DE3639749C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung für den
Verschluß eines Sicherheitsgurtes zur nachgiebigen Verbindung des
Verschlusses mit der Fahrzeugkarosserie gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
In Kraftfahrzeugen, insbesondere im Bereich des Rücksitzes von
sogenannten Kombikraftfahrzeugen, bei denen die Sitzbank u. a.
umlegbar ist, besteht ein Bedarf nach einer anpassungsfähigen
Montage bzw. Befestigung von Sicherheitsgurtverschlüssen. Hierzu
werden bisher Bänder aus Metall oder Kunstfasern, Einzeldraht mit
geschrumpftem Endabschnitt und ein sogenannter geschrumpfter
Doppeldraht verwendet.
Eine Befestigungsvorrichtung der eingangs genannten Art ist in
der DE-OS 21 18 941 offenbart. Diese vorbekannte Befestigungsvor
richtung weist ein Verankerungsteil auf, das gut dehnbare Fäden
besitzt, die als Parallelstränge nebeneinander liegen und in
dieser Form um Befestigungshülsen geführt sind. Diese gut
dehnbaren parallel zueinander verlaufenden Fäden sind durch
Formgießen vollständig gemeinsam in eine Hülle aus einem steifen
Kunststoffmaterial eingeschlossen, welches bei Dehnung der
eingeschlossenen Fäden um beispielsweise 10 Prozent birst. Durch
das Bersten der Kunststoffmaterialhülle wird die bei diesem
Verankerungsteil angestrebte visuelle Überbeanspruchungsanzeige
geliefert. Als Kunststoffmaterial für die Fäden kann vorzugsweise
Polyester oder ähnliches gewählt werden. Nachteilig ist, daß die
Kunststoffmaterialhülle zu einem formsteifen Verankerungsteil
führt, das ein elastisches Ausweichen und Zurückfedern für das
Zurückführen eines Verschlusses in seine ursprüngliche richtige
Lage nicht oder nur unzureichend durchzuführen vermag.
Bekannt ist ferner aus der DE-OS 29 38 196 die Ausbildung eines
biegsamen Seils aus wenigstens im wesentlichen parallelen
textilen Seelendrähten und aus einer äußeren Hülle, deren
Zusammenhalt durch ein Bindemittel gegeben ist, das die Seelen
drähte miteinander und die Seele mit der Hülle verbindet, wobei
die parallelen Seelendrähte diskontinuierlich miteinander
verbunden sind. Die verwendeten Drähte bestehen insbesondere aus
Drähten auf der Basis von Polyamiden, Polyestern, Polyolefin
usw., wobei vorzugsweise Drähte mit hoher Festigkeit und geringer
Dehnung verwendet werden, die, beispielsweise auf der Basis von
Aramiden, unter diesen Bedingungen ihre mechanischen Eigenschaf
ten maximal beibehalten. Für das Tränken der Seelendrähte dienen
Bindemittel wie natürliche oder synthetische Elastomere in Form
von Latex oder Lösungen, Vinylpolymerisate oder andere Polymeri
sate, Polykondensate, Paraffine, Wachse, Metalle mit niedrigem
Schmelzpunkt, usw.
Im Zusammenhang mit der Ausbildung einer Reibungskupplung ist es
aus der US-PS 22 32 847 zudem bekannt, ein Verbindungselement aus
Gummi zu verwenden, das mit Gewebekord verstärkt ist.
Schließlich ist noch auf die DE-OS 22 44 419 zu verweisen, aus
der eine Verankerung für einen Sicherheitsgurt eines Kraftfahr
zeugs bekannt ist, die in der Art eines flexiblen aus mehreren
Fäden bestehenden Kabels ausgebildet ist, das mit einem Auge am
Boden des Fahrzeugs verankert ist und mit einem Schloßteil des
Sicherheitsgurtes zu kuppeln ist, wobei das Kabel aus mindestens
einem Metalldraht besteht, der unter Freilassung von zwei Augen
schlingenförmig gewickelt ist.
Die im Zusammenhang mit der DE-OS 21 18 984 erwähnten Nachteile
gelten auch für die Würdigung der Offenbarung der übrigen
Druckschriften.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Befestigungs
vorrichtung für den Verschluß eines Sicherheitsgurtes der
eingangs genannten Gattung hinsichtlich ihrer elastischen
Eigenschaften derart zu verbessern, daß der Verschluß stets
bestrebt ist, seine ursprüngliche Lage einzunehmen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im Patentanspruch 1
gekennzeichneten Merkmale gelöst.
Bevorzugte Merkmale, die die Erfindung vorteilhaft weiterbilden,
sind den nachgeordneten Patentansprüchen zu entnehmen.
Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausgestaltung wird vorteilhaft
eine extrem hohe Biegeelastizität erreicht, wobei gleichzeitig
hohe Kräfte aufgenommen werden können und relativ wenig Platz für
die Befestigungsvorrichtung benötigt wird. Günstig ist die
erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung u. a. bei der Rückfüh
rung des Verschlusses in seine ursprüngliche Lage im Zusammenhang
mit dem Umlegen von Sitzen bzw. Sitzbänken, da der Verschluß dann
aufgrund der elastischen Rückfederung nicht mehr mit der Hand
hervorgezogen und in seiner bestimmten Lage gehalten zu werden
braucht, sondern von selbst wieder in seine vorbestimmte Lage
zurückkehrt, wenn die ihn wegbiegenden Kräfte wegfallen.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand zweier Ausführungsbeispiele
unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1, a: eine perspektivische Ansicht und eine Schnitt
ansicht einer ersten Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung; und
Fig. 2, b: eine perspektivische Ansicht und eine Schnitt
ansicht einer weiteren Ausführungsform einer
Befestigungsvorrichtung gemäß der Erfindung.
In Fig. 1 ist eine perspektivische Explosionsansicht einer ersten
Ausführungsform einer kurz ausgebildeten Befestigungsvorrichtung
1 dargestellt. Die Fig. 1a zeigt den grundsätzlichen Aufbau der
Befestigungsvorrichtung 1 mit einem Kern 2, der aus gewickelten
Fasern besteht, die ganz oder teilweise mit einem Bindemittel
beschichtet sind, das aus einer dünnen Schicht von Gummimaterial
besteht. Eingekapselt ist der Kern 2 nach Auftragen einer
Grundiermasse in einen verhältnismäßig dünnen Gummiwerkstoff, der
als vulkanisierte Gummimasse 3 ausgebildet ist.
Die Fasern des Kerns bestehen entweder aus Einzeldrähten und/oder
Bändern, aus einer Kunstfaserart, wie beispielsweise Polyester,
Polyamid, Polyäthylen und dergl. oder aus einem anorganischen
Werkstoff, wie beispielsweise Glas, Metall oder dergl.
Die Befestigungsvorrichtung 1 weist eine durchgehende, querver
laufende, längliche und abgerundete Ausnehmung 4 zur Aufnahme
eines Verschlußriegels 7 auf, welcher mit Laschen/Ösen eines
nicht dargestellten Sicherheitsgurtverschlusses verbunden werden
soll. Die Befestigungsvorrichtung 1 besitzt ferner in ihrem
unteren Abschnitt eine durchgehende, querverlaufende, längliche
und abgerundete Ausnehmung 5 zum Einführen einer unteren
Verschlußplatte 8, welche ein mit einem Loch 6 in der Befesti
gungsvorrichtung 1 übereinstimmendes Loch aufweist, und passend
in die Ausnehmung 5 eingesetzt werden kann. Fig. 1 zeigt ferner
eine Klemmplatte 9, die ebenfalls ein Loch aufweist und die beim
Festmontieren der Befestigungsvorrichtung 1 an deren Oberseite so
angeordnet wird, daß ihr Loch mit dem Loch 6 in der Befestigungs
vorrichtung fluchtet, wobei die Befestigungsvorrichtung mit einem
(nicht gezeigten) geeigneten Bolzen z. B. an der Bodenplatte
eines Kraftfahrzeugs befestigt wird.
Der Oberteil der Befestigungsvorrichtung 1 gemäß Fig. 1 läßt
sich in alle Richtungen biegen, ist aber besonders elastisch in
einer mit dem Pfeil Z angedeuteten Richtung.
In Fig. 2 ist eine Ausbildungsform einer langen Befestigungs
vorrichtung 11 dargestellt, wobei die Fig. b grundsätzlich den
Aufbau der Befestigungsvorrichtung im Schnitt darstellt. Der Kern
12 besteht aus gewickelten Fasern, die entweder aus Einzeldrähten
und/oder Bändern, aus einer Kunstfaserart, wie beispielsweise
Polyester, Polyamid, Polyäthylen und dergl. oder aus einem
anorganischen Werkstoff, wie beispielsweise Glas, Metall oder
dergl. bestehen, die nach Auftragung einer Gummimasse in ein
verhältnismäßig dünnes Gummimaterial eingekapselt wurde. Die
Ziffer 13 bezeichnet eine vulkanisierte Gummimasse. Die Befesti
gungsvorrichtung 11 weist eine durchgehende, querverlaufende,
längliche und abgerundete Aussparung 14 zur Aufnahme eines
Verschlußriegels 17 auf, welcher mit Laschen/Ösen eines nicht
dargestellten Sicherheitsgurtes für Kraftfahrzeuge verbunden
werden soll. Mittels eines Befestigungsjoches 15 kann die
Befestigungsvorrichtung 11 mit einem geeigneten (nicht darge
stellten) Bolzen durch ein Loch 16 an eine Bodenplatte eines
Kraftwagens oder dergl. verbunden werden.
Wie die Figur zeigt, besitzt die Befestigungsvorrichtung 11
besonders viel vulkanisierte Gummimasse im Bereich 18, in dem
hohe Biegungskräfte zu erwarten sind. Der Oberteil der in den
Fig. 2 und b dargestellte Befestigungsvorrichtung 11 ist in
allen Richtungen bewegbar und besonders zum Biegen in der mit dem
Pfeil Z angedeuteten Richtung vorgesehen.
Wie aus dem Vorangehenden hervorgeht, besteht die erfindungs
gemäße Befestigungsvorrichtung 1, 11 für Sicherheitsgurtver
schlüsse im wesentlichen aus faserverstärkten Gummierzeugnissen.
Die verwendeten Fasern können aus jeder bekannten Art bestehen,
sofern sie eine hohe mechanische Festigkeit aufweisen. Die
Zusammensetzung der vulkanisierten Gummimasse, welche den Kern
umschließt und den Mantel der Befestigungsvorrichtung bildet,
kann je nach den erwünschten Elastizitätseigenschaften variiert
werden. Der Mantel kann auch profiliert werden, indem an
unterschiedlichen Stellen der Befestigungsvorrichtung unter
schiedliche Mengen an Gummimasse verwendet werden, um der
Befestigungsvorrichtung erwünschte Eigenschaften hinsichtlich
Biegsamkeit und Elastizität zu verleiten.
Claims (5)
1. Befestigungsvorrichtung für den Verschluß eines Sicherheits
gurtes zur nachgiebigen Verbindung des Verschlusses mit der
Fahrzeugkarosserie, mit einem Kern aus mechanisch hochfesten
Fasern, der im wesentlichen in der endgültigen Form der
Befestigungsvorrichtung gewickelt ist und der von einem
elastischen, aushärtbaren Material umgeben ist, gekennzeich
net durch die Kombination folgender Merkmale:
die Fasern des Kerns (2, 12) sind ganz oder teilweise mit einem Bindemittel beschichtet,
das Bindemittel besteht aus einer dünnen Schicht von Gummimaterial, und
das elastische Material ist eine vulkanisierte Gummimasse (3, 13).
die Fasern des Kerns (2, 12) sind ganz oder teilweise mit einem Bindemittel beschichtet,
das Bindemittel besteht aus einer dünnen Schicht von Gummimaterial, und
das elastische Material ist eine vulkanisierte Gummimasse (3, 13).
2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß zwischen den Fasern des Kerns (2, 12) und der
verhältnismäßig dünnen Gummimaterialschicht eine Schicht aus
Grundiermasse vorgesehen ist.
3. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fasern des Kerns (2, 12) aus
Einzeldrähten und/oder Bändern bestehen.
4. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fasern des Kerns (2, 12) aus einer
Kunstfaserart, wie beispielsweise Polyester, Polyamid,
Polyäthylen usw. bestehen.
5. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Werkstoff der Fasern des Kerns
(2, 12) ein anorganischer Werkstoff, wie beispielsweise
Glas, Metall oder dergl. ist.
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