DE369526C - Schutzeinrichtung gegen Fremdstroeme bei selbsttaetigen Schaltungen fuer Lampensignale - Google Patents
Schutzeinrichtung gegen Fremdstroeme bei selbsttaetigen Schaltungen fuer LampensignaleInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L23/00—Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains
- B61L23/08—Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains for controlling traffic in one direction only
- B61L23/14—Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains for controlling traffic in one direction only automatically operated
- B61L23/16—Track circuits specially adapted for section blocking
- B61L23/166—Track circuits specially adapted for section blocking using alternating current
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Control Of Ac Motors In General (AREA)
Description
Die Erfindung 'betrifft eine Verbesserung an einer selbsttätigen Schaltung von Lampensignale»
für Zugsicherungsanlagen, bei denen die Erlaubnis- und Verbotlampen durch Wechselstromrelais gesteuert werden, und 'bei
denen das Wechselstromrelais aus einem mehrphasigen Motorschalter besteht, dessen
eine Phase (Gleisphase) von den Schienen her, dessen andere aus eimer besonderen
ίο Stromquelle Strom erhält (Hilfsphase).
Bei derartigen Anlagen besteht die Gefahr, daß der Motorschalter durch in die Leitungen
eindringende Fremdströme unbeabsichtigterweise beeinflußt werden und eine falsche
Signalstellung bewirken kann. Besonders bei elektrischen Bahnen, die mit Wechselstrom
■betrieben werden, kann es vorkommen, daß die Fremd ströme in die Gleisphase des Motorrelais
eindringen können. Ein derartiger Fremdstrom hat auch in der Regel andere Frequenz als die zur Speisung der Hilfsphase
dienende Stromquelle. Es tritt also der Fall ein, daß der Anker des Motorrelais sich in
einem Feld befindet, das durch Wechselströme verschiedener Frequenz in Gleis- und Hilfsphase
gebildet wird. Das dadurch erzeugte Drehmoment wechselt periodisch seine Richtung,
midi zwar ist :lie Periodenzahl gleich der
Differenz der Frequenz in dien !beiden Wicklungen. Es besteht nun die Gefahr, daß der
Anker durch dieses, wenn auch in seiner Richtung wechselnde Drehmoment, in Bewegung
kommen und unrichtige Kontaktschlüsse bewirken kann.
Um eine derartige fehlerhafte Betätigung des Relaisankers zu vermeiden, wird nun gemäß
der Erfindung die Trägheit der bewegten Teile des Motorrelais so groß genommen, daß
diese Teile dem durch die verschiedenen Frequenzen hervorgerufenen Drehfelde nicht ¥>
folgen können oder überhaupt ganz unbeeinflußt von diesem bleiben. Man kann durch
entsprechende Blemessung der Trägheit des Ankers z. B. so weit gehen, daß selbst bei
Abweichungen, der Frequenzen in den Wicklungen um nur einige Prozent voneinander
keine Betätigung der Kontakte eintritt.
Die Trägheit des Ankers kann auch weiter erfindungsgemäß durch Anbringung besonderer
Dämpfungen, z. B. Öldämpfung, am bewegten System des Motorschalters 'Unterstützt
werden.
Ferner kann gemäß der Erfindung eine Beeinflussung
des Ankers durch wechselnde Driebfelder dadurch verhindert werden, daß 5S
der Motoranker nicht unmittelbar, sondern über eine Übersetzung hinweg auf die Kontakteinrichtung
wirkt.
Es kann nun auch der Fall eintreten, daß der fremde Wechselstrom mit der vom
Rtelaisstrom abweichenden Frequenz gleichzeitig in beide Phasen des Motorrelais gelangt.
Da die Hilfsphase dauernd angeschlossen ist, vereinigt sich hier die Wirkung der
Signalfrequenz unit der Störungsfrequenz. Es entsteht durch Zusammensetzung 'beider Wellen
wieder eine solche mit eimer Periodenzahl, welche zwischen beiden liegt, und zwar näher
an der Periodenzahl derjenigen Welle, welche die größere Amplitude besitzt. Das Zu samrraenwirken
dieser zusammengesetzten Welle mit der fremden Frequenz in der Gleisphase
erfolgt ebenfalls .wie oben beschrieben. Um nun alber die Amplitude der Fremdfrequenz in
der Hilfsphase genügend klein zu gestalten, wird gemäß der Erfindung die Pritnärseite
des Speisetransformators für die Hilfsphase mit hoher Spannung betrieben, wodurch in-
*) Von dem Patentsucher ist als Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Otto Schirm in Berlin-Haiensee.
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duktive Einflüsse von anderen Stromkreisen her in .ihrer Wirkung- herabgesetzt werden.
Man kann auch weiter gemäß der Erfindung im Hilfsstromkreis den Strom über eine
Stromspierre leiten, welche zwar den Strom mit der Signalfrequenz ungehindert hindurchläßt,
jedoch einem Fremdstrom mit abweichender Frequenz hohen induktiven Widerstand
bietet,- der um .so höher ist, je größer
ίο der Frequenzunterscbied ist.
Man kann auch erfindrdngsgemäß den Einfluß
von Fremdströmen dadurch herabsetzen, daß die der Hilfsphase zugeführte Energie
wesentlich größer gehalten wird als .die der Gleisphasie, so daß die erstexe eine starke
Überlegenheit über die zweite erhält.
Gemäß d'er Erfindung kann auch der Speisetransformiator
für das 'Motorrelais selbst so ausgebildet sein, daß er als Stromsperre für
fremde Frequenzen wirkt. Dies wird durch geringe Sättigung des Transformatoreisens
erreicht. Gelangen z. B. Fremdströme in d::e Niederspannungsrichtung, so stören sie das
magnetische Gleichgewicht und der Transformater wirkt für die Störungsfrequenz wie'
eine Drosselspule, und zwar energischer je geringer die Eisensättigung ist.
Io der Abbildung ist (beispielsweise eine Schaltung für selbsttätige Laropensignale
dargestellt. 1 bedeutet darin den Haupttransformator, ,der den zur Speisung der ■
Hilfsphase und der Lampen erforderlichen Strom liefert. 2 ist ein Streutransformator,
dessen primäre Wicklung 3 vom Transformator 1 gespeist wird. Auf diesem Stelltransformator
befindet .sich eine Wicklung 6 zur Speisung der roten Lampe 7 und eine
Wicklung 4 zur Speisung der grünen Lampe 5, die außerdem an einer Anzapfung· des Haupttrans
fomrators liegt. 9 ist das Streckenrelais der rückliegeniden Strecke, 10 dasjenige des
vorgelagerten Streckenabschnittes. Die Hilfsphase 11 .dös Relais 9 erhält vom Transformator
ι her Strom. Dieser läuft über eine Stromsperre (Drosselspule) 12,. die durch
einen vom Relais gesteuerten Schalter kurzgeschlossen werden kann. Der Strom der
roten Lampe 7 läuft über dieselbe Stromsperre 12; 14 und 15 sind die von den Schienen
her mit Strom versorgten Phasen .der Streckenrelais.
In dieser Abbildung ist gezeigt, wie .beispielsweise
in die Zuleitungen zur Hilfsphase 11 eine Stromsperre 16 eingefügt ist, deren
eine1 Wicklung aus der Speisestromquelle für das Relais, und zwar zweckmäßig über eine :
Induktivität 17 Strom erhält, um in diesem Kreise gleiche Phasmverschiebung wie im
Relaisstronilcneis zu erzielen.
Die Wirkungsweise einer solchen Stromsperre geht ,genauer aus Abb. 2 hervor. In
den beiden auf einem Kern gewickelten Spulen und 21 finden Ströme gleicher Phase und
gleicher Frequenz geringen Widerstand, wenn die Amperewinduogen sich in ihrer magnetisehen
Wirkung aufheben. Wird dagegen eine der beiden Wicklungen von einem Strom abweichender
Frequenz durchflossen, so findet derselben induktiven Widerstand, da das magnetische Gleichgewicht gestört ist.
Claims (7)
1. Schutzeinrichtung gegen Fremdströme bei selbsttätigen Schaltungen für
Lampensignale, dadurch gekennzeichnet, daß die in die Leitungen zum Motorrelais
.eindringenden Wechselströme abweichender Frequenz durch besondere Ausbildung
des Relaisankers, durch Sperrvorrichtungen in den Zuleitungen o. dgl. unwirksam
gemacht werden.
2. Schutzeinrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung
eines Motorrelais, bei dem die Trägheit der bewegten Teile so groß genommen ist,
daß diese Teile dem durch die verschiedenen Frequenzen hervorgerufenen Drehfeldie
nicht folgen können.
3. Schutzeinrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch die Verwendung
eines Relais, bei dem die Trägheit des Ankers durch besondere Dämpfungen,
z. B. Öldämpfiung, erzeugt wird.
4. Schutzeinrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch vdie Verwendung
eines Motorrelais, dessen Anker über eine Übersetzung auf die Kontakteinrichtung
wirkt.
5. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den, Hilfs-Stromkreis
des Relais eine Stromsperre eingeschaltet ist, die dem Strom fnemder
Frequenz hoben induktiven Widerstand bietet.
6. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die der Hilfsphase
zugeführte Energie wesentlich größer gehalten wird als die der Gleisphase zugeführte Energie.
7. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Speisetranstformatar
für das Motorrelais so ausgebildet ist, daß er als Stromsperre für fremde Frequenzen wirkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES57736D DE369526C (de) | Schutzeinrichtung gegen Fremdstroeme bei selbsttaetigen Schaltungen fuer Lampensignale |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES57736D DE369526C (de) | Schutzeinrichtung gegen Fremdstroeme bei selbsttaetigen Schaltungen fuer Lampensignale |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE369526C true DE369526C (de) | 1923-02-20 |
Family
ID=7492050
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES57736D Expired DE369526C (de) | Schutzeinrichtung gegen Fremdstroeme bei selbsttaetigen Schaltungen fuer Lampensignale |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE369526C (de) |
-
0
- DE DES57736D patent/DE369526C/de not_active Expired
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