DE367193C - Vorrichtung zur selbsttaetigen Zielgebung von Torpedos unter Ausnutzung des Kielwassers des angegriffenen Schiffes - Google Patents
Vorrichtung zur selbsttaetigen Zielgebung von Torpedos unter Ausnutzung des Kielwassers des angegriffenen SchiffesInfo
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Description
Wenn der Torpedo gegen ein in Bewegung befindliches Ziel abgelassen werden soll, muß
zur Bestimmung der Abschußrichtung unter anderem sowohl Richtung als auch, Geschwindigkeit
des Zieles geschätzt werden, was in der kurzen Zeit, die dem angreifenden Schiff zur Verfügung steht, insbesondere
wenn es entdeckt wird und dem Feuer des angegriffenen Feindes ausgesetzt ist, mit
Schwierigkeiten verbunden ist. Unter diesen Schußbedingungen gehen viele Torpedos verloren,
weil sie am Bug oder am Heck des angegriffenen Schiffes vorbeilaufen.
Die Erfindung will von den Torpedos, die jetzt unnützerweise verloren werden,
wenigstens die ausschließen und wirksam machen, die in einem Abstand vom Heck des
Schiffes vorbeigehen, wo das Kielwasser noch fühlbar ist.
Das Kielwasser bildet eine Masse wirbelnden Meerwassers, deren Ausdehnungen von
der Form des in Bewegung befindlichen Schiffes, von seinem Raumgehalt und von seiner Geschwindigkeit abhängen. Diese
Wassermasse mit den Wirbelbewegungen hat genau bestimmte Grenzen und zeigt eine
eigene Struktur, von der die Wirkung auf alle in diese Wassermasse hineinkommenden
und sie durchquerenden Selbstbeweger ausgeht, die aber von der Wirkung der gewöhnliehen
Wellen und anderen Meeresströmungen sehr verschieden ist.
Diese Strudelbewegung des Wassers wirkt auf den Torpedo ein, indem ihm starke
Drehungen um seine drei Hauptachsen — ίο Längsachse, Vertikalachse und Querachse —
aufgedrückt werden. Die Drehungen sind, wenn das Kielwasser an einem Punkte durchquert
wird, wo der Strudel und 'die daher kommende Abweichung genügend stark ist,
wie Versuche gezeigt haben, viel stärker als die, die der Torpedo periodisch auf seinem
Weg unter der Wirkung der Meeresbewegungen sowie seiner automatischen Steuerorgane
und unter den Abschußverhältnissen ausführt. ao Außerhalb einer bestimmten Entfernung vom
Schiff treten natürlich diese Verhältnisse nicht ein, da die Stärke des störenden Strudels
und der Abweichungen dann zu gering ist.
Die Erfindung macht diese eigenartige Beeinflussung des Torpedos beim Eintritt und
auch beim Austritt aus dem Kielwasser zur Betätigung einer Vorrichtung nutzbar, die auf
die Steuerorgane einwirkt, um den Torpedo von neuem auf das angegriffene Schiff zu
richten, indem dabei die Wirkung des Torpedosteuers, das den Weg des Torpedos unverändert halten will, geändert oder aufgehoben
wird.
Ein derartiges Ergebnis kann auf sehr verschiedene Weise erhalten werden: erstens,
indem man die Störungen oder Abweichungen um eine der drei Hauptachsen ausnutzt,
zweitens, indem man vereinigte, gleichzeitige und übereinstimmende Wirkungen auf mehr
als eine Achse nutzbar macht.
Vorausgesetzt, man will z. B. die Wirkungen um die Vertikalachse, d. h. seitliche Ablenkungen
vom Wege ausnutzen, dann kann man folgendermaßen verfahren: In \rerbindung mit dem .Torpedosteuer ist
eine durch einen Gyrostaten gesteuerte Vorrichtung angebracht, bei der der Gyrostat aber
nur dann in Wirkung tritt, wenn der Torpedo wie beim Eintritt in das Kielwasser eine Ablenkung
vom Wege erleidet, die größer ist als die, denen der Torpedo bei seinem gewöhnlichen
Laufe ausgesetzt ist. Tritt diese außerordentliche Ablenkung ein, dann setzt der
Gyrostat den Apparat in Tätigkeit, der das Richtungssteuer in einem vorher bestimmten
Winkel bewegt und feststellt, indem er ihn i jeder ferneren Einwirkung des Regulier- j
gyrostaten entzieht, so daß der Torpedo eine Drehung ausführt, durch die er von neuem
eine Richtung erhält, die den Weg des Schiffes schneidet und zum Zusammenstoß mit dem
Schiff führt. Der Apparat arbeitet natürlich so, daß beim Austritt aus dem Kielwasser die
neue Abweichung oder Störung keine Wirkung mehr auf das Steuer ausübt, da die Bewegung
festgestellt ist.
Der Apparat kann auch in dem Augenblick in Tätigkeit treten, wo der Torpedo aus dem
Kielwasser austritt, aber in diesem Falle müssen zwei Bewegungen stattfinden, deren
erste beim Eintritt in das Kielwasser den Apparat freimacht, der beim Austritt aus dem
Kielwasser in Wirkung treten soll, und der das Steuer in die gewünschte Stellung bringt
und es dann fest in dieser Stellung hält.
Es ist zweckmäßig, den Torpedo mit einer zeitlichen Sperrvorrichtung zu versehen, die
die Tätigkeit dieses Apparates bis zum Augenblick, wo der Torpedo eine bestimmte Strecke
durchlaufen hat, verhindert, damit er erst in einen bestimmten Abstand vom Abschußschiff
gelange. Die Tätigkeit dieser Sperrvorrichtung kann von der Anzahl der Umdrehungen
der Schraube oder von den periodischen Schwingungen des Torpedos während seines
Laufes abhängig gemacht weiden.
Der Arbeitsbeginn beim Eintritt in das Kielwasser ist dem beim Austritt vorzuziehen,
weil der Austrittspunkt sich weiter ab vom Schiff befindet, die Störung, die der Torpedo
erleidet, geringer ist und infolgedessen das Wirkungsfeld sich verkleinert.
Dieses Feld ist um so größer, je kleiner man die Ablenkung halten kann, die die auf
die Steuer wirkende Vorrichtung in Tätigkeit versetzt, aber diese Ablenkung muß auf jeden
Fall größer sein als die, denen der Torpedo auf seinem Lauf durch die gewöhnlichen
Meeresbewegungen ausgesetzt ist. Man kann das Wirkungsfeld vergrößern, indem man den
Wert der effektiven Ablenkung dadurch verkleinert, daß man die Wirkungen zweier Ablenkungen,
z. B. der um die Vertikal- und der um die Längsachse, zusammenfaßt. Man kann, mit anderen Worten, den auf die Steuer
wirkenden Apparat so anordnen, daß er nur in Tätigkeit tritt, wenn zur 'selben Zeit zwei
Ablenkungen, eine vom Wege und eine drehende, die vorbestimmte Grenze überschreiten.
Gleichzeitige Ablenkungen dieser Art finden beim Eintritt des Torpedos in das Kielwasser statt, aber auf dem gewöhnlichen
Wege treten sie nicht auf. Ebenso kann man die Entfernung beträchtlich vergrößern, in der
der Apparat den Torpedo wieder gegen das Schiff leitet.
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in zwei schematischen Ausführungsformen dargestellt. Es zeigt
Abb. ι den Lauf eines Torpedos, der am Heck eines Schiffes vorbeigeht, und dann zu
ihm hindreht, *
Abb. 2 den Apparat zum Einstelle» des Richtungssteuers unter der Wirkung der
Drehung um eine Achse,
Abb. 3 den Apparat zum Einstellen des
Richtungssteuers unter der vereinigten Wirkung zweier übereinstimmender urid gleichzeitiger
Drehungen um zwei verschiedene Achsen,
Abb. 4 eine Hilfsvorrichtung zum beliebigen, vorherigen Einstellen des Drehsinnes
des Torpedos für das Durchqueren des Kielwassers.
Angenommen, daß, wie in Abb. ι dargestellt, ein Torpedo s gegen ein Schiff η abgeschossen
ist und in der durch den Pfeile • angegebenen Richtung am Heck vorbeigeht,
dann erfährt er infolge der Einrichtung gemäß der Erfindung, wenn er in den Strudel p
des Kielwassers eintritt, sofort starke Ablenkungen.
Die Steuerreguliervorrichtung tritt in Tätigkeit und bringt das Richtungssteuer in eine Stellung, bei der der Torpedo
den in voller Linie gezeichneten Weg;tr einschlägt,
der es von neuem gegen das Schiff führt. Die selbsttätige Steuervorrichtung für den Fall der Tätigkeit unter der Wirkung der
Drehung um eine Achse, z. B. Ablenkungen in der seitlichen Richtung, ist in der allgemeinen
Anordnung in Abb. 2 gezeigt.
Das Richtungssteuer ist bei e an einen Hilfsmotor C auf der Stange eines in einem
Zylinder g spielenden Kolbens u angebracht, dem Preßluft durch zwei Leitungen dl· und a?
von der Leitung c her zugeführt wird, die in einen Zylinder h ausmündet, in dem in gewöhnlicher
Weise zwei Kolben p- und j2 auf
einer gemeinsamen Stangen arbeiten, die von dem Geradlaufapparat des Torpedosteuers gelenkt
wird. Je nach der Stellung der Kolben j1
und f tritt die Luft auf der einen oder anderen Seite des Kolbens u des Hilfsmotors
ein und ändert die Stellung der Steuer derart, daß der Torpedo- auf seinen gewöhnlichen
Weg zurückgeführt wird. Zwischen das Ventil A und den Hilfsmotor C ist aber ein
Umschaltapparat D eingeordnet, der aus einem Zylinder k besteht, in dem ein Kolben I spielt,
der z. B. durch eine Zurückholefeder m in- der
in der Abb. 2 gezeigten Normalstellung gehalten wird. In dieser Stellung vermitteln
zwei Durchbohrungen oder Kanäle»1 und n2
die normalen Verbindungen zwischen den beiden Verbindungen g und h. Der Zylinder k
aber steht durch die Leitung b auch mit dem Steuerventil B der Selbststeuerung in Verbindung.
Dieses besteht aus einem Zylinder 0, in dem zwei auf gemeinsamer Stange q
sitzende Kolben/)1 und pz spielen, die entweder
durch einen eigenen Gyrostaten oder auch durch den Torpedogradlaufapparat gelenkt
werden, wenn die in Frage kommende Drehung um die Vertikalachse stattfindet. In diesem letzteren Falle müssen die beiden
Enden / und r" der Stangen i und q durch das Gyroskop miteinander verbunden sein. Solange
die Ablenkungen des Torpedos von seiner Bahn die normalen Ablenkungen nicht überschreiten,
geben die beiden Kolben p1 und p2
die Öffnungen b1 und b2, in· die die Leitung &
mündet, niemals frei, wenn aber der Torpedo in das Kielwasser eintritt und eine plötzliche
starke Ablenkung erfährt, so öffnet sich der Zugang zur Leitung b, die Preßluft gelangt in
den Zylinder k und treibt den Kolben I unter
Zusammenpressen der Feder nach links.
Der Kolben I hat zwei gekrümmte Kanäle S1
die in der äußersten Linksstellung die Verbindungen zwischen den Zylindern h und g so
umkehren, daß der Kolben u in Tätigkeit tritt, und zwar nicht im Sinne einer Verringerung
oder Unterdrückung, sondern einer Vergrößerung der Ablenkung des Torpedos, indem er ihn auf den Weg χ bringt, der gegen
das angegriffene Schiff führt.
Wenn man die Wirkung gleichzeitiger Drehungen um zwei verschiedene Achsen,
z. B. um die Vertikalachse beim Eintritt in das Kielwasser und um die Längsachse beim
Durchqueren des Kielwassers vereinigen will, so kann man 'die in Abb. 3 gezeigte Vorrichtung
dazu anwenden, die von der in Abb. 2 gezeigten nur dadurch verschieden ist, daß an
Stelle eines einzelnen VentilsB zwei VentileB' und B" vorgesehen sind, die zusammen in
Tätigkeit treten müssen, um den Verteilungsschieber D zu steuern. Das erste Ventil B'
wird z. B. von dem Gyrostaten des Weges und das zweite B" von einem ,Gyrostaten des
Rollens oder auch von einem in geeigneter Weise angeordneten Pendelsystem gesteuert.
Das Ventil B" und der Steuerschieber!? haben bei dieser Ausführungsform eine Stange mit
drei Kolben. In der Abb. 3 sind alle Teile in Normalstellung gezeichnet, bei der der
Torpedo auf geradem Wege vorgeht. Die alleinige Verstellung eines der Kolben der
beiden Ventile B' und B" genügt nicht, um den Umkehrer in Tätigkeit zu setzen, weil die
Verbindung mit der Leitung b immer geschlossen bleibt, und er tritt auch dann nicht
in Tätigkeit, wenn die beiden Kolben sich in entgegengesetztem Sinne bewegen. Wenn
aber beide Stangen q' und q" gleichzeitig und übereinstimmend verstellt werden, dann gelangt
die Preßluft vor den Kopf des KoI-bens P, treibt die Stange I nach links und erzeugt
so 'die Umkehrung der Steuerung, die auf folgende Weise stattfindet. Setzt man z. B. voraus, daß die gleichzeitige Bewegung
der beiden Stangen q' und q" nach rechts gerichtet ist, dann gibt der Kolben p\ die
Öffnung &'3 und der Kolben p"3 idie Öffnun-
gen t"\ und b"'., frei. Es gelangt dabei die
von c kommende Preßluft durch b'„, b"2
und t"1 vor den Kolben I3 und treibt ihn nach
links, wodurch die Verbindung zwischen a"2 undf„ geöffnet wird, währenid der Kolben I die
Öffnung des Kanals a1 schließt, wobei vorauszusetzen
ist, daß der gleichzeitigen Bewegung der beiden Kolben q und q" eine Verschiebung
der Stange i des Ventils A entspricht. Man sieht also, daß unter diesen
Umständen die Preßluft durch c, V2, t'\
und a"'., auf die rechte Seite des Kolbens C gelangt und ihn nach links treibt, d. h. im
entgegengesetzten Sinne zu der durch das gyroskopische Ventil A vermittelten Be- j
wegung. In bestimmten Fällen, wo man den j Lauf, den der Torpedo ausführen muß, vorher j
kennt, kann es zweckmäßig sein, vor dem Abschuß den Drehungssinn festzulegen. Diesem
ao Zweck dient der Hilfsumkehrer E, der in die Leitungen a' und a" eingeschaltet wird. Er
besteht aus einem Zylinder k' mit einem. KoI- j
ben/', der zwei Kanäles1 und s2 hat, deren
jeder drei Öffnungen besitzt und die vermöge zweier in die Zylinderwand eingelassener
Ringnuten % und u„ in einem oder dem
anderen Sinne die Verbindung zwischen den Eintritt- und Abzugkanälen je nach der dem
Kolben am Anfang gegebenen Einstellung herstellen.
Die Ausnutzung des Kielwassers als Mittel, den Torpedo wieder auf das verfehlte Ziel zu
richten, kommt praktisch einer Verlängerung des Zieles über das Heck hinaus, entsprechend
der wirksamen Länge des Kielwassers, gleich. Daraus folgt, daß auf diese Weise nicht allein
die Wirkung des genau gerichteten Schusses auf eine Entfernung gesichert wird, bei der
der Torpedo unter gewöhnlichen Verhältnissen selbst noch das Heck verfehlt haben
würde, sondern daß sogar auch durch Zieloder Rechenfehler in bezug auf Geschwindigkeit
und Richtung des Zieles weniger genaue Schüsse wirksam werden. Das ergibt für den
Torpedoangriff auf See eine wesentliche Erhöhung der zulässigen Feuergeschwindigkeit
und Schußweite.
Claims (5)
- Patent-Ansprüche:i. Vorrichtung für Torpedos u. dgl. zum i Ausnutzen der Wirkung des Kielwassers j des beschossenen Fahrzeuges für eine \ selbsttätige Steuerung auf das ange- j griffene, aber verfehlte Ziel, dadurch, ge- ; kennzeichnet, daß Drehungen des Torpedos 1 um eine seiner drei Achsen während j des Durchquerens des Kielwassers auf ' Gyrostaten, Pendel o. dgl. -einwirken und das Richtungssteuer in eine Stellung bringen und halten, die dem Torpedo eine seitliche xA.blenkung nach dem verfehlten Schiff hin geben, wobei das Richtungssteuer der normalen Wirkung der Geradlaufeinrichtung entzogen wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf Drehungen des Torpedos um eine Achse, z. B. die Vertikalachse ansprechende Teile, wiez. B. ein Gyrostat, der auch der Torpedogeradlaufapparat selbst sein kann, in Verbindung mit einem' Umkehrer arbeiten, der aus einem in die Luftleitung für den Hilfsmotor des Richtungssteuers eingesetzten ■ Steuerungsschieber besteht, wobei der Gyrostat in Tätigkeit tritt, wenn beim , Eintritt in das Kielwasser die Drehung des Torpedos um seine Vertikalachse die für sonstige Meeresbewegungen gegebenen Grenzen überschreitet.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei voneinander unabhängige Gyrostaten, die auf Drehungen des Torpedos um zwei Achsen,z. B. Vertikal- und Längsachse, ansprechen, angeordnet sind, und deren jeder ein Verteilungsventil steuert, das den Zutritt der Preßluft in den Umkehrer derart regelt, daß bei übereinstimmenden, über die gewöhnlichen Grenzen hinausgehenden Drehungen die beiden Ventile den Zutritt der Luft in den Umkehrer freigeben und ihn in Tätigkeit treten lassen.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein zum Verteilen der Preßluft auf den Hauptumkehrer dienender Hilfsumkehrer angeordnet ist, dem vor dem Abschuß des Torpedos die nötige Einstellung gegeben wird, damit in dem Augenblicke, wo der Hauptumkehrer in Tätigkeit treten soll, die Wirkung so eintritt, daß die Drehung des Torpedos in dem gewünschten Sinne erfolgen kann.
- 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4 in solcher Anordnung und Einrichtung, daß die Wirkung beim Austreten des Torpedos aus dem Kielwasser eintritt, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Augenblick, wo der Torpedo in das Kielwasser eintritt und die erste Störung erfolgt, die solange gesperrt gehaltene Vorrichtung entsperrt wird und in dem Augenblicke, wo der Torpedo austritt, die neue Störung die Vorrichtung in Tätigkeit setzt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (2)
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