DE368323C - Verfahren zur Einfassung und Versteifung der Enden von Schnuersenkeln u. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Einfassung und Versteifung der Enden von Schnuersenkeln u. dgl.

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DE368323C
DE368323C DEB97401D DEB0097401D DE368323C DE 368323 C DE368323 C DE 368323C DE B97401 D DEB97401 D DE B97401D DE B0097401 D DEB0097401 D DE B0097401D DE 368323 C DE368323 C DE 368323C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43CFASTENINGS OR ATTACHMENTS OF FOOTWEAR; LACES IN GENERAL
    • A43C9/00Laces; Laces in general for garments made of textiles, leather, or plastics
    • A43C9/04Forming ends of laces of plastics, celluloid, rubber, or the like

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

  • Verfahren zur Einfassung und Versteifung der Enden von Schnürsenkeln u. dgl. Die gewebten Schnürsenkel enden für gewöhnlich in einer kleinen Metallspitze, welche auf das Schnürsenkelende aufgedrückt und mit einigen Einpressungen versehen wird, die in das Schnürsenkelgewebe eindringen und Senkel und Spitze hierbei fest miteinander verbinden. Diese Spitze dient dazu, das Ausfasern der Schnürsenkelenden zu verhindern und gleichzeitig den Enden des Senkels eine hinreichend große Starrheit und Festigkeit zu geben, um sie leicht in die Schuhösen o. dgl. einführen zu können. Diese Anordnung hat jedoch den Nachteil, daß die Metallspitze; so, gut sie auch befestigt sein mag, mit ihrem unteren Rand doch immer etwas über das Gewebe des Schnürsenkels überstehen wird, so daß sie nicht nur selbst leicht durch den Rand der Schuhöse abgestreift wird, sondern auch häufig eine Beschädigung des Strumpfgewebes herbeiführt.
  • Anderseits sind auch schon Schnürsenkelbevvehrungen bekannt, bei denen zur Vermeidung dieser Nachteile die. Schnürsenkelenden statt durch eine Metallspitze durch eine Fadenumwicklung versteift sind, Bei der: bisher bekannt gewordenen Schnürsenkelbewehrungen dieser Art :kann jedoch ein unbeabsichtigtes Wiederaufwickeln der einzelnen Windungen dieser Fadenumwicklung nur dadurch verhindert werden, d;aß man die einzelnen Windungen entweder durch s@ogenannte Halbstiche miteinander verknotet oder sie mittels eines besonderen Sicherungsfadens auf dem Schnürsenkel feststeppt oder sie schließlich durch ein geeignetes Klebemittel mit dem Schnürsenkel verbindet. Alle diese Maßnahmen sind jedoch umständlich und auch nicht unbedingt sicher.
  • Dern:gegenüber ist das Kennzeichen des, den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Verfahrens in erster Linie darin zu erblicken, daß die Bildung der SchnürsenIcelspitze mittels eines einzigen, zweimal in entgegengesetzter Richtung durch den Schnürsenkel hindurchgezogenen, eine Schleife bildenden Fadens, erfolgt, dessen Enden nach Beendigung der Umwicklung derart unter den von den dicht nebeneinanderliegenden Umwicklungen gebildeten Teil der Schnürsenkeleinfassung gezogen werden, daß sie von den Umwicklungen vollständig bedeckt und sicher in ihrer Lage gehalten werden, ohne daß der Faden verknotet oder mittels eines zweiten. 'Fadens noch besonders festgesteppt bzw. ein Klebemittel oder eine andere Verbindung gebraucht werden müßte. Die gesamte Anordnung bildet also mit Hilfe eines einzigen Fadens gewissermaßen einen geschlossenen Kreislauf, welcher durch seine Windungen das Ende des Schnürsenkels zusammendrückt und versteift und dadurch, daß er sich fest auf das Senkelende auflegt, gleichzeitig auch seine eigene Verbindung mit dem Schnürsenkel gegen Abnutzung und Stöße sichert. Schließlich schützt dieser geschlossene Kreislauf auch noch die Kreuzung der beiden Fadenenden, durch welche er sich gewissermaßen selbst schließt.
  • Auf der beiliegenden Zeichnung sind einige Ausführungsformen des vorstehend angedeuteten Verfahrens zur Bildung einer Schnürsenkelspitze mit Hilfe eines durchgenähten und umwickelten Fadens beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigt in vergrößertem Maßstabe Abb. i das in sich selbst zusammengerollte Ende eines Schnürsenkelendes mit doppelt durchnähten Heftstich, wobei der Faden in derselben Richtung wieder durch das Schnürsenkelende hindurchgeführt und vor dem Stiche eine Schleife bildet, Abb. ia und ib zwei weitere Ausführungsformen des Festlegestiches, welcher hierbei jedoch nur mit einem einfach liegendem Faden ausgeführt ist; Abb. 2 zeigt den um die Heftstiche herumgewickelten Faden sowie das Ende der Fadenschleife, welche der Faden teilweise bedeckt, um schließlich durch sie hindurchgesteckt zu werden; Abb.3 zeigt die fertiggestellte Wicklung, und zwar sind die Einsteckstellen nach vorn, d. h. dem Beschauer zugekehrt, während ein Teil der Fadenwicklung. weggebrochen dargestellt ist, um die Kreuzung des Fadens erkennen zu lassen.
  • Diese Abbildungen veranschaulichen zusammen die zur Bildung der schmiegsamen Schnürsenkelspitze erforderlichen Arbeitsgänge.
  • Nachdem der Faden i in der aus Abb. i ersichtlichen Weise durch den zusammengerollten Schnürsenkel" hindurchgeführt worden ist, bildet er eine Schleife 2, welche hierauf der Länge nach auf das Ende 3 des Schnürsenkels gelegt wird. Das eine Ende i der beiden Fadenenden wird hierauf ebenfalls auf den Schnürsenkel gelegt, um später zur Ausführung des Zuges zu dienen, welcher die Umwicklung des Schnürsenkelendes vollendet und sichert. Dieses Fadenende braucht deshalb nur eine so große Länge zu haben, als erforderlich ist, um es bequem. erfassen und festhalten zu können. Das andere Fadenende d. dagegen läßt man beträchtlich länger, da es zur Umwicklung des Schnürsenkelendes bestimmt ist. Die Schleife 2 kann übrigens ebensogut auch zurückgebogen, d. h. von der in der Mitte der späteren Umwicklung liegenden Einstichstelle aus nach hinten gelegt werden, anstatt sie, wie dies in der Zeichnung dargestellt ist, nach vorn umzulegen.
  • Der zusammengelegte Faden führt in der einen oder in der anderen Richtung oder besser noch in beiden Richtungen durch den zusammengerollten Schnürsenkel hindurch, indem man einen oder mehrere Stiche mittels einer Nadel ausführt. Wenn die Stiche in zwei verschiedenen Richtungen zurückkehrend durch den Schnürsenkel hergtstellt werden, so empfiehlt es sich, die Einstichstelle a des zurückkehrenden Fadenendes so zu wählen, daß sie unmittelbar neben der Austrittsstelle b des ersten Fadenendes liegt oder noch besser sogar mit ihr zusammenfällt.
  • Diese Anordnung des Fadens kann auf die verschiedenste Weise erreicht werden.
  • Man kann beispielsweise einen einzigen Faden verwenden, indem man ihn, wie aus Abb. i klar zu ersehen ist, mehrmals in verschiedener Richtung durch das zusammengerollte Schnürsenkelende hin- und zurückführt. Man kann aber auch ebensogut einen Faden verwenden, welcher zuvor doppelt genommen wurde. In diesem Falle wird der schleifenförmig zusammengelegte und spitz zusammengdrückte Faden mit dem; geschloissenen Ende der Schleife in die zuvor durch das Schnürsenkelende gesteckte Nadel, oder Ahle eingefädelt, jedoch, nur so weit, daß der Faden nur auf eine kurze Strecke durch das Nadelöhr hindurchreicht. Nach Ausführung des oder der Stiche zieht man alsdann die Nadel und damit den Faden durch das Schnürsenkelende hindurch, um die Fadenschleife in der erforderlichen Länge freizulegen und hierauf die Nadel einfach abzustreifen.
  • Wenn man die Fadenschleife vor dem Stich bildet, so erhält man durch einen einzigen und nur in einer einzigen Richtung ausgeführten Nadelstich diejenige Anordnung des Fadens, welche erforderlich ist, damit er später die beiden entgegengesetzt gerichteten Lagen einnehmen kann, welche erforderlich sind, um die Kreuzung herzustellen, durch welche die Anordnung beendet und gesichert wird. Überhaupt bietet diese Ausführungsform des Verfahrens den Vorteil, daß der rückläufige Faden (las erste Fadenende niemals kreuzen kann, was das leichte Gleiten des Fadens zur Vollendung der Wicklung verhindern würde.
  • Wenn: man das rückläufige Fadenende a nicht wieder durch das. Schnürsenkelende 3 hindurchführen will) so kann man sich auch damit begnügen, es auf diesem vor der Umwicklung einfach lang zu legen (Abt. za) oder es dadurch zu befestigen, daß man es zwischen zwei mit dem ersten Faden gemachten Stichen f, g durch die von diesem gebildete Öse h hindurchfährt (Abb. ib).
  • Welche Art des Stiches auch immer angewendet werden möge, so muß doch der Faden in jedem Falle die Möglichkeit haben, zur Ausführung der Endverkn@otung leicht durch den Schnürsenkel hindurchzugleiten. Er darf also keinesfalls Knoten bilden, wenigstens nicht in dem zur Ausführung des Zuges bestimmten Fadenende.
  • Nach diesem ersten Arbeitsgang, d. h. nach der Durchheftung des zusammengerollten Schnürsenkelendes und der Bildung der Fadenschleife 2 wird der Faden zur Umwicklung des Senkels verwendet. Diese Umwicklung kann auf zwei verschiedene Weisen erfolgen, entweder kann man die von dem Ende des Schnürsenkels und den beiden durchgehefteten Fadenenden gebildete Rolle unbeweglich halten und hierauf das längere Fadenende 4 um sie herumwickeln. Besser jedoch ist es, das Ende des Fadens 4 in der aus Abb. i ersichtlichen Weise :durch eine beliebige Festhalte- oder Klemmvorrichtung d festzulegen und die von dem Schnürsenkelende gebildete Rolle alsdann um ihre eigene Achse zu drehen, wobei sie sich dem: Befestigungspunkte allmählich nähert und hierbei den Faden aufwickelt. Dies letzterwähnte Verfahren hat den Vorzug, daß es wesentlich leichter auszuführen ist und eine bedeutend festere Umwicklung ergibt.
  • Nach Beendigung der Umwicklung wird der Faden. 4. abgeschnitten und sein Ende (siehe Abb. 2) durch die Schleife 2 hindurchgesteckt. Hierauf übt man auf das Fadenende i einen Zug aus, welcher die Kreuzung zwischen der Fadenschleife 2 und der bei dein Anziehen der Fadenschleife gebildeten Fadenbucht e des Fadens 4 mitten unter die vorhergehenden Wicklungen des Fadens 4 zieht. Diese Mitnahme des Fadens 4 dauert so lange, bis die Austrittsstelle b bzw. die Einstichstelle d der Fadenschleife erreicht sind. Durch Abschneiden der unter dem Fadenwicklungen noch hervorsehenden Fadenenden i und 4 wird alsdann die ganze Anordnung vollendet.
  • Als Endergebnis der vorstehend beschriebenen einzelnen Maßnahmen erhält man schließlich eine durch Nähstiche und Wicklung hergestellte Schnürsenkelspitze von der aus Abb. 3 ersichtlichen Form. Das Zusammenwirken der Heftung und der Umwicklung ergibt eine unbedingt festsitzende Bewehrung des Schnürsenkelendes, welche zwar die zur Handhabung erforderliche Steifheit und Festigkeit besitzt, aber nur eine ganz wenig vorspringende, schmiegsame Umhüllung aus gleichmäßigen Fadenschlägen bildet. Diese Umhüllung kann sich infolgedessen weder ruckweise hinter dem Rande der Schuhösen festhaken und hierdurch zum Abreißen der Schnürsenkelspitze führen, noch kann sie insbesondere Aniaß geben, daß der Strumpf zerrissen wird. Diese schmiegsame Umhüllung sichert übrigens die eigene Verbindung mit dem Schnürsenkel und schützt gleichzeitig auch die Fadenkreuzung, welche den Kreislauf des einzigen zur Herstellung der Schnürsenkelspitze dienenden Fadens schließt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Einfassung und Versteifung der Enden von Schnürsenkeln u. dgl. mittels eines umwickelten Fadens, dadurch gekennzeichnet, daß die Bildung der Schnürsenkelspitze mittels eines einzigen, zweimal in entgegengesetzter Richtung durch den Schnürsenkel hindurchgezogenen, eine Schleife (2) bildenden Fadens erfolgt, dessen Enden (i und 4) nach Beendigung der Umwicklung derart unter den von den dicht nebeneinanderliegenden Umwicklungen gebildeten Teil der Schnürsenkeleinfassung gezogen werden, daß sie von den Uinwicldungen vollständig bedeckt und sicher in ihrer Lage gehalten werden, ohne daß, der Faden verknotet öder mittels eines zweiten Fadens noch besonders festgesteppt bzw. ein Klebmittel` oder eine andere Verhindung gebraucht werden müßte.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Faden zunächst in Gestalt einer geschlossenen Schleife in der Längsrichtung des Senkels auf diesem entlanggestreckt, die die Schleife bildenden Enden (i und 4) darauf einzeln oder beide mittels eines Stiches oder mehrerer durch das Schnürsenkelende hindurchgeführt werden, sodann das eine Fadenende (4) nach der Schleifenschlinge (2) zu derart um. das Senkelende herumgewickelt wird, daß die Stiche und der Anfang (a, b) ,der Fadenschlinge vollständig bedeckt sind, worauf das Ende des herumgewickelten Fadens durch die Schlinge gesteckt und die Fadenschlinge (2) durch Zurückziehen des anderen freien Fadenendes (i) bis zu ihrer Ausgangsstelle (a, b) vollständig eingezogen wird, derart, daß sie das Ende (4) der Fadenumwicklung bis unter die Mitte der Fadenumwicklung mitnimmt.
DEB97401D 1919-12-18 1920-12-18 Verfahren zur Einfassung und Versteifung der Enden von Schnuersenkeln u. dgl. Expired DE368323C (de)

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