DE3633892C2 - - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Lagerungssystem für
die Trommel einer Ofenanlage, das am Ein- und/oder Auslauf
der Anlage angeordnet ist und ein an der Trommel angebrachtes
Tragsystem umfaßt, das mit einem Außenring in Verbindung
steht.
Bei Ofenanlagen, die eine Metalltrommel aufweisen, sind der
artige Lagerungssysteme so ausgebildet, daß die Tragsysteme
über Laschen, Flansche, Speichen mit der Trommel verschweißt
sind. Es sind auch bereits Systeme entwickelt worden, bei de
nen eine hydraulische Einspannung der Trommel erfolgt.
Die hier in Rede stehenden Lagersysteme betreffen sowohl den
Fall, bei dem der Antrieb der entsprechenden Trommel der Ofen
anlage über das Lagersystem erfolgt, als auch den Fall, bei
dem das Lagersystem eine reine Lagerungsfunktion der Trommel
besitzt. Die in Rede stehenden Lagersysteme können ferner
am Ein- und Auslauf der Ofenanlage oder nur am Ein- oder
Auslauf derselben angeordnet sein, wobei im letztgenannten
Fall die weitere Lagerung der Trommel über andere Möglich
keiten erfolgen kann.
Bei den vorstehend erwähnten Metalltrommeln bereitet es keine
Schwierigkeiten, ein entsprechendes Lager- bzw. Tragsystem
vorzusehen, da hierbei die einzelnen Teile der Konstruktion
und das Tragsystem mit der Trommel verschweißt werden können.
Auch kann mit einer vorstehend erwähnten hydraulischen Ein
spannung der Trommel gearbeitet werden, da die Trommel als
solche hohen Drücken ausgesetzt werden kann, ohne dabei be
schädigt zu werden. Anders liegen die Dinge jedoch bei
Trommeln, die aus nichtmetallischen Werkstoffen bestehen,
wie beispielsweise aus Keramik, Glas, Quarz, Si-Karbid etc.
Derartige Trommeln sind weit weniger belastbar und können
an den entsprechenden Lagerstellen nur begrenzt Kräften aus
gesetzt sein. Darüberhinaus lassen sich bei solchen Trommeln
nicht die bei metallischen Materialien möglichen Ver
bindungsarten, wie beispielsweise Schweißen, anwenden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Lagersystem
der angegebenen Art zu schaffen, das für besonders empfind
liche Trommeln geeignet ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Lagerungssystem
der eingangs beschriebenen Art dadurch gelöst, daß das
Tragsystem mindestens zwei mit der Trommelaußenfläche in
Reibkontakt stehende Klemmbacken und ein in Umfangsrichtung
der Trommel elastisch am Außenring gelagertes Rahmenelement
umfaßt, das über ein eine Radialbewegung der Trommel in eine
Drehbewegung des Rahmenelementes umwandelndes Gestänge mit
jedem Klemmbacken verbunden ist.
Die erfindungsgemäße Lösung zeichnet sich somit im wesentlichen
durch zwei Aspekte aus. Zum ersten erfolgt die Verbindung
zwischen der Trommel und dem Tragsystem über Reibkontakt,
wobei die entsprechende Kontaktpressung so bemessen ist, daß
bei einer Drehbewegung des Außenringes, die über das Trag
system der Trommel mitgeteilt wird, eine Mitnahme der Trom
mel über die Klemmbacken erreicht wird, d.h. im wesentlichen
keine Relativverschiebung zwischen der Trommeloberfläche
und den Klemmbacken auftritt. Zum zweiten ist das gesamte
Tragsystem elastisch gelagert, so daß Ausdehnungen und
Kontraktionen der Trommel in Radialrichtung vom Tragsystem
selbst kompensiert werden, ohne daß Verspannungen im
Lagerungssystem auftreten, die entsprechende Beanspruchungen
der Trommel hervorrufen und zu Beschädigungen derselben
führen können. Erfindungsgemäß wird diese elastische
Lagerung dadurch verwirklicht, daß die erwähnte Radialbe
wegung der Trommel, beispielsweise durch Temperaturänderungen
hervorgerufen, über ein entsprechend ausgebildetes Gestänge
in eine Drehbewegung bzw. Umfangsbewegung umgesetzt wird,
welche dann elastisch in den Außenring eingeleitet wird.
Durch diese elastische Aufnahmemöglichkeit erfolgt eine
Verschiebung des Rahmenelementes relativ zum Außenring in
Umfangsrichtung bzw. Drehrichtung, so daß die von den
Klemmbacken auf die Trommeloberfläche ausgeübte Kontakt
pressung im wesentlichen konstant bleibt und keine erhöh
ten Beanspruchungen der Trommel an den Lagerstellen resul
tieren.
Bei der erfindungsgemäßen Lösung kann jeder Klemmbacke ein
Rahmenelement zugeordnet sein. Bevorzugt wird jedoch eine
Lösung, bei der ein einziges Rahmenelement für mehrere
Klemmbacken vorgesehen ist, da hierdurch eine weitere Ver
gleichmäßigung der auftretenden Belastungen sowie eine noch
bessere Kompensation von Trommelverformungen im Lagerungs
system erreicht wird.
In Weiterbildung der Erfindung ist das den Klemmbacken mit
dem Rahmenelement verbindende Gestänge als Winkelelement
ausgebildet, das in seinem Winkelpunkt drehbar an einem
am Außenring befestigten Element gelagert ist und dessen
Enden mit dem Rahmenelement und den Klemmbacken gelenkig
verbunden sind. Bei dieser Lösung wird somit bei einer
Ausdehnung der Trommel in Radialrichtung das Winkelelement
um seinen Drehpunkt verschwenkt, wobei diese Schwenkbe
wegung dem Rahmenelement mitgeteilt wird, das hierdurch
- je nach seiner Ausgestaltung - etwa in Umfangsrichtung
der Trommel um ein dem Schwenkgrad des Winkelelementes ent
sprechendes Maß bewegt wird. Wie erwähnt, wird diese gering
fügige Bewegung des Rahmenelementes durch dessen elastische
Lagerung am Außenring kompensiert, so daß der Außenring im
wesentlichen nicht mit entsprechenden Kräften beaufschlagt
wird. Die elastische Lagerung kann beispielsweise durch
Kompression bzw. Elongation einer Feder erfolgen, wie später
noch im einzelnen erläutert werden wird.
Das zur Lagerung des Winkelelementes dienende, am Außenring
befestigte Element kann beispielsweise als radial einwärts
verlaufende Platte ausgebildet sein, die mit dem Außenring
verschweißt ist. Je nach der Zahl der vorhandenen Klemmbacken
und diesen zugeordneten Winkelelementen können mehrere von
derartigen Platten am Außenring angeordnet sein. Diese
Platten übernehmen somit auch die Tragefunktion für das
entsprechende Rahmenelement.
Die elastische Lagerung des Rahmenelementes erfolgt zweck
mäßigerweise über eine zwischen einem Flansch des Rahmen
elementes und einem Radialflansch des Außenringes angeordnete
Feder. Die Zahl der elastischen Lagerpunkte und somit der
Federn ist variabel und hängt im wesentlichen von der Form
des Rahmenelementes und der Zahl der Klemmbacken bzw.
Winkelelemente ab. Eine vorteilhafte Ausführungsform
zeichnet sich dadurch aus, daß die Zahl der Lagerpunkte des
Rahmenelementes mit der Zahl der Klemmbacken übereinstimmt,
so daß jedem Klemmbacken ein elastischer Lagerpunkt zuge
ordnet ist. Die Feder ist vorzugsweise als auf einer Führungs
stange angeordnete Schraubenfeder ausgebildet, die zwischen
dem Flansch des Rahmenelementes und einer Kontermutter ge
spannt ist. Das bedeutet, daß bei einer Drehbewegung des
Rahmenelementes im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeiger
sinn die Feder entweder weiter zusammengepreßt oder entspannt
wird. Im Normalfall, d.h. im spannungsfreien Zustand der
Trommel, sollte die Feder so unter Vorspannung stehen, daß
die Klemmbacken mit einem zum Mitnehmen der Trommel aus
reichenden Druck gegen die Trommeloberfläche gepreßt werden.
Es versteht sich, daß dieser Anpreßdruck durch Verstellen der
Kontermutter variiert werden kann. Bei einer Anordnung von
mehreren Lagerpunkten für das Rahmenelement kann man eine
solche Ausführungsform verwirklichen, bei der nur eine
Kontermutter angezogen ist, während die anderen Kontermuttern
mit Spiel arbeiten. Diese Anordnung hat den Vorteil, daß die
entsprechenden Einstellvorgänge lediglich an einem Lagerpunkt
durchgeführt werden müssen. Diese Ausführungsform erweist
sich auch dann von Vorteil, wenn die entsprechenden Reib
beläge der Klemmbacken ausgetauscht werden müssen, da hierbei
der Montageaufwand verringert wird.
Der Klemmbacken selbst weist zweckmäßigerweise einen mit
seiner Innenfläche an die Krümmung der Trommeloberfläche
angepaßten flachen Klemmteil und einen im Rücken des Klemm
teiles angeordneten Lagerteil zur Verbindung mit dem Ge
stänge auf. Die Innenfläche des Klemmteiles, die die ent
sprechende Reibfläche für den Kontakt mit der Trommelober
fläche (Mitnehmerfunktion) bildet, kann in irgendeiner be
kannten Weise den erforderlichen Reibungskoeffizienten
erhalten, beispielsweise über die Anordnung von ent
sprechenden Reibbelägen, ein Anrauhen der Kontaktfläche
etc. Um ein Verkanten der Klemmbacken zu verhindern, wird
vorzugsweise eine Zweipunktauflage gewählt, bei der die
Innenfläche des Klemmteiles zwei im Abstand angeordnete
Reibflächen aufweist, die mit der Trommeloberfläche in
Kontakt treten. Als Material zum Belegen der Innenfläche
des Klemmteiles kommt ein solches mit hohem Reibungs
koeffizienten in Frage, das, je nach dem Anwendungszweck
der Ofenanlage, entsprechend temperaturbeständig ist. Bei
spielsweise Feuerfestfilz, die bei Kraftfahrzeugen ver
wendeten Bremsbeläge etc.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich
dadurch aus, daß jeweils zwei Klemmbacken benachbart zuein
ander angeordnet und über ein Bügelelement (Prinzip Waage
balken) miteinander verbunden sind, an dem das die Ver
bindung mit dem Rahmenelement herstellende Gestänge ange
bracht ist. Diese Ausführungsform bietet die Möglichkeit,
bei einer relativ geringen Zahl von Lagerpunkten am Rahmen
element eine relativ große Zahl von Kontaktstellen mit der
Trommel vorzusehen.
Was die Zahl der Klemmbacken und der Lagerpunkte am Rahmen
element anbetrifft, so hat sich eine Ausführungsform der Er
findung als besonders geeignet erwiesen, bei der das Trag
werk drei Klemmbacken aufweist und über eine Dreipunkt
lagerung am Außenring befestigt ist. Es versteht sich,
daß hierbei die Klemmbacken in gleichen Abständen um
die Trommeloberfläche herum angeordnet sind. Sie sind je
weils über ein Winkelelement mit einem etwa dreieckförmigen
Rahmenelement verbunden. Die jeweiligen Dreiecksspitzen
des Rahmenelementes sind vorzugsweise über einen etwa
parallel zum Außenring verlaufenden Abschnitt abgeflacht,
wobei die Winkelelemente etwa mittig gelenkig mit diesen Ab
schnitten verbunden sind. Die Lagerpunkte des Rahmenele
mentes, d.h. die entsprechenden Rahmenflansche, sind hier
bei an den Dreiecksseiten des Rahmenelementes angeordnet,
wobei die jeweilige Feder mit Führungsstange sich etwa
parallel zur jeweiligen Dreiecksseite erstreckt und am
entsprechenden Radialflansch des Außenringes, der gegenüber
dem Flansch des Rahmenelementes versetzt angeordnet ist,
befestigt ist.
Wie die vorstehenden Ausführungen zeigen, läßt sich somit
durch die erfindungsgemäße Lösung ein Lagerungssystem
(Mitnehmersystem) für die Trommel einer Ofenanlage verwirk
lichen, mit dem besonders empfindliche Trommeln, beispiels
weise aus Keramik etc., beschädigungsfrei gelagert werden
können. Das erfindungsgemäß vorgeschlagene Lagerungs
system stellt eine elastische Lagerung der Trommel zur
Verfügung, mit der Formänderungen der Trommel, insbesondere
durch Temperaturschwankungen, kompensiert werden können,
ohne daß dabei Spannungen im Lagerungssystem auftreten.
Ferner kann hierdurch ein Losschlagen der Trommel in der
Lagerung in wirksamer Weise verhindert werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbei
spiels in Verbindung mit der Zeichnung im einzelnen erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht eines Lagerungssystems für die
Trommel einer Ofenanlage; und
Fig. 2 einen Schnitt gemäß Linie II-II in Fig. 1.
Das in den Fig. 1 und 2 dargestellte Lagerungssystem 1
umfaßt ein Tragsystem für die Trommel 17 einer Ofenanlage,
das mit einem Außenring 2 in Verbindung steht. Ein der
artiges Lagerungssystem 1 ist in der Regel am Einlauf bzw.
Auslauf der Ofenanlage angeordnet und kann sowohl als Mit
nehmer fungieren, bei dem eine Antriebskraft über das
Lagerungssystem auf die Trommel übertragen wird, um diese in
Drehungen zu versetzen, oder als reines Lagerungssystem,
bei dem das System selbst nicht angetrieben wird.
Fig. 1 zeigt den Aufbau des Tragsystems, das ein etwa drei
eckförmiges Rahmenelement 18 umfaßt, welches im Inneren des
Außenringes 2 angeordnet ist. Das Rahmenelement 18 besitzt
gleichlange Schenkel 10 und gleichlange kurze Schenkel 9.
Die jeweiligen Schenkel sind mit einander verschweißt, so daß
sich ein starres Gesamtgebilde ergibt.
An den drei kurzen Schenkeln 9 des Rahmenelementes 18 ist
jeweils ein Winkelelement 19 gelenkig gelagert. Das Winkel
element 19 besteht aus einem langen Schenkel 8 und einem
kurzen Schenkel 7. Der kurze Schenkel 7 ist gelenkig am
Lagerteil 5 eines Klemmbackens 20 gelagert, dessen flacher,
gekrümmt ausgebildeter, plattenförmiger Klemmteil 4 mit der
Oberfläche der Trommel 17 der Ofenanlage in Kontakt steht.
Das Winkelelement ist in seinem Winkelpunkt 21 schwenkbar
an einem mit dem Außenring 2 verschweißten, von diesem radial
einwärts verlaufenden Plattenelement 3 gelagert. Es sind
insgesamt drei Klemmbacken 20 vorgesehen, die in gleichen Ab
ständen um die Trommeloberfläche herum angeordnet sind. Je
der Klemmbacken 20 ist über ein zugehöriges Winkelelement
19 am Rahmenelement 18 gelagert.
Wie Fig. 1 zeigt, weist der Klemmteil 4 eines jeden Klemm
backens 20 auf seiner Innenfläche an zwei in Umfangsrichtung
voneinander beabstandeten Stellen Reibbeläge 6 auf, die bei
spielsweise aus feuerfestem Filz bestehen können. Diese Reib
beläge stellen sicher, daß eine gute Kontaktpressung zwischen
den Klemmbacken und der Trommel stattfindet, so daß das La
gerungssystem seine Mitnehmerfunktion ausüben kann.
Die Trommel 17 selbst besteht bei dem hier dargestellten Aus
führungsbeispiel aus Keramik, so daß sich herkömmliche
Lagerungsformen über angeschweißte Tragsysteme nicht verwirk
lichen lassen. Das dargestellte Lagerungssystem sieht eine
elastische Trommellagerung vor, so daß entsprechende Form
änderungen der Trommel ohne den Aufbau von Spannungen kom
pensiert werden können.
Die Lagerung des Rahmenelementes 18 am Außenring 2 erfolgt
in elastischer Weise über eine Schraubenfeder 15, die auf
einer Führungsstange 14 sitzt. Diese Führungsstange 14 er
streckt sich zwischen einem Radialflansch 11, der sich vom
Außenring 2 einwärts erstreckt, und einem Flansch 13, der
sich von der längeren Seite des dreiecksförmigen Rahmenele
mentes nach außen erstreckt. Die Führungsstange 14 ist durch
in den beiden Flanschen angeordnete Löcher geführt. Die
Schraubenfeder 15 stützt sich mit einem Ende am Flansch 13
des Rahmenelementes 18 ab, während das andere Federende
durch eine mit der Führungsstange 14 verschraubte Konter
mutter 16 fixiert wird. Die Kontermutter 16 kann mehr oder
weniger angezogen werden, so daß auf diese Weise die von
der Feder auf den Flansch 13 ausgeübte Vorspannung reguliert
werden kann.
Der in Fig. 2 gezeigte Schnitt verdeutlicht die Verbindung
des Klemmbackens 20 mit dem Rahmenelement 18. Der Klemm
backen 20 (im Schnitt tritt nur der Klemmteil 4 in Er
scheinung) ist gelenkig mit dem kurzen Schenkel 7 des
Winkelelementes 19 verbunden. Der kurze Schenkel 7 geht in
den langen Schenkel 8 (zwei im Abstand voneinander ange
ordnete Schenkelteile) über, wobei das Winkelelement am
Winkelpunkt 21 über einen Drehzapfen am Plattenelement 3
gelagert ist, welches mit dem Außenring 2 verschweißt ist.
Am oberen Ende des längeren Schenkels 8 des Winkelementes 19
ist dieses gelenkig an der kurzen Seite 9 des dreieck
förmigen Rahmenelementes 18 gelagert.
Das vorstehend beschriebene Lagerungssystem funktioniert
in der folgenden Weise. Wenn die Ofenanlage nicht in Betrieb
ist, d.h. die Trommel 17 keinen erhöhten Temperaturen ausge
setzt ist, ist die Feder 15 über die Kontermutter 16 so ein
gestellt, daß die Klemmteile 4 der Klemmelemente 20 einen
ausreichenden Reibungskontakt mit der Trommeloberfläche
aufweisen, so daß bei einer Drehung des Außenringes 2 die
Trommel 17 über die Klemmbacken mitgenommen wird. Befindet
sich die Ofenanlage im Betrieb und erfährt die Trommel auf
grund der vorhandenen erhöhten Temperaturen eine radiale
Ausdehnung, so werden die jeweiligen Klemmbacken 20 eben
falls radial nach außen bewegt. Die zugehörigen Winkelele
mente 19 werden dadurch um den Punkt 21 verschwenkt, so daß
das Rahmenelement 18 geringfügig gedreht wird. Diese Dreh
bewegung des Rahmenelementes wird durch die jeweiligen Fe
dern 15, die dadurch weiter zusammengepreßt werden, kompensiert.
Hierdurch wird auch im verformten Zustand der Trommel eine
spannungsfreie Lagerung derselben erreicht. Zieht sich die
Trommel wieder zusammen, erfolgt ein Rückwärtsschwenken der
Winkelelemente 19, so daß sich die jeweiligen Federn 15 wie
der entspannen.
Abschließend sei noch bemerkt, daß die Verbindung des Winkel
elementes 19 mit dem Rahmenelement 18 über ein Gelenk 22 er
folgt, das eine beschränkte Radialbewegung des Winkelele
mentes relativ zum Rahmen zuläßt. Wenn nämlich das Winkel
element 19 um seinen Winkelpunkt 24 gedreht wird, führt sein
Befestigungspunkt am Rahmenelement 18 eine Drehbewegung
um den Drehpunkt aus und keine Bewegung, die exakt paral
lel zum Außenring 2 verläuft. Um eine solche Radialbewe
gung des entsprechenden Gelenkpunktes zu ermöglichen, be
sitzt das Winkelelement vorzugsweise ein Langloch bzw.
einen Schlitz, in das bzw. in den ein am Rahmenelement ange
ordneter Bolzen vorsteht. Da die hier beschriebenen Bewe
gungen keine großen Strecken umfassen, kann die entsprechen
de Länge des Langloches bzw. Schlitzes relativ gering sein.
Claims (9)
1. Lagerungssystem für die Trommel einer Ofenanlage, das
am Ein- und/oder Auslauf der Anlage angeordnet ist und
ein an der Trommel angebrachtes Tragsystem umfaßt, das
mit einem Außenring in Verbindung steht, dadurch
gekennzeichnet, daß das Tragsystem
mindestens zwei mit der Trommelaußenfläche in Reibkontakt stehende Klemmbacken (20) und
ein im Umfangsrichtung der Trommel (17) elastisch am Außenring (2) gelagertes Rahmenele ment (18) aufweist, das über ein eine Radialbewegung der Trommel (17) in eine Drehbewegung des Rahmenelementes (18) umwandelndes Gestänge (19) mit jedem Klemmbacken (20) verbunden ist.
mindestens zwei mit der Trommelaußenfläche in Reibkontakt stehende Klemmbacken (20) und
ein im Umfangsrichtung der Trommel (17) elastisch am Außenring (2) gelagertes Rahmenele ment (18) aufweist, das über ein eine Radialbewegung der Trommel (17) in eine Drehbewegung des Rahmenelementes (18) umwandelndes Gestänge (19) mit jedem Klemmbacken (20) verbunden ist.
2. Lagerungssystem nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß das den Klemmbacken (20)
mit dem Rahmenelement (18) verbindende Gestänge als
Winkelelement (19) ausgebildet ist, das in seinem Winkel
punkt (21) drehbar an einem am Außenring (2) befestigten
Element (3) gelagert ist und dessen Enden mit dem Rahmen
element (18) und dem Klemmbacken (20) gelenkig verbunden
sind.
3. Lagerungssystem nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß das am Außenring (2) be
festigte Element als radial einwärts verlaufendes Platten
element (3) ausgebildet ist.
4. Lagerungssystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Rahmen
element (18) über eine zwischen einem Flansch (13) des
Rahmenelementes (18) und einem Radialflansch (11) des Außen
ringes (2) angeordnete (15) Feder elastisch gelagert ist.
5. Lagerungssystem nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Feder als auf einer
Führungsstange (14) angeordnete Schraubenfeder (15) aus
gebildet ist, die zwischen dem Flansch (13) des Rahmen
elementes (18) und einer Kontermutter (16) gespannt ist.
6. Lagerungssystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Klemmbacken (20) einen mit seiner Innenfläche an die
Krümmung der Trommeloberfläche angepaßten flachen Klemm
teil (4) und einen im Rücken des Klemmteiles (4) ange
ordneten Lagerteil (5) zur Verbindung mit dem Gestänge
aufweist.
7. Lagerungssystem nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Innenfläche des Klemm
teiles (4) zwei im Abstand angeordnete Reibflächen (6)
aufweist.
8. Lagerungssystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß jeweils
zwei Klemmbacken (20) benachbart zueinander angeordnet und
über ein Bügelelement miteinander verbunden sind, an dem
das die Verbindung mit dem Rahmenelement herstellende
Gestänge (19) angebracht ist.
9. Lagerelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß es drei
Klemmbacken (20) aufweist, die in gleichen Abständen
um die Trommeloberfläche herum angeordnet und jeweils
über ein Winkelelement (19) mit einem etwa dreieckförmigen
Rahmenelement (18) verbunden sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863633892 DE3633892A1 (de) | 1986-10-04 | 1986-10-04 | Lagerungssystem fuer die trommel einer ofenanlage |
Applications Claiming Priority (1)
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3633892A1 DE3633892A1 (de) | 1988-04-07 |
| DE3633892C2 true DE3633892C2 (de) | 1990-06-07 |
Family
ID=6311088
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19863633892 Granted DE3633892A1 (de) | 1986-10-04 | 1986-10-04 | Lagerungssystem fuer die trommel einer ofenanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3633892A1 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1992021923A1 (de) * | 1991-05-29 | 1992-12-10 | Pleq Plant & Equipment Engineering Gmbh | Drehkörper |
| FR3029277A1 (fr) * | 2014-11-27 | 2016-06-03 | Adv Thermic | Dispositif d'entrainement a haute temperature, pour four tournant dont le laboratoire est constitue d'un tube creux traversant de part en part la chambre de chauffe |
-
1986
- 1986-10-04 DE DE19863633892 patent/DE3633892A1/de active Granted
Also Published As
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| DE3633892A1 (de) | 1988-04-07 |
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