DE36683C - Doppelte Elektrodenplatten für galvanische Elemente - Google Patents

Doppelte Elektrodenplatten für galvanische Elemente

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DE36683C
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galvanic elements
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DENDAT36683D
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E. KLABER in Berlin
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01MPROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
    • H01M6/00Primary cells; Manufacture thereof

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. December 1885 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung, durch - welche ohne die geringste Störung des Betriebes die Elektrodenplatten galvanischer Elemente ausgewechselt werden können. . Diese Einrichtung besteht in der Anwendung doppelter oder mehrfacher, beispielsweise negativer Elektrodenplatten, die unter sich wohl metallisch und leitend verbunden sind, dagegen sonst unabhängig von einander bestehen, so dafs die eine und zwar die innere. oder innerste, der positiven Elektrode zugewendete Platte, welche allein durch die elektrolytischen Vorgänge beeinflufst wird, ohne Rücksicht auf die zweite und die etwaigen anderen Platten aus dem Element entfernt und gereinigt oder nöthigenfalls durch eine andere ersetzt werden kann. Während der Herausnahme der ersten Platte übernehmen die anderen die Functionen der ersten. Die Ableitung des Stromes erfolgt dabei von der äufsersten Platte, welche bisher den elektrochemischen Einflüssen in dem Element nicht ausgesetzt war.
Auf beiliegender Zeichnung ist in Fig. 1 im Querschnitt, Fig. 2 im Aufrifs und Fig. .3 in Ansicht ein D a ni eil'sches Element als Beispiel dargestellt.
Ein solches nach dieser, Erfindung construirtes Kupfer-, Zink- oder Daniell-Element besteht aus einem Kasten K von stärkerem, 0,5 bis ι mm starkem Kupfer, der den äufseren, oben offenen Behälter bildet. In letzterem befindet sich die Diaphragmazelle D, zweckmäfsig aus Textilstoff mit geneigtem Boden und Abflufsröhrchen für. den Zinkschlamm gebildet, und innerhalb der Zelle D endlich steht die Zinkelektrodenplatte Z.
Die hier dargestellte länglich rechteckige Form ist wegen ihres geringen Raumbedürfnisses sehr zweckmäfsig, doch kann selbstredend statt derselben eine beliebige andere Form, z. B. eine quadratische, ovale, runde oder sonstige Form Anwendung finden.
Der Unterschied zwischen der bekannten Anordnung des D aniell-Elementes und derjenigen der vorliegenden Erfindung besteht nunmehr darin, dafs noch ein zweites Kupferblech k von sehr geringer Dicke, etwa bis zu 0,1 mm Stärke, zwischen dem Kupferbehälter K und der Diaphragmazelle eingeschoben wird. Dieses dünne Kupferblech k ist, da dasselbe an der inneren Wandung des Kupferkastens K dicht anliegt, metallisch und elektrisch leitend mit dem äufseren Kupferblechkasten K verbunden, so dafs die Stromableitung von K stattfinden kann. Die eigentliche Elektrode bildet aber das dünne, innere, der Zinkelektrode zugewendete Kupferblech k, welches das äufsere vollständig oder doch beinahe ganz bedeckt. Sollte im Laufe des Betriebes dieses Blech von dem sich daran ansetzenden Kupfer gereinigt werden müssen, oder hat sich auf dasselbe so viel Kupfer abgesetzt, dafs ein neues ah seine Stelle zu setzen nöthig erscheint, so kann es ohne Weiteres herausgenommen werden. Der Betrieb des Elementes wird in keiner Weise durch die Herausnahme der eigentlichen Elektrode k gestört, denn an Stelle der letzteren tritt sofort das Kupferblech des Kastens K und ersetzt das Blech k so lange, bis dasselbe oder ein Ersatz dafür wieder eingesetzt wird. Der Kupferkasten K selbst bleibt stets dauerhaft, weil seine Beanspruchung während der kurzen
Zeit der Herausnahme des inneren eigentlichen Elektrodenbleches b zu gering ist.
Diese Anordnung der doppelten Elektrodenplatten kann selbstredend auch bei der elektropositiven Platte, dem Zink, angewendet werden. Es steht nichts im Wege, die Zinkplatte Z mit einem dünnen, sie ziemlich dicht umschliefsenden Blech zu bekleiden, welches als eigentliche Elektrode dient, während die Platte Z zunächst nur als ableitender Pol und erst bei Herausnahme des dünnen Bleches als Elektrode functionirt.
Solche Vorsatz - oder Elektrodenbleche können natürlich auch bei anderen Elementen angewendet werden, man kann ferner an Stelle einer Doppelelektrode auch mehrfache, bestehend aus dünnen, auf einander liegenden Platten, anwenden und eine nach der anderen herausziehen, ohne die Wirkung des Elementes im geringsten zu stören. Auch ist es nicht erforderlich, dafs, wie in der Zeichnung^ dargestellt, die letzte Elektrodenplatte, welche den Strom fortleitet und am längsten auszuhalten bestimmt ist, gleichzeitig den Behälter für die Erregungsflüssigkeit des Elementes bildet. Wenn dies auch sehr zweckmäfsig erscheint, so kann auch die übliche Anordnung angewendet werden, bei welcher das Element in ein besonderes Gefäfs aus Glas, Porcellan oder Steingut eingesetzt ist. In einem solchen Falle mufs aber diejenige Platte, welche den Strom foftleitet, zu beiden Seiten gegen die elektrolytische Wirkung des Stromes in der Erregungsflüssigkeit durch Vorlage von dünnen Elektrodenblechen geschützt sein.
Die Vertheuerung des Elementes durch die Vorsetzbleche ist eine unwesentliche, da diese Bleche nur sehr dünn zu sein brauchen. Der Vortheil der fast unbegrenzten Dauerhaftigkeit der Elemente, ohne auch nur auf kurze Zeit den Strom unterbrechen zu müssen, ist sehr bedeutend und wiegt die geringen Mehrkosten reichlich auf.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüch:
    Bei Elementen die Anordnung der Elektroden in der Art, dafs über die mit der Ableitung versehene Platte eine oder mehrere andere Platten derselben Art geschoben werden, zum Zwecke, diese übergeschobenen Platten ohne Störung des Betriebes auswechseln zu können.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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