DE369442C - Verfahren zur Herstellung von Zierstuecken aus Glas oder Emails - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zierstuecken aus Glas oder Emails

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DE369442C
DE369442C DEM68358D DEM0068358D DE369442C DE 369442 C DE369442 C DE 369442C DE M68358 D DEM68358 D DE M68358D DE M0068358 D DEM0068358 D DE M0068358D DE 369442 C DE369442 C DE 369442C
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DEM68358D
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FREDERIK WILLIAM MILLER
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FREDERIK WILLIAM MILLER
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C17/00Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating
    • C03C17/02Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating with glass

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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 19. FEBRUAR 1923
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 32 b GRUPPE 3
(M6S35S
Frederik William Miller in Hazeldell, Warwick, EngJ.
Verfahren zur Herstellung von Zierstücken aus Glas oder Emails.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. Februar 1920 ab.
Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni 1911 die Priorität auf Grund der Anmeldung in Großbritannien vom 4. Juni 1918 beansprucht und anerkannt.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Zierstücken aus Glas» oder Emaille, bei welchem verschieden gefärbte Glas- oder Emailpulver entsprechend dem Ziermuster in eine die Gestalt des Zierstückes bestimmende Form eingeschichtet und die Form bis zum Zusammenschmelzen der Pulverschichten in sich undmiteinander erhitzt wird.
Gemäß der Erfindung wird eine Form aus dünnem Metallblech verwendet, die nach dem Schmelzen durch Auflösen von dem Zierstück entfernt wird.
Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung
wird durch Anwendung einer dünnwandigen geprägten Blechform, die beim Erhitzen an dem darin hergestellten Artikel festhaftet, eine sehr innige Berührung zwischen dem geschmolzenen Material und den Erhabenheiten und Einsenkungen des Musterreliefs der Form erzielt, wodurch eine besondere scharfe und klare Abformung des Gegenstandes zu erzeugen möglich wird. Das Loslösen der ίο Form von dem Material ist leicht möglich, ohne diese zu beschädigen, während das Muster auf dem Gegenstand so scharf und klar hervortritt wie das Muster in der Form selbst.
Es ist nun zwar bereits ein ähnlicher Vorschlag gemacht worden, bei welchem der durch Zusammenschmelzen von Glaspulver erzeugte Gegenstand ebenfalls an der Form anhaftet. Aber in diesem Falle bestand die Form nicht aus Metall, sondern aus einem Gemisch von Quarz, Kaolin und Feldspat. Diese Masse muß dann nachträglich durch Wegbrechen oder Abschaben von dem fertigen Artikel entfernt werden. Hierbei ist das Muster aber leicht Beschädigungen ausgesetzt, es kann aber außerdem nicht so klar und bestimmt ausfallen als beim Wegbeizen der Form durch Auflösen in Säure oder mittels Elektrolyse, wie es beim Verfahren gemäß der Erfindung der Fall ist.
Weiter ist ein Verfahren zur Herstellung von Zierstücken bekannt, bei welchem zur Bildung von unterschnittenen Teilen des Gegenstandes ein Ring aus Metall benutzt wird, der nachher durch Säure aufgelöst j werden soll. Aber das Verfahren an sich ist j von dem Verfahren gemäß der Erfindung gänzlich verschieden, so daß auch dessen Vorteile durch Verwendung einer ganzen Form aus dünnem Metallblech nicht erzielt wird. Zur besseren Veranschaulichung des Erfindungsgegenstandes sei auf die Zeichnung Be- i zug genommen. In dieser zeigt die Abb. 1 eine Draufsicht der Schmelzform; Abb. 2 einen Querschnitt entlang der Linie x-x in '■ Abb. ι; Abb. 3 zeigt im Querschnitt die mit dem pulverisierten Glas gefüllte Form vor dem Schmelzen und Abb. 4 die fertige Kamee o. dgl. nach Ablösen der Form. Bei der Ausführung des Formverfahrens nach vorliegender Erfindung gelangt eine Form α zur Verwendung. Dieselbe besteht aus einer dünnen Metallschale, die vorzugsweise aus gestanztem oder gepreßtem Kupferblech besteht oder aber auf elektrolytischem Wege mit einem Überzug von Kupfer versehen worden ist. Der Bodenteil der Form ist bei b vertieft, entsprechend dem gewünschten Muster, und dies zum Zwecke der Bildung des erhabenen Teiles des zu erzeugenden Gegen-Standes.
Soll nun dieser Gegenstand nur einfarbig sein, so wird die Form einfach mit fein verteiltem Glas oder Email (entweder im trockenen oder auch im nassen Zustande) angefüllt: die Masse wird alsdann in der Form geschmolzen, worauf man sie langsam abkühlen läßt.
Handelt es sich dagegen um die Herstellung einer Kamee o. dgl., bei der der erhabene Teil eine andere Farbe als der Hintergrund erhalten soll, so wird zwecks Erzeugung des erhabenen Teiles vorerst die Vertiefung b mit fein zermahlenem, undurchsichtigem Glas oder Email c der gewünschten Farbe (beispielsweise weiß), und zwar dies im nassen, mit Wasser vermischten Zustande, angefüllt. Hierauf wird zur Bildung des Hintergrundes der restliche Teil der Form mit pulverisiertem Glas oder Email einer anderen Farbe, und zwar dies im trockenen Zustande, ausgefüllt. Die Gesamtmasse wird nun verschmolzen und dann langsam in der Form abgekühlt. Will man mehr als zwei Farben erhalten, so werden in der Form Vertiefungen in verschiedenen Ebenen angebracht und in der obenbeschriebenen Weise mit einer pulverisierten Glasmasse verschiedener Farben ausgefüllt.
So wie sich die Masse vollständig abgekühlt hat, wird die Form durch kurzes Eintauchen in ein Säurebad auf- oder abgelöst, und es verbleibt ein vollständig scharf geschnittenes und gut ausgebildetes Muster. Anstatt die Form vermittels eines Säurebades abzulösen, kann dies auch auf elektrolytischem Wege geschehen, wobei die Form als Anode dient.
Das Metall oder die Metallsalze lassen sich aus dem Säurebade durch irgendein bekanntes oder geeignetes Verfahren zurückgewinnen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Zierstücken aus Glas oder Emails durch Einschichten von verschieden gefärbten Glas- oder Emailpulvern entsprechend dem Ziermuster in eine die Gestalt des Zierstückes bestimmende Form und Erhitzen der Form bis zum Zusammenschmelzen der Pulverschichten in sich und miteinander, dadurch gekennzeichnet,'daß eine Form aus dünnem Metallblech verwendet und nach dem Schmelzen durch Auflösen vom Zierstück entfernt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEM68358D 1918-06-04 1920-02-20 Verfahren zur Herstellung von Zierstuecken aus Glas oder Emails Expired DE369442C (de)

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GB369442X 1918-06-04

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US20020139366A1 (en) * 2001-04-02 2002-10-03 Paul Gaschke Cold weather breathing apparatus

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US20020139366A1 (en) * 2001-04-02 2002-10-03 Paul Gaschke Cold weather breathing apparatus

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