DE36116C - Verfahren und Apparat zur Erzeugung gleichgerichteter induzirter Ströme - Google Patents
Verfahren und Apparat zur Erzeugung gleichgerichteter induzirter StrömeInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Bekanntlich vergeht bei der Erzeugung inducirter Ströme eine gewisse, zwar sehr kurze,
aber doch immerhin mefsbare Zeit, bis nach dem Schliefsen oder Oeffnen der primären Leitung
der Eisenkern den Magnetismus völlig angenommen bezw. verloren hat, und es hat darum die Schnelligkeit der Aufeinanderfolge
der successiven Schliefsungen und Unterbrechungen der primären Leitung eine Grenze. Erwägt
man nun, dafs während der Zeit von einer Unterbrechung bis zur darauf folgenden Schliefsung der primären Leitung die Stromquelle
des primären Stromes aufser Thätigkeit ist, so erkennt man, dafs diese Stromquelle
eigentlich nur während der halben Zeit ausgenutzt wird.
Der vorliegenden Erfindung gemäfs wird nun eine beständige Ausnutzung der primären
Stromquelle und eine Verdoppelung der Anzahl der in der sekundären Leitung hervorgebrachten
Stromimpulse dadurch ermöglicht, dafs zwei inducirende Drahtspulen vorhanden sind, welche
der primäre Strom abwechselnd durchfliefst; im Momente nämlich, wo die Leitung der einen
Spule unterbrochen wird, wird jene der anderen geschlossen, und umgekehrt.
Die beiden inducirenden Spulen wirken entweder auf . eine gemeinsame Inductionsspule,
oder jede derselben beeinfiufst zwei zu ihr concentrisch, innerhalb oder aufserhalb, oder
aber an beiden Seiten angebrachte Inductionsspulen.
Erfolgt die Unterbrechung der Leitung der
einen primären Spule gleichzeitig mit der ' Schliefsung der Leitung der anderen, so compensiren
sich bei gleicher Construction dieser beiden Spulen und der Inductionsspulen die
Einwirkungen der Extra- und Tertiärströme.
Bei den Apparaten, in welchen für jede inducirende Spule zwei Inductionsspulen vorhanden
sind, werden diese beiden letzteren so mit einander verbunden, dafs jeder in der
einen Spule inducirte Oeffnungsstrom sich mit dem gleichzeitig in der anderen Spule auftretenden
Schliefsungsstrom summirt; auf diese Weise erhält man immer gleich starke Strom-■
impulse.
Dabei kann jede Spule aus mehreren Abtheilungen bestehen und man kann solche gleich
construirten Abtheilungen verschiedener Spulen zu Gruppen verbinden, welche infolge der Compensation
der Tertiärströme ganz unabhängig von einander sind.
Zum Oeffnen der Leitung der einen primären Spule und gleichzeitigen Schliefsen der
Leitung der anderen kann eine continuirlich rotirende Welle vorhanden sein, auf deren
mit einem Pol der Stromquelle leitend verbundenen und am Umfange mit gleich langen,
leitenden und . nicht leitenden Feldern versehenen Metallscheibe zwei Federn schleifen,
welche die Enden zweier vom anderen Pol der Stromquelle ausgehenden und die primären
Spulen enthaltenden Zweigleitungen repräsentiren.
Insbesondere bei kleineren Apparaten wird die rotirende Welle vortheilhaft durch eine
oscillirende Welle ersetzt, deren Oscillationen in der Weise hervorgebracht werden, dafs sie
an einem sich nach beiden Seiten hin erstreckenden Querarme die Anker von zwei in
' die Zweigleitungen der beiden primären Spulen
eingeschalteten Elektromagneten trägt; der eine Elektromagnet kann auch durch eine Feder
ersetzt werden, in welchem Falle in die Zweigleitung ohne Elektromagnet ein entsprechender
Widerstand eingeschaltet werden mufs. Die Scheibe der rotirenden Welle ist hier durch
einen sich nach beiden Seiten hin erstreckenden metallenen Querarm ersetzt, welcher
wieder mit einem Pol der Stromquelle leitend verbunden ist und an jedem Ende ein oberes
leitendes und ein unteres nicht leitendes Feld besitzt, oder umgekehrt; an die Enden des
Armes liegen Metallfedern an, welche die Enden der durch beide primären Spulen laufenden
Zweigleitungen repräsentiren.
Die Funkenbildung durch den Oeffnungs-Extrastrom wird in der Weise vermieden, dafs
neben der Leitung jeder primären Spule eine andere Leitung besteht, welche im Momente
des Unterbrechens der Leitung der betreffenden Spule für kurze Zeit geschlossen wird. Um
den Extrastrom zu verwerthen und seinen Verlauf zu verzögern, kann in die genannte Leitung
eine primäre Spule sammt Inductionsspule eingeschaltet sein. Das Oeffnen und Schliefsen
der beiden Extrastromleitungen geschieht bei dem Apparat mit rotirender Welle durch eine
Scheibe, welche am Umfange, und bei dem Apparate mit oscillirender Welle durch einen
Arm, welcher an beiden Enden leitende und nicht leitende Felder besitzt.
Eine weitere, mit der bereits kurz angedeuteten allgemeinen Einrichtung der Apparate
in Uebereinstimmung gebrachte Eigenthümlichkeit derselben besteht in dem zugehörigen
Stromwender oder Commutator, welcher durch die vorhandene rotirende oder oscillirende
Welle in Function versetzt wird. Je nach dem speciellen Zwecke des Apparates werden
die durch beide primären Spulen erzeugten Stromimpulse in einem gemeinschaftlichen Commutator
gleichgerichtet, oder es sind mehrere Commutatoren vorhanden. Der Stromwender besteht aus zwei Scheiben oder Armen, welche
von einander und von der Welle isolirt sind, und von welchen die eine Scheibe oder der
eine Arm mit dem einen Polende der Leitung . der Inductionsspulen in leitender Verbindung
steht, während die andere Scheibe oder der andere Arm mit dem anderen Polende dieser
Spulen verbunden ist. Dabei besitzt jede Scheibe oder jeder Arm zwei Contactfedern,
von welchen ein Paar immer die Mitte eines leitenden Feldes berührt, während das andere
Paar mit der Mitte eines nicht leitenden Feldes in Contact ist, welche Stellungen mit dem
Uebergange der Federn auf der Ausschalttingsscheibe oder dem Ausschaltungsarm von einem
leitenden auf ein nicht leitendes Feld zusammenfallen müssen. Von den Leitungen, welche
diese Federpaare mit den Polklemmen der Nutzleitung verbinden, laufen die des einen
Paares zu einander parallel, während die des anderen Paares einander kreuzen, was die
Gleichrichtung der Stromimpulse zur Folge hat.
Soll das Princip der doppelten Induction auf Funkeninductoren, Inductionsapparate für
ärztliche Zwecke etc. angewendet werden, so geschieht das abwechselnde Unterbrechen und
Schliefsen der Leitung beider primären Spulen durch zwei Contacte, welche auf einer den
Anker eines Elektromagneten tragenden Blattfeder oben und unten angebracht sind. Die
Feder ist an ihrem Ende nach oben und unten gegabelt, und beiden Gabeltheilen entsprechen
Contacte, durch welche die inducirten Stromimpulse abgeleitet werden.
In beiliegender Zeichnung zeigen Fig. i, ± und 3 verschiedene Anordnungen der zwei
primären Spulen und zugehörigen Inductionsspulen.
Fig. 4a und 4b sind Uebersichtstableaus der successive stattfindenden Unterbrechungen und
Schliefsungen der Leitungen beider primären Spulen und der Extrastromleitungen..
Fig. 5 zeigt schematisch die Anordnung eines completen Doppel-Inductionsapparates mit continuirlich
rotirender Welle und Schliefsung der Extrastromleitungen knapp vor Unterbrechung
der primären Leitungen.
Fig. 6 veranschaulicht die Anordnung eines Apparates mit oscillirender Welle und Schliefsung
der Extrastromleitungen im Momente der Unterbrechung der primären Leitungen.
Fig. 7 und 8 stellen Details dieser Apparate dar.
Fig. '9 ist gleichfalls eine schematische Darstellung eines Funkeninductors mit Doppelinduction.
In Fig. ι wirken zwei concentrisch angeordnete primäre Spulen α α, abwechselnd auf
eine zwischen ihnen angeordnete Inductionsspule b. Sowohl die innere primäre Spule a,
als auch die äufsere Ci1 besitzt einen Eisenkern
c bezw. C1. Der volle innere Kern c
kann, wie bei Inductionsapparaten üblich, aus 'von einander isolirten Eisenstäbchen bestehen,
während man den äufseren Kern C1 von ringförmigem Querschnitt aus spiralig gewundenem
Eisenblech erzeugt.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Anordnung sind die primären Spulen α a{ von einander
getrennt und jede derselben wirkt nach innen und nach aufsen auf je eine mit ihr concentrische
Inductionsspule b b1. Hier wird von der inneren Inductionsspule bl ein voller Eisenkern
c umschlossen und der in die primäre Spule eingeschlossene hohle Eisenkern C1 ist
auch hier in der Regel aus Eisenblech spiralförmig zusammengerollt.
Fig. 3 endlich zeigt zwei neben einander angeordnete primäre Spulen α α,, welche mehr
oder minder tellerförmig, d. h. von grofsem Durchmesser und geringer Höhe sind und nach
beiden Seiten auf ähnlich geformte Inductiorisspulen b bx wirken. Diese drei Spulen sind
auf einen gemeinschaftlichen Eisenkern c aufgesteckt, welcher nicht in die secundären Spulen
hineinreicht, und die primäre Spule α oder α, ist noch von einer dritten Inductionsspule b2
umschlossen.
Aus Fig. 4a und 4b ist ersichtlich, in welcher Weise die Leitungen der beiden primären
Spulen a Ci1 und die Extrastromleitungen abwechselnd
geschlossen und unterbrochen werden, um bei Hervorbringung von vier Inductionsstrom-Impulsen
das Entstehen der rasche Abnutzung verursachenden' Oeffnu'ngs-Extrastromfunken
an der Ausschaltscheibe oder am Äusschaltarm zu vermeiden. In diesen Figuren stellen der obere und der untere Streifen die
Extrastromleitungen dar, welche den durch die beiden mittleren Streifen repräsentirten Primärspulenleitungen
entsprechen, und zwar stellen die schraffirteii Felder unterbrochene, die weifsen
Felder geschlossene Leitungen dar. Diese Tableaus zeigen, in welcher Weise auf den
Scheiben oder Armen zum Schliefsen und Oeffnen der Primärspulen- und Extrastromleitungen
D E, Fig. 5, und D1 E1, Fig. 6, die
leitenden und nicht leitenden Felder der Con-' tactfedern angeordnet sein müssen.
In Fig. 4a ist diese Anordnung eine derartige, dafs die Schliefsung der Extrastromleitung
gleichzeitig mit der Unterbrechung der Leitung der zugehörigen primären Spule erfolgt.
Sollte bei dieser Anordnung die genaue Einstellung der Contactfedern Schwierigkeiten
bieten, so kann man, wie Fig. 4b zeigt, bewirken, dafs das Schliefsen der Extrastromleitung
einen Moment vor der Unterbrechung der betreffenden Primärspulenleitüng durch die
auf der Ausschaltscheibe oder auf dem Ausschaltarm schleifende Feder bewirkt wird. Die
Extrastromleitung mufs in diesem Falle geringen Leitungswiderstand besitzen, und es fällt
darum die früher erwähnte, in diese Leitung zu schaltende primäre Spule zur Ausnutzung
des Extrastromes weg. Wie aus Fig. 4b ersichtlich, werden bei dieser Anordnung die
Stromimpulse . nicht in beiden' Spulen gleichzeitig inducirt, so dafs man nicht wie bei der
in Fig. 4a dargestellten Anordnung die beiden Inductionsspulen mit einander verbinden kann,
sondern es mufs sogar, wenn die Stromimpulse beider Spulen ein und dieselbe Leitung
durchfliefsen sollen, die stromlose Spule immer ausgeschaltet werden; geschieht dies
nicht, so würde die Nutzleitung nur von einem Zweigstrom durchflossen werden.
Nachdem in vorstehendem die Principien, auf welchen die Einrichtung der Doppel-Inductionsapparate
beruht, vollständig klargelegt sind, kann die Beschreibung des Apparates mit ' rotirender Welle und jenes mit oscillirender
Welle mit, Bezugnahme auf Fig. 5 und 6 mit wenigen Worten zugegeben werden.
Beim Apparat mit continuirlich rotirender Welle JP, Fig. 5, ist in der Zeichnung angenommen,
dafs seine Contactfedern nach dem Schema, Fig. 4b, angeordnet seien. Welle w
trägt vier von ihr isolirte Metallscheiben D E F G, deren Umfang eine bei allen Scheiben
gleich grofse Anzahl leitender und nicht leiten^ der Felder besitzt; die nicht leitenden Felder
sind in der Zeichnung durch Schraffirung gekennzeichnet. Bei Scheibe D, welche zum abwechselnden
Aus- und Einschalten der beiden primären Spulen α αλ bestimmt ist, sind die
leitenden und nicht leitenden Felder gleich lang, und es schleift auf der Nabe der
Scheibe eine Feder d, welche mit einem Pole der Stromquelle S leitend verbunden ist, während
am Umfange der Scheibe zwei Federn J1 d2 schleifen, deren wechselseitiger Abstand
der (2 η +_ i)-fachen Felderbreite gleich ist, so
dafs beim Uebergange der einen Feder von einem leitenden auf ein nicht leitendes Feld die
andere Feder gerade von einem nicht leitenden auf ein leitendes Feld hinübergleitet.
Diese Federn dl d2 repräsentiren die Enden
der von dem anderen Pol der Stromquelle S ausgehenden Zweigleitungen, in welche die
primären Spulen α αλ eingeschaltet sind. Die
bisher besprochenen Leitungen des primären Stromes sind in der Zeichnung mit voll gezogenen
Linien dargestellt.
Scheibe E dient zum Oeffnen und Schliefsen der Extrastromleitungen beider primären Spulen
ααλ nach dem Schema Fig. 4b. Die Extrastromleitungen,
welche in der Zeichnung durch gestrichelte Linien dargestellt sind,, bestehen
einerseits aus einer Leitung, welche von der die Spulen α ax mit · der Stromquelle S „,verbindenden
abzweigt und nach einer auf der Nabe von Scheibe E schleifenden Feder e
läuft, und andererseits aus Leitungen, welche mit Bezug auf die Stromquelle S jenseits der
Spulen α ax von deren Zweigleitungen abgehen
und in die an den Umfang von Scheibe E anliegenden Federn e, e2 endigen.
Da die Schliefsung der Extrastromleitungen nach Schema Fig. 4b immer kurz vor dem
Uebergang der Federn d] d2 von einem leitenden auf ein nicht leitendes Feld stattzufinden
hat, mufs jeder zweiten .Trennungslinie zwischen zwei Feldern auf Scheibe D ein leitendes
Feld auf Scheibe E entsprechen, und da die Extrastromleitung nur durch sehr kurze
Zeit geschlossen zu bleiben braucht, können diese leitenden Felder sehr schmal sein. Wenn
z. B., wie in der Zeichnung dargestellt, Feder ex auf einem leitenden Felde schleift, wird
beinahe der ganze durch Feder d ankommende Strom des geringeren Leitungswiderstandes
wegen von Feder d1 nicht auf dem Wege durch Spule a, sondern über Feder ex , Scheibe E
und Feder e nach dem negativen Pol der Stromquelle S zurückfliefsen.
Die Leitungen, welche zur Ableitung und Gleichrichtung der in den Spulen b bx inducirten
Ströme dienen, sind in der Zeichnung durch gestrichelt punktirte Linien dargestellt.
Da in Fig. 5 angenommen ist, dafs die Ströme beider Inductionsspulen in eine Nutzleitung
XZ geleitet werden, und dafs sich die Stromimpulse beiden Spulen nach Schema Fig. 4b
nicht unmittelbar summiren, so wird, um zu vermeiden, dafs die in der einen Spule inducirten
Stromimpulse die andere stromlose Spule durchfliefsen, letztere mittelst der Scheibe D
immer ausgeschaltet. Zu diesem Zwecke sind die von einem Ende ρ ρ der Leitungen beider
Inductionsspulen b bx ausgehenden Leitungen mit den Federn Ii1 d.2 verbunden, und von Feder
d läuft die Leitung weiter nach der auf der Nabe der Scheibe F schleifenden Feder f.
Von den anderen Polenden P1P1 der Inductionsspulen
laufen die vereinigten Leitungen nach einer Feder g, welche auf der Nabe einer Scheibe G schleift, so dafs nunmehr diese
Scheiben F G als Polenden der Inductionsstromleitung im Apparat erscheinen. Auf dem
Umfang dieser Scheiben F G sind leitende und nicht leitende Felder von gleicher Länge
wie auf Scheibe D angebracht und auf jedem Scheibenumfange schleifen zwei Federn J1J2
einerseits und gx g2 andererseits, von welchen
in dem Moment, wo die Federn dx d.2 von
einem leitenden auf ein nicht leitendes Feld übergehen, oder umgekehrt, immer ein Paar,
z. B. fx gx, sich im Innern -eines leitenden
und das andere Paar f2 g2 im Innern
eines nicht leitenden Feldes bewegt. Das eine dieser beiden Federpaare ist durch einander
kreuzende, das andere durch einander nicht kreuzende Leitungen mit den Polklemmen
XZ der Nutzleitung verbunden, so dafs in letzterer alle Stromimpulse gleiche Richtung
besitzen.
Sind zwei Nutzleitungen vorhanden, so entfällt das abwechselnde Ausschalten der einen
und der anderen Inductionsspule, und es werden die in jeder Inductionsspule oder Spulengruppe
b bx inducirten Ströme durch besondere Stromwender der angegebenen Einrichtung
gleichgerichtet.
Bei dem in Fig. 6 dargestellten Apparat mit oscillirender Welle W1, deren Doppelarm H
die Anker m Tn1 der Elektromagnete M Mx
trägt, ist angenommen, die Unterbrechung und Schliefsung der Leitungen der primären Spulen
a U1 und der Extrastromleitungen solle nach
dem Schema Fig. 4a erfolgen. Aus den der Fig. 6 beiliegenden Endansichten der die Scheiben
des Apparates Fig. 5 ersetzenden Arme D1 E1 F1 G1 ist zu ersehen, in welcher Weise
in diesem Falle die leitenden und nicht leitenden Felder vertheilt sein müssen. Um dabei
ein genaues Einstellen der Federn dx ex und
d2 e2, welche das Oeffnen der primären Leitungen
gleichzeitig mit dem Schliefsen der zugehörigen Extrastromleitungen bewirken sollen,
zu ermöglichen, werden die Arme D1 E1 nahe
an einander angebracht und die Federnpaare d1 ex und d.2 e.2 zu je einem Stück vereinigt.
Da hier der Schliefsungsstrom der einen Inductionsspule sich immer mit dem Oeffnungsstrom
der anderen Inductionsspule summirt, entfällt das Ausschalten stromloser Spulen,
und es sind beide Polenden ρ ρ und P1P1 beider
Inductionsspulen direct mit den auf den Naben der Commutatorarme F1 G1 schleifenden
Federn fg verbunden.
Aus den Fig. 7 und 8 ist eine billige, genaue und haltbare Herstellungsweise der mit Bezug
auf Fig. 5 und 6 beschriebenen Scheiben und Arme ersichtlich. Jede solche Scheibe und
jeder solcher Arm besteht nämlich aus zwei identisch geformten, aus Metall erzeugten
Hälften h h bezw. h1 It1, welche durch Hartgummimuffe
i von der Welle w oder W1 isolirt
sind, und an jenen Stellen, welche nichtleitenden Feldern entsprechen, Ausschnitte besitzen;
zwischen diese beiden Hälften ist ein Stück Serpentin k von gleichfalls identischer
Form eingesetzt, oder aber, um die bei Verwendung von Serpentin eintretende grofse Reibung
und rasche Abnutzung zu vermeiden, eine von der Welle und den Hälften h h
oder Ji1 H1 isolirte Metallscheibe oder ein solcher
Metallarm.
Um zu zeigen, in welcher Weise das Princip der doppelten Induction auf kleinere Inductionsapparate,
wie solche für ärztliche Zwecke u. s. w.. angewendet wird, ist ein solcher
Apparat in Fig. 9 schematisch dargestellt. Die mit vollen Linien dargestellte Leitung des
primären Stromes läuft von einem Pole der Stromquelle S, sich theilend, nach den primären
Spulen α ax . und von dort einerseits
durch die Drahtspule eines Elektromagneten M nach dem Contact π, welcher jenseits der den
Anker m des Elektromagneten tragenden Feder t angeordnet ist, und andererseits nach,
einem auf der dem Elektromagnet zugewendeten Seite der Feder t angebrachte η Contact
M1. Da Feder t selbst mit dem anderen
Pol der Stromquelle 5 verbunden ist, so bewirkt die Thätigkeit des Elektromagneten M
das abwechselnde Oeffnen und Schliefsen der Leitungen beider primären Spulen α ax. Zur
Ableitung der Inductionsstrom - Impulse aus\ beiden Inductionsspulen b b1 in eine gemeinsame
Nutzleitung XZ ist das Ende der Fe-
der t in zwei Gabeltheile Z1 f 2 getheilt, welchen die zu beiden Seiten aufserhalb angeordneten
und mit gleichnamigen Polen pp der Inductionsspulen b bx verbundenen Contacte
r T1 entsprechen. Die beiden anderen Pole
P1P1 der Inductionsspulen sind mit der einen
Polklemme Z der Nutzleitung verbunden, deren andere Polklemme X sich am befestigten Ende
der Feder t befindet. Die Contacte η U1Trx
werden durch Schrauben gebildet und so gestellt, dafs bei den Oscillationen der Feder t
deren Gabelenden Z1Z2 immer etwas früher in
Contact treten als die Feder t selbst.
Claims (6)
- Patent-Ansprüche:ι . Zum Zwecke, bei der Erzeugung inducirter elektrischer Ströme durch abwechselndes Oeffhen und Schliefsen einer primären Leitung die primäre Stromquelle beständig auszunutzen, die Parallelschaltung zweier mit Inductionsspulen versehenen primären Spulen in den Stromkreis der Primärstromquelle, wobei der Strom alternirend durch beide Spulen geleitet wird.
- 2. Bei einem Apparate zur Erzeugung gleichgerichteter inducirter Ströme nach dem unter i. gekennzeichneten Verfahren drei: auf einer continuirlich rotirenden Welle sitzende und am Umfange mit gleich langen leitenden und nicht leitenden Feldern versehene Metallscheiben DFG, deren erste, D,: zum Zwecke des abwechselnden Oeffnens und Schliefsens der Leitungen der primären: Spulen α ax einerseits mit einem Pol der! Stromquelle S verbunden ist, und andererseits zwei mit einem der (2 η _+. i)-fachen Felderlänge gleichen Abstande auf ihrem Umfange schleifende, mit den Primärspulen verbundene Federn dx d2 berührt, während auf dem Umfange der die Polenden der In-1 ductionsspulenleitungrepräsentire'nden Scheiben .Fund G Federn/^_/2 bezw. gx g% schleifen, von welchen sich eines der Paare J1 gx und f2 g2 beim Passiren von (I1 und d2x über die Trennungslinien zwischen leitenden und nicht leitenden Feldern immer1 im Innern eines leitenden und das andere im Innern eines nicht leitenden Feldes be-; wegt, wobei eines dieser Paare durch ge-" kreuzte, das andere durch nicht gekreuzte■ Leitungen mit den Polklemmen X und Z■ der Nutzleitung verbunden ist.
- 3. Bei dem unter 2. gekennzeichneten Apparat der Ersatz der rotirenden Welle n> durch eine Welle W1, welche durch die in die Zweigleitungen der Primärspulen a ax geschalteten Elektromagnete MAf1 in Oscillationen versetzt wird und statt der Scheiben DFG Doppelarme D1 F1 G1 trägt, deren Endflächen leitende und nicht leitende Felder besitzen. .
- 4. Zum Zwecke, bei den unter 2. und 3. gekennzeichneten Apparaten die Funkenbildung durch den Unterbrechungs - Extrastrom zu vermindern, die Einschaltung einer die Contactfedern J1 d% knapp vor ihrem Ueber-. gange von einem leitenden auf ein nicht leitendes Feld oder im Moment dieses Ueberganges direct, d. h. mit Umgehung der primären Spulen a Ci1, mit dem einen Pol der Stromquelle S verbindenden Leitung von geringem Widerstände, bestehend aus den von der Feder d1 nach e, und von der Feder d2 nach e2 gehenden Leitungen, und aus der Scheibe E oder dem Arm E1, auf welcher oder auf welchem die Federn C1 e2 schleifen und welcher durch Federn e mit jenem Pol der Stromquelle S verbunden ist, von welchem die Leitungen nach den Primärspulen a Ci1 abgehen.
- 5. Bei Apparaten der unter 2., 3. und 4. gekennzeichneten Einrichtung, wenn bei denselben die Schliefsung der Extrastromleitung vor der Unterbrechung der Primärspulenleitung erfolgt, die Ausschaltung der jeweilig stromlosen Inductionsspule in der Weise, dafs von einem Pol ρ ρ der Spulen b B1 die Leitungen nach den Federn d1 d2 und dann von Feder d nach dem Commutator laufen.
- 6. Bei dem in Fig. 9 dargestellten Doppelinductionsapparat zum Zwecke der abwechselnden Oeffnung und Schliefsung der zwei Primärspulenleitungen und der Ableitung der inducirten Ströme bei gleichzeitiger Ausschaltung der stromlosen Inductionsspule die in die Theile Z1 Z2 gegabelte, den Anker eines Elektromagneten tragende Feder t und die zu beiden Seiten derselben angeordneten Polenden η W1 der Primärspulenleitungen und r T1 der Inductionsspulenleitungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE36116C true DE36116C (de) |
Family
ID=311946
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT36116D Expired - Lifetime DE36116C (de) | Verfahren und Apparat zur Erzeugung gleichgerichteter induzirter Ströme |
Country Status (1)
| Country | Link |
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- DE DENDAT36116D patent/DE36116C/de not_active Expired - Lifetime
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