DE369166C - Abbaufoerderung, besonders fuer niedrige und schwach geneigte Floeze, mittels einer vor dem Kohlenstoss entlanglaufenden, mechanisch angetriebenen Schleppbuechse - Google Patents
Abbaufoerderung, besonders fuer niedrige und schwach geneigte Floeze, mittels einer vor dem Kohlenstoss entlanglaufenden, mechanisch angetriebenen SchleppbuechseInfo
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Description
- Abbauförderung, besonders für niedrige und schwach geneigte Flöze, mittels einer vor dem Kohlenstoß entlanglaufenden, mechanisch angetriebenen Schleppbüchse. Beim Abbau niedriger und schwäch geiie.igter Flöze hat die Schüttelrutsche eine «reite Verbreitung gefunden. Bei allen Vor= zügen 'ist aber nicht zu verkennen, daß - .sie auch eine Reihe von schwerwiegenden Nachteilen aufweist:- Zunächst ist `das mechanische Bewegungsgesetz :der, Rutsche doch ein verhältnismäßig rohes, besonders unter Berücksichtigung der Tatsache, -daß'anders wie bei den ortsfesten und auf eine bestimmte gleichmäßige Beschickung bemessener. Schüttelrinnen, wie sie .über. Tage-gebraucht werden, hier ein sorgfältiger Aufbau und Betrieb schon mit Rücksicht auf die ständige Seitwärtsilerlegung und Verlängerung und die ganzen Verhältnisse unter T@aäe.nicht erfolgen
kann. Denigeinäß besitzt von vi>rn@li--erein die Sz@lriittelrutschen:fördertnrg e.ineit ;geringen \Virk-ungsgrad uiel weist außerdem einen starken. Verschleiß auf. 13ine weitere unan-e- nehme Beigabe ist der Uranstand, @daßdurch (las Geräusch der Rutsche und der Antriebs- motoren die für den Bergnitann so wichtigen Mieldegeräusche übertönt werden-. Der wirtschaftlich am stärksten. ein,sclrnei- clende -Nachteil besteht aber -darin, daß die Rutsche dauernr;.l in Bewegung 'bleihen muß, »da natürlich idie an den- einzelnen Punkten vor dem Kidhlenstoß aribeitendent Leute nicht gleichmäßig ,mit der Arbeit voranschreiten, so Jaß sich ein Ar'deiten der Rutsche in.it Pausen verbieten würde. .Die Rutsche arbei- tet also einen beträchtlichen, vielleicht eben größten Teil der .Schicht leer, wobei aber trotzdiem bei .dem großen toten Gewicht aler Schüttelrutsche fast die gleiche Arbeits- leistu11.g -wie bei '\2'ollibetrieb atifge@v endet werden muß. Da nur. die Antriebsmotoren der Sehüttelrutsche aus ,den versch,iedeaisten Gründen nicht .init Rücksicht auf einen wirt- schaftlichen Preßluftverbrauch -durchgebildet werden können, besonders auf eine Aus- nutzung der E-Zpansion regelmäßig verzichtet werden muß, so :entsteht hierdurch eine ge- waltige Erhöhung .des Preßluftverbrauches. Viele Zechen sind daher an oder Grenze der Leistungsfähigkeit der Preßlu.ftliefertrng a.i- gelangt oder sind gezwungen gewesen. ihre Kompressorenanlage zu vergrößern. Von allen diesen -Nachteilen ist eine andere Art von Ko'hlenförderung frei, nämlich die S 'chleppbüchsenförderung. Ein flach gebrauter, oben offener Wagen, die sogenan:nte Schlepp- büchse, fährt auf einem, den Stbß entlang- geführten Gleis, wobei er durch ein von einem Haspel 'bedienten Seil gezogen wird. Diese Förderart würde 'vor der Sc,hüttelrutschen- förderung wegen .des Wegfalles der erwähn- tent Nachteile unter manchen Verhältnissen dt n Vorzug v erdiienen, wenn nicht bisher ihr wie- der andere Fehler angehangen hätten. Die vorliegende Erfindung verfolgt nun,den Zwecks einen der schwerwiegendsten Fehler zu beseitigen und damit der S.:hleppbüchsen- förderung ihre bisherige Unterlegenheit gegenüber der Schüttelrutschen.förderung zu nehmen. Der genannte Fehlier bestand in folgendem: Dem am Stoß arbeitenden Berg- inann stand bei der Schleppbüchsenförderung bisher nicht, wiedies ibei.d,er Schüttelrutsc'hen- förderu.ng der Fa.bl-ist, ein Fördermittel stän- d'g zur Verfügung, das er, ohne sich von seinem Platz zu entfernen, benutzen konnte, sobald. eine die @@.erlanluii.@ erfordernde genii- ende Koblenirnenge liereiii@ewonicn war. Die @rti@nclung will nun erreKlren, daß bei ;Jer .Sclil;elipl)iidhsenförderting der Bergmann sich selbst Glas Föraenniiittel, .die Schleppbüchse, je:lerzeit un seinen Arbeitsplatz 'heranholen kann, ohute diesen verlassen zu müssen. Dies wird durch Vereinigung einer Schlepp- büch.senförderanlage mit einer Fernsteuerung der Haspel erreicht. " Aulf der Zeichnung .i.st eine Ausführungs- form des E@rfindungzgegeni;tanc(es veranschau- iidlit, und, zwar stellen dar: Abb. i und a die Seitenansicht wird den Grwn;lrili ,der Förder- nilarip ti-ii:dl Abb. 3 und 4. die Schleppbüchse in größenein Ifaßstabe in 'cler Seitenansicht und -Stirnansicht. - Vor dein Kohlenstoß io läuft au- den. Gleis il die Schleppbüchse 12, die hier mit einem Fanghaken i5 ausgerüstet ist; dieser greift beim -Seilloswerden der Schleppbüchse hinter :die Schwellen des Gleises ri und ver- hin,dert so .den Absturz der Schleppbüchse. Die Förderanlage ist am oberen tuiwl unteren E radle mit besonderer Belade- tmrd Entlade- vorrichturng ausgerüstet gedacht, die jedoch, keinen Bestandteil der vorliegenden Erfindüng bilden. Bergauif wird die Schleppbüchse 1? vorn Seil 16 gezogen. .das über eine Unilenk- rolle zum Haspel 17 führt. Bergab fährt .die Schleppbüchse durch ihr Eigengewicht, wo- bei sie eine Weglänge zurücklegt, Jie von ider Länge des vom Haspel freigegebeiren Seiles 1 6 abhängt. Von :der Steuerung -des FIagpels 17 abhängt. nun ein Seihug 18 aus, der an den Stann- peln ig vor dem Kohlenstoß entlanggeführt ist. Jeder vor dem .Stoß arbeitende Berg- inann kann also den Seilzug 18 bequem er- reichen uitd kann, indem -er ani Seilzug zieht, di'e Steuerung des Haspels beeinflussen. - Er kann sich nach Belieben, ohne sich von oder Arbeitsstelle entfernen zu müssen, die Schleppbüchse an -den Arbeitsplatz heran- kommen, lassen und sie dann wieder an eine beliebige Stelle fortschicken.
Claims (1)
-
iAbbauförderuug, besonders für niedrige und sehwach geneigte Flöze, :mittels einer vor dem Kohlenstoß -entlanglaufenden, :mechanisch angetriebenen Schleppbüchse, -dadurch gekennzeichnet, .daß uni Kohlenstoß entlang eine Fernsteuerung angeordnet ist, mit deren. Hilfe von jeder Arbeitsst'ell'e aus die Bewegung der Sdhleppbüchse gesteuert werden kann.PATENT-ANSPFUGI1:
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK75209D DE369166C (de) | 1920-11-21 | 1920-11-21 | Abbaufoerderung, besonders fuer niedrige und schwach geneigte Floeze, mittels einer vor dem Kohlenstoss entlanglaufenden, mechanisch angetriebenen Schleppbuechse |
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Publications (1)
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| DE369166C true DE369166C (de) | 1923-02-15 |
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|---|---|---|---|
| DEK75209D Expired DE369166C (de) | 1920-11-21 | 1920-11-21 | Abbaufoerderung, besonders fuer niedrige und schwach geneigte Floeze, mittels einer vor dem Kohlenstoss entlanglaufenden, mechanisch angetriebenen Schleppbuechse |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE369166C (de) |
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1920
- 1920-11-21 DE DEK75209D patent/DE369166C/de not_active Expired
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