DE362170C - Vorrichtung zum staubfreien Einfuellen von leicht staubenden, gesundheitsschaedlichen Stoffen, Kunstduenger, besonders Kalkstickstoff, aus Saecken in den Duengerstreukasten Gebrueder Botsch - Google Patents

Vorrichtung zum staubfreien Einfuellen von leicht staubenden, gesundheitsschaedlichen Stoffen, Kunstduenger, besonders Kalkstickstoff, aus Saecken in den Duengerstreukasten Gebrueder Botsch

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DE362170C
DE362170C DEB100163D DEB0100163D DE362170C DE 362170 C DE362170 C DE 362170C DE B100163 D DEB100163 D DE B100163D DE B0100163 D DEB0100163 D DE B0100163D DE 362170 C DE362170 C DE 362170C
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calcium cyanamide
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01CPLANTING; SOWING; FERTILISING
    • A01C15/00Fertiliser distributors

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Fertilizing (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Füllvorrichtung -für Düngerstreumaschinen oder auch landwirtschaftliche Maschinen und Geräte, mit der künstlicher Dünger, Samen, gemahlene Materialien u. dgl., besonders Kalkstickstoff, vom Sack aus, auch wenn er Löcher hat und zerrissen ist, staubfrei, rasch und bequem in jede Düngerstreumaschine (p, Abb. 8), Fülltrichter (q, Abb. 6 und 7) oder sonstige landwirtschaftliche Maschinen entleert werden können, ohne den Sack direkt zu berühren, die Füllvorrichtung auch noch denjenigen Kunstdünger staubfrei entleert, der während der Entleerung aus dem zerrissenen Sack zwischen den Sack ί und den Hohlkörper t der Füllvorrichtung gekommen ist; ferner die Füllvorrichtung auch dazu dient, um offenen Dünger einschaufeln zu können und von diesem dann wieder staubfrei in den Streukasten einer Düngerstreumaschine entleert werden kann, wenn nur das Tuch, Sack, Kappe oder Deckel d (Abb. 6) mit dem Hohlkörper verbunden ist, um Menschen und Tiere vor dem gesundheitsschädlichen Staub des Düngers oder ähnlicher gemahlener Materialien zu schützen und nicht zu schädigen. Bekanntlieh hat der Kalkstickstoff die unangenehme Eigenschaft, daß er leicht staubt und Menschen und Tiere, die mit diesem Staubü
rührung kommen, rasch die Augen entzün
und bei längerer Berührung der Kalkstickstoff auf die menschliche Haut eine gesundheitsschädliche, ätzende Wirkung ausübt und außerdem die Kleidungsstücke von ihm rasch zerstört werden.
Bisher wurde der künstliche Dünger, auch der Kalkstickstoff, vom Sack ohne jedes Hilfsmittel direkt in den Streukasten der Maschine geschüttet, wobei ein großer Staub sich entwickelte und für die Gesundheit der Mensehen und Tiere schädlich war. Hatte der Sack ein Loch, was besonders bei Kalkstickstoff sehr oft der Fall ist, oder-war der Sack zerrissen, wie es bei Papiersäcken vielfach vorkommt, und der Dünger lief heraus, so war der Dünger dadurch offen gelagert, er mußte dann mit besonderen Behältern, Kasten, Mulden usw. in die Maschine gebracht werden, ohne Säcke benutzen zu können. Diese Nachteile werden durch die neue Erfindung beseitigt.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in drei
beispielsweisen Ausführungsformen dargestellt.
Abb. ι ist der Schnitt,
Abb. 2 der Grundriß,
Abb. 8 die Ansicht der Füllvorrichtung, letzteres zeigt auch wie die Füllvorrichtung auf einen Streukasten einer Düngerstreumaschine aufgesetzt ist.
Abb. 4 zeigt eine zweite Ausführungsform,
ίο wobei der trichterförmige Teil der Füllvorrichtung außer dem Absperrflanschen / noch einen kurzen Rohrstutzen u hat.
Abb. S zeigt eine dritte Ausführungsform, wobei die Öffnung durch eine oder mehrere Drosselklappen k jalousieähnlich geöffnet oder geschlossen werden kann.
Abb. 3 zeigt ein Bodenbrett, auf dem Stollen oder Leisten ο sich befinden, auf dem ein oder mehrere Säcke aufgestellt werden, um den Gurt b durch η ziehen zu können.
Abb. 6 zeigt die Füllvorrichtung im Schnitt, aufgesetzt auf einen Füllkasten mit beweglicher Bodenklappe.
Abb. 7 ist der Grundriß eines Füllkastens, der zwei Auffüllöcher I und oben im Deckel Anschläge oder Stifte α, α und b, b hat. Das obere Loch ist während des Füllens durch einen Deckel r geschlossen, das untere wird durch den Flansch der Füllvorrichtung verdeckt. Sämtliche Löcher I, durch die nicht aufgefüllt wird, sind durch Klappen oder Schieber geschlossen (Abb. 7).
Die Füllvorrichtung besteht aus einem Zylinder t, der kegelförmig zuläuft und mit einem Flansch versehen ist, der einen Absperrschieber v, Drosselklappe k oder ähnliches besitzt. Dieser Zylinder braucht nicht zylindrisch zu sein, wie dies die Zeichnung angibt, sondern kann auch die Form eines stampfen Kegels besitzen, mit kreisförmigem oder elliptischem Querschnitt, auch ist es nicht nötig, daß der Zylinder t aus Blech besteht, wie dies die Zeichnung zeigt; er kann lediglich auch aus einem dichten Geflecht, Korb, oder aus einem Ge-
J5 webe, Sack, oder auch aus einem zweckentsprechenden Stabgestell mit ausgespanntem Tuch bestehen, um der Füllvorrichtung ein geringes Gewicht für die leichte staubfreie Handhabung zu geben und um den zu entleerenden Sack s aufzunehmen. Der Zylinder t hat an den Seiten lange Handgriffe g} g, damit die Füllvorrichtung bequem zu tragen und leicht zu kippen ist beim Aufsetzen auf den Streukastentrichter der Maschine. Geöffnet und abgesperrt kann der Zylinder werden durch einen oder mehrere Absperrschieber v, die in dem Flansch/ sich führen, ebenso kann diese Öffnung durch eine oder mehrere Drosselklappen k (Abb. 5) geschlossen und geöffnet werden. An dem weiten Ende des Zylinders hat er zwei kleine Haken e (Abb. 1, 2 und 8), um den Gurt b (Abb. i, 3 und 8) einhaken zu können. In dem Zylinder befinden sich dünne Stäbe h, h und i, i (Abb. 1, 2 und 6), die kegelförmig aufgestellt sind, die den Zweck haben den Sack 5 beim Entleeren aufrechtzuhalten und um das Entleerungsloch beim Entleeren nicht zu verengen. Beim Entleeren des Sackes s kann noch über diesen ein Sack d (Abb. 6) um den Zylinder t gebunden oder gelegt werden, damit eine weitere staubsichere Abdichtung erfolgt, auch wenn der Sack 5 durch den Sack d beim Entleeren etwas in die Höhe gehoben werden sollte. Die erste staubfreie Abdichtung bei der Entleerung erhält der zu entleerende Sack ί in der Umstülpung bzw. der Zusammendrückung des Sackzipfels im trichterförmigen Teil der Füllvorrichtung (s. Abb. 6 und 1) und durch den Druck des Sackinhaltes auf diese Umstülpung oder zusammengedrückte Faltungen.
Dadurch, daß der Zylinder t aus Blech oder sonstigem staubdichten Material besteht, und daß über den Sack.? nochmals ein Sack oder Tuch d um den Zylinder t gebunden oder gelegt werden kann, ist es auch möglich denjenigen Kalkstickstoff oder staubenden Dünger staubfrei zu entleeren, der während der Entleerung aus den Löchern eines zerrissenen ! Sackes läuft und sich zwischen dem Abstand von dem Sack.? und dem Trichter t befindet. Demnach kann der Zylinder t auch direkt mit offenem Kalkstickstoff mittels Schaufeln gefüllt werden, und die" Entleerung geschieht auch staubfrei, jedoch nur vom Zylinder t aus in den Streukasten der Maschine, ohne daß der Fültrichter q benutzt wird; der Zylinder wird dann einfach oben mittels des Sackes d dicht abgebunden (Abb. 6).
Um einen Sack mit Kalkstickstoff o. dgl. staubfrei in den Streukasten einer Düngerstreumaschine oder Fülltrichter q zu entleeren ohne den Sack zu berühren wird wie folgt verfahren: Der gefüllte Sack oder die gefüllten Säcke stehen auf dem Bodenbrett (Abb. 3) auf den Stollen oder Leisten 0 senkrecht mit dem Zipfel nach oben.
Die Stellung eines Sackes ist auf der Zeichnung (Abb. 3) durch einen punktierten Kreis angegeben. Unter den Sack wird durch die Nut η ein Gurt b, der mit Ösen c versehen ist, gelegt, so daß auf beiden Seiten der Gurt ziemlich gleichmäßig aus dem Brett herausragt. Der gewöhnlich mittels Draht zugebundene Sack wird mit der Zange geöffnet. Mit zwei j15 kurzen, handlangen Stäben wird dann der Zipfel auseinandergefaltet, :bis eine solch große öffnung entsteht, wie dies der engste Abstand der Stäbe h und i (Abb. 1, 2 und 6) es bedingt. Der Schieber der Füllvorrichtang ν ist geschlossen (s. Abb. i), alsdann wird der Zylinder t über den zu entleerenden
Sack j gestülpt (Abb. ι), wobei sich die Stäbe h und i in den Dünger leicht eindrücken lassen, beim Eindrücken aber dabei die Stäbe auch die Öffnung des Sackes so weit erweitern, daß die gewünschte volle Öffnung / frei ist (s. Abb. i, 2 und 6). Nachdem wird der Gurt b in die kleinen Haken e fest eingehakt, damit der Sack beim Kippen und während des Transportes nicht aus dem Zylinder t fallen
ίο kann. Die Füllvorrichtung t wird dann nach dem Streukasten der Maschine oder auf den Fülltrichter q gebracht und über das Loch I geschoben, wobei die Führungsleisten b, b und α, α genau die Richtung und Stellung angeben
(s. Abb. 7, 8 und 6), so daß das Loch der Füllvorrichtung und das Loch des Streukastens der Maschine oder des Fülltrichters aufeinanderpassen. Alle Füllöcher Z sind durch Klappen r staubdicht abgeschlossen, nur das Loch, in das augenblicklich aufgefüllt werden soll, ist geöffnet (Abb. 7). Alsdann wird der Schieber υ herausgezogen und die Entleerung des Sackes geht vollständig staubfrei, restlos und rasch vor sich. Damit der Sack beim Entleeren nicht in sich zusammenfallen kann und sich auch vollständig restlos entleert, sind die Stäbe K1 h und i, i (Abb. 6) angebracht, die den Sack aufrechthalten. Die verdrängte Luft des Streukastens p oder des Fülltrichters q geht dann in den Sack j und hält auch so den Sack aufrecht, besonders wenn es ein Papiersack ist. Die Entleerung wird durch diesen Umstand besonders begünstigt und beschleunigt. Staubdicht abgedichtet wird die Füllvorrichtung unten durch den geraden Flansch/ und durch die geraden Flächen des Streukastens der Maschine 'p oder des Fülltrichters q. Der Sack dichtet sich von selbst wieder ab in dem kegelförmigen Teil des Zylinders durch den Druck auf die umgelegten oder zusammengedrückten Falten des Sackzipfels oder Sackendes. Nachdem der Sack entleert ist, wird die Decke oder Sack ei über den Sack s gelegt oder um den Zylinder t gebunden, der innere Sacki wird durch den äußeren Sack d oben gefaßt (Abb. 6), wenn nötig ausgeschüttelt, und so wird der Sack restlos staubfrei entleert und auch noch derjenige Kunstdünger, der aus dem Loch eines zerrissenen Sackes während der Entleerung zwischen den Sack s und dem Zylinder t gekommen war. Im allgemeinen, d.h. wenn der Sack keine Löcher hat, ist es aber nicht nötig, daß der Sack d noch über die Füllvorrichtung t gelegt oder gebunden wird, da die umgestülpte Abdichtung des Sackendes, wie erwähnt, im kegelförmigen Teil schon voll und ganz staubfrei abdichtet. Ebenso dichten die beiden geraden Flächen des Flansches/ von der Füllvorrichtung und die gerade Fläche des Deckels am Streukasten p oder des Fülltrichters q vollständig staubfrei ab. Selbstverständlich kann auch noch an dem Flansch / ein Stutzen u (Abb. 4) angebracht werden, um ein staubfreies Abdichten zu erzielen, bloß hat dies den Nachteil, daß die ganze Füllvorrichtung nicht von einem Loch zu dem anderen gerutscht werden kann (Abb. 7), die ganze Füllvorrichtung muß dann von einem Loch I zu dem anderen Loch I frei gehoben werden; aus diesem Grunde gehen die schräggestellten Leisten α, α und b, b auch nur bis zur Hälfte über den Deckel, so daß die vordere Hälfte für das Rutschen der Füllvorrichtung von einem Loch zum anderen freibleibt (Abb. 7). Die Füllvorrichtung kann auch, wie dies Abb. 5 zeigt, mittels Drosselklappe k entleert werden; die ganze Vorrichtung sitzt dann auf einem Flansch der Drosselklappe auf Abb. 5 und dichtet so den Apparat von dem Streukasten der Maschine staubfrei ab.

Claims (3)

Patent-Ansprüche :
1. Vorrichtung zum staubfreien Einfüllen von leicht staubenden, gesundheits>schädlichen Stoffen, Kunstdünger, besonders Kalkstickstoff, aus Säcken in den Düngerstreukasten, dadurch gekennzeichnet, daß ein über den oberen, offenen Teil eines Sackes zu stülpender Behälter am öffnungsrand kegelig nach innen geneigte Stäbe trägt, die die Sacköffnung im Umfange der Schutzbehälteröffnung offen halten und beim Entleeren des Sackes in der umgekippten Lage ein Zusammenfallen des Sackes verhindern.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schutzbehälter am oberen Ende sich kegelstumpf förmig verjüngt, so daß sich die Sacköffnung beim Entleeren unter dem Druck des Sacfcinhaltes eng anpreßt, und so eine Abdichtung erfolgt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine den Sackboden und die beim Entleeren nach oben zeigende Schutzbehälterbodenöffnung abdichtende Überwurfkappe oder ein Tuch zum staubdichten Verschließen dieses Teiles übergezogen wird, so daß zwischen den Vorratssack und den Schutzbehälter gekommener Dünger beim Entleeren nicht verstauben kann, sondern in den Streukasten der Maschine geführt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEB100163D 1921-06-14 1921-06-14 Vorrichtung zum staubfreien Einfuellen von leicht staubenden, gesundheitsschaedlichen Stoffen, Kunstduenger, besonders Kalkstickstoff, aus Saecken in den Duengerstreukasten Gebrueder Botsch Expired DE362170C (de)

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