DE3701433C2 - - Google Patents
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- B67D1/00—Apparatus or devices for dispensing beverages on draught
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- Quick-Acting Or Multi-Walled Pipe Joints (AREA)
- Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)
- Preventing Unauthorised Actuation Of Valves (AREA)
- Carbon Steel Or Casting Steel Manufacturing (AREA)
- Mechanically-Actuated Valves (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Zapfkopf gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Ein Zapfkopf der genannten Art ist aus dem
DE-GM 85 15 763 bekannt. Bei diesem Zapfkopf erfolgt das
Lösen der Arretierungsmittel durch Ausüben einer Zugkraft
am Handgriff in dessen Längsrichtung zu seinem
freien Ende hin. Wenn der Zapfkopf bereits mit dem Anschluß
am Faß verbunden ist, wirkt sich die Ausübung der
beschriebenen Zugkraft am Handgriff unter ungünstigen
Umständen lockernd auf die Verbindung aus. Insbesondere
bei einer Ausführung des Zapfkopfes mit Flachfitting ist
ein derartiges ungewolltes Lockern wahrscheinlich, weil
der Handgriff in die der Aufschubrichtung entgegengesetzte
Richtung, d. h. in Abzugsrichtung des Zapfkopfes
weist. Hier kann die am Handgriff zur Entarretierung ausgeübte
Zugkraft sogar zu einem Abziehen des ganzen Zapfkopfes
vom Anschluß führen, wenn der Benutzer bei der
Handhabung unaufmerkam oder unkundig ist. Um solche Bedienungsfehler
zu vermeiden, müssen nämlich gleichzeitig
zwei einander entgegengerichtete Kräfte am Zapfkopf aufgebracht
werden, um ihn einerseits mit dem Steigrohr-Anschluß
verbunden zu halten und andererseits den Handgriff
zu entarretieren. Dies ergibt eine äußerst umständlich,
unergonomische Handhabung, die Fehlbedienungen
provoziert.
Einen ähnlichen Zapfkopf, jedoch mit einer Bajonettkupplung
anstelle des Flachfittings, beschreibt die
DE-OS 30 00 607. Bei diesem Zapfkopf ist für die Arretierung
des Handgriffes ein mit diesem zusammen in Längsrichtung
desselben verschiebbarer Zapfen vorgesehen,
der in den beiden Endstellungen des Handgriffes in je
einer Aussparung des Zapfkopfgehäuses einrastet. Zum
Lösen der Arretierung muß der Handgriff mit dem Zapfen
zusammen nach außen gezogen werden und kann dann verschwenkt
werden. Da die Verbindung zwischen dem Zapfkopf
und dem Steigrohr-Anschluß des Fasses hier mittels Bajonettkupplung
erfolgt, ist eine Drehbewegung des Zapfkopfes
bei dessen Anbringung erforderlich. Auch hier
kann sich, wenn der Zapfkopf zunächst nur durch die
Drehung mit dem Steigrohr-Anschluß verbunden ist, die
anschließende Ausübung einer Zugkraft am Handgriff
lockernd auf die Verbindung auswirken, was deren Sicherheit
beeinträchtigt.
Die DE-PS 5 28 651 zeigt einen Anstechkörper mit einem
durch axiales Drücken radial expandierbaren Gummidichtring.
Zur Aufbringung der axialen Drückkraft ist ein
Drückhebel mit Sperrklinke vorgesehen, wobei die Sperrklinke
zur Arretierung des Hebels in seiner gedrückten
Stellung dient, d. h. die Arretierung wirkt nur in einer
Richtung. Die Sperrklinke ist außerdem in Verriegelungsrichtung
durch eine Feder vorbelastet und kann mittels
eines zweiten, unter dem ersten Hebel liegenden Hebels
in eine Lösestellung gebracht werden. Der Anstechkörper
ist nur für ein Faß mit einem herkömmlichen, durch einen
Stopfen verschlossenen Spundloch verwendbar, durch
welches nach dem Ansetzen des Anstechkörpers noch ein
Zapfdegen in das Faß eingetrieben werden muß. Ein Ventil
oder eine gesonderte Zuführung eines Druckgases ist hier
nicht vorgesehen.
Es stellt sich daher die Aufgabe, einen Zapfkopf der
eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem die Anbringung
an einem Flachfitting-Steigrohranschluß und die Betätigung
des Schiebers einfacher und sicherer ist.
Die Lösung dieser Aufgabe gelingt erfindungsgemäß durch
einen Zapfkopf der eingangs genannten Art mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Patentanspruchs 1.
Mit dem neuen Zapfkopf wird vorteilhaft erreicht, daß
der Benutzer die Handkräfte für das Betätigen des
Schiebers einerseits und für die Betätigung der Arretierungsmittel
andererseits nicht über eine einzige, gemeinsame
Angriffsfläche am Handgriff ausübt; vielmehr
erfolgt ein zangenartiges Angreifen der Hand des Benutzers,
wobei im wesentlichen voneinander getrennt einerseits
der Handballen die für die Schieberbetätigung erforderliche
Hauptkraft und andererseits die Finger die
zum Entriegeln der Arretierungsmittel erforderliche zusätzliche
Kraft einleiten. Außerdem bietet der neue Zapfkopf
den Vorteil, daß die am Handgriff ausgeübte Hauptkraft
für die Schieberbetätigung eine während der Abwärtsverschwenkung
des Handgriffes stetig zunehmende
Kraftkomponente in Richtung der für das queraxiale Aufschieben
des Zapfkopfes auf den Steigrohr-Anschluß aufzubringenden
Kraft enthält. Dadurch wird jede Gefahr einer
ungewollten Lockerung oder Lösung der Verbindung von
Zapfkopf und Steigrohr-Anschluß während der Ventilbetätigung
sicher vermieden und es wird sogar ohne bewußtes Zutun
des Benutzers dafür gesorgt, daß der Zapfkopf spätestens
bei der Ventilbetätigung mittels des Handgriffes
in seine exakte Verbindungsstellung auf dem Steigrohr-Anschluß
gedrückt wird. Der Zapfkopf gemäß Erfindung
verbindet also eine besonders ergonomische Handhabung
mit einer hohen Betriebssicherheit.
Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß sowohl
der Handgriff als auch der Hebel aus je einer mit einer
oder mehreren Abbiegungen versehenen Platte gebildet
ist. Der Handgriff und der Hebel sind in dieser Ausgestaltung
einfach und kostengünstig herstellbar und
können zugleich problemlos mit der erforderlichen
Stabilität und Haltbarkeit ausgestattet werden.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Zapfkopfes anhand einer Zeichnung erläutert. Die
Figuren der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen Zapfkopf im Längsschnitt, teils in Seitenansicht,
wobei der Zapfkopf in der linken und
der rechten Hälfte der Figur in zwei unterschiedlichen
Funktionsstellungen dargestellt ist, und
Fig. 2 einen Querschnitt durch einen Teil des Zapfkopfes,
gemäß der Linie II-II in Fig. 1.
Der Zapfkopf, der in der Fig. 1 dargestellt ist, umfaßt
ein Gehäuse 1, welches im unteren Teil mit einem Randteil
2 versehen ist. Dieses Randteil 2 erstreckt sich
über die Hälfte des Umfanges und weist einen L-förmigen
Querschnitt auf. Mit Hilfe dieses L-förmigen Randteils 2
kann das Gehäuse 1 durch queraxiale Verschiebung mit
einem Flanschrand 3 eines Steigrohr-Anschlusses 4
verbunden werden. Dieser Steigrohr-Anschluß 4 ist durch
ein Schraubgewinde in der Wandung eines in der Zeichnung
nicht eigens dargestellten Fasses befestigt.
Das Gehäuse 1 besitzt einen Versorgungsanschluß 5, der,
was in der Zeichnung nicht eigens gezeigt wird, mit
einer Druckgasflasche, insbesondere Kohlendioxidflasche,
verbunden ist. Ein Schieber 6 ist in vertikaler Richtung
beweglich in dem Gehäuse 1 gelagert und besitzt zwei
Dichtringe, nämlich einen oberen Dichtring 7 und einen
mittleren Dichtring 8. Die Auf- und Abwärtsbewegung des
Schiebers 6 in Richtung des oben in Fig. 1 eingezeichneten
Pfeiles P wird mittels eines Handgriffes 9 bewirkt,
der in einem Schwenklager 10 drehbar gelagert
ist. Das Schwenklager 10 liegt in einem Vorsprung 11 des
Gehäuses 1.
Wie in Fig. 2 dargestellt ist, kann der Handgriff 9 aus
Blech bestehen und im Griffbereich der Hand U-förmig ausgebildet
sein. Seitliche Griffschenkel 12 des Handgriffes
9 ertrecken sich in gleicher Ebene wie der Schieber
6 an diesem seitlich vorbei bis hin zu dem Schwenklager
10 und sind mit je einem kurzen Bolzen 13 verbunden,
welche wiederum mit ihrem freien Ende in eine Abflachung
14 des Schiebers 6 hineinragen. Damit kann durch Verschwenken
des Handgriffes 9 über einen Winkel α der
Schieber 6 aus der Position, in der er auf der linken
Seite der Fig. 1 gezeigt ist, in die Lage bewegt werden,
welche auf der rechten Seite der Fig. 1 dargestellt ist.
Um den Handgriff 6 in den beiden Endstellungen zu arretieren,
ist ein Hebel 15 vorgesehen, der beispielsweise
U-förmig ausgebildet sein kann und dessen Schenkel 16
mittels eines Gelenks 17 schwenkbar mit den Griffschenkeln
12 des Handgriffes 9 verbunden sind.
In der in Fig. 1 dargestellten Lage des Handgriffes 9
befindet sich das innere Ende 18 des Hebels 15 unterhalb
eines Anschlages 19, der mit dem Gehäuse 1 verbunden
ist, während in der aufwärts verschwenkten Position des
Griffes 9 dessen inneres Ende 18 in einer Vertiefung 20
im oberen Teil des Anschlages 19 zu liegen kommt.
Um den Hebel 15 in beiden Endstellungen des Handgriffes
9 sicher in Verbindung mit dem Anschlag 19 zu halten,
ist eine Druckfeder 21 vorgesehen, welche zwischen Hebel
15 und Griff 9 liegt. Diese besagte Feder 21 wird durch
eine aus dem Mittelteil des Hebels 15 nach oben umgebogene
Blechzunge 22 in ihrer Position gehalten.
Wenn der Handgriff 9 aufwärts verschwenkt ist, befindet
sich der Schieber 6 in der Position, wie sie in der
rechten Hälfte der Fig. 1 dargestellt ist. Dabei sorgen
der obere Dichtring 7 und der mittlere Dichtring 8 dafür,
daß der Versorgungsanschluß 5 geschlossen gehalten
wird, so daß kein Gas in einen Innenraum 23 des Gehäuses
1 eindringen kann. In dieser Lage des Griffes 9 kann
außerdem der L-förmige Randteil 2 des Gehäuses 1 auf den
Flanschrand 3 des Steigrohr-Anschlusses 4 aufgeschoben
werden.
Um eine Abdichtung nach außen zwischen dem Gehäuse 1 und
dem Flanschrand 3 zu erzielen, befindet sich ein unterer
Dichtring 24 im unteren Teil des Gehäuses 1.
In dem Augenblick, in dem der Griff 9 in die Hand genommen
wird, wird zugleich auch der Hebel 15 erfaßt und
um das Gelenk 17 gegen die Rückstellkraft der Feder 21
bewegt. Hierdurch wird das innere Ende 18 des Hebels 15
aus der Vertiefung 20 des Anschlages 19 herausbewegt,
wodurch der Griff 9 abwärts bewegt werden kann. Durch
diese Bewegung wird der Schieber 6 in die Position
gebracht, wie sie auf der linken Seite der Fig. 1 ersichtlich
ist. Wenn dann der Griff 9 und der Hebel 15
wieder losgelassen werden, behalten sie die in der Fig. 1
gezeigte Position bei.
Während dieser Abwärtsbewegung wird ein kegelstumpfförmiger
Teil 25 des Schiebers 6 gegen eine passende, gegengleich
geformte Schrägfläche 26 eines unteren (in seinen weiteren Einzelheiten hier nicht näher beschriebenen) Dichtringes
24 gedrückt, so daß der untere Dichtring 24 selbst
wiederum gegen den Flanschrand 3 gedrückt wird. Diese
dabei ausgeübte Andruckkraft wird noch erhöht, da aus
dem Versorgungsanschluß 5 Druckgas in den Innenraum 23
eindringt und ebenfalls auf den unteren Dichtring 24
einen Druck ausübt. Außerdem wird dabei, wie an sich
bekannt und deshalb nicht eigens dargestellt, durch ein
Unterteil 27 des Schiebers 6 das Steigrohr in das Faß
gedrückt, so daß Flüssigkeit durch eine Längsbohrung 28
im Schieber 6 vom Faßinneren zu einem sich oben am
Schieber 6 befindlichen Auslaß 29 fließen kann.
Claims (2)
1. Zapfkopf mit einem Kupplungsstück für dessen Verbindung
mit einem in die Wandung eines Fasses eingelassenen
Steigrohr-Anschluß, wobei der Zapfkopf mit
seinem Kupplungsstück quer zur Steigrohr-Längsachse
auf den Steigrohr-Anschluß aufschiebbar ist, wobei
der Zapfkopf aus einem Gehäuse mit einem Versorgungsanschluß
für die Beschickung des Fasses mit einem
Druckgas, insbesondere Kohlendioxid, und einem Schieber,
der in dem Gehäuse verschieblich gelagert ist,
besteht und mit einem Auslaß für die aus dem Faß auszuschenkende
Flüssigkeit, wobei mittels des Schiebers
bei gleichzeitigem Öffnen von Versorgungsanschluß und
Auslaß das Steigrohr in das Faß eindrückbar ist und
wobei der Schieber durch einen Handgriff bewegbar
ist, der in eine der Aufschubrichtung des Kupplungsstückes
auf den Steigrohr-Anschluß im wesentlichen
entgegengesetzte Richtung weisend verschwenkbar an
dem Gehäuse angebracht ist und der mit Arretierungsmitteln
zu seiner Festlegung in jeder seiner beiden
Endstellungen versehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Arretierungsmittel aus einem zusätzlichen, im
wesentlichen parallel und im Abstand zu dem Griffbereich
des Handgriffes (9) verlaufenden Hebel (15)
bestehen, der in Gehäusenähe gelenkig mit dem Handgriff
(9) verbunden ist und der zusammen mit dem Handgriff
(9) erfaßbar und gegen die Kraft einer Feder
(21) zum Handgriff (9) drückbar ist, um das innere
Ende (18) des Hebels (15), welches in den beiden Endstellungen
des Handgriffes (9) diesen arretierend mit
am Gehäuse (1) vorgesehenen Anschlägen (19, 20) zusammenwirkt,
mit letzteren außer Eingriff zu bringen.
2. Zapfkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
sowohl der Handgriff (9) als auch der Hebel (15) aus
je einer mit einer oder mehreren Abbiegungen versehenen
Platte gebildet ist.
Applications Claiming Priority (1)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: SCHULZE HORN, S., DIPL.-ING. M.SC., PAT.-ANW., 440 |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: V.S.H. FABRIEKEN B.V., HILVERSUM, NL |