DE3835331C2 - Durchschußhemmendes lamelliertes Holzfenster - Google Patents

Durchschußhemmendes lamelliertes Holzfenster

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Description

Die Erfindung betrifft ein durchschußhemmendes lamelliertes Holzfenster gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Lamellierte Holzfenster mit Einlagen aus durchschußhemmendem, hochdichtem Holzwerkstoff in hochvergütetem, vielschichtigem Aufbau sind bekannt. Bei diesen Holzfenstern sind die Falzbe­ reiche nicht speziell gesichert. Ferner sind als Sondereinzel­ fertigungen durchschußhemmende Holzfenster bekannt, bei denen in den Flügel und in den Rahmen Stahlblecheinlagen in tragende Leimfugen eingeleimt sind. Die Herstellung solcher Holzfenster ist schwierig. Der Holz-Metall-Holzverbund führt zu Problemen bei wechselnden klimatischen und thermischen Einflüssen, weil aufgrund der unterschiedlichen Ausdehnungseigenschaften der verbundenen Materialien unter Temperatur- und/oder Feuchtig­ keitseinfluß die Leimfugen außerordentlich hoch belastet wer­ den. Von besonderem Nachteil ist dabei, daß die Falzbereiche ungesichert sind. Bei beiden bekannten Holzfenstertypen wurde bisher noch kein Nachweis für eine Durchschußhemmung des Fen­ stersystems erbracht. Die Durchschußhemmung wird mit Beschuß­ tests überprüft, wobei die geltenden Anforderungen beispiels­ weise in den Beschußklassen (Handfeuerwaffen) M1, M2 und M3 mit unterschiedlichen Beschußwinkeln auch die besonders kritischen Falzbereiche betreffen. Fehlt eine Sicherung für die Falzberei­ che, so können hier unter ungünstigen Verhältnissen und bei bestimmten Beschußwinkeln Durchschüsse auftreten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein durchschußhemmen­ des lamelliertes Holzfenster mit verbesserter Durchschußhemmung zu schaffen, das ohne Schwächung der tragenden Leimschichten allen klimatischen und thermischen Anforderungen widersteht.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Bei dieser Ausbildung wird durch die Stahlschienen die Durch­ schußhemmung auch für die an sich kritischen Falzbereiche ver­ vollständigt, und zwar aufgrund der Überlappung, die bei allen denkbaren Beschußwinkeln einen Geschoßdurchgang verhindert. Trotz der damit von der Außen- oder Angriffsseite des Fenster­ systems erreichbaren Durchschußhemmung ist das Holzfenster op­ tisch nicht von einem herkömmlichen Holzfenster zu unterschei­ den, so daß es einen ästhetisch ansprechenden Gesamteindruck vermittelt. Für die Kernschichten wird als Holzwerkstoff mit hochvergütetem, vielschichtigem Aufbau sogenanntes Panzerholz (eingetragenes Warenzeichen) "schußsicher" mit einer zwischen 1,2 und 1,5 g/cm³, vorzugsweise bei geringfügig oberhalb 1,3 g/cm³ liegenden Dichte eingesetzt. Da einerseits das durch­ schußhemmende Holzfenster allen klimatischen und thermischen Anforderungen widerstehen soll, andererseits aber die Stahl­ schienen im bestimmungsgemäßen Gebrauch des Holzfensters als zu öffnender Verschluß von Gebäudeöffnungen ihre Lage nicht verän­ dern dürfen, ist diese Ausführung vorteilhaft. Die zur Kraftübertragung zwischen den einzelnen Holzkomponenten im Flü­ gel oder Rahmen vorgesehenen, tragenden Leimschichten, die auch die Gestaltfestigkeit des Fensters bestimmen, werden durch die Armierung in Form der Stahlschienen nicht geschwächt. Die Stahlschienen können unabhängig von den Holzkomponenten arbei­ ten.
Wichtig ist die Ausführungsform von Anspruch 2, weil bei dieser Ausbildung die Trennung zwischen den tragenden Leimschichten und den Stahlschienen auf einfache Weise bewerkstelligt und trotzdem für ausreichend sicheren Halt der Stahlschienen ge­ sorgt ist. Die gegebenenfalls vorgesehenen einzelnen Haftzonen zwischen den Stahlschienen und den Holzkomponenten dienen aus­ schließlich zur Lagesicherung der Stahlschienen, ohne auf den statischen Verbund des Fensters einzuwirken.
Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 3 sind in diesem Bereich des Flügels die Stahlschienen leicht dort einsetzbar, wo übli­ cherweise die Glashalteleisten befestigt werden. Diese Anbrin­ gung erleichtert die Montage und ist auch im Hinblick auf Repa­ raturarbeiten zweckmäßig.
Eine alternative, vorteilhafte Ausführungsform geht aus An­ spruch 4 hervor. Bei dieser Ausbildung werden die Stahlschienen mit L-förmigem Querschnitt der Außen- oder Angriffsseite des Fensters zugewandt eingesetzt, wo sie günstig plaziert werden können, und die Verwendung der üblichen Glashalteleisten ermög­ lichen. Beim Einbau, bzw. Ausbau der Glasscheiben braucht auf die Stahlschienen keine Rücksicht genommen zu werden. Die Durchschußhemmung wird aber trotzdem gewährleistet, weil auch der senkrecht zur Ebene der Glasscheibe verlaufende Schenkel bei schrägem Beschußwinkel durchschußhemmend wirkt.
Im besonderen zur Durchschußhemmung bei höheren Beschußklassen (M2, M3, M4 . . . ) ist die Ausführungsform gemäß Anspruch 5 zweckmäßig, weil die beiden jeweils überlappenden Stahlschienen für sich relativ schmal sein können und trotzdem eine breite Fläche überdecken, mit der auch bei ungünstig schrägen Beschuß­ winkeln die Durchschußhemmung gewährleistet wird. Die Unter­ bringung der Stahlschienen in der Kernschicht hat den Vorteil, daß hier nur geringe Unterschiede zwischen den Ausdehnungsei­ genschaften der beiden Materialien unter Temperatur- und/oder Feuchtigkeitseinflüssen herrschen, weil der hochvergütete Holz­ werkstoff sich diesbezüglich wesentlich günstiger verhält, als die außenseitig aufgebrachten Vollholzaufdoppelungen oder -la­ mellen.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform geht aus Anspruch 6 hervor. Die Sicherungsnuten, die an sich zur Unterbringung der Dichtprofile bestimmt sind, sind breiter ausgebildet, um auch die Stahlschienen unterbringen zu können. Der Mehraufwand bei der Bearbeitung des Flügels ist vernachlässigbar.
Weitere Ausführungsformen, bei denen jeweils zumindest im unte­ ren Querholm des Rahmens eine außenliegende Regenschutzschiene angeordnet ist, gehen aus den Ansprüchen 7 und 8 hervor. Die handelsübliche Regenschutzschiene wird bei dieser Ausbildung mit der zusätzlichen Aufgabe betraut, die Lagesicherung und Po­ sitionierung der Stahlschiene für den zugeordneten Falzbereich zu übernehmen. Handelsübliche Regenschutzschienen weisen be­ reits eine Hohlkammer auf, in die im Querschnitt passende, ggfs. sogar angepaßte, Stahlschiene leicht eingeschoben und gut fixiert werden kann. Es ist aber durchaus möglich, eine den Querschnitt der Hohlkammer nicht vollständig ausfüllende Stahl­ schiene, etwa wie die im Flügel oder im Rahmen verwendeten Stahlschienen, in die Regenschutzschiene einzugliedern. Mit ei­ ner speziell ausgebildeten Regenschutzschiene wird eine für diesen Falzbereich zuständige Stahlschiene im Flügel einge­ spart. Es ist die Regenschutzschiene selbst, zumindest zum Teil, aus einem beschußhemmenden Material, z. B. Stahl oder dgl., ausgebildet.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform geht aus Anspruch 9 hervor. Für Durchschußhemmung bei niedriger Beschußklasse (M1, Handfeuerwaffen) reicht es auch, nur im Flügel Stahlschienen unterzubringen, bzw. die vorgesehene Regenschutzschiene zur Un­ terbringung der Stahlschiene zu benutzen. Eine zur Unterbrin­ gung von Stahlschienen nütige Bearbeitung des Flügels nahe der Außenseite entfällt damit.
Vorteilhaft ist weiterhin die Ausführungsform gemäß Anspruch 10. In höheren Beschußklassen haben die Geschoße eine größere Durchschlagskraft, so daß die Kernschichtdicke notwendigerweise stärker gewählt wird. In der Praxis hat sich gezeigt, daß mit einer Kernschichtdicke von 35 mm bei den Beschußklassen M2 und M3 die Anforderungen an die Durchschußhemmung erfüllt werden. Da jedoch im Fensterflügel oder auch im Rahmen Beschläge zu­ meist versenkt angebracht werden müssen, wodurch die zur Durch­ schußhemmung nutzbare Stärke reduziert würde, wird bei den Be­ schußklassen M2 und M3 eine Kernschichtdicke von 50 mm gewählt. So ist die für die Durchschußhemmung erforderliche Stärke auch bei Anbringen von Beschlägen eingehalten. Bei der niedrigsten Beschußklasse M1 reicht eine senkrecht zur Glasscheibe gemesse­ ne Dicke der Stahlschienen von 2 mm bis 6 mm dicke Stahlschienen verwendet. Wie dies für die Ausführungsform gemäß Anspruch 12 erläutert wird, wird für noch höhere Beschußklassen sowohl die Kernschichtdicke als auch die Dicke der Stahlschienen weiter gesteigert.
Im Hinblick auf die auch die Durchschußhemmung gefährdende Kor­ rosion der Stahlschienen ist der Gedanke von Anspruch 11 zweck­ mäßig. Um Gewicht und Platz zu sparen, sind besonders hochwer­ tige Stahlschienen zweckmäßig. Es reicht dann eine Schienendicke im Milimeterbereich, weil solche Stähle materialbedingt, beispielsweise St 37, überlegen sind.
Die Ausführungsformen gemäß Anspruch 12 und 13 sind vorteil­ haft, weil bei einem derartigen Maß der Überbrückung bzw. Dicke die Durchschußhemmung auch unter ungünstigen Beschußwinkeln ge­ währleistet wird.
Anhand der Zeichnung werden Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch ein Fenstersystem mit einer Durch­ schußhemmung bei höheren Be­ schußklassen (M2, M3), und
Fig. 2 einen Vertikalschnitt durch ein Fenstersystem mit Durchschuß­ hemmung bei der niedrigsten Be­ schußklasse (M1).
Ein Fenstersystem F (Fig. 1 durchschußhemmend entsprechend den Vorschriften für Beschußklassen M2 und M3, Handfeuerwaffen; Fig. 2 durschußhemmend in der niedrigsten Beschußklasse M1, Handfeuerwaffen) weist einen Flügel 1 auf, der beweglich (z. B. dreh-/kippbeweglich) in einem Rahmen 2 gelagert ist. Im Flügel 1 ist eine durchschußhemmende oder schußfeste Glasscheibe 3 angeordnet, so daß um den Umfang der Glasscheibe 3 Falzbereiche 4 vorliegen, in denen die Glasscheibe 3 mit Glasböcken 19 abgestützt ist. Eine üblicherweise vorgesehene Versiegelung ist nicht dargestellt. Der Flügel 1 enthält in jedem Flügelholm eine Kernschicht 5 aus einem Holzwerkstoff in hochvergütetem, vielschichtigem Aufbau mit einer Dichte von annähernd 1,3 bis 1,4 g/cm³, das im Handel von der Firma Blomberger unter dem Namen Panzerholz (einget ragenes Warenzeichen) "schußsicher" erhältlich ist. Die Kernschichten 5 sind an der Außenseite A und an der Raumseite R mit Vollholz-Abdopplungen 6, 7 belegt. Zwischen den Kernschichten 5 und den Abdopplungen Liegen tragende Leimfugen 20 vor. Zum Einsetzen und Herausnehmen der Glasscheibe 3 sind an den raumseitigen Abdopplungen 7 Vollholz-Glashalteleisten 8 angeordnet und (strichpunktiert angedeutet) demontierbar verschraubt. Die Falzbereiche zwischen dem Flügel 1 und dem Rahmen 2 sind mit 9 bzw. 10 angedeutet.
Im Rahmen 2, der ebenfalls Kernschichten 24 aus demselben Holzwerkstoff in hochvergütetem, vielschichtigem Aufbau enthält wie der Flügel 1, sind außen- und raumseitig Vollholz-Abdopplungen 11, 12 mittels tragender Leimfugen 20 an den Kernschichten 24 angebracht. Zumindest am unteren Querholm des Rahmens 2 ist im Falzbereich 9 eine Regenschutzschiene 13 an der Kernschicht 24 befestigt. Die Regenschutzschiene 13 kann ein handelsübliches Hohlkammerprofil (Fig. 1 und 2 ) sein. Denkbar ist jedoch auch die Verwendung eines Spezialprofils aus einem durchschußhemmenden Werkstoff, z. B. Stahl. Zur Abdichtung sind im Flügel 1 bzw. an den Kernschichten 5 Dichtungsprofile 14 vorgesehen.
Zur Verbesserung der Durchschußhemmung des Fenstersystems gemäß Fig. 1 sind die Falzbereiche 4, 9 und 10 durch hochkant eingesetzte Stahlschienen S überbrückt, die aus Abschnitten handelsüblichen Bandmaterials (verzinkt) oder aus korrosionsfestem V2A-Stahl bestehen.
Die Falzbereiche 4 im Flügel 1 sind durch die Stahlschienen 15 derart überlappend überbrückt, daß jede Stahlschiene 15 den Rand der Kernschicht 5 bzw. den Rand der Glasscheibe 3 um annähernd ein der Dicke d der Stahlschiene 15 entsprechendes Maß überlappt. Die Stahlschienen 15 sind an der Raumseite in Sicherungsnuten 22 der Aufdopplungen 7 und Sicherungsnuten 23 der Glashalteleisten 8 formschlüssig festgelegt, d. h., nur lose eingelegt und durch die Festlegung der Glashalteleisten 8 festgehalten. Im Fenstersystem gemäß Fig. 1, das durchschußhemmend in den Beschußklassen M2 und M3 ist, beträgt die Dicke der Stahlschienen S mindestens 4 bis 6 mm. Die Dicke D der Kernschichten 5 im Flügel 1 und 24 im Rahmen 2 beträgt hingegen ca. 50 mm, um sicherzustellen, daß auch bei Ausfräsungen zum Anbringen von Beschlägen eine ausreichende Mindeststärke nicht unterschritten wird.
Die Falzbereiche 9, 10 zwischen dem Flügel 1 und dem Rahmen 2 sind ebenfalls durch Stahlschienen S abgedeckt. Und zwar sind in jedem Falzbereich 9, 10 zwei einander überlappende Stahlschienen 16, 17 bzw. 16, 17′ nahe der Außenseite A angeordnet. Die Stahlschienen 16 sitzen zusammen mit den Dichtungsprofilen 14 in gemeinsamen Sicherungsnuten 21 der Kernschichten 5. Sie sind gegebenenfalls durch lokale Haftzonen 25 fixiert, ohne mit der Kernschicht 5 eine tragende Leimfuge zu bilden. Mit den Stahlschienen 16 in den Falzbereichen 10, ausgenommen im unteren Falzbereich 9, überlappen sich Stahlschienen 17, die in Sicherungsnuten 26 der Kernschichten 24 des Rahmens 2 festgelegt und gegebenenfalls durch lokale Haftzonen fixiert sind. Die Dichtungsprofile 14 berühren bei geschlossenem Flügel 1 die freien Seiten der Stahlschienen 17.
Im unteren Falzbereich 9 ist die Stahlschiene 17′ in eine Hohlkammer 18 der Regenschutzschiene 13 eingeschoben und gegebenenfalls darin fixiert. Der Querschnitt der Stahlschiene 17 kann dem Querschnitt der Hohlkammer 18 angepaßt sein. Senkrecht zur Ebene der Glasscheibe 3 gesehen überlappen sich auch die Stahlschienen 16 und 17′ für den Falzbereich 9.
Bei einer alternativen Ausführungsform können die Stahlschienen 15 bei den Glashalteleisten 8 weggelassen und dafür nahe der Außenseite A L-förmige Stahlschienen 15′ in den Falzbereich 4 eingesetzt sein, die mit ihren parallel zur Glasscheibe 3 verlaufenden Schenkeln den Falzbereich 4 überdecken und mit den senkrecht zur Glasscheibe 3 verlaufenden Schenkeln für die Durschußhemmung bei schrägen Beschußwinkeln und Schußrichtungen in den Falzbereich 4 sorgen. Die Stahlschienen 15′ haben den Vorteil, daß die Montage der Glasscheibe 3 von der Raumseite R her auf übliche Weise erfolgen kann, und daß weder die Aufdopplung 7 noch die Glashalteleiste 8 eine weitergehende Bearbeitung benötigen.
Ein Fenstersystem gemäß Fig. 1 wurde Beschußtesten in den Beschußklassen M1, M2 und M3 unterworfen, wobei die Falzbereiche 4, 9 und 10 gezielt auch mit schrägen Beschußwinkeln bestrichen wurden. Das Fenstersystem hat diese Tests problemlos bestanden. Untersucht wurde jedoch nur die Durschußhemmung bei einem Angriff von der Außenseite.
Das Fenstersystem F gemäß Fig. 2 ist durchschußhemmend in der Beschußklasse M1. Es entspricht im Aufbau weitgehend dem Fenster F von Fig. 1, so daß für gleiche Bestandteile die gleichen Bezugszeichen verwendet werden. Unterschiedlich ist nur, daß die Dicke D der Kernschichten 5, 24 mit 40 mm gewählt wurde, um bei Ausfräsungen für Beschläge im Rahmen- und Flügelbereich noch genügend Stärke für die Durchschußhemmung M1 zu haben, und daß für die Falzbereiche 9, 10 zwischen dem Flügel 1 und dem Rahmen 2 zur Abdeckung nur jeweils eine Stahlschiene 16 bzw. 17′ eingesetzt ist. Die Stahlschiene 16 befindet sich zusammen mit dem Dichtungsprofil in der gemeinsamen Sicherungsnut 21 der Kernschicht 5 des Flügels 1. Im unteren Querholm des Flügels ist in der Kernschicht 5 hingegen in einer Sicherungsnut 21′ nur das Dichtungsprofil 14 festgelegt, das gegen einen Hochschenkel der Regenschutzschiene 13 anschlägt. Die Stahlschiene 17′ in der Hohlkammer der Regenschutzschiene 13 reicht hier zur Abdeckung des Falzbereiches 9 aus. Die Dicke d der Stahlschiene 16 nahe der Außenseite A und der Stahlschienen 15 in den Sicherungsnuten 22, 23 nahe der Raumseite R haben für diese Beschußklasse eine Stärke von annähernd 2 mm.
Anstelle der innenliegenden Stahlschienen 15 könnten auch L-förmige Stahlschienen 15′ nahe der Außenseite A in den Falzbereichen 4 angeordnet werden.
Bei beiden Ausführungsformen kann - wie erwähnt - die Regenschutzschiene 13 abweichend von der gezeigten handelsüblichen Ausbildung unter Verwendung von Stahl durchschußhemmend ausgebildet sein, so daß dann die Anbringung der Stahlschiene 17′ entfiele.

Claims (13)

1. Durchschußhemmendes lamelliertes Holzfenster mit einem we­ nigstens eine durchschußhemmende Glasscheibe einfassenden Flü­ gel und einem Rahmen und mit in den Rahmen und in den Flügel durch Verleimen eingegliederten, durchschußhemmenden Kern­ schichten aus einem hochdichten Holzwerkstoff in hochvergüte­ tem, vielschichtigem Aufbau, dadurch gekennzeichnet, daß in den Falzbereichen (4, 10, 9) zwischen der Glasscheibe (3) und dem Flügel (1) und zwischen dem Flügel (1) und dem Rahmen (2) in Seitenansicht jeweils den Rand der Glasscheibe (3) und den Rand der Kernschicht (5) des Flügels (1) bzw. den Rand der Kernschicht (5) des Flügels (1) und den Rand der Kernschicht (29) des Rahmens (2) überlappende Stahlschienen (S, 15, 16, 15′, 17, 17′) angeordnet sind, und daß die Stahlschienen au­ ßerhalb tragender Leimfugen (20) zumindest formschlüssig la­ gegesichert sind.
2. Lamelliertes Holzfenster nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Stahlschienen (S) lose in vorgeformte Si­ cherungsnuten (21, 22, 23, 26, 18) eingelegt oder eingescho­ ben und, gegebenenfalls in einzelnen Haftzonen (25), fixiert sind.
3. Lamelliertes Holzfenster nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Falzbereiche (4) im Flügel (1) durch an der Randseite (R) in der Kernschicht (5) angeordnete Stahlschie­ nen (S) überbrückt sind.
4. Lamelliertes Holzfenster nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß in den Falzbereichen (4) des Flügels (1) nahe der Außenseite (A) Stahlschienen (S) mit L-förmigem Quer­ schnitt eingesetzt sind, deren zur Glasscheibe (3) paralleler Schenkel jeweils den Glasscheibenrand überlappt und deren an­ derer Schenkel bei schrägem Beschuß als Überlappung für die an die Glasscheibe angrenzende Kernschicht (5) dient.
5. Lamelliertes Holzfenster nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlschienen (S) Abschnitte aus han­ delsüblichem Bandstahl mit rechteckigem Querschnitt sind und daß die Bandstahlabschnitte parallel zur Glasscheibe (3) hochkant stehend angeordnet sind.
6. Lamelliertes Holzfenster nach Anspruch 5, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die im Flügel (1) und nahe der Außenseite (A) angeordneten Stahlschienen (S; 16) zusammen mit Dichtprofilen (14) für den Flügel (1) in gemeinsamen Sicherungsnuten (21) der Kernschicht (5) angeordnet sind.
7. Lamelliertes Holzfenster nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei zumindest im unteren Querholm des Rahmens eine außen­ liegende Regenschutzschiene angeordnet ist, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Regenschutzschiene (13) eine eingefügte, vorzugsweise eingeschobene und fixierte Stahlschiene (S, 17′) enthält.
8. Lamelliertes Holzfenster nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei zumindest am unteren Querholm des Rahmens eine außen­ liegende Regenschutzschiene angeordnet ist, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Regenschutzschiene (13) zumindest in ihrem den Falzbereich (9) zwischen dem Flügel (1) und dem Rahmen (2) überbrückenden Teilbereich aus schußhemmendem Stahl aus­ gebildet ist.
9. Lamelliertes Holzfenster nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß für Durchschußhemmung bei niedri­ ger Beschußklasse (M1) die Falzbereiche (9, 10) zwischen dem Flügel (1) und dem Rahmen (2) durch jeweils eine Stahlschiene (S, 16, 17′) überbrückt sind.
10. Lamelliertes Holzfenster nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke (D) der Kernschicht mindestens 30 mm beträgt und vorzugsweise zwischen 30 und 75 mm liegt, und daß für eine Durchschußhemmung bei höheren Be­ schußklassen eine jeweils größere Kernschichtdicke (D) und eine größere Stahlschienendicke (d, d1) vorgesehen sind.
11. Lamelliertes Holzfenster nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlschienen (S) ober­ flächenvergütet, vorzugsweise verzinkt, sind oder aus korro­ sionsfestem Stahl (V2A) oder aus einem hochvergütetem, durch­ schußfestem Stahl, z. B. Cr-Mn-Hartstahl bestehen.
12. Lamelliertes Holzfenster nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die senkrecht zur Ebene der Fensterscheibe gemessene Dicke der Stahlschienen (S) zwischen 3 bis 10 mm beträgt, und bei Durchschußhemmung der Beschuß­ klasse (M1) bei mindestens 2 mm, bei der Beschußklasse (M3) hingegen bei 6 mm liegt.
13. Lamelliertes Holzfenster nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Falzbereich (4, 9, 10) in Richtung der Ebene der Glasscheibe (3) von der Stahlschie­ ne (S) um mindestens die Dicke (d, d1) der Stahlschiene (S) überbrückt ist.
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