DE366106C - Verfahren zur Erzeugung atembarer Gasgemische - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung atembarer Gasgemische

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DE366106C
DE366106C DEF41950D DEF0041950D DE366106C DE 366106 C DE366106 C DE 366106C DE F41950 D DEF41950 D DE F41950D DE F0041950 D DEF0041950 D DE F0041950D DE 366106 C DE366106 C DE 366106C
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gas mixtures
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M11/00Sprayers or atomisers specially adapted for therapeutic purposes
    • A61M11/04Sprayers or atomisers specially adapted for therapeutic purposes operated by the vapour pressure of the liquid to be sprayed or atomised
    • A61M11/041Sprayers or atomisers specially adapted for therapeutic purposes operated by the vapour pressure of the liquid to be sprayed or atomised using heaters

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Description

  • Verfahren zur Erzeugung atembarer Gasgemische. Das wesentliche Kennzeichen des im Hauptpatent beschriebenen Verfahrens besteht darin, daß zunächst nur ein Teil der gesamten Gemischluftmenge mit den entwickelten Dämpfen des Medikamentes (Quecksilber) vermischt und der Rest der Luft dem so erhaltenen konzentrierten Gemisch nachträglich beigemengt wird.
  • Dieser Gedanke wird bei dem den Hauptgegenstand der vorliegenden zusätzlichen Erfindung bildenden Verfahren ebenfalls, und zwar in verbesserter Form verwirklicht. Zunächst werden dem primären Mischraum größere Abmessungen gegeben, so daß das primäre Gemisch länger darin verweilen und demgemäß eine innigere Vermischung eintreten kann. Dadurch wird das Gemisch äußerst homogen in bezug auf Zusammensetzung und Temperatur. Ferner ist die Heizquelle, durch deren Wirkung das Medikament verdampft wird, im Verdampfungsraum selbst angeordnet, was zu einer besseren Ausnutzung der von ihr ausgehenden Wärme führt. Schließlich wird durch eine wärmeisolierende Umkleidung des Mischraumes die Temperatur des in diesem enthaltenen Gemisches durchweg auf einer beabsichtigten geeigneten Höhe gehalten und die Möglichkeit geboten, das Inhalationsgemisch in dem Mischraume vorzubereiten, ohne daß es von dem Patienten sofort inhaliert zu werden braucht. Man hat zwar bei Zerstäubern bereits vorgeschlagen, den Heizmittelraum und gegebenenfalls auch den oder die Zerstäuberräume durch einen Wärmeschutzmantel zu umgeben, hier aber handelt es sich darum, einen besonderen Mischraum für das Dampfluftgemisch -bei Zerstäubern mit einer solchen wärmeisolierenden Umkleidung von an sich bekannter Art zu versehen.
  • Die feine Verteilung der Dämpfe oder Gase des Medikamentes in der Kühlmittelmenge wird noch dadurch unterstützt, daß der Mischraum durchaus gleichmäßig auf die erforderliche Temperatur erhitzt wird. Es wird das dadurch erreicht, daß der Heizkörper sich vollständig oder nahezu vollständig durch den ganzen Mischraum erstreckt.
  • Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele eines zur Ausführung des neuen Verfahrens dienenden Apparates im Schnitt dargestellt.
  • In beiden Ausführungsformen ist i eine lange Röhre, die zur Aufnahme des zu verdampfenden Medikamentes dient, das z. B. von oben in Tabletten- oder Pulverform oder flüssig in Ampullen eingebracht wird. Zum Austritt der entwickelten Dämpfe ist die Röhre i mit Öffnungen a, Schlitzen o. dgl. versehen. Oben wird die Röhre durch ein stöpselartiges V erschlußstück 3 gewöhnlich geschlossen gehalten. Zur Erhitzung des in der Röhre befindlichen Medikamentes dient ein Heizkörper, der in den gezeichneten Ausführungsformen von einer elektrischen Heizspirale q. mit Stromzu- und -ableitungsdrähten 5, 6 umgeben ist. Die Drahtspirale ¢ umgibt die Röhre i auf ihrer ganzen Länge. Die Röhre i und der Heizkörper sind von einem doppelwandigen, luftfreien Behälter 7 derart umschlossen, daß sie von einem verhältnismäßig großen Raum 8 umgeben sind, in den das Kühlmittel, z. B. kalte Luft, eingeführt wird. Die Kühlluft tritt von unten unter Druck durch die Röhre 9 ein, so daß sie gleich an den Austrittsöffnungen :2 der das Medikament aufnehmenden Röhre z vorbeiströrnt und sich mit den entwickelten Dämpfen oder Gasen mischen kann. Durch die Ausführung des Behälters 7 nach Art eines Thermobehälters wird die Temperatur des Dampf- oder Gasluftgemisches in dem Raum-8 längere Zeit gleichmäßig aufrechterhalten.
  • In der Abb. i führen von dem Mischraum 8 Kanäle io nach einem Ringkanal 1i im Verschlußstück 3. Durch Drehung des Verschlußstückes 3 kann die Verbindung des nicht ganz umlaufenden Ringkanals z i mit den Kanälen io und damit mit dem Raum 8 nach Belieben unterbrochen oder hergestellt werden. Der Ringkanal 1i ist durch Kanäle 12 mit der Innenöffnung 13 des Verschlußstückes 3 verbunden, in welche das Düsenrohr 14. mündet. Das Austrittsende des Düsenrohres 1¢ ist von einem Mundstück umgeben, das in der gezeichneten Ausführung aus einer festen Kammer 15 und der verschiebbaren Hülse 16 6 besteht. In das Mundstück mündet noch ein zweites Rohr 17, das dem durch das Düsenrohr 14 ausströmenden Dampf- oder Gasluftgemisch nochmals Frischluft zuführt. Das Rohr 17 endigt in einem Vorraum 18 des Mundstückes, von dem mehrere Röhren 19 nach der Spitze des Düsenrohres 14 führen und die Frischluft unter einem Winkel zu dem aus dem Düsenrohr 14 ausströmenden Gas-oder Dampfluftgemisch austreten lassen, wodurch eine innige Zerstäubung des aus dem Düsenrohr 14 austretenden Dampf- oder Gasluftgemisches eintritt, bevor das Gemisch von dem Patienten eingeatmet wird. Vor dem Mundstück kann gegebenenfalls noch ein Inhalationsrohr angebracht werden.
  • Die Ausführungsform des Apparates nach Abb. z der Zeichnung ist ähnlich derjenigen nach Abb. i, nur fehlen hier die Kanäle io der Abb. i, die das Düsenrohr 14 mit dem Mischraum 8 verbinden. Dafür ist der zwischen der Medikamentenröhre i und dem Heizkörper q. vorhandene Zwischenraum 2o durch Kanäle 21 mit der Innenöffnung 13 des VerschlußstÜckes 3 bzw. mit dem Düsenrohr 1q. verbunden.
  • Die Handhabung des Apparates ist die folgende: Das zu verdampfende oder zu vergasende Medikament wird in die Röhre i eingebracht und der elektrische Strom eingeschaltet. Durch die Heizspirale q. wird infolgedessen das Medikament derart erhitzt, daß es verdampft oder vergast. Die Dämpfe oder Gase treten durch die Öffnungen 2 in den Mischraum 8, der durch die Röhre 9 mit kalter Luft oder einem sonstigen Kühlmittel gespeist wird. In diesem Raum 8 tritt nun eine gleichmäßige Verteilung der Dämpfe in der Mischluft ein.
  • Durch die thermobehälterartige Ausbildung des Behälters 7 kann dieser Zustand stundenlang aufrechterhalten werden, so daß die Mischung z. B. von dem Arzt vorbereitet werden kann und der Patient erst später den Apparat zu benutzen braucht. Soll die Benutzung erfolgen, so wird die Verbindung des Düsenrohres 14 mit dem Mischraum 8 hergestellt, so daß das Dampfluftgemisch aus dem Raum 8 in das Mundstück 15, 16 strömt, wobei ihm vor dem Austritt noch Frischluft durch das Rohr 17 innerhalb des Mundstückes zugeführt werden kann.
  • Während in Abb. i das Gemisch ummittelbar aus dem Raum 8 durch die Kanäle io, i i, 12, 13 in das Düsenrohr 14 strömt, tritt bei Abb. 2 die Mischluft aus dem Zwischenraum 20 zwischen Rohr i und Heizkörper 4 durch die Kanäle 21, 13 in das Düsenrohr 14. Da in diesem Falle das zuerst ausströmende Gemisch, das längere Zeit in dem Raum 2o mit dem Heizkörper 4 in Berührung stand, vielleicht etwas heißer ist, empfiehlt es sich, das Mundstück, wie in Abb. 2 gezeichnet, auszuziehen, damit in dem so gebildeten großen Vorraum 22 das Gemisch durch die Frischluft, die durch die Röhren i9 zuströmt, ausreichend gekühlt wird.
  • Die zu verdampfenden oder zu vergasenden Medikamente können, wie schon oben erwähnt wurde, anstatt in Tabletten- oder sonstiger fester Form auch als Pulver oder in flüssiger Form (z. B. in Ampullen) angewandt werden, wobei im letzteren Falle die Ampullen bei einer bestimmten, Temperatur zerspringen.
  • An Stelle der langen Röhre i kann auch ein anderer Träger für die Medikamente Anwendung finden. Ferner kann die Erhitzung anstatt auf elektrischem Wege auch durch andere Mittel z. B. durch ein Heißluft- oder Dampfrohr oder durch einen hohe Hitze abgebenden Körper, wie Silit, erfolgen. Wesentlich ist aber, daß der Heizkörper den Raum S möglichst gleichmäßig erhitzt. Der Heizkörper braucht auch das zu verdampfende oder zu vergasende Medikament nicht unbedingt zu umgeben, sondern es können auch beide nebeneinander angeordnet sein. Ferner kann auch der Heizkörper oder das Silitrohr ebenso wie die Röhre i mit Öffnungen, Schlitzen o. dgl. versehen sein.
  • Die durch die Röhre 17 dem Mundstück zugeführte Frischluft kann auch noch über Medikamente -geleitet oder z. B. mit Wasserdampf, aromatischen Dämpfen, Fichtennadelextrakten usw. gemischt werden.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren Zur Erzeugung atembarer Gasgemische mit Gehalt an Dämpfen von Medikamenten mit hoher V erdampfungstemperatur nach Patent 33897d., dadurch gekennzeichnet, daß das im Innern eines großen Mischraumes befindliche Medikament von einer innerhalb angeordneten Heizquelle unmittelbar erhitzt und die :Mischung durch wärmeisolierende Umkleidung des Mischraumes auf einer beabsichtigten, geeigneten Temperaturhöhe gehalten wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung -des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der im Innern des Mischbehälters angeordnete, Heizkörper sich vollständig oder nahezu vollständig durch den ganzen Mischraum erstreckt, um eine gleichmäßige Erwärmung des Mischraumes zu erzielen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die das Medikament aufnehmende Röhre (i) von dem gleichfalls röhrenförmigen Heizkörper ringsum eingeschlossen ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizkörper aus einem hohe Hitze abgebenden Stoff, z. B. Silit, besteht oder von einer Heizspirale gebildet wird.
DEF41950D 1917-05-27 1917-05-27 Verfahren zur Erzeugung atembarer Gasgemische Expired DE366106C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1117228B (de) * 1959-02-21 1961-11-16 Peter Franken Als Handgeraet ausgebildeter, elektrisch beheizter Dampfapparat, vorzugsweise fuer die Koerper- und Gesundheitspflege
EP1201152A3 (de) * 2000-10-26 2004-02-04 Matsushita Electric Works, Ltd. Vorrichtung zur Schönheitsbehandlung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1117228B (de) * 1959-02-21 1961-11-16 Peter Franken Als Handgeraet ausgebildeter, elektrisch beheizter Dampfapparat, vorzugsweise fuer die Koerper- und Gesundheitspflege
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