DE1809803C - Flügelrahmen für ein Wohnraumdachfenster - Google Patents

Flügelrahmen für ein Wohnraumdachfenster

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DE1809803C
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plastic
plastic strips
metal
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Expired
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English (en)
Inventor
Der Anmelder Ist
Original Assignee
Steeb, Dieter Christian, 7247 Sulz
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Description

1 2
Die Erfindung betrifft einen Flügelrahmen für ein zu erzielen, bei der eine Schwitzwasserbildung mit
Wohnraumdachfenster, bei dem alle tragenden Teile Sicherheit vermieden wird. Diese Aufgabe ist ausa.us Metall bestehen und bei dem die mit der Luft des gehend von einem Flügelrahmen der eingangs Wohnraumes bei geschlossenem Fenster in Beruh- genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß rung stehenden Metallflächen durch Kunststoffleisten 5 an sich bekannte Kunststoffleisten mit geschlossenen
verkleidet sind, die mit den tragenden Metallteilen Hohlräumen vorgesehen sind, die an der Metall-
durch Befestigungsbolzen verbunden sind. flächen angeklebt sind, und daß als Befestigungs-
Ein Flügelrahmen dieser Art ist aus dem deutschen bolzen Kunststoffkerbnägel vorgesehen sind.
Gebrauchsmuster 1 715 720 bekannt. Der bekannte Durch die Verwendung von Kunststoffleisten mit Flügelrahmen hat den Nachteil, daß die angestrebte io geschlossenen Hohlräumen wird zunächst in an sich Wirkung praktisch nicht erreicht werden kann, daß bekannter Weise eine wesentlich bessere Isolierung die dem Wohnraum bei geschlossenem Fenster züge- durch die geschlossenen Hohlräume, erreicht. Eine kehrten Metallflächen nicht beschlagen. Die bei Kunststoffleiste mit geschlossenen Hohlräumen diesem bekannten Rahmen vorgesehene Verbindung kann, obwohl damit eine wesentlich bessere Isolieder Kunststoffleisten mit den Metallteilen durch 115 rung erzielt wird, bei geringerem Verbrauch von Befestigungsbobcn kann die Fuge zwischen den Kunststoff hergestellt werden, da hier die Wände der Kunststoffleisten und den Metallflächen nicht so dicht Hohlräume nicht zur Isolierung beitragen müssen, abschließen, daß dort nicht doch die Feuchtigkeit während bei dem Flügelrahmen der eingangs genannder Luft eindringt und sich dort auf den kalten ten Art die nicht mit Hohlräumen versehenen Kunst-Metallflächen niederschlägt. Diese Wirkung wird ao stoffleisten eine gewisse Dicke nicht unterschreiten noch dadurch verstärkt, daß die Wärmeausdehnungs- dürfen, damit überhaupt eine Isolierung erfolgt. Der koeffizienten von Kunststoff und Metall verschieden wesentlichste Vorteil von mit geschlossenen Hohlgroß sind, so daß sich durch die dadurch unvermeid- räumen versehenen Kunststoffleisten besteht jedoch liehen relativen Wärmedehnungen mehr oder weniger darin, daß durch deren Anwendung die unmittelbar große Zwischenräume zwischen den Metallflächen 35 an den Metallflächen anliegenden Wände der Kunst- und den Kuns(· toffleisten bilden. Dieser Nachteil stoffleisten so dünn gehalten werden können, daß die wird noch dadurch verstärkt, daß bei dem bekannten beim Dehnen und Stauchen des Kunststoffmaterhls Flügelrahmen als Befestigun^bolzen Niete und auftretenden Kräfte durch eine Klebstoff schicht, mit Schrauben verwendet weiden, die Wärmebrücken der die Kunststoffleisten an die Metallflächen gemäß von den Metallteilen zur Oberfläche der Kunststoff- 30 dem weiteren Merkmal der Erfindung angeklebt sind, leisten bilden und so auch zur Kondensation der aufgenommen werden können. Dadurch, daß als Feuchtigkeit auf den mit der Luft des Wohnraumes Befestigungsbolzen Kunststoffkerbnägel vorgesehen bei geschlossenem Fenster in Berührung stehenden sind, wird trotz der infolge der Temperaturschwan-Sciten der Kunststoffleisten führen. kungen unvermeidlichen, mit der Länge der Leisten
Es ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster 35 zunehmenden Längenänderungen erreicht, daß in 1 964 427 ein Flügelrahmen aus Metall und Kunst- gewissen Abständen eine ganz feste Verbindung zwistoffleisten für ein Wohnraumfenster bekannt, bei sehen den Metallteilen 'und den Kunststoffleisten dem die Kunststoffleisten geschlossene Hohlräume mittels der Kunststoffkerbnägel besteht, so daß mit aufweisen und mit der Luft des Wohnraumes bei Sicherheit ein Loslösen der Kunststoffleisten von den geschlossenem Fenster in Berührung stehende 40 Metallflächen auch bei größeren Längenändorungen Flächen des Flügelrahmens bilden. Dies wird bei vermieden wird. Kunststoffkerbnägel haben den Vordem bekannten Flügelrahmen dadurch erreicht, daß teil, daß sie sehr einfach eingeschlagen werden köndie Kunststoffleisten tragende Teile des Flügel- nen und daß sie keine Kältebrücken bilden, durch die rahmens sind, so daß sich ein aus Metall und Kunst- die ganze Isolierung illusorisch wird, wie das bei den stoff kombinierter Flügelrahmen ergibt, dem aber 45 metallenen Befestigungsbolzen des Flügelrahmens alle Nachteile anhaften, die bei Kunststoff-Fenstern der eingangs genannten Art der Fall ist.
bekannt sind, nämlich die zu geringe Formstabilität Der erfindungsgemäße Flügelrahmen stellt somit im Sommer und die mögliche Versprödung des einen Flügelrahmen der eingangs genannten Art dar, Kunststoffes, wodurch die Gefahr besteht, daß die bei dem die Metallflächen bei geschlossenem Fenster Kunststoffleisten bei niedrigen Temperaturen bre- 50 einwandfrei von der Luft des Wohnraumes isoliert chen. sind und somit die Schwitzwasserbildung sicher ver-
Es ist außerdem aus dem deutschen Gebrauchs,- mieden ist, welche insbesondere bei Wohnraumdachmuster 1 702 119 ein Flügelrahmen aus Metall und fenstern sehr lästig ist, da es dann vom Dachfenster Kunststoff bekannt, bei dem Kunststoffleisten an auf die darunterliegenden Gegenstände tropft.
Metallflächen angeklebt sind. Wegen des unterschied* 55 Bei einer vorteilhaften AusführungsEorm des erfinlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten von Metall dungsgemäßen Fitigelrahmens ist vorgesehen, daß die und Kunststoff können die infolge Temperatur- Hohlräume der Kunststoffleisten durch Zwischenschwankungen auftretenden Kräfte dazu führen, daß wände voneinander getrennt sind, die von Eckkanten die Klebverbindung zumindest stellenweise zerstört der Kunststoffleisten ausgehen. Dadurch wird die wird. Die Folge hiervon ist, daß sich die Kunststoll- 60 Druckfestigkeit der Kunststoffleisten insbesondere an leisten allmählich von den Metallflächen lösen und den stärker beanspruchten Ecken erhöht. Außerdem dann wieder die Möglichkeit besteht, daß sich hat diese Maßnahme den Vorteil, daß, wenn bei-Schwitzwasser auf den Metallflächen niederschlägt. spielsweise ein Z-Profll in ein Winkelprofil Übergeht,
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, wie das bei Schwing* und Wendeflügeln an der Dreh-
bei einem Flügelrahmen i\it Wohnraumdachfenster es achse unvermeidlich ist, der freiliegende Schenket des
eine einwandfreie Isolierung der mit der Luft dies Z*Proflls einfacher abgedichtet werden kann, da nur
Wohnraumes bei geschlossenem Fenster in Beruh- der freiliegende Hohlraum abgedichtet werden muß.
mn« stehenden Metallflächen durch Kunststoffleisten Die Kunststoffleistcn des erfindungsgernäßen
Flügelrahmens können aus einem beliebigen geeigneten Kunststoff bestehen. Vorzuziehen sind jedoch Kunststoffleisten aus einem thermoplastischen Kunststoff, da diese dann zur Bildung von rahmenförmigen Verkleidungen gut miteinander verschweißt werden können.
Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles im einzelnen erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen Schnitt durch den in das Wohnrauminnere schwenkbaren Teil einer Rahmenstrebe des AusfUhrungsbeispiels, und
Fig. 2 einen der Fig. I entsprechenden Schnitt' durch den nach außen schwenkbaren Teil der Rahmenstrebe des Ausführungsbeispieles.
Der in der Zeichnung dargestellte Flügelrahmen besteht aus einem äußeren Teilrahmen 1 und einem inneren Teilrahmen 2, die unter Zwischenfügung einer Dichtung 3 mittels Schraubet. 4 miteinander verbunden sind. Beide Teilrahmen 1 und 2 bestehen aus Metall. Die in das Flügelinnere vorstehenden Flansche S bzw. 6 der Teilrahmen 1 und 2 umfassen die äußeren Ränder von Fensterscheiben 7, die durch einen Abstandhalterahmen 8 in einem Abstand voneinander gehalten werden.
Bei geschlossenem Fenster kämen von dem in das Wohnrauminnere schwenkbaren Teil eines Schwingoder Wendeflügels die Flächen 9, 11, 12 und 13 und von der nach außen schwenkbaren Hälfte des Flügels dazu auch noch die Fläche 14 mit der1 Luft des Wohnraumes in Berührung, so daß sich an diesen Flächen bei entsprechenden Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnissen Schwitzwasser ausbilden würde. Um dies zu vermeiden, sind an diesen Flächen winkelförmige Kunststoffleisten 15 für den in das Wohnraumin.ierc schwenkbaren Teil des Flügels und Z-förmige Kunststoffleisten 16 für den nach außen schwenkbaren Teil des Flügelrahmpns angeklebt.
Sowohl die winkelförmigen Leisten 15 als auch die Z-förmigen Leisten 16 sind aus einem Hohlprofil gebildet, dessen Hohlräume 21, 22, 23 und 24 durch Zwischenwände 17, 18, 19 voneinander getrennt sind, die sich längs den Rahmenstreben des Flügelrahmens erstrecken. Hierbei ist die eine Wand 18 in der einen Ecke sowohl der Kunststoffleiste 15 als auch der Kunststoflleiste 16 und die Wand 19 in der zweiten Ecke der Z-förmigen Leiste 16 angeordnet, so daß die Steifigkeit und Druckfestigkeit der Leisten gerade in den mehr beanspruchten Ecken vergrößeii wird. Die Wand 19 bei der Z-förmigen Kunststoffleiste 16 hat darüber hinaus noch den Vorteil, daß an der Übergangsstelle von der winkelförmigen Leiste 15 auf die Z-förmige Leiste 16 nur der Hohlraum 24 nach außen abgedichtet werden muß, da die underen Hohlräume 21, 22, 23 in die entsprechenden Hohlräume des Winkelprofils übergehen und dadurch
an ihren Enden nicht verschlossen werden müssen.
Um ein Lösen der Klebverbindung zwischen den
Leisten 15 und 16 und den Teil rahmen 1 und 2 trotz
des verschiedenen Ausdehnungskoeffizienten von Metall und Kunststoff auf jeden Fall zu vermeiden,
ίο sind die Leisten 15 und 16 mit den Teilrahmen 1, 2 durch Kunststoffkerbnägel 25 verbunden. In der Zeichnung ist diese Verbindung nur zwischen den Leisten und dem inneren Teilrahmen. 1 dargestellt. Solche Verbindungen können aber an beliebigen
Flächen und auch zum äußeren Teilrahmen 2 vorgesehen sein.
Um die einen Rahmen büdenden Kunsislofllcisiun luftdicht miteinander verbinden zu können, bestehen die Kunststoffleisten aus einem thermoplastischen
ao Kunststoff, so daß die Enden von verschiedenen Leisten miteinander verschweißt werden können. Dadurch können auch Verschlußteile für offenbleibende Hohlräume, wie z. B. den Hohlraum 24, beim Ansetzen der Leiste 15 an die Leiste 16 mittels eines
as Verschlußteiles ebenfalls aus thermoplastischem Kunststoff gut durch Verschweißen abgeschlossen werden.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Flügelrahmen für ein Wohnraumdachfenster, bei dem alle tragenden Teile aus Metall bestehen und bei dem die mit der Luft des Wohnraumes bei geschlossenem Fenster in Berührung stehenden Metallflächen durch KunststofTIcistcn verkleidet sind, die mit den tragenden Metallteilen durch Befestigungsbolzen verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß an sich bekannte Kunststoffleisten (15, 16) mit geschlossenen Hohlräumen (21, 22, 23, 24) vorgesehen
sind, die an den Metallflächen (9, 11, 12, 13, 14) angeklebt sind, und daß als Befcstigungsbolzcn Kunststoffkerbnägel (25) vorgesehen sind.
2. Flügelrahmen nuch Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume (21, 22, 23,
24) der Kunststoffleisten (15, 16) durch Zwischenwände (18, 19) voneinander getrennt sind, die von Eckkanten der Kunststoffleisten (15, 16) ausgehen.
3. Flügelrahmen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffleisten
(15, 16) aus einem thermoplastischen Kunststoff bestehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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