DE371127C - Artillerie-Sprenggeschoss - Google Patents

Artillerie-Sprenggeschoss

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DE371127C
DE371127C DEW57617D DEW0057617D DE371127C DE 371127 C DE371127 C DE 371127C DE W57617 D DEW57617 D DE W57617D DE W0057617 D DEW0057617 D DE W0057617D DE 371127 C DE371127 C DE 371127C
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DE
Germany
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projectile
piston
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explosive
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/02Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
    • F42B12/36Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information
    • F42B12/46Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information for dispensing gases, vapours, powders or chemically-reactive substances
    • F42B12/50Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information for dispensing gases, vapours, powders or chemically-reactive substances by dispersion

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Dispersion Chemistry (AREA)
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Description

  • Artilierie-Sprenggeschoß. Die Erfindung betrifft ein Artillerie-Sprenggeschoß ohne explosible Sprengladung und ohne Zünder. Es ist mit einer Flüssig-]zeit gefüllt und seine Spitze ist als Kolben ausgebildet, welcher den Gegenstoß beim Aufschlagen des Geschosses auf die Flügsigkeit überträgt, so daß das Geschoß durch den Flüssigkeitsdruck zerrissen wird und die Sprengstücke wie bei einer gewöhnlichen Granate umhergeschlendert werden.
  • Die großen Vorzüge des neuen Geschosses bestehen in seiner einfachen und billigen Herstellung, seiner völlig gefahrlosen Handhabung und in dem gänzlichen Wegfall von Rohrkrepierern und Blindgängern.
  • Die Erfindung ist auf der Zeichnung beispielsweise in einem Achsenschnitt dargestellt.
  • Der Geschoßkörper a ist hohl: und mit einer geeigneten Flüssigkeit d gefüllt. In dem inwendig glatten Mundloch b des Geschoßkörpers ist der Kolhenansatz h der beweglichen Geschoßspitze c dicht geführt. Der Kolben h ruht auf der Flüssigkeit d unmittelbar auf, und die Flüssigkeit steht in dem Geschoßkörper a so hoch, daß zwischen der Unterseite f der Geschoßspitze c und der Oberfläche e des Geschoßkörpers a ein genügend breiter Ringspalt g verbleibt, um dem Kolben h beim Aufschlagen des Geschosses' die erforderliche Rückwärtsbewegung in das Geschoß hinein zu "gestatten.
  • Die Geschoßspitze c samt ihrem kolbenartigen Ansatz h ist zweckmäßig mit einer Bohrung i versehen, durch welche beim Einsetzen des Kolbens h in das Mundloch b des Geschosses die Luft daraus entweichen kann. Diese Bohrung i wird danach mittels einer Schraube k oder sonstwie dicht verschlossen.
  • Um den Luftwiderstand des-Geschosses zu vermindern und das Eindringen von Verunreinigungen in den Ringspalt g zu verhüten, wird dieser zweckmäßig abgedeckt. Dies geschieht beispielsweise mit Hilfe einer auf die Geschoßspitze c aufgesetzten Kappe 1, welche mit ihrem unteren Rande bis auf den Geschoßkörper a heruntergreift. Diese Kappe l kann gleichzeitig dazu dienen, die kolbenartige Geschoßspitze gegen Herausfallen zu sichern, -indem die Kappe irgendwie, etwa mittels Lack oder Kitt oder sonstwie an dem Geschoßmantel befestigt wird. Die Kappe l darf natürlich die Einwärtsbewegung des Kolbens k beim Auftreffen des Geschosses nicht verhindern.
  • Zur besseren Abdichtung des Kolbens li gegen das Mundloch b kann der Kolben mit Paraffin, konsistentem Fett ;o. dgl. eingerieben «-erden.
  • Vorhandene Geschosse der bisher gebräuchlichen Art, deren Mundloch tnit Gewinde versehen ist, können durch Einschrauben einer inwendig glatten Buchse in das Mundloch zur Aufnahme einer kolbenartigen Geschoßspitze geeignet gemacht und so in ein Sprenggeschoß für Flüssigkeitsfüllung umgewandelt werden.
  • Beim Abschießen des Geschosses wirken auf die Geschoßspitze c nur die Trägheitskraft und der Luftwiderstand; dieser Druck reicht natürlich nicht aus, um eine Sprengwirkung hervorzubringen. Dagegen drückt der Kolben h beim Auftreffen des Geschosses auf das Ziel mit einer Kraft auf die Flüssigkeitsfüllung d des Geschosses, welche ungefähr gleich der lebendigen Kraft des einschlagenden Geschosses ist. Diese Kraft äußert sich infolge der Übertragung durch die Flüsigkeit d als pro Flächeneinheit gleichmäßiger Druck auf die Geschoßwandungen, so daß eine nach allen Seiten gerichtete Sprengwirkung eintritt.
  • Wahrscheinlich wird bei dem Aufschlagen des Geschosses aber auch noch eine derartige Wärme entwickelt, daß bei Wahl einer geeigneten Flüssigkeit als Füllung des Geschosses die Flüssigkeit ganz oder teilweise verdampft, dadurch die Sprengwirkung noch erhöht und evtl. außer Dampfentwicklung auch eine Entzündung der Flüssigkeit unter Flammenerscheinung herbeigeführt wird. Um nun zu erzielen, daß das Geschoß tiefer in das "Ziel eindringt (d. h. mehr Vorlage bekommt), bevor die Sprengwirkung eintritt, uni so die Sprengwirkung zu erhöhen, kann man an geeigneter Stelle einen zusammenpreßbaren Körper in einschalten, der beim Einschlagen des Geschosses in das Ziel -zuerst durch die Kolbenwirkung der Geschoßschlitze zusaminengepreßt werden muß, bevor sich die Kolbenwirkung auf die Flüssigkeit äußern kann. Dadurch wird eine Verzögerung von dem Bruchteil einer Sekunde herbeigeführt, die genügt, um das Geschoß tiefer in das Ziel eindringen zu lassen, bevor die Spreng-Wirkung erfolgt.
  • ;\ach Abb. i ist zu diesem Zweck in der Flüssigkeit d selbst ein Hohlkörper iri. (Blase, Glasflasche, Blechhohlkörper o. dgl.) untergebracht.
  • Nach Abb.2 ist der zusammenpreßbare Körper m aus irgendwelchem geeigneten Material unterhalb des Kolbens 1a angeordnet.
  • Nach Abb. 3 ist die Geschoßspitze c geteilt und zwischen beiden Teilen e und c2 der zusammenpreßbaren Körper m untergebracht.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Artillerie-Sprenggeschoß, dadurch gekennzeichnet; daß .es mit einer Flüssigkeit gefüllt und seine .Spitze als Kolben ausgebildet ist, welcher den Gegenstoß beim Aufschlagen Ales Geschosses auf die Flüssigkeit überträgt, so daß -das Geschoß durch den Flüssigkeitsdruck zersprengt wird, wobei der Kolbenquerschnitt im Verhältnis zum Querschnitt des mit Flüssigkeit gefüllten Geschoßhohlraumes möglichst klein ist.
  2. 2. Sprenggeschoß nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß seine Füllung aus einer Flüssigkeit besteht, welche durch die beim Aufschlagen des Geschosses erzeugte Wärme evtl. unter Flammenentwicklung verdampft wird.
  3. 3. Sprenggeschoß nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die kolbenartige Geschoßspitze mit einer dicht verschließbaren Bohrung versehen ist, durch welche beim Einsetzen des Kolbens in das Geschoß die Luft daraus entweichen kann. d..
  4. Sprenggeschoß nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringspalt zwischen Geschoßspitze und Geschoßkörper abgedeckt ist.
  5. 5. Sprenggeschoß nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die kolbenartige. Geschoßspitze gegen Herausfallen durch eine gleichzeitig den Ringspalt zwischen Spitze und Geschoßkörper überdeckende, am Geschoßkörper befestigte Kappe gesichert ist, welche jedoch das Zurückdrängen des Kolbens in den Geschoßkörper beim Aufschlagen des Geschosses nicht verhindert. Sprenggeschoß nach den Patentansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an geeigneter Stelle ein zusammenpreßbarer Körper eingeschaltet ist, der unter der Wirkung des Geschoßaufschlagens zuerst zusammengepreßt werden muß, bevor der Kolben der Geschoßspitze seine Sprengwirkung auf die Flüssigkeit ausüben kann.
DEW57617D 1921-02-21 1921-02-22 Artillerie-Sprenggeschoss Expired DE371127C (de)

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DE99974X 1921-02-21
DEW57617D DE371127C (de) 1921-02-21 1921-02-22 Artillerie-Sprenggeschoss

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DE371127C true DE371127C (de) 1923-03-12

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DEW57617D Expired DE371127C (de) 1921-02-21 1921-02-22 Artillerie-Sprenggeschoss

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2013174820A1 (de) * 2012-05-24 2013-11-28 Rheinmetall Waffe Munition Gmbh, Patente Geschoss

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO2013174820A1 (de) * 2012-05-24 2013-11-28 Rheinmetall Waffe Munition Gmbh, Patente Geschoss

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