DE375698C - Elektrische Einbruchsalarmeinrichtung - Google Patents
Elektrische EinbruchsalarmeinrichtungInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08B—SIGNALLING OR CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
- G08B13/00—Burglar, theft or intruder alarms
- G08B13/22—Electrical actuation
Landscapes
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- General Physics & Mathematics (AREA)
- Burglar Alarm Systems (AREA)
- Secondary Cells (AREA)
Description
Um das Verständnis der Erfindung zu erleichtern, soll im folgenden unter der Bezeichnung
»Sicherungsstromkreis« der aus eigener Stromquelle gespeiste Stromkreis verstanden
werden, in welchem die zum Schütze der Räume bzw. Behälter von Wertgegenständen
dienenden, durch Berührung seitens des Einbrechers wirksam werdenden Schutzkontakte
(Schutzdrähtej Drahtgitter) liegen, wobei
ίο übrigens selbstleitende Gegenstände (z. B.
eiserne Kassenschränke) selbst an die Leitung angeschlossen, also selbst Schutzkontakt sein
können. Dieser Sicherungsstromkreis dient in grundsätzlich bekannter Weise lediglich
zum Wirksammachen eines Relais, das dann seinerseits, meist durch Schließen eines besonderen
Alarmstromkreises, den Alarm verursacht. Erfindungsgemäß liegt das Relais in einem besonderen Stromkreise, der sich-also
dem Sicherungsstromkreis als zweiter oder Relaisstromkreis gegenüberstellt, wozu (meist)
als dritter Stromkreis dann noch der Alarmstromkreis hinzukommt.
Erfindungsgemäß wird nämlich das Relais in einem Ruhestromkreis angeordnet, welcher
über eine Elektronenröhre geht, so daß der beständige Stromfluß zwischen Glühkathode und
Anode das Relais in unwirksamer Stellung erhält. Wenn dieser Stromfluß sich fühlbar
ändert, wird das Relais wirksam. Die erwähnte Änderung des Stromflusses im Relaisstromkreise
"wird erfindungsgemäß dadurch
vermittelt, daß in den Sicherungsstromkreis das Gitter der Elektronenröhre eingeschaltet
ist, wobei der Sicherungsstromkreis einpolig geerdet ist und die gegen Erde isolierten
Schutzkontakte bzw. selbstleitenden Gegenstände den anderen Pol bilden. Widerstandsoder
Ladungsänderungen im Sicherungsstromkreis beeinflussen den Stromlauf zwischen Glühkathode und Anode, indem sie einen
ίο Stromlauf zwischen Röhrengitter und Glühkathode überhaupt erst auftreten oder sich
fühlbar verändern lassen. Dabei kann der Einfluß auf das Gefälle zwischen Glühkathode und
Anode im additiven oder subtraktiven Sinne erfolgen, je nach dem Vorzeichen, welches das
Röhrengitter gemäß seiner Schaltung zur Batterie im Sicherungskreise erhält.
Für die Praxis wird sich die Einrichtung in der Regel so gestalten, daß das Relais auf
eine Verminderung des Elektronenstromes anspricht und daß diese Stromschwächung im
Relaiskreise durch eine Widerstandsverminderung im Sicherungskreis hervorgerufen wird,
welche das Auftreten eines dem Stromlauf zwischen Glühkathode und Anode entgegengesetzten
Stromlaufes zwischen Röhrengitter und Glühkathode zur Folge hat.
Die insoweit umrissene Schaltung hat den Vorteil, daß die Wirkung von Zustandsänderungen
im Sicherungsstromkreis mit Bezug auf den Relaisstromkreis und das Relais erheblich
gesteigert wird, daß also das Relais auf verhältnismäßig geringe Widerstands- oder
auch Ladungsänderungen im Sicherungskreis mit Sicherheit anspricht, ohne daß es seinerseits
(an sich) so empfindlich zu sein braucht, daß falsche Alarmgebung zufolge von Erschütterungen
usw. zu befürchten wäre. Es ist nach den gemachten Erfahrungen trotz Mitwirkung der Erde als Leiter und selbst
unter sehr ungünstigen Verhältnissen (großer Widerstand durch trockenen Fußboden, besondere
Vorsicht seitens der den Einbrecher vorstellenden Versuchsperson) ein sicheres Ansprechen
des Relais zu erzielen, auch wenn nicht eine wirkliche Berührung, sondern nur eine starke Annäherung an die Schutzkontakte,
wobei offenbar Ladungserscheinungen wirksam werden, erfolgt. Unter diesen Umständen
ist aber die Herstellung des Sicherungskreises durch Erdschluß besonders vorteilhaft,
weil bei solcher Schaltung die Sicherungseinrichtung vom Einbrecher nicht so leicht umgangen
oder sonst unwirksam gemacht werden kann, als es bei durchweg metallischer Leitung
mit zweipoligen Schutzkontakten der Fall wäre.
Die Zeichnung gibt ein Schaltungsschema. Es ist A die Elektronenröhre mit der durch die
Heizbatterie B erhitzten Glühkathode 1, der Anode 2 und dem Gitter 3. Der Relaisstromkreis,
in welchem Glühkathode 1 und Anode 2 liegen, geht über das Relais C und die Batterie
D1 welche etwa 90 Volt Spannung haben mag. Der Relaisanker 4 schließt bei zureichender
Verminderung des Stromes im Relaiskreis den Alarmstromkreis, welcher die
Batterie E und das Läutewerk F enthält. Die Glühkathode 1 ist, wie ersichtlich, geerdet,
während das Röhrengitter 3 über die Batterie G mit den gegen Erde isolierten Schutz-'
kontakten bzw. zu schützenden selbstleitenden Gegenständen, vertreten in der Zeichnug durch
den Kassenschrank H, verbunden ist. So wird der Sicherungskreis gebildet, dessen Batterie
G eine wesentlich höhere Spannung (etwa Volt) als die Relaisbatterie D hat. Der
Stromlauf zwischen Röhrengitter 3 und Glühkathode ι ist demjenigen zwischen Glühkathode
ι und Anode 2 entgegengesetzt, schwächt also den Relaiskreisstrom und läßt
das Relais C wirksam werden, sobald er bei entsprechender Veränderung des Stromzustandes
im Sicherungskreis einsetzt.
Claims (2)
- 85 Patent-An Sprüche:ι. Elektrische Einbruchsalarmeinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß das die Alarmgebung einleitende Relais (C) in go einem über eine Elektronenröhre (A) gehenden, aus eigener Batterie (D) gespeisten Ruhestromkreis liegt und wirksam wird, wenn sich in dem von einer besonderen Batterie (G) gespeisten, das Gitter (3) und die Glühkathode (1) der Elektronenröhre (A) einschließenden, einerseits geerdeten, anderseits die Schutzkontakte oder selbstleitenden Schutzgegenstände (H) unter Isolierung gegen die Erde enthaltenden Sicherungstromkreis der Widerstand oder die Ladung verändert und dadurch der Stromfluß im Relaiskreis entweder verstärkt oder vermindert wird.
- 2. Elektrische Einbruchsalarmeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannung der Batterie (G) des Sicherungskreises diejenige der Batterie (D) des Relaiskreises wesentlich überwiegt und der Stromlauf zwischen Röhrengitter (3) und Glühkathode (1) demjenigen zwischen Glühkathode (1) und Anode (2) der Elektronenröhre (A) entgegengesetzt ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST33892D DE375698C (de) | 1920-12-14 | 1920-12-14 | Elektrische Einbruchsalarmeinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEST33892D DE375698C (de) | 1920-12-14 | 1920-12-14 | Elektrische Einbruchsalarmeinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE375698C true DE375698C (de) | 1923-05-17 |
Family
ID=7461932
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST33892D Expired DE375698C (de) | 1920-12-14 | 1920-12-14 | Elektrische Einbruchsalarmeinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE375698C (de) |
-
1920
- 1920-12-14 DE DEST33892D patent/DE375698C/de not_active Expired
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