DE385221C - Vorrichtung zur unmittelbaren Messung von Dicken und Dichten fadenfoermiger Gebilde - Google Patents

Vorrichtung zur unmittelbaren Messung von Dicken und Dichten fadenfoermiger Gebilde

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DE385221C
DE385221C DEM75771D DEM0075771D DE385221C DE 385221 C DE385221 C DE 385221C DE M75771 D DEM75771 D DE M75771D DE M0075771 D DEM0075771 D DE M0075771D DE 385221 C DE385221 C DE 385221C
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FRIEDRICH KOLB
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B5/00Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques
    • G01B5/02Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques for measuring length, width or thickness
    • G01B5/06Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques for measuring length, width or thickness for measuring thickness

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur unmittelbaren Messung von Dicken und Dichten fadenförmiger Gebilde. Die unmittelbare Messung der Feinheit fadenförmiger Gebilde (Dicke) und daraus hergestellter Gegenstände, z. B. Gewebe (Fadenabstand), scheiterte bisher teils an deren Zusammendrückbarkeit, teils an deren Ungleichmäßigkeit, weshalb die für feste Gegenstände, z. B. Draht, gebräuchlichen Meßverfahren nicht anwendbar sind. Es sind deshalb für die Bedürfnisse der Praxis mittelbare Meßverfahren in Anwendung, indem man z. B. für Garne angibt, welche Länge zur Erfüllung eines bestimmten Gewichtes notwendig ist, oder welches Gewicht eine bestimmte Länge hat; für Gewebe wählt man die Anzahl Fadenabstände auf eine größere Längeneinheit. Das gleiche Verfahren schlägt man zur Bestimmung der Feinheit von Webblättern (Kammdichte), Nadelteilungen an Wirk- und Strickmaschinen (Stuhlnummer, Maschinennummer), Krempelbelägen (Anzahl'Spitzen auf = cm2) usw. ein. Auf diese Weise will man die Messung zusammendrückbarer und elastischer Gebilde überhaupt ermöglichen und zugleich einen Durchschnittswert erhalten. Die Messung der Gleichmäßigkeit ist aber nach diesem Verfahren überhaupt nicht möglich.
  • Die unmittelbare Messung der Feinheit (Dicke oder Fadenabstand), welche auch die Ermittlung eines Durchschnittswertes und der Gleichmäßigkeit ermöglicht und darin besteht, daß der Maßinhalt einer bestimmten gleichbleibenden Anzahl Fadendicken bzw. Fadenabstände, Nadelteilungen u. dgl. in Längeneinheiten gemessen und durch die Anzahl Fadendicken bzw. Fadenabstände, Nadelteilungen u. dgl. dividiert wird, um den gewünschten Durchschnittswert in Längeneinheiten zu erhalten, war bisher für wissenschaftliche Untersuchungen mit Hilfsgeräten möglich, die im Werksbetriebe nicht zur Verfügung stehen, z. B. das Mikroskop.
  • Die einfachen und bekannten Vorrichtungen, das sind Taschenlupe (Weberlupe, Fadenzähler) mit Trennadel und Maßstab, ermöglichen aber nicht die für die unmittelbare Messung erforderliche Genauigkeit, weiche mindestens o,or mm betragen muß; auch gestatten sie nicht die Ermittlung der Gleichmäßigkeit, welche gewöhnlich das Verhältnis des Untermittels zum Mittelwert darstellt. Hierzu bedarf es einzelner Messungen, aus denen man in bekannter Weise den Mittelwert und das Mittel aus den unter dem Mittelwert befindlichen Meßgrößen (Untermittel) errechnet. Den Gegenstand vorliegender Erfindung bilden nun geeignete besondere Feinmeßvorrichtungen, deren einige im folgenden beispielsweise angegeben sind.
  • Abb. z zeigt einen Fadenzähler mit Feinmeßvorrichtung und gelenkig angebrachter Trennadel, die zugleich als Zeiger dient, in schaubildlicher Darstellung; Abb. 2 stellt die Einrichtung der Trennadel und Abb. 3 das Hilfsgerät zum Aufwickeln von Fäden dar.
  • Der Fadenzähler (Abb. z) besteht aus einem Winkel t mit abgeflachter, messerartiger Kante 2, die mit einer Millimetereinteilung versehen ist; der wagerechte Fuß des Winkels z hat einen Schlitz 3, in welchem der Träger 4 vermittels einer Mikrometerschraube 5 verschiebbar ist, die in dem lotrechten Lagerteil 6 des Winkels i drehbar, aber nicht achsial verschiebbar gelagert ist. Die Mikrometerschraube 5 trägt die hundertteilige Meßrolle 7, welche mit dem gerändelten Handriff 8 gedreht werden kann; die Ablesung geschieht an dem feststehenden Zeiger 9 für die o,oi mm und vermittels der Lupe und der Trennadel ir an der Millimeterteilung 2. Die Trennad:l ii (Abb. 2) ist um den Zapfen i2 drehbar und stützt sich mit dem kürzeren Hebelarm 13 gegen einen Vorsprung 14 des Trägers q., wodurch die Lage der Spitze der Trennadel in der Bodenfläche des Fußes des Winkels 1 geaichert ist, wenn das Meßgerät gehoben wird. Die Lupe io ist in einem mit Schlitz 16 und Schraube 17 dreh-und verschiebbaren Arm 15 eingeschraubt und kann dadurch auch in der Höhenrichtung für das Auge eingestellt werden.
  • Das Hilfsgerät (Abb. 3) zum Aufwickeln der Fäden besteht aus einem Lager 18, welches eine Trommel oder Tafel i9 trägt, die mittels des gerändelten Handgriffes 2o gedreht werden kann. Der Faden 23 wird von den beiden Klemmen 21 und 22 gehalten und wird ohne Zwischenräume eng anschließend aufgewickelt. Die Lage der Fäden entweder auf der Trommel (Tafel) i9 oder im Gewebe ist in Abb. 2 während des Messens dargestellt.
  • In Abb. q. ist eine andere Ausführungsform schaubildlich dargestellt, welche einen feststehenden Träger 24 hat, in welchem die Mikrometerschraube 25 drehbar und längsverschiebbar ist. Die feststehende Hülse 26 enthält die Millimeterteilung und die mit der Schraube 25 verbundene Hülse 27, die mit dem Handgriff 28 gedreht werden kann, die o,oi mm. Das Ende der Schraube 25 trägt drehbar eine Büchse 29, welche einen Bügel 30 und einen Stift 31 besitzt. Der Bügel 30 ersetzt die Trennadel il (Abb. i und 2) und hat die gleiche Wirkungsweise und Bedeutung; der Stift 31 greift in den Arm 32, der im Träger 24 längsverschiebbar ist und die Lupe 33 trägt, so daß bei der Verschiebung der Mikrometerschraube 25 der Bügel 3o und die Lupe (Fadenzähler) 33 mitgenommen wird; der Stift 3i verhindert außerdem die Drehung der Büchse 29 mit dem Bügel 30.
  • Der Träger 24 sitzt auf einem lotrechten Zapfen der Fußplatte 3q., welche einen um diesen Zapfen konzentrischen Schlitz 35 von go° Bogenwinkel enthält und durch die Schraube 36 mit dem Träger fest verbunden werden kann. Die Spitze 37 des Trägers 24 spielt auf der Bogenteilung 38 ein. Hierdurch ist es möglich, durch Drehung des Trägers um 9o 0 die Messung der zur ersten (Kette) senkrechten Fadenrichtung (Schuß) vorzunehmen, ohne das Meßgerät neu einstellen zu müssen. Auch ist hierdurch die Möglichkeit gegeben, zu untersuchen. ob die beiden Fadenrichtungen aufeinander genau senkrecht stehen bzw. um wieviel sie von der richtigen Lage abweichen. Die Zwischeneinteilung von o° bis go° kann beispielsweise zur Bestimmung der Gratrichtung (bei Köper- oder Diagonalbindungen) und ebenfalls als Maß für die Gleichmäßigkeit des Gewebes benutzt werden, da bekanntlich die Gratrichtung sich ändert, wenn die Schußdichte sich ändert; ungleichmäßige Schußdichte äußert sich durch ungleichmäßige Gratrichtung. In gleicher Weise kann die Faserschraubensteigung in Garnen und Zwirnen unmittelbar gemessen werden, was auch zur Bestimmung der Gleichmäßigkeit hinsichtlich der Garne und Zwirne geeignet ist, da ungleichmäßige Drehung ungleichmäßige Faserschraubensteigung zur Folge hat.
  • Die Drehung des Trägers kann auch mittels Schnecke und Schneckenrad mit Feinmeßvorrichtung zur Bestimmung des Drehwinkels erfolgen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur unmittelbaren Messung von Dicken und Dichten (Abständen) fadenförmiger Gebilde (Garne, Drähte u. dgl.), dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenzähler mit einer Feinmeßvorrichtung zur Ablesung von o,oi mm und kleineren Einheiten verbunden sind.
  2. 2. Vorrichtung zur unmittelbaren Messung von Dicken und Dichten fadenförmiger Gebilde nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennadel zum Zählen der Einheiten (Fadendicken, Fadenabstände, Nadeleinteilungen, Riete u. dgl.) als zweiarmiger Hebel ausgebildet ist, dessen längerer Hebelarm (Zeigerarm) (ii) mit sehr geringem Übergewicht auf dem Meßgut aufruht, und dessen kürzerer Hebelarm (13) zur Begrenzung der tiefsten Lage des Zeigerarmes dient.
  3. 3. Vorrichtung zur unmittelbaren Messung des Drehungsgrades (Steigungswinkels) von Garnen und Zwirnen, Bindungsgrates u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die als geradliniger Bügel, sonst aber nach Anspruch i und 2 ausgebildete Trennadel in einem drehbaren Träger untergebracht ist, dessen Drehwinkel durch eine Feinmeßvorrichtung gemessen werden kann.
DEM75771D 1921-11-15 1921-11-15 Vorrichtung zur unmittelbaren Messung von Dicken und Dichten fadenfoermiger Gebilde Expired DE385221C (de)

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