DE3827656C1 - Holding device for measuring and/or marking-off tools - Google Patents
Holding device for measuring and/or marking-off toolsInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Haltevorrichtung für Meß-
und/oder Anreißwerkzeuge der im Oberbegriff des Anspruchs 1
genannten Art.
Beim Arbeiten mit 3-dimensionalen Meß- und/oder Anreißgeräten,
z. B. der Art, wie sie in der DE-PS 17 73 282 und 17 98 419 be
schrieben sind, auf die hier zur Erläuterung dieser Geräte Bezug
genommen ist, werden in die Werkzeugaufnahme, z. B. in Gestalt
eines Würfelkopfes, die einzelnen Werkzeuge eingesetzt. Als
Werkzeuge kommen die verschiedensten in Betracht, insbesondere
auch solche, die aus einem berührend mittels Tastspitze oder
insbesondere berühungslos mittels Lichtstrahl arbeitenden An
tastwerkzeug bestehen. Insbesondere derartige berührungslos ar
beitende Antastwerkzeuge haben vielfältige Vorteile und haben
sich demgemäß bewährt. Selbst schiefe Flächen können noch bis
zu einem Neigungswinkel von z. B. 70° angetastet werden. Die
Antastrichtung beeinflußt die Messung nicht sonderlich. Bekannt
ist eine Haltevorrichtung für solche Werkzeuge, die deren
drehbare und schwenkbare Aufnahme ermöglicht, wodurch in
Grenzen ein manuelles Umsetzen des Antastwerkzeuges, das
zeitraubend ist, erspart ist. Eine Haltevorrichtung der ein
gangs genannten Art ist aus DE-GM 85 35 749.9 ersichtlich.
Bei dieser weist der am Drehkopf sitzende Halter eine Bogen
führung auf, die sich entlang zumindest dem Abschnitt einer
Kreisbogenbahn erstreckt. Die Bogenführung verläuft z. B.
etwa über einen Umfangswinkel von 90° und hat die Form eines
so gebogenen Führungsprofiles. Der Träger besteht aus einem
Schlitten, der auf der Bogenführung längs dem Abschnitt der
Kreisbogenbahn beweglich geführt ist. An diesem Schlitten ist
das Werkzeug so gehalten, daß dessen Längsmittelachse in
Richtung einer Radialen der kreisbogenabschnittförmigen Bogen
führung gerichtet ist, wobei sich die Längsmittelachse des
Werkzeuges und die Drehachse in einem Punkt schneiden, der
dem Mittelpunkt der kreisbogenabschnittförmigen Bogenführung
entspricht.
Eine Haltevorrichtung dieser Art hat sich sehr gut bewährt.
Anknüpfend daran liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Haltevorrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 ge
nannten Art so auszugestalten, daß diese einfacher und
kostengünstiger herstellbar ist und somit einfacher, billiger
und auch platzsparender ist.
Die Aufgabe ist bei einer Haltevorrichtung der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 genannten Art gemäß der Erfindung durch die
Merkmale im Kennzeichnungsteil des Anspruchs 1 gelöst.
Statt der kreisbogenabschnittförmigen Bogenführung als Halter
kann der Halter wesentlich einfacher und insbesondere kürzer
und kompakter und somit leichter, billiger und platzsparender
gestaltet werden. Es reicht eine biegefeste Struktur, die an
einem Ende den Drehkopf und am anderen Ende den Lagerkopf auf
weist, wobei beide dadurch vorgegebene Achsen sich in einem
vorgegebensn Punkt, der dem Arbeitspunkt des Werkzeuges ent
spricht, schneiden. Der im Lagerkopf des Halters um die
Schwenkachse schwenkbare Träger kann ebenfalls relativ ein
fach, leicht und kostengünstig und platzsparend gestaltet
sein. Er weist in Querabstand von der Schwenkachse die Auf
nahme für das Werkzeug auf, wobei die Längsmittelachse dieser
Aufnahme die Drehachse und die Schwenkachse in ihrem genann
ten Schnittpunkt schneidet, der mit dem Arbeitspunkt des
Werkzeuges zusammenfällt. Durch Drehung des Trägers um die
Schwenkachse relativ zum Halter kann die Aufnahme und damit
das darin aufgenommene Werkzeug innerhalb eines z. B. etwa
halbkugelförmigen Arbeitsbereiches schnell und einfach je
weils so eingestellt werden, daß die Antastung zumindest im
wesentlichen jeweils in Normalenrichtung erfolgt und damit
die Garantie für das genauestmögliche Meßergebnis gegeben ist.
Dies ist erreicht, ohne daß es einer z. B. etwa viertelkreis
förmigen Bogenführung bedarf, die relativ sperrig ist und
außerdem hinsichtlich der Bearbeitung, insbesondere bei der
geforderten hohen Genauigkeit, sehr kostenintensiv ist.
Weitere vorteilhafte Erfindungsmerkmale ergeben sich aus den
Ansprüchen 2-24. Dadurch wird die Haltevorrichtung noch ver
bessert. Die einzelnen Feststellvorrichtungen ermöglichen ein
schnelles Lösen und wieder Festziehen und somit ein schnel
les und problemloses Einstellen der jeweiligen Raumlage des
Werkzeuges.
Weitere Einzelheiten und Vorteile ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung.
Der vollständige Wortlaut der Ansprüche ist vorstehend allein
zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen nicht wiedergegeben,
sondern statt dessen lediglich durch Nennung der Anspruchs
nummern darauf Bezug genommen, wodurch jedoch alle diese
Anspruchsmerkmale als an dieser Stelle ausdrücklich und er
findungswesentlich offenbart zu gelten haben. Dabei sind
alle in der vorstehenden und folgenden Beschreibung erwähn
ten Merkmale sowie auch die allein aus der Zeichnung ent
nehmbaren Merkmale weitere Bestandteile der Erfindung, auch
wenn sie nicht besonders hervorgehoben und insbesondere
nicht in den Ansprüchen erwähnt sind.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnungen
gezeigten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische, teilweise geschnittene
Seitenansicht einer Haltevorrichtung mit daran
gehaltenem Antastwerkzeug, gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel,
Fig. 2 und 3 jeweils einen schematischen Schnitt einer Einzel
heit II bzw. III der Haltevorrichtung in Fig. 1,
in größerem Maßstab,
Fig. 4 einen schematischen Schnitt einer Einzelheit
etwa entsprechend Fig. 3, jedoch gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel.
In Fig. 1-3 ist eine Haltevorrichtung 10 gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel gezeigt, die an einer nur strichpunktiert
angedeuteten Werkzeugaufnahme 11 in Form z. B. eines Würfel
kopfes angebracht werden kann. Die Werkzeugaufnahme 11 ist an
einem nicht weiter gezeigten, insbesondere 3-dimensionalen,
Meß- und/oder Anreißgerät angebracht, wie es z. B. aus DE-PS
17 73 282 ersichtlich ist. Die Werkzeugaufnahme 11 kann z. B.
entsprechend DE-PS 17 98 419 gestaltet sein. Dabei hat die
Haltevorrichtung 10 gewisse Ähnlichkeit mit derjenigen gemäß
DE-GM 85 35 749.9.
Im einzelnen weist die Haltevorrichtung 10 einen Drehknopf 12
auf, der eine Drehung um die zugeordnete Drehachse 13 in
Pfeilrichtung 14 zuläßt. Der Drehkopf 12 ist fester Bestand
teil eines Halters 15, mittels dessen ein Träger 16 für das
Werkzeug 41 gehalten und derart beweglich geführt ist, daß
die Längsmittelachse 42 des Werkzeuges 41 die Drehachse 13
stets im gleichen Schnittpunkt M, der mit dem Arbeitspunkt
des Werkzeuges 41 zusammenfällt, schneidet oder mit dieser
Drehachse 13 zusammenfällt. Das Werkzeug 41 besteht hier aus
einem berührungslos mittels Lichtstrahl arbeitenden Antast
werkzeug. Bei einem anderen, nicht gezeigten Ausführungsbei
spiel besteht das Werkzeug 41 statt dessen aus einem anders
gearteten Meß- und Anreißwerkzeug, z. B. auch aus einem be
rührend mit Tastspitze arbeitenden Antastwerkzeug. Bei dem
gezeigten berührungslos arbeitenden Antastwerkzeug wird ein
Lichtstrahl verwendet, der praktisch wie eine Tastspitze
wirkt, wobei dieser Lichtstrahl mit der Längsmittelachse 42
zusammenfällt und somit durch diese zugleich angedeutet ist.
Das Werkzeug 41 ist dabei so gestaltet, daß das Werkzeug 41
dann, aber nur dann, ein Antastsignal liefert, wenn der
Lichtstrahl 42 am Ende 43, das mit dem Schnittpunkt M zu
sammenfällt, auf eine anzutastende Fläche auftrifft, von der
er zurückgeworfen wird. Das Ende 43 bedeutet nicht etwa das
Ende des gesamten Lichtstrahles 42 sondern lediglich den Ab
stand des ideellen Schaltpunktes des Lichtstrahles 42 von
einem festen Teil des Werkzeuges 41. Das Werkzeug 41 ist so
eingestellt, daß nur dann ein Antastsignal erzeugt wird,
wenn der Lichtstrahl in einem dem Ende 43 entsprechenden
Abstand auf eine anzutastende Werkstückfläche auftrifft.
Liegt diese näher am Werkzeug 41 oder weiter weg, wird kein
Antastsignal erzeugt. Die Ausrichtung des Werkzeuges 41 ist
dergestalt, daß der Lichtstrahl 42 die Drehachse 13 im
Schnittpunkt M schneidet, somit der Schnittpunkt M
dem Arbeitspunkt 43 entspricht, oder der Lichtstrahl 42 mit
der Drehachse 13 zusammenfällt.
Der Halter 15 weist einen in Abstand vom Drehkopf 12 fest
angeordneten Lagerkopf 17 auf, in dem der Träger 16 um eine
vom Lagerkopf 17 vorgegebene Schwenkachse 18 umlaufend
schwenkbar gelagert ist. Die Schwenkachse 18 verläuft unter
einem vorzugsweise spitzen Winkel zur Drehachse 13 und
schneidet die Drehachse 13 im Arbeitspunkt 43 des Werkzeuges
41. Der Träger 16 weist in Querabstand vom Lagerkopf 17 und
der Schwenkachse 18 eine Aufnahme 19 für das Werkzeug 41 auf.
Die Aufnahme 19 weist eine z. B. etwa zylinderhülsenförmige
Werkzeughalterung 20 zur auswechselbaren Befestigung des
Werkzeuges 41 auf. Die Längsmittelachse der Werkzeughalte
rung 20 fällt somit mit der Längsmittelachse 42 des Werk
zeuges 41 zusammen und schließt mit der Schwenkachse 18,
die sie im Punkt M schneidet, immer einen vorzugsweise
spitzen Winkel ein, der z. B. 30° beträgt. Die die Werkzeug
halterung 20 tragende Aufnahme 19 ist am Träger 16 lösbar
und derart einstellbar angebracht, daß die Längsmittelachse
der Werkzeughalterung 20 die Schwenkachse 18 in jeder ein
gestellten Drehstellung des Trägers 16 um die Schwenkachse 18
immer im Arbeitspunkt M schneidet.
Der Träger 16 weist an dem Ende, das der Aufnahme 19 mit
Werkzeughalterung 20 gegenüberliegt, einen verstellbaren Ge
wichtsausgleich 21 auf. Hierzu ist z. B. ein verstellbares
Kompensationsgewicht 22 vorgesehen, das in zur Schwenkachse
18 quer, insbesondere rechtwinklig, verlaufender Achsrichtung
am Träger 16 verstellbar und einstellbar gehalten ist. Der
Träger 16 ist hierzu mit einem mit Gewinde versehenen Auf
nehmer 23 in Form eines Gewindebolzens versehen, auf den das
Kompensationsgewicht 22 aufschraubbar ist und dann in der
eingestellten Position gesichert werden kann.
In analoger Weise ist auch der Halter 15 an dem Ende, das dem
Lagerkopf 17 gegenüberliegt, mit einem verstellbaren Gewichts
ausgleich 24 versehen, der z. B. ein verstellbares Kompen
sationsgewicht 25 aufweist. Der Halter 15 ist zur Aufnahme
des Kompensationsgewichts 25 mit einem mit Gewinde versehenen
Aufnehmer 26 in Form einer inneren Gewindebohrung versehen,
in die das Kompensationsgewicht 25 einschraubbar ist. Auch
hier verläuft die Verstellachse des Kompensationsgewichts 25
quer, insbesondere rechtwinklig, zur Drehachse 13. Der Ge
wichtsausgleich 21 des Trägers 15 liegt der Aufnahme 19 mit
Werkzeughalterung 20 etwa diametral gegenüber. Der Gewichts
ausgleich 24 des Halters 15 liegt dem Lagerkopf 17 des Halters
15 etwa diametral gegenüber.
Der Drehkopf 12 einschließlich dessen gesamtes Inneres mit
Lagerung ist im wesentlichen genauso gestaltet wie der Lager
kopf 17. Details beider gehen aus Fig. 2 und 3 hervor. Aus
den genannten Gründen ist nachfolgend zunächst der Aufbau
des Lagerkopfes 17 anhand von Fig. 1 und 3 näher erläutert.
Der Lagerkopf 17 weist ein etwa zylindrisches Gehäuse 27 auf,
das am Halter 15 fest angebracht ist. Das Gehäuse 27 bildet
eine Lageraufnahme, in der mittels zweier Lager 28, 29 ein
Lagerbolzen 30 drehbar und axial verschiebesicher gelagert
ist. Der Lagerbolzen 30 ist drehfest am Träger 16 gehalten.
Auf einen endseitigen Gewindeabsatz 31 des Lagerbolzens 30
ist eine Mutter 32 aufgeschraubt, mittels der eine Brems
scheibe 33 axial fest gegen eine Stützscheibe 34 angepreßt
ist, die ihrerseits axial an einem Ringbund 35 des Lager
bolzens 30 abgestützt ist. An der Stützscheibe 34 ist über
Federn 36 und einen Ring 37 der Innenring 38 des Lagers 28
axial abgestützt. Die Bremsscheibe 33 ist auf diese Weise
drehfest mit dem Lagerbolzen 30 verbunden. Ihr Durchmesser
ist so gewählt, daß die Bremsscheibe 33 radial über den
Lagerbolzen 30 übersteht, zumindest etwa bis hin zum Außen
ring des Lagers 28. Die Bremsscheibe 33 einschließlich der
Befestigung ist Teil einer Feststellvorrichtung 39, die
zwischen dem Lagerkopf 17 einerseits und dem Lagerbolzen 30
des Trägers 16 andererseits angeordnet ist und mittels der
der Träger 16 relativ zum Halter 15 um die Schwenkachse 18
in der jeweils eingestellten Drehstellung feststellbar ist.
Zusätzlich zur Bremsscheibe 33 am Lagerbolzen 30 gehört
zur Feststellvorrichtung 39 eine zugeordnete, am Lagerkopf 17
des Halters 15 vorgesehene Bremsfläche 40 auf der einen Axial
seite der Bremsscheibe 33 und ferner eine Stellbuchse 44 auf
der anderen Seite der Bremsscheibe 33, mittels der die Brems
scheibe 33 gegen die Bremsfläche 40 andrückbar und festklemm
bar ist. Einzelheiten dieser sind aus Fig. 3 ersichtlich. Die
Bremsfläche 40 ist aus der Axialfläche einer Schulter 45 des
Lagerkopfes 17 gebildet. Diese ist durch einen in das Gehäuse
27 eingesetzten und darin drehfest gehaltenen Ring 46 gebildet.
Die Stellbuchse 44 wirkt mit einer axialen Druckfläche 47
mittelbar auf die Bremsscheibe 33 axial ein. Dabei drückt
die Stellbuchse 44 mit ihrer stirnseitigen Druckfläche 47
nicht unmittelbar auf die Bremsscheibe 33, sondern wirkt auf
diese mittelbar über eine flexible Scheibe 48, die am Lager
kopf 17 des Halters 15 zwischen dem Ring 46 und einem einge
schraubten Sicherungsring 49 axial fixiert ist. Der Siche
rungsring 49 enthält ein Innengewinde 50, in das die Stell
buchse 44 mit zugeordnetem Außengewinde eingeschraubt ist.
Die Bremsscheibe 33 ist vorzugsweise ebenfalls als flexible,
dünnwandige Ringscheibe ausgebildet, die koaxial zum Lager
bolzen 30 ausgerichtet ist und sich radial in den axialen
Zwischenraum hineinerstreckt, der zwischen der Bremsfläche
40 einerseits und der Stellbuchse 44 andererseits gebildet
ist. Die Stellbuchse 44 weist eine äußere Handhabe 51 auf,
die z. B. aus einem stirnseitig frei faßbaren Betätigungs
ring besteht, der zur Schraubbetätigung der Stellbuchse 44
von außen faßbar ist.
Bei der Benutzung der Haltevorrichtung 10 wird zunächst die
Stellbuchse 44 gelockert und somit in die Stellung gebracht,
die Fig. 1 und 3 zeigen. Dabei ist die Bremsscheibe 33 frei
gegeben, so daß der Träger 16 mitsamt der daran gehaltenen
Aufnahme 19 und Werkzeughalterung 20 mit dem Lagerbolzen 30
über die Lager 28, 29 um die Schwenkachse 18 relativ zum
Lagerkopf 17 in die Position gedreht werden kann, die für
die jeweilige Anstastaufgabe gewünscht wird. Nach erfolgter
Einstellung dieser Drehposition wird durch Drehen der Hand
habe 51 die Stellbuchse 44 axial eingeschraubt, so daß diese
mit ihrer stirnseitigen Druckfläche 47 die flexible Scheibe 48
beaufschlagt und verformt, die sodann axial die zugewandte
Fläche der Bremsscheibe 33 beaufschlagt und jene gegen die
Bremsfläche 40 fest andrückt. Die Bremsscheibe 33 wird somit
zwischen der Stellbuchse 44 und der Bremsfläche 40 geklemmt,
und zwar so fest, daß der Lagerbolzen 30 mitsamt dem Träger 16
und der Aufnahme 19 daran in Bezug auf den Lagerkopf 17 gegen
eine Drehung um die Schwenkachse 18 blockiert ist.
Da der Drehkopf 12 des Halters 15 analog dem Lagerkopf 17
gestaltet ist, darf diesbezüglich auf Fig. 3 und die vor
stehende Beschreibung zum Lagerkopf 17 verwiesen werden.
Der Drehkopf 12 weist ebenfalls ein Gehäuse 52 auf, das eine
Lageraufnahme für einen Lagerbolzen 53 bildet, der darin
drehbar gelagert und axial verschiebesicher aufgenommen ist.
Am Lagerbolzen 53 ist drehfest ein sichtbarer Paßteil 54 ge
halten, der bei der Anbringung der Haltevorrichtung 10 inner
halb der Werkzeugaufnahme 11 lösbar halterbar ist. Zwischen
dem Drehkopf 12 des Halters 15 und dem Lagerbolzen 53 ist
eine Feststellvorrichtung 55 analog der Feststellvorrichtung
39 angeordnet, mittels der der Halter 15 relativ zum Lager
bolzen 53 um die Drehachse 13 in der jeweils eingestellten
Drehstellung feststellbar ist. Die Feststellvorrichtung 55
weist in gleicher Weise wie die Feststellvorrichtung 39 eine
Bremsscheibe 56 auf, die analog der Bremsscheibe 33 drehfest
am Lagerbolzen 53 befestigt ist. Die Bremsscheibe 56 ist mit
tels einer Stellbuchse 57 analog der Stellbuchse 44 über
eine flexible Scheibe 58 an eine axial gegenüberliegende
Bremsfläche 59 anpreßbar, die aus der Axialfläche einer
Schulter des Drehkopfes 12 gehildet ist, insbesondere eines
darin eingesetzten und drehfest gehaltenen Ringes.
In der in Fig. 2 gezeigten Position kann der Halter 15 re
lativ zum Lagerbolzen 53 um die Drehachse 13 eingestellt werden.
Zur Sicherung dieser Winkelstellung wird sodann die Stell
buchse 57 axial festgezogen, die über die flexible Scheibe 58
die Bremsscheibe 56 axial gegen die Bremsfläche 59 andrückt
und die Bremsscheibe 56 festklemmt, so daß der Drehkopf 12 in
Bezug auf den Lagerbolzen 53 blockiert ist.
Soll mittels des Werkzeugs 41 ein nicht weiter gezeigtes
Werkstück angetastet werden, so wird bei gelockerter Fest
stellvorrichtung 55 und/oder 39 die Haltevorrichtung 10 in
zuvor beschriebener Weise so eingestellt, bis der Licht
strahl 42 möglichst in Normalenrichtung der anzutastenden
Werkstückfläche verläuft, d. h. möglichst rechtwinklich zu
einer an die Antastfläche im Antastpunkt angelegten Tangente.
Dadurch wird ein äußerst genaues Meßergebnis erreicht, das
sonst ohne die erfindungsgemäße Haltevorrichtung 10 nur durch
zeitaufwendige Umsetzung des Werkzeuges 41, wozu es noch
einer Referenzkugel bedarf sowie einer Rechnerunterstützung
mit entsprechender Softwars, erreichbar wäre, wobei dann die
Umsetzung extrem viel Zeit erfordern und im übrigen die Gefahr
von Meßungenauigkeiten mit sich bringen würde. Mittels der
Haltevorrichtung 10 dagegen ist es möglich, selbst bei be
liebig geformten Oberflächen anzutastender Werkstücke das
Werkzeug 41 schnell und einfach immer annähernd in Normalen
richtung auf den Meßpunkt einzustellen und dadurch sicherzu
stellen, daß beim Antastvorgang etwaige Fehler so gering wie
möglich sind. Sobald die Einstellung erfolgt ist, wird bei
der Feststellvorrichtung 39 die Stellbuchse 44 bzw. bei der
Feststellvorrichtung 55 die Stellbuchse 57 angezogen und die
eingestellte relative Schwenklage um die Schwenkachse 18 bzw.
Drehachse 13 gesichert und die Haltevorrichtung 10 so blockiert.
Durch die Haltevorrichtung 10 ist gewährleistet, daß das Werk
zeug 41 in jeder Relativstellung immer in ursprünglicher Aus
richtung verbleibt, bei der der Mittelpunkt M mit dem Schalt
punkt 43 zusammenfällt. Durch die Einstellbarkeit der Aufnahme
19 mit Werkzeughalterung 20 und somit des Werkzeuges 41 läßt
sich ein z. B. halbkugelförmiger Arbeitsbereich abdecken, wo
bei immer das Werkzeug 41 zumindest im wesentlichen in Normalen
richtung auf die anzutastende Fläche des Werkstückes ausge
richtet ist und sich damit möglichst genaue Meßergebnisse
erreichen lassen.
Bei allem ist die Haltevorrichtung 10 im wesentlichen ein
fach und vor allem kostengünstig gestaltet. Sie ist aus be
schriebenen einzelnen Komponenten aufgebaut, die relativ
schnell, einfach und kostengünstig herstellbar sind.
Bei dem in Fig. 4 gezeigten zweiten Ausführungsbeispiel sind
für die Teile, die dem ersten Ausführungsbeispiel ent
sprechen, um 100 größere Bezugszeichen verwendet, so daß
dadurch zur Vermeidung von Wiederholungen auf die Beschrei
bung des ersten Ausführungsbeispiels Bezug genommen ist.
Beim zweiten Ausführungsbeispiel sind ebenfalls die Elemente
einer Feststellvorrichtung 139 gezeigt, mittels der ein am
Träger 116 drehfester Lagerbolzen 130 relativ zum am Halter 115
sitzenden Lagerkopf 117 um die Schwenkachse 118 schwenkver
stellbar und in der eingestellten Winkelstellung blockier
bar ist. Das zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich
vom ersten gemäß Fig. 3 dadurch, daß beim zweiten Ausfüh
rungsbeispiel die flexible Scheibe 48 des ersten Ausführungs
beispiels gemäß Fig. 3 fehlt und statt dessen die Stellbuchse
144 mit ihrer stirnseitigen Druckfläche 147 direkt auf die
Bremsscheibe 133 axial einwirkt und diese gegen die Brems
fläche 140 anpreßt.
Claims (24)
1. Haltevorrichtung für Meß- und/oder Anreißwerkzeuge, insbe
sondere für berührend oder berührungslos arbeitende Antast
werkzeuge, die damit in Bezug auf eine Werkzeugaufnahme (11),
welche an einem vorzugsweise 3-dimensionalen Meß- und/oder
Anreißgerät angebracht ist, drehbar und schwenkbar gehalten
sind, mit einem eine Drehung um die Drehachse (13) zulassenden
Drehkopf (12) mit einem Halter (15) daran, mittels dessen ein
Träger (16) für das Werkzeug (41) gehalten und derart beweg
lich geführt ist, daß die Längsmittelachse (42) des Werkzeu
ges (41) die Drehachse (13) stets im gleichen Schnittpunkt
(43), der mit dem Arbeitspunkt des Werkzeuges (41) zusammen
fällt, schneidet oder mit dieser Drehachse (13) zusammenfällt,
dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (15;
115) einen in Abstand vom Drehkopf (12) fest angeordneten Lager
kopf (17; 117) aufweist, in dem der Träger (16; 116) um eine
vom Lagerkopf (17; 117) vorgegebene Schwenkachse (18; 118)
schwenkbar gelagert ist, die unter einem vorzugsweise spitzen
Winkel zur Drehachse (13) verläuft und diese im Arbeitspunkt
(43) des Werkzeuges (41) schneidet, und daß der Träger (16; 116)
in Querabstand vom Lagerkopf (17; 117) und der Schwenkachse
(18; 118) eine Aufnahme (19) für das Werkzeug (41) aufweist.
2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Aufnahme (19) eine Werk
zeughalterung (20) zur auswechselbaren Befestigung des
Werkzeuges (41) aufweist.
3. Haltevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Werkzeughalterung (20)
der Aufnahme (19) zur Längsmittelachse (42) des Werkzeu
ges (41) koaxial ausgerichtet ist und mit der Schwenk
achse (18; 118) einen vorzugsweise spitzen Winkel ein
schließt.
4. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3, da
durch gekennzeichnet, daß der Träger
16; 116) an dem Ende, das der Aufnahme (19) für das
Werkzeug (41) gegenüberliegt, einen verstellbaren Ge
wichtsausgleich (21), z. B. mit einem verstellbaren
Kompensationsgewicht (22), aufweist.
5. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4, da
durch gekennzeichnet, daß der Halter
(15; 115) an dem Ende, das dem Lagerkopf (17; 117) gegen
überliegt, einen verstellbaren Gewichtsausgleich (24),
z. B. mit einem verstellbaren Kompensationsgewicht (25),
aufweist.
6. Haltevorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der verstellbare Ge
wichtsausgleich (21 bzw. 24), insbesondere das Kompen
sationsgewicht (22 bzw. 25), des Trägers (16) bzw. des
Halters (15) der Aufnahme (19) für das Werkzeug (41) bzw.
dem Lagerkopf (17) diametral gegenüberliegt.
7. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 4-6, da
durch gekennzeichnet, daß der ver
stellbare Gewichtsausgleich (21 bzw. 24), insbesondere
das Kompensationsgewicht (22 bzw. 25), des Trägers (16)
bzw. des Halters (15) in zur Schwenkachse (18) bzw. Dreh
achse (13) quer, insbesondere rechtwinklig, verlaufender
Achsrichtung verstellbar und einstellbar gehalten ist.
8. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 4-7, da
durch gekennzeichnet, daß der verstell
bare Gewichtsausgleich (21 bzw. 24) am Träger (16) bzw.
Halter (15) einen mit Gewinde versehenen Aufnehmer (23
bzw. 26) aufweist, auf den bzw. in den das Kompensations
gewicht (22 bzw. 25) schraubbar ist.
9. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1-8, da
durch gekennzeichnet, daß die am Träger
(16; 116) vorgesehene Aufnahme (19) für das Werkzeug (41),
insbesondere die Werkzeughalterung (20), unter einem
spitzen Winkel von z. B. 30° zur Schwenkachse (18; 118),
die der Lagerkopf (17; 117) vorgibt, verläuft.
10. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1-9, da
durch gekennzeichnet, daß der Drehkopf
(12) und der Lagerkopf (17; 117) des Halters (15; 115)
zumindest im wesentlichen gleichartig ausgebildet sind.
11. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1-10, da
durch gekennzeichnet, daß der Drehkopf
(12) innerhalb einer Lageraufnahme (52) einen Lagerbolzen
(53) drehbar aufnimmt, der mit einem Paßteil (54) inner
halb der Werkzeugaufnahme (11) lösbar halterbar ist.
12. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1-11, da
durch gekennzeichnet, daß der Lager
kopf (17; 117) innerhalb einer Lageraufnahme (27) einen
Lagerbolzen (30; 130) drehbar aufnimmt, der drehfest am
Träger (16; 116) gehalten ist.
13. Haltevorrichtung nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen dem Drehkopf
(12) des Halters (15) und dem Lagerbolzen (53) eine Fest
stellvorrichtung (55) angeordnet ist, mittels der der
Halter (15) relativ zum Lagerbolzen (53) um die Drehachse
(13) in der jeweils eingestellten Drehstellung feststell
bar ist.
14. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1-12, da
durch gekennzeichnet, daß zwischen dem
Lagerkopf (17; 117) des Halters (15; 115) und dem Lager
bolzen (30; 130) des Trägers (16; 116) eine Feststell
vorrichtung (39; 139) angeordnet ist, mittels der der
Träger (16; 116) relativ zum Halter (15; 115) um die
Schwenkachse (18; 118) in der jeweils eingestellten Dreh
stellung feststellbar ist.
15. Haltevorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die Feststellvorrichtung
(39, 55; 139) jeweils am einen Teil (30, 53; 130) eine
Bremsscheibe (33, 56; 133) und am anderen Teil (17, 12;
117) eine der Bremsscheibe (33, 56, 133) zugeordnete
Bremsfläche (40, 59; 140) auf einer Seite der Bremsscheibe
(33, 56; 133) und Stellbuchse (44, 57; 144) auf der an
deren Seite der Bremsscheibe (33, 56; 133) aufweist, mit
tels der die Bremsscheibe (33, 56; 133) gegen die Brems
fläche (40, 59, 140) andrückbar und festklemmbar ist.
16. Haltevorrichtung nach den Ansprüchen 13 und 15, da
durch gekennzeichnet, daß bei der
Feststellvorrichtung (55) des Drehkopfes (12) die Brems
scheibe (56) drehfest am Lagerbolzen (53) befestigt ist.
17. Haltevorrichtung nach Anspruch 16, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Bremsfläche (59) aus
der Axialfläche einer Schulter des Drehkopfes (12), ins
besondere eines eingesetzten und darin drehfest gehal
tenen Ringes (60), gebildet ist.
18. Haltevorrichtung nach den Ansprüchen 13 und 15, da
durch gekennzeichnet, daß bei der Fest
stellvorrichtung (39; 139) des Lagerkopfes (17; 117) die
Bremsscheibe (33; 133) drehfest am Lagerbolzen (30; 130)
des Trägers (16; 116) befestigt ist.
19. Haltevorrichtung nach Anspruch 18, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Bremsfläche (40; 140)
aus der Axialfläche einer Schulter (45) des Lagerkopfes
(17; 117), insbesondere eines eingesetzten und daran dreh
fest gehaltenen Ringes (46), gebildet ist.
20. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 15-19, da
durch gekennzeichnet, daß die Stell
buchse (44, 57; 144) in ein Gewinde (50) des Lagerkopfes
(17) bzw. Drehkopfes (12) eingeschraubt ist.
21. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 15-20, da
durch gekennzeichnet daß die Stell
buchse (44, 57; 144) mit einer axialen Druckfläche (47;
147) unmittelbar oder mittelbar über eine flexible, am
Lagerknopf (17) bzw. Drehkopf (12) des Halters (15) be
festigte Scheibe (48, 58) auf die Bremsscheibe (33, 55;
133) einwirkt.
22. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüchs 15-21, da
durch gekennzeichnet, daß die Stell
buchse (44, 57; 144) eine äußere Handhabe (51), z. B.
einen Betätigungsring, zur Schraubbetätigung aufweist.
23. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 15-22, da
durch gekennzeichnet, daß die jeweilige
Bremsscheibe (33, 56; 133) als flexible, dünnwandige
Ringscheibe ausgebildet ist, die koaxial zum Lagerbolzen
(30, 53; 130) ausgerichtet ist und sich radial in den
axialen Zwischenraum zwischen der Bremsfläche (40, 59;
140) und der Stellbuchse (44, 57; 144) hineinerstreckt.
24. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1-23, da
durch gekennzeichnet, daß die Aufnahme
(19) für das Werkzeug (41) am Träger (16; 116) lösbar
und einstellbar angebracht ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883827656 DE3827656C1 (en) | 1988-08-16 | 1988-08-16 | Holding device for measuring and/or marking-off tools |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883827656 DE3827656C1 (en) | 1988-08-16 | 1988-08-16 | Holding device for measuring and/or marking-off tools |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3827656C1 true DE3827656C1 (en) | 1989-08-10 |
Family
ID=6360884
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883827656 Expired DE3827656C1 (en) | 1988-08-16 | 1988-08-16 | Holding device for measuring and/or marking-off tools |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3827656C1 (de) |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of the examined application without publication of unexamined application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: FA. CARL ZEISS, 89518 HEIDENHEIM, DE |
|
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: CARL ZEISS INDUSTRIELLE MESSTECHNIK GMBH, 73447 OB |