DE3708839A1 - Verfahren zum herstellen eines kaeseproduktes sowie verpackung fuer eine kaesepastete - Google Patents

Verfahren zum herstellen eines kaeseproduktes sowie verpackung fuer eine kaesepastete

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    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D85/00Containers, packaging elements or packages, specially adapted for particular articles or materials
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    • B65D85/72Containers, packaging elements or packages, specially adapted for particular articles or materials for materials not otherwise provided for for edible or potable liquids, semiliquids, or plastic or pasty materials
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    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
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    • AHUMAN NECESSITIES
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Käseproduktes in Form einer stürzbaren Käsepastete sowie Verpackung.
Bisher war es so, daß Frischkäsezubereitungen und auch Schmelzkäsezubereitungen aus der becherartigen Verpackung mit dem Messer beim Verzehr herausgekratzt werden mußte. Zurückzuführen war dies auf ein Kleben der Käsemasse an der Wandung der Verpackung, wie dies bei vielen anderen Nahrungsmitteln ebenfalls bekannt ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine neuartige Käsepastete, die sich stürzen läßt, d. h. nicht an den Wandungen der Verpackung haftet oder klebenbleibt, anzugeben.
Erreicht wird dies einerseits mit den Maßnahmen des Verfahrens (Anspruch 1), andererseits mit den Maßnahmen der Vorrichtung (Anspruch 7).
Die Erfindung soll anhand einer Frischkäsezubereitung für haltbare stürzbare gegebenenfalls geschichtete Frischkäsepasteten im Folgenden beschrieben werden. Die Anwendung der Maßnahme nach der Erfindung auf Schmelzkäsezubereitungen ist natürlich ebenfalls möglich.
I. Rezeptur:
(Fett)-Quark mit
  • 1. einem Fettgehalt in der Trockenmasse (gegebenenfalls unter Milchfettzusatz) von mindestens 60%, vorzugsweise 65 bis 75%, insbesondere 68 bis 72%
    (Praxis-Beispiel: 70%)
  • 2. pH-Wert (im Endprodukt) von 4,3-4,6 vorzugsweise 4,7-4,8, der gegebenenfalls durch Milchsäurezusatz eingestellt wird
  • 3. Geliermittel in üblichen Mengen, vorzugsweise aber einer Mischung aus Johannisbrotkernmehl und Traganth und zwar im Verhältnis 2,25 bis 5 : 1, vorzugsweise 2,5 bis 3,5 : 1,
    insbesondere 2,8 bis 3,2 : 1
    (Praxisbeispiel: 3 : 1, besonders gute Ergebnisse)
  • 4. gegebenenfalls Zusätze, insbesondere Kräuter
  • 5. Wasser so, daß Trockensubstanzgehalt (Tm) 37 bis 44 Gew.-%, vorzugsweise 39 bis 41 Gew.-%
    (Praxis-Beispiel: 40%)
II. Herstellung der Frischkäsezubereitungsmasse:
  • 1. Rezepturkomponente - bis auf etwa 5 bis 10 Gew.-% Wasser, bezogen auf das Gesamtgewicht des Endproduktes sowie gegebenenfalls die üblichen Zusätze (die auch noch später zugesetzt werden können)
    Vormischen bei Umgebungstemperatur
  • 2. Vormischen auf etwa 40 bis 60°C, vorzugsweise 45 bis 55°C
    (Praxis-Beispiel: 50°C)
    Erwärmen und zum "Quellen" des Geliermittels und Milcheiweißes bis zu einem Optimum rühren
  • 3. Masse auf 65 bis 90°C, vorzugsweise 75 bis 88°C, insbesondere 78 bis 86°C (am besten unter 80°C)
    (Praxis-Beispiel: 85°C)
    erhitzen und rühren (kuttern)
    (Praxis-Beispiel: Stephan Kutter)
    genannt "Thermisierung" als Fachbegriff für diese Behandlung bis zu etwa 80°C
    Restwasser allmählich, vorzugsweise in Teilmengen, kalt zudosieren und einzomogenisieren und erforderlichenfalls am Schluß noch einmal kurz auf 75-90°C, vorzugsweise 80-88°C aufheizen
  • 4. Gegebenenfalls, soweit noch nicht erfolgt, übliche Zusätze einmischen
  • 5. Masse (nicht cremieren sondern)
    in langsam laufenden Rührbehältern (Praxis: in Ankerrührern)
    bei geringer Scherung bei 70-88°C (bevorzugt etwa 72-80°C) rühren zum Aufbau der Konsistenz (zunehmende Viskosität);
    bei zu langer bzw. zu intensiver Behandlung fällt die Viskosität wieder ab und es kommt zur evtl. Abscheidung von Fett; das Optimum ist dann anhand von Orientierungsversuchen empirisch zu ermitteln
  • 6. Heiß (wegen Haltbarkeit), d. h. bei mindestens 68°C, vorzugsweise bei etwa 70 bis 75°C, abfüllen.
III. Zum Verpacken in Verpackungen der in den Vorrichtungsansprüchen genannten Art wird
  • 1. Die Einbuchtung am umgedrehten Boden des Bechers mit Kräutern gefüllt
    schichtweise werden unterschiedliche Frischkäsemassen eingefüllt (bei 70°C)
    der Becher wird mit der Folie abgesiegelt und umgekehrt, d. h. mit der großen Einfüllöffnung nach unten, auf die mit Raststufen versehene Schale aufgesteckt
  • 2. Kühlen zur Verfestigung
    (Praxis-Beispiel: 2°C/24 h)
  • 3. Zur Lockerung der Haftung der Frischkäsemasse an der Becherinnenwand wird kurz erhitzt
    (Praxis-Beispiel: im Wasserbad von 40°C)
  • 4. Abkühlen auf Lagertemperatur (z. B. Kühlschranktemperatur von ca. 10°C)
  • 5. Gegebenenfalls Rollen oder Walzen längs der oberen Längskanten zur Lockerung des Produktes.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und der Vorrichtung nach der Erfindung wird es möglich, ein völlig neues Käseprodukt zur Verfügung zu stellen, sowohl als Frischkäse- als auch als Schmelzkäsezubereitung.
Die Käsepastete wird im allgemeinen aus fünf bis sechs übereinander geschichteten Käsezubereitungen bestehen, die sich sowohl geschmacklich als auch farblich voneinander unterscheiden können. Gegebenenfalls ist der Behälter innen oder die Käsepastete außen mit einer die Gleitfähigkeit fördernden genießbaren Substanz versehen.
Die Gesamtkonsistenz des Produktes ist aufgrund der genannten Maßnahmen so eingestellt, daß das gesamte Produkt aus dem speziell dafür entwickelten Becher herausgestülpt wird; ein Herauskratzen ist nicht mehr möglich. Mehrere Scheiben des Produktes können beliebig, ohne die Optik zerstören zu müssen, herabgeschnitten werden. Anschließend kann der Becherteil wieder über das Produkt gestülpt werden, um mit einem Wiederverschlußdeckel (den mit Raststufen versehenen Schalenteil) verschlossen und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Durch das Zusammenwirken der Maßnahmen gemäß der Erfindung wird das Kleben an der Verpackung überwunden. Käsezubereitungen dieser Art konnten bisher nicht gestürzt werden.
Die auf den Kopf gestellte Verpackung kann in der Bedruckung so gehalten sein, daß sie gerade durchsichtig wirkt. Streifen repräsentieren grüne horizontale Kräuterschichten in dem Produkt.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, Käsezubereitungen aus Frischkäse oder Schmelzkäse stürzbar zu machen.
Sollte dies möglich sein, so könnten auch zum ersten Mal sogenannte Käsepasteten (mit Schichten unterschiedlicher Konsistenz) angeboten bzw. präsentiert werden. Eine Käsepastete, die aus einem Kunststoffbecher "herausgekratzt" wird, ist für die menschlichen Sinne (hochwertiges Produkt) nicht besonders attraktiv.
Auch soll eine Verpackung vorgeschlagen werden, bei der es möglich wird, eine solche Käsepastete teilweise zu verzehren, ohne daß die Optik leidet. Schließlich soll eine solche Verpackung wiederverwendbar, zumindest bis das darin enthaltene Produkt verzehrt ist, sein.
Überraschend läßt sich eine Verpackung der oben angegebenen Art, die die gestellten Aufgaben löst, erfindungsgemäß dadurch angeben, daß zur Ermöglichung eines Stürzens der Käsepastete die Verpackung aus einem länglichen sich konisch zur offenen Seite hin erweiternden, innen vollkommen glatten Becherteil aus flexiblem aber formbeständigen Material, insbesondere Polypropylen besteht, dessen größere Auflageseite mit einer abziehbaren Folie verschlossen ist und daß in der Mitte des eigentlichen Becherteilbodens wenigstens eine mittige flache Vertiefung, "Sicke oder Nippel" für die Aufnahme einer weiteren Substanz vorgesehen ist.
Dadurch, daß der Becherteil mit seiner größeren Seite die Auflageseite bildet, die Verpackung selbst also wie eine "Käseglocke" wirkt, ist auf dem Fachgebiet eine völlig neues Produkt vorgeschlagen, das nicht nur die oben genannten Aufgaben voll erfüllt, sondern auch sehr ansprechend wirkt. Die vollkommene Glattheit innen wird dadurch erreicht, daß beispielsweise, wenn der Becherteil im Spritzverfahren hergestellt wird, ein glattpolierter Spritzformkern Verwendung findet.
Es ist überraschend, daß ein Stürzen der Käsepastete möglich war. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, daß die flache Vertiefung, auch Sicke oder Nippel genannt, zusätzlich vorgesehen ist und bei Druck auf das Stirnende der Verpackung aus nur vermuteten, nicht bis ins Letzte geklärten Gründen, ein einwandfreies Herausrutschen der Käsepastete möglich wird. Wichtig ist auch die horizontal geschichtete Gestalt, die eine "selbsttragende Konstruktion der Pastete" fördert. Durch das Zusammenwirken vom vertieften Teil, dessen "Vakuum" durch Druck auf die Seitenenden verkleinert wird und durch den gleichzeitig innen vollkommen glatten Becherteil wird erreicht, daß die Pastete beim Herausgleiten praktisch nicht beschädigt wird.
Besonders interessant ist, daß in der Vertiefung eine die Käsepastete besonders schmackhaft machende Substanz untergebracht sein kann, beispielsweise lose frische Kräuter oder gegebenenfalls Kräuter der Provence.
Das Material wird als flexibel, aber formbeständig, ausgewählt, d. h. es muß sich leicht zusammendrücken lassen, trotzdem muß es steif genug sein, damit sich der Druck von den Stirnwandungen auf die Seitenwandungen überträgt und sich so die Behälterinnenwand von der Käsepastete löst. Ein etwa vorhandenes Vakuum, das nicht nur auf die Vertiefung beschränkt ist, wird durch den Druck auf das flexible, aber formbeständige Material zerstört und fördert das Herausgleiten der Käsepastete.
Natürlich können mehrere Vertiefungen im eigentlichen Becherteilboden (Boden nur, wenn dieser in herkömmlicher Weise aufgestellt würde) vorgesehen sein. Das Charakteristikum dieser Verpackung ist aber nun gerade, daß der Becher "mit dem Boden nach oben" auf einer Unterlage steht. Wichtig ist, daß die Vertiefung oder ggfs. die Vertiefungen so ausgebildet sind, daß die Verpackung nicht fälschlich mit der Schmalseite nach unten (wie bisher üblich) aufgestellt werden kann. Dadurch, daß die Käsepastetenverpackung immer "auf dem Kopf" steht, wird natürlich zum weiteren Lösen der Pastete von der Behälterinnenwand beigetragen.
Vorzugsweise wird der Becherteil samt Folie mit der Vertiefung nach oben in einen innen mit Raststufen versehenen Schalenteil als wiederverwendbare Trägerbodenplatte eingedrückt.
Dies ist nun der zweite Teil der Verpackung, der Teil, der der Verpackung den Stand sichert. Es handelt sich um einen relativ flachen, schalenartigen Boden. Es sind mehrere raststufenartig angeordnete Rippen vorgesehen, um eine sicheres Verrasten des flachen Behälterrandes (Flansches) in diese Rippen zu ermöglichen.
Dies wird noch zweckmäßig unterstützt durch Eindrückungen oberhalb der Rippen, die beim Herunterdrücken der Flansch des Becherteils passiert. Von diesen Eindrückungen oder Einbuchtungen sind beispielsweise je zwei auf jeder der Seiten, insgesamt also acht vorgesehen. Zur Förderung des Zweckes des Erfindung (leichtes Herausgleiten bzw. Stürzen der Käsepastete) werden sämtliche Kanten des Bechers innen vorzugsweise stark abgerundet.
Der Trägerbodenplattenteil ist auf seiner Bodenaußenseite so weit zurückspringend glatt ausgebildet, daß zu Stapelzwecken der Boden mit Vertiefung des nächstfolgenden Bechers aufnehmbar ist. Diese Vertiefung hat noch einen weiteren Vorteil: Der Schalenteil ist als innen erhabene glatte Präsentierplatte für die gestürzte Käsepastete ausgebildet. Das heißt, der Käse kann auf die "Präsentierplatte" gestürzt werden, zumindest wenn es sich nur noch um einen Teil der Käsepastete (der Rest ist schon verzehrt) handelt.
Zweckmäßig ist der Becherteil aus einem praktisch lichtundurchlässigen und praktischen dampfdichten Material hergestellt.
Zur Förderung des Stürzens oder Herausgleitens kann der Becherteil innen mit einer gleitfähigen genießbaren Beschichtung versehen sein. 125 g-Packungen sind besonders geeignet.
In der Verpackung kann Käsepasteten aus 5 bis 6 übereinandergeschichteten Käsezubereitungen vorgesehen sein. Die Schichten können sich sowohl geschmacklich als auch farblich voneinander unterscheiden.
Die Gesamtkonsistenz des Produkts kann so eingestellt sein, daß das gesamte Produkt aus dem speziell dafür entwickelten Fertigbecher herausgestülpt werden kann. Es hat den Vorteil, daß nach Belieben mehrere Scheiben von dem Produkt herabgeschnitten werden können, ohne daß die Optik zerstört würde. Anschließend kann der Becherteil wieder über das Produkt, das ggfs. auf dem Boden (Präsentierplatte) ruht, gestülpt werden, und der Schalenbodenteil dient dann als Wiederverschlußdeckel.
Beim Füllen wird der Becherteil mit der Vertiefung (Sicke) nach unten gefüllt und mit einer Folie verschlossen sowie anschließend gekühlt. Danach wird der Becherteil gedreht und mit der "Sicke" nach oben gelagert. Nach dem Öffnen der Packung durch Entfernung der Folie wird die Sicke zusammengedrückt; in der beschriebenen Weise wird das Vakuum im Becher zerstört. Das Produkt löst sich aus dem Becherteil und ist als selbsttragende Pastete dem Konsumenten zugänglich.
Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung ist durch die beiliegende Zeichnung verkörpert (die Beschriftung bildet keinen Teil der Zeichnung).
Diese zeigt einen auf dem Kopf stehenden Becherteil, der mit seinem umlaufenden Flanschrand in den (hier durchsichtigen) Schalenteil einrastet. Der Schalenteil ist innen mit umlaufenden Raststufen verschiedener Höhe versehen. Da auch der Schalenteil nach außen konisch ausgebildet ist, erreicht man je nach Kraft des Herabdrückens verschieden tiefe Raststufen.
Die Zeichnung zeigt einen umgekehrten, sich nach oben konisch verjüngenden Becher, der überall, soweit dies den Innenraum betrifft, abgerundet ist. Mittig auf dem Boden befindet sich eine Vertiefung, Sicke oder dgl. . Zur satten Auflage gehen die Behälterwandungen in einen horizontal angeordneten umlaufenden Flansch über. Das Material besteht aus Polypropylen. Es wurde über einen polierten Spritzformkern gespritzt, so daß innen eine außerordentliche Glattheit gegeben ist.
Die Öffnung des Becherteils ist mit einer Aluminiumfolie verschlossen.
Entsprechend dem Inhalt umlaufend sind die Schichten des Produktes auf der Verpackung dargestellt, so daß man glaubt, eine durchsichtige Verpackung vor sich zu haben.
Beim Polypropylen (PVC ist auch möglich) handelt es sich um ein dampfdichtes Material nach DIN 5 839, das höchstens 1,5 g/(m2 × . . . 24 h) bei 25°C und 1 bar Druckdifferenz durchläßt. Vorzugsweise ist die Durchlässigkeit auf höchstens 1 g begrenzt. Besonders zweckmäßig ist ein Material mit 0,4 g/ (m2 × . . . 24 h). Auf der Innenwandung kann eine gleitfähige genießbare Beschichtung vorgesehen sein.
Das Material ist derart gewählt, daß bei einer Wellenlänge von 300-700 nm (sichtbares Licht) die Lichtdurchlässigkeit weniger als 10%, vorzugsweise höchstens 6%, insbesondere 3% ausmacht. Die Wandstärke kann bei 350-400 µm liegen.
Großverpackungen sind möglich.
Es ist im übrigen möglich, die beschriebene und gezeigte Verpackung in einer Käsetheke wie folgt zu präsentieren: Von einer durchsichtigen Grundplatte geht eine Steg gerade nach oben und wird nach einer Höhe gleich der der Verpackung (plus einem erheblichen Freiraum) umgewinkelt. Für diesen Winkel wird der Träger dann zwischen die Platten einer Käsethekenabdeckung geschoben. Zu beiden Seiten des Steges auf der horizontalen Platte ist nun Raum für beispielsweise 2 Käsepasteten. Dieser Präsentierhalter mit der Verpackung kann auch eine Einheit bilden.

Claims (15)

1. Verfahren zum Herstellen eines Käseproduktes in Form einer stürzbaren Käsepastete, dadurch gekennzeichnet, daß die Käsepastete innerhalb einer becherartigen Verpackung hergestellt wird, indem
  • a) nach Einführen von Kräutern in die im Boden eines Becherteils vorgesehene Vertiefung oder Vertiefungen der Verpackung;
  • b) eine Frischkäsezubereitung auf Quarkbasis oder Schmelzkäsezubereitung in abwechselnd unterschiedlichen Schichten bei etwa 70°C eingefüllt wird;
  • c) der Becherteil mit einer Folie abgesiegelt und der Becherteil auf einen liegenden Schalenteil mit der breiten Öffnung nach unten aufgesteckt wird;
  • d) die Masse in der Verpackung gekühlt und verfestigt wird;
  • e) zur Lockerung der Haftung der Kräutermasse an der Behälterwand kurz eine oberflächliche Erhitzung vorgenommen wird;
  • f) auf Lagertemperatur von ca. 10°C abgekühlt wird und
  • g) die oberen Längskanten der Verpackung zur Lockerung des Inhalts gewalzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Schritt a) die Becherinnenfläche mit einer genießbaren gleitfördernden Substanz beschichtet oder mit Heißdampf beaufschlagt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schritt d) bei einer Abkühlgeschwindigkeit von 2°C/24 h vorgenommen wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schritt e) durchgeführt wird, indem die Verpackung kurz durch ein Wasserbad von 40°C geführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch folgende Rezeptur:
  • - Quark mit einem Fettgehalt in der Trockenmasse (gegebenenfalls Milchzusatz) von mindestens 60%, vorzugsweise 65 bis 75%, insbesondere 68 bis 72%;
  • - pH-Wert im Endprodukt von 4,6 bis 4,9, vorzugsweise 4,7 bis 4,8, gegebenenfalls einzustellen durch Milchsäurezusatz;
  • - ein Geliermittel in üblichen Mengen aus gewählt aus einer Mischung aus Johannisbrotkernmehl und Traganth und zwar im Verhältnis 2,25 bis 5 : 1, vorzugsweise 2,5 bis 3,5 : 1, insbesondere 2,8 bis 3,2 : 1;
  • - gegebenenfalls übliche Zusätze, insbesondere von Kräutern; Wasser so, daß der Trockensubstanzgehalt der Trockenmasse 37 bis 44 Gew.-%, vorzugsweise 39 bis 41 Gew.-% beträgt und
weiter gekennzeichnet durch die folgende weitere Verfahrensweise
  • 1. die Rezepturkomponenten werden bis auf etwa 5 bis 10 Gew.-% Wasser, bezogen auf das Gesamtgewicht des Endproduktes, zusammen mit den gegebenenfalls üblichen Zusätzen bei Umgebungstemperatur vorgemischt;
  • 2. weitere Vormischung auf etwa 40 bis 60°C, vorzugsweise 45 bis 55°C;
    Erwärmen und zum "Quellen" des Geliermittels und Milcheiweißes rühren;
  • 3. Masse auf 65 bis 90°C, vorzugsweise 75 bis 88°C, insbesondere 78 bis 86°C erhitzen und rühren, insbesondere kuttern, (Thermisierung bis zu 80°C) und Restwasser allmählich vorzugsweise in Teilmengen kalt zudosieren und einhomogenisieren und erforderlichenfalls am Schluß nochmals kurz auf 75 bis 90°C, vorzugsweise 80 bis 88°C, aufheizen;
  • 4. gegebenenfalls, soweit nich nicht erfolgt, übliche Zusätze einmischen;
  • 5. Masse in langsam laufendem Rührbehälter mit geringer Scherung bei 70-88°C, vorzugsweise etwa 72-80°C, rühren zum Aufbau der Konsistenz (für eine zunehmende Viskosität), bevor die Viskosität wieder abfällt;
  • 6. heiß, bei mindestens 68°C, vorzugsweise 70 bis 75°C, abfüllen und dann gemäß Anspruch 1 behandeln.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß mit Quark mit einem Fettgehalt in der Trockenmasse von 70%, einem Anteil von Johannisbrotkernmehr und Traganth von 3 : 1, einem Trockensubstanzgehalt von 40%, einer Vermischung der Rezepturkomponenten bei 50°C im Stephan-Kutter, einer Erwärmung der Masse gemäß 3.) auf 85°C und einem Ankerrührer als langsam laufenden Rührer gearbeitet wird.
7. Verpackung für eine Käsepastete aus Frischkäse- oder Schmelzkäsezubereitungen, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ermöglichung eines Stürzens der Käsepastete die Verpackung aus einem länglichen, sich zur offenen Seite hin konisch erweiternden, innen vollkommen glatten Becherteil aus flexiblem, aber formbeständigem Material, insbesondere Polypropylen, besteht, dessen größere Auflageseite mit einer abziehbaren Folie verschlossen ist und daß in der Mitte des eigentlichen Becherbodenteils wenigstens eine mittige, flache Vertiefung, "Sicke", für die Aufnahme einer weiteren Substanz vorgesehen ist.
8. Verpackung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälterteil samt Folie mit der Vertiefung nach oben in einen innen mit Raststufen versehenen Schalenteil als wiederverwendbare Trägerbodenplatte eingedrückt ist.
9. Verpackung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der horizontal umlaufenden Raststufen des Schalenteils an jeder der vier Seiten der Trägerbodenplatte nach innen gerichtete, den Becherteil bzw. dessen horizontalen Flansch verriegelnde Eindrückungen vorgesehen sind.
10. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Kanten des Becherteils innen stark abgerundet sind.
11. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerbodenplattenteil auf seiner Bodenaußenseite soweit zurückspringend ausgebildet ist, daß zu Stapelzwecken der Boden mit Vertiefung des nächstfolgenden Bechers aufnehmbar ist.
12. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Becherteil aus einem lichtdurchlässigen, dampfdichten Material, ggfs. mit einer gleitfähigen genießbaren Beschichtung versehen, besteht.
13. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandstärke des Becherteils 350-400 µm beträgt.
14. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalenbodenteil als innen erhabene glatte Präsentierplatte für die gestürzte Käsepastete ausgebildet ist.
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