DE3835331C2 - Durchschußhemmendes lamelliertes Holzfenster - Google Patents
Durchschußhemmendes lamelliertes HolzfensterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein durchschußhemmendes lamelliertes
Holzfenster gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Lamellierte Holzfenster mit Einlagen aus durchschußhemmendem,
hochdichtem Holzwerkstoff in hochvergütetem, vielschichtigem
Aufbau sind bekannt. Bei diesen Holzfenstern sind die Falzbe
reiche nicht speziell gesichert. Ferner sind als Sondereinzel
fertigungen durchschußhemmende Holzfenster bekannt, bei denen
in den Flügel und in den Rahmen Stahlblecheinlagen in tragende
Leimfugen eingeleimt sind. Die Herstellung solcher Holzfenster
ist schwierig. Der Holz-Metall-Holzverbund führt zu Problemen
bei wechselnden klimatischen und thermischen Einflüssen, weil
aufgrund der unterschiedlichen Ausdehnungseigenschaften der
verbundenen Materialien unter Temperatur- und/oder Feuchtig
keitseinfluß die Leimfugen außerordentlich hoch belastet wer
den. Von besonderem Nachteil ist dabei, daß die Falzbereiche
ungesichert sind. Bei beiden bekannten Holzfenstertypen wurde
bisher noch kein Nachweis für eine Durchschußhemmung des Fen
stersystems erbracht. Die Durchschußhemmung wird mit Beschuß
tests überprüft, wobei die geltenden Anforderungen beispiels
weise in den Beschußklassen (Handfeuerwaffen) M1, M2 und M3 mit
unterschiedlichen Beschußwinkeln auch die besonders kritischen
Falzbereiche betreffen. Fehlt eine Sicherung für die Falzberei
che, so können hier unter ungünstigen Verhältnissen und bei
bestimmten Beschußwinkeln Durchschüsse auftreten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein durchschußhemmen
des lamelliertes Holzfenster mit verbesserter Durchschußhemmung
zu schaffen, das ohne Schwächung der tragenden Leimschichten
allen klimatischen und thermischen Anforderungen widersteht.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 gelöst.
Bei dieser Ausbildung wird durch die Stahlschienen die Durch
schußhemmung auch für die an sich kritischen Falzbereiche ver
vollständigt, und zwar aufgrund der Überlappung, die bei allen
denkbaren Beschußwinkeln einen Geschoßdurchgang verhindert.
Trotz der damit von der Außen- oder Angriffsseite des Fenster
systems erreichbaren Durchschußhemmung ist das Holzfenster op
tisch nicht von einem herkömmlichen Holzfenster zu unterschei
den, so daß es einen ästhetisch ansprechenden Gesamteindruck
vermittelt. Für die Kernschichten wird als Holzwerkstoff mit
hochvergütetem, vielschichtigem Aufbau sogenanntes Panzerholz
(eingetragenes Warenzeichen) "schußsicher" mit einer zwischen
1,2 und 1,5 g/cm³, vorzugsweise bei geringfügig oberhalb 1,3
g/cm³ liegenden Dichte eingesetzt. Da einerseits das durch
schußhemmende Holzfenster allen klimatischen und thermischen
Anforderungen widerstehen soll, andererseits aber die Stahl
schienen im bestimmungsgemäßen Gebrauch des Holzfensters als zu
öffnender Verschluß von Gebäudeöffnungen ihre Lage nicht verän
dern dürfen, ist diese Ausführung vorteilhaft. Die zur
Kraftübertragung zwischen den einzelnen Holzkomponenten im Flü
gel oder Rahmen vorgesehenen, tragenden Leimschichten, die auch
die Gestaltfestigkeit des Fensters bestimmen, werden durch die
Armierung in Form der Stahlschienen nicht geschwächt. Die
Stahlschienen können unabhängig von den Holzkomponenten arbei
ten.
Wichtig ist die Ausführungsform von Anspruch 2, weil bei dieser
Ausbildung die Trennung zwischen den tragenden Leimschichten
und den Stahlschienen auf einfache Weise bewerkstelligt und
trotzdem für ausreichend sicheren Halt der Stahlschienen ge
sorgt ist. Die gegebenenfalls vorgesehenen einzelnen Haftzonen
zwischen den Stahlschienen und den Holzkomponenten dienen aus
schließlich zur Lagesicherung der Stahlschienen, ohne auf den
statischen Verbund des Fensters einzuwirken.
Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 3 sind in diesem Bereich
des Flügels die Stahlschienen leicht dort einsetzbar, wo übli
cherweise die Glashalteleisten befestigt werden. Diese Anbrin
gung erleichtert die Montage und ist auch im Hinblick auf Repa
raturarbeiten zweckmäßig.
Eine alternative, vorteilhafte Ausführungsform geht aus An
spruch 4 hervor. Bei dieser Ausbildung werden die Stahlschienen
mit L-förmigem Querschnitt der Außen- oder Angriffsseite des
Fensters zugewandt eingesetzt, wo sie günstig plaziert werden
können, und die Verwendung der üblichen Glashalteleisten ermög
lichen. Beim Einbau, bzw. Ausbau der Glasscheiben braucht auf
die Stahlschienen keine Rücksicht genommen zu werden. Die
Durchschußhemmung wird aber trotzdem gewährleistet, weil auch
der senkrecht zur Ebene der Glasscheibe verlaufende Schenkel
bei schrägem Beschußwinkel durchschußhemmend wirkt.
Im besonderen zur Durchschußhemmung bei höheren Beschußklassen
(M2, M3, M4 . . . ) ist die Ausführungsform gemäß Anspruch 5
zweckmäßig, weil die beiden jeweils überlappenden Stahlschienen
für sich relativ schmal sein können und trotzdem eine breite
Fläche überdecken, mit der auch bei ungünstig schrägen Beschuß
winkeln die Durchschußhemmung gewährleistet wird. Die Unter
bringung der Stahlschienen in der Kernschicht hat den Vorteil,
daß hier nur geringe Unterschiede zwischen den Ausdehnungsei
genschaften der beiden Materialien unter Temperatur- und/oder
Feuchtigkeitseinflüssen herrschen, weil der hochvergütete Holz
werkstoff sich diesbezüglich wesentlich günstiger verhält, als
die außenseitig aufgebrachten Vollholzaufdoppelungen oder -la
mellen.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform geht aus Anspruch 6
hervor. Die Sicherungsnuten, die an sich zur Unterbringung der
Dichtprofile bestimmt sind, sind breiter ausgebildet, um auch
die Stahlschienen unterbringen zu können. Der Mehraufwand bei
der Bearbeitung des Flügels ist vernachlässigbar.
Weitere Ausführungsformen, bei denen jeweils zumindest im unte
ren Querholm des Rahmens eine außenliegende Regenschutzschiene
angeordnet ist, gehen aus den Ansprüchen 7 und 8 hervor. Die
handelsübliche Regenschutzschiene wird bei dieser Ausbildung
mit der zusätzlichen Aufgabe betraut, die Lagesicherung und Po
sitionierung der Stahlschiene für den zugeordneten Falzbereich
zu übernehmen. Handelsübliche Regenschutzschienen weisen be
reits eine Hohlkammer auf, in die im Querschnitt passende,
ggfs. sogar angepaßte, Stahlschiene leicht eingeschoben und gut
fixiert werden kann. Es ist aber durchaus möglich, eine den
Querschnitt der Hohlkammer nicht vollständig ausfüllende Stahl
schiene, etwa wie die im Flügel oder im Rahmen verwendeten
Stahlschienen, in die Regenschutzschiene einzugliedern. Mit ei
ner speziell ausgebildeten Regenschutzschiene wird eine für
diesen Falzbereich zuständige Stahlschiene im Flügel einge
spart. Es ist die Regenschutzschiene selbst, zumindest zum
Teil, aus einem beschußhemmenden Material, z. B. Stahl oder
dgl., ausgebildet.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform geht aus Anspruch 9
hervor. Für Durchschußhemmung bei niedriger Beschußklasse (M1,
Handfeuerwaffen) reicht es auch, nur im Flügel Stahlschienen
unterzubringen, bzw. die vorgesehene Regenschutzschiene zur Un
terbringung der Stahlschiene zu benutzen. Eine zur Unterbrin
gung von Stahlschienen nütige Bearbeitung des Flügels nahe der
Außenseite entfällt damit.
Vorteilhaft ist weiterhin die Ausführungsform gemäß Anspruch
10. In höheren Beschußklassen haben die Geschoße eine größere
Durchschlagskraft, so daß die Kernschichtdicke notwendigerweise
stärker gewählt wird. In der Praxis hat sich gezeigt, daß mit
einer Kernschichtdicke von 35 mm bei den Beschußklassen M2 und
M3 die Anforderungen an die Durchschußhemmung erfüllt werden.
Da jedoch im Fensterflügel oder auch im Rahmen Beschläge zu
meist versenkt angebracht werden müssen, wodurch die zur Durch
schußhemmung nutzbare Stärke reduziert würde, wird bei den Be
schußklassen M2 und M3 eine Kernschichtdicke von 50 mm gewählt.
So ist die für die Durchschußhemmung erforderliche Stärke auch
bei Anbringen von Beschlägen eingehalten. Bei der niedrigsten
Beschußklasse M1 reicht eine senkrecht zur Glasscheibe gemesse
ne Dicke der Stahlschienen von 2 mm bis 6 mm dicke Stahlschienen
verwendet. Wie dies für die Ausführungsform gemäß Anspruch 12
erläutert wird, wird für noch höhere Beschußklassen sowohl die
Kernschichtdicke als auch die Dicke der Stahlschienen weiter
gesteigert.
Im Hinblick auf die auch die Durchschußhemmung gefährdende Kor
rosion der Stahlschienen ist der Gedanke von Anspruch 11 zweck
mäßig. Um Gewicht und Platz zu sparen, sind besonders hochwer
tige Stahlschienen zweckmäßig. Es reicht dann eine Schienendicke
im Milimeterbereich, weil solche Stähle materialbedingt,
beispielsweise St 37, überlegen sind.
Die Ausführungsformen gemäß Anspruch 12 und 13 sind vorteil
haft, weil bei einem derartigen Maß der Überbrückung bzw. Dicke
die Durchschußhemmung auch unter ungünstigen Beschußwinkeln ge
währleistet wird.
Anhand der Zeichnung werden Ausführungsformen des
Erfindungsgegenstandes erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch ein
Fenstersystem mit einer Durch
schußhemmung bei höheren Be
schußklassen (M2, M3), und
Fig. 2 einen Vertikalschnitt durch ein
Fenstersystem mit Durchschuß
hemmung bei der niedrigsten Be
schußklasse (M1).
Ein Fenstersystem F (Fig. 1 durchschußhemmend
entsprechend den Vorschriften für Beschußklassen M2 und
M3, Handfeuerwaffen; Fig. 2 durschußhemmend in der
niedrigsten Beschußklasse M1, Handfeuerwaffen) weist
einen Flügel 1 auf, der beweglich (z. B.
dreh-/kippbeweglich) in einem Rahmen 2 gelagert ist. Im
Flügel 1 ist eine durchschußhemmende oder schußfeste
Glasscheibe 3 angeordnet, so daß um den Umfang der
Glasscheibe 3 Falzbereiche 4 vorliegen, in denen die
Glasscheibe 3 mit Glasböcken 19 abgestützt ist. Eine
üblicherweise vorgesehene Versiegelung ist nicht
dargestellt. Der Flügel 1 enthält in jedem Flügelholm
eine Kernschicht 5 aus einem Holzwerkstoff in
hochvergütetem, vielschichtigem Aufbau mit einer Dichte
von annähernd 1,3 bis 1,4 g/cm³, das im Handel von der
Firma Blomberger unter dem Namen Panzerholz
(einget ragenes Warenzeichen) "schußsicher" erhältlich
ist. Die Kernschichten 5 sind an der Außenseite A und an
der Raumseite R mit Vollholz-Abdopplungen 6, 7 belegt.
Zwischen den Kernschichten 5 und den Abdopplungen Liegen
tragende Leimfugen 20 vor. Zum Einsetzen und
Herausnehmen der Glasscheibe 3 sind an den raumseitigen
Abdopplungen 7 Vollholz-Glashalteleisten 8 angeordnet
und (strichpunktiert angedeutet) demontierbar
verschraubt. Die Falzbereiche zwischen dem Flügel 1 und
dem Rahmen 2 sind mit 9 bzw. 10 angedeutet.
Im Rahmen 2, der ebenfalls Kernschichten 24 aus
demselben Holzwerkstoff in hochvergütetem,
vielschichtigem Aufbau enthält wie der Flügel 1, sind
außen- und raumseitig Vollholz-Abdopplungen 11, 12
mittels tragender Leimfugen 20 an den Kernschichten 24
angebracht. Zumindest am unteren Querholm des Rahmens 2
ist im Falzbereich 9 eine Regenschutzschiene 13 an der
Kernschicht 24 befestigt. Die Regenschutzschiene 13 kann
ein handelsübliches Hohlkammerprofil (Fig. 1 und 2 )
sein. Denkbar ist jedoch auch die Verwendung eines
Spezialprofils aus einem durchschußhemmenden Werkstoff,
z. B. Stahl. Zur Abdichtung sind im Flügel 1 bzw. an den
Kernschichten 5 Dichtungsprofile 14 vorgesehen.
Zur Verbesserung der Durchschußhemmung des
Fenstersystems gemäß Fig. 1 sind die Falzbereiche 4, 9
und 10 durch hochkant eingesetzte Stahlschienen S
überbrückt, die aus Abschnitten handelsüblichen
Bandmaterials (verzinkt) oder aus korrosionsfestem
V2A-Stahl bestehen.
Die Falzbereiche 4 im Flügel 1 sind durch die
Stahlschienen 15 derart überlappend überbrückt, daß jede
Stahlschiene 15 den Rand der Kernschicht 5 bzw. den Rand
der Glasscheibe 3 um annähernd ein der Dicke d der
Stahlschiene 15 entsprechendes Maß überlappt. Die
Stahlschienen 15 sind an der Raumseite in
Sicherungsnuten 22 der Aufdopplungen 7 und
Sicherungsnuten 23 der Glashalteleisten 8 formschlüssig
festgelegt, d. h., nur lose eingelegt und durch die
Festlegung der Glashalteleisten 8 festgehalten. Im
Fenstersystem gemäß Fig. 1, das durchschußhemmend in den
Beschußklassen M2 und M3 ist, beträgt die Dicke der
Stahlschienen S mindestens 4 bis 6 mm. Die Dicke D der
Kernschichten 5 im Flügel 1 und 24 im Rahmen 2 beträgt
hingegen ca. 50 mm, um sicherzustellen, daß auch bei
Ausfräsungen zum Anbringen von Beschlägen eine
ausreichende Mindeststärke nicht unterschritten wird.
Die Falzbereiche 9, 10 zwischen dem Flügel 1 und dem
Rahmen 2 sind ebenfalls durch Stahlschienen S abgedeckt.
Und zwar sind in jedem Falzbereich 9, 10 zwei einander
überlappende Stahlschienen 16, 17 bzw. 16, 17′ nahe der
Außenseite A angeordnet. Die Stahlschienen 16 sitzen
zusammen mit den Dichtungsprofilen 14 in gemeinsamen
Sicherungsnuten 21 der Kernschichten 5. Sie sind
gegebenenfalls durch lokale Haftzonen 25 fixiert, ohne
mit der Kernschicht 5 eine tragende Leimfuge zu bilden.
Mit den Stahlschienen 16 in den Falzbereichen 10,
ausgenommen im unteren Falzbereich 9, überlappen sich
Stahlschienen 17, die in Sicherungsnuten 26 der
Kernschichten 24 des Rahmens 2 festgelegt und
gegebenenfalls durch lokale Haftzonen fixiert sind. Die
Dichtungsprofile 14 berühren bei geschlossenem Flügel 1
die freien Seiten der Stahlschienen 17.
Im unteren Falzbereich 9 ist die Stahlschiene 17′ in
eine Hohlkammer 18 der Regenschutzschiene 13
eingeschoben und gegebenenfalls darin fixiert. Der
Querschnitt der Stahlschiene 17 kann dem Querschnitt der
Hohlkammer 18 angepaßt sein. Senkrecht zur Ebene der
Glasscheibe 3 gesehen überlappen sich auch die
Stahlschienen 16 und 17′ für den Falzbereich 9.
Bei einer alternativen Ausführungsform können die
Stahlschienen 15 bei den Glashalteleisten 8 weggelassen
und dafür nahe der Außenseite A L-förmige Stahlschienen
15′ in den Falzbereich 4 eingesetzt sein, die mit ihren
parallel zur Glasscheibe 3 verlaufenden Schenkeln den
Falzbereich 4 überdecken und mit den senkrecht zur
Glasscheibe 3 verlaufenden Schenkeln für die
Durschußhemmung bei schrägen Beschußwinkeln und
Schußrichtungen in den Falzbereich 4 sorgen. Die
Stahlschienen 15′ haben den Vorteil, daß die Montage der
Glasscheibe 3 von der Raumseite R her auf übliche Weise
erfolgen kann, und daß weder die Aufdopplung 7 noch die
Glashalteleiste 8 eine weitergehende Bearbeitung
benötigen.
Ein Fenstersystem gemäß Fig. 1 wurde Beschußtesten in
den Beschußklassen M1, M2 und M3 unterworfen, wobei die
Falzbereiche 4, 9 und 10 gezielt auch mit schrägen
Beschußwinkeln bestrichen wurden. Das Fenstersystem hat
diese Tests problemlos bestanden. Untersucht wurde
jedoch nur die Durschußhemmung bei einem Angriff von der
Außenseite.
Das Fenstersystem F gemäß Fig. 2 ist durchschußhemmend
in der Beschußklasse M1. Es entspricht im Aufbau
weitgehend dem Fenster F von Fig. 1, so daß für gleiche
Bestandteile die gleichen Bezugszeichen verwendet
werden. Unterschiedlich ist nur, daß die Dicke D der
Kernschichten 5, 24 mit 40 mm gewählt wurde, um bei
Ausfräsungen für Beschläge im Rahmen- und Flügelbereich
noch genügend Stärke für die Durchschußhemmung M1 zu
haben, und daß für die Falzbereiche 9, 10 zwischen dem
Flügel 1 und dem Rahmen 2 zur Abdeckung nur jeweils eine
Stahlschiene 16 bzw. 17′ eingesetzt ist. Die
Stahlschiene 16 befindet sich zusammen mit dem
Dichtungsprofil in der gemeinsamen Sicherungsnut 21 der
Kernschicht 5 des Flügels 1. Im unteren Querholm des
Flügels ist in der Kernschicht 5 hingegen in einer
Sicherungsnut 21′ nur das Dichtungsprofil 14 festgelegt,
das gegen einen Hochschenkel der Regenschutzschiene 13
anschlägt. Die Stahlschiene 17′ in der Hohlkammer der
Regenschutzschiene 13 reicht hier zur Abdeckung des
Falzbereiches 9 aus. Die Dicke d der Stahlschiene 16
nahe der Außenseite A und der Stahlschienen 15 in den
Sicherungsnuten 22, 23 nahe der Raumseite R haben für
diese Beschußklasse eine Stärke von annähernd 2 mm.
Anstelle der innenliegenden Stahlschienen 15 könnten
auch L-förmige Stahlschienen 15′ nahe der Außenseite A
in den Falzbereichen 4 angeordnet werden.
Bei beiden Ausführungsformen kann - wie erwähnt - die
Regenschutzschiene 13 abweichend von der gezeigten
handelsüblichen Ausbildung unter Verwendung von Stahl
durchschußhemmend ausgebildet sein, so daß dann die
Anbringung der Stahlschiene 17′ entfiele.
Claims (13)
1. Durchschußhemmendes lamelliertes Holzfenster mit einem we
nigstens eine durchschußhemmende Glasscheibe einfassenden Flü
gel und einem Rahmen und mit in den Rahmen und in den Flügel
durch Verleimen eingegliederten, durchschußhemmenden Kern
schichten aus einem hochdichten Holzwerkstoff in hochvergüte
tem, vielschichtigem Aufbau, dadurch gekennzeichnet, daß in
den Falzbereichen (4, 10, 9) zwischen der Glasscheibe (3) und
dem Flügel (1) und zwischen dem Flügel (1) und dem Rahmen (2)
in Seitenansicht jeweils den Rand der Glasscheibe (3) und den
Rand der Kernschicht (5) des Flügels (1) bzw. den Rand der
Kernschicht (5) des Flügels (1) und den Rand der Kernschicht
(29) des Rahmens (2) überlappende Stahlschienen (S, 15, 16,
15′, 17, 17′) angeordnet sind, und daß die Stahlschienen au
ßerhalb tragender Leimfugen (20) zumindest formschlüssig la
gegesichert sind.
2. Lamelliertes Holzfenster nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Stahlschienen (S) lose in vorgeformte Si
cherungsnuten (21, 22, 23, 26, 18) eingelegt oder eingescho
ben und, gegebenenfalls in einzelnen Haftzonen (25), fixiert
sind.
3. Lamelliertes Holzfenster nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Falzbereiche (4) im Flügel (1) durch an der
Randseite (R) in der Kernschicht (5) angeordnete Stahlschie
nen (S) überbrückt sind.
4. Lamelliertes Holzfenster nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß in den Falzbereichen (4) des Flügels (1) nahe
der Außenseite (A) Stahlschienen (S) mit L-förmigem Quer
schnitt eingesetzt sind, deren zur Glasscheibe (3) paralleler
Schenkel jeweils den Glasscheibenrand überlappt und deren an
derer Schenkel bei schrägem Beschuß als Überlappung für die
an die Glasscheibe angrenzende Kernschicht (5) dient.
5. Lamelliertes Holzfenster nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stahlschienen (S) Abschnitte aus han
delsüblichem Bandstahl mit rechteckigem Querschnitt sind und
daß die Bandstahlabschnitte parallel zur Glasscheibe (3)
hochkant stehend angeordnet sind.
6. Lamelliertes Holzfenster nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die im Flügel (1) und nahe der Außenseite (A)
angeordneten Stahlschienen (S; 16) zusammen mit Dichtprofilen
(14) für den Flügel (1) in gemeinsamen Sicherungsnuten (21)
der Kernschicht (5) angeordnet sind.
7. Lamelliertes Holzfenster nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
wobei zumindest im unteren Querholm des Rahmens eine außen
liegende Regenschutzschiene angeordnet ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Regenschutzschiene (13) eine eingefügte,
vorzugsweise eingeschobene und fixierte Stahlschiene (S, 17′)
enthält.
8. Lamelliertes Holzfenster nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
wobei zumindest am unteren Querholm des Rahmens eine außen
liegende Regenschutzschiene angeordnet ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Regenschutzschiene (13) zumindest in ihrem
den Falzbereich (9) zwischen dem Flügel (1) und dem Rahmen
(2) überbrückenden Teilbereich aus schußhemmendem Stahl aus
gebildet ist.
9. Lamelliertes Holzfenster nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß für Durchschußhemmung bei niedri
ger Beschußklasse (M1) die Falzbereiche (9, 10) zwischen dem
Flügel (1) und dem Rahmen (2) durch jeweils eine Stahlschiene
(S, 16, 17′) überbrückt sind.
10. Lamelliertes Holzfenster nach einem der Ansprüche 1 bis
9, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke (D) der Kernschicht
mindestens 30 mm beträgt und vorzugsweise zwischen 30 und 75 mm
liegt, und daß für eine Durchschußhemmung bei höheren Be
schußklassen eine jeweils größere Kernschichtdicke (D) und
eine größere Stahlschienendicke (d, d1) vorgesehen sind.
11. Lamelliertes Holzfenster nach einem der Ansprüche 1 bis
10, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlschienen (S) ober
flächenvergütet, vorzugsweise verzinkt, sind oder aus korro
sionsfestem Stahl (V2A) oder aus einem hochvergütetem, durch
schußfestem Stahl, z. B. Cr-Mn-Hartstahl bestehen.
12. Lamelliertes Holzfenster nach einem der Ansprüche 1 bis
11, dadurch gekennzeichnet, daß die senkrecht zur Ebene der
Fensterscheibe gemessene Dicke der Stahlschienen (S) zwischen
3 bis 10 mm beträgt, und bei Durchschußhemmung der Beschuß
klasse (M1) bei mindestens 2 mm, bei der Beschußklasse (M3)
hingegen bei 6 mm liegt.
13. Lamelliertes Holzfenster nach einem der Ansprüche 1 bis
12, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Falzbereich (4, 9, 10)
in Richtung der Ebene der Glasscheibe (3) von der Stahlschie
ne (S) um mindestens die Dicke (d, d1) der Stahlschiene (S)
überbrückt ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883835331 DE3835331C2 (de) | 1988-10-17 | 1988-10-17 | Durchschußhemmendes lamelliertes Holzfenster |
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1988
- 1988-10-17 DE DE19883835331 patent/DE3835331C2/de not_active Expired - Fee Related
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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