DE365C - Abdampfapparat - Google Patents

Abdampfapparat

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DE365C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D1/00Evaporating
    • B01D1/14Evaporating with heated gases or vapours or liquids in contact with the liquid
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D5/00Condensation of vapours; Recovering volatile solvents by condensation
    • B01D5/0003Condensation of vapours; Recovering volatile solvents by condensation by using heat-exchange surfaces for indirect contact between gases or vapours and the cooling medium
    • B01D5/0012Vertical tubes
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D5/00Condensation of vapours; Recovering volatile solvents by condensation
    • B01D5/0033Other features
    • B01D5/0045Vacuum condensation

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

1877.
— «Μ 365 — Klasse 62.
ALBERT PUTSCH in BERLIN
Abdampfapparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. September 1877 ab.
Längste Dauer: 22. August 1891.
Der auf der beiliegenden Zeichnung im Verticalschnitt dargestellte Apparat dient dazu:
»Flüssigkeiten durch directe Einwirkung von Feuergasen schnell und ökonomisch zu verdampfen; sowie ferner um sämmtliche bei solchen Verdampfungsarbeiten sich bildenden Dämpfe und Gase.zu condensiren, bezw. unschädlich und nutzbar zu machen.«
Zur Erreichung dieses Zweckes sind folgende Haupttheile zu einem Gesammtapparat combir irt worden: Die Luftpumpe A, der Ofen B, das Verdampfgefafs C, das Vacuum D mit dem Condensator E und der Luftcondensator F.
Die zu verdampfende Flüssigkeit befindet sich im Verdampfgefafs C und dem Vacuum D und zwar derart vertheilt, dafs C mit noch nicht behandelter, der Cisterne k entnommener Flüssigkeit gefüllt ist, D dagegen schon in C theilweis concentrate, aus früheren Operationen herrührende Flüssigkeit oder Masse, welche weiter zu concentriren bezw. zu trocknen ist, enthält.
Die Verdampfung wird direct durch die im Ofen B erzeugten Feuergase bewirkt, welche durch das Rohr d in das mit kleinen Löchern versehene Rohrkreuz d" treten und von dort fein vertheilt in die Flüssigkeit gelangen. Die zur Verbrennung nöthige Luft wird durch die Luftpumpe 4 dem auf dem Roste liegenden Brennmaterial zugeführt, wobei zugleich die zur Ueberwindung der Flüssigkeitssäule im Verdampfgefafs C erforderliche Pressung erzeugt wird. Das Luftzufuhrungsrohr α ist bei a' mit einem Sicherheitsventile, bei a" mit einer Absperr- und Regulirvorrichtung versehen. Zur Beschickung mit Brennmaterial bezw. zur Entfernung der Asche ist der Ofen B mit den luftdicht schliefsenden Oeffnungen c und y ausgerüstet.
Um die Temperatur der Feuergase zu reguliren, speciell um sie zu mäfsigen, kann durch das von dem Druckrohr α abgezweigte Rohr r und den an diesem sitzenden Rohrstutzen / mit Regulirhahn #' kalte Luft in den oberen Theil des Ofens B hineingedrückt werden.
Die im Verdampfgefafs C sich bildenden Dämpfe und Gase gelangen nun durch das Rohr e mit Absperrvorrichtung e% in den Doppelboden / des Vacuums D und geben ihre Wärme an die. Flüssigkeit im Vacuum ab, so dafe sich schon im Doppelboden die Dämpfe gröfstentheils condensiren.
Als Condensator für den Vacuumapparat ist auf der Zeichnung der in den Zuckerfabriken häufig angewandte gewählt worden, bei welchem die Luft durch eine trockne Luftpumpe, die Condensationswässer dagegen durch ein sog. Barometerrohr fortgeschafft werden. Es bezeichnet i das Rohr, durch welches die Dämpfe und Gase in den Condensator E gelangen; z1 bezeichnet eine Absperrvorrichtung im Rohre /, k ist das Einspritzrohr für kaltes Wasser, / das Saugerohr der nicht besonders gezeichneten trocknen Luftpumpe und m das Fallrohr, welches die Condensationswässer nach dem Bassin η leitet.
Die sich im Doppelboden f des Vacuums durch Condensation ansammelnde Flüssigkeit fliefst durch das geneigt liegende Rohr g in den unteren Theil des Luftcondensators F. Durch dasselbe Rohr g gelangen auch die nicht condensirten Theile des Gas- und Dampfgemisches in den Luftcondensator, in welchem der letzte Rest alles Condensirbaren condensirt wird. Die Ableitung der condensirten Flüssigkeit geschieht durch das Rohr ο, welches dieselbe ebenfalls in das Bassin η führt, von wo aus über sämmtliche Condensationswässer endgültig disponirt wird. Die Gase dagegen treten bei s aus dem Condensator F aus, um in den Schornstein des Kessels der Betriebsmaschine oder event, in die Feuerung desselben geleitet zu werden.
Die Füllung der Gefafse C und D wird mittelst Luftdruckes bewirkt. Zu dem Ende ist die Luftpumpe A mit einem — nicht besonders gezeichneten — Umsteuerungsmechanismus versehen, so dafs sie auch durch das Rohr α saugend wirken kann. Ist nun eine Verdampfoperation vollendet und soll eine neue vorbereitet werden, so wird die concentrate Flüssigkeit bezw. der feste Rückstand aus dem Vacuum nach Aufhebung der Luftleere durch Oeffnung eines Lufthahnes durch das Mannloch χ entfernt; dann werden sämmtliche Absperrungen am Apparate geschlossen mit Ausnahme von e' r" und q'. Während durch die Röhren α und r die Luftpumpe A die Luft aus dem Vacuum saugt, treibt die äufsere Atmosphäre die in C befindliche Flüssigkeit durch das bis auf den Boden
von C reichende Rohr q in das Vacuum D hinüber.
Um nach erfolgter Entleerung das Verdampfgefäfs C in gleicher Weise mit neuer Flüssigkeit aus der Cisterne // zu füllen, sind dann die Hähne r" und q' und 'die Absperrvorrichtung e' zu schliefsen, dagegen der Hahn p' des vom oberen Theil von C bis zum Boden der Cisterne h hinabreichenden Rohres /, sowie auch der Hahn r' des Rohres r zu öffnen.
Zu bemerken ist noch Folgendes: Werden durch locale Verhältnisse die Maximalsaughöhen überschritten, so kann die Transportirung der zu verarbeitenden Steife nach den beiden Gefäfsen durch Verwendung von geprefster Luft bewirkt werden. In diesem Falle wird die Luftpumpe A nicht umgesteuert, dagegen werden die Absperrungen q' r' und i' geöffnet; die durch r' eintretende geprefste Luft drückt alsdann auf die Oberfläche der in C befindlichen Masse und treibt dieselbe durch q nach D hinüber, während die in D befindliche Luft durch i nach dem Condensator E entweicht. Wird die Cisterne h luftdicht geschlossen, so läfst sich ebenfalls durch eine einfache Rohrverbindung der Cisterne mit dem Hauptluftrohre α (siehe punktirte Linie) in derselben Weise das Verdampfgefafs C aus h füllen. " . ■
Der Apparat eignet sich für die mannigfachsten Operationen der Destillation, Concentration oder Trocknung und wird besonders da seine Anwendung finden, wo bei Verdampfungen sich übelriechende oder sonst lästige Producte und Gase bilden, welche mit Leichtigkeit aufgefangen und je nach ihrer Natur unschädlich gemacht werden können.
Die Neuheit und Eigenthümlichkeit des vorliegenden Apparates besteht nicht in den einzelnen Theilen desselben, sondern in der Combination dieser einzelnen Theile zu einem Apparate; sie besteht insbesondere darin, dafs die in die zu verdampfende Flüssigkeit hineingeprefsten Verbrennungsproducte gemeinsam mit den durch die Erhitzung erzeugten Dämpfen ihre Wärme an einen Väcuumapparat abgeben, wodurch nicht nur eine hohe Wärmeausnutzung, sondern auch eine kräftige Condensation jener Dämpfe erzielt wird. Diese Condensation wird noch durch denLiiflcondensator verstärkt, welcher als weitere Eigenthümlichkeit dem Apparate hinzugefügt ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE365DA 1877-09-06 1877-09-06 Abdampfapparat Expired - Lifetime DE365C (de)

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