DE37853C - Spülvorrichtung mit bemessener Spülwassermenge für Klosets - Google Patents
Spülvorrichtung mit bemessener Spülwassermenge für KlosetsInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E03—WATER SUPPLY; SEWERAGE
- E03D—WATER-CLOSETS OR URINALS WITH FLUSHING DEVICES; FLUSHING VALVES THEREFOR
- E03D3/00—Flushing devices operated by pressure of the water supply system flushing valves not connected to the water-supply main, also if air is blown in the water seal for a quick flushing
- E03D3/02—Self-closing flushing valves
- E03D3/08—Self-closing flushing valves with other retarding devices
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Hydrology & Water Resources (AREA)
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- Water Supply & Treatment (AREA)
- Sanitary Device For Flush Toilet (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 8S: Wasserleitung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. April 1886 ab.
Obgleich der Gedanke, den Mifsbrauch des Wassers bei Closetspülungen zu verhüten,
nicht neu ist und eine gröfsere Zahl von Vorrichtungen erdacht sind, welche diesem Zweck
entsprechen oder entsprechen sollen, so leiden solche gröfstentheils an dem Fehler, dafs sie
zu complicirt und in der Anlage und Reparatur zu kostspielig sind.
In Fig. 3 ist der Grundrifs, in Fig. 1 das
Querprofll und in Fig. 2 ein Längsprofil von einem Closet angegeben, welches eine weniger
kostspielige Schutzvorrichtung gegen Wasserverschwendung etc. enthält.
Um die Aufstellung einer solchen Anlage zu erleichtern, ist die ganze Hebelvorrichtung mit
dem Wasserspeiseventil zusammenhängend in einem Stativ angeordnet.
Auf einem Brett a, welches auf den Fufsboden festgeschraubt wird, ist ein leichter
Ständer b von Gufseisen mit einer Grundplatte, einem Arm c und der Wandplatte d
zur Aufnahme des Speiseventils angebracht, wie solches aus den Fig. 1, 2 und 3 ersichtlich ist. Dieses bügeiförmige Stativ wird auf
dem Brett α und die Wandplatte an einem in die Wand getriebenen Klotz (Dübel) e festgeschraubt.
Wie bei gewöhnlichen Closets wird der Druckhebel, welcher das Ventil öffnet und
schliefst, hier in gerader Form mit kleiner Kröpfung bei g angebracht und durch die
Gewichte h hl belastet. Das Aufziehen des Ventils i geschieht durch einen zweiten in g
an f drehbar befestigten Hebel k mittelst der daran befestigten Handhabe r. An den
Hebel / ist eine kleine Lasche η genietet, welche drehbar den kleinen Hebel ο trägt, an
welchem der Sperrhaken ρ starr befestigt ist. Die Bewegung des Sperrhakens ist durch einen
Stift q in einem Schlitz begrenzt. Der Sperrhaken p, sowie der Stift m müssen aus gehärtetem
Stahl wegen der Abnutzung gefertigt werden.
Wenn nun der Hebel k durch die Handhabe r heruntergelassen wird, so mufs ein
daran befestigter Stahlstift m den Sperrhaken ρ zurückdrängen und hinter dessen Nase fallen.
Wird nun der Hebel k wieder in die Höhe gezogen, so mufs er nothwendig den Hebel f
mitnehmen.
An dem langen Ende des Hebels 0 ist ein Bechersystem angebracht; Fig. 1 und 8 zeigen
solches im Durchschnitt. Der Becher t hängt mittelst eines Bügels beweglich an dem Hebel
0, hat im Boden ein Loch, durch welches ein starker, senkrechter Draht vom Boden des
zweiten Bechers s ausgeht und für den Becher t die Führung bildet; zu diesem Zweck ist
dieser Theil des Bodens mit einer Messingplatte verstärkt. Der zweite Becher s ist dem
Gefalle entsprechend auf einer erhöhten Unterlage von Holz befestigt und etwas weiter als
der erste Becher. Der Becher t ist durch das Gewicht h1 so abbalancirt, dafs das Gewicht h1
etwas mehr als das des Bechers beträgt, so dafs der Sperrhaken hierdurch bestrebt ist,
stets die Lage Fig. 5 anzunehmen.
Wenn nun mittelst der Handhabe r der Hebel k und hierdurch der Hebel f gehoben
wird, so wird das Ventil geöffnet und der Zuflufs des Wassers nach dem Becken, wie
bei jedem Closet, durch das in Fig. 1 an-
gedeutete Rohr u bewirkt. Von diesem Rohr u.
ist ein Abzweigrohr ν von ca. 5 mm innerem Durchmesser über den Arm c hinweg und
durch das Loch eines am Arm c angebrachten Zweigarmes c1 zum Becher t geleitet, Fig. 1.
Der Druck im Rohr u treibt das Wasser durch diesen Abzweig, füllt den Becher so weit,
bis das Gewicht desselben gröfser ist als die Reibung des Sperrhakens, denselben auslöst,
der Hebel / herunterfällt und das Ventil schliefst.
Da das Wasser im Becher t abfliefsen mufs, so ist hierzu das Führungsloch des Bechers
benutzt, welches einen reichlichen Spielraum hat und so bemessen sein kann, dafs das
Wasser in 1 Minute abläuft.
Diese Abflufsöffhung hat den Vortheil, dafs
sie sich nicht verstopfen kann, da der Führungsdraht dieselbe fortwährend reinigt. Während
dieser einen Minute ist der Wasserzuflufs zum Becken unterbrochen und die Handhabe bezw.
der Hebel k kann nun leer auf- und abbewegt werden. Nachdem das Wasser abgelaufen ist,
nimmt der Hebel 0 seine frühere Stellung wieder ein und die Spülung kann aufs Neue
beginnen.
Die Regulirung des Füllrohres ν mufs so bemessen sein, dafs das zu einer Spülung gehörige
Wasserquantum zufliefsen kann, bevor der Becher t durch sein Gewicht den Zuflufs
abschneidet; dies kann leicht dadurch geschehen, dafs man die Mündung des Röhrchens
ν etwas platt drückt, wenn man nicht einen Regulirhahn einschalten will. Der Bedarf
an Wasser, welcher zur Füllung und Auslösung des Sperrhakens erforderlich ist, beträgt
Y3 bis V2 1, während der Becher 1 1 hält.
Bevor der Becher t sich anfüllt, wird zugleich durch die Oeffnung am Boden ein Abflufs
stattfinden, welcher einen kleinen Verlust bewirkt und während der 3 Secunden, wo der
Becher sich anfüllt, stattfindet. Wenngleich dieses Wasserquantum unbedeutend ist, so ist
dennoch hierfür Sorge getragen und ein kleines Ventil angeordnet.
Am oberen Ende des Führungsdrahtes ^, . Fig. 8, ist das Ventil angedeutet. Dieses besteht
aus einem oben geschlossenen Rohrstückchen , welches unten mit einem aufgestreiften
Gummiring versehen und auf der Spitze des Stiftes beweglich aufgeschoben wird.
Wird der Becher in die Höhe gehoben, so kommt der Boden desselben mit dem Ventil
in Berührung und die Oeffnung wird hierdurch abgeschlossen. Der zweite Becher dient
als ,Sammelbassin für das aus f fliefsende Wasser. Ein kleines Rohr n>, Fig. 3, leitet
das Wasser aus dem Becher in das Abfallrohr oder in den Wasserverschlufs desselben. Dieses
Rohr mufs mit einer Durchbiegung nach unten versehen sein, wodurch ebenfalls ein kleiner
Wasserverschlufs gebildet wird und ein Geruchverschlufs entsteht, Fig. 2. Nach Auslösung
des Sperrhakens würde das Schliefsen des Ventils fast momentan erfolgen und dasselbe
ebenso wie der Mechanismus und das Rohrsystem in kurzer Zeit der Zerstörung ausgesetzt sein; daher ist eine kleine Luftbremse
x, Fig. 7 im Durchschnitt dargestellt, angebracht. Diese Luftbremse besteht aus
einem gezogenen Messingcylinder von 40 mm im Durchmesser, oben mit eingelöthetem Deckel
und unten mit gegossenem, mit Gewinde versehenem angeschraubten Bodenstück, welches
mit zwei Öesen versehen ist und in zwei Oesen der Grundplatte beweglich mittelst Schrauben
befestigt werden kann. In diesem Cylinder befindet sich ein kleiner Kolben mit nach
unten gekehrter geprefster Ledermanschette, sowie unten im Boden ein einfaches Ventil mit
einer nach unten einen stumpfen Trichter bildenden weichen Gummischeibe und mit dreieckig
profilirtem Stiel zur Führung.
Der Kolben ist durch eine Führungsstange in dem gabelförmigen Kopfstück y und dieses
in dem Hebel f beweglich befestigt. Im Cylinder, nahe am Boden, ist ein kleines Loch
zum langsamen Entweichen der Luft angebracht, was ein langsames Schliefsen des Wasserzuflufsventils
zur Folge hat.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die mit Gewichten belasteten Hebel/k 0 mit der Mitnehmervorrichtung ρ m, dem Wassergefäfs t, der Führungsstange desselben mit Ventil % und der Luftbremse x, in der beschriebenen Weise wirkend.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE37853C true DE37853C (de) |
Family
ID=313590
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT37853D Expired - Lifetime DE37853C (de) | Spülvorrichtung mit bemessener Spülwassermenge für Klosets |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE37853C (de) |
-
0
- DE DENDAT37853D patent/DE37853C/de not_active Expired - Lifetime
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