DE36673C - Apparate zur Darstellung von Magnesia aus Chlormagnesium - Google Patents

Apparate zur Darstellung von Magnesia aus Chlormagnesium

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DE36673C
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Germany
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furnace
magnesia
horizontal
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chloromagnesium
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DENDAT36673D
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SALZBERGWERK NEUSTASSFURT in Löderburg b. Stafsfurt
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F5/00Compounds of magnesium
    • C01F5/02Magnesia
    • C01F5/06Magnesia by thermal decomposition of magnesium compounds
    • C01F5/10Magnesia by thermal decomposition of magnesium compounds by thermal decomposition of magnesium chloride with water vapour

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Description

KAISERLICHES
Die Darstellung von Magnesia durch Glühen von Chlormagnesium geht bei periodischem Betriebe in gewöhnlichen Flammöfen nur unvollkommen vor sich; wir wenden daher das Verfahren an, das Chlormagnesium durch Feuergase unter Einwirkung von Wasserdampf bei continuirlichem Betriebe in besonders construirten Oefen zu zerlegen.
Die hierzu erforderliche'n Apparate bestehen aus Flammöfen mit geneigter Sohle und aus einer Combination von Flamm- und Schachtöfen. In Fig. ι ist ein Ofen dargestellt, welcher im oberen Theil eine horizontale und im unteren Theil eine geneigte Sohle hat. Fig. 2 zeigt die Combination eines wenig geneigten, fast horizontalen Flammofens mit einem Schachtofen, und Fig. 3 stellt die Combination eines Ofens mit horizontaler und geneigter Sohle mit einem Schachtofen dar. Der horizontale Theil der in Fig. 1 und 3 dargestellten Oefen kann auch vortheilhaft mit einer geringen Neigung nach der Feuerung zu angelegt werden. In allen Fällen befindet sich am tiefsten Punkte der Oefen eine Oeffnung zum Entfernen der fertig gebrannten Magnesia, und nahe über derselben befindet sich die Vorfeuerung oder bei Anwendung von Gasfeuerung die Oeffnung, durch welche die Verbrennungsgase in den Ofen treten. Die Oefen müssen in dem unteren Theil aus basischem Material hergestellt werden.
Durch eingehende Versuche haben wir gefunden, dafs die Zerlegung des Chlormagnesiums nur dann vollständig vor sich geht, wenn die Gesammtmenge des Beschickungsmaterials der höchsten Temperatur des Ofens ausgesetzt wird. Um solches zu erreichen, bringen wir die möglichst concentrirte heifse Chlormagnesiumlösung zunächst in den horizontalen oder wenig geneigten Theil des Ofens, wo dieselbe bis zur Bildung einer breiartigen Masse, bestehend aus Magnesiumoxychlorid, durch die abziehenden Feuergase eingeengt wird. Die breiartige Masse wird nun in dem geneigten Theil des Ofens, Fig. 3, weiter calcinirt und nach und nach bis zum Schachtofen vorgearbeitet, wo dieselbe durch innige Berührung mit der Flamme vollständig in Magnesia übergeht. In dem in Fig. 1 dargestellten Ofen rindet das Fertigcalciniren in dem unteren Theil auf der geneigten Sohle statt, und im Ofen Fig. 2 wird die auf der horizontalen oder wenig geneigten Sohle vorgetrocknete Masse direct in den Schachtofen transportirt. In allen Fällen ist die Arbeit eine continuirliche, indem von dem Inhalt des Ofens stets nur ein kleiner Theil, so weit das Chlormagnesium bei der höchsten im Ofen herrschenden Temperatur vollständig zerlegt ist, aus dem Ofen entfernt und oben sofort frisches Material nachgefüllt wird. Der Wasserdampf, welcher zur Zerlegung von Chlormagnesium in Magnesia und Salzsäure erforderlich ist/ kann sowohl direct als überhitzter Wasserdampf oder durch Anwendung von feuchtem Brennmaterial mit den
Feuergasen in den Ofen gebracht werden. Die entweichende Salzsäure wird in bekannter Weise condensirt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die durch Zeichnung und Beschreibung erläuterten Apparate zur Darstellung von Magnesia aus Chlormagnesium, bestehend aus:
    a) einem Flammofen mit einer nach der Feue- ' rung zu geneigten Sohle,
    b) einer Combination eines horizontalen oder wenig geneigten Flammofens mit einem Schachtofen,
    d) einer Combination eines Flammofens mit horizontaler und geneigter Sohle mit einem Schachtofen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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