DE3817309C2 - - Google Patents
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- E06B—FIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
- E06B3/00—Window sashes, door leaves, or like elements for closing wall or like openings; Layout of fixed or moving closures, e.g. windows in wall or like openings; Features of rigidly-mounted outer frames relating to the mounting of wing frames
- E06B3/66—Units comprising two or more parallel glass or like panes permanently secured together
- E06B3/6617—Units comprising two or more parallel glass or like panes permanently secured together one of the panes being larger than another
-
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- E06B3/54—Fixing of glass panes or like plates
- E06B3/5427—Fixing of glass panes or like plates the panes mounted flush with the surrounding frame or with the surrounding panes
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
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- Load-Bearing And Curtain Walls (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine rahmenlose Verglasung
(structural glazing) gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Aus der EP-OS 02 50 989 ist eine rahmenlose Doppelvergla
sung bekannt, die über eine tragende Versiegelung an einem
Fassadenpfosten angeordnet ist. Als zusätzliche Sicherung,
insbesondere bei Versagen der tragenden Versiegelung im
Brandfall, sind zusätzliche Halter Vorgesehen. Die zusätz
lichen Halter sind über eine Schraubverbindung an dem Fas
sadenpfosten befestigt und greifen in die Ränder der äuße
ren Scheiben. Dazu müssen Nuten in die Ränder der äußeren
Scheiben eingefräst werden, in Welche dann die freien Enden
der Halterung eingreifen.
Bei dieser bekannten Konstruktion ist es von Nachteil, daß
durch die Anordnung der freien Enden der Halter in den
Nuten bereits bei intakter tragender Versiegelung Zwängun
gen auf die Glasscheiben ausgeübt werden, da die Glasschei
ben aufgrund von insbesondere Winddruck oder -sog
Bewegungen relativ zum Halter unterworfen sind. Diese
Zwängungen können zu Schäden an der Glasscheibe und somit
auch zum Bruch der Glasscheibe bei intakter tragender
Versiegelung führen. Zudem müssen in aufwendiger Weise
Nuten in die Ränder der Glasscheiben eingefräst werden, um
die Halter anordnen zu können.
Aus der DE-GM 87 04 683 sind Doppelverglasungen bekannt,
die über eine tragende Versiegelung an einem Rahmen befe
stigt sind. An der Wetterseite der äußeren Glasscheibe sind
zusätzlich Vorsatzscheiben angeordnet. Aufgrund einer Beab
standung zwischen den Vorsatzscheiben und den Glasscheiben
entstehen Zwischenräume, in welche als Sicherungs- und Hal
temittel dienende Laschen mit ihren freien Enden eingrei
fen. Die Laschen sollen die Glasscheiben vor einem Herab
fallen für den Fall sichern, in welchem die Verklebung am
Rahmen versagen sollte.
Auch diese bekannte Konstruktion weist den Nachteil auf,
daß die freien Enden der Haltemittel Zwängungen auf die
Verglasung ausüben. Auch hier besteht somit die Gefahr, daß
bei intakter tragender Versiegelung die Zwängungen einen
Schaden oder gar einen Bruch der Glasscheiben zur Folge
haben. Daneben können die vorgeschlagenen Haltemittel nur
dann Verwendung finden, wenn auf die äußere Glasscheibe mit
Abstand angeordnete Vorsatzscheiben verwendet werden.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine rahmenlose
Verglasung Zu schaffen, bei welcher zusätzlich zur tragen
den Versiegelung angeordnete Haltemittel bei intakter tra
gender Versiegelung keinen für die Verglasung schädigenden
Einfluß verursachen.
Die Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Verglasung durch
die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
Durch die Anordnung von Haltern wird gewährleistet, daß nach
einem Versagen der tragenden Versiegelung im Brandfall die
Verglasung nicht als Ganzes herabsturzen kann, sondern gehalten und ggfs. durch die
Hitzeeinwirkung in kleinere Stücke zerbricht. Verfügbare
hochhitzebeständige Kleber sind in der Lage, ihre Funktion
bei Temperaturen bis zu 1600°C und mehr beizubehalten. Bei
den vorgeschriebenen Brandversuchen treten Temperaturen bis
ca. 1200°C auf, so daß eine ausreichende Sicherheit
gewährleistet ist. Im normalen Gebrauch übernimmt die
Silikonverklebung die Abtragung von Kräften wie Wind,
Temperatur und z. T. Eigengewicht. Im Brandfall übernehmen die
verklebten Halter die Sicherung der Scheibe.
Die Halter sind vorzugsweise derart ausgebildet, daß sie
Bewegungen der tragenden Versiegelung folgen können, so daß
bei Nachgiebigkeit der Silikonverklebung keine Zwängungen auf
die Verglasung ausgeübt werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind Halter an den Elementen
der Fassade mit Spiel angeordnet, so daß eine
Verschiebung in Richtung senkrecht zur Ebene der Verglasung
erfolgen kann.
Insbesondere ist zwischen einem Halter und einem Fassaden
element eine Schicht aus einem elastischem Material, vorzugs
weise Silikon, angeordnet, und der Halter ist an einer
Schraube od. dgl. verschiebbar gehalten.
Vorzugsweise sind die Halter im Querschnitt I-, T-, L- oder
doppel-T-förmig ausgebildet und greifen in entsprechend
ausgebildete Nuten oder Hinterschneidungen an den Elementen der Fassade,
wie Fassadenpfosten und -riegeln oder an den Elementfassaden ein.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die
Halter als Federn ausgebildet und an der Rückseite oder der
Umfangskante der äußeren Scheibe der Verglasung angeklebt.
Vorzugsweise bestehen die Halter aus Metall und insbesondere
aus Edelstahl, so daß Kältebrücken vermieden werden.
Insbesondere ist die äußere Scheibe der Verglasung über vier
an den Eckbereichen angeordnete Halter gesichert. Es ist
aber möglich, weniger als vier Halter vorzusehen, wenn die
Standsicherheit der Verglasung dabei gewährleistet ist.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand
der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine rahmenlos befestigte
Verglasung,
Fig. 2 bis 6 Querschnitte durch Randbereiche von Verglasungen mit
steifen verschiebbaren Haltern und
Fig. 7 bis 12 Querschnitte durch Randbereiche von Verglasungen,
die über Halter gesichert sind, die als Federn
ausgebildet sind.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf eine Verglasung 10, die
über eine tragende Versiegelung aus Silikonkautschuk an
Fassadenpfosten 12 und Fassadenriegeln 14 angeklebt ist. Die
Verglasung 10 kann aus einer einzigen Scheibe bestehen oder
als Mehrfachverglasung ausgebildet sein. Zur Sicherung der
Verglasung 10 im Brandfall an den Fassadenpfosten 12 und den Fassaden
riegeln 14 sind Halter 16 zwischen den Fassadenriegeln
14 und der Rückseite der Verglasung 10 vorgesehen, die mittels
eines hochhitzebeständigen Klebers an der Verglasung 10
angeklebt und über herkömmliche Befestigungsmittel, wie
Schrauben, Nieten od. dgl., an den Fassadenriegeln 14
befestigt sind.
Fig. 2 zeigt im Querschnitt den Randbereich einer Verglasung
20, die aus einer äußeren Scheibe 22 und einer inneren
Scheibe 24 besteht. Zwischen den Scheiben 22, 24 ist ein
Abstandhalter 26 aus einem Elastomer angeordnet. Die
Scheiben 22, 24 sind miteinander über eine tragende Versiegelung
28 verbunden. Die innere Scheibe 24 ist über
eine tragende Versiegelung 30 an der Außenseite eines
Riegels 32 einer Elementfassade befestigt. Ferner ist ein
Abstandhalter 34 aus einem Elastomer zwischen dem Riegel
32 und der Scheibe 24 vorgesehen. An dem Riegel 32 ist über
Isolierschienen 36 ein Metallprofil 38 angeordnet, das zur
Befestigung der äußeren Scheibe 22 der Verglasung 20 dient.
Das Profil 38 weist eine hinterschnittene Nut 40 auf, in
welcher ein im Querschnitt doppel-T-förmiger Halter 42
verschiebbar gehalten ist, wie insbesondere aus Fig. 3
ersichtlich ist. Zwischen dem Randbereich der Scheibe 22 und
dem Profil 38 ist eine tragende Versiegelung 44 vorgesehen.
Die Außenseite 46 des Halters 42 ist über einen
hochhitzebeständigen Kleber (HT-Kleber) 48 mit der Rückseite
der Scheibe 22 verklebt. Auf der Oberseite des Profils 38
und einer an dem Riegel 32 ausgebildeten Stufe 50 ist eine
Unterlegleiste 52 angeordnet, auf welcher sich die
Kantenfläche der Scheibe 24 abstützt.
Wenn im Brandfall die tragenden Versiegelungen 28, 30, 44
zwischen den Scheiben 22, 24 der Verglasung 20 und dem Riegel 32 bzw. dem
Profil 38 versagen, wird durch die über
den hochhitzebeständigen Kleber 48 angeklebten Halter 42
gewährleistet, daß die Scheibe 22 und damit auch die Scheibe
24 der Verglasung 20 gehalten wird, bis diese infolge der
Hitzeeinwirkung zerspringen. Damit wird verhindert, daß die
Verglasung 20 im Ganzen nach Versagen der tragenden
Versiegelungen 28, 30, 44 von der Fassade herabfallen kann.
Bei der in Fig. 4 gezeigten Isolierverglasung 60, die an
einem Element 62 der Fassade, bestehend aus Metallprofilen 64 und
66 angeordnet ist, die über Isolierschienen 68 miteinander
verbunden sind, sind zur Befestigung der Scheiben an den
Elementen der Fassade oder untereinander tragende Versiegelungen
70, 72 und 74 vorgesehen. Die Sicherung der Verglasung 60 im
Brandfall erfolgt über einen Halter 76, der mit seinem
hakenförmigen inneren Ende 78 in einer Nut 80 an dem Profil
64 verschiebbar ist. Die äußere Stirnfläche 82 des Halters
76 ist mittels eines hochhitzebeständigen Klebers
(HT-Klebers) 84 mit der Rückseite der äußeren Scheibe 88 der
Verglasung 60 verklebt, so daß eine Sicherung der Verglasung
60 im Brandfalle gewährleistet ist. Der Eingriff des
hakenförmigen Endes 78 des Halters 76 in der Nut 80 an dem
Profil 64 wird über einen Klotz 90 gewährleistet, der
gleichzeitig als Abstandhalter zwischen innerer Scheibe der
Verglasung 60 und Profil 64 dient. Zwischen den Scheiben der
Verglasung ist ein Abstandhalter 92 und zwischen der
äußeren Scheibe 88 und dem Profil 66 ein Abstandhalter 94
aus Elastomer angeordnet.
Fig. 5 zeigt im Querschnitt den Randbereich einer Verglasung
100 bestehend aus einer äußeren Scheibe 102 und einer
inneren Scheibe 104, die über einen Abstandhalter 106 und
eine tragende Versiegelung 108 zusammengehalten werden. Die
Verglasung 100 ist an einem Element 110 der Fassade, bestehend
aus einem inneren Profil 112 und einem äußeren Profil 114,
die über Isolierschienen 146 miteinander verbunden sind,
über tragende Versiegelungen 116 und 118 befestigt. Zwischen
der Scheibe 102 und dem Profil 114 ist ein Abstandhalter
120 und zwischen der inneren Scheibe 104 und dem Profil 112
ein Abstandhalter 122 angeordnet.
Das Profil 112 ist mit einer Ausnehmung 124 ausgebildet, in
welche das Ende eines Halters 126 eingreift, der die innere
Scheibe 104 abstützt und mit seiner äußeren Stirnfläche 128
über einen hochhitzebeständigen Kleber 130 mit der Rückseite
der äußeren Scheibe 102 verklebt ist. Eine weitere Sicherung
der Scheibe 102 erfolgt über einen Halter 132, der im
Querschnitt etwa L-förmig ausgebildet ist und mit der
Stirnseite seines Schenkels 134 über einen
hochhitzebeständigen Kleber 136 mit dem Randbereich der
Scheibe 102 verklebt ist. Der Halter 132 ist über
Befestigungsmittel 138 wie Schrauben od. dgl. mit dem Profil
114 verbunden, jedoch ist zwischen dem Halter 132 und dem
Profil 114 eine Schicht 140 aus Silikon angeordnet, so daß
der Halter 132 Bewegungen senkrecht zur Ebene der Verglasung
100 ausführen kann, um den Bewegungen der tragenden
Versiegelungen 118 und 116 folgen zu können, d. h. er kann
auf der Schraube od. dgl. gleiten.
Die in Fig. 6 gezeigte Isolierverglasung 150 bestehend aus
einer äußeren Scheibe 152 und einer inneren Scheibe 154 ist
an einem Element 156 der Fassade über tragende Versiegelungen
158 und 160 befestigt. Das Element 156 besteht aus
einem inneren Profil 162 und einem äußeren Profil 164, die
über Isolierschienen 166 miteinander verbunden sind.
Zwischen der inneren Scheibe 154 und dem inneren Profil 162
ist ein Abstandhalter 168 und zwischen der äußeren Scheibe
152 und dem äußeren Profil 164 ein Abstandhalter 170
angeordnet. Die Scheiben 152 und 154 sind über einen
Abstandhalter 172 aus einem Elastomer und einer tragenden
Versiegelung 174 miteinander verbunden.
Um zu gewährleisten, daß im Brandfall nach Versagen der
tragenden Versiegelungen 160 und 158 die Verglasung 150 an
dem Element 156 gehalten wird, bis sie infolge der
Einwirkung der Hitze zerspringt, ist ein Halter 176 über
Schrauben 178 od. dgl. an dem Profil 164 befestigt, der die
äußere Scheibe 152 mit einem abgewinkelten Schenkel 180
abstützt und mit der Randfläche der Scheibe 152 über einen
hochhitzebeständigen Kleber 182 verbunden ist. Zwischen der
Rückseite des Halters 176 und der Vorderseite des Profils
164 ist eine Schicht 184 aus einem Silikon angeordnet, damit
der Halter 176 die durch die Nachgiebigkeit der tragenden
Versiegelungen 158 und 160 ausgeübten Bewegungen mitmachen
kann und die Verbindung zwischen Halter 176 und Scheibe 152
gewährleistet bleibt. Im Brandfall übernimmt nach Versagen
der tragenden Versiegelungen 158 und 160 der angeklebte Halter
176 die Sicherungsfunktion, so daß die Verglasung nicht als
ganze Fläche herabstürzen kann.
Fig. 7 zeigt eine Verglasung 200 bestehend aus einer äußeren
Scheibe 202 und einer inneren Scheibe 204, die über einen
Abstandhalter 206 und eine tragende Versiegelung 208
miteinander verbunden sind. Die Verglasung 200 ist an einem Element 210
der Fassade rahmenlos befestigt, das aus einem
inneren Profil 212 und einem äußeren Profil 214 besteht, die
über Isolierschienen 216 miteinander verbunden sind. Die
Verglasung 200 ist über tragende Versiegelungen 218 und 220
und Abstandhalter 222 und 224 aus einem Elastomer an dem
Element 210 befestigt. Zur Sicherung der Verglasung
200 im Brandfall nach Versagen der tragenden Versiegelungen
218 und 220 ist an dem inneren Profil 212 mit einem Rand als Halter
eine gewellte Blattfeder 226 befestigt, die mit ihrem
gegenüberliegenden Rand 228 mit einem hochhitzebeständigen
Kleber 230 mit der Rückseite der Scheibe 202 der Verglasung
200 verbunden ist. Die Feder 226 ist in der Lage, Bewegungen
der Verglasung 200 mitzumachen und übernimmt im Brandfall
nach Versagen der tragenden Versiegelungen 218 und 220 eine
Haltefunktion für die Verglasung 200, bis diese in Stücke
zerbricht.
Die in Fig. 8 gezeigte Ausführungsform entspricht der in
Fig. 7 gezeigten Ausführungsform mit dem Unterschied, daß der Halter
in Form einer Feder 232 über einen hochhitzebeständigen Kleber 234
mit einem Bereich der unteren Kantenfläche 236 der äußeren
Scheibe einer Verglasung verbunden ist. Die Feder 232 ist
über Schrauben 238 od. dgl. an dem äußeren Profil eines Elements der
Fassade befestigt. Je nach Abmessung der
Verglasung können mehrere Federn an den unteren Rändern und
den oberen Rändern einer Verglasung angeordnet sein, um im
Brandfall einen Halt der Verglasung an der Fassade zu
gewährleisten.
Fig. 9 entspricht im wesentlichen der Ausführungsform nach
Fig. 8 mit dem Unterschied, daß als Halter eine Feder bzw. Federn 240
mit einem Randbereich 242 an der Rückseite der äußeren
Scheibe 244 einer Verglasung 246 mittels eines
hochhitzebeständigen Klebers (HT-Klebers) 248 angeklebt ist.
Die in den Fig. 3 bis 9 gezeigten Verglasungen sind als
Stufenverglasungen ausgebildet, d. h. die äußere Scheibe ist
in ihren Abmessungen zumindest in Vertikalrichtung größer
als die innere Scheibe der Verglasung ausgebildet, so daß
sowohl eine direkte Befestigung der inneren als auch der
äußeren Scheibe an dem Fassadenpfosten oder -riegel oder Element der
Fassade erfolgen kann. Die in Fig. 10 gezeigte
Verglasung 250 ist nicht als Stufenverglasung ausgebildet,
d. h. die Abmessungen der äußeren Scheibe 252 entsprechen den
Abmessungen der inneren Scheibe 254. Die Scheiben 252 und
254 sind über einen Abstandhalter 256 und eine tragende
Versiegelung 258 miteinander verbunden. Die Verglasung 250
ist an einem Fassadenpfosten oder -riegel 260 befestigt, in
dem zwischen der inneren Scheibe 252 und der Außenseite des
Fassadenpfosten oder-riegels 260 ein Abstandhalter 262 aus
Einem Elastomer und eine tragende Versiegelung 264
angeordnet ist. Um im Brandiall die Verglasung 250 an der
Fassade zu halten, wenn die tragenden Versiegelungen 258 und
264 versagen, ist an dem Fassadenpfosten oder -riegel 260 als Halter
eine Feder 266 über Schrauben 268 od. dgl. befestigt. Das
andere Ende der mit Wellen versehenen Blattfeder 266 ist
über einen hochhitzebeständigen Kleber 270 an der unteren
Kantenfläche 272 der äußeren Scheibe 252 angeklebt. Bei
Versagen der tragenden Versiegelungen im Brandfall übernimmt
die Feder 266 die Haltefunktion für die Verglasung 250, bis
die Scheiben der Verglasung zerspringen und stückweise von
der Fassade herabfallen.
Das in Fig. 11 gezeigte Ausführungsbeispiel entspricht im
wesentlichen dem in Fig. 10 gezeigten Ausführungsbeispiel
mit dem Unterschied, daß anstelle eines Fassadenpfostens
oder -riegels ein Element 280 der Fassade vorgesehen ist, das aus
einem inneren Profil 282 und einem äußeren Profil 284
besteht, die über Isolierschienen 286 miteinander verbunden
sind. Der Aufbau und die Befestigung der Verglasung 288 an
dem Element 280 ist analog Fig. 10. An dem äußeren
Profil 284 ist als Halter eine gewellte Blattfeder 290 befestigt, die
mit einem Randbereich über einen hochhitzebeständigen Kleber
292 an der äußeren Scheibe 294 der Verglasung 288 angeklebt
ist. Die Feder 290 übernimmt eine Haltefunktion, wenn im
Brandfall die tragenden Versiegelungen zwischen den Scheiben
und der Verglasung 288 und dem Element 280 versagen.
Fig. 12 zeigt im Querschnitt eine L-förmige Blattfeder 296,
die über Schrauben 298 an einem Element 300 der Fassade
befestigt ist, wobei zwischen der als Halter dienenden Feder 296 und dem
Element 300 eine Schicht 302 beispielsweise aus
Silikon angeordnet ist. Die Feder 296 ist mit ihrem kurzen
Schenkel 304 mit einer nicht dargestellten Scheibe einer
Verglasung über einen hochhitzebeständigen Kleber 306
verklebt.
Claims (10)
1. Rahmenlose Verglasung (structural glazing), wobei die
Randbereiche von Ein- oder Mehrscheibenverglasungen
über tragende Versiegelungen, insbesondere aus Silikon
kautschuk, an Elementen der Fassade, wie Fassaden
pfosten und -riegeln oder Elementfassaden, befestigt
sind, wobei Zwischen den Elementen der Fassade und
Zumindest der äußeren Scheibe der Verglasung Halter
angeordnet sind, die bei einem Versagen der tragenden
Versiegelung die Sicherung der Verglasung übernehmen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Halter (16; 42; 76; 126, 132; 176; 226; 232;
240; 266; 290; 296) an der Verglasung (10; 20; 60; 100;
150; 200; 246; 250; 288) mit einem hochhitzebeständigen
Kleber (48; 84; 130; 182; 230; 234; 248; 270; 292; 306)
befestigt sind und bei intakter tragender Versiegelung
(28, 30, 44; 70, 72, 74; 108, 116, 118; 158, 160, 174;
208, 218, 220; 258; 264) keine Zwängungen auf die
Verglasung (10; 20; 60; 100; 150; 200; 246; 250; 288)
ausüben.
2. Verglasung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Halter (16; 42; 76; 126, 132; 176; 226; 232; 240;
266; 290; 296) derart ausgebildet sind, daß sie Bewe
gungen der tragenden Versiegelung (28, 30, 44; 70, 72,
74; 108, 116, 118; 158, 160, 174; 208, 218, 220; 258;
264) folgen können.
3. Verglasung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Halter (42; 76; 126, 132; 176) an den Ele
menten der Fassade mit Spiel angeordnet sind.
4. Verglasung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Halter (42; 76; 126) senkrecht
zur Ebene der Verglasung (20; 60; 100) verschiebbar an
den Elementen der Fassade angeordnet sind.
5. Verglasung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen den Haltern (132; 176) und
den Elementen der Fassade eine Schicht (140; 184) aus
einem elastischen Material, vorzugsweise aus Silikon,
angeordnet ist und daß der Halter (132; 176) an einer
Schraube (138; 178) oder dergleichen gleitend gehalten
ist.
6. Verglasung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Halter (42; 76; 126, 132; 176)
im Querschnitt I-, T-, L- oder Doppel-T-förmig ausge
bildet sind.
7. Verglasung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Halter als Federn (226; 232; 240; 266;
290; 296) ausgebildet sind.
8. Verglasung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Federn (226; 232; 240; 266; 290; 296) an der Rück
seite oder der Umfangsfläche der äußeren Scheibe (202;
244; 252; 294) der Verglasung (200; 246; 250; 288)
angeklebt sind.
9. Verglasung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet daß die Halter (16; 42; 76; 126, 132;
176; 226; 232; 240; 266; 290; 296) aus Metall, vorzugs
weise aus Edelstahl, bestehen.
10. Verglasung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die äußere Scheibe der Verglasung
(10) über vier an den Eckbereichen angeordnete Halter
(16) gesichert ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883817309 DE3817309A1 (de) | 1988-03-17 | 1988-05-20 | Rahmenlose verglasung |
| EP19890103190 EP0336096B1 (de) | 1988-03-17 | 1989-02-23 | Rahmenlose Verglasung |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3808980 | 1988-03-17 | ||
| DE19883817309 DE3817309A1 (de) | 1988-03-17 | 1988-05-20 | Rahmenlose verglasung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3817309A1 DE3817309A1 (de) | 1989-10-12 |
| DE3817309C2 true DE3817309C2 (de) | 1992-12-17 |
Family
ID=25866062
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883817309 Granted DE3817309A1 (de) | 1988-03-17 | 1988-05-20 | Rahmenlose verglasung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0336096B1 (de) |
| DE (1) | DE3817309A1 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4024045C2 (de) * | 1990-07-28 | 1995-04-06 | Ritter Aluminium Gmbh | Fenster- oder Türflügel |
| FR2755464B1 (fr) * | 1996-11-07 | 1999-01-15 | Bluntzer Sa | Dispositif d'accrochage et de securite destine a assurer un maintien mecanique d'un vitrage exterieur normalement colle sur un chassis support |
Family Cites Families (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| SE7713585L (sv) * | 1976-12-03 | 1978-06-04 | Saint Gobain | Brandbestendigt fonster |
| FR2599405B1 (fr) * | 1986-05-27 | 1991-05-24 | Ouest Sa Vitrages Isolants | Dispositif de securite pour batiment a paroi vitree |
| IT1189582B (it) * | 1986-06-19 | 1988-02-04 | Manfredo Alessi | Vetrate strutturali con giunzioni realizzate mediante sigillanti strutturali ed elementi metallici |
| DE8701055U1 (de) * | 1986-11-27 | 1987-03-12 | Josef Gartner & Co, 8883 Gundelfingen | Rahmenlose Verglasung |
| DE8704683U1 (de) * | 1987-03-30 | 1987-05-27 | GGN Glashandels-Gesellschaft Nördlingen mbH & Co KG, 8860 Nördlingen | Glasscheibe zur Verwendung als Fassadenelement für Hochbauten |
| DE8716220U1 (de) * | 1987-12-09 | 1988-04-07 | Metallbau Koller AG, Muttenz | Plattenkonstruktion für die Bildung einer Fassade od. dgl. bei einem Bauwerk |
-
1988
- 1988-05-20 DE DE19883817309 patent/DE3817309A1/de active Granted
-
1989
- 1989-02-23 EP EP19890103190 patent/EP0336096B1/de not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| EP0336096A1 (de) | 1989-10-11 |
| DE3817309A1 (de) | 1989-10-12 |
| EP0336096B1 (de) | 1991-12-18 |
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