DE3605740C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Heizungsregelung
in einem Wärmeofen, der einen durchgehenden Heizraum
mit mehreren Heizregelabschnitten aufweist, bei dem
in jedem Heizregelabschnitt mindestens ein Brenner vorgesehen
ist, die Heizraumtemperatur mit Hilfe von Temperaturdetektoren
gemessen und die Brennstoffzufuhr zu den
einzelnen Brennern gemessen und mit Hilfe von Strömungsreglern
eingestellt werden kann, und bei dem nach einem
Rechenprogramm die Brennstoffzufuhr zu den einzelnen
Brennern nach weiteren Einflußgrößen geregelt wird.
Temperaturregelungen solcher Wärmeöfen sind bereits bekannt,
z. B. aus der japanischen Patentpublikation Nr. 48 011/1983
(geprüfte Patentanmeldung). Hierin werden nicht-lineare
Modelle, Rechenmodelle zum Berechnen der Materialtemperatur
aus der Heizraumtemperatur und Rechenmodelle zum Berechnen
der Brennstoff-Fließgeschwindigkeit aus der Heizraumtemperatur
und der Materialtemperatur beschrieben, wobei
die Heiztemperatur in Schritten verändert wird und eine
Linearisierung nach einem Perturbations-Simulationsverfahren
(einem Verfahren zur Durchführung einer Simulation
auf der Basis eines Bezugszustandes und des Abweichungszustandes
zur Bestimmung des Linearitätskoeffizienten)
durchgeführt wird, um die nicht-lineare Brennstoffmenge
zu minimieren. Die Temperaturanstiegskurve des Materials
wird durch Benutzung der Resultate der Linearisierung ermittelt,
und die Temperaturanstiegskurve sowie die jeweilige
Temperatur des Materials werden miteinander verglichen, um
die Heizraumtemperatur zu bestimmen.
Da die Anzahl der Berechnungsabschnitte für die Heizraumtemperatur
gewöhnlich größer ist als die Anzahl der Zonen,
in denen die Brennstoff-Strömungsgeschwindigkeit geregelt
wird (siehe Fig. 1), kann nach dem vorstehend beschriebenen
Regelverfahren in einem Wärmeofen die optimale Heizraumtemperatur
und die Temperaturanstiegskurve nach einer
Optimierung nach dem Perturbations-Verfahren auf der Basis
der Heizraumtemperatur nicht immer realisiert werden.
Wenn der Linearisierungskoeffizient und die Temperaturanstiegskurve
bestimmt werden, wird aufgrund der Wärmeverluste
an den Heizraumwänden die Temperaturverteilung
in der Heizraumwand und in anderen Teilen vernachlässigt,
und die Simulation wird durch schrittweises Verändern der
Heizraumtemperatur durchgeführt, ohne das Verzögerungsverhalten
des Wärmeofens zu berücksichtigen. Die Temperaturanstiegskurve
weicht somit von der tatsächlichen Temperaturanstiegstendenz
des Materials und von dem Zustand des
Ofens ab.
Außerdem wird bei dem bekannten Verfahren, das in Fig. 2
dargestellt ist, ein Detektor 104 für die Heizraumtemperatur
an einer Position jedes Regelabschnittes 101a angeordnet,
um ein Rückkopplungssignal zu erhalten. Auf diese Weise
kann die Heizraumtemperatur an einer Position geregelt werden.
Da die Materialtemperatur in Richtung auf das Ausgabeende
ansteigt, ist in Wärmeöfen normalerweise der Brenner
so ausgebildet, daß die Temperatur auf der Brennerseite
höher wird, wie in Fig. 2 gezeigt ist. Wenn an der Vorderseite
Material mit niedriger Belastung vorliegt und an
der Rückseite innerhalb des Regelabschnittes nach Fig. 2
Material mit hoher Belastung vorliegt, so wird die Heizraumtemperatur
entsprechend den in dem Heizraum gewünschten
Temperaturverhältnissen für Material mit hoher Belastung
geregelt. Auf diese Weise wird die Heizraumtemperatur
also unvermeidlich auf einen höheren Wert eingestellt,
was aus der Sicht des Brennstoffverbrauches große Verluste
bedeutet.
Aus der DE-OS 33 32 489 ist bereits ein Verfahren zum
Regeln der Temperatur eines Brammenwärmofens bekannt,
das unter Verwendung mehrerer Rechner die einzelnen
Brenner in mehreren Heizabschnitten steuert. Hierbei
wird durch getrennte Steuerung der einzelnen Heizabschnitte
ein gewünschtes Temperaturprofil in Abhängigkeit
von den durchlaufenden Brammen angestrebt.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
ein Verfahren zur Heizungsregelung in einem Wärmeofen
vorzuschlagen, bei dem der Brennstoffverbrauch reduziert
wird und die Temperaturverteilung im Regelabschnitt besonders
feinfühlig und genau geregelt wird.
Dies wird gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch erreicht,
daß die Brenner in jedem Heizregelabschnitt mit
zwei verschiedenen Brennstoffen betrieben werden und daß
die einzelnen Brennstoffregler durch einen Rechner in
Verbindung stehen, der entsprechende Schritte ausführt,
wie sie in den Merkmalen a) bis g) des Kennzeichens des
Patentanspruches definiert sind.
Hierbei werden drei nicht-lineare Rechenmodelle angewendet,
um die optimale Heizraumtemperatur für das Material
und ein gemischtes Verbrennungsverhältnis verschiedener
Brennstoffe zu bestimmen, wobei die Einstellwerte für
die Heizraumtemperatur berechnet und in bezug auf die
optimale Heizraumtemperatur für das Material eingestellt
werden. Dabei handelt es sich um die folgenden drei
nicht-linearen Rechenmodelle: Um ein Rechenmodell zur
Berechnung der Heizraumtemperatur auf der Basis der
Strömungsgeschwindigkeit
des Brennstoffs in einem nicht-stetigen
Ausgleichssystem, um ein Modell zur Abschätzung der
Temperatur der Heizraumwand auf der Basis der Heizraumtemperatur
und um ein Modell zur Abschätzung der Materialtemperatur
auf der Basis der Heiztemperatur. Auf diese
Weise wird erreicht, daß auch bei einer Mischung von
Material mit hoher Belastung und einem Material mit
niedriger Belastung in dem Heizraum die Einstellung der
Heizraumtemperatur zur Erfüllung der gewünschten Temperaturen
für das Material und zur Minimierung der Strömungsgeschwindigkeit
des Brennstoffes bestimmt werden kann,
wobei die Ausgabetemperatur genau geregelt werden kann.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
in bezug auf die Zeichnungen näher
erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Wärmeofens,
der in mehrere Regelabschnitte für die Heizraumtemperatur
unterteilt ist,
Fig. 2 eine Darstellung zur Erläuterung eines Heizungsregelungsverfahrens
in einem Wärmeofen bekannter
Art,
Fig. 3 ein Flußdiagramm zur Erläuterung eines Verfahrens
zum Bestimmen der optimalen Heizraumtemperatur
für das Material,
Fig. 4 ein Diagramm zur Darstellung der Beziehungen
zwischen einem gemischten Verbrennungsverhältnis
und der Temperatur im Heizraum,
Fig. 5 ein Diagramm zur Verdeutlichung der Wirkung des
erfindungsgemäßen Verfahrens und
Fig. 6 eine schematische Gesamtdarstellung einer Ausführungsform
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren.
Nachfolgend wird das Prinzip der vorliegenden Erfindung
beschrieben.
Fig. 3 zeigt ein Flußdiagramm zur Darstellung des erfindungsgemäßen
Verfahrens zur Bestimmung der optimalen
Heizraumtemperatur für das Material. In einem ersten Schritt
1 (dargestellt durch eine gestrichelte Linie) wird die
optimale Heizraumtemperatur berechnet, während die Bezugszeichen
2 und 3 einen zweiten bzw. einen dritten Schritt
kennzeichnen. Das Bezugszeichen 5 kennzeichnet ein Heizraumtemperatur-
Rechenmodell, das Bezugszeichen 6 ein Heizraumwandtemperatur-
Rechenmodell, das Bezugszeichen 7 ein
Materialtemperatur-Rechenmodell, das Bezugszeichen 8 die
Berechnung der Heizraumtemperatur an der Materialdurchlaufposition,
das Bezugszeichen 9 die Berechnung der mittleren
Temperatur und Durchwärmung, das Bezugszeichen 10 die
Berechnung des Linearitätskoeffizienten und das Bezugszeichen
11 die Berechnung der linearen Programmierung (LP).
Nachfolgend sollen nun die Modelle 5, 6 und 7 des Flußdiagramms
näher beschrieben werden. Das Rechenmodell 5
zur Berechnung der Heizraumtemperatur ist wie folgt
ausgebildet. Der Heizraum ist in Längsrichtung in n Abschnitte
aufgeteilt (siehe Fig. 1), und für jeden Abschnitt
wird die folgende Wärmegleichung aufgestellt:
Hierin sind Hg der Heizwert pro Einheit der Strömungsgeschwindigkeit;
Cpg die spezifische Wärme des Abgases;
Gi die Abgas-Strömungsgeschwindigkeiten jedes Abschnittes;
K1ÿ, K2jk und K3il der Strahlungsänderungskoeffizient;
C1, C2, C3 Konstanten; n die Anzahl der Heizraumabschnitte
und m die Anzahl der Materialstücke.
Ist die Strömungsgeschwindigkeit des Brennstoffs gegeben
und sind die Heizraumwandtemperatur und die Materialstücktemperatur
bekannt, so kann die Gleichung (1) wie
folgt umgewandelt werden:
Es handelt sich hier um nicht-lineare Differenzialgleichungen
mit n Unbekannten. Wenn die Temperaturverteilung innerhalb
des Heizraumes, bevor ein Schritt durchgeführt wird, als
Anfangswert genommen, in bezug auf die Zeit diskret gesetzt
und dann nach der Newton-Methode konvergiert wird, so kann
die neue Temperaturverteilung innerhalb des Heizraumes auf
einfache Weise berechnet werden.
Das Materialtemperatur-Modell 7 kann aus der bekannten
Wärmeleitfähigkeitsgleichung zweiten Grades wie folgt
bestimmt werden:
Hierbei werden die Grenzzustände an der Oberfläche
wie folgt:
Hierin bedeuten x die Materialdickenrichtung; Y die
Materialbreitenrichtung; d1, d2 die Dicke und die Stärke
des Materials; Cs, λs, γs die spezifische Wärme, die
Wärmeleitfähigkeit und die spezifische Wichte des Materials.
qs ist der Wärmefluß an der Materialoberfläche und wird
wie folgt ausgedrückt:
Die Gleichung (3) kann durch gewöhnliche Differenzialrechnung
unter Anwendung der Grenzzustände nach Gleichung (4)
aufgelöst werden.
Das Temperaturmodell 6 der Heizraumwand in jedem Abschnitt
des Wärmeofens nach Fig. 1 wird durch eine eindimensionale
Wärmeleitungsgleichung nur in der Dickenrichtung wie folgt
ausgedrückt:
Der Grenzzustand an der Oberfläche innerhalb des Ofens
wird wie folgt ausgedrückt:
Der Grenzzustand auf der Oberfläche außerhalb des Heizraumes
ist wie folgt:
Hierin bedeuten x die Dickenrichtung der Heizraumwand;
d3 die Dicke der Heizraumwand; Cw, λw, γw die spezifische
Wärme, die Wärmeleitfähigkeit und die spezifische Wichte
der Heizraumwand; HOUT die äußere Wärmeleitfähigkeit und
Tair die Außentemperatur. Die Gleichung (6) kann ebenfalls
durch eine übliche Differenzialrechnung unter Anwendung
der Grenzzustände nach den Gleichungen (7) und (8) aufgelöst
werden.
Wenn die Strömungsgeschwindigkeit des Brennstoffs durch
Kombinieren der drei Modelle 5, 6 und 7 erhalten wird,
werden die jeweiligen Werte der Heizraumtemperatur, der
Materialtemperatur und der Heizraumwandtemperatur als
Anfangswerte benutzt und hieraus die drei Zukunftswerte
für die Heizraumtemperatur, die Materialtemperatur und die
Heizraumwandtemperatur berechnet.
Das Verfahren zur Bestimmung der optimalen Heizraumtemperatur
für das Material wird nachfolgend in Verbindung
mit Fig. 3 beschrieben. Im ersten Schritt 1 werden die
drei Modelle 5, 6 und 7 wiederholt angewandt, während das
gesamte Material bei der jeweiligen Strömungsgeschwindigkeit
Wk° entnommen wird, wobei die mittlere Temperatur s°
während der Ausgabe, die Wärmeverteilung (Maximaltemperatur -
Minimaltemperatur) ΔTs° und die Temperatur innerhalb des
Heizraumes Tgi° in jeder Position während des Materialdurchlaufes
berechnet wird.
Im zweiten Schritt 2 wird die Strömungsgeschwindigkeit
des Brennstoffes stufenweise durch ΔWk* für jeden
Brennstoffströmungsgeschwindigkeits-Regelabschnitt variiert,
wodurch die mittlere Temperatur sk während der Ausgabe
jeden Materials entsprechend der Strömungsgeschwindigkeit
variiert wird. Hierdurch kann die Wärmeverteilung ΔTsk
und die Temperatur innerhalb des Heizraumes Tgik während
des Materialdurchlaufs in ähnlicher Weise wie im ersten
Schritt 1 berechnet werden.
Im dritten Schritt 3 wird die Berechnung 10 des Linearitätskoeffizienten
wie folgt durchgeführt. Beim Durchlauf des
zweiten Schrittes 2 kann die mittlere Temperatur jeden
Materials während der Ausgabe, die Wärmeverteilung und
die Temperatur innerhalb des Heizraumes in jeder Berechnungszone
während des Durchlaufs des gesamten Materials in der
Form der Lösung der nicht-linearen Gleichungen wie folgt
linearisiert werden:
Hierin bedeutet KMAX die Anzahl der Brennstoffströmungsgeschwindigkeits-
Regelabschnitte. P1k, P2k und P3ik sind
Linearisierungskoeffizienten entsprechend der Variation
jeder Strömungsgeschwindigkeit, und diese werden wie
folgt ausgedrückt:
Wird angenommen, daß ΔWk der Änderungsbetrag jedes
Regelabschnittes ist, so kann die Brennstoffströmungsgeschwindigkeit
wie folgt ausgedrückt werden:
Wk = Wk° + ΔWk
Aufgrund metallurgischer Grenzwerte der Materialien und
aufgrund von Grenzwerten des Wärmeofenbetriebs müssen
folgende Bedingungen bei der Brennstoffverbrauchs-Optimierung
eingehalten werden:
s MIN ≦ s ≦ MAX
ΔTs MIN ≦ ΔTs ≦ ΔTs MAX
Tgi MIN ≦ Tgi ≦ Tgi MAX
Wk MIN ≦ Wk ≦ Wk MAX (15)
ΔTs MIN ≦ ΔTs ≦ ΔTs MAX
Tgi MIN ≦ Tgi ≦ Tgi MAX
Wk MIN ≦ Wk ≦ Wk MAX (15)
Die Indizes MIN und MAX stehen für den oberen und unteren
Grenzwert.
Das Kriterium der Optimierung besteht in der Minimierung
des Brennstoffverbrauches und kann somit wie folgt ausgedrückt
werden:
Die Minimierung der Gleichung (16) unter den Grenzbedingungen
der Gleichung (15) kann durch den Rechenvorgang 11 in
Form einer linearen Programmierung (LP) abgeschätzt werden.
Die Strömungsgeschwindigkeit in der obigen Gleichung drückt
die optimale Strömungsgeschwindigkeit Wkopt für jedes Material
aus, und zur gleichen Zeit kann die optimale Heizraumtemperatur
Tgi* für jedes Material durch die Gleichung (11)
berechnet werden. Nachfolgend soll ein Verfahren zur
Berechnung der einzustellenden Heizraumtemperatur und des
gemischten Verbrennungsverhältnisses jedes Regelabschnittes
unter Benutzung der optimalen Heizraumtemperatur für jedes
Material beschrieben werden. Da die optimale Heizraumtemperatur
für jedes Material in jeder Position innerhalb
des Heizraumes bereits berechnet wurde, wird die optimale
Heizraumtemperatur des Berechnungsabschnittes entsprechend
der Position jeden Materials zum jeweiligen Zeitpunkt gleich
der gewünschten Heizraumtemperatur für jedes Material
gesetzt. Das Material jedoch, das sich auf der Ausgabeseite
befindet und nach einer bestimmten Zeit ausgegeben wird,
hat die Temperatur des Berechnungsabschnittes am Ende der
Ausgabeseite bei der gewünschten Heizraumtemperatur.
Die Position des Materials wird gleich Xj und die gewünschte
Heizraumtemperatur gleich Tji* gesetzt. j bezeichnet hierbei
die Anzahl der Materialblöcke.
Wird nun angenommen, daß zwei verschiedene Sorten von
Brennstoffen in jedem Regelabschnitt benutzt werden, so
sind die Verbrennungstemperaturen beider Brennstoffarten
verschieden. Ein Brennstoff A (z. B. Schweröl) wird benutzt,
um in dem Heizraum eine Temperaturverteilung zum Anheben
der Temperatur an der gewöhnlichen Brennerseite zu bewirken,
während ein Brennstoff B (z. B. Konvertergas) benutzt wird,
um mit seinem langsamen Brennverhalten die Verbrennung
auf der Brennerseite auf die mögliche Grenze herabzudrücken.
Das gemischte Verbrennungsverhältnis wird wie folgt definiert:
Wird das gemischte Verbrennungsverhältnis variiert, so kann
die Temperaturverteilung innerhalb des Heizraumes in jedem
Regelabschnitt in Form eines Gesamtheizwertes angegeben werden,
wie in Fig. 4 gezeigt ist.
Das gemischte Verbrennungsverhältnis und die eingestellte
Heizraumtemperatur werden für die Position xj in jedem
Material für die gewünschte Heizraumtemperatur wie folgt
angegeben:
Gemischtes Verbrennungsverhältnis
Eingestellte Heizraumtemperatur
Hierbei sind k1, k2 und k3 Konstanten; N die Anzahl
der Materialblöcke innerhalb eines Regelabschnittes und
XT die Position des Detektors für die Heizraumtemperatur.
Wie Fig. 5 zeigt, kann auch bei einer Mischung von Material
mit hoher Belastung und Material mit niedriger Belastung
innerhalb des Heizraumes die Ausgabetemperatur genau
geregelt werden, und darüber hinaus kann der Verbrauch
von Brennstoffen A und B auf ein Minimum reduziert werden.
Nachfolgend soll das Verfahren der erfindungsgemäßen Heizungsregelung
anhand eines Ausführungsbeispieles unter Bezug
auf Fig. 6 beschrieben werden.
Ein Heizraum 101 ist in eine Mehrzahl von Regelabschnitten
101₂ unterteilt, und es sind Brenner 105 und Temperaturdetektoren
104 vorgesehen. Die Strömungsgeschwindigkeit
des Brennstoffs wird durch einen Strömungsregler 103 in
jedem Abschnitt derart geregelt, daß die Heizraumtemperatur
in jedem Abschnitt dem Einstellwert entspricht, der durch
einen Rechner 106 für die Heizraumtemperatur eingestellt
wird. Das Bezugszeichen 102 bezieht sich auf die
Eingabe von Materialinformationen, die die Maße des Materials,
das Gewicht, die Ausgabetemperatur und weitere Informationen
angeben, die an den Rechner 106 für die Heizraumtemperatur
weitergeleitet werden.
Der Rechner 106 für die Heizraumtemperatur besteht
aus einer Rechenfunktion 20 für die jeweilige Temperatur,
einer Rechenfunktion 21 für die optimale Temperatur für
das Material und einer Rechenfunktion 22 für das gemischte
Verbrennungsverhältnis und die eingestellte Heizraumtemperatur.
Diese Berechnung wird in gleichmäßigen
Zeitabständen durchgeführt. Die Rechenfunktion 20 für die
jeweilige Temperatur berechnet die jeweilige Materialtemperatur
durch das Rechenmodell 5 für die Heizraumtemperatur,
durch das Rechenmodell 6 für die Heizraumwandtemperatur
und das Rechenmodell 7 für die Materialtemperatur auf der
Basis der Materialinformationen. Die Rechenfunktion 21
für die optimale Heizraumtemperatur für jedes Material
bestimmt die optimale Heizraumtemperatur bei Minimierung
des Brennstoffverbrauchs entsprechend dem Flußdiagramm
nach Fig. 3, wie bereits beschrieben.
Die Rechenfunktion 22 für das gemischte Verbrennungsverhältnis
und die eingestellte Heizraumtemperatur berechnet
die Heizraumtemperatur jedes Regelbereiches nach den
Gleichungen (18) und (19) unter Anwendung der gewünschten
Heizraumtemperatur und der Position des durchlaufenden
Materials. Dieser berechnete Wert gelangt an den entsprechenden
Brennstoff-Strömungsgeschwindigkeitsregler
103.
Bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform der
Erfindung wird die zukünftige Variation der Temperatur
innerhalb des Heizraumes, der Heizraumwandtemperatur und
der Materialtemperatur auf der Basis der Brennstoff-
Fließgeschwindigkeit und der gewünschten Heiztemperatur
für jedes Material berücksichtigt, um den Brennstoffverbrauch
zu minimieren. Hierbei werden der Einstellwert für
die Heiztemperatur und das gemischte Verbrennungsverhältnis
in jedem Regelbereich auf der Basis der gewünschten
Heiztemperatur eingestellt. Demzufolge kann auch bei
einer Mischung von Material mit hoher Belastung und Material
mit niedriger Belastung innerhalb des Heizraumes die
Ausgabetemperatur genau geregelt werden und dabei gleichzeitig
der Brennstoffverbrauch deutlich abgesenkt werden.
Claims (1)
- Verfahren zur Heizungsregelung in einem Wärmeofen, der einen durchgehenden Heizraum (101) mit mehreren Heizregelabschnitten (101₂) aufweist,
bei dem in jedem Heizregelabschnitt (101₂) mindestens ein Brenner (105) vorgesehen ist, die Heizraumtemperatur mit Hilfe von Temperaturdetektoren (104) gemessen und die Brennstoffzufuhr zu den einzelnen Brennern gemessen und mit Hilfe von Strömungsreglern (103) eingestellt werden kann, und
bei dem nach einem Rechenprogramm die Brennstoffzufuhr zu den einzelnen Brennern nach weiteren Einflußgrößen geregelt wird;
dadurch gekennzeichnet, daß
die Brenner (105) in jedem Heizregelabschnitt (101₂) mit zwei verschiedenen Brennstoffen betrieben werden und daß die einzelnen Brennstoffregler (103) durch einen Rechner (106) in Verbindung stehen, der die folgenden Schritte ausführt:- a) Berechnen des zeitlichen Verlaufs der Heizraumtemperatur auf der Basis der gemessenen Brennstoffzufuhrgeschwindigkeit in einem nicht-stetigen Wärmeausgleichssystem;
- b) Berechnen des zeitlichen Verlaufs der inneren Temperatur einer Heizraumwand aus der gemessenen Heizraumtemperatur;
- c) Berechnen des zeitlichen Verlaufs der inneren Materialtemperatur aus der gemessenen Heizraumtemperatur;
- d) Berechnen der mittleren Temperatur jedes Heizregelabschnittes (101₂) unter Berücksichtigung des Materialausgabezustandes bei der jeweiligen Brennstoffzufuhrgeschwindigkeit, der Gleichmäßigkeit der Wärmeverteilung darin und bei jeder Heizraumtemperatur im Materialdurchlaufzustand, wobei die in den Schritten a), b) und c) ermittelten Rechenergebnisse verwendet werden;
- e) Berechnen der mittleren Temperatur jedes Heizregelabschnittes unter Berücksichtigung des Materialausgabezustandes bei Variation der Brennstoffzufuhrgeschwindigkeit von einer gegebenen Geschwindigkeit um einen bestimmten Wert, der Gleichmäßigkeit der Wärmeverteilung darin und bei jeder Heizraumtemperatur im Materialdurchlaufzustand, wobei die in den Schritten a), b) und c) ermittelten Rechenergebnisse verwendet werden;
- f) Berechnen eines Linearitätskoeffizienten für die jeweilige Brennstoffzufuhrgeschwindigkeit aus den Rechenergebnissen der Schritte d) und e) und Bestimmen der optimalen Heizraumtemperatur für das Material bezüglich minimalen Brennstoffverbrauchs in den bestehenden Grenzen unter Benutzung des Linearitätskoeffizienten; und
- g) Berechnen und Einstellen eines bestimmten gemischten Verbrennungsverhältnisses der beiden verschiedenen Brennstoffe durch Aufteilen des Gesamtheizwertes der Brennstoffe und des Brennstofftemperatur-Einstellwertes unter Benutzung der im Schritt f) ermittelten optimalen Heizraumtemperatur für das Material.
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