DE3606660C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Fernsehsignalverarbeitungsschal
tung mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merk
malen. Insbesondere handelt es sich um ein zwischen die HF-
Signalquelle und die HF-Eingangsschaltung eines Empfängers
geschaltetes Eingangsfilter.
Fernsehempfänger enthalten oft ein zwischen den TV-Signal
eingang und die HF-Signalverarbeitungsschaltung des Empfän
gers geschaltetes Bandfilter. Die HF-Stufe beinhaltet im all
gemeinen Schaltungen zur Frequenzwahl, Verstärker- und Misch
stufen, welche an ihrem Ausgang in bekannter Weise ZF-Signale
erzeugen. Das Eingangsfilter verhindert, daß unerwünschte,
außerhalb des TV-Frequenzbandes liegende Frequenzen, z. B. die
bei Polizei, Feuerwehr oder die bei CB-Funkanlagen verwende
ten Frequenzen, die HF-Signalverarbeitungsschaltung erreichen
und beeinflussen. Das Eingangsfilter dient ebenso dazu, mit
im Gerät örtlich erzeugten Bild- und Ton-ZF-Signalen ver
bundene Signalkomponenten daran zu hindern, die in der HF-
Stufe zu verarbeitenden TV-Signale zu beeinflussen.
Aus der US 38 52 670 ist ein Fernsehtuner mit einem Eingangs
filter bekannt, welches der Abstimmschaltung vorangeht, in
der ihrerseits die Bandumschaltung erfolgt und welche die
hierfür erforderlichen Spulen, Kapazitäten und Schaltdioden
enthält. Damit diese Elemente keine unerwünschten Wechsel
wirkungen mit dem Eingangsfilter ergeben, sind relativ auf
wendige Schutzmaßnahmen mit zusätzlichen Schaltungselementen
erforderlich.
Ein Eingangsfilter der eingangs beschriebenen Art ist z. B.
im Farbfernsehempfänger CTC-121 der Firma RCA Corporation,
Indianapolis, Indiana, verwendet und in Fig. 18 des Color
Television Basic Service Data Bulletin 1982 für das genannte
Gerät beschrieben. Dieses Eingangsfilter beinhaltet ein Paar,
zwischen die VHF-Signalquelle des Empfängers und einen Trans
formator zur Kopplung des Ausgangssignals des Filters an die
HF-Stufe des Empfängers in Serie geschaltete, aus einer LC-
Schaltung bestehende Parallelresonanzschaltungen als Filter,
welche auf die Video-ZF von 45,75 MHz und auf die Ton-ZF von
91,25 MHz abgestimmt sind. Dieses Filter zeigt jedoch eine
unerwünschte Resonanz bei ungefähr 300 MHz, welche auf eine
Wechselwirkung zwischen der Induktivität der Primärwicklung
des Kopplungstransformators und den in der Filterschaltung
enthaltenen Kapazitäten zurückzuführen ist. Diese uner
wünschte Resonanz kann zu nachteiligen Bildfrequenzen und
zu Bildverzerrungen führen und wird durch Schaltungen zusätz
lich zum Eingangsfilter unterdrückt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Schaltungsmaßnahmen
anzugeben, welche die Möglichkeit eröffnen, mit geringerem
Schaltungsaufwand unerwünschte Resonanzen der oben erläuter
ten Art zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichenteil des An
spruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst. Weiterbildungen und
spezielle Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unter
ansprüchen gekennzeichnet.
Mit der erfindungsgemäßen Schaltung läßt sich die oben
genannte Resonanz bei 300 MHz ohne zusätzlichen Schaltungs
aufwand unterdrücken, ferner zeigt sie ein sehr gutes
Dämpfungsverhalten und ist wirtschaftlich und unkompliziert
im Aufbau.
Die bei der Erfindung benutzte Filterschaltung beinhaltet
als Filtereingangs- und -ausgangsschaltungen Serienresonanz
schaltungen, über die der Signalweg zwischen der TV-Signal
quelle und den HF-Signalverarbeitungsstufen nebengeschlossen
wird. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist
die Filtereingangsschaltung als Saugkreis für die Video-ZF-
Signale abgestimmt, und die Filterausgangsschaltung ist so
abgestimmt, daß Resonanz bei einer unterhalb der Frequenzen
des TV-Signalbandes (z. B. den niedrigen Frequenzen des VHF-
Bandes) liegenden, von der Ton-ZF verschiedenen Frequenz
auftritt.
Beschreibung der Figuren:
Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt aus der VHF-Eingangsschaltung
eines Fernsehempfängers, welcher ein Eingangsfilter
nach den Prinzipien der vorliegenden Erfindung ent
hält;
Fig. 2 veranschaulicht den Amplituden-Frequenzgang der
Filterschaltung nach Fig. 1.
Fig. 1 zeigt eine Eingangsfilterschaltung 10 nach der vor
liegenden Erfindung, der von der VHF-Quelle 15 stammende TV-
Eingangssignale zugeführt werden. Die Quelle 15 kann eine
Fernsehempfangsantenne oder ein Fernsehkabelanschluß sein.
Jedenfalls können mehr als ein Fernsehempfänger von der Sig
nalquelle 15 versorgt werden.
Das Filter 10 beinhaltet eine aus einer LC-Schaltung L1, C1
bestehende Serienresonanzschaltung im Nebenschluß zum Signal
weg, die bei der Video-ZF 45,75 MHz Resonanz zeigt. Die aus
L1 und C1 bestehende Schaltung bildet eine Falle für die Video-
ZF und verhindert, daß in der HF-Stufe 30 erzeugte ZF-Kompo
nenten die von der Quelle 15 stammenden TV-Signale beeinflus
sen.
Ein Filtermittelabschnitt, der die im Signalweg in Serie ge
schalteten Kondensatoren C2 und C3 sowie die im Nebenschluß
zum Signalweg liegende Induktivität L2 enthält, dient als Hoch
paßfilter, wobei die Grenzfrequenz des Hochpaßfilters durch
den Wert der Induktivität L2 eingestellt werden kann.
Die von der aus C2, C3 und L2 bestehenden Schaltung hochpaß
gefilterten Signale werden einer Filterausgangsschaltung 10
zugeführt, die eine aus L4 und C4 bestehende Serienresonanz
schaltung enthält, die im Nebenschluß zum Signalweg liegt.
Nach der Filterung in der aus L4 und C4 bestehenden Schaltung
wird das TV-Signal an die induktive Primärwicklung 20a des
Kopplungstransformators 20 gelegt, von dessen Sekundärwicklung
20b das TV-Signal der HF-Stufe 30 zugeführt wird. Die Verbin
dung von Primärwicklung 20a und Sekundärwicklung 20b des Trans
formators 20 ist über einen Kondensator C6 mit einem Bezugs
potentialpunkt verbunden. Der Transformator 20 dient in erster
Linie zur Anpassung der verhältnismäßig niedrigen Impedanz des
TV-Eingangs (z. B. 75 Ohm oder 300 Ohm) an die höhere Eingangs
impedanz der HF-Stufe 30.
Die Primärwicklung 20a des Transformators 20 hat eine Induk
tivität von ungefähr 110 Nanohenry, die Sekundärwicklung 20b
eine Induktivität von ungefähr 650 Nanohenry, der Transforma
tor 20 hat ungefähr einen Kopplungsfaktor 0,7. Die Werte der
Induktivitäten L1, L2 und L4 betragen ungefähr 400 Nanohenry,
200 Nanohenry bzw. 600 Nanohenry, deren Werte bei der Montage
des Empfängers endgültig abgeglichen werden.
Die HF-Stufe 30 beinhaltet Schaltungen zur Frequenzwahl, Ver
stärker- und Mischstufen zur Erzeugung der ZF-Signale, die dann
Abstimmschaltungen und anderen Schaltungen des Empfängers zur
Verarbeitung zugeführt werden. Die in der HF-Stufe 30 erzeug
ten Bild- und Ton-ZF-Signale können ungünstigerweise über das
Empfängerchassis, z. B. über Masseschleifen, zur Signalquelle 15
gelangen und die von dieser stammenden, in der HF-Stufe 30 zu
verarbeitenden Signale beeinflussen und stören. Handelt es sich
beispielsweise bei der Signalquelle 15 um eine kleine, auf
einem Empfänger angebrachte Antenne, so können die über das
Empfängerchassis fließenden ZF-Signale von der Antenne als ver
zerrtes TV-Signal sowohl gesendet wie auch empfangen werden.
Durch das Filter 10 werden die störenden ZF-Komponenten erheb
lich gedämpft, so daß der HF-Stufe nur noch das für die weitere
Verarbeitung gedachte TV-Signal zugeführt wird. Der Aufbau des
Filters 10 mit den als Serienresonanzschaltungen ausgeführten
und dem Signalweg nebengeschlossenen Teilschaltungen L1, C1
am Eingang und L4, C4 am Ausgang führt zur Unterdrückung der
unerwünschten Resonanz bei 300 MHz, die bei einer Eingangsfil
terschaltung mit in Serie geschalteten Parallelresonanzschal
tungen, wie sie oben im Zusammenhang mit dem Fernsehempfänger
CTC-121 erwähnt worden ist, auftreten.
Bei einer Ausführungsform des Filters 10 ist die Filterein
gangsschaltung L1, C1 auf Resonanz bei der Ton-ZF 41,25 MHz
und die Filterausgangsschaltung L4, C4 auf Resonanz bei der
Video-ZF 45,75 MHz abgestimmt. Bei dieser Ausführungsform er
gibt sich eine, in erster Linie auf eine Wechselwirkung zwi
schen der Induktivität der Primärwicklung 20a des Transforma
tors 20 und des kapazitiven Elements in der Filterausgangs
schaltung zurückzuführende unerwünschte Resonanz bei ungefähr
34 MHz in der Nähe der Ton-ZF 41,25 MHz. Diese Ausführungsform
zeigt eine gute Dämpfung der Frequenzen unterhalb 46 MHz, d. h.
unterhalb des unteren VHF-Bandes, die die unerwünschten Video
und Ton-Zwischenfrequenzen ebenso wie die unerwünschten Fre
quenzen des 27 MHz CB-Bandes enthalten.
Ein besseres Dämpfungsverhalten ergibt sich jedoch, wenn die
Filtereingangsschaltung L1, C1 so abgestimmt ist, daß sie bei
der Video-ZF 45,75 MHz Resonanz zeigt und die Werte für die
Induktivität L4 und die Kapazität C4 in der Filterausgangs
schaltung so gewählt werden, daß Resonanz bei einer Frequenz
auftritt, durch die die Resonanz der Primärwicklung 20a und
der Kapazität C4 in der Filterausgangsschaltung bei 34 MHz
unterdrückt wird. Es hat sich gezeigt, daß dies der Fall ist,
wenn die Kapazität C4 und die Induktivität L4 beispielsweise
bei einer Frequenz 30 MHz Resonanz zeigen.
Fig. 2 zeigt den Amplituden-Frequenzgang für die zuletzt ge
nannte Schaltung des Filters 10. Die Filterkurve wurde an der
Mischstufe der HF-Stufe 30 gemessen und spiegelt die Tatsache
wider, daß zusätzliche frequenzselektive Schaltungen zwischen
dem Ausgang des Transformators 20 und der Mischstufe enthalten
sind. Es ist jedoch festzustellen, daß die Filterkurve in er
ster Linie durch die letztgenannte Schaltung des Filters 10 be
stimmt wird. Der Einfluß der zusätzlichen frequenzselektiven
Schaltelemente ergibt lediglich eine zusätzliche Dämpfung von
einigen dB gegenüber dem andernfalls durch das Filter 10 be
stimmte Dämpfungsverhalten. Das Dämpfungsverhalten des Filters
10 vor allem unterhalb etwa 46 MHz ist in erster Linie durch
die Eingangs- und Ausgangs-Schaltungen des Filters 10 bestimmt.
Fig. 2 zeigt den Amplituden-Frequenzgang im Hinblick auf
Kanal 2 des unteren VHF-Bandes. Das Maximum der Filterkurve
in Fig. 2 zwischen 55,25 MHz und 58,83 MHz beinhaltet das
Frequenzband von Kanal 2. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, wer
den Frequenzen unterhalb 46 MHz, einschließlich der Video-ZF
(45,75 MHz), der Ton-ZF (41,25 MHz) und der Frequenz des CB-
Bandes (27 MHz) gegenüber Kanal 2 stark gedämpft. Die Filter
kurve des Filters 10 ist wichtig im Hinblick auf das untere
VHF-Band, insbesondere auf das Band des Kanals 2, da sich
diese Frequenzen in enger Nachbarschaft zu den Zwischenfre
quenzen für Bild und Ton befinden.
Die letztgenannte Schaltung des Filters 10 zeigt eine sehr
gute Dämpfung der Ton-ZF 41,25 MHz, obwohl eine spezielle
Dämpfungsschaltung für diese Frequenz nicht vorgesehen ist.
In diesem Zusammenhang ist festzustellen, daß das Filter 10
ein besseres Dämpfungsverhalten zeigt, wenn die Filteraus
gangsschaltung auf Resonanz bei einer niedrigeren Frequenz
als der Ton-ZF abgestimmt ist.
Der aus den Schaltelementen C2, C3 und L2 aufgebaute, als Hoch
paßfilter arbeitende Filtermittelteil des Filters 10 hat eine
Grenzfrequenz von ungefähr 48 MHz, d. h. unterhalb des Fre
quenzbandes von Kanal 2 am Anfang des unteren VHF-Bandes.
Ein Eingangsfilter nach der vorliegenden Erfindung kann zu
sätzlich zu den Frequenzen des unteren VHF-Bandes für die
Frequenzen im oberen VHF-Band und im UHF-Band verwendet werden,
je nach Notwendigkeit bei einem gegebenen Empfänger, und in
Abhängigkeit vom Maß der unerwünschten Rückkopplung der Zwi
schenfrequenzsignale, zum Beispiel über das Chassis.
Claims (3)
1. Fernsehsignalverarbeitungsschaltung mit einer Fernseh
signalquelle und einer HF-Signalverarbeitungsschaltung, wel
che Fernseh-ZF-Signale erzeugt, und mit einem Bandpaßfilter
für die Fernsehsignale, welches über einen Signalweg gefil
terte Fernsehsignale an die HF-Signalverarbeitungsstufe lie
fert und einen Eingangsabschnitt in Form eines quer zum
Signalweg liegenden Reihenresonanzkreises aus einer Indukti
vität und einer Kapazität sowie einen Ausgangsabschnitt in
Form eines quer zum Signalweg liegenden Reihenresonanzkreises
aus einer Induktivität und einer Kapazität und einen den Ein
gangsabschnitt mit dem Ausgangsabschnitt koppelnden Mittel
abschnitt in Form einer längs im Signalweg liegenden Reihen
schaltung aus zwei Kapazitäten mit einer von deren Verbin
dungspunkt quer zum Signalweg liegenden Induktivität aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangssignale des Bandpaß
filters (10) der HF-Signalverarbeitungsstufe (30) über einen
Koppeltransformator (20) mit einer Eingangsprimarwicklung (20a)
und einer Ausgangssekundärwicklung (20b) zugeführt werden.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Eingangsabschnitt (C1, L1) oder der Ausgangsabschnitt
C4, L4) des Bandfilters (10) als Sperrfilter auf die Bild-
Zwischenfrequenz abgestimmt ist und daß der jeweils andere
Eingangs- bsw. Ausgangsabschnitt auf eine Frequenz abge
stimmt ist, die verschieden von der Ton-Zwischenfrequenz
ist und unterhalb des von der HF-Signalverarbeitungsstufe
zu verarbeitenden Fernsehsignal-Frequenzbandes liegt.
3. Schaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fernsehsignalquelle im unteren VHF-Fernsehband lie
gende Signale liefert.
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