DE375198C - Verfahren zum Bruenieren von Eisen u. dgl. mit alkalischen heissen Baedern unter Zusatz von Oxydationsmitteln - Google Patents

Verfahren zum Bruenieren von Eisen u. dgl. mit alkalischen heissen Baedern unter Zusatz von Oxydationsmitteln

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DE375198C
DE375198C DEL46680D DEL0046680D DE375198C DE 375198 C DE375198 C DE 375198C DE L46680 D DEL46680 D DE L46680D DE L0046680 D DEL0046680 D DE L0046680D DE 375198 C DE375198 C DE 375198C
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    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C22/00Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals
    • C23C22/05Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using aqueous solutions
    • C23C22/60Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using aqueous solutions using alkaline aqueous solutions with pH greater than 8
    • C23C22/62Treatment of iron or alloys based thereon

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Description

  • Verfahren zum Brünieren von Eisen u: dgl: mit alkalischen heißen Bädern unter Zusatz von Oxydationsmitteln. _ Es ist bekannt, einen rostschützenden Überzug auf Eisen in der Weise zu erzeugen, daß das Eisen .mit alkalischen heißen Bädern unter Zusatz von Oxydationsmitteln behandelt wird. Es hat sich gezeigt, daß derartig e Bäder bald unwirksam werden durch Aufnahme von Kohlensäure aus der Luft unter Bildung von Karbonat, -das die Oxydation des Eisens hemmt. Hierbei häufen sich Reduktions- bzw. Zersetzungsprodukte an, so daß die Wirkung des oxydierenden Bades bald- erschöpft ist.
  • Die vorliegende Erfindung :bezweckt die Vermeidung dieser Nachteile. Sie beruht auf der Erkenntnis, daß die Anwesenheit von Ätzalkali in stati nascendi besonders günstig auf den Verlauf der Oxydation wirkt. Dies wird gemäß vorliegender Erfindung durch Zusatz von gebranntem und gelöschtem Kalk oder ähnlich wirkenden Mitteln zu Bädern genannter Zusammensetzung erreicht. Hierdurch wird stets Ätzalkali im Entstehungszustande gebildet und die Iiarbonatbildung mit ihren unattgenehmen Begleiterscheinungen und Folgen zurückgehalten.
  • Als Oxydationsmittel :können sowohl die meisten anorganischen Oxydationsmittel, wie z. B. Bichromat, Permanganat, Nitrate, Nitrite, Superoxyde, Chlorate usw., als auch organische Oxydationsmittel, wie z. B. aromatische Nitroverbindungen (nitrierte Baumwolle, Nitrophenol, Nitrotoluol usw.), verwendet werden. Je nach Konzentration und Eisensorte können tiefschwarze bis .bronze-und messingfarbene Überzüge erzeugt werden. Wenn man z. B. ioo Raumteile 33prozentiger Natronlauge mit 3 Raumteilen Salpeter und etwas gebranntem Kalk versetzt und das Bad auf iao bis 13o° erhitzt, so kann man in demselben in etwa 15 bis 30 Minuten, je nach Größe der zu behandelnden Stücke, poliertes Eisen schwarz brünieren und diesen Brünierungsprozeß im kontinuierlichen Verfahren fortsetzen.
  • Tiefere Töne in Schwarz erhält man, wenn man den zu brünierenden Gegenstand vorher mittels einer anorganischen Säure (z. B. Salzsäure) einige -Minuten beizt.
  • Nimmt .man Lauge von hoher Konzentration, der man etwas mehr Salpeter zusetzt als vorher, und treibt man die Erhitzung auf ungefähr 18o bis zoo°, so ist man in der Lage, mittels eines derartigen Bades poliertes Eisen in etwa 5 Minuten braun zu färben.
  • Handelt es sich, darum, Gegenstände aus Gußeisen zu brünieren, so ist vor der Behandlung die Gußhaut zu entfernen. Dies geschieht ebenfalls mittels einer anorganischen Säure, z. B. Salzsäure.
  • Der behandelte Gegenstand wird nach Herausnahme aus dem Bad .mittels Wassers gut abgespült, wobei die abgespülte Lösung wieder verwendet werden .kann. Um sodann die letzten Spuren von Kalk wegzubringen, wird der brünierte Gegenstand in in Kalklösemittel, z. B. in verdünnte Essigsäure, getaucht, worauf .man nochmals :mit Wasser nachspült. Das Trocknen erfolgt hierauf durch Wärme oder durch Abreiben mit Sägespänen o. dgl. Endlich kann man dem so brünierten Gegenstand durch Einreiben mit öl oder durch Überzug von feinem Lack und Firnis entsprechenden Glanz verleihen.
  • Das Verfahren hat vor allem den Vorteil, daß Eisen, Stahl, deren Legierungen und feste Lösungen bei der allgegebenen Temperatur ohne Veränderung der Eigenschaften und mit vollständiger Erhaltung der Oberfläche selbst bei Hochpolitur mit einmaligem Kochen brüniert werden können, wobei das Bad durch den Kalkzusatz sich selbst regeneriert. Der . letztere Umstand macht das Verfahren wirtschaftlich und billig und ermöglicht einen Massenbetrieb. Dabei ist es möglich, die zu brünierenden . Gegenstände dicht nebeneinander zu lagern. Die erzeugte Eisenoxyd- j schicht blättert und schwärzt nicht ab, wie dies bei den bestehenden Verfahren der Fall ist. Außerdem erfordert die fabrikatorische Durchführung des Verfahrens selbst bei großen Massen einen Aufwand von nur wenig i Arbeitskräften. _ j

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zuni Brünieren von Eisen, Stahl, Legierungen und festen Lösungen derselben mittels alkalischer heißer Bäder unter Zusatz von Oxydationsmittelli, dadurch gekennzeichnet, daß man den Bädern gebrannten und gelöschten Kalk oder ähnlich wirkende Mittel zusetzt, welche die Erzeugung von Ätzall:ali in statu nascendi bewirken und die Karbonatbildung verhindern.
  2. 2. Verfahren zum Brünieren von Gußeisen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Gußhaut der zu briinierenden Gegenstände vor ihrer Behandlung mit einer anorganischen Säure entf ernt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man den briinierten Gegenstand nach Entfernung aus dem Bad mit einem Lösemittel für den Kalk- o. dgl. Zusatz, z. B. verdünnter Essigsäure, abspült.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102008012762A1 (de) * 2008-03-05 2009-09-10 Ab Skf Gleitlagerbauteil, Gleitlager und Verfahren zur Oberflächenbehandlung eines Gleitlagerbauteils

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102008012762A1 (de) * 2008-03-05 2009-09-10 Ab Skf Gleitlagerbauteil, Gleitlager und Verfahren zur Oberflächenbehandlung eines Gleitlagerbauteils
DE102008012762B4 (de) 2008-03-05 2023-02-09 DEWE Brünofix GmbH Gleitlager

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