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Letterngieß- und Setzmaschine mit einer nach Symbolen eines Registerstreifens
o. dgl einstellbaren Gießform. Bei den bekannten Letterngieß- und Setzmaschinen
mit einer .nach Symbolen eines Registerstreifens o. dgl. einstellbaren Gießform
war ein Getriebe vorgesehen, um die Form der Größe nach einzustellen, so daß Typenkörper:
vorher bestimmter- Größe für die einzelnen Druckzeichen gebildet, werden. Ferner
war ein zweites Getriebe vorgesehen, um Ausschließkörper von verschiedener Größe
herzustellen, wobei die Größe der letzteren so bemessen- wurde, daß annähernd der
Zeilenfehlbetrag aufgebraucht wurde um eine ausgeschlossene
Zeile
zu ergel;en. Das Getriebe zum Einstellen der Fortn zur Erzeugung der verschiedenen
Typenkörpergröße für die verschiedenen Druckzeichen hat im allgemeinen die Form
angenommen, welche als Normalkeil bezeichnet wird, während der Mechanismus zum Einstellen
der Form zwecks Bildung der Ausschlußstücke als Ausschließkeil oder Ausschließkeile
bezeichnet wird.
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Verschiedene Getriebe sind nun vorgesehen, um den Normalkeil und die
Ausschließkeile zu bewegen; diese Getriebe sprechen unmittelbar oder mittelbar auf
die: Symbole des Registerstreifens an.
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Es ist ferner vorgeschlagen worden, den Registerstreifen mit Symbolen
zu versehen, welche den Zeilenfehlbetrag und die Anzahl von Wortzwischenräumen in
einer Zeile angeben. lii diesem Fall wird die Gieß- und Setzmaschine mit Einrichtungen
versehen, die durch diese Symbole gesteuert werden und selbsttätig den Zeilenfehlhetrag
auf die verschiedenen Ausschlußstücke verteilen. Die Breite der Typenkörper wird
in diesem Fall durch den gewöhnlichen Noririalkeil festgelegt, wobei die hierbei
in Betracht kommenden Vorrichtungen ganz unabhängig sind von dein Zeilenfehlbetrag
und den Verteilungsvorrichtungen, welche nur dann wirksam werden, wenn Ausschlußstücke
gegossen werden sollen.
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Gemäß der Erfindung ist nun ein einziges Getriebe vorgesehen, uni
die Form sowohl für die Letternkörper als auch für die Körper der Ausschlußstücke
einzustellen. Es wird durch Symbole im Registrierstreifen gesteuert, welche die
Letternkörper, den Zeilenfehlbetrag und die Anzahl der in der Zeile vorhandenen
Ausschlußstücke angeben. Durch Ausschlußkörpersymbole wird selbsttätig der Zeilenfehlbetrag
auf die verschiedenen Ausschlußkörper der Zeile verteilt, so daß eine ausgeschlossene
"Zeile ohne Rest entsteht.
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Vermöge dieser Vereinigung von Verrichtungen wird es möglich, denselben
Registerstreifen für die Herstellung ausgeschlossener Typenzeilen praktisch jeder
Satzweite zu verwenden. Ferner wird es durch die Anordnung eines einzigen Getriebes,
welches sowohl zum Einstellen der Formgröße als zum Verteilen dient, möglich, die
verschiedenen Veri ichtungen durch Kombination von Symbolen in dein Registerstreifen
zu steuern, mit dem Erfolg, daß die Breite des Registerstreifens, welcher zur Steuerung
der mannigfaltigen Verrichtungen der Maschine notwendig ist, wesentlich vermindert
wird, oder, was damit gleichwertig ist, viele weitere Verrichtungen gesteuert werden
können, ohne die Breite des Registerstreifens zu erhöhen.
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Bei einem Getriebe zum Aufteilen des Zeilenfehlbetrages, wie es meist
bei den in Betrieb befindlichen Maschinen in Anwendung gebracht ist, wird die Stellung
des Steuergliedes durch eine oder mehrere Meßschienen bestimmt, welche unter dem
Einfluß von Keilen eine veränderliche Bewegung machen, die entsprechend dem Zeilenfehlbetrag
und der Anzahl von Ausschlußstücken verstellt werden. Gemäß der Erfindung dagegen
werden die Keile, welche die Einstellvorrichtung steuern, um eine vorbestimmte volle
Länge @ewegt, wenn es sich darum handelt, Letternkörper zu gießen, während die gleichen
Keile nur einen Bruchteil ihrer Bewegung ausführen, wenn es sich darum handelt,
Ausschlußstücke zu gießen, d. h. den dauernd wachsenden unbesetzten Zeilenraum auf
die verschiedenen Ausschlußstücke der Zeile zu verteilen.
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Bei der praktischen Anwendung der Erfinlung ist eine Gruppe von Keilen
vorgesehen, welche einzeln oder zu mehreren vereinigt verschoben werden können und
bei einer vollen Verschiebung ein Widerlager in eine solche Stellung bringen, daß
Letternkörper von der kleinsten bis zur größten Breitenausdehnung, für welchen die
Maschine bestimmt ist, entstehen. Um die Anzahl der Keile zu verringern und die
größte Leistungsfähigkeit zu erhalten, werden die Winkel der Keile nach einer bestimmten
Maßeinheit abgestuft, wobei das Verhältnis zwischen den Keilsteigungen beispielsweise
i, a, q., 8, 16, 32 und 64 betragen kann. Durch Kombination dieser Keile
kann dann jede Bewegung des Widerlagers von einer Einheit bis zu 1a7 Einheiten bewirkt
werden.
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Während diese Einstellungseinrichtung zur Bildung von den schmalsten
bis zu den breitesten Typenkörpern dient, ist eine weitere Vorkehrung getroffen,
durch welche durch die gleiche Einstelleinrichtung jede Anzahl von Einheiten von
einer bis zum Höchstbetrag zu einer beliebigen Anzahl von Spatienkörpern hinzugesetzt
und auf diese verteilt werden kann, indem die Einstellkeile nur eine Teilverschiebung
ausführen, die im umgekehrten Verhältnis zur Anzahl der Spatien steht. Beispielsweise
würde ein als einziges in einer Zeile vorkommendes Spatium eine volle Bewegung erfordern,
zwei Spatien würden eine halbe Bewegung notwendig machen, drei Spatien ein Drittel
der Bewegung usw.
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Auf diese Weise kann, indem die Anzahl der Einstellorgane bestimmt
wird, welche durch eine volle Bewegung den Zeilenfehlbetrag darstellen, und indem
diesen so bestimmten Teilen eine Bewegung erteilt wird, die umgekehrt proportional
ist der Anzahl der Spatien, auf welche der Zeilenfehlfetrag verteilt werden soll,
das Widerlager für die Größenbemessung so verstellt werden, daß
jedes
Ausschlußstück die richtige Breite erhält, um eine vollkommene Ausschließung der
Zeile zu ergeben. Die proportionale Bewegung der bestimmten Steuerorgane bewirkt
in genauer Weise selbsttätig die Verteilung, ohne Rücksicht auf irgendeinen Bruchteil
der Maßeinheit, welche die Basis der vorher hestimmten Typengrößen oder Zeilenlänge
bildet. Mit anderen Worten, die Verteilung des "Zeilenfehlbetrages hängt nicht ab
von einer arithmetischen Division des Fehlbetrages durch die Anzahl der Spatien
und ist genau ohne Rücksicht auf die Tatsache, daß die Division der Einheiten des
Zeilenfehlbetrages einen unbestimmten Rest lassen kann, wenn die Division nicht
aufgeht.
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Der Zweck des Einstellgetriebes besteht natürlich darin, die Stellung
zu bestimmen, welche das Formblatt während des Gusses von Typenkörpern, Spatienkörpern
oder Gevierten einnimmt. Das Einstellgetriebe stellt zu den Zweck ein Widerlager
ein oder bestimmt den Zwischenraum zwischen gegenüberstehenden Widerlagern, von
denen aus die Einstellung auf das Formblatt übertragen wird.
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Auf den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt: Abb. i eine schaubildliche Ansicht der Maschine mit teilweise abgehobenen
oberen Teilen, Abb. 2 eine schaubildliche Ansicht des Einstellgetriebes, Abb.3 einen
Querschnitt durch die Maschine, Abb. .4 einen ähnlichen Querschnitt mit einer anderen
Stellung der Teile,.
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Abb. 5 einen Teil des Antriebes, Abb. 6 bis 9 die Einstellung der
Anschlagschiene, Abb. io bis 12 die Einstellung des abgestuften Anschlages, Abb.13
einen senkrechten Schnitt durch die Maschine, Abb. 14 eine teilweise Seitenansicht
der Maschine, Abb. 15 eine schematische Darstellung der Steuerung, Abb. 16 einen
Schnitt durch eine Maschine senkrecht zu den Schnitten nach Abb. 3 und 4.
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r1bb. 17 und 18 zeigen die Trommel für das Auswählgetriebe in schematischer
Stirnansicht und Abwickelung.
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Die dargestellte Maschine besitzt eine Gußform, deren eine Wand in
bekannter Weise durch einen Querblock und .deren andere Wand durch ein einstellbares
Formblatt gebildet wird.
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Der Maternrahmen4 (Abb. 1¢) ist in einem Schlitten 5 verschiebbar,
welcher seinerseits in einem Rahmen 6 angebracht ist. Dieser Schlitten und der Maternrahmen
sind rechtwinklig miteinander in wagerechter Ebene verschiebbar, so daß jede Mater
des Rahmens in eine solche Stellung gebracht werden kann, in der sie über dem- oberen
Ende der Form liegt. Die ganze Gruppe, nämlich der Rahrnen 6, der Schlitten 5 und
der Maternrahmen 4 können niedergedrückt werden, um die Mater auf die Form zu pressen.
In dieser Stellung wird die betreffende Mater durch einen Zentrierstift in üblicher
Weise zentriert.
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Die Vorrichtung zum Senken und Heben der Maternrahmengruppe und zur
Bewegung des Zentrierstiftes umfaßt einen Zentrierstifthebel 7 (Abb. i¢), welcher
bei 8 an einer nach oben ragenden Konsole am Hauptgestell der Maschine gelagert
ist und durch einen nach unten ragenden Daumenhebel 9 bewegt werden kann, der mit
dem Hebel 7 - verbunden ist und dessen oberes Ende aus Abb. 14 ersichtlich ist.
Der untere Teil dieses Hebels ist am besten aus Abb. 5 erkennbar.
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Die Maternrahmengruppe ist an der Brücke io angebracht, welche auch
das Lager für das untere Ende der Brückenhebeltragstange i i bildet, den Brüczcenhebel12,
das Verbindungsgelenk 13, durch welches dieser mit dem Zentrierstifthebel7 verbunden
ist, ferner für das Stützgelenk 14 für den Hilf szentrierstift 15 und die üblichen
Federn 16'und 17, durch welche die Bewegung der verschiedenen Hebel auf die Stempelrahmengruppe
und den Zentrierstift übertragen wird. Alle diese Teile sind bekannt und eine Einzelbeschreibung
ihrer Verrichtungen ist daher nicht notwendig.
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Das Getriebe zum Zentrieren des Stempelrahmens oder zur Bewegung desselben
aus einer Lage in die andere kann ebenfalls in bekannter Weise ausgeführt und gesteuert
werden, indem Stellstifte durch Preßluft nach oben gedrückt werden, welche mit Stiftbacken
zusammenwirken, die durch Stiftbackenzangen bewegt werden. Diese Stiftbackenzangen
steuern ihrerseits Maternbackenzangen, deren Anordnung, Antrieb und -Cbertragung
auf den Stempelrahmen ebenfalls der Anordnung bei den bekannten Maschinen entspricht.
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Der Schmelztopf i8 (Abb. 14.) ist an einer Seite des Maschinenrahmens
angebracht. Das zum Einspritzen des geschmolzenen Metall in den unteren Teil der
Form dienende Pumpengetriebe ist ebenfalls bekannter Art. 22 bedeutet das Zeilenschiff,
wobei durch einen Zeilenhaken die gesetzte Zeile in eine solche Lage gezogen wird,
daß sie in das Schiff eingestoßen werden kann, wenn die Zeilentragschiene 2¢ angeho?.en
wird.
Auf der Maschine ist ferner ein Papierturm vorgesehen, der
zur Aufnahme des gelochten S S atzstreifens bestimmt und genau so ausgebildet ist
wie hei den bekannten :Maschinen dieser Art.
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Eine Reihe von Keilen 32, 33, 3d., 35, 36 37, 38 (Abb. i, 2) ist in
der Längsrichtung durch einen Rahmen hindurch verschiebbar, welcher eine obere und
eine untere Schieile 39 und.lo umfaßt. Die Keile werden durch Zwischenblöcke 4t
getrennt, deren mit den Keilflächen in Berührung tretenden Flächen dieselbe Winkellage
wie die Keilflächen haben.
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An einer Seite der Keilreihe befindet sich ein Widerlager42, welches
als festes Widerlager bezeichnet werden soll, und am anderen Ende ein bewegliches
Widerlager 43, obwohl tatsächlich beide Widerlager beweglich sind und die Längsbewegung
der Keile einfach dazu dient, die Widerlager auseinanderzudrücken oder eine Näherungsbewegung
zti gestatten.
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Der durch die Schienen 39 und do gebildete Rahmen erstreckt sich quer
durch die Maschine nach links (Abb. i ) und trägt gegenüber dem Widerlager 42 ein
festes Widerlager .14 (s. Abb. 2). Die Schienen 39, .f0 sind mit den beiden Widerlagern
.a.2 und 44. fest verbunden, so daß eine Längsverschiebung der Keile dazu dient,
das Widerlager 43 gegenüber dem Widerlager 44 einzustellen. Diese Verstellung der
beiden Widerlager d 3 und d.1 steuert die zur Breitenveränderung erforderliche Verstellung
des Formblattes.
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Die Keile 32 bis 38 können Schrägflächen haben, deren Winkel verschiedene
vorher bestimmte Größenverhältnisse besitzen. Sie sind zweckmäßig unter solchen
Winkeln geneigt, claß der den einzelnen Keilen zuzumessende, die Neigung der Schrägflächen
«-ledergebende Wert die :Maßverhältnisse i, 2. 4., 8, 1ä, 32 und 6d., bei Annahme
irgendeiner willkürlichen Maßeinheit besitzt.
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`Fenn der Keil 32 eine volle Bewegung ausführt, so schiebt er das
Widerlager .f3 gegen das Widerlager 44 uni ein Stück vor, welches einer Einheit
entspricht. Eine volle Bewegung des Keiles 33 schiebt das W iderlager uni zwei Einheiten
vor. Eine volle Bewegung des Keiles 34 um vier Einheiten, eine volle Bewegung des
Keiles 35 um acht Einheiten usw., schließlich eine volle Bewegung des Keiles 37
utn 32 Einheiten. Der Keil 38 ist jedoch bei der dargestellten Ausführungsform ein
Doppel des Keiles 37 und seine volle Vorschubbewegung hririgt also eine -N,'erscliiehtirig
des \\'iderlagers um ebenfalls 32 Einheiten hervor. Wenn beide Keile 37 und 38 eine
volle Bewegung erhalten, so wird das Widerlager uni 64. Einheiten vorgeschoben.
Das mit der dargestellten Keilanordnung erreichbare -Maximum der Verschiebung beträgt
also 95 Einheiten.
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Bei dieser Keilanordnung können offenbar verschiedene, sehr wichtige
Ziele erreicht werden. Beispielsweise kann durch Kombination das Widerlager tun
jede beliebige Anzahl von Einheiten innerhalb des gesamten Arbeitsbereiches der
-ganzen Keilreibe verschoben werden. Falls beispielsweise drei Einheiten erforderlich
sind, werden der erste und zweite Keil bewegt. Für fünf Einheiten werden der erste
und dritte Keil bewegt, für sechs Einheiten sind der zweite und dritte Keil zu bewegen.
Es ist ferner bei dieser Anordnung möglich, eine Anzahl von Keilen auszuwählen,
die einer Gesamtzahl von Einheiten entspricht und dadurch, daß diese eine volle
Bewegung erhalten, kann das Widerlager um eine entsprechende Anzahl von Einheiten
vorgeschoben werden.
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Wenn jedoch die Keile nur uni einen Bruchteil ihrer vollen Bewegung
vorgeschoben werden, so wird das Widerlager um eine Strecke vorgerückt, welche einen
genauen Bruchteil der Entfernung bildet, um die es vorgeschoben «-orden wäre, wenn
die Keile eine volle Bewegung ausgeführt hätten. Auf diese Weise wird es möglich,
die abgemessene Strecke genau einzustellen ohne Rücksicht, ob die Division des Maßes
eine ganze Zahl von Einheiten oder einen Bruch ergibt. Eine Bewegung der ausgewählten
Keile um die Hälfte ihrer vollen Bewegung halbiert das Gesamtmaß, ein Drittel ihrer
Bewegung teilt das Gesamtmaß in drei Teile usw.
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Vermöge der soeben angegebenen Fähigkeit kann, wie man sieht, das
Einstellgetriebe in der Maschine die wichtige Verrichtung ausüben, rlaß es zuerst
die Breite der Typenkörper bestimmt, welche bekannte Größen haben und zweitens die
Größen der Ausschlußkörper bestimmt, deren Zahl bekannt ist, aber deren Größe nicht
bekannt ist und bestimmt werden muß, derart, daß der 7_eilenfelilbetrag aufgebraucht
wird und eine genau ausgeschlossene Zeile entsteht.
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Die erste Verrichtung wird in vier Weise ausgeführt, daß der Keil
oder die Keile ausgewählt werden, deren Einheitswert dein Einheitswert des bestimmten
Typenkörpers entspricht und daß dieser Keil oder diese Keile eine volle Bewegung
erhalten. Die zweite Verrichtung erfolgt dagegen in der Weise, daß eine Keilgruppe
ausgewählt wird, deren Wert .ler Gesamtzahl der Einheiten des Zeilenfehlbetrages
entspricht, und diese Gruppe uni ein Stück vorwärts bewegt wird, welches gleich
ist dein Ouotienten aus der vollen Bewegung dividiert durch die Anzahl der Spatienkörper
von unbestimmte-.- Größe.
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Die volle Bewegung der Keile in jeder Richtung
wird
begrenzt durch feste Anschlagschienen 45 und 46, die am besten aus Abb. 3 und 4
ersichtlich sind. Zwischen die vorderen Enden der Keile und die Anschlagschiene
46 ist eine bewegliche Anschlagschiene 47 eingeschaltet, welche zur Wirkung kommt,
wenn die Vorwärtsbewegung der Keile vor der vollen Hublänge angehalten werden soll
(vgl. Abb. 4.).
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Es ist zur Erzielung einer genauen Einstellung wesentlich, daß die
Teile nicht federn oder nachgeben oder sich aus ihrer endgültigen Stellung herausbewegen,
und aus diesem Grunde sollen die Keile unmittelbar mit den Anschlagstangen in Berührung
treten, obwohl sie von Trägern oder Schlitten 32a bis 38a gehalten werden. Diese
Schlitten fassen gegen entgegengesetzte Enden der Keile, wie aus Abb. i ersichtlich
ist, und auf sie wirken die Anordnungen zur Bewegung und zum Festhalten der Keile.
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Die Keilschlitten -gleiten auf einer festen Bahn 48, die einen Teil
des Maschinengestelles bildet und die Form eines Gitters besitzt, in dessen Zwischenräumen
eine Rippe 49 der Schlitten verschiebbar ist. Dadufch werden die Schlitten parallel
gehalten. Gleichzeitig ist die Führung dieser Teile locker .genug, um zu ermöglichen,
daß durch eine Querbewegung alle Schlitten festgeklemmt und starr gegen Längsverschiebung
gehalten werden, wenn das Ergebnis der Einstellung nutzbar gemacht werden soll.
Das Festklemmen der Keilschlitten wird im vorliegenden Fall durch einen Stift 5o
(Abb. i) hervorgebracht, der durch das Seitengestell hindurchragt und von (lern
kurzen Arm eines Hebels 51 beeinflußt wird. Der lange Arm dieses Hebels wird durch
einen Kolben 52 bewegt, der pneumatisch von dem pneumatischen System der Maschine
verschoben wird.
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Dadurch, daß die Keilschlitten quer eingeklemmt werden, werden die
Keile fest in eingestellter Lage gesichert, so draß sie sich nicht zurückdrängen
lassen, wenn der Druck, der zur Einstellung des Formblattes. notwendig ist, darauf
ausgeübt wird. Anderseits können die Keile sich frei seitlich oder quer zu ihrer
Länge einstellen, je nach der Lage,. die sie einnehmen müssen, wenn eine größere
oder geringere Anzahl von Keilen vorgeschoben wird.
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Die Keile werden durch mechanische Mittel vorgeschoben, die zweckmäßig
von der Kraftwelle der Maschine unter Einschaltung einer nachgiebigen Verbindung
in Tätigkeit gesetzt werden, derart, daß` die beweglichen Teile zum Stillstand kommen
können, während sich die Keile an beliebiger Stelle einer Vorwärtsbewegung befinden.
Die zweckmäßigste Antriebsvorrichtung umfaßt ein Paar von Zangen für jeden Keil.
Die Zangen sind bei der dargestellten Ausführungsform etwa den bisher zum Einstellen
des Stempelrahmens und Gleitrahmens angewandten Zangen ähnlich.
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Diese .Zangen sind .am besten in Seitenansicht -in Abb. 2, 3 und 4
ersichtlich. Aus diesen Abbildungen ergibt sich, daß jede Zange ein Paar von Zangenarmen
53 und 54 umfaßt. Die Zangenarme 53 und 54 sind oben .mit Zangenbacken 53a und 54.9
verbunden, die auf Führungsstangen 55 verschiebbar sind. Die -oberen Enden der Zangenbacken
verschieben sich in den Schlitzen zwischen der Gleitbahn 48 und werden in solcher
Lage gehalten, daß sie mit den Rippen 49 der Keilschieber zusammenwirken und diese
Schieber mit den Keilen in der einen oder anderen-Richtung bewegen.
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An den unteren Enden sind die Zangenarme durch nachgiebige Verbindungen
miteinander verbunden, die zweckmäßig aus in Blöcken 57 verschiebbaren Stangen 56
betehen, um welche Schraubenfedern 58 gewunden sind.- Die Anordnung ist derart,
daß die Blöcke 57 an den Enden der Zangenarme sich drehen können, und :die Arme
unabhängig voneinander vorwärts und rückwärts gehen, wobei jedoch der Annäherung
der unteren Enden durch die eingeschalteten Federn ein Widerstand geleistet wird,
welcher die Vorwärtsbewegung der oberen Enden herbeizuführen sucht.
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Die Zangenarme sind zwischen-ihren Enden gelenkig aufgehängt, und
zwar hängen die Arme 53 an Trägern 59, die an einer Querwelle 6o (Abb. 3, 4) sitzen,
und die Arme 54 an Trägern 61, die mit einer Querwelle 62 verbunden sind, welche
in den unteren Enden von Armen 63 gelagert ist, die auf einer Pendelwelle 64 befestigt
sind. Die Pendelwelle 64 wird durch einen Arm 65 in Schwingung versetzt, der in
Abb. 5 punktiert gezeichnet und vermittels einer Lenkstange 66 mit einem. Auge 67
.an. einer Seite des üblichen Zangen-. hebels 68 angelenkt ist, welcher bei 69 gelagert
ist und zwischen die üblichen Exzenter auf der Exzenterwelle 28 hinabragt.
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Dieser Antrieb für .die Keilzangen ist derart gegenüber den Zangen
zur Einstellung des Maternrahmens abgestimmt, daß die Keilzangen und Maternzangen
sich gleichzeitig öffnen und schließen, während die Stiftzangen sich öffnen, wenn
die Keilzangen sich schließen und umgekehrt. Die Anordnung wird verständlich, wenn
man beachtet, daß bei den älteren Maschinen die beiden Zangengruppen zum Einstellen
des Stempelrahmens abwechselnd wirken, indem die Stiftzangen, welche die Stifte
für die anfängliche Einstellung erfassen, sich zu -der Zeit schließen, zu welcher
die Maternzangen sich öffnen und umgekehrt. _ 1
Die Zangenbacken
53' sind jede mit einer senkrecht beweglichen Backe 53b versehen, die unter
gewöhnlichen Umständen so weit vorragt, daß sie die Zwischenanschlagstange 47 erfaßt.
Dadurch wird die "Lange 53 gehalten und kann sich nicht vorwärts bewegen, bis entweder
die Backe gelöst wird oder die Schiene .1 .7 vorwärts geht. Die Backen 53b sind
mit geschlitzten Enden versehen, mit denen sie auf den hinteren Enden von Hebeln
7o reiten. Diese Hebel sind um feste Drehzapfen 71 schwenkbar und nehmen
unter gewöhnlichen Umständen die in Abb. 3 gezeichnete Lage ein.
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Wenn diese Hebel in die in Abb. d. gezeichnete Lage bewegt werden,
so bewegen sich die Backen 53b abwärts und der "Zangenarm 53 kann vorwärts gehen.
In diesem Fali bilden die vorderen Enden der Hebel 7o bei 72 Anschläge, welche die
Vorwärtsbewegung der Zangenbacken 5.Ia verhindern. Infolgedessen hängt es von der
Stellung des Hebels 70 für eine bestimmte Zange ab, -,welcher von den Backen
dieser Zange vorwärts geht.
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Die Hebel 7o bilden einen Teil der Sperr-und Auswahlvorrichtungen,
wobei die Hebel entweder unmittelbar oder mittelbar entsprechend Symbolen in Registerstreifen
bewegt werden, welche anzeigen, daß Typenkörper geformt werden sollen und zur Erzielung
der richtigen Breitenbemessung der Typenkörper die entsprechenden Keile auswählen.
Gewöhnlich werden die Hebel in Übereinstiniinung niit Symbolen bewegt, die Typenkörper
von normaler Größe bedeuten.
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Gewöhnlich nimmt das vordere Ende ;2 jedes Hebels 70 eine Lage
unmittelbar über dem aufwärts gebogenen Ende 73 eines damit zusammenwirkendeilHebels
74 (Abb. 3) ein, der um eine seitlich und senkrecht bewegliche Welle 75 schwingt.
Die äußeren Enden der Hebel 74 sind gelenkig mit aufwärts ragenden Fühlern 76 verbunden,
deren Enden in Führungen 77 des Maschinengestells lose gehalten werden und mit einer
Trommel 78
zusammenwirken.
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Die Welle 75 ist an den oberen Enden von Lenkern 79 angebracht, die
nach unten ragen und gelenkig mit Armen 8o auf einer Pendelwelle 8i verbunden sind.
Die Pendelwelle 8 i wird durch eine Gelenkverbindung 82 (siehe .AM. 3, d.
und 5) von dem Zentrierstifthebel 9 in Schwingung versetzt, wobei vermöge einer
Schlitz- und Stiftverbindung zwischen dein Lenker und einem Arm an der Pendelwelle
81 eine Schwingbewegung der Welle nur während eines Teiles der Bewegung des Zentrierstiftliebels
eintritt.
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Wenn die Pendelweile 8 i in Schwingung versetzt wird und dabei die
oberen Enden eines oder mehrerer der Fühler 76 gegen die Tronlniel78 treffen, so
werden die inneren Enden 73 der Hebel 7:I angehoben und infolgedessen der oder die
Hebel 7o aufwärts bewegt, um die Zangenbacken 54a zu sperren und die Zangenbacken
53a des betreffenden Paares frei zugeben. Sollte jedoch der Fühler 76 vor einer
Durchbrechung der Trommel 78 stehen, so würde das äußere Ende des Hebels 74 angehoben
werden, und die Zangenbacke 54' kann vorwärts gehen, während die entsprechende Zangenbacke
53' zurückgehalten wird. Die Trommel 78 wird entsprechend Symbolen im Manuskript
eingestellt, «-elche Typenkörper bestimmter Größe anzeigen. Ihre Durchbrechungen
sind so angeordnet, ciaß sie den zugehörigen Fühler durchtreten lassen, um die Auswahl
derjenigen Zangenbacken zu bewirken, welche in Tätigkeit treten sollen und die Auswahl
der richtigen Keile veranlassen.
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Die Trommel 78 ist schematisch und in Abwicklung in Abb. 17
und 18 gezeigt. An j eder Reihe von Durchbrechungen sind Ziffern angeschrieben,
welche die Einheitsgröße des Typenkörpers anzeigen, «-elche eingestellt wird, wenn
die betreffende Durchbrechungsreihe finit den Fühlern 76 zusammenwirkt. Die verschiedenen
Lochreihen in der Troininel 78 stimmen überein mit den verschiedenen Stellungen
des Maternrahmens bei der Bildung von normalen Typenkörpern. Durch Verbindungen
wird die Trommel in Übereinstimmung mit der Bewegung des Maternrahmens gedreht.
Zweckmäßig ist die Welle 83 (Abb. 3, .)_), auf welcher die Trommel 78 befestigt
ist. mit einem Zahnrad versehen, welches mit einer Zahnstange in Eingriffs steht,
die sich quer über die Maschine erstreckt und mit der Anschlagzahnstange für die
Maternbacken gekuppelt ist. Die Maternbacken-Anschlagstange ist (las Glied. welches
durch die Backen der Stiftzangen bei den älteren Maschinen eingestellt und in ihrer
Lage gesichert wird und ihrerseits als Vorrichtung zum Einstellen der Maternbacke
dient. Infolgedessen befindet sich diese Stange stets in einer Lage, welche der
Lage des Stempelrahmens oder Maternträgers entspricht und wird jedesmal in eine
neue Stellung gebracht, wenn der Maternträger für einen Typenkörper anderer Größe
eingestellt wird. Die Stifte, welche das Einstellen der Stiftbacken steuern, werden
unmittelbar beeintlußt durch die Symbole des 'Manuskriptes. Durch die beschriebenen
Verbindungen wird die Trommel 78 eingestellt und die wirksam werdenden Hebel
70 bestimmt, so daß die gewünschten Keile aus der Keilgruppe ausgewählt werden.
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Die Hebel 70 werden gewöhnlich in ihrer in Abb. 3 gezeichneten
Lage durch - Federn 87a erhalten, können aber, wenn sie aus dieser Lage lierausbe,%vegt
werden, durch einen drehbaren
Halter 88 gesperrt werden, welcher
über die linken Enden der Hebel greift. Der Halter wird periodisch und in richtigem
Zeitverhältnis bewegt. Die Anordnung ist so getroffen, daß der Halter 88 über die
Enden der in Tätigkeit versetzten Hebel 7o herüberbewegt wird, ehe der Druck auf
die Zange einwirkt, so daß die verstellten Hebel unveränderlich in ihrer Lage gehalten
werden, um die zugehörigen Zangenbacken an einer Seite festzuhalten und an der anderen
Seite freizugeben. Sie werden während der Wirkung der Zangenbacken vollständig festgehalten,
aber vor der Einleitung des nächsten Satzvorganges freigegeben und durch ihre Federn
87« in die normale Lage zurückgeführt.
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Das Einstellgetriebe übt seine Aufgabe aus bei der Herstellung aller
Satzkörper, sowohl der Letternkörper als der Ausschlußstücke. Er befindet sich gewöhnlich
unter dem Einfluß eines Getriebes, das durch normale Typensymbole des Manuskriptes
beeinflußt wird; aber da die Abmessungen der Ausschlußstücke durch die Symbole des
Registerstreifens, welche den Zeilenfehlbetrag und die Spatienzahl angeben, vor
der Bildung der Zeile bestimmt werden, muß eine Vorkehrung getroffen werden, durch
welche während der Bildung der Zeile beim Darbieten eines Ausschlußsymbols die richtigen
Elemente des Einstellgetriebes ausgewählt werden, um ein Ausschlußstück von richtiger
Größe zu bilden. Dies erfordert, daß irgendwelche Teile des Steuergetriebes durch
die Zeilenfehlraum- und Spatienzahlsymbole eingestellt werden, wodurch die Auswahl
der richtigen Elemente des Abmessungsgetriebes für die Bildung von Ausschlußstücken
erfolgt, aber das Einstellgetriebe frei bleibt, um Typenkörper zwischen den Ausschlußstücken
zu gestalten.
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Die durch die Symbole für die Zeilenfehllänge und die Spatienzahl
erfolgte Einstellung bildet eine Steuervorrichtung, welche bei der Erzeugung jedes
Ausschlußstückes zwei Aufgaben erfüllt, nämlich erstens die Keile des Einstellgetriebes
auswählt, welche, wenn sie eine volle Bewegung machen würden, im Wert einem einzigen
Ausschlußkörper entsprechen würden, der die Fehllänge der -ganzen Zeile ausfüllen
würde, und zweitens die Bewegung der ausgewählten Keile an einem Punkte unterbricht,
welcher abhängt von der Anzahl der Spatien in der Zeile, z. B. bei halber Bewegung
für zwei Spatien, bei einer Drittelbewegung für drei Spatien usw.
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Zweckmäßig umfaßt die Steuervorrichtung sekundäre Auswähler, die von
dem die Fehllänge angebenden Symbol des Manuskriptes beeinflußt werden. Diese Auswähler
bleiben unter gewöhnlichen Umständen unwirksam, werden aber während der Bildung
einer Satzteile dann wirksam, wenn ein Ausschlußstück erzeugt werden soll. Die Auswähler
bringen, wenn sie in Tätigkeit gesetzt werden, die richtigen Keile zur Wirkung,
welche, wenn sie eine volle Bewegung erfahren würden, die Fehllänge mit einem einzigen
Ausschlußstück ausfüllen würden. Um diese Fehllänge gleichmäßig auf die verschiedenen
Ausschlußstücke zu verteilen, wird eine weitere Einstellung hervorgebracht, und
zwar durch ein Verteilungsgetriebe, welches durch das die Spatienzahl angebende
Symbol des Manuskriptes beeinflußt wird und die Bewegung der ausgewählten Keile
entsprechend der Anzahl der in der Zeile vorhandenen Spatien unterbricht.
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Dieses Verteilungsgetriebe hat zweckmäßig die Form eines abgestuften
Anschlages, welcher durch die Spatienzahlsymbole gesteuert wird. Der abgestufte
Anschlag bleibt während der Bildung der Zeile eingestellt und wird vor der Bildung
der nächsten Zeile neu eingestellt, entsprechend der Zahl der Spatien in der neuen
Zeile. Er bleibt jedoch unwirksam, wenn nicht ein Ausschlußstück, sondern ein Letternkörper
gebildet werden soll.
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Dieses Ergebnis wird durch die Anwendung eines sekundären Anschlages
zwischen dem abgestuften Anschlag und den Keilen erreicht, welcher nur dann mit
dem abgestuften Anschlag in Berührung kommt, wenn ein Spatiensymbol dargeboten wird.
Dieser Zwischenanscblag bildet, wenn er sich in normaler Stellung befindet, zweckmäßig
den Anschlag zur Begrenzung der Bewegung der Keile, wenn diese ihre volle Bewegung
bei der Bildung normaler T#:penkörper ausführen und bildet einen Teil der Vorrichtung,
welche durch die Spatiensymbole beeinflußt wird und die Einstellung der Keile auf
die Einstellvorrichtung überträgt, die durch die Symbole für die Zeilenfehllänge
und Spatienwahl eingestellt ist.
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Der Zwischenanschlag ist bei der dargestellten Ausführungsform die
bewegliche Anschlagstange 47, die, wie oben schon erwähnt, mit der Backe 53b zusammenarbeitet.
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Das Getriebe, welches bei der dargestellten Ausführungsform durch
die Symbole für die Fehllänge und die Spatienzahl eingestellt wird, hat folgende
Einrichtung: Unter jedem der Hebel 7o ist ein sekundärer Auswählhebel 92 angebracht,
welcher ;Lurch Längsverschiebung in und außer Wirksamkeit gebracht werden kann.
Diese Hebel 9a sind an Führungen 93 eines festen Maschinengestellteiles verschiebbar
und an einem Ende mit Ausschnitten 94 versehen, welche über eine Querstange 95 greifen
können. Ferner haben die Hebel einen abwärts gericbteten Vorsprung 96, durch welchen
sie in der Längsrichtung verschoben werden, um den
einen oder anderen
Ausschnitt 9.1 in Eingriff finit der Stange 95 zu bringen.
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Diese Bewegung der sekundären Auswählliebel ergibt sich aus Abb. 3
und 4. In Ahb. 3 sind die Hebel mit vollen Linien in der einen Lage und in punktierten'
Linien in der anderen .age gezeichnet. während in Abb. d. der erste Hebel in der
einen Lage und der zweite Hebel in der anderen Lage sieh befindet. Wenn einer dieser
sekundären Auswä hlliebel aufwärts gedreht wird, trifft er mit dem zugehörigen Hauptauswählhebel
zusammen und hebt diesen in eine solche Lage, daß er finit der Zangenbacke 5:1°
(s. Abb. d. in rollen Linien) in Eingriff kommt. Diese Schwingbewegung wird durch
die Ilnden 73 der Hebel 74 hervorgebracht, wenn diese aus der Lage der Abb. 3 in
die Lage der Abb..I umgestellt sind und durch die Pendelwelle 81 bewegt werden.
Die Unistellung der Hebel ; d. geschieht unter dein Einfluß der Spatiensymlx@le
iin Manuskript.
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Die abwärts ragenden Enden 96 der sekundären Auswählhebel wirken init
T-förinige.n Schwingarmen 97, einer für jeden Hebel, zusammen, die alle auf einer
Welle 98 gelagert sind. Die abwärts gerichteten Enden der Schwingarme 97 werden
durch Druckkolben bewegt, die in einer Reibe in einem Block ioo angeordnet sind.
Während der Umdrehung der Maschine vor dein Beginn des Satzes einer Zeile werden
die in Frage koniinenden Kolben entsprechend dein Zeilenfehlbetragsymbole im Manuskript
in Tätigkeit gesetzt und bewegen die zugehörigen sektnidären Auswählliebel, so daß
nur die hier<it;rcii bestimmten Hebel in ihrer Stellung bleiben, uni die Auswahlverrichtung
durchzuführen. Die Zylinder dieser Kolben erhalten durch eine besondere Einrichtung
ihr Druckmittel.
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Die sekundären Auswählhebel werden in ihre normale Stellung durch
einen Schwingrahmen ioi zurückgeführt, der finit aufwärts gerichteten Arenen 102
gegen die hinteren Enden (ler Hebel trifft. Dieser Schwingrahmen wird durch mechanische
Mittel von der Daumenwelle io3 aus angetrieben. Die Daumenwelle 103 wird
von der Welle 29a durch gleich große Stirnräder 10_j. (Abb. 3) angetrieben. Die
Verbindung umfaßt einen Hebel io5 mit einer Rolle io6, die finit dem Daumen
107 zusammenwirkt, und eine lange Lenkstange io8, die finit (lein unteren
Ende eines Hebels iog verbunden ist. Das obere Ende dieses Hebels iog ist drehbar
finit einer Schubstange i io verbunden, die durch eine Feder i 1 i niedergehalten
wird, aber gewöhnlich gegen die Wirkung der Feder i i i durch einen Stift 112 aufwärts
gehalten wird, der am hinteren Ende eines auf der Welle 98 drehbaren Hebels 113
angebracht ist. Auf das vordere Ende wirkt ein Kolben r i4, der zw-e; <mäßig
in der Reibe der die Arme 97 bewegenden Kolben angeordnet ist.
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Die Schubstange i 1o ist mit einem Ausschnitt i 15 an ihrer unteren
Kante versehen, welcher über einen Stift i 16 eines Armes 117 greifen kann, der
nach unten vom Schwingrahmen ioi vorspringt. Wenn daher der erste Kolben entsprechend
einem Symbol im slanuskript bewegt wird, wird die Schtil)-stange i io gesenkt und
faßt den Arm an der Schwingwelle, um alle sekundären Auswählliebe] in normale Stellung
zurückzuführen.
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Wenn die Maschine arbeitet, werden die Schubstangen iio und ihre Verbindungen
von der Daumenwelle 103 während jeder Umdrehung der Maschine bewegt, aber die Einstellung
der Hebel wird nur während einer einzigen Umdrehung der Maschine vor dem Beginn
einer Satzzeile bewirkt. Während alle in Frage kommenden Kolben gleichzeitig vorgedrückt
werden können, ist die `'Wirkung der Teile derartig, daß alle sekundären Hebel in
die normale Stellung zurückgeführt werden, selbst wenn einige von ihnen gerade durch
ihre Kolben bewegt worden sind, daß aber die gewünschten sekundären Auswählhebel
von neuem bewegt werden oder bei der Rückschwingung der Schwingrahmenarme diesem
folgen und in ihrer eingestellten oder zurückgezogenen Lage verharren, während die
Bildung der Zeile fortschreitet.
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Aus dem Vorstehenden ergibt sich, Saß die sekundären Auswählhebel
entsprechend den Zeilenfehlbetragsymbolen im Manuskript eingestellt werden, so daß
sie, wenn sie bewegt werden, die richtigen Keile auswählen, die ini Wert den gesamten
unbesetzten Zeilenräum darstellen, der durch Vergrößerung der Ausschlußstücke aufgebraucht
werden muß, wobei diese Ausschlußstücke gewöhnlich die Wortzwischenraumtypen sind.
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Es bleibt noch zu beschreiben, durch welche Vorrichtung die Bewegung
der Keile derart gesteuert wird, daß beim Darbieten des Svnibols für ein Ausschlußstück
die Keile sich um eine Strecke vorwärts bewegen, die im genauen Verhältnis zur Anzahl
der Spatien in der Zeile steht, so daß eine Größenbemessung stattfindet, welche
dem Quotienten der gesamten Fehllänge geteilt durch die Anzahl der Spatien gleich
ist.
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Die mittlere Anschlagschiene :17 steht gewöhnlich in der in Abb. 3
gezeichneten Lage vor der festen Anschlagstange .16. Die mittlere Anschlagschiene
.17 ist in Abb. 6 schaubildlich und in Abb. 7 in Ansicht von unten dargestellt.
Die Keile treffen gegen die gerade vordere Kante :17a. Eine an der Schiene vorgesehene
Zahnstange 118 ist mit einem Schieber i i9 verbunden, welcher in Führungen i2o an
der Deckplatte in der Längsrichtung
verschiebbar ist (s. Abb.7).
Ein verstellbarer Anschlag 121 -wird durch Berührung mit der einen oder anderen
Stufe des abgestuften Anschlages 122 (Abb. 8) eingestellt.
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Der abgestufte Anschlag ist so gegenüber der Zw ischenanschlagschiene
angeordnet, daß er diese Schiene in solche Lage einstellt, daß sie die Bewegung
der Keile bei der Hälfte ihrer Bewegung unterbricht, wenn zwei Ausschlußstücke in
der Zeile vorhanden sind, bei einem Drittel, wenn drei Ausschlußstücke vorhanden
sind, bei einem Viertel, wenn vier Ausschlußstücke in der Zeile vorkommen usf. Die
Anzahl der Stufen -wird so groß gemacht, daß sie der Anzahl der Ausschlußstücke
in irgendeiner Zeile entsprechen können. Es hat sich in der Praxis gezeigt, daß
fünfzehn Anschlagstellungen im allgemeinen vollauf ausreichen, und infolgedessen
ist Vorkehrung getroffen, um die Stange in fünfzehn Stellungen einstellen zu können.
Die Stufen des abgestuften Anschlages 122 werden zweckmäßig durch eine Reihe von
Stangen 122d gebildet (Abb. 9), welche in einem Schlitten 123 angebracht sind, der
in Führungen 124 (Abb. -o) in der Deckplatte der Maschine geführt ist und geradlinig
quer zu der Bahn der mittleren Anschlagstange 47 oder quer zur Bahn - des daran
befindlichen Vorsprunges 121 verschoben -werden kann.
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Die Einstellung aus einer Lage in die andere -wird durch Symbole im
Manuskript gesteuert, welche die Anzahl der Spatien in der Zeile anzeigen. Die Bewegung
wird durch einen Druckmittelantrieb hervorgebracht, welcher durch diese Symbole
gesteuert wird. Das Steuerungsgetriebe kann verschiedene Ausführung haben, soll
aber in der Lage sein, den abgestuften Anschlag unmittelbar aus einer Lage in die
andere zu bringen, ohne die Rückführung in eine Anfangslage zu .bedingen. Dieses
Ergebnis -wird bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel durch ein Paar von Druckmittelkolben
erreicht, welche einander entgegenwirken, aber deren einer eine überwiegende Kraft
hat und dessen Bewegung rlurch Anschläge bestimmt wird, die durch die erwähnten
Symbole des Manuskriptes eingestellt -werden.
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Der Schlitten 123 (Abb. -o und i i) ist mit einer Zahnstange 125 versehen,
die mit einem Zahnrad 126 auf dem oberen Ende einer senkrechten Welle 127 in Eingriff
steht, die in der Deckplatte gelagert ist und am oberen Ende ein Zahnrad 129 trägt,
mit welchem eine Zahnstange i3o in Eingriff steht. Diese Zahnstange 130 verschiebt
sich in Lagern der Deckplatte und -wird an enem Ende von den vorderen Enden eines
Drückers 131 beeinflußt, der durch einen Kolben getrieben und durch einen Stifteingestellt
wird. Der Drücker i3 i ist zweckmäßig am Ende eines Zylinders 132 angebracht, der
sich auf einem Kolben verschiebt und durch Druckluft eingestellt wird. Die Rückbewegung
des Zylinders 132 erfolgt durch Federn 13d., die '\Torwärtsbewegting wird durch
Anschläge unterbrochen, -welche durch die Symbole im Manuskript gesteuert werden,
so daß, -wenn der Zylinder vorgeschoben -wird, er die Lage des abgestuften Anschlages
durch die Wirkung der beschriebenen Zahnstangen und Zahnräder bestimmt.
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Auf der oberen Seite des Schlittens 123 für den abgestuften Anschlag
ist ein Zylinder 135 (Abb. 8) angebracht, in -welchem ein Kolben arbeitet. Der Zylinder
und der Kolben bilden einen Motor, -welcher bei Zufuhr eines Druckmittels dazu dient,
den Schlitten und den abgestuften Anschlag in einer Richtung zu bewegen, bei -welcher
die Zahnstange 130
gegen den Zylinder 131 vorwärts geht. Wie ersichtlich,
kann der Zylinder oder Anschlag 131 in jede beliebige von fünfzehn Stellungen eingestellt
werden. Dies ist durch eine Anordnung möglich, bei welcher die Meßvorrichtungen
Werte bekommen, die sich verhalten -wie 1, 2, 4 und 8, und durch Kombination dieser
Werte kann jede Stellung erreicht werden, die einem Wert von eins bis fünfzehn entspricht.
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Wenn der abgestufte Anschlag vor dem Satz einer Zeile richtig eingestellt
ist, -wird er in solcher Stellung durch eine Sperrklinke 137 (Abb. 1z) gesichert.
Diese wird gewöhnlich in -wirksamer Stellung durch eine Feder 138 erhalten, kann
aber durch einen Druckmittelkolben 139 zurückgezogen werden. Zwischen dem Kolben
und dem Arm der Sperrklinke ist eine Feder eingeschaltet, so daß der Kolben unveränderlich
einen vollen Hub machen kann. Dies geschieht deshally, weil dieser Druckmittelkolben
zugleich als Ventil zum Steuern des Druckmittelzutritts zu dem Zylinder 132 gebraucht
-wird, der den Anschlag 131 für den abgestuften Anschlag bewegt.
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Die Zwischenanschlagschiene 47, deren Stellung die Bewegung der Keile
je nach der Zahl der in der Zeile vorhandenen Ausschlußstücke bestimmt, -wird von
einem Druckmittelantrieb verstellt, der zwei entgegengesetzte Zylinder 141 und 1d.2
(Abb. 13) besitzt. Die Kolben dieser Zylinder sind durch eine Zahnstange 143 miteinander
verbunden, die mit einem Zahnrad --.d. in Eingriff steht. Dieses Zahnrad steht auf
der entgegengesetzten Seite mit der Zahnstange i 18 an dem -Schieber i 19 in Eingriff,
-welcher die Anschlagschiened.7 trägt. Dieser Antrieb wird jedesmal in Bewegung
gesetzt, wenn ein Ausschlußstück zu bilden ist. Der Zufluß des Druckmittels zur
Hervorbringung der Bewegung wird
durch Symbole firn Manuskriptstreifen
gesteuert.
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Es ist bereits erwähnt, (Maß die Einstellung der Auswahlvorrichtungen
für die Keile von den Spatiensvmbolen ini Manuskript abhängt, indem eine Steuerung
von den Auswahlvorrichtungen zur Bestimmung von Letternkörpern vorbestimmter Weite
auf den -lechanisnius zur Größenbemessung der Ausschlußstücke umgestellt wird. Diese
Umstellung der Steuervorrichtung wird dadurch hervorgebracht, daß die Hebel7d verschoben
werden, so daß die Enden 73 dieser Hebel entweder die Auswählhebel7o oder die seklin-.
dären Auswählhebel 92 treffen. Das Getriebe zur Hervorbringung der unmittelbaren
Unistellung ist das Folgende: Die «-elle 75, auf welcher die Hebel 74 schwingbar
sind, ist, «vie oben erwähnt, auf den oberen Eiiden von Lenkstangen 7 9 (.Abu. 3
und .1) angebracht und kann senkrecht und seitlich bewegt werden. Diese Welle ist
finit aufwärts ragenden Armen 1d6 einer Sch«-ingwelle 147 verbunden. Diese Schwingwelle
besitzt einen dritten Arin 148, welcher finit einer langen Stange 1.19, zweckmäßig
in nachgiebiger -'eise durch eine Feier 15o, verbunden ist. Stange 149 ist am oberen
Ende mit einem Spatienliebel 151 verzapft (Abu. 1d), der zweckmäßig parallel mit
dein Zentrierstifthebel 7 angebracht ist. Dieser Hebel wird unter gewöhnlichen Umständen
hinten durch eine Feder 152 niedergehalten. Die oberen Enden der Arme 1d6 der Schwingwelle
147 arbeiten in Schlitzen des festen Ouerstückes 93 des -Maschinengestelles, so
rlaß ihr Anschlag in jeder Z begrenzt ist. Wie ersichtlich ist, hat eine
Aufwärtsbewegung des hinteren Indes des Spatienhebels 151 (las Ergebnis, daß die
Schwinghelle 1.17 aus der in Abb. 3 gezeichneten Lage in die in Abu. d gezeichnete
Lage gebracht wird. Dadurch «erden die Hebel 74 zur Verstellung der Auswälilliebel
von clen Hauptauswählliebeln auf die sekundären Auswählhebel umgestellt und umgekehrt.
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Wenn die Hebel 74 die in Abb.3 gezeichnete Lage haben, bei welcher
sie mit den Hauptauswählhebeln 70 zusammenarbeiten, bewirkt eine Aufwärtsbewegung
der Welle 7 5 der Hebel. wenn keine Mfnung in der Troniniel 78 den Eintritt des
Fühlers 76 zuläßt, daß rlie aufwärts gebogenen Enden 73 die Hebel 7 o anheben. Wenn
die Hebel 7.1 sich in der in Abb. d gezeichneten Lage befinden, bei welclier sie
die sekundären Auswählhebel bewegen, «-irken sie finit Schultern 76a zusammen. durch
die die äußeren l;riden der Hebel niedergehalten «-erden, so daß nur den inneren
Enden die Aufwärtsbewegung gestattet ist- Da nur diejenigen sekundären Hebel, welche
verstellt werden sollen, sich in der das Verstellen ermöglichenden Stellung befinden,
kann die notwendige Auswahl bewirkt werden, ohne Rücksicht auf COffnungen in der
Trommel. Es können jedoch auch üftnungen in der Trommel zu diesem Zweck vorgesehen
sein oder andere bekannte durch Symbole des Manuskriptes gesteuerte Einrichtungen
zur I'-rfüllung des gleichen Zweckes gewählt werden.
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Der Spatienhebel 151 ist auf einer Konsole 153a (Abb.1d) an dem Hebel
für den Zentrierstift angebracht. Sein vorderes Ende ist bei 153 gegabelt (Abb.
15). Dieses gegabelte Ende wirkt mit einer Rückhaltestange 154 zusaimnen,
die am unteren Ende in einem Lager 155 schwingbar angebracht ist, «-elches am festen
Gestell befestigt ist. Ein Winkelhebel 156, der durch einen Druckmittelkolben 157
verstellt wird, dient zur Bewegung der Rückhaltestange 154 in eine solche Lage,
daß ihr einstellbarer lZ-opf 158 mit dem gegabelten Ende des HeLels 151 zusammenwirkt.
Dadurch wird das vordere Ende des Hebels unter Spannung der Feder 152 niedergehalten.
Wenn der Drehpunkt des Hebels durch Aufwärtsbewegung des Hebels für den Zentrierstift
angehoben wird. wird das hintere Ende angehoben und die Umstellung der Steuervorrichtung
von einem Satz der Auswählglieder zum anderen hervorgebracht. Der Druckmittelkolben
157 wird ((urch ein Spatiensymbol des Manuskriptes in Tätigkeit gesetzt.
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Die Stange 154 und ihr Winkelhebel 156 zusammen mit den Zugstangen
159, 16o, den Winkelhebeln 161 und 162 und DruckmittelkOlben 157a und 157U ähneln
-Maschinenteilen. ,lie bisher angewandt wurden, um den Cbertragungsblock umzustellen
und die --#,ussclilieLlkeile in solche Lage zu bringen, daß sie eingestellt werden
können. Im vorliegenden Fall wird der Winkelhebel 161 durch das die Giell3-purnpe
sperrende Symbol des -Manuskriptes gesteuert und nicht durch ein Spatiens_vmbol
wie bisher, und der Winkelhebel 162 wird durch (las Schiffchenumstellsymbol des
1Mamiskriptes gesteuert anstatt durch ein andere: Spatiensymbol.
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Die Zugstangen 159 und 16o wirken finit Schlitzen in einer geschlitzten
Platte zusainnien, welche vom vorderen Ende des Hebels für den Zentrierstift getragen
wird. Wenn sie sich damit in Eingriff befinden, können die Zugstangen angehoben
werden. Unter gewöhnlichen Umständen jedoch bleiben die Stangen 154, 159 und 16o
außer Eingriff mit ihren Verstell^liedern an (lern Zentrierstifthebel und dein Hebel
151. Sie werden nur dann damit in Eingriff gebracht, wenn dies durch die richtigen
Svmbole im Manuskript bedingt wird.
Die Zugstange 159 (Abb. 15)
ist am unteren Ende mit einem Arm eines Winkelhebels 164 verzapft, der in einem
festen Lager schwingbar ist und mit dem anderen Arm einen Pumpensperrschieber 165
erfaßt, der am unteren Ende einen Stift 166 faßt, der in den Pumpensperrhebeln 167
angebracht ist. Diese Hebel sind .an ihren unteren Enden mit der Pumpensperrvorrichtung
168 verbunden.
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Die andere Zugstange 16o ist mit einem ähnlichen Winkelhebel 169 verzapft,
dessen anderer Arm mit dem Kopf 17o einer Stange 171 für die Umstellung des Setzschiffes
zusammenwirkt, welches gewöhnlich durch eine Feder 172 zurückgeschoben wird. Die
Anordnung ist derart, daß die Pumpensperrung unabhängig von der Setzschifumstellung
bewegt werden kann, daß aber bei einer Verstellung der Setzschiffumstellung auch
die Pumpensperrung verstellt werden muß.
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Dieses Ergebnis wird dadurch erreicht, daß der Kopf 17o der Stange
171 in dem Schieber 165 gelagert ist, so daß eine Vorwärtsbewegung des Kopfes 17o
auf den Schieber übertragen wird, während der Schieber selbst unabhängig vorgeschoben
werden kann, worauf er in seine normale Stellung durch eine Feder 173 zurückgeführt
wird.
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Die Stange 171 wirkt wie bisher in der Weise, daß der Sperrhebel umgestellt
wird, so daß das Setzschiffgetriebe in Wirkung treten kann. Ebenso wirkt die Pumpensperrung
168 in bekannter Weise, d. h. wenn die Verbreiterung, die einen Teil der Pumpensperrung
bildet, sich in einer solchen Lage befindet, daß sie mit dem Ende 284 der Sperrklinke
285 zusammenwirkt, wird die letztere außer Eingriff mit dem Hebel 286 gebracht,
so däß die beiden Hebel 286 und 287 außer Verbindung kommen. Unter diesen Umständen
macht der Hebel 286 eine unabhängige Bewegung und der Hebel 287, der
die Pumpe steuert, bleibt unwirksam. Als Antriebsmittel dient im vorliegenden Falle
Druckluft. Ehe jedoch die Bauart der Antriebseinrichtung beschrieben wird, soll
zunächst noch die Bauart und Steuerung einzelner Ventile beschrieben werden. Es
ist nämlich von großer Bedeutung, daß die Verstellung der Ventile oder Steuerschieber,
die gleichzeitig oder nacheinander verstellt werden, mit außerordentlicher Geschwindigkeit
geschehen muß, so daß das endgültige Ergebnis fast in einem Augenblick erreicht
werden kann, obwohl die Teile nacheinander bewegt «-erden.
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Man vergleiche zunächst Abb. 16; unter dem Bloch Zoo für die Druckmittelkolben
sind drei mechanisch bewegte Steuerschieber 174, 175, 176 angebracht.. Der Schieber
174 steuert den Druckmittelzufluß zu dem Zvlinder 132, der Schieber 175 (Abb.
13) steuert den Druckmittelzufluß zu den Zvlindern 141 und 142, während der Schieber
176 das Druckmittel für den Antrieb zur Änderung der Größenbemessungen der Gießform
steuert. Jedes dieser Steuerorgane hat die Form eines Muschelschiebers. Wenn gleichmäßiger
Druck in der den Schieber umgebenden Kammer vorhanden ist, läßt eine Bewegung des
Schiebers in einer Richtung Druck in eine Rohrverbindung eintreten, während eine
Bewegung des Schiebers in der anderen Richtung die Luftzufuhr unterbricht und den
Austritt der Luft aus dieser Rohrverbindung gestattet. Diese Schieber können alle
durch ein Verschieben von Stangen 174.a, 175a und 176a bewegt werden, die in dem
Schieberblock _ 177 angebracht sind und an einem Ende über den Block herausragen,
so däß sie von Hebeln 178, 179, 18o (Abb. 3) gefaßt werden können.
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Die Hebel 178 und 179 sind bis unter ihr Lagerkonsol 181 (Abb. 8)
verlängert und wirken mit mechanisch bewegten Vorrichtungen zusammen, die durch
Exzenter auf der -Daumenwelle 103 bewegt «-erden. Diese Vorrichtungen stehen aber
unter der Kontrolle von Einrichtungen, die die inezhanische Verbindung entsprechend
im Manuskript vorhandenen Simbolen herstellen oder unterbrechen.
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Besonders aus Abb.3, 4 und 13 erkennt man, daß ein Paar von Lenkern
18-2 und 183, deren Länge einstellbar ist, mit Hebeln 183a und 184 verbunden sind.
Diese können durch Exzenter 185 auf der Welle 103 in Schwingung versetzt werden,
wobei Federn 186 die Rollen an den Exzenterhebeln gegen die Exzenter halten. Die
Lenker 182 und 183 sind an den entgegengesetzten Enden mit Schlitzen versehren,
in welche Stifte an den unteren Enden der Hebel 178 und 179 eintreten. Die Schlitze
haben die Form eines Winkels, -in dem der Schlitz 187 im Lenker 182 einen nach unten
erstreckten Teil 188 besitzt, während der Schlitz 189 im Lenker 183 einen nach oben
reichenden Teilego aufweist (Abb.3). Federn 191 halten die Lenker nach oben, derart,
daß der Lenker 183 sich in solcher Lage 1;efindet, das er nicht hin und her geschoben
werden kann, ohne den Hebel 188 zu bewegen, his der Lenker niedergedrückt wird und
der Stift an dem Hebel 18o in dem wagerecht lies;enden Teil des Schlitzes 19o eintritt.
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Das Umgekehrte findet statt bei dem Lenker 182, weil bei diesem die
Feder den Stift am Hebel 179 in dem oberen wagerechten Teil 188 des Schlitzes zu
erhalten strebt, so daß der Hebel 179 nicht in Schwingung versetzt wird und seinen
Schieber nicht bewegt. Unter gewöhnlichen Umständen jedoch wird
der
Lenker 182 durch eine Stange 192 gegen die Wirkung seiner Feder nach unten
gehalten. Die Stange 192 ist oben mit einem Arm 193 an der Pendelwelle 1,.7
verbunden. Die Verbindung zwischen der Stange 192 und dem Lenker 182 ist durch Schlitz-
und Stiftverbindung 19.1 hergestellt, so daß der Lenker unter gewissen Bedingungen
niedergedrückt bleiben kann, selbst wenn die Pendelwelle 1.17 in Schwingung versetzt
wird. Dieser Zustand tritt ein, wenn nur ein einziges Ausschlußstück in der Zeile
gebildet werden soll, wobei die Zwischenanschlagschiene :17 in ihrer Normalen Lage
(Abb.3) verharrt, und die ausgewählten Keile einen vollen Hub ausführen, da nur
ein Spatiensvinbol zur Wirkung kommt.
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Die Einrichtung zur Erreichung dieses Ergebnisses umfaßt einen Druckmittelantriell
1t)5 (Abb. 8), dessen Spindel 196 durch einen Vorsprung 197 all dem Schlitten 125
für den abgestuften Anschlag eingestellt werden kann, wenn der letztere am «-eitesten
vorgeschoben ist. Diese Lage nimmt der Schlitten immer ein, wenn das Einstellwiderlager
131 entsprechend dein Symbol für ein einziges Ausschlußstück die äußerste Lage erreicht
hat. Wenn der Vorsprung 197 gegen die Kolbenstange 196 trifft, wird Druckluft dem
Zylinder 198 zugeführt, der unmittelbar über dein Lenker 182 steht. Der.
Kolben 199 (Abb. 3) dieses "Zylinders ist durch eine Verbindungsstange Zoo finit
diesem Lenker verbunden, so #laß er ihn gegen die Wirkung der Feder 191 abwärts
hält, selbst wenn die Peildelwelle -1:17 in Schwingung gesetzt wird und unter gewöhnlichen
Umständen eine Aufwärtsbewegung des Lenkers gestatten würde, die eine Bewegung des
Schiebers 175 zur Folge hätte.
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Der zweite Lenker 183 wird unter gewöhnlichen Linständen durch seine
Feder 191 aufwärts gehalten, so (laß er unwirksam ist. Er wird aber durch den Kolben
199 entsprechenden Kolben niedergedrückt. Dies tritt gleichzeitig mit der Zulassung
von Druckluft zum Kolben 11.1 ein. Der letztere verstellt, wie angegeben, den Hebel
113 (Abb. 3 Mitte), tini zu gestatten. (laß der Schieber 2o2 das Getriebe erfaßt,
das die sekundären Auswählliebel zurückführt. Wenn der Hebel 178 und der zugehörige
Schieber verstellt werden, wird (furch diesen Schieber Druckluft dem Kolbenschieber
139 (Abb. 12) zugeleitet, welcher die Sperrung 137 für den abgestuften Anschlag
steuert. Durch diesen Kolbenschieber wird zugleich Druckluft dem Druckmittelzylinder
132 (Abb. 1o) zugelassen, um das bewegliche Widerlager 131 vorzuschieben, das die
Einstellung des abgestuften Anschlages gestattet.