DE384685C - Vorrichtung zur Erleichterung des Gebaerens - Google Patents
Vorrichtung zur Erleichterung des GebaerensInfo
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Description
- Vorrichtung zur Erleichterung des Gebärens. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erleichterung des Gebärens mit einem durch Seile anhebbaren Traggurt, der der Gebärenden eine ausgiebige Unterstützung unter Anwendung ihrer eigenen Muskelkraft bietet.
- Bei :der Entbindung handelt es sich darum, das Becken noch und frei zugänglich zu lagern und der Gebärenden die für ,die Betätigung der ihr innewohnenden Muskelkraft nötigen Stützpunkte zu schaffen. In der Geburtshilfe war dies bisher nur durch Unterschiel;ung von Polstern usw. möglich, wodurch wohl eine Höherlegung !des Beckens, nicht aber,die freie Zugänglichkeit desselben, wie sie für den Dammschutz und einen etwa notwendigen Eingriff erforderlich ist, erreicht wurde. Der Gebärenden muß Gelegenheit zur Anklammerung gegeben werden. Dies geschieht jetzt häufig unter Zuhilfenahme von Mitteln, die bei Verwendung des Apparates überflüssig werden.
- Die Erfindung besteht idarin, daß eine seitens der Gebärenden selbst bedienbare Spannvorrichtung für einen quer zur Körperrichtung geführten Traggurt vorgesehen ist. Die Befestigungs- und Stützteile des Traggurtes sind so eingerichtet, daß sie außerhalb des Wirkungskreises der Geburtshilfe liegen.
- Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele !des Erfindungsgegenstandes schematisch .dargestellt, und zwar zeigt Abb. z die Vorx'ichtung für die Entbindung in der Längslage (Querschnitt des Bettes), Abb. a ihre Seitenansicht, Abb.3 die Vorrichtung für Entbindungen in der Querlage (Seitenansicht von innen). Die Vorrichtung, idie zu beiden Seiten der Wöchnerin am Bett befestigt wird, besteht aus einem Traggurt e, der unter das Becken geschoben wird und an seinen beiden Enden mit Seilen k verbunden ist; diese laufen über drehbare Rollen g, :die in den beiderseits angebrachten Stützen i gelagert sind. Die Stützen i müssen besonders fest an den Stirnwangen des Bettes durch eine geeignete Vorrichtung befestigt sein.
- Nach der Erfindung ist die Anordnung z. B. derart getroffen, daß die Befestigung durch zwei die Bettwangen oben und unten umfassende Klammern yz erfolgt, die durch eine verlängerbare Spreize in. in ihrer Entfernung zueinander einstellbar sind. Die beiden Klammern n werden in die Spreizen vi derart eingeschraubt, @daß ihre Entfernung der Breite der Bettwand angepaßt werden kann.
- Handelt es sich, wie in Abb. r (rechte Seite) dargestellt ist, um ein Bett, das aus Eisenrohren hergestellt ist, so können die Rohre noch durch eine verstellbare Spreizvorrichtung l mit Rechts- und Linksgewinde auseinandergehalten werden. Die Spreize m trägt ein Lager, in iwelchein eine Scheibe f drehbar ist, die durch einen mit derselben fest verbundenen Hebel 1i bewegt werden kann. Das über die Rolle g laufende Seil k ist in der Rille dieser Scheibe f befestigt, so daß beim Niederdrücken des Hebels h durch die gleichzeitige Bewegung der Scheibe f ein Anziehen des Seiles über die Rolle g und ein Spannen des Traggurtes e erfolgt.
- Findet die Entbindung in der Längslage Matt, so wird der Apparat an :den beiden Seitenwänden des Bettes befestigt (Abb. i); die beiden Stützen i. sind durch den Traggurt e verbunden. Die Wöchnerin spannt durch beiderseitiges Niederdrücken .des Hebels li mittels der Handgriffe a oder den Verlängerungen c den Traggurt r und hebt sich dadurch selbst in die für sie günstigste Tage. die seitens der Geburtshilfe durch weiteres -Niederdrücken des Hebels gesteigert «-erdeis kann. Nun wird die Verlängerung c de Handgriffs a auf die Stütze i aufgeschrau':t. wodurch ein festes Anhalten mit gestreckten Armen ermöglicht wird. Der zurückgezogene Hebel 1c ist durch eine Hemmung verhindert in seine frühere Lage zurückzukehren, so daß eine Veränderung der einmal erreichten hohen Lage verhiri,_lert wird. Die Stützpunkte für die Füße findet :die Gebärende an den Längsseiten des Bettes. Die -.Möglichkeit nies Festhaltens an den finit Handgriffen versehenen Stützen i. außerhalb des Arbeitsfeldes der Geburtshilfe Lewirkt ini Verein mit der Stützmöglichkeit an den Bettseiten die Voraussetzung für die zur sicheren Fruchtabstoßung notwendige Muskeltätigkeit. Nach Schluß des Geburtsaktes wird die Hemmung gelöst und die 'Mutter allinählicli auf die Betthölic gesenkt.
- Bei Entbindungen in der Querlage (Abb. 3) erfolgt die Anbringung beider Stützen des Apparates an einer Seitenvan-1 des Bettes. Die Wöchnerin erhält in diesem Falle ihre Fußstützpunkte auf an den Trägernder Rollen f befestigten sohlenförmigen Fußstützen d, die in den freien Raum außerhalb des Bettes ragen.
- Bemerkenswert an dieser Anordnung, die nur bei komplizierten Fällen zur Anwendung gelangt, ist die von außerhalb des Bettes gegebene Zugänglichkeit des Beckens für die Geburtshilfe, ferner, dab Stütz- und Haltepunkt für die tätige Mitarbeit der Gebärenden, wie bei der Längslage, außerhalb des Behinderungsreiches für ien Arzt oder die Hebamme liegen.
- Die einzelnen Teile des Apparates sind leicht zusainmeiilegbar und handlich ausgeführt, so daß der Apparat ohne weiteres transportiert und an jedem Bett angebracht werden kann.
Claims (6)
- PATENT-ANSPRÜcHE: z. Vorrichtung zur Erleichterung des Gebärens mit einem durch Seile anhebbaren Traggurt, gekennzeichnet durch eine seitens der Gel;ärenden selbst bedienbare Spannvorrichtung für einen quer zur Körperrichtung geführten Traggurt, deren sämtliche Befestigungs- und Stützteile so eingerichtet sind, daß sie außerhalb des Wirkungskreises der Geburtshilfe liegen.
- 2. Ausführungsform nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der an die beiden Enden des Traggurtes an-,Ixeschlossenen Seile über je eine an Stützen (i) drehbar gelagerte Rolle (g ) geführt und an einer Sclinurlaufscheibe (f) aufwickelbar befestigt ist, welche mittels eines niederdrück':aren, zweckmäßig an einer Sperrklinkenvorrichtung o. dgl. angreifenden Hebels (h) zwecks Anspannung des Seiles und damit auch des Traggurtes drehbar ist.
- 3. Ausführungsform nach Anspruch r uni 2, dadurch gekennzeichnet, (saß die die Rolle (g) tragenden Stützen (i) nicht nur zur Befestigung der Spannvorrichtung, sondern auch als FesthaltevorriclitUügen für die Gebärende eingerichtet ini,l zu diesem Zwecke mit Haltegriffen versehen sind.
- Ausführungsform nach Anspruch i bis 3 mit sohlenförmigen Fußstützen, dadurch gekennzeichnet, daß an sich bekannte, sohlenförmige Fußstützen (d) für Geburten auf dem quergeführten Trabgurt mit den Trägern der Rolle (f) derart verbunden sind, daß sie in den freien Rauin außerhalb des Bettes ragen.
- 5. Ausführungsform rac'n Anspruch i bis d., dadurch gekennzeichnet, daß ilie Stützen (i:) durch Klammern (n) gehalten werden, die den oberen und unteren Rand der Stirnwangen des Bettes umfassen und durch eine verlängerbare Stange (iti) in l;eliebiger gegenseitiger Entfernung so einstellbar sind, daß sich die horriclitung an Betten beliebiger Größe anbringen läßt.
- 6. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine verlängerbare Stütze (L), die zwischen die oberen und unteren Rohre eines eisernen Bettgestelles nach Art einer einstellbaren Spreize einschiebbar ist, um die Rohre gegen Verbiegen zu schützen und abzusteifen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH62269D DE384685C (de) | 1921-07-08 | 1921-07-08 | Vorrichtung zur Erleichterung des Gebaerens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH62269D DE384685C (de) | 1921-07-08 | 1921-07-08 | Vorrichtung zur Erleichterung des Gebaerens |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE384685C true DE384685C (de) | 1923-11-07 |
Family
ID=7437676
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH62269D Expired DE384685C (de) | 1921-07-08 | 1921-07-08 | Vorrichtung zur Erleichterung des Gebaerens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE384685C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1990000385A1 (de) * | 1988-07-16 | 1990-01-25 | Wella Aktiengesellschaft | Fixiermittel und verfahren zur dauerhaften haarverformung |
-
1921
- 1921-07-08 DE DESCH62269D patent/DE384685C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1990000385A1 (de) * | 1988-07-16 | 1990-01-25 | Wella Aktiengesellschaft | Fixiermittel und verfahren zur dauerhaften haarverformung |
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