DE3604422C2 - - Google Patents

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
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Description

Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Reinraumtechnik; sie betrifft eine Luftschleuse für reinraumtechnische Zwecke zum Reinigen von kontaminierten Oberflächen mittels die Luftschleuse durchströmender Luft mit zwei einander gegenüberliegend angeordneten Zuluftkammern, deren Seitenwände mit einer Anzahl von Ausströmöffnungen zum Einblasen der Luft versehen sind, und die zumindest eine Rückführungsöffnung zum Abführen der Luft aus der Schleuse aufweist.
Fertigungen, Untersuchungen, Therapie und Pflege in bestimmten Bereichen bedürfen besonderer Vorsorge gegen das Einschleppen von Kontaminationen auf der Oberfläche von in den Arbeits-, Labor- oder Pflegeraum eingebrachten Gegenständen einschließlich der Schutzkleidung des Personals. Derartige Arbeitsweisen werden in Reinen Räumen durchgeführt, die Reinheitsbedingungen unterliegen dabei je nach durchzuführender Tätigkeit unterschiedlichen Anforderungen. Häufig werden derartige Räume mit einer vertikalen oder einer horizontalen, turbulenzarmen Verdrängungsströmung durchflutet, während in anderen Bereichen andere Strömungsverhältnisse herrschen können. Charakteristisch ist dabei im allgemeinen, daß Reine Räume einen Überdruck gegenüber der Umgebung aufweisen, um ein luftgetragenes Einströmen von Kontaminationen zu unterbinden. Es ergibt sich daher das Problem, die Zugänge und Durchreichen für Reine Räume so zu gestalten, daß ein Luftaustausch höchstens in Richtung des Druckgefälles erfolgen kann, und daß im Eingangsbereich eine Reinigung der Oberfläche der einzubringenden Gegenstände bzw. des eintretenden Personals vorgenommen wird.
Um zwischen Innenräumen und der Außenluft oder zwischen unterschiedlichen Lüftungszonen einen entgegengesetzten Luftaustausch zu verhindern, kennt die Lüftungstechnik Luftschleusen, wie beispielsweise in der DE-OS 34 03 547 beschrieben; eine derartige Luftschleuse soll unabhängig von der Höhe der Druckdifferenz zwischen innen und außen arbeiten, über den gesamten Betriebsbereich stabil bleiben und unabhängig von der Richtung des Druckgefälles sein. Bei reinraumtechnischen Anlagen wird dagegen eine Schleuse eingesetzt, bei der immer ein gleiches Druckgefälle vorliegt, dessen Richtung vom Reinraum zum nicht-reinen Bereich innerhalb des in aller Regel klimatisierten Gebäudes hin gerichtet ist, in der aber die Oberflächen von einzubringenen Gegenstände bzw. der Schutzkleidung des eintretenden Personals durch die auftreffende Luftströmung abreinigen sollen. Dazu sind Vorräume bekannt, in denen diese Oberflächen mit aus einer Vielzahl von Strahldüsen austretenden Luftstrahlen abgeblasen werden sollen, um auf Oberflächen haftende teilchenförmige Verunreinigungen zu lösen und so Kontaminationen zu entfernen. Die DE-OS 23 05 923 betrifft eine Anordnung zum Abschotten von Tor- oder Türöffnungen gegenüber äußeren Einflüssen mit lüftungstechnischen Mitteln, wobei die Lufteinführung ebenso wie das Abführen der aus der Walze ausgeschleusten Luft tangential erfolgen, und die aus der Walze ausgeschleuste, im allgemeinen mit Verunreinigungen angereicherte Luft, in einen Luftfilter gereinigt wird. Die DE-PS 32 08 622 betrifft einen Abzug zum Absaugen von Gasen, Dämpfen und Schwebstoffen. Hier wird in dem Innenraum des Abzuges durch Blasdüsen eine Drallströmung erzeugt, die die bei geöffnetem Frontschieber eintretende Luft erfaßt und in die in der Walze strömende Luft einmischt. Eine Vorbehandlung der eingeblasenen Luft erfolgt nicht. Eine für reinraumtechnische Zwecke einsetzbare Luftschleuse ist in der US-PS 32 85 693 beschrieben: Sie weist zwei einander gegenüberliegend angeordnete Zuluftkammern auf, deren Seitenwände mit einer Anzahl von Ausströmöffnungen zum Einblasen der Luft versehen sind, wobei die aus den Ausströmöffnungen austretende Luft zum Reinigen von in die Schleuse eingebrachten, kontaminierten Oberflächen dient; sie weist weiter zumindest eine Rückführungsöffnung zum Abführen der Luft aus der Schleuse auf. Die Vielzahl derartiger, gegeneinander gerichteter Luftstrahlen führt jedoch aufgrund der Induktion zu einer Verschleppung von Verunreinigungen, da bei derartigen Strahlanordnungen unvermeidbar ist, daß jeder Strahl Umgebungsluft ansaugt und durch Impulsübertragung beschleunigt. Diese angesaugte Luft enthält jedoch viele gerade abgelöste und abgetragene Partikel, die so in den Reinluftbereich des Strahlkernes gelangen, begünstigt. durch die kleinen Abmessungen dieser Vorräume, die, um wirtschaftlich betrieben werden zu können, nicht größer sein sollen, als die eingebrachten Güter bzw. für den Durchgang einer Person notwendig, wobei die Verkleinerung der Abmessung der Strahlwirkung entgegenkommt, hat doch der im wesentlichen wirksame Kernbereich des Strahles nur eine Wirklänge von etwa dem 6- bis 8­ fachen des Mündungsdurchmessers der Strahldüse.
Hieraus ergibt sich die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe eine gattungsgemäße Luftschleuse so weiter zu bilden, daß die in ihr strömende Luft von Oberflächen Partikal abzutragen in der Lage ist und partikelhaltig in überschaubarer Weise gezielt abströmen soll; in Weiterführung der Aufgabenstellung soll eine Umluftführung eingesetzt werden, die den Betrieb derartiger Luftschleusen wirtschaftlicher werden läßt.
Diese Aufgabenstellung wird bei einer Luftschleuse mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 von den im Kennzeichen des Hauptanspruchs wiedergegebenen Merkmalen gelöst; vorteilhafte Ausgestaltungen und bevorzugte Ausführungsformen beschreiben die Unteransprüche.
Bei der vorgeschlagenen Ausbildung wird jede der Zuluftkammern mit den segmentförmig ausgebildeten Innenwänden auf einen im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt der Luftschleuse begrenzt; zur Erzeugung der Drallströmung weist die Luftschleuse mindestens ein Paar in Bezug auf den Mittelpunkt des Querschnittes einander diametral gegenüberliegend angeordnete, schlitzförmige Luftauslässe auf, zur Vergleichmäßigung dieser Drallströmung ist jede der Zuluftkammern mit einer Strömungsleitfläche versehen, die als schräg zu der Innenwand angeordnete, den Strömungsquerschnitt verengende Strömungsleitbleche ausgebildet sind. Zur Rückführung der eingebrachten Luft ist die Rückluftöffnung an mindestens einer der Stirnflächen des im wesentlichen kreisförmigen Innenraumes der Luftschleuse und koaxial dazu mit einem Rückluftstutzen vorgesehen. Durch diese Anordnung wird ein Vorraum gebildet, der Mittel aufweist, um die in ihm enthaltene Luft in eine Drallströmung zu versetzen, wobei der Tangentialgeschwindigkeit der Luft eine radiale Geschwindigkeitskomponente überlagert ist, da aus der Drallströmung koaxial zur Drallachse Rückluft entnommen wird, die entsprechend den Druckverhältnissen sowohl aus der Luft des Reinen Raumes als auch aus der Luft des Vorraumes ersetzt wird. Das Abströmen geschieht dabei auf Spiralbahnen und ist daher überschaubar. Besonders im äußeren Strömungsbereich ist die Luftgeschwindigkeit so hoch, daß Verunreinigungen von den zu reinigenden Oberflächen abgetragen werden. Dieses geschieht somit beim Betreten und beim Verlassen der Luftschleuse. Durch das Abführen der verunreinigten Luft zu einer oder zu beiden Stirnseiten wird eine Partikel-Anreicherung in der Luft der Luftschleuse vermieden.
Die paarweise Anordnung betrifft dabei auch die Anwendung mehrerer Paare, die achssymmetrisch und diametral in bezug auf die Mittelpunktslinie des Querschnitts der Luftschleuse auf den segmentförmigen Seitenwänden verteilt angeordnet sind. Durch diese Ausbildung wird erreicht, daß die Impulseinführung zum Antreiben der Luftwalze über mehrere Schlitzauslaß-Paare erfolgt, wobei der eine Schlitzauslaß eines Paares in der Seitenwand der einen Zuluftkammer und der andere Schlitz in der Seitenwand der anderen Zuluftkammer vorgesehen sind. Bei der Anwendung von zwei Paaren empfiehlt es sich, den einen Schlitzauslaß an dem Einlauf in die die Strömung leitenden segmentförmigen Wand vorzusehen. Es versteht sich von selbst, daß auch zusätzlich im Verlauf der Wand angeordnete Schlitzauslässe zur Impulseinführung und insbesondere zur Kompensation der Reibungsverluste der Strömung an den segmentförmigen Seitenwände vorgesehen sein können. Mit den in den Zuluftkammern vorgesehen Strömungsleitflächen wird eine Vergleichmäßigung der Drallströmung über die gesamte Höhe der Luftschleuse erreicht. Besonders bei sehr hohen Luftschleusen bedarf es für die Erzeugung einer gleichmäßigen Drallströmung einer über die gesamte Höhe im wesentlichen gleichmäßig verteilten Ausblasgeschwindigkeit aus den schlitzfömigen Luftauslässen. Bei engen Luftkammern müssen besondere Maßnahmen getroffen werden, um die Verteilung der Ausblasgeschwindigkeit zu egalisieren. Dazu wird der als Strömungskanal aufzufassende Querschnitt der Zuluftkammer durch eine schräg eingebaute Strömungsleitfläche so verengt, daß ihr Strömungsquerschnitt kontinierlich mit der Entfernung vom Lufteintritt abnimmt. Die Egalisierung kann jedoch auch durch Einbau eines zusätzlichen Strömungswiderstandes, etwa in Form einer Filterwand, erreicht werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform beträgt die Schlitzweite der schlitzförmigen Luftauslässe im Verhältnis zum Wirkdurchmesser des Innenraumes der Luftschleuse (1) mindestens 1 : 20 und höchstens 1 : 60 und die Einblasgeschwindigkeit liegt im Bereich von 10 m/s bis 30 m/s. Durch diese Verhältnisse an den über die gesamte Höhe reichenden schlitzförmigen Auslässen, die auch Unterbrechungen aufweisen können, wird erreicht, daß eine stabile Drallströmung durch den Strahlimpuls angetrieben wird, mit einer für die Abreinigung der Oberflächen günstigen Luftgeschwindigkeit.
Weiter wird vorgeschlagen, daß die schlitzförmigen Luftauslässe schwenkbar ausgebildet und in ihrer Strahlrichtung von nahezu tangential bis etwa radial einstellbar sind. Darüber hinaus wird vorgeschlagen, daß zusätzlich zu den Schlitzauslaß-Paaren Strahldüsen vorgesehen sind, die schwenkbar ausgebildet und in ihrer Strahlrichtung tangential zum Kreisquerschnitt ausrichtbar und zum Mittelpunkt des Kreisquerschnittes hin schwenkbar sind. Durch die schwenkbaren Schlitzauslässe kann der Impulseintrag in die Drallströmung den herrschenden Bedingungen angepaßt werden. Dabei ist es nicht nötig, daß die Schlitzauslässe selbst körperlich geschwenkt werden; es genügt vielmehr, daß die Strahlrichtung durch in die Schlitzauslässe eingebaute Leitkörper oder Leitflächen entsprechend den Erfordernissen gelenkt wird. Die zusätzlichen Strahldüsen sind im wesentlichen dann erforderlich, wenn die Konfiguration der Luftschleuse zu dekontaminierenden Gegenständen dies erfordert. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Hinterschneidungen oder Hohlräume zu beachten sind, die in der Drallströmung einen Strömungsschatten aufweisen.
In einer vorteilhaften Weiterbildung sind in den Rückluftstutzen Gegendrallkörper zur Umsetzung der Drallströmung des Innenraums der Schleuse in gerichtete Strömungsenergie vorgesehen. Durch diese Maßnahme wird der durch die Impulseinleitung in die Drallströmung in der Rückluft vorliegende Drall-Impuls in vorwärts gerichteten Strömungsimpuls umgewandelt, wodurch die vom Gebläse aufzubringende Druckdifferenz verringert wird. Dies hat zur Folge, daß die vom Gebläse aufgenommene Leistung und somit auch seine in Wärme übergehende Verlustleistung verringert wird.
Eine bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gegeben, daß die Zuluftkammern über Druckleitungen mit dem Ausblas eines Gebläses und die Rückluftstutzen über Saugleitungen mit dem Saugstutzen dieses Gebläses verbunden sind, wobei die Druckleitung für die Zuluft mit einem den Überdruck begrenzenden Abblasventil versehen und in ihr eine Filtereinheit vorgesehen ist, und wobei in dem/den Rückluftstutzen Gegendrallkörper zur Umsetzung der Drallströmung des Innenraumes der Schleuse in gerichtete Strömungsenergie vorgesehen sind. Weiter ist vorteilhaft in der Druckleitung für die Zuluft ein den Überdruck begrenzendes Abblasventil vorgesehen. Schließlich ist es vorteilhaft, wenn in der Saugleitung der Rückluft eine Filtereinheit vorgesehen ist. Durch diese Vorschläge wird eine Luftschleuse angegeben, in der Gegenstände auch komplexer Formen wirksam gereinigt werden können. Es versteht sich von selbst, daß die Luftschleuse auch als Reinigungsstation für im Reinraum tätiges Personal benutzt werden kann, wobei der wesentliche Vorteil gegenüber den bisher benutzten "Luftduschen" mit hochturbulenten, gegeneinander gerichteten Luftstrahlen vermieden wird. Vermieden wird dabei auch ein unerwünschter Partikeltransfer als Folge eines "Durchblasens", eine Erscheinung, die infolge der gegeneinander gerichteten Luftstrahlen dieser Luftduschen beim Durchreichen von Gegenständen oder beim Durchgehen von Personal nicht vermieden werden kann. Für die von den zusätzlichen Blasstrahlen nach der Erfindung abgetragenen Kontaminationen besteht nicht diese Gefahr, da sie von der Drallströmung erfaßt werden und nicht mit einem die Drallströmung durchbrechenden Luftstrahl in den Reinraum verschleppt werden können. Durch die Begrenzung des Schwenkwinkels der zusätzlichen Strahldüsen zwischen Tangential-Richtung und Radial-Richtung bringen diese zusätzlichen Luftstrahlen noch einen zusätzlichen, die Drallerzeugung unterstützenden Impuls in die Strömung ein, wobei es selbstverständlich ist, daß diese zusätzlichen Strahlen nicht gegen die Drallströmung angestellt werden. Dadurch wird die Strahlluft rasch Bestandteil der Drallströmung und mit der in der Drallströmung befindlichen Luft zu einer oder beiden Stirnflächen hin abgeführt.
Für ein wirksamens Abreinigen im Bereich dieser Luftschleuse ist es sinnvoll, wenn das Verhältnis zwischen ihrem Durchmesser und dem Durchmesser des Rückluftrohres bzw. der Rückluftrohre im Bereich von 2:1 bis 4:1 liegt. Durch diese Festlegung wird im wesentlichen die Verweildauer der kontaminierten Luft im Bereich der Drallströmung bestimmt und auch für praktische Verhältnisse günstige Werte begrenzt.
Die Erfindung wird anhand der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert, dabei zeigt
Fig. 1: einen horizontalen Schnitt durch eine Luftschleuse mit Luftkammern;
Fig. 2: eine seitliche Ansicht der Luftschleuse mit Luftkammern, eine Luftkammer teilweise geschnitten;
Fig. 3: ein lüftungstechnisches Schaltschema der Luftschleuse.
Die Durchgangsstation wird von zwei Luftkammern 2 und 3 gebildet, zwischen denen sich der eigentliche Reinigungsbereich 1 befindet. Die Innenwände 2.1 und 3.1 der Luftkammern 2 und 3 sind kreis­ segmentförmig ausgebildet, so daß der im wesentlichen kreisförmi­ ge Querschnitt durch diese Segmente vorgegeben ist. In den Innen­ wänden 2.1 und 2.3 beider Luftkammern 2 und 3 sind paarweise dia­ metral einander gegenüberliegende schlitzförmige Luftauslässe 7 und 8 sowie 9 und 10 vorgesehen, die zwischen Tangential und Radial schwenkbar sind. Es versteht sich von selbst, daß alle diese Luftauslässe gleichsinnig ausgerichtet sind, so daß sich letztendlich die schematisch eingezeichnete Strömungsverteilung im Bereich der Reinigungszone des Durchgangs 1 ausbildet. Wesent­ lich für das Ausbilden dieser Potential-Strömung ist der Impuls­ eintrag durch die Luftauslässe und das Abströmen durch den (in Fig. 1 nicht näher dargestellten) Rückluftauslaß 5.1 (Fig. 2). Die Durchgangsstation ist mit einem luftdurchlässigen Boden 18 versehen, auf dem die durchzureichenden Gegenstände mit ihrer zu dekontaminierenden Oberfläche abgestellt werden können oder der als Trittrost für das Durchgehen dient.
Die Fig. 2 zeigt die Frontansicht der anschlußfertigen Durch­ gangsstation mit den beiden Luftkammern 2 und 3 auf den beiden Seiten des Durchganges 1, wobei die Luftkammer 2 entsprechend der Schnittlinie II-II (Fig. 1) teilgeschnitten ist. Die Decke 4 der Durchgangsstation trägt die umkleidete Zuluftkammer 4.1, in die Zuluft durch die Anschluß-Frischrohrleitung 4.2 zuströmt. Durch die Überströmöffnung gelangt die Zuluft in das Innere der Luftkammer 2 und strömt durch den Schlitzauslaß 7 und auch 10 (Fig. 1) etwa mit tangentialer Richtung in den Strömungsbereich der Durchgangsstation 1. Die auf der gegenüberliegenden Seite angeordnete Luftkammer 3 ist gleichermaßen ausgebildet, so daß unabhängig von der Anzahl der Schlitzauslaß-Paare stets ein dreh­ symmetrisches Einströmen der Zuluft erfolgt. Um die Ausblasge­ schwindigkeit über die gesamte Höhe des Strömungsbereiches der Durchgangsstation 1 zu gewährleisten, sind in die Luftkammer - wie am Teilschnitt der Luftkammer 2 zu erkennen - schräg an­ geordnete Strömungsleitflächen 20 eingesetzt, die den Quer­ schnitt der Luftkammer von der Überströmöffnung in der Deckplatte 4 zur Bodenplatte 5 hin verengen. Den unteren Abschluß bildet die Bodenplatte 5, in der zentral angeordnet und konzentrisch zum durch die Kreissektoren gegebenen Grundkreis das Abluftrohr 5.1 angeordnet ist. Der im Abstand darüber angeordnete luft­ durchlässige Boden 18 - vorteilhafter Weise ein Gitterrost - gestattet das Abstellen, ggf. auch das Begehen der Durchgangs­ station 1.
Die Fig. 3 zeigt schließlich ein Schaltschema mit der Versor­ gung der Luftkammern 2 und 3 und der Abführung der Abluft aus der Durchgangsstation 1. Die Luft des gesamten Systems wird vom Gebläse 10 gefördert, das vom Antriebsmotor 10.1 angetrieben ist. Die Zuluft verläßt das Gebläse über den Anschlußstutzen 10.2 und strömt in die Zuluftleitung 11. Um die Druckhöhe in der Zuluftleitung 11 zu begrenzen, ist ein Abblasstutzen mit einem druckabhängigen Ventil 12, bei dem es sich um ein be­ liebiges Überdruckventil, insbesondere eins mit Feder- oder mit Gewichtsbelastung handeln kann, vorgesehen. Die Zuluft wird durch eine Zuluft-Filtereinheit 13 geführt; diese Filtereinheit kann selbstverständlich dann entfallen, wenn Stromrichter mit Filtern den Luftkammern 2 und 3 vorgeschaltet sind. Über die Speiseleitungen 14.1 und 14.2 werden die - in dieser Darstellung getrennt versorgten - Luftkammern 2 und 3 mit den Zuluftstutzen 4.1 mit Zuluft versorgt, die dann über die paarig angeordneten, schlitzförmigen Luftauslässe 7 und 8 bzw. 9 und 10 (Fig. 1) in den Strömungsbereich der Durchgangsstation 1 überströmt. Die aus­ gebildete Drallströmung wird zentral - im Beispiel der Fig. 4 beidseitig - über die Abluftstutzen 5.1 abgesaugt und über die Leitungen 15.1 und 15.2 der Rückluftfiltereinheit 16 zugeführt. Die Rückluftfiltereinheit 16 hat insbesondere dann Sinn, wenn die zu entfernenden Kontaminationen gefährlich, etwa radioaktiv oder infektiös, sind. Bei üblichen Einsätzen kann auf sie ver­ zichtet werden. Die Leitung 17 schließlich führt die Abluft wiederum dem Gebläse 10 zu. Da eine Auffüllung des Volumenstroms der in der Drallströmung kreisenden Luft durch die offenen Sei­ ten der Durchgangsstation 1 (Fig. 1) nicht verhindert werden kann, muß das Gebläse 10 unter Berücksichtigung dieser Induktion ausgelegt werden. Der Überschuß wird dann über das Abblasventil 12 abgegeben, wobei zweckmäßigerweise der statische Überdruck an einem vom Volumenstrom abhängigen Strömungswiderstand erzeugt wird.

Claims (8)

1. Luftschleuse für reinraumtechnische Zwecke zum Reinigen von kontaminierten Oberflächen mittels die Luftschleuse durchströmender Luft mit zwei einander gegenüberliegend angeordneten Zuluftkammern, deren Seitenwände mit einer Anzahl von Ausströmöffnungen zum Einblasen der Luft versehen sind, und die zumindest eine Rückführungsöffnung zum Abführen der Luft aus der Schleuse aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuluftkammern (2, 3), deren Innenwände (2.1, 3.1) segmentförmig ausgebildet sind, einen im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt der Luftschleuse (1) begrenzen und jede der Zuluftkammern (2, 3) zur Erzeugung einer Drallströmung mindestens ein Paar in bezug auf den Mittelpunkt des Querschnittes der Luftschleuse (1) einander diametral gegenüberliegend angeordnete, schlitzförmige Luftauslässe (7, 8; 9, 10) aufweist, wobei zur Vergleichmäßigung dieser Drallströmung jede der Zuluftkammern (2, 3) mit einer Strömungsleitfläche (20) versehen ist, die als schräg zu der jeweiligen Innenwand (2.1, 3.1) angeordnetes, den Strömungsquerschnitt verengendes Strömungsleitblech ausgebildet ist, und daß die Rückluftöffnung (5) an mindestens einer der Stirnflächen des im wesentlichen einen kreisförmigen Querschnitt aufweisenden Innenraumes der Luftschleuse (1) angeordnet und koaxial zum Querschnitt des Innenraumes mit einem Rückluftstutzen (5.1) versehen ist.
2. Luftschleuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die schlitzförmigen Luftauslässe (7, 8; 9, 10) schwenkbar ausgebildet und in ihre Strahlrichtung von nahezu tangential bis etwa radial einstellbar sind.
3. Luftschleuse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitzweite der schlitzförmigen Luftauslässe (7, 8; 9, 10) im Verhältnis zum Wirkdurchmesser des Innenraumes der Luftschleuse (1) mindestens 1 : 20 und höchstens 1 : 60 beträgt, und daß die Einblasegeschwindigkeit im Bereich von 10 m/s bis 30 m/s liegt.
4. Luftschleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zu den paarweise angeordneten Schlitzauslässen (7, 8, 9, 10) Strahldüsen vorgesehen sind, die schwenkbar ausgebildet und in ihrer Strahlrichtung tangential zum Kreisquerschnitt ausrichtbar und zum Mittelpunkt des Kreisquerschnittes hin verschwenkbar sind.
5. Luftschleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Rückluftstutzen (5.1) Gegendrallkörper zur Umsetzung der Drallströmung des Innenraums der Schleuse (1) in gerichtete Strömungsenergie vorgesehen sind.
6. Luftschleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuluftkammern (2, 3) über Zuluftleitungen (14.1, 14.2, 11) mit dem Auslaßstutzen (10.2) eines Gebläses (10) und der oder die Rückluftstutzen (5.1) über Saugleitungen (15.1, 15.2, 17) mit dem Saugstutzen dieses Gebläses (10) verbunden sind, wobei die Zuluftleitung (11) mit einem den Überdruck begrenzenden Abblasventil (12) versehen ist, und wobei in dem bzw. den Rückluftstutzen (5.1) Gegendrallkörper zur Umsetzung der Drallströmung des Innenraums der Luftschleuse (1) in gerichtete Strömungsenergie vorgesehen sind.
7. Luftschleuse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Zuluftleitung (11) eine Filtereinheit (13) vorgesehen ist.
8. Luftschleuse nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß in der Saugleitung (17) für die Rückluft eine Filtereinheit (16) vorgesehen ist.
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