DE3817645C2 - Fahrerkabine mit Schwenksystem - Google Patents
Fahrerkabine mit SchwenksystemInfo
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- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62D—MOTOR VEHICLES; TRAILERS
- B62D33/00—Superstructures for load-carrying vehicles
- B62D33/06—Drivers' cabs
- B62D33/063—Drivers' cabs movable from one position into at least one other position, e.g. tiltable, pivotable about a vertical axis, displaceable from one side of the vehicle to the other
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- Component Parts Of Construction Machinery (AREA)
- Operation Control Of Excavators (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine verfahrbare Arbeitsmaschine mit
zwei in Fahrtrichtung hintereinander angoeordneten Fahrzeugteilen,
wobei ein Fahrzeugteil ein Arbeitsgerät aufweist, das um
eine vertikal angeordnete Hochachse um einen Drehwinkel ϕ aus
einer Ausgangsstellung heraus- und zurückbewegbar ist, und das
andere Fahrzeugteil mit einer Fahrerkabine versehen ist, die
für die Vor- und Rückwärtsfahrt der Maschine relativ zu
dieser um eine im wesentlichen vertikal verlaufende Schwenkachse
aus einer Ruhestellung quer zur Fahrtrichtung heraus in
Richtung der jeweiligen Fahrt in eine Fahrtstellung um mindestens
einen Schwenkwinkel βF, βH mittels eines Antriebes
verschwenkbar ist.
Dahingehende verfahrbare Arbeitsmaschineen können an Stellen
zum Einsatz kommen, wo sie ebenso oft und ähnlich lange vorwärts
wie rückwärts fahren müssen. Dies sind beispielsweise
Schaufellader im Untertageeinsatz, wo aufgrund der geringen
Durchfahrtsbreiten in Stollen oder Tunnels ein Wenden unmöglich
ist, ferner Industriefahrzeuge für den innerbetrieblichen
Transport, insbesondere zwischen Regalreihen verfahrbare
Quersitzstapler, sowie Flughafenschlepper o. dgl.
Bei einem derart gelagerten Fahrbetrieb ergibt sich für den
Fahrer die Anforderung, je nach Fahrtrichtung den Fahrzeugvorausraum
oder den Fahrzeugrückraum beobachten zu müssen und
für den Fall, daß die Arbeitsmaschine Arbeitsgeräte aufweist,
im Betrieb auch diese zu überwachen.
Bei der im allgemeinen üblichen Anordnung des Fahrersitzes in
Richtung der Vorwärtsfahrt muß der Fahrer bei der Rückwärtsfahrt
den Kopf und auch den Rumpf stark verdrehen. Dies führt
zu einer Zwangshaltung des Fahrers mit einer hohen Beanspruchung
der Nacken-, Schulter- und Rumpfmuskulatur durch Haltungsarbeit
und des übrigen Haltungsapparates durch Haltungskräfte.
Darüber hinaus liegt ein Teil des zu beobachtenden
Sichtbereiches, insbesondere im Hinblick auf das zu überwachende
Arbeitsgerärt, außerhalb des zulässigen Umblickfeldes,
was zum einen eine Gefährdung zur Folge hat und zum anderen zu
einem Abfall der Leistung im Arbeitssystem Mensch - Maschine
führt.
Das zulässige Umblickfeld ist bezüglich der medianen Ebene des
menschlichen Körpers als Winkelbereich definiert, dessen
Scheitelpunkt zwischen den Augen liegt. Die Werte für das
zulässige Umblickfeld hängen in der Regel vom Anwendungsfall
und vom jeweiligen Stand der Forschung ab. So rechnet man zur
Zeit für Schaufellader im Untertageeinsatz mit einem maximalen
zulässigen zur medianen Ebene symmetrischen Umblickfeld von
190°.
Es ist zwar bei Quersitzstaplern und Untertageladern bekannt,
den Fahrersitz mit seiner Vorderseite quer zur Fahrtrichtung
der Maschine anzuordnen, so daß in etwa gleichwertige Sichtverhältnisse
vorwärts wie rückwärts gegeben sind. Dies führt
jedoch nur zu einer Verminderung der oben genannten Schwierigkeiten,
nicht hingegen zu ihrer völligen Behebung, da der
schlecht einsehbare Bereich lediglich auf die Fahrzeugseite
verlagert wird, welche der Fahrer gerade den Rücken zukehrt.
Insbesondere wenn die Arbeitsmaschine mit dem Arbeitsgerät um
eine Kurve fährt, beispielsweise in einem Stollen oder Tunnel,
läßt sich das Arbeitsgerät nur noch schwer überwachen und
entsprechend ansteuern.
Bei einem gattungsfremden Quer-Gabelstapler nach der
DE 28 34 447 A1 ist es bekannt, die Fahrersitze zu verschwenken.
Dies geschieht vom auf dem Fahrersitz sitzenden Fahrer
aus, der von Hand bei Unterbrechung des Arbeitsablaufs den
Fahrersitz von der Vorwärts- in die Rückwärts-Fahrtrichtung
und umgekehrt um jeweils 180° verschwenkt. Bei einer anderen
gattungsfremden Art von Arbeitsmaschinen, beispielsweise nach
der EP 01 13 716 A1, sind schwenkbare Fahrzeugsitze bekannt, die
stufenlos durch Menschenkraft gegen eine wirksame Rückstellkraft
zum Zwecke der Beobachtung des rückwärtigen Arbeitsbereichs,
beispielsweise bei Ackerschleppern, während des Betriebes
verschwenkbar sind. Bei einer weiteren gattungsfremden
Arbeitsmaschine nach der DE 25 44 525 A1 sind Kabinen bekannt,
die als Ganzes schwenkbar sind. Bei diesen erfolgt das Verschwenken
aber nicht während des Betriebsablaufs, sondern nur
bei Stillstand der verfahrbaren Arbeitsmaschine. Der Schwenkbereich
der Fahrerkabine ist hier auf 180° eingeschränkt,
wobei grundsätzlich in der einen Winkelstellung die Arbeitsmaschine
verfahrbar ist und in der anderen Winkelstellung die an
der Arbeitsmaschine angeschlossenen Arbeitsgeräte bedient
werden.
Durch die DE 33 46 309 A1 ist eine gattungsfremde verfahrbare
Arbeitsmaschine bekannt, bei deren Vorwärts- oder Rückwärtsfahrt
die Fahrerkabine relativ zu dieser um eine im wesentlichen
vertikal verlaufende Schwenkachse aus einer Ruhestellung
heraus in Richtung der jeweiligen Fahrt in eine Fahrtstellung
schwenkbar ist. In Abhängigkeit von der jeweiligen Verfahrrichtung
der Arbeitsmaschine wird also auch hier die Fahrerkabine
um jeweils 180° verschwenkt. Durch die gattungsfremde
US 38 84 321 ist es bekannt, die Fahrerkabine in Stellungen
parallel zur Verfahrrichtung von der einen seitlichen Randbegrenzung
des Fahrzeuges zu der anderen mittels eines Trapezgestänges
um einen Winkel von etwa 90° zu verschwenken.
All diese bekannten Maßnahmen dienen dazu, der Bedienperson
einen verbesserten Überblick beim Betrieb der Maschinen zu
schaffen, sowie die beschriebenen Zwangshalterungen beim Fahrer
vermeiden zu helfen.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, bei verfahrbaren Arbeitsmaschinen mit in
Fahrtrichtung hintereinander angeordneten Fahrzeugteilen der
Bedienperson einen verbesserten Überblick in jedem Betriebszustand
der Maschine zu schaffen, ohne daß die beschriebene
Zwangshaltung auftritt.
Diese Aufgabe wird bei einer verfahrbaren Arbeitsmaschine mit
den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst. Dadurch, daß gemäß dem
kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 die Fahrerkabine aus
ihrer Ruhe- oder Fahrtstellung bei Geradeausfahrt der Arbeitsmaschine
in Richtung der jeweiligen Fahrt synchron mit der
Änderung des Drehwinkels ϕ des Fahrzeugteils mit dem Arbeitsgerät
um den jeweiligen Schwenkwinkel βF, βH verschwenkbar
ist, wird die Fahrerkabine automatisch der Drehbewegung des
Arbeitsgerätes nachgeführt, wie sie beispielsweise dadurch
entsteht, daß die Arbeitsmaschine um eine Kurve fährt, so daß
der Fahrer, ohne eine Zwangshaltung einnehmen zu müssen, auch
die äußersten, der Kurveninnenseite zugekehrten Ecken der
Arbeitsmaschine in Richtung der Fahrt einsehen kann, um so
beispielsweise bei einem Schaufellader im Untertageeinsatz ein
Anstoßen beim Kurvenfahren mit der Wand eines Stollens oder
Tunnels vermeiden zu können. Dabei kann das für den Fahrer
physiologisch nachteilige Verschwenken auf ein Mindestmaß
begrenzt werden, wenn erst bei einem maximal eingeschlagenen
Drehwinkel des Arbeitsgerätes die Fahrerkabine um den maximal
vorgesehenen Schwenkwinkel in Fahrtrichtung verschwenkt ist.
Das Ausrichten der Augen des Fahrers braucht dann nicht durch
eine tordierte und damit erzwungene Haltung des Fahrers bewirkt
werden, sondern wird durch das Verschwenken der gesamten
Fahrerkabine um eine vertikale Achse in eine vorgegebene
Winkelstellung für die Vorwärts- und Rückwärtsfahrt erreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Arbeitsmaschine umfaßt der maximale Schwenkbereich βF + βH
der Fahrerkabine höchstens einen Winkel von 150°. Es hat sich
gezeigt, daß aus physiologischen Gründen heraus dieser Winkelbereich
besonders günstig ist, damit beispielsweise beim
Verschwenken der Fahrerkabine beim Fahrer keine Übelkeit
auftritt. Zum anderen kann dann aufgrund der eingeschränkten
Platzverhältnisse auf der Arbeitsmaschine der notwendige Platz
für das Verschwenken der Fahrerkabine möglichst klein gehalten
werden, da aufgrund der Einsatzorte, beispielsweise im Untertagebau,
die Arbeitsmaschine nicht beliebig groß ausgestaltet
werden kann. Auch hat gerade bei dem angegebenen maximalen
Schwenkbereich von 150° der Fahrer im allgemeinen Sicht über
alle sichtrelevanten Winkelbereiche, ohne daß er eine Zwangshaltung
einnehmen muß, da alle relevanten Sehwinkelbereiche im
physiologisch zulässigen Umblickfeld liegen. Diese sichtrelevanten
Winkelbereiche ergeben sich zum einen aus der Fahraufgabe
und zum anderen aus der gestellten Arbeitsaufgabe für das
Fahrzeug. Innerhalb dieser Winkelbereiche liegen der Vorausraum
und die Fahrzeugbegrenzungen in Fahrtrichtung sowie die im
Augenblick an der Arbeitsmaschine betriebenen Arbeitsgeräte.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der Schwenkbereich
aus dem nach vorne gerichteten Schwenkwinkel
und aus dem nach hinten gerichteten Schwenkwinkel
gebildet. Hierdurch ist die Fahrerkabine um eine vertikale
Achse für einen Drehwinkel ϕ des Arbeitsgerätes in zwei
diskrete Winkelstellungen in Vorwärts- und Rückwärtsfahrt
richtung relativ zum Fahrzeugrahmen mittels des Antriebs
schwenkbar. Die Winkelstellungen sind konstruktiv so festge
legt daß der zwischen den beiden Schwenkwinkeln eingeschlos
sene maximale Schwenkbereich klein und trotzdem groß genug
ist, um die Nebenbedingung zu erfüllen, daß alle augenblick
lich relevanten Sichtbereiche möglichst im zulässigen Um
blickfeld des Fahrers liegen.
Das zulässige Umblickfeld des Fahrers weist von der Median
ebene des menschlichen Körpers aus gesehen einen in Fahrtrich
tung nach vorn bzw. nach hinten gerichteten zulässigen Um
blickfeldwinkel αFZ bzw. αHZ auf. Für ein ausreichend zu
lässiges Umblickfeld wird nach dem Stand der Forschung in
der Ergonomie bei einem um eine vertikale Achse fest mit
der Arbeits
maschine verbundenen Arbeitsgerät ein Betrag für die beiden
Winkel von αFZ=αHZ=55° gewählt, so daß das genannte
zulässige Umblickfeld in diesem Fall αFZ+αHZ=100° ist.
Ist das Arbeitsgerät um seine Hochachse vor- und zurück
drehbar und damit mit der Arbeitsmaschine beweglich verbun
den, ist es für die Sichtverhältnisse des Fahrers ausrei
chend, einen Umblickfeldwinkel mit αFZ=95° und αHZ=55°
zu bestimmen. Das zulässige Umblickfeld ist dann
αFZ+αHZ=150°.
Ist der beim Verschwenken der Fahrerkabine überstrichene
Schwenkwinkel klein, wird ein zügiger und rationeller Arbeits
ablauf erreicht und der Fahrer physiologisch geschont.
Ist der Schwenkwinkel ausreichend groß dimensioniert, ist
die Sicht des Fahrers über alle sichtrelevanten Winkelbe
reiche gewährleistet, ohne daß er hierfür eine Zwangshaltung
einnehmen müßte. Für die konstruktive Auslegung der Schwenk
winkel werden die Abmessungen der Arbeitsmaschine, der
Drehwinkel des
Arbeitsgerätes sowie die Position des in der Fahrerkabine
befindlichen Fahrers zum Rahmen der Arbeitsmaschine berück
sichtigt. Hierbei ist auch an die Möglichkeit gedacht,
daß der Drehwinkel des Arbeitsgerätes gleich Null ist.
Dies ist beispielsweise bei einem Gabelstapler der Fall,
dessen Arbeitsgerät mit der Arbeitsmaschine um eine verti
kale Achse fest verbunden ist. In diesem Fall ergeben
sich auf Grund der oben angeführten konstruktiven Festlegun
gen für die maximalen Schwenkwinkel kleinere Winkelbeträge,
als wenn das Arbeitsgerät um seine Hochachse aus seiner
Ausgangsstellung mit einem Drehwinkel herausgedreht wäre.
Nimmt der Drehwinkel einen von Null verschiedenen Wert an,
beispielsweise beim Kurvenfahren der Arbeitsmaschine mit ei
nem um die Hochachse vor- und zurückdrehbaren Arbeitsgerät,
ergeben sich auf Grund der konstruktiven Festlegung der
maximalen Schwenkwinkel höhere Winkelbeträge für sie,
und die Fahrerkabine verschwenkt aus ihrer Ruhestellung
heraus bis zum Erreichen der jeweiligen Fahrtstellung
um diese größeren Beträge.
Ist die Fahrerkabine synchron mit der Drehbewegung des
Arbeitsgerätes verschwenkbar, wird sie bei einem Drehwinkel
gleich Null, was beispielsweise bei der Geradeausfahrt der
Arbeitsmaschine auftritt, je nach Fahrtrichtung um die
kleineren Winkelbeträge der Schwenkwinkel in die jeweilige
Fahrtstellung für Geradeausfahrt der Arbeitsmaschine ver
schwenkt, um von dort aus, sobald der Drehwinkel einen
von Null verschiedenen Wert annimmt, beispielsweise beim
Kurvenfahren, mit dem sich aus dem Drehwinkel konstruktiv
ergebenden Schwenkwinkel synchron in eine weitere Fahrt
stellung zu verschwenken, die mit der Ruhestellung zusammen
einen größeren Schwenkbereich umfaßt als der bei der Gerade
ausfahrt eingenommene Schwenkbereich.
Bei einer weiteren Ausführungsform ist der maximale Schwenk
winkel in jeder Richtung von einem Anschlag begrenzt. Dies
führt zu einer besonders einfachen konstruktiven Begrenzung
der maximalen Schwenkwinkel in Vorwärts- und Rückwärts-Fahrt
richtung, wenn als Antrieb ein herkömmlicher Motor, bei
spielsweise ein Verbrennungsmotor, verwendet wird.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist für das Ein- und
Aussteigen des Fahrers die Fahrerkabine in eine Grundstellung
verschwenkbar, in der der Fahrer einen besseren Zugang zu
seinem Arbeitsplatz hat, was den Ein- und Ausstieg erleich
tert.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist eine
Vorrichtung vorhanden, die den Antrieb für das Verschwenken
der Fahrerkabine, vorzugsweise aus ihrer Ruhestellung heraus,
um einen beliebig wählbaren Schwenkwinkel innerhalb des
maximalen Schwenkbereichs auslöst. Hierdurch kann eine
weitere Winkelstellung der Fahrerkabine festgelegt werden,
die zwischen den beiden maximalen Schwenkwinkeln liegt
und die dem Fahrer eine gleichwertige Sicht sowohl nach
vorwärts als auch nach rückwärts bietet und für Einsatzfälle
häufiger Fahrtrichtungswechsel gedacht ist, wo eine Schwen
kung aus physiologischen Gründen nicht mehr sinnvoll er
scheint. Durch das Auslösen des Verschwenkens der Fahrerka
bine von Hand wird es in das Belieben des Fahrers gestellt,
wann er ein Verschwenken wünscht und wann nicht.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
verschwenkt der Antrieb der Fahrerkabine diese automatisch
ab einer definierten Fahrstufe, beispielsweise dem 2. Gang,
oder einer definierten Geschwindigkeit der Arbeitsmaschine
um den jeweiligen Schwenkwinkel, deren Richtung lediglich
von der Fahrtrichtung abhängt. Dies stellt vor allem eine
Sicherheitsmaßnahme dar, um bei höheren Geschwindigkeiten
eine absichtlich oder unabsichtlich durch den Fahrer bewirkte
Kabinenstellung zu verhindern, die die Sicht in Fahrtrichtung
nicht gewährleisten würde.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die
Vorrichtung für das Auslösen des Antriebes zum Verschwenken
der Fahrerkabine eine von Hand betätigbare Auslösevorrichtung,
die an einem Stellteil für die Wahl der Fahrtrichtung der
Arbeitsmaschine vorhanden ist. Hierdurch wird die Schwenkbe
wegung der Fahrerkabine mittels eines "Mehrfunktionen-Stell
teils" ausgelöst, mit dem neben dem Fahrtrichtungswechsel
auch zugleich das Verschwenken der Fahrerkabine in Richtung
der jeweiligen Fahrt eingeleitet wird. Dem Fahrer wird
dabei die Möglichkeit an die Hand gegeben, die beiden Funk
tionen Vorwärts- oder Rückwärtsfahren der Arbeitsmaschine
und Vorwärts- oder Rückwärtsverschwenken der Fahrerkabine
gemeinsam bzw. auch voneinander getrennt auszulösen. Diese
Wahlfreiheit seitens des Fahrers erweist sich beim Rangieren
als vorteilhaft, wenn mehrere Fahrtrichtungswechsel kurz
hintereinander erfolgen müssen und ein Verschwenken der
Fahrerkabine nicht immer angebracht ist.
Bei einer Ausführungsform geht die Schwenkachse der Fahrer
kabine durch den Körperschwerpunkt des Fahrers. Hierdurch
treten beim Fahrer geringe Belastungen beim Verschwenken
der Fahrerkabine durch Fliehkräfte auf.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform geht die
Schwenkachse der Fahrerkabine durch den Kopf des Fahrers
hindurch. Hierdurch wird sichergestellt, daß auf die be
schleunigungssensiblen Organe im Mittelohr keine oder höch
stens vernachlässigbare translatorische Beschleunigungen
wirken können. Ferner verändert sich durch diese Maßnahme
die Position des Sehapparats des Fahrers nicht. Dies ist
insofern vorteilhaft, als die Gefahr einer Desorientierung
beim Fahrer auf Grund der Schwenkbewegung vermieden werden
soll. Außerdem können so höhere Schwenkgeschwindigkeiten
erreicht werden, ohne daß physiologische Bedenken dem entge
genstehen würden.
Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform geht die
Schwenkachse der Fahrerkabine durch einen Betätigungsschwer
punkt des Fahrers hindurch. Diese Maßnahme hat zum Ziel,
daß die Fehlbedienung von Stellteilen seitens des Fahrers
infolge der Beschleunigungen, die bei der Schwenkung der
Fahrerkabine auftreten, möglichst vermieden werden. Der
Betätigungsschwerpunkt ist dabei gleich dem Massenschwer
punkt einer Menge von Massenpunkten, die man erhält, wenn
man die mittlere Position aller der Gefahr einer Fehlbe
tätigung unterliegenden Stellteile als Punkte auffaßt,
die als Masse die durch den Fahrer ausgeübte Betätigungs
häufigkeit des jeweiligen Stellteils besitzen.
Die Schwenkachse der Fahrerkabine kann mit einer imaginären
Achse zusammenfallen, deren Lage sich aus dem arithmetischen
Mittelwert der einzelnen Koordinaten von durch den Körper
schwerpunkt, durch den Kopf des Fahrers sowie durch den
Betätigungsschwerpunkt hindurchgehenden frei wählbaren
Achsen ergibt. Dabei sind die einzelnen Koordinaten je
nach ihrer Bedeutung mit einem Gewichtungsfaktor versehen,
der auch den Wert Null annehmen kann.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind hierbei die
frei wählbaren Achsen durch die durch den Körperschwerpunkt,
den Kopf und den Betätigungsschwerpunkt hindurchgehenden
Schwenkachsen, die nach dem oben Gesagten bestimmt werden,
gebildet. Hierdurch kann beispielsweise durch entsprechendes
Gewichten die Schwenkachse der Fahrerkabine näher am Betä
tigungsschwerpunkt liegen, um so ein Fehlbedienen der Stell
teile weitgehend vermeiden zu helfen, gleichzeitig aber
so die physiologischen Verhältnisse beim Fahrer mit berück
sichtigt werden.
Bei einer weiteren Ausführungsform ist der tatsächlich
maximale Schwenkbereich kleiner als der gemäß Anspruch 3
sich ergebende maximale Schwenkbereich.
Hierdurch kann der Platzbedarf der Fahrerkabine beim Ver
schwenken minimiert werden, was notwendig ist, wenn auf
der Arbeitsmaschine der Platz für ein Verschwenken der
Fahrerkabine innerhalb gemäß der im Anspruch 3 konstruktiv
festgelegten maximalen Schwenkwinkel nicht möglich ist.
Im folgenden ist die Erfindung an Hand eines in der Zeich
nung dargestellten Ausführungsbeispiels im einzelnen erläu
tert.
Es zeigt
Fig. 1 eine vereinfachte Darstellung einer Draufsicht
auf einen Schaufellader,
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende schematisierte
Draufsicht desselben Schaufelladers mit Größen
angaben,
Fig. 3 das zulässige Umblickfeld des Fahrers bei
einem derartigen Schaufellader,
Fig. 4 eine vereinfachte perspektivische Ansicht
der Fahrerkabine der Arbeitsmaschine nach
der Fig. 1,
Fig. 5 ein in der Fahrerkabine nach Fig. 4 in bekann
ter Weise angeordnetes Mehrfunktionen-Stell
teil.
Die Fig. 1 zeigt eine als Ganzes mit 10 bezeichnete verfahr
bare Arbeitsmaschine in Form eines Schaufelladers, wie
er im Untertagebau eingesetzt wird. Der Schaufellader 10
ist mittels vier Rädern 12 verfahrbar und besteht aus einem
auf zwei Rädern 12 verfahrbaren hinteren Fahrzeugteil 14,
das einen Antrieb (nicht dargestellt) für das Verfahren
des Schaufelladers aufweist, und aus einem vorderen auf
zwei Rädern 12 verfahrbaren Fahrzeugteil 16 mit einem als
Schaufel ausgebildeten Arbeitsgerät 18. Der in den Fig. 1
und 2 dargestellte Schaufellader 10 ist in einer Stellung
gezeigt, wie sie beim Verfahren in einer Linkskurve bei
spielsweise in einem Tunnel oder Stollen (nicht dargestellt)
auftritt. Eine Fahrerkabine 20 (Fig. 4) des Schaufelladers 10
ist auf dem in ihrer in Fig. 2 nach rechts gerichteten Blick
richtung entgegengesetzt liegenden und der Schaufel 18
zugekehrten Teil der Oberseite 21 des hinteren Fahrzeugteils
14 vorhanden. Die Fahrerkabine 20 (Fig. 5) ist relativ zu
dem hinteren Fahrzeugteil 14 mittels eines Antriebes (nicht
dargestellt), beispielsweise eines ansteuerbaren Schrittmo
tors, um eine im wesentlichen vertikal verlaufende Schwenk
achse 22 aus einer Ruhestellung 24 mit quer zur Fahrtrichtung
gerichteter Vorderseite heraus in Richtung 26, 27 der jewei
ligen Fahrt mit ihrer Längsachse 28 um einen Schwenkwinkel
βF bzw. βH schwenkbar. Der maximale von der Längsachse 28
der Fahrerkabine 20 in den einzelnen Schwenkstellungen
in Vorwärts(26)- und Rückwärts(27)-Fahrtrichtung eingeschlos
sene Schwenkbereich βF+βH umfaßt dabei einen Winkel von
höchstens 150°.
Die als Arbeitsgerät dienende Schaufel 18 ist in bekannter
und daher nicht näher dargestellter Weise für den Eingriff
in ein Haufwerk und dem anschließenden Materialabtransport
mittels Hydraulikzylinder heb-, senk- und kippbar mit dem
vorderen Fahrzeugteil 16 verbunden. Der vordere Fahrzeugteil
16 mit der Schaufel 18 ist um eine zur Schwenkachse 22
der Fahrerkabine 20 parallele Hochachse 29 um einen Drehwin
kel ϕ aus einer Ausgangsstellung 30 mittels einer bekannten
und daher nicht näher dargestellten Lenkung 31, beispielswei
se beim Verfahren in Kurven, heraus- und zurückdrehbar.
Der Schwenkbereich βF+βH ist aus dem nach vorne gerich
teten Schwenkwinkel
und aus dem nach hinten gerichteten Schwenkwinkel
gebildet mit
LAF = LA + a sin βF
WAF = WA - a cos βF
LAH = LA - a sin βH
WAH = WA - a cos βH
WAF = WA - a cos βF
LAH = LA - a sin βH
WAH = WA - a cos βH
wobei
LH, WH = die Länge bzw. die Breite des hinteren Fahrzeug
teils 14,
LF, WF = die Länge bzw. die Breite des vorderen Fahrzeug teils 16 einschließlich Schaufel 18,
LA, WA = der Abstand der Schwenkachse 22 der Fahrerkabine 20 von der in Blickrichtung der Kabine in ihrer Ruhe stellung entgegengesetzt liegenden bzw. der Schau fel 18 zugekehrten Seite des hinteren Fahrzeug teils 14,
LAF, WAF = der Abstand eines Augenpunktes 32 von der in Blick richtung der Kabine entgegengesetzt liegenden bzw. der Schaufel 18 zugekehrten Seite des hinteren Fahrzeugteils 14, wenn die Fahrerkabine 20 um die Schwenkachse 22 mit dem Schwenkwinkel βF in Vor wärtsfahrtrichtung verschwenkt ist,
LAH, WAH = der Abstand des Augenpunktes 32 von der in Blick richtung der Kabine entgegengesetzt liegenden bzw. der Schaufel 18 zugekehrten Seite des hinteren Fahrzeugteils 14, wenn die Fahrerkabine 20 um die Schwenkachse 22 mit dem Schwenkwinkel βH in die Rückwärtsfahrtrichtung verschwenkt ist,
a = der Abstand des Augenpunktes 32 von der Schwenk achse 22,
ϕ = der zwischen der Ausgangsstellung 30 und der Längsachse 34 des vorderen Fahrzeugteils 16 ein geschlossene Winkel und
αFZ, αHZ = der von der Medianebene 35 aus gesehen in Schwenk richtung nach vorn bzw. nach hinten gerichtete zulässige Umblickfeldwinkel
LF, WF = die Länge bzw. die Breite des vorderen Fahrzeug teils 16 einschließlich Schaufel 18,
LA, WA = der Abstand der Schwenkachse 22 der Fahrerkabine 20 von der in Blickrichtung der Kabine in ihrer Ruhe stellung entgegengesetzt liegenden bzw. der Schau fel 18 zugekehrten Seite des hinteren Fahrzeug teils 14,
LAF, WAF = der Abstand eines Augenpunktes 32 von der in Blick richtung der Kabine entgegengesetzt liegenden bzw. der Schaufel 18 zugekehrten Seite des hinteren Fahrzeugteils 14, wenn die Fahrerkabine 20 um die Schwenkachse 22 mit dem Schwenkwinkel βF in Vor wärtsfahrtrichtung verschwenkt ist,
LAH, WAH = der Abstand des Augenpunktes 32 von der in Blick richtung der Kabine entgegengesetzt liegenden bzw. der Schaufel 18 zugekehrten Seite des hinteren Fahrzeugteils 14, wenn die Fahrerkabine 20 um die Schwenkachse 22 mit dem Schwenkwinkel βH in die Rückwärtsfahrtrichtung verschwenkt ist,
a = der Abstand des Augenpunktes 32 von der Schwenk achse 22,
ϕ = der zwischen der Ausgangsstellung 30 und der Längsachse 34 des vorderen Fahrzeugteils 16 ein geschlossene Winkel und
αFZ, αHZ = der von der Medianebene 35 aus gesehen in Schwenk richtung nach vorn bzw. nach hinten gerichtete zulässige Umblickfeldwinkel
ist.
Der Einfachheit halber bezieht sich die konstruktive Ausle
gung nicht auf jedes einzelne Auge eines Augenpaares des
Fahrers, sondern auf den durch das Augenpaar gebildeten
imaginären Augenpunkt 32, der sich in der Mitte des Augenpaa
res eines hinsichtlich der Körperabmessungen im Durchschnitt
liegenden Fahrers befindet. Der Winkel ϕ hat in der Ausgangs
stellung 30 der Schaufel 18 den Wert Null und wächst im
Gegenuhrzeigersinn bis zu seinem Maximalwert an, der von
der Bauart und dem Einsatzgebiet der Arbeitsmaschine abhängt.
Des weiteren wird der konstruktiven Auslegung der Schwenk
winkel βF und βH ein zulässiges Umblickfeld gemäß Fig. 3
zu Grunde gelegt, das aus der Summe von αFZ=95° und
αHZ=55° gebildet ist, mithin also 150° umfaßt. Ein Wert,
der in der Ergonomie nach dem Stand der Forschung für Schau
fellader mit bewegbarem Arbeitsgerät im Untertageeinsatz
als ausreichend angesehen wird.
Bei diesen Werten für αFZ, αHZ von 95° bzw. 55° (siehe
Fig. 5) ergibt sich für den zweiten Klammerausdruck in
der Formel bei βF der Wert 90°-95°=-5° und bei
βH der Wert 90°-55°=+35°, was dann jeweils für die
Berechnung von βF und βH dem ersten Klammerausdruck abge
zogen bzw. hinzugezählt werden muß.
Dies gilt allerdings, wie bereits ausgeführt, nur für ein
um die Hochachse 29 bewegbares Arbeitsgerät. Ist das Ar
beitsgerät um diese Achse fest mit der Arbeitsmaschine
verbunden, also wie dies beispielsweise bei bestimmten
Gabelstaplern der Fall ist, dann ist es ausreichend,
αFZ=αHZ=55° zu wählen, so daß das zulässige Umblick
feld αFZ+αHZ=110° ist. Dann ergeben sich für die zweiten
Klammerausdrücke Werte von jeweils +35°, die dem ersten
Klammerausdruck zur Bildung von βF und βH jeweils zuzu
rechnen sind.
Bei der konstruktiven Festlegung der Schwenkwinkel βF und βH
geht man bei Schaufelladern im Untertageeinsatz von einem
Drehwinkel ϕ von 40° aus. Hieraus ergeben sich dann unter
Einbeziehung der anderen festen Geometriedaten von Arbeitsma
schine, Fahrer und gewählter zulässiger Umblickfeldwinkel
αFZ, αHZ die maximalen Schwenkwinkel βF und βH. Um diese
Winkel wird die Fahrerkabine 20 je nach Fahrtrichtung vor
wärts bzw. rückwärts verschwenkt, unabhängig davon, welchen
Betrag der Drehwinkel ϕ der Schaufel 18 in Bezug auf den
hinteren Fahrzeugteil 14 momentan hat.
Die Schwenkachse 22 der Fahrerkabine 20 (Fig. 4) geht im
wesentlichen durch den Körperschwerpunkt des nicht darge
stellten Fahrers hindurch. Für das einfachere Ein- und
Aussteigen des Fahrers in bzw. aus der Fahrerkabine 20
ist diese in eine Grundstellung (nicht dargestellt) derart
verschwenkbar, daß der Zugang zur Fahrerkabine nicht durch
andere Aufbauten auf der Oberseite 21 des hinteren Fahrzeug
teils 14 oder durch sonstige Behinderungsmöglichkeiten,
beispielsweise durch die Tunnel- oder Stollenwand, versperrt
wird. Des weiteren läßt sich die Fahrerkabine 20 aus der
Ruhestellung 24 heraus um einen beliebig wählbaren Schwenk
winkel β innerhalb des maximalen Schwenkbereichs βF+βH
verschwenken. Die Fahrerkabine 20 ist ab einer definierten
Geschwindigkeit des Schaufelladers 10 um den jeweiligen
Schwenkwinkel βF oder βH automatisch verschwenkbar. Hierzu
greifen in bekannter und daher nicht näher dargestellter
Weise Sensoren die Fahrtgeschwindigkeit und die Fahrtrichtung
26, 27 der Arbeitsmaschine 10 ab und übermitteln diese an eine
Steuerung, die dann automatisch je nach erfaßter Fahrtrich
tung die Fahrerkabine 20 um den konstruktiv festgelegten
Winkel βF oder βH nach vorn bzw. nach hinten verschwenkt.
Ansonsten löst der Fahrer das Schwenken der Fahrerkabine 20
in Richtung 26, 27 der Fahrt des Schaufelladers 10 von Hand
aus. Hierfür ist, wie dies die Fig. 5 zeigt, eine von Hand
betätigbare Auslösevorrichtung 36 an einem Stellteil 38
für die Wahl der Fahrtrichtung 25 des Schaufelladers 10
vorhanden. Die Pfeile in Fig. 5 geben die Richtung der Betä
tigungsmöglichkeiten von Hand für die Auslösevorrichtung
36 und das Stellteil 38 an. Sobald die Auslösevorrichtung
36 von Hand seitens des Fahrers betätigt wird, verschwenkt
je nachdem, in welcher Fahrtrichtung vorwärts oder rückwärts
das Stellteil 38 von Hand verstellt ist, die Kabine 20
über den Schrittmotor um den Schwenkwinkel βF bzw. βH in
die jewilige Richtung.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist die
Fahrerkabine 20 synchron mit der Änderung des Drehwinkels ϕ
der Schaufel 18 bei deren Verdrehen um die Hochachse 29
verschwenkbar. Hierzu wird mittels eines Sensors in bekann
ter Weise und daher nicht näher dargestellt der im Gegen
uhrzeigersinn gemäß den Fig. 1 und 2 anwachsende Drehwinkel ϕ
erfaßt und an eine Steuerung (nicht dargestellt) weitergelei
tet. Ein weiterer Sensor (nicht dargestellt) ermittelt, ob
sich die Arbeitsmaschine 10 in Vorwärts(26)- oder Rück
wärts(27)-Fahrtrichtung befindet. So lange der Schaufella
der 10 geradeaus fährt, der Drehwinkel ϕ der Schaufel 18
also in etwa Null ist, verschwenkt die Steuerung durch
Ansteuern des Schrittmotors nach Betätigung der Auslösevor
richtung 35 durch den Fahrer die Fahrerkabine 20 in Abhängig
keit der vom Sensor ermittelten Fahrtrichtung 26, 27 um
den Betrag der Schwenkwinkel βF, βH, der sich nach der kon
struktiven Festlegung bei einem Drehwinkel ϕ gleich Null
ergibt, in die jeweilige nach vorne bzw. nach hinten gerich
tete Fahrtstellung, die zusammen mit der Ruhestellung der
Fahrerkabine 20 einen kleineren Schwenkbereich umfaßt, als
wenn der Drehwinkel ϕ von Null verschieden wäre. Wenn dann
beim Kurvenverfahren des Schaufelladers 10 der Drehwinkel ϕ
einen von Null verschiedenen, je nach Stärke des Einschlages
der Lenkung 31 anwachsenden Wert annimmt, erfaßt dies die
Steuerung über den hierfür vorgesehenen Sensor und ver
schwenkt automatisch die Fahrerkabine 20 aus ihrer momentan
eingenommenen Fahrtstellung weiter um einen Betrag, der
dem Schwenkwinkel entspricht, der sich aus der konstruktiven
Festlegung für den durch die Schaufel 18 momentan eingenom
menen Drehwinkel ϕ ergibt. Dabei wird aber der von den
Schwenkwinkeln βF+βH gebildete Schwenkbereich von höchstens
150° nicht überschritten. Nimmt der Drehwinkel ϕ derart zu,
daß dieser maximale Schwenkbereich nach der konstruktiven
Festlegung der Schwenkwinkel βF, βH überschritten würde,
begrenzt die Steuerung ein Verschwenken über diesen maxima
len Schwenkbereich hinaus, indem sie den Schrittmotor für
das Verschwenken der Fahrerkabine 20 abschaltet. Die Fahrer
kabine 20 bleibt dann an dem konstruktiv maximal sich er
gebenden Schwenkwinkel βF, βH stehen, auch wenn der Drehwin
kel ϕ weiter zunimmt.
Würde bei den beiden geschilderten Ausführungsformen der
Erfindung statt der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Stellung
des Schaufelladers 10 in einer Linkskurve diese entlang
einer Rechtskurve verfahren, könnte die Fahrerkabine 20
bei dem dann im Uhrzeigersinn anwachsenden Drehwinkel ϕ
ebenso verschwenkt werden, wie das für die beiden Ausfüh
rungsbeispiele der Erfindung oben erläutert wurde. Es wäre
aber auch denkbar, daß die Fahrerkabine 20 in ihrer Ruhestel
lung 24 verbleibt, weil bei einer Rechtskurve ohnehin die
für ein Verfahren des Schaufelladers 10 einzusehenden Berei
che im wesentlichen im zulässigen Umblickfeld (Fig. 3) des
Fahrers liegen würden.
Die vorstehende Beschreibung und die Zeichnung beschränken
sich nur auf die Angabe von Merkmalen, die für die beispiels
weise Verkörperung der Erfindung wesentlich sind.
Soweit daher Merkmale in der Beschreibung und in der Zeich
nung offenbart und in den Ansprüchen nicht genannt sind,
dienen sie erforderlichenfalls auch zur Bestimmung des
Gegenstandes der Erfindung.
Claims (14)
1. Verfahrbare Arbeitsmaschine (10) mit zwei in Fahrtrichtung
hintereinander angeordneten Fahrzeugteilen (14, 16), wobei ein Fahrzeugteil (16) ein Arbeitsgerät (18) aufweist, das
um eine vertikal angeordnete Hochachse (29) um einen Drehwinkel
(ϕ) aus einer Ausgangsstellung (30) heraus- und
zurückbewegbar ist, und das andere Fahrzeugteil (14) mit
einer Fahrerkabine (20) versehen ist, die für die Vorwärts-
oder Rückwärtsfahrt der Maschine (10) relativ zu
dieser um eine im wesentlichen vertikal verlaufende
Schwenkachse (22) aus einer Ruhestellung (24) quer zur
Fahrtrichtung heraus in Richtung (26, 27) der jeweiligen
Fahrt in einer Fahrtstellung um mindestens einen Schwenkwinkel
(βF, βH) mittels eines Antriebes verschwenkbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrerkabine (20) aus
ihrer Ruhe- oder Fahrtstellung bei Geradeausfahrt der
Arbeitsmaschine in Richtung (26, 27) der jeweiligen Fahrt
synchron mit der Änderung des Drehwinkels (ϕ) des Fahrzeugteils
(16) mit dem Arbeitsgerät (18) um den jeweiligen
Schwenkwinkel (βF+βH) verschwenkbar ist.
2. Arbeitsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der maximale Schwenkbereich (βF+βH) der Fahrerkabine
(20) einen Winkel von höchstens 150° umfaßt.
3. Arbeitsmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schwenkbereich (βF+βH)
für die Fahrt nach vorn aus dem nach vorne gerichteten
Schwenkwinkel
und für die Fahrt zurück aus dem nach hinten gerichteten
Schwenkwinkel
gebildet ist.
4. Arbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der maximale Schwenkbereich (βF+βH)
in jeder Richtung (26, 27) von einem Anschlag begrenzt ist.
5. Arbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß für das Ein- und Aussteigen des
Fahrers in bzw. aus der Fahrerkabine (20) diese in eine
Grundstellung verschwenkbar ist.
6. Arbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung vorhanden ist,
die den Antrieb für das Verschwenken der Kabine (20)
um einen beliebigen wählbaren Schwenkwinkel (β) innerhalb
des maximalen Schwenkbereichs (βF+βH) auslöst.
7. Arbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Antrieb der Fahrerkabine (20)
diese ab einer definierten Fahrstufe, beispielsweise
dem zweiten Gang, oder einer definierten Geschwindigkeit
der Arbeitsmaschine (10) um den jeweiligen Schwenk
winkel (βF, βH) automatisch verschwenkt.
8. Arbeitsmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung für das Auslösen des Antriebes
zum Verschwenken der Fahrerkabine (20) eine von Hand
betätigbare Auslösevorrichtung (36) an einem Stellteil
(38) für die Wahl der Fahrtrichtung (25) der Arbeits
maschine (10) ist.
9. Arbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (22) der Fahrer
kabine (20) durch den Körperschwerpunkt des Fahrers
hindurchgeht.
10. Arbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (22) der Fahrer
kabine (20) durch den Kopf des Fahrers hindurchgeht.
11. Arbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (22) der Fahrer
kabine (20) durch einen Betätigungsschwerpunkt des
Fahrers hindurchgeht.
12. Arbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (22) der
Fahrerkabine (20) mit einer imaginären Achse zusammen
fällt, deren Lage im Raum sich aus dem arithmetischen
Mittel von einzelnen, einen Gewichtungsfaktor aufwei
senden Koordinaten der durch den Körperschwerpunkt,
durch den Kopf des Fahrers sowie durch den Betätigungs
schwerpunkt hindurchgehenden frei wählbaren Achsen
ergibt.
13. Arbeitsmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeich
net, daß die frei wählbaren Achsen von den nach den
Ansprüchen 9 bis 11 bestimmten Schwenkachsen gebildet
sind.
14. Arbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 3 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Minimieren des Platz
bedarfs der Fahrerkabine (20) der tatsächlich maximale
Schwenkbereich kleiner ist als der gemäß Anspruch 3
sich ergebende maximale Schwenkbereich (βF+βH).
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883817645 DE3817645C2 (de) | 1988-05-25 | 1988-05-25 | Fahrerkabine mit Schwenksystem |
| SE8901829A SE8901829L (sv) | 1988-05-25 | 1989-05-23 | Foerarhytt med svaengrum |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883817645 DE3817645C2 (de) | 1988-05-25 | 1988-05-25 | Fahrerkabine mit Schwenksystem |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3817645A1 DE3817645A1 (de) | 1989-11-30 |
| DE3817645C2 true DE3817645C2 (de) | 1994-11-03 |
Family
ID=6355038
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883817645 Expired - Fee Related DE3817645C2 (de) | 1988-05-25 | 1988-05-25 | Fahrerkabine mit Schwenksystem |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE3817645C2 (de) |
| SE (1) | SE8901829L (de) |
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1988
- 1988-05-25 DE DE19883817645 patent/DE3817645C2/de not_active Expired - Fee Related
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| SE8901829D0 (sv) | 1989-05-23 |
| SE8901829L (sv) | 1989-11-26 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
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