DE36116C - Verfahren und Apparat zur Erzeugung gleichgerichteter induzirter Ströme - Google Patents

Verfahren und Apparat zur Erzeugung gleichgerichteter induzirter Ströme

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DE36116C
DE36116C DENDAT36116D DE36116DA DE36116C DE 36116 C DE36116 C DE 36116C DE NDAT36116 D DENDAT36116 D DE NDAT36116D DE 36116D A DE36116D A DE 36116DA DE 36116 C DE36116 C DE 36116C
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DENDAT36116D
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J. C. PÜRTH-NER in Wien
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02MAPPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
    • H02M1/00Details of apparatus for conversion
    • H02M1/20Contact mechanisms of dynamic converters
    • H02M1/22Contact mechanisms of dynamic converters incorporating collectors and brushes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • General Induction Heating (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Bekanntlich vergeht bei der Erzeugung inducirter Ströme eine gewisse, zwar sehr kurze, aber doch immerhin mefsbare Zeit, bis nach dem Schliefsen oder Oeffnen der primären Leitung der Eisenkern den Magnetismus völlig angenommen bezw. verloren hat, und es hat darum die Schnelligkeit der Aufeinanderfolge der successiven Schliefsungen und Unterbrechungen der primären Leitung eine Grenze. Erwägt man nun, dafs während der Zeit von einer Unterbrechung bis zur darauf folgenden Schliefsung der primären Leitung die Stromquelle des primären Stromes aufser Thätigkeit ist, so erkennt man, dafs diese Stromquelle eigentlich nur während der halben Zeit ausgenutzt wird.
Der vorliegenden Erfindung gemäfs wird nun eine beständige Ausnutzung der primären Stromquelle und eine Verdoppelung der Anzahl der in der sekundären Leitung hervorgebrachten Stromimpulse dadurch ermöglicht, dafs zwei inducirende Drahtspulen vorhanden sind, welche der primäre Strom abwechselnd durchfliefst; im Momente nämlich, wo die Leitung der einen Spule unterbrochen wird, wird jene der anderen geschlossen, und umgekehrt.
Die beiden inducirenden Spulen wirken entweder auf . eine gemeinsame Inductionsspule, oder jede derselben beeinfiufst zwei zu ihr concentrisch, innerhalb oder aufserhalb, oder aber an beiden Seiten angebrachte Inductionsspulen.
Erfolgt die Unterbrechung der Leitung der
einen primären Spule gleichzeitig mit der ' Schliefsung der Leitung der anderen, so compensiren sich bei gleicher Construction dieser beiden Spulen und der Inductionsspulen die Einwirkungen der Extra- und Tertiärströme.
Bei den Apparaten, in welchen für jede inducirende Spule zwei Inductionsspulen vorhanden sind, werden diese beiden letzteren so mit einander verbunden, dafs jeder in der einen Spule inducirte Oeffnungsstrom sich mit dem gleichzeitig in der anderen Spule auftretenden Schliefsungsstrom summirt; auf diese Weise erhält man immer gleich starke Strom-■ impulse.
Dabei kann jede Spule aus mehreren Abtheilungen bestehen und man kann solche gleich construirten Abtheilungen verschiedener Spulen zu Gruppen verbinden, welche infolge der Compensation der Tertiärströme ganz unabhängig von einander sind.
Zum Oeffnen der Leitung der einen primären Spule und gleichzeitigen Schliefsen der Leitung der anderen kann eine continuirlich rotirende Welle vorhanden sein, auf deren mit einem Pol der Stromquelle leitend verbundenen und am Umfange mit gleich langen, leitenden und . nicht leitenden Feldern versehenen Metallscheibe zwei Federn schleifen, welche die Enden zweier vom anderen Pol der Stromquelle ausgehenden und die primären Spulen enthaltenden Zweigleitungen repräsentiren.
Insbesondere bei kleineren Apparaten wird die rotirende Welle vortheilhaft durch eine oscillirende Welle ersetzt, deren Oscillationen in der Weise hervorgebracht werden, dafs sie an einem sich nach beiden Seiten hin erstreckenden Querarme die Anker von zwei in ' die Zweigleitungen der beiden primären Spulen
eingeschalteten Elektromagneten trägt; der eine Elektromagnet kann auch durch eine Feder ersetzt werden, in welchem Falle in die Zweigleitung ohne Elektromagnet ein entsprechender Widerstand eingeschaltet werden mufs. Die Scheibe der rotirenden Welle ist hier durch einen sich nach beiden Seiten hin erstreckenden metallenen Querarm ersetzt, welcher wieder mit einem Pol der Stromquelle leitend verbunden ist und an jedem Ende ein oberes leitendes und ein unteres nicht leitendes Feld besitzt, oder umgekehrt; an die Enden des Armes liegen Metallfedern an, welche die Enden der durch beide primären Spulen laufenden Zweigleitungen repräsentiren.
Die Funkenbildung durch den Oeffnungs-Extrastrom wird in der Weise vermieden, dafs neben der Leitung jeder primären Spule eine andere Leitung besteht, welche im Momente des Unterbrechens der Leitung der betreffenden Spule für kurze Zeit geschlossen wird. Um den Extrastrom zu verwerthen und seinen Verlauf zu verzögern, kann in die genannte Leitung eine primäre Spule sammt Inductionsspule eingeschaltet sein. Das Oeffnen und Schliefsen der beiden Extrastromleitungen geschieht bei dem Apparat mit rotirender Welle durch eine Scheibe, welche am Umfange, und bei dem Apparate mit oscillirender Welle durch einen Arm, welcher an beiden Enden leitende und nicht leitende Felder besitzt.
Eine weitere, mit der bereits kurz angedeuteten allgemeinen Einrichtung der Apparate in Uebereinstimmung gebrachte Eigenthümlichkeit derselben besteht in dem zugehörigen Stromwender oder Commutator, welcher durch die vorhandene rotirende oder oscillirende Welle in Function versetzt wird. Je nach dem speciellen Zwecke des Apparates werden die durch beide primären Spulen erzeugten Stromimpulse in einem gemeinschaftlichen Commutator gleichgerichtet, oder es sind mehrere Commutatoren vorhanden. Der Stromwender besteht aus zwei Scheiben oder Armen, welche von einander und von der Welle isolirt sind, und von welchen die eine Scheibe oder der eine Arm mit dem einen Polende der Leitung . der Inductionsspulen in leitender Verbindung steht, während die andere Scheibe oder der andere Arm mit dem anderen Polende dieser Spulen verbunden ist. Dabei besitzt jede Scheibe oder jeder Arm zwei Contactfedern, von welchen ein Paar immer die Mitte eines leitenden Feldes berührt, während das andere Paar mit der Mitte eines nicht leitenden Feldes in Contact ist, welche Stellungen mit dem Uebergange der Federn auf der Ausschalttingsscheibe oder dem Ausschaltungsarm von einem leitenden auf ein nicht leitendes Feld zusammenfallen müssen. Von den Leitungen, welche diese Federpaare mit den Polklemmen der Nutzleitung verbinden, laufen die des einen Paares zu einander parallel, während die des anderen Paares einander kreuzen, was die Gleichrichtung der Stromimpulse zur Folge hat.
Soll das Princip der doppelten Induction auf Funkeninductoren, Inductionsapparate für ärztliche Zwecke etc. angewendet werden, so geschieht das abwechselnde Unterbrechen und Schliefsen der Leitung beider primären Spulen durch zwei Contacte, welche auf einer den Anker eines Elektromagneten tragenden Blattfeder oben und unten angebracht sind. Die Feder ist an ihrem Ende nach oben und unten gegabelt, und beiden Gabeltheilen entsprechen Contacte, durch welche die inducirten Stromimpulse abgeleitet werden.
In beiliegender Zeichnung zeigen Fig. i, ± und 3 verschiedene Anordnungen der zwei primären Spulen und zugehörigen Inductionsspulen.
Fig. 4a und 4b sind Uebersichtstableaus der successive stattfindenden Unterbrechungen und Schliefsungen der Leitungen beider primären Spulen und der Extrastromleitungen..
Fig. 5 zeigt schematisch die Anordnung eines completen Doppel-Inductionsapparates mit continuirlich rotirender Welle und Schliefsung der Extrastromleitungen knapp vor Unterbrechung der primären Leitungen.
Fig. 6 veranschaulicht die Anordnung eines Apparates mit oscillirender Welle und Schliefsung der Extrastromleitungen im Momente der Unterbrechung der primären Leitungen.
Fig. 7 und 8 stellen Details dieser Apparate dar.
Fig. '9 ist gleichfalls eine schematische Darstellung eines Funkeninductors mit Doppelinduction.
In Fig. ι wirken zwei concentrisch angeordnete primäre Spulen α α, abwechselnd auf eine zwischen ihnen angeordnete Inductionsspule b. Sowohl die innere primäre Spule a, als auch die äufsere Ci1 besitzt einen Eisenkern c bezw. C1. Der volle innere Kern c kann, wie bei Inductionsapparaten üblich, aus 'von einander isolirten Eisenstäbchen bestehen, während man den äufseren Kern C1 von ringförmigem Querschnitt aus spiralig gewundenem Eisenblech erzeugt.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Anordnung sind die primären Spulen α a{ von einander getrennt und jede derselben wirkt nach innen und nach aufsen auf je eine mit ihr concentrische Inductionsspule b b1. Hier wird von der inneren Inductionsspule bl ein voller Eisenkern c umschlossen und der in die primäre Spule eingeschlossene hohle Eisenkern C1 ist auch hier in der Regel aus Eisenblech spiralförmig zusammengerollt.
Fig. 3 endlich zeigt zwei neben einander angeordnete primäre Spulen α α,, welche mehr
oder minder tellerförmig, d. h. von grofsem Durchmesser und geringer Höhe sind und nach beiden Seiten auf ähnlich geformte Inductiorisspulen b bx wirken. Diese drei Spulen sind auf einen gemeinschaftlichen Eisenkern c aufgesteckt, welcher nicht in die secundären Spulen hineinreicht, und die primäre Spule α oder α, ist noch von einer dritten Inductionsspule b2 umschlossen.
Aus Fig. 4a und 4b ist ersichtlich, in welcher Weise die Leitungen der beiden primären Spulen a Ci1 und die Extrastromleitungen abwechselnd geschlossen und unterbrochen werden, um bei Hervorbringung von vier Inductionsstrom-Impulsen das Entstehen der rasche Abnutzung verursachenden' Oeffnu'ngs-Extrastromfunken an der Ausschaltscheibe oder am Äusschaltarm zu vermeiden. In diesen Figuren stellen der obere und der untere Streifen die Extrastromleitungen dar, welche den durch die beiden mittleren Streifen repräsentirten Primärspulenleitungen entsprechen, und zwar stellen die schraffirteii Felder unterbrochene, die weifsen Felder geschlossene Leitungen dar. Diese Tableaus zeigen, in welcher Weise auf den Scheiben oder Armen zum Schliefsen und Oeffnen der Primärspulen- und Extrastromleitungen D E, Fig. 5, und D1 E1, Fig. 6, die leitenden und nicht leitenden Felder der Con-' tactfedern angeordnet sein müssen.
In Fig. 4a ist diese Anordnung eine derartige, dafs die Schliefsung der Extrastromleitung gleichzeitig mit der Unterbrechung der Leitung der zugehörigen primären Spule erfolgt. Sollte bei dieser Anordnung die genaue Einstellung der Contactfedern Schwierigkeiten bieten, so kann man, wie Fig. 4b zeigt, bewirken, dafs das Schliefsen der Extrastromleitung einen Moment vor der Unterbrechung der betreffenden Primärspulenleitüng durch die auf der Ausschaltscheibe oder auf dem Ausschaltarm schleifende Feder bewirkt wird. Die Extrastromleitung mufs in diesem Falle geringen Leitungswiderstand besitzen, und es fällt darum die früher erwähnte, in diese Leitung zu schaltende primäre Spule zur Ausnutzung des Extrastromes weg. Wie aus Fig. 4b ersichtlich, werden bei dieser Anordnung die Stromimpulse . nicht in beiden' Spulen gleichzeitig inducirt, so dafs man nicht wie bei der in Fig. 4a dargestellten Anordnung die beiden Inductionsspulen mit einander verbinden kann, sondern es mufs sogar, wenn die Stromimpulse beider Spulen ein und dieselbe Leitung durchfliefsen sollen, die stromlose Spule immer ausgeschaltet werden; geschieht dies nicht, so würde die Nutzleitung nur von einem Zweigstrom durchflossen werden.
Nachdem in vorstehendem die Principien, auf welchen die Einrichtung der Doppel-Inductionsapparate beruht, vollständig klargelegt sind, kann die Beschreibung des Apparates mit ' rotirender Welle und jenes mit oscillirender Welle mit, Bezugnahme auf Fig. 5 und 6 mit wenigen Worten zugegeben werden.
Beim Apparat mit continuirlich rotirender Welle JP, Fig. 5, ist in der Zeichnung angenommen, dafs seine Contactfedern nach dem Schema, Fig. 4b, angeordnet seien. Welle w trägt vier von ihr isolirte Metallscheiben D E F G, deren Umfang eine bei allen Scheiben gleich grofse Anzahl leitender und nicht leiten^ der Felder besitzt; die nicht leitenden Felder sind in der Zeichnung durch Schraffirung gekennzeichnet. Bei Scheibe D, welche zum abwechselnden Aus- und Einschalten der beiden primären Spulen α αλ bestimmt ist, sind die leitenden und nicht leitenden Felder gleich lang, und es schleift auf der Nabe der Scheibe eine Feder d, welche mit einem Pole der Stromquelle S leitend verbunden ist, während am Umfange der Scheibe zwei Federn J1 d2 schleifen, deren wechselseitiger Abstand der (2 η +_ i)-fachen Felderbreite gleich ist, so dafs beim Uebergange der einen Feder von einem leitenden auf ein nicht leitendes Feld die andere Feder gerade von einem nicht leitenden auf ein leitendes Feld hinübergleitet. Diese Federn dl d2 repräsentiren die Enden der von dem anderen Pol der Stromquelle S ausgehenden Zweigleitungen, in welche die primären Spulen α αλ eingeschaltet sind. Die bisher besprochenen Leitungen des primären Stromes sind in der Zeichnung mit voll gezogenen Linien dargestellt.
Scheibe E dient zum Oeffnen und Schliefsen der Extrastromleitungen beider primären Spulen ααλ nach dem Schema Fig. 4b. Die Extrastromleitungen, welche in der Zeichnung durch gestrichelte Linien dargestellt sind,, bestehen einerseits aus einer Leitung, welche von der die Spulen α ax mit · der Stromquelle S „,verbindenden abzweigt und nach einer auf der Nabe von Scheibe E schleifenden Feder e läuft, und andererseits aus Leitungen, welche mit Bezug auf die Stromquelle S jenseits der Spulen α ax von deren Zweigleitungen abgehen und in die an den Umfang von Scheibe E anliegenden Federn e, e2 endigen. Da die Schliefsung der Extrastromleitungen nach Schema Fig. 4b immer kurz vor dem Uebergang der Federn d] d2 von einem leitenden auf ein nicht leitendes Feld stattzufinden hat, mufs jeder zweiten .Trennungslinie zwischen zwei Feldern auf Scheibe D ein leitendes Feld auf Scheibe E entsprechen, und da die Extrastromleitung nur durch sehr kurze Zeit geschlossen zu bleiben braucht, können diese leitenden Felder sehr schmal sein. Wenn z. B., wie in der Zeichnung dargestellt, Feder ex auf einem leitenden Felde schleift, wird
beinahe der ganze durch Feder d ankommende Strom des geringeren Leitungswiderstandes wegen von Feder d1 nicht auf dem Wege durch Spule a, sondern über Feder ex , Scheibe E und Feder e nach dem negativen Pol der Stromquelle S zurückfliefsen.
Die Leitungen, welche zur Ableitung und Gleichrichtung der in den Spulen b bx inducirten Ströme dienen, sind in der Zeichnung durch gestrichelt punktirte Linien dargestellt. Da in Fig. 5 angenommen ist, dafs die Ströme beider Inductionsspulen in eine Nutzleitung XZ geleitet werden, und dafs sich die Stromimpulse beiden Spulen nach Schema Fig. 4b nicht unmittelbar summiren, so wird, um zu vermeiden, dafs die in der einen Spule inducirten Stromimpulse die andere stromlose Spule durchfliefsen, letztere mittelst der Scheibe D immer ausgeschaltet. Zu diesem Zwecke sind die von einem Ende ρ ρ der Leitungen beider Inductionsspulen b bx ausgehenden Leitungen mit den Federn Ii1 d.2 verbunden, und von Feder d läuft die Leitung weiter nach der auf der Nabe der Scheibe F schleifenden Feder f. Von den anderen Polenden P1P1 der Inductionsspulen laufen die vereinigten Leitungen nach einer Feder g, welche auf der Nabe einer Scheibe G schleift, so dafs nunmehr diese Scheiben F G als Polenden der Inductionsstromleitung im Apparat erscheinen. Auf dem Umfang dieser Scheiben F G sind leitende und nicht leitende Felder von gleicher Länge wie auf Scheibe D angebracht und auf jedem Scheibenumfange schleifen zwei Federn J1J2 einerseits und gx g2 andererseits, von welchen in dem Moment, wo die Federn dx d.2 von einem leitenden auf ein nicht leitendes Feld übergehen, oder umgekehrt, immer ein Paar, z. B. fx gx, sich im Innern -eines leitenden und das andere Paar f2 g2 im Innern eines nicht leitenden Feldes bewegt. Das eine dieser beiden Federpaare ist durch einander kreuzende, das andere durch einander nicht kreuzende Leitungen mit den Polklemmen XZ der Nutzleitung verbunden, so dafs in letzterer alle Stromimpulse gleiche Richtung besitzen.
Sind zwei Nutzleitungen vorhanden, so entfällt das abwechselnde Ausschalten der einen und der anderen Inductionsspule, und es werden die in jeder Inductionsspule oder Spulengruppe b bx inducirten Ströme durch besondere Stromwender der angegebenen Einrichtung gleichgerichtet.
Bei dem in Fig. 6 dargestellten Apparat mit oscillirender Welle W1, deren Doppelarm H die Anker m Tn1 der Elektromagnete M Mx trägt, ist angenommen, die Unterbrechung und Schliefsung der Leitungen der primären Spulen a U1 und der Extrastromleitungen solle nach dem Schema Fig. 4a erfolgen. Aus den der Fig. 6 beiliegenden Endansichten der die Scheiben des Apparates Fig. 5 ersetzenden Arme D1 E1 F1 G1 ist zu ersehen, in welcher Weise in diesem Falle die leitenden und nicht leitenden Felder vertheilt sein müssen. Um dabei ein genaues Einstellen der Federn dx ex und d2 e2, welche das Oeffnen der primären Leitungen gleichzeitig mit dem Schliefsen der zugehörigen Extrastromleitungen bewirken sollen, zu ermöglichen, werden die Arme D1 E1 nahe an einander angebracht und die Federnpaare d1 ex und d.2 e.2 zu je einem Stück vereinigt.
Da hier der Schliefsungsstrom der einen Inductionsspule sich immer mit dem Oeffnungsstrom der anderen Inductionsspule summirt, entfällt das Ausschalten stromloser Spulen, und es sind beide Polenden ρ ρ und P1P1 beider Inductionsspulen direct mit den auf den Naben der Commutatorarme F1 G1 schleifenden Federn fg verbunden.
Aus den Fig. 7 und 8 ist eine billige, genaue und haltbare Herstellungsweise der mit Bezug auf Fig. 5 und 6 beschriebenen Scheiben und Arme ersichtlich. Jede solche Scheibe und jeder solcher Arm besteht nämlich aus zwei identisch geformten, aus Metall erzeugten Hälften h h bezw. h1 It1, welche durch Hartgummimuffe i von der Welle w oder W1 isolirt sind, und an jenen Stellen, welche nichtleitenden Feldern entsprechen, Ausschnitte besitzen; zwischen diese beiden Hälften ist ein Stück Serpentin k von gleichfalls identischer Form eingesetzt, oder aber, um die bei Verwendung von Serpentin eintretende grofse Reibung und rasche Abnutzung zu vermeiden, eine von der Welle und den Hälften h h oder Ji1 H1 isolirte Metallscheibe oder ein solcher Metallarm.
Um zu zeigen, in welcher Weise das Princip der doppelten Induction auf kleinere Inductionsapparate, wie solche für ärztliche Zwecke u. s. w.. angewendet wird, ist ein solcher Apparat in Fig. 9 schematisch dargestellt. Die mit vollen Linien dargestellte Leitung des primären Stromes läuft von einem Pole der Stromquelle S, sich theilend, nach den primären Spulen α ax . und von dort einerseits durch die Drahtspule eines Elektromagneten M nach dem Contact π, welcher jenseits der den Anker m des Elektromagneten tragenden Feder t angeordnet ist, und andererseits nach, einem auf der dem Elektromagnet zugewendeten Seite der Feder t angebrachte η Contact M1. Da Feder t selbst mit dem anderen Pol der Stromquelle 5 verbunden ist, so bewirkt die Thätigkeit des Elektromagneten M das abwechselnde Oeffnen und Schliefsen der Leitungen beider primären Spulen α ax. Zur Ableitung der Inductionsstrom - Impulse aus\ beiden Inductionsspulen b b1 in eine gemeinsame Nutzleitung XZ ist das Ende der Fe-
der t in zwei Gabeltheile Z1 f 2 getheilt, welchen die zu beiden Seiten aufserhalb angeordneten und mit gleichnamigen Polen pp der Inductionsspulen b bx verbundenen Contacte r T1 entsprechen. Die beiden anderen Pole P1P1 der Inductionsspulen sind mit der einen Polklemme Z der Nutzleitung verbunden, deren andere Polklemme X sich am befestigten Ende der Feder t befindet. Die Contacte η U1Trx werden durch Schrauben gebildet und so gestellt, dafs bei den Oscillationen der Feder t deren Gabelenden Z1Z2 immer etwas früher in Contact treten als die Feder t selbst.

Claims (6)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Zum Zwecke, bei der Erzeugung inducirter elektrischer Ströme durch abwechselndes Oeffhen und Schliefsen einer primären Leitung die primäre Stromquelle beständig auszunutzen, die Parallelschaltung zweier mit Inductionsspulen versehenen primären Spulen in den Stromkreis der Primärstromquelle, wobei der Strom alternirend durch beide Spulen geleitet wird.
  2. 2. Bei einem Apparate zur Erzeugung gleichgerichteter inducirter Ströme nach dem unter i. gekennzeichneten Verfahren drei
    : auf einer continuirlich rotirenden Welle sitzende und am Umfange mit gleich langen leitenden und nicht leitenden Feldern versehene Metallscheiben DFG, deren erste, D,
    : zum Zwecke des abwechselnden Oeffnens und Schliefsens der Leitungen der primären
    : Spulen α ax einerseits mit einem Pol der
    ! Stromquelle S verbunden ist, und andererseits zwei mit einem der (2 η _+. i)-fachen Felderlänge gleichen Abstande auf ihrem Umfange schleifende, mit den Primärspulen verbundene Federn dx d2 berührt, während auf dem Umfange der die Polenden der In-
    1 ductionsspulenleitungrepräsentire'nden Scheiben .Fund G Federn/^_/2 bezw. gx g% schleifen, von welchen sich eines der Paare J1 gx und f2 g2 beim Passiren von (I1 und d2
    x über die Trennungslinien zwischen leitenden und nicht leitenden Feldern immer
    1 im Innern eines leitenden und das andere im Innern eines nicht leitenden Feldes be-
    ; wegt, wobei eines dieser Paare durch ge-" kreuzte, das andere durch nicht gekreuzte
    ■ Leitungen mit den Polklemmen X und Z
    der Nutzleitung verbunden ist.
  3. 3. Bei dem unter 2. gekennzeichneten Apparat der Ersatz der rotirenden Welle n> durch eine Welle W1, welche durch die in die Zweigleitungen der Primärspulen a ax geschalteten Elektromagnete MAf1 in Oscillationen versetzt wird und statt der Scheiben DFG Doppelarme D1 F1 G1 trägt, deren Endflächen leitende und nicht leitende Felder besitzen. .
  4. 4. Zum Zwecke, bei den unter 2. und 3. gekennzeichneten Apparaten die Funkenbildung durch den Unterbrechungs - Extrastrom zu vermindern, die Einschaltung einer die Contactfedern J1 d% knapp vor ihrem Ueber-
    . gange von einem leitenden auf ein nicht leitendes Feld oder im Moment dieses Ueberganges direct, d. h. mit Umgehung der primären Spulen a Ci1, mit dem einen Pol der Stromquelle S verbindenden Leitung von geringem Widerstände, bestehend aus den von der Feder d1 nach e, und von der Feder d2 nach e2 gehenden Leitungen, und aus der Scheibe E oder dem Arm E1, auf welcher oder auf welchem die Federn C1 e2 schleifen und welcher durch Federn e mit jenem Pol der Stromquelle S verbunden ist, von welchem die Leitungen nach den Primärspulen a Ci1 abgehen.
  5. 5. Bei Apparaten der unter 2., 3. und 4. gekennzeichneten Einrichtung, wenn bei denselben die Schliefsung der Extrastromleitung vor der Unterbrechung der Primärspulenleitung erfolgt, die Ausschaltung der jeweilig stromlosen Inductionsspule in der Weise, dafs von einem Pol ρ ρ der Spulen b B1 die Leitungen nach den Federn d1 d2 und dann von Feder d nach dem Commutator laufen.
  6. 6. Bei dem in Fig. 9 dargestellten Doppelinductionsapparat zum Zwecke der abwechselnden Oeffnung und Schliefsung der zwei Primärspulenleitungen und der Ableitung der inducirten Ströme bei gleichzeitiger Ausschaltung der stromlosen Inductionsspule die in die Theile Z1 Z2 gegabelte, den Anker eines Elektromagneten tragende Feder t und die zu beiden Seiten derselben angeordneten Polenden η W1 der Primärspulenleitungen und r T1 der Inductionsspulenleitungen.
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