DE3708839A1 - Verfahren zum herstellen eines kaeseproduktes sowie verpackung fuer eine kaesepastete - Google Patents
Verfahren zum herstellen eines kaeseproduktes sowie verpackung fuer eine kaesepasteteInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines
Käseproduktes in Form einer stürzbaren Käsepastete sowie Verpackung.
Bisher war es so, daß Frischkäsezubereitungen und auch
Schmelzkäsezubereitungen aus der becherartigen Verpackung
mit dem Messer beim Verzehr herausgekratzt werden mußte.
Zurückzuführen war dies auf ein Kleben der Käsemasse an
der Wandung der Verpackung, wie dies bei vielen anderen
Nahrungsmitteln ebenfalls bekannt ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine neuartige
Käsepastete, die sich stürzen läßt, d. h. nicht an den
Wandungen der Verpackung haftet oder klebenbleibt, anzugeben.
Erreicht wird dies einerseits mit den Maßnahmen des Verfahrens
(Anspruch 1), andererseits mit den Maßnahmen der
Vorrichtung (Anspruch 7).
Die Erfindung soll anhand einer Frischkäsezubereitung für
haltbare stürzbare gegebenenfalls geschichtete Frischkäsepasteten
im Folgenden beschrieben werden. Die Anwendung
der Maßnahme nach der Erfindung auf Schmelzkäsezubereitungen
ist natürlich ebenfalls möglich.
(Fett)-Quark mit
- 1. einem Fettgehalt in der Trockenmasse (gegebenenfalls
unter Milchfettzusatz) von mindestens 60%, vorzugsweise
65 bis 75%, insbesondere 68 bis 72%
(Praxis-Beispiel: 70%) - 2. pH-Wert (im Endprodukt) von 4,3-4,6 vorzugsweise 4,7-4,8, der gegebenenfalls durch Milchsäurezusatz eingestellt wird
- 3. Geliermittel in üblichen Mengen, vorzugsweise aber
einer Mischung aus Johannisbrotkernmehl und Traganth
und zwar im Verhältnis 2,25 bis 5 : 1, vorzugsweise
2,5 bis 3,5 : 1,
insbesondere 2,8 bis 3,2 : 1
(Praxisbeispiel: 3 : 1, besonders gute Ergebnisse) - 4. gegebenenfalls Zusätze, insbesondere Kräuter
- 5. Wasser so, daß Trockensubstanzgehalt (Tm) 37 bis 44 Gew.-%,
vorzugsweise 39 bis 41 Gew.-%
(Praxis-Beispiel: 40%)
- 1. Rezepturkomponente - bis auf etwa 5 bis 10 Gew.-% Wasser,
bezogen auf das Gesamtgewicht des Endproduktes sowie
gegebenenfalls die üblichen Zusätze (die auch noch später
zugesetzt werden können)
Vormischen bei Umgebungstemperatur - 2. Vormischen auf etwa 40 bis 60°C, vorzugsweise
45 bis 55°C
(Praxis-Beispiel: 50°C)
Erwärmen und zum "Quellen" des Geliermittels und Milcheiweißes bis zu einem Optimum rühren - 3. Masse auf 65 bis 90°C, vorzugsweise
75 bis 88°C, insbesondere
78 bis 86°C (am besten unter 80°C)
(Praxis-Beispiel: 85°C)
erhitzen und rühren (kuttern)
(Praxis-Beispiel: Stephan Kutter)
genannt "Thermisierung" als Fachbegriff für diese Behandlung bis zu etwa 80°C
Restwasser allmählich, vorzugsweise in Teilmengen, kalt zudosieren und einzomogenisieren und erforderlichenfalls am Schluß noch einmal kurz auf 75-90°C, vorzugsweise 80-88°C aufheizen - 4. Gegebenenfalls, soweit noch nicht erfolgt, übliche Zusätze einmischen
- 5. Masse (nicht cremieren sondern)
in langsam laufenden Rührbehältern (Praxis: in Ankerrührern)
bei geringer Scherung bei 70-88°C (bevorzugt etwa 72-80°C) rühren zum Aufbau der Konsistenz (zunehmende Viskosität);
bei zu langer bzw. zu intensiver Behandlung fällt die Viskosität wieder ab und es kommt zur evtl. Abscheidung von Fett; das Optimum ist dann anhand von Orientierungsversuchen empirisch zu ermitteln - 6. Heiß (wegen Haltbarkeit), d. h. bei mindestens 68°C, vorzugsweise bei etwa 70 bis 75°C, abfüllen.
- 1. Die Einbuchtung am umgedrehten Boden des Bechers mit
Kräutern gefüllt
schichtweise werden unterschiedliche Frischkäsemassen eingefüllt (bei 70°C)
der Becher wird mit der Folie abgesiegelt und umgekehrt, d. h. mit der großen Einfüllöffnung nach unten, auf die mit Raststufen versehene Schale aufgesteckt - 2. Kühlen zur Verfestigung
(Praxis-Beispiel: 2°C/24 h) - 3. Zur Lockerung der Haftung der Frischkäsemasse an der
Becherinnenwand wird kurz erhitzt
(Praxis-Beispiel: im Wasserbad von 40°C) - 4. Abkühlen auf Lagertemperatur (z. B. Kühlschranktemperatur von ca. 10°C)
- 5. Gegebenenfalls Rollen oder Walzen längs der oberen Längskanten zur Lockerung des Produktes.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und der Vorrichtung
nach der Erfindung wird es möglich, ein völlig neues
Käseprodukt zur Verfügung zu stellen, sowohl als Frischkäse-
als auch als Schmelzkäsezubereitung.
Die Käsepastete wird im allgemeinen aus fünf bis sechs
übereinander geschichteten Käsezubereitungen bestehen,
die sich sowohl geschmacklich als auch farblich voneinander
unterscheiden können. Gegebenenfalls ist der Behälter
innen oder die Käsepastete außen mit einer die Gleitfähigkeit
fördernden genießbaren Substanz versehen.
Die Gesamtkonsistenz des Produktes ist aufgrund der genannten
Maßnahmen so eingestellt, daß das gesamte Produkt
aus dem speziell dafür entwickelten Becher herausgestülpt
wird; ein Herauskratzen ist nicht mehr möglich. Mehrere
Scheiben des Produktes können beliebig, ohne die Optik
zerstören zu müssen, herabgeschnitten werden. Anschließend
kann der Becherteil wieder über das Produkt gestülpt
werden, um mit einem Wiederverschlußdeckel (den mit Raststufen
versehenen Schalenteil) verschlossen und im Kühlschrank
aufbewahrt werden. Durch das Zusammenwirken
der Maßnahmen gemäß der Erfindung wird das Kleben an der
Verpackung überwunden. Käsezubereitungen dieser Art konnten
bisher nicht gestürzt werden.
Die auf den Kopf gestellte Verpackung kann in der Bedruckung
so gehalten sein, daß sie gerade durchsichtig
wirkt. Streifen repräsentieren grüne horizontale Kräuterschichten
in dem Produkt.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, Käsezubereitungen
aus Frischkäse oder Schmelzkäse stürzbar zu machen.
Sollte dies möglich sein, so könnten auch zum ersten Mal
sogenannte Käsepasteten (mit Schichten unterschiedlicher
Konsistenz) angeboten bzw. präsentiert werden. Eine Käsepastete,
die aus einem Kunststoffbecher "herausgekratzt" wird,
ist für die menschlichen Sinne (hochwertiges Produkt) nicht
besonders attraktiv.
Auch soll eine Verpackung vorgeschlagen werden, bei der es
möglich wird, eine solche Käsepastete teilweise zu verzehren,
ohne daß die Optik leidet.
Schließlich soll eine solche Verpackung wiederverwendbar,
zumindest bis das darin enthaltene Produkt verzehrt ist,
sein.
Überraschend läßt sich eine Verpackung der oben angegebenen
Art, die die gestellten Aufgaben löst, erfindungsgemäß dadurch
angeben, daß
zur Ermöglichung eines Stürzens der Käsepastete die Verpackung
aus einem länglichen sich konisch zur offenen Seite hin
erweiternden, innen vollkommen glatten Becherteil aus flexiblem
aber formbeständigen Material, insbesondere Polypropylen
besteht, dessen größere Auflageseite mit einer abziehbaren
Folie verschlossen ist und daß in der Mitte des eigentlichen
Becherteilbodens wenigstens eine mittige flache Vertiefung,
"Sicke oder Nippel" für die Aufnahme einer weiteren Substanz
vorgesehen ist.
Dadurch, daß der Becherteil mit seiner größeren Seite die
Auflageseite bildet, die Verpackung selbst also wie eine
"Käseglocke" wirkt, ist auf dem Fachgebiet eine völlig neues
Produkt vorgeschlagen, das nicht nur die oben genannten Aufgaben
voll erfüllt, sondern auch sehr ansprechend wirkt. Die
vollkommene Glattheit innen wird dadurch erreicht, daß beispielsweise,
wenn der Becherteil im Spritzverfahren hergestellt
wird, ein glattpolierter Spritzformkern Verwendung
findet.
Es ist überraschend, daß ein Stürzen der Käsepastete möglich
war. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, daß die
flache Vertiefung, auch Sicke oder Nippel genannt, zusätzlich
vorgesehen ist und bei Druck auf das Stirnende der Verpackung
aus nur vermuteten, nicht bis ins Letzte geklärten
Gründen, ein einwandfreies Herausrutschen der Käsepastete
möglich wird. Wichtig ist auch die horizontal geschichtete
Gestalt, die eine "selbsttragende Konstruktion der Pastete"
fördert. Durch das Zusammenwirken vom vertieften Teil, dessen
"Vakuum" durch Druck auf die Seitenenden verkleinert wird
und durch den gleichzeitig innen vollkommen glatten Becherteil
wird erreicht, daß die Pastete beim Herausgleiten praktisch
nicht beschädigt wird.
Besonders interessant ist, daß in der Vertiefung eine die
Käsepastete besonders schmackhaft machende Substanz untergebracht
sein kann, beispielsweise lose frische Kräuter oder gegebenenfalls
Kräuter der Provence.
Das Material wird als flexibel, aber formbeständig, ausgewählt,
d. h. es muß sich leicht zusammendrücken lassen,
trotzdem muß es steif genug sein, damit sich der Druck von
den Stirnwandungen auf die Seitenwandungen überträgt und
sich so die Behälterinnenwand von der Käsepastete löst. Ein
etwa vorhandenes Vakuum, das nicht nur auf die Vertiefung
beschränkt ist, wird durch den Druck auf das flexible, aber
formbeständige Material zerstört und fördert das Herausgleiten
der Käsepastete.
Natürlich können mehrere Vertiefungen im eigentlichen Becherteilboden
(Boden nur, wenn dieser in herkömmlicher Weise aufgestellt
würde) vorgesehen sein. Das Charakteristikum dieser
Verpackung ist aber nun gerade, daß der Becher "mit dem Boden
nach oben" auf einer Unterlage steht. Wichtig ist, daß
die Vertiefung oder ggfs. die Vertiefungen so ausgebildet
sind, daß die Verpackung nicht fälschlich mit der Schmalseite
nach unten (wie bisher üblich) aufgestellt werden kann.
Dadurch, daß die Käsepastetenverpackung immer "auf dem Kopf"
steht, wird natürlich zum weiteren Lösen der Pastete von der
Behälterinnenwand beigetragen.
Vorzugsweise wird der Becherteil samt Folie mit der Vertiefung
nach oben in einen innen mit Raststufen versehenen
Schalenteil als wiederverwendbare Trägerbodenplatte eingedrückt.
Dies ist nun der zweite Teil der Verpackung, der Teil, der
der Verpackung den Stand sichert. Es handelt sich um einen
relativ flachen, schalenartigen Boden. Es sind mehrere raststufenartig
angeordnete Rippen vorgesehen, um eine sicheres
Verrasten des flachen Behälterrandes (Flansches) in diese
Rippen zu ermöglichen.
Dies wird noch zweckmäßig unterstützt durch Eindrückungen
oberhalb der Rippen, die beim Herunterdrücken der Flansch
des Becherteils passiert. Von diesen Eindrückungen oder Einbuchtungen
sind beispielsweise je zwei auf jeder der Seiten,
insgesamt also acht vorgesehen. Zur Förderung des Zweckes
des Erfindung (leichtes Herausgleiten bzw. Stürzen der Käsepastete)
werden sämtliche Kanten des Bechers innen vorzugsweise
stark abgerundet.
Der Trägerbodenplattenteil ist auf seiner Bodenaußenseite so
weit zurückspringend glatt ausgebildet, daß zu Stapelzwecken
der Boden mit Vertiefung des nächstfolgenden Bechers aufnehmbar
ist. Diese Vertiefung hat noch einen weiteren Vorteil:
Der Schalenteil ist als innen erhabene glatte Präsentierplatte
für die gestürzte Käsepastete ausgebildet. Das
heißt, der Käse kann auf die "Präsentierplatte" gestürzt
werden, zumindest wenn es sich nur noch um einen Teil der
Käsepastete (der Rest ist schon verzehrt) handelt.
Zweckmäßig ist der Becherteil aus einem praktisch lichtundurchlässigen
und praktischen dampfdichten Material hergestellt.
Zur Förderung des Stürzens oder Herausgleitens kann der
Becherteil innen mit einer gleitfähigen genießbaren Beschichtung
versehen sein. 125 g-Packungen sind besonders geeignet.
In der Verpackung kann Käsepasteten aus 5 bis 6 übereinandergeschichteten
Käsezubereitungen vorgesehen sein. Die Schichten
können sich sowohl geschmacklich als auch farblich voneinander
unterscheiden.
Die Gesamtkonsistenz des Produkts kann so eingestellt sein,
daß das gesamte Produkt aus dem speziell dafür entwickelten
Fertigbecher herausgestülpt werden kann. Es hat den Vorteil,
daß nach Belieben mehrere Scheiben von dem Produkt herabgeschnitten
werden können, ohne daß die Optik zerstört würde.
Anschließend kann der Becherteil wieder über das Produkt,
das ggfs. auf dem Boden (Präsentierplatte) ruht, gestülpt
werden, und der Schalenbodenteil dient dann als Wiederverschlußdeckel.
Beim Füllen wird der Becherteil mit der Vertiefung (Sicke)
nach unten gefüllt und mit einer Folie verschlossen sowie anschließend
gekühlt. Danach wird der Becherteil gedreht und
mit der "Sicke" nach oben gelagert. Nach dem Öffnen der
Packung durch Entfernung der Folie wird die Sicke zusammengedrückt;
in der beschriebenen Weise wird das Vakuum im
Becher zerstört. Das Produkt löst sich aus dem Becherteil
und ist als selbsttragende Pastete dem Konsumenten zugänglich.
Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung ist durch
die beiliegende Zeichnung verkörpert (die Beschriftung bildet
keinen Teil der Zeichnung).
Diese zeigt einen auf dem Kopf stehenden Becherteil,
der mit seinem umlaufenden Flanschrand in den (hier durchsichtigen)
Schalenteil einrastet. Der Schalenteil ist innen
mit umlaufenden Raststufen verschiedener Höhe versehen. Da
auch der Schalenteil nach außen konisch ausgebildet ist,
erreicht man je nach Kraft des Herabdrückens verschieden
tiefe Raststufen.
Die Zeichnung zeigt einen umgekehrten, sich nach oben konisch
verjüngenden Becher, der überall, soweit dies den Innenraum
betrifft, abgerundet ist. Mittig auf dem Boden
befindet sich eine Vertiefung, Sicke oder dgl. . Zur satten
Auflage gehen die Behälterwandungen in einen horizontal angeordneten
umlaufenden Flansch über. Das Material besteht
aus Polypropylen. Es wurde über einen polierten Spritzformkern
gespritzt, so daß innen eine außerordentliche Glattheit
gegeben ist.
Die Öffnung des Becherteils ist mit einer Aluminiumfolie
verschlossen.
Entsprechend dem Inhalt umlaufend sind die Schichten des
Produktes auf der Verpackung dargestellt, so daß man glaubt,
eine durchsichtige Verpackung vor sich zu haben.
Beim Polypropylen (PVC ist auch möglich) handelt es sich um
ein dampfdichtes Material nach DIN 5 839, das höchstens
1,5 g/(m2 × . . . 24 h) bei 25°C und 1 bar Druckdifferenz durchläßt.
Vorzugsweise ist die Durchlässigkeit auf höchstens 1 g
begrenzt. Besonders zweckmäßig ist ein Material mit 0,4 g/
(m2 × . . . 24 h). Auf der Innenwandung kann eine gleitfähige
genießbare Beschichtung vorgesehen sein.
Das Material ist derart gewählt, daß bei einer Wellenlänge
von 300-700 nm (sichtbares Licht) die Lichtdurchlässigkeit
weniger als 10%, vorzugsweise höchstens 6%, insbesondere
3% ausmacht. Die Wandstärke kann bei 350-400 µm liegen.
Großverpackungen sind möglich.
Es ist im übrigen möglich, die beschriebene und
gezeigte Verpackung in einer Käsetheke wie folgt zu präsentieren:
Von einer durchsichtigen Grundplatte geht eine Steg
gerade nach oben und wird nach einer Höhe gleich der der
Verpackung (plus einem erheblichen Freiraum) umgewinkelt.
Für diesen Winkel wird der Träger dann zwischen die Platten
einer Käsethekenabdeckung geschoben. Zu beiden Seiten des
Steges auf der horizontalen Platte ist nun Raum für beispielsweise
2 Käsepasteten. Dieser Präsentierhalter mit der Verpackung
kann auch eine Einheit bilden.
Claims (15)
1. Verfahren zum Herstellen eines Käseproduktes in Form einer
stürzbaren Käsepastete, dadurch gekennzeichnet,
daß die Käsepastete innerhalb einer becherartigen
Verpackung hergestellt wird, indem
- a) nach Einführen von Kräutern in die im Boden eines Becherteils vorgesehene Vertiefung oder Vertiefungen der Verpackung;
- b) eine Frischkäsezubereitung auf Quarkbasis oder Schmelzkäsezubereitung in abwechselnd unterschiedlichen Schichten bei etwa 70°C eingefüllt wird;
- c) der Becherteil mit einer Folie abgesiegelt und der Becherteil auf einen liegenden Schalenteil mit der breiten Öffnung nach unten aufgesteckt wird;
- d) die Masse in der Verpackung gekühlt und verfestigt wird;
- e) zur Lockerung der Haftung der Kräutermasse an der Behälterwand kurz eine oberflächliche Erhitzung vorgenommen wird;
- f) auf Lagertemperatur von ca. 10°C abgekühlt wird und
- g) die oberen Längskanten der Verpackung zur Lockerung des Inhalts gewalzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß nach dem Schritt a) die Becherinnenfläche
mit einer genießbaren gleitfördernden
Substanz beschichtet oder mit Heißdampf beaufschlagt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schritt d) bei
einer Abkühlgeschwindigkeit von 2°C/24 h vorgenommen
wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schritt
e) durchgeführt wird, indem die Verpackung kurz durch
ein Wasserbad von 40°C geführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch folgende Rezeptur:
- - Quark mit einem Fettgehalt in der Trockenmasse (gegebenenfalls Milchzusatz) von mindestens 60%, vorzugsweise 65 bis 75%, insbesondere 68 bis 72%;
- - pH-Wert im Endprodukt von 4,6 bis 4,9, vorzugsweise 4,7 bis 4,8, gegebenenfalls einzustellen durch Milchsäurezusatz;
- - ein Geliermittel in üblichen Mengen aus gewählt aus einer Mischung aus Johannisbrotkernmehl und Traganth und zwar im Verhältnis 2,25 bis 5 : 1, vorzugsweise 2,5 bis 3,5 : 1, insbesondere 2,8 bis 3,2 : 1;
- - gegebenenfalls übliche Zusätze, insbesondere von Kräutern; Wasser so, daß der Trockensubstanzgehalt der Trockenmasse 37 bis 44 Gew.-%, vorzugsweise 39 bis 41 Gew.-% beträgt und
weiter gekennzeichnet durch die folgende weitere Verfahrensweise
- 1. die Rezepturkomponenten werden bis auf etwa 5 bis 10 Gew.-% Wasser, bezogen auf das Gesamtgewicht des Endproduktes, zusammen mit den gegebenenfalls üblichen Zusätzen bei Umgebungstemperatur vorgemischt;
- 2. weitere Vormischung auf etwa 40 bis 60°C, vorzugsweise
45 bis 55°C;
Erwärmen und zum "Quellen" des Geliermittels und Milcheiweißes rühren; - 3. Masse auf 65 bis 90°C, vorzugsweise 75 bis 88°C, insbesondere 78 bis 86°C erhitzen und rühren, insbesondere kuttern, (Thermisierung bis zu 80°C) und Restwasser allmählich vorzugsweise in Teilmengen kalt zudosieren und einhomogenisieren und erforderlichenfalls am Schluß nochmals kurz auf 75 bis 90°C, vorzugsweise 80 bis 88°C, aufheizen;
- 4. gegebenenfalls, soweit nich nicht erfolgt, übliche Zusätze einmischen;
- 5. Masse in langsam laufendem Rührbehälter mit geringer Scherung bei 70-88°C, vorzugsweise etwa 72-80°C, rühren zum Aufbau der Konsistenz (für eine zunehmende Viskosität), bevor die Viskosität wieder abfällt;
- 6. heiß, bei mindestens 68°C, vorzugsweise 70 bis 75°C, abfüllen und dann gemäß Anspruch 1 behandeln.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß mit Quark mit einem Fettgehalt in
der Trockenmasse von 70%, einem Anteil von Johannisbrotkernmehr
und Traganth von 3 : 1, einem Trockensubstanzgehalt
von 40%, einer Vermischung der Rezepturkomponenten
bei 50°C im Stephan-Kutter, einer Erwärmung der Masse gemäß 3.)
auf 85°C und einem Ankerrührer als langsam laufenden Rührer
gearbeitet wird.
7. Verpackung für eine Käsepastete aus Frischkäse- oder
Schmelzkäsezubereitungen, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Ermöglichung eines Stürzens
der Käsepastete die Verpackung aus einem länglichen, sich
zur offenen Seite hin konisch erweiternden, innen vollkommen
glatten Becherteil aus flexiblem, aber formbeständigem
Material, insbesondere Polypropylen, besteht,
dessen größere Auflageseite mit einer abziehbaren Folie
verschlossen ist und daß in der Mitte des eigentlichen
Becherbodenteils wenigstens eine mittige, flache Vertiefung,
"Sicke", für die Aufnahme einer weiteren Substanz
vorgesehen ist.
8. Verpackung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Behälterteil samt Folie mit der Vertiefung nach oben
in einen innen mit Raststufen versehenen Schalenteil als
wiederverwendbare Trägerbodenplatte eingedrückt ist.
9. Verpackung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb
der horizontal umlaufenden Raststufen des Schalenteils
an jeder der vier Seiten der Trägerbodenplatte
nach innen gerichtete, den Becherteil bzw. dessen horizontalen
Flansch verriegelnde Eindrückungen vorgesehen
sind.
10. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß sämtliche Kanten des Becherteils
innen stark abgerundet sind.
11. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Trägerbodenplattenteil auf
seiner Bodenaußenseite soweit zurückspringend ausgebildet
ist, daß zu Stapelzwecken der Boden mit Vertiefung
des nächstfolgenden Bechers aufnehmbar ist.
12. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Becherteil aus einem lichtdurchlässigen,
dampfdichten Material, ggfs. mit einer
gleitfähigen genießbaren Beschichtung versehen, besteht.
13. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Wandstärke des Becherteils
350-400 µm beträgt.
14. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schalenbodenteil als innen
erhabene glatte Präsentierplatte für die gestürzte Käsepastete
ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873708839 DE3708839A1 (de) | 1986-04-11 | 1987-03-18 | Verfahren zum herstellen eines kaeseproduktes sowie verpackung fuer eine kaesepastete |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3612263 | 1986-04-11 | ||
| DE19873708839 DE3708839A1 (de) | 1986-04-11 | 1987-03-18 | Verfahren zum herstellen eines kaeseproduktes sowie verpackung fuer eine kaesepastete |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3708839A1 true DE3708839A1 (de) | 1987-10-22 |
Family
ID=25842824
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873708839 Ceased DE3708839A1 (de) | 1986-04-11 | 1987-03-18 | Verfahren zum herstellen eines kaeseproduktes sowie verpackung fuer eine kaesepastete |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE3708839A1 (de) |
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