pulver oder Granulate, gewünschtenfalls gemischt mit einem geeigneten Bindemittel, Schmiermittel, inerten Verdünnungsmittel, Konservierungsmittel, Sprengmittel, oberflächenaktiven Mittel oder Dispersionsmittel in einer geeigneten Maschine hergestellt werden. Geformte Tabletten können hergestellt werden durch Formen eines Gemisches der pulverförmigen Verbindung, die mit einem inerten flüssigen Verdünnungsmittel befeuchtet ist, in einer geeigneten Maschine. Die Tabletten können gewünschtenfalls mit einem Ueberzug oder einer Bruchrille versehen sein und können so formuliert sein, dass sie eine langsame oder kontrollierte Freisetzung des aktiven Inhaltsstoffs bewirken, wobei beispielsweise Hydroxypropylmethylcellulose in variierenden Mengen verwendet wird, um das gewünschte Freisetzungsprofil herbeizuführen.
- Geeignete Formulierungen für die intravenöse Verabreichung umfassen wässrige und nicht-wässrige isotonische sterile Injektionslösungen, die Antioxidantien, Puffer, Bakteriostatika und gelöste Stoffe enthalten können, die die Formulierung isotonisch mit dem Blut des vorgesehenen Empfängers machen: wässrige und nicht-wässrige sterile Suspensionen, die Suspendierungsmittel und Verdickungsmittel enthalten können. Die Formulierungen können in Dosiseinheitsform oder als Mehrfachdose in versiegelten Behältern vorliegen, beispielsweise Ampullen oder Fläschchen und können in gefriergetrockneter (lyophilisierten) Zustand gelagert werden, so dass nur der Zusatz eines sterilen flüssigen Trägers, beispielsweise Wasser für Injektionszwecke, unmittelbar vor Gebrauch erforderlich ist. Injektionslösungen und Suspensionen können bei Bedarf aus sterilen Pulvern, Granulaten und Tabletten der vorstehend beschriebenen Art hergestellt werden.
- Bevorzugte Dosiseinheitsformulierungen sind solche die eine tägliche Dosis oder Einheit der Subdosis, wie oben angeführt, oder einen entsprechenden Teil davon einer Verbindung der Formel I enthalten.
- Erfindungsgemäss werden die Verbindungen der Formel I durch ein Verfahren hergestellt, umfassend ein selektives Schützen der 5'-OH oder einer Aminogruppe eines 2',3-Dideoxy-nudeosids der Formel AH oder CH, wobei A und C wie oben angegeben sind, unter Erhalt einer Verbindung der Formel A'H oder C'H, worin A' und C' ein 2',3'-Dideoxynucleosidrest sind, der A und C entspricht, wobei entweder die 5'-Hydroxygruppe oder eine Aminogruppe mit einer konventionellen Hydroxy- oder Aminoschutzgruppe blockiert ist, Umsetzen der Verbindungen A'H und C'H mit einem von der Bindungsgruppe B abgeleiteten bifunktionellen Reagens und Entfernen der Hydroxy- und/oder Aminoschutzgruppe aus dem Reaktionsprodukt.
- Die Verbindungen der Formel I bestehen aus Hetero- und Homodimeren. Der erste Schritt in der Synthese der Heterodimeren beginnt mit dem selektiven Schutz der 5'-OH oder der Aminogruppe des 2',3'-Dideoxynucleosidradikals mit einer konventionellen Amino- oder Hydroxyschutzgruppe. Die allgemeinen Methoden zur Anfügung der Schutzgruppen sind dem Fachmann gut bekannt. Die Beispiele 1 und 13 der vorliegenden Beschreibung erläutern eine Methode für die Anfügung bekannter Hydroxyl- und Aminoschutzgruppen. Nach Einfügung der geeigneten Schutzgruppen wird die bifunktionelle Verbindungsgruppe angefügt, wobei ein Zwischenprodukt erhalten wird, bei dein die verbindende Gruppe an die ungeschützte NH&sub2; oder 5'-Hydroxygruppe gebunden ist. Eine anschliessende Kondensation dieses Zwischenproduktes mit einem zweiten 2',3'-Dideoxynucleosid gefolgt durch Abspaltung der Schutzgruppe liefert dann das Heterodimer. Der selektive Schutz der 5'-Hydroxygruppe kann zweckmässig durch Umsetzung mit einem Reagens wie tert.Butyldimethylsilylchlorid, Triphenylmethylchlorid, Benzylchlorid oder Tetrahydropyran erreicht werden. Die zweckmässigste Methode zum selektiven Schutz der Aminogruppe besteht in der Reaktion mit Dimethylformamid-dimethylacetal, wobei das Dimethylaminomethylenderivat des Amins erhalten wird. Die bevorzugte Verbindungsgruppen sind cyclische Dicarbonsäureanhydride, Chlorsulfonylisocyanat, Carboxyisothiocyanat, Carboxyisocyanat, Chlorsulfonylacetylchlorid, Methylphosphonyldichlorid etc. Die Kondensation der COOH- Gruppe mit entweder einer OH oder einer NH&sub2;-Gruppe wird üblicherweise in Gegenwart eines Reagens wie Dicyclohexylcarbodiimid/1-Hydroxybenzotriazol, 1,1'-Carbonyldiimidazol/Kalium-tert.butoxid, 2-Brom-1-methylpyridiniumjodid/Triäthylamin, oder 1,1-Oxalyldiimidazol ausgeführt.
- Die gleiche Technologie kann zur Hersteilung der Homodimeren Anwendung finden, wobei zwei identische 2',3'-Dideoxynucleosidradikale verwendet werden.
- Andererseits können die Homodimeren durch direkte Umsetzung von Dideoxynucleosidradikalen mit einem Dicarbonsäuredihalogenid oder anderen gewöhnlich verwendeten Derivaten wie Bis[2-(succinimidooxycarbonyloxy)äthyl]sulfon, Bis(sulfosuccinimidyl)suberat, Disuccinimidylsuberat, Dithiobis(succinimidylpropionat) etc.
- Figur I zeigt die antiretrovirale Aktivität der vorliegenden Verbindungen gegen HIV. Die schwarzen Balken stellen die überlebenden Zielzellen dar, wenn Virus zugesetzt wird. Die offenen Balken stellen Ueberleben in Abwesenheit von Virus dar (Kontrolle). Die Dosis des Heilmittels ist auf der x-Achse aufgetragen.
- Die vorliegende Erfindung wird in Verbindung mit den nachstehenden Beispielen, die nur zur Erläuterungszwecken dienen, weiter beschrieben.
- Zu einer Lösung von 2,1 g (10 mMol) 2',3'-Dideoxycytidin in 20 ml Dimethylformamid wurden 750 mg (11 mMol) Imidazol und 1,7 g (11 mMol) tert.Butyldimethylchlorsilan gegeben. Nach 15 Stunden Rühren bei Raumtemperatur wurde die Reaktionslösung unter vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand wurde chromatographiert (0-10% MeOH in CH&sub2;Cl&sub2;) und lieferte 5,6 g (75%) eines weissen Feststoffes.
- NMR (CDCl&sub3;): 0.1(s, 6H, 2CH&sub3;), 0.9 (s, 9H, 3CH&sub3;), 1.8-2.7 (m, 4H, H-2's und H-3's), 3.74 (dd, J=2.4 und 11.6Hz), 1H, H-5'a, 4.09 (dd, J-2.0 und 11.6Hz, 1H, H-5'b), 4.18 (dt, 1H, H-4'), 5.77 (d, J=8Hz, 1H, H-5), 6.09 (dd, J=2.4 und 6.8Hz, 1H, H-1'), 8.24 (d, J=8Hz, 1H, H-6).
- Zu einer gerührten Lösung von 1,7 g (6 mMol) 3'-Azido-3'-deoxy-β-D erythro-thymidin in 20 ml Dimethylformamid wurden 198 mg (7,8 mMol) Natriumhydrid gegeben. Nach 0,5 Stunden bei Raumtemperatur wurden 770 mg (7.7 mMol) Succinylarhydrid zugegeben. Nach weiteren 2 Stunden wurde das Gemisch auf eine Säule gegeben, die 20 ml AG 50 (H&spplus;) Harz enthielt und mit destilliertem Wasser eluiert. Das das Produkt enthaltende Eluat wurde zu einem gummiartigen Oel lyophilisiert, das durch Chromatographie an einer Silicagelsäule (10-25% MeOH in CH&sub2;Cl&sub2;) gereinigt wurde und 2,05 g (93%) eines weissen Feststoffes lieferte.
- NMR (CDCl&sub3; + DMSO-d&sub6;): 1.89 (5, 3H, CH&sub3;), 2.39 und 2.63 (m, 6H, CH&sub3; 's und H-2'), 4.00 (m, 1H, H-3' oder H-4'), 4.30 (m, 2H, H-3' oder H-4' und H-5a), 4.44 (m, 1H, H-5'), 6.15 (t, J=7.0Hz, 1H, H-1'), 7.3 (s, 1H, H-6), 12.4 (bs, 1H, NH), 13.3 (bs, 1H, COOH).
- Zu einer Lösung von 210 ing (0,57 mMol) 3'-Azido-3'-deoxy-β-D-erythrothymidin-5'-(hydrogenbutandioat) (aus Beispiel 2) in 3 ml Pyridin wurden 235 mg (1.14 mMol) Dicyclohexylcarbodiimid und 154 mg (1,14 mMol) 1-Hydroxybenzotriazol gegeben. Nach 2 Stunden wurden 186 mg (0,57 mMol) 2',3'-Dideoxy-5'O-[(1,1-dimethyläthyl)dimethylsilyl]cytidin (aus Beispiel 1) zugesetzt und das Gemisch wurde über Nacht (16 Stunden) bei Raumtemperatur gerührt. Wasser (1,5 ml) wurde dann dem Reaktionsgemisch zugesetzt und der Niederschlag wurde durch Filtration entfernt und das Filtrat zur Trockene unter vermindertem Druck eingedainpft. Der Rückstand wurde mit 50 ml Dichlormethan extrahiert und nacheinander mit 2 x 25 ml = 50 ml gesättigter wässriger Natriumbicarbonat und 2 x 25 ml = 50 ml gesättigter wässriger Natriumchlorid gewaschen und über Natriumsulfat getrocknet. Entfernung des Dichlormethans lieferte das Rohprodukt als gummiartiges Oel, das durch Silicagelsäulenchromatographie (0-10% MeOH in CH&sub2;Cl&sub2;) gereinigt wurde und 270 mg (70%) eines weissen Feststoffes lieferte.
- NMR (CDCl&sub3;): 0.1(s, 6H, 2 CH&sub3;), 0.9 (s, 9H 3 CH&sub3;), 1.8-2.9 (m, 13H, H-2's, H-3', 5-CH&sub3; und 2 CH&sub2;), 3.5-4,5 (m, 7H, H-3', H-4's und H-5's), 6.1 (m, 2H, H-1's), 7.3 (m, 2H, H-5 und H-6), 8.58 (d, J=8Hz, 1-H, H-6), 9.04 und 9.8 (2 bs, 2H, 2NH).
- Zu einer Lösung von 980 mg (3 mMol) 2',3'-Dideoxy-5'-O-[(1,1-dimethyläthyl)dimethylsilyl]cytidin (aus Beispiel 1) in 6 ml Dimethylformamid wurden 420 mg (3,7 mMol) Glutaranhydrid gegeben. Nach Rühren über Nacht (16 Stunden) bei Raumtemperatur und weiteren 4 Stunden bei 50ºC wurde das Lösungsmittel unter vermindertem Druck entfernt. Der Rückstand wurde chromatographiert und lieferte 870 mg (66%) eines weissen Feststoffes.
- NMR (DMSO-d&sub6;): 0.1 (s, 6H, 2CH&sub3;), 0.9 (s, 9H, 3CH&sub3;), 1.6-2.5 (m, 10H, 3CH&sub2;, H-2's und H-3's), 3.72 (dd, J=2.4 und 11.6Hz, 1H, H-5'a), 3.96 (dd, J=2.0 und 11.6Hz, 1H, H-5'b), 4.1 (m, 1H, H-4'), 5.90 (dd. J=1.8 und 6.8Hz, 1H, H-1'), 7.18 (d, J=8Hz, 1H, H-5), 8.35 (d, 1H, H-6).
- Zu einer Lösung von 1,1 g (2.5 mMol) 5-N-[2',3'-Dideoxy-5'O-[(dimethyläthyl)dimethylsilyl]cytidinyl]-5-oxopentansäure (aus Beispiel 4) in 10 ml Dimethylformamid wurden 1.14 g (5,5 mMol) Dicyclohexylcarbodiimid und 406 mg (3 mMol) 1-Hydroxybenzotriazol gegeben. Nach 0,5 Stunden bei Raumtemperatur wurden 813 mg (2,5 mMol) 2',3'-Dideoxy-5'-O-[(1,1- dimethyläthyl)dimethylsilyl]cytidin (aus Beispiel 1) zugesetzt und das Gemisch über Nacht (16 Stunden) bei Raumtemperatur gerührt. Durch Aufarbeitung wie in Beispiel 3 beschrieben wurden nach Silicagelchromatographie (5-15% MeOH in CH&sub2;Cl&sub2;) 344 mg (18%) eines weissen Feststoffes isoliert.
- NMR (CDCl&sub3;): 0.16 (2s, 12H, 4CH&sub3;), 0.96 (s, 18H, 6CH&sub3;), 1.8-2.7 (m, 14H, 3CH&sub2;, H-2's und H-3's), 3.72 (dd, J=2.4 und 11.6Hz, 2H, H-5'a), 4.10 (dd, J=2.0 und 11.6Hz, 2H, H-5'b), 4.20 (m, 2H, H-4'), 6.06 (dd, J=1.8 und 6.8Hz, 2H, H-1'), 7.12 (d, J=8Hz, 2H, H-5), 8.52 (d. 2H, H-6).
- Zu einer Lösung von 450 mg (1 mMol) 5-N-[2',3'-Dideoxy-5'-O-[(1,1- dimethyläthyl)dimethylsilyl]cytidinyl]-5-oxopentansäure (aus Beispiel 4) in 5 ml Dimethylformamid wurden 200 mg (1,2 mMol) Carbonyldiimidazol gegeben. Nach 1 Stunde Rühren bei Raumtemperatur wurden 122 mg (1 mMol) 2',3'-Dideoxycytidin, gefolgt von 34 mg (0,3 mMol) Kalium-tert.- butoxid zugesetzt. Das Gemisch wurde über Nacht (16 Stunden) bei Raumtemperatur gerührt. Nach Entfernung des Lösungsmittels unter vermindertem Druck wurde der Rückstand chromatographiert (5-20% MeOH in CH&sub2;Cl&sub2;) und lieferte 92 mg (14%) eines weissen Feststoffes.
- NMR (CDCl&sub3;): 0.1 (2s, 6H, 2CH&sub3;), 0.9)s, 9H, 3CH&sub3;), 1.8-2.6 (m, 14H, H-2's), H-3's und 3CH&sub2;), 3.7-4.4 (m, 6H, H-4's und H-5's), 5.7 (d, J=8Hz, 1H, H-5), 6.0 (m, 2H, H-1's), 7.3 (d, J=8Hz, 1H, H-5), 7.8 (d, J=8Hz, 1H, H-6), 8.6 (d, J=Hz, 1H, H-6).
- Nach den in Beispiel 6 beschriebenen Verfahren und Bedingungen wurden 160 mg (0,68 mMol) 2',3'-Dideoxyadenosin und 23 mg (0,2 mMol) Kalium-tert.butoxid zu einer Reaktion von 3,01 mg (0.68 mMol) 5-N-[2',3'- Dideoxy-5'-O-(1,1-dimethyläthyl)dimethylsilyl)cytidinyl]-5-oxopentansäure (aus Beispiel 4) und 136 mg (0.82 mMol) Carbonyldiimidazol in 3,4 ml Dimethylformamid gegeben, gefolgt von 17 Stunden rühren, dies ergab 65 mg (14%) eines weissen Feststoffes nach Silicagelchromatographie (0-10% MeOH in CH&sub2;Cl&sub2;).
- NMR (CDCl&sub3;): 0.16 (2s, 6H, 2CH&sub3;), 0.86 (s, 9H, 3CH&sub3;), 1.8-2.7 (m, 14H, 3CH&sub2;, H-2's und H-3's), 3.7-4.7 (m, 6H, H-4's und H-5's), 6.1 (dd, J=1.6 und 6.0Hz, 1H, H-1'), 6.33 (dd, J=4.0 und 6.8Hz. 1H, H-1'), 7.44 (d, J=8Hz, 1H, H-5), 8.2 und 8.36 (2s, 2H, und H-8), 8.63 (d, J=8Hz, 1H, H-6).
- Zu einer Lösung von 160 mg (0.24 mMol) 3'-Azido-3'-deoxy-4-[[1-[2',3'- dideoxy-5'-O-[(1,1-dimethyläthyl)dimethylsilyl]pentofuranosyl]-1,2-dihydro-2- oxo-4-pyrimidyl]amino]-β-D-erythro-thymidin-5'-(4-oxobutanoat)(ester) (aus Beispiel 3) in 2 ml Tetrahydrofuran wurden 0,4 ml (0,4 mMol) einer 1M Lösung von Tetrabutylammoniumfluorid in Tetrahydrofuran gegeben. Nach 2 Stunden Rühren bei Raumtemperatur wurde das Lösungsmittel unter vermindertem Druck entfernt und lieferte einen Feststoff, der durch präparative Flüssigchromatographie (15% MeOH in CH&sub2;Cl&sub2;) gereinigt wurde und 80 mg (61%) des gewünschten Produktes als weissen Feststoff lieferte.
- NMR (DMSO-d&sub6;): 1.79 (s, 3H, CH&sub3;), 1.8-2.8 (m, 1 OH, CH&sub2;'s, H-2's und H-3's), 3.58 (dd, J=2.4 und 11.6Hz, 1H, H-5'a), 3.76 (dd, J= und Hz, 1H, H-5'b), 3.98, 4.10, 4.28 und 4.46 (m, 5H Total, H-3's, H-4's und H-5's), 5.10 (t, J=6Hz, 1H. OH), 5.94 (dd, J=2.4 und 6.8Hz, 1H, H-1'), 6.15 (t, J=6.4Hz, 1H, H-1'), 7.17 (d, J=8Hz, 1H, H-5), 7.50 (s, 1H, H-6), 8.50 (d, J=8Hz, 1H, H-6), 10.93 und 11.36 (2bs, 2H, NH's).
- Ein Gemisch von 346 mg (0,94 mMol) 3'-Azido-3'-deoxy-β-D-erythrothymidin-5'-(hydrogenbutandioat) (aus Beispiel 2), 197 mg (0,94 m,Mol) 2',3'- Dideoxycytidin, 488 mg (2.37 mMol) Dicyclohexylcarbodiimid, 315 mg (2,33 mMol) 1-Hydroxybenzotriazol in 4 ml Pyridin wurde über Nacht (16 Stunden) bei Raumtemperatur gerührt. Das Lösungsmittel wurde unter vermindertem Druck entfernt. Reinigung mittels präparativer Flüssigchromatographie (5-15% MeOH in CH&sub2;Cl&sub2; lieferte 166 mg (32%) eines weissen Feststoffes.
- Nach dem in Beispiel 8 beschriebenen Verfahren und Bedingungen wurden 1 ml (1 mMol) einer 1M Lösung von Tetrabutylammoniumfluorid in Tetrahydrofuran zu 340 mg (0,5 mMol) N,N'-(1,5-Dioxo-1,5-pentandiyl)bis- [2',3'-dideoxy-5'-O-t(1,1-dimethyläthyl)dimethylsilyl]cytidin] (aus Beispiel 5) in 2 ml Tetrahydrofuran gegeben, gefolgt von 4 Stunden Rühren, was nach Chromatographie an Silicagel (10-20% MeOH in CH&sub2;Cl&sub2;) 157 mg (66%) eines weissen Feststoffes lieferte.
- NMR (DMSO-d&sub6;): 1.7-2.5 (m, 7H, CH&sub2; und H-2's und H-3's), 3.55 (dd, J=2.4 und 11.6Hz, 1H, H-5'a), 3.75 (dd, J=2.0 und 11.6Hz, 1H, H-5'b), 4.08 (m, 1H, H-4'), 5.1 (t, J=5.2Hz, 1H, OH), 5.90 (dd, J=1.8 und 6.8Hz, 1H, H-1'), 7.17 (d, J=8Hz, 1H, H-5), 8.45 (d, J=8Hz, 1H, H-6). Beispiel 11 2',3'-Dideoxy-5-[[1-(2',3'-dideoxypentofuranosyl)-1,2-dihydro-2-oxo-4- primidinyl]amino]cytidin-5'-(5-oxo-pentanoat)(ester)
- Nach dem in Beispiel 8 beschriebenen Verfahren und Bedingungen wurden 0,1 ml (0.1 mMol) einer 1M Lösung von Tetrabutylammoniumfluorid in Tetrahydrofuran zu 92 mg 2',3'-Dideoxy-5-[[1-[2',3'-dideoxy-5'-O- [(1,1-dimethyläthyl)dimethylsilyl]pentofuranosyl]-1,2-dihydro-2-oxo-4- pyrimidinyl]amino]cytidin-5'-(5-oxopentanoat)(ester) (aus Beispiel 6) in 0,5 ml Tetrahydrofuran gegeben, gefolgt von 3 Stunden Rühren, was nach Reversephasen Silicagel HPL-Chromatographie (20% CH&sub3;CN in H&sub2;O) 28 mg (36%) eines weissen Feststoffes lieferte.
- NMR (CDCl&sub3; + CD&sub3;OD): 1.8-2.6 (m, 14H, 3CH&sub2;), H-2's und H-3's), 3.7 (dd, J=3.8 und 12Hz, 1H, H-5'), 4.0 (dd, J=2 und 12Hz, 1H, H-5), 4.1-4.5 (m, 4H, 2H-4' und H-5's), 5.77 (d, J=8Hz, 1H, H-5), 5.92 (dd, J=2.4 und 6.8Hz, 1H, H-1'), 6.0 (dd, J=1.8 und 6.8Hz, 1H, H-1'), 7.33 (d, 1H, J=8Hz, H-5), 7.78 (d, J=8Hz, 1H, H-6), 8.52 (d, J=SHz, 1H, H-6).
- Nach dem in Beispiel 8 angegebenen Verfahren und Bedingungen wurden 0,15 ml (0,15 mMol) einer 1M Lösung von Tetrabutylammoniumfluorid in Tetrahydrofuran zu 65 mg (0,099 mMol) 2',3'-Dideoxy-55-[[1-[2',3'- dideoxy-5'-O-[(1,1-diinethyläthyl)dimethylsilyl]pentofuranosyl]-1,2-dihydro-2- oxo-4-pyrimidinyl]amino]adenosin-5'-(5-oxo-pentanoat)(ester) (aus Beispiel 7) in 1 ml Tetrahydrofuran gegeben, gefolgt von 1,5 Stunden Rühren, was nach Silicagelchromatographie (4-12% MeOH in CH&sub2;Cl&sub2;) 20 mg (37%) eines weissen Feststoffes lieferte.
- NMR (CDCl&sub3; + CD&sub3;OD): 1.95-2.7 (m, 14H, 3CH&sub2;, H-2's und H-3's), 3.7-4.7 (m, 6H, H-4's und H-5's), 6.2 (dd, J=1.8 und 6.8Hz, 1H, H-1'), 6.30 (dd, J=4.0 und 6.8Hz, 1H, H-1'), 7.35 (d, J=8Hz, 1H, H-5), 8.19 und 8.32 (2s, 2H, H-2 und H-8), 8.40 (d, J=8Hz, 1H, H-6).
- Zu einer Lösung von 1.05 g (5 mMol) 2',3'-Dideoxycytidin in 5 ml Dimethylformamid wurden 2 ml (15 mMol) N,N-Dimethylformamiddimethylacetal gegeben. Nach 15 Stunden Rühren bei Raumtemperatur wurde die Reaktionslösung unter vermindertem Druck eingedampft und lieferte 1.2 g (93%) eines hellgelben Feststoffes.
- NMR (CDCl&sub3;): 1.8-2.6 (m, 4H, H-2's und H-3's), 3.76 (dd, J=4 und 12 Hz, 1H, H-5'a), 4.02 (dd, J=3 und 12Hz, 1H, H-5'b), 4.24 (m, 1H, H-4'), 6.07 (d, J=8Hz, H-5), 6.12 (dd, J=4 und 7Hz, 1H, H-1'), 7.98 (d, J=8Hz, 1H, H-6), 8.84 (s, 1H, =CH).
- Zu einer Lösung von 380 mg (1,4 mMol) 2',3'-Dideoxy-N-[(dimethylamino)methylen]cytidin (aus Beispiel 13) in 4 ml Dimethylformamid wurden 146 mg (1,09 mMol) Carbonylciimidazol, gefolgt von 23 mg (0,2 mMol) Kalium-tert.butoxid gegeben. Das Gemisch wurde 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Nach Entfernung des Lösungsmittels unter vermindertem Druck wurde der Rückstand in 5 ml Methanol, die 40 mg (0,2 mMol) p-Toluolsulfonsäure-monohydrat enthielten, gelöst. Das Gemisch wurde 7 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Nach Entfernung des Lösungsmittels unter vermindertem Druck wurde der Rückstand chromatographiert (20% MeOH in CH&sub2;Cl&sub2;) und lieferte 106 mg (34%) eines weissen Feststoffes.
- NMR (DMSO-d6): 1.65-2.35 (m, 8H, H-20s und H-3's), 4.15-4.35 (m, 6H, H-4's und H-5's), 5.65 (d, J=8Hz, 2H, 2H-5), 6.00 (dd, J=3.2 und 6.8Hz, 2H, 2H-1'), 7.1 (m, 4H, 2 NH&sub2;), 7.6 (d, J=8Hz, 2H, 2H-6).
Claims (10)
1. Eine Verbindung der Formel
A- B- C I
worin A und C unabhängig Dideoxynucleosidreste und B eine
verbindende Gruppe der Formel
a) -C(X)-CH&sub2;)n-C(X)-
b) -C(X)-
c) -C(X)-NH-S(O) (O)-
d) -C(O)-CH&sub2;-S(O) (O)-
e) -P(O)CH&sub3;-
f) -C(O)O-(CH&sub2;)&sub2;-S(O) (O)-(CH&sub2;)&sub2;-OC(O)-
g) -C(O)-(CH&sub2;)&sub2;-S-S-(CH&sub2;)&sub2;-C(O)-
h) -C(O)-(CH&sub2;)&sub2;-C(O)O-(CH&sub2;)&sub2;-OC(O)-(CH&sub2;)-C(O)-
worin X O oder S; n 2-6 ist; B an A entweder über eine
Aminogruppe oder die 5'-Hydroxygruppe von A gebunden ist; und
C an B entweder über eine Aminogruppe oder die 5'-
Hydroxygruppe von C gebunden ist; und pharmazeutisch
anwendbare Salze davon.
2. Eine Verbindung von Anspruch 1 worin A oder C ein
Dideoxycytidin-, Dideoxyadenosin- oder 3'-Azido-3'-deoxythymidin-
Rest ist.
3. 3'-Azido-3'-deoxy-4[[1-[2',
3'-dideoxy-pentofuranosyl)- 1,2-dihydro-2-
oxo-pyrimidinyl]amino]-beta-D-erythrothymidin 5'-(4-oxo-butanoat)
(ester), N,N'-(1,5-dioxo-1,5 pentandiyl)-bis(2', 3'-dideoxycytidin), 2',
3'.Dideoxy-5-[[1-(2',3'-dideoxy-pentofuranosyl)-1,2-dihydro-2-oxo-4-
pyrimidinyl]amino]cytidin-5'-(5-oxo-pentanoat) (ester), 2',3'-
Dideoxy-5[[1-(2',3'-dideoxypentofuranosyl)-1,2-dihydro-2-oxo-4-
pyrimidinyl]amino]-adenosin 5'-(5-oxopentanoat) (ester).
4. Eine Verbindung der Formel
A'-B-C' I
worin A' oder C' Dideoxynucleotidreste sind, B wie in Anspruch 1
definiert ist und an A' über eine Aminogruppe von A' gebunden ist
und C' an B' über die 5'-Hydroxygruppe von C' gebunden ist und
eine oder mehrere der verbleibenden 5'-Hydroxygruppen oder
Aminogrüppen von A' oder C', die nicht an B gebunden sind,
durch konventionelle Hydroxyl- oder Aminoschutzgruppen
blockiert sind.
5. Eine Verbindung wie in Anspruch 4, worin die
Hydroxylschutzgruppe tertButyldimethyl-chlorsilyl ist.
6. Eine Verbindung wie in Anspruch 4 worin die
Aminoschutzgruppe Dimethylaminomethylen ist.
7. Verbindungen wie in einem der Ansprüche 1-3 zur Verwendung
als Heilmittel.
8. Verfahren zur Herstellung einer Verbindung wie in einem der
Ansprüche 1-3 beansprucht, umfassend ein selektives Schützen
der 5'-OH oder einer Aminogruppe eines 2', 3'-Dideoxy-nucleosids
der Formel AH oder CM, wobei A und C wie in Anspruch 1 sind,
unter Erhalt einer Verbindung der Formel A'H oder C'H, worin A'
und C' ein 2', 3'-Dideoxynucleosidrest sind, der A und C
entspricht, wobei entweder die 5'-Hydroxygruppe oder eine
Aminogruppe mit einer konventionellen Hydroxy- oder
Aminoschutzgruppe blockiert ist, Umsetzen der Verbindungen
A'H und C'H mit einem von der Bindungsgrrippe B abgeleiteten
bifunktionellen Reagens und Entfernen der Hydroxy- und/oder
Aminoschutzgruppen aus dem Reaktionsprodukt.
9. Pharmazeutische Präparate, enthaltend eine Verbindung wie in
einem der Ansprüche 1-3 beansprucht, und ein konventionelles
pharmazeutisches Trägermaterial.
10. Die Verwendung von Verbindungen wie in einem der Ansprüche
1-3 beansprucht, bei der Herstellung von pharmazeutischen
Präparaten zur Behandlung retroviraler Infektionen.
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