Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Zufuhr von Kopsen aus Ringspinnmaschinen
zu Magazinen einer automatischen Spulmaschine gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Aus der DE-OS 24 40 644 ist eine Vorrichtung dieser Art bekannt, bei der
die Kopse liegend auf einem oberhalb der Spulmaschine verlaufenden Förderband
transportiert werden. Eine Übergabevorrichtung ist auf Laufschienen
längs der Spulmaschine in die jeweils gewünschte Übergabeposition verfahrbar
und weist Leiteinrichtungen auf, mit denen die auf dem Förderer zugeführten
Kopse über eine Fallrinne in das an der Übergabeposition befindliche
Spulenmagazin geleitet werden. Hierbei besteht die Gefahr, daß die oberen
Garnlagen der Kopse beim Transport auf dem Förderer veschmutzt werden.
Aufgrund der getrennten Anordnung des Förderers und der Laufschienen für
die Übergabevorrichtung ergibt sich zudem ein hoher Platzbedarf und ein hoher
konstruktiver Aufwand.
Bei einem anderen bekannten Zuführsystem ist ein Behälter vorgesehen,
der hin- und hergehend längs der Reihe der Spulenmagazine beweglich ist
und in welchem die Kopse geordnet aufgestellt sind. Bei einem weiteren bekannten
System ist ein Vorratszylinder vorgesehen, in dem mehrere Kopse
zur Zufuhr in das jeweils gewünschte Magazin gestapelt sind. Diese Systeme
haben den Nachteil, daß ein Kops-Behälter mit verhältnismäßig großen Abmessungen
über den Magazinen angeordnet werden muß und ein spezieller
Förderer zum Transport des Behälters erforderlich ist. Hierdurch wird es
schwierig, die Spulmaschine zu bedienen und ausreichend zu warten.
Bei der Zufuhr von Kopsen zu einer automatischen Spulmaschine werden üblicherweise
die freien Fadenenden vor der Übergabe an das Magazin in der
Öffnung der Hülse festgelegt, so daß die Aufnahme des Fadenendes durch
Saugwirkung erleichtert wird. Es besteht jedoch die Gefahr, daß das Fadenende
wieder aus der Öffnung der Hülse austritt, wenn die Kopse bei der
Übergabe in das Spulenmagazin über längere Strecken fallen oder gleiten.
Aus der DE-OS 32 45 325 ist eine Kops-Zuführvorrichtung bekannt, bei der
die Kopse liegend auf einem in Höhe der oberen Enden der Spulenmagazine
verlaufenden Förderer zugeführt werden und bei der jedem Spulenmagazin
eine Weiche zum Umlenken des Kopses in das Spulenmagazin zugeordnet ist.
Auch diese Vorrichtung ist jedoch aufgrund der Vielzahl der benötigten Weichen
konstruktiv aufwendig, und der Zugang zu der Spulmaschine wird durch
den Förderer erschwert.
In der DE-OS 32 13 253 wird eine Zufuhrvorrichtung beschrieben, bei der
die Kopse in aufrechter Stellung auf dem Förderer transportiert werden. Jeder
Kops ist auf einen tellerförmigen Träger aufgesteckt, der einen in die
Öffnung der Hülse eingreifenden Dorn aufweist. Die Kopse werden bei dieser
Vorrichtung mit dem Träger an die Spulmaschine übergeben und verbleiben
in der Spulmaschine auf dem Träger.
In der älteren Patentanmeldung P 35 44 560 wird eine Zuführvorrichtung
vorgeschlagen, bei der die Kopse auf dem Förderer ebenfalls aufrecht stehend
auf einzelnen Trägern angeordnet sind. Zum Abnehmen der Kopse von den
Trägern ist eine längs des Förderers auf einer gesonderten Führungsschiene
verfahrbare Übergabevorrichtung vorgesehen, mit der die Kopse von den auf
dem Förderer vebleibenden Trägern abgezogen und zu einem vorgegebenen
Zielort überführt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfach aufgebaute und platzsparende
Vorrichtung zu schaffen, die es gestattet, die Kopse schonend von
den Trägern abzunehmen und in die Spulenmagazine zu überführen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Vorrichtung mit den in
Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen.
Erfindungsgemäß ist die längs der Spulmaschine verfahrbare Übergabevorrichtung
unmittelbar an den Führungsschienen des Förderers montiert, so
daß auf ein spezielles Führungsschienensystem für die Übergabevorrichtung
verzichtet werden kann. Die Übergabevorrichtung weist einen vorwärts, aufwärts,
rückwärts und abwärts beweglichen Schlitten auf, der die Kopse mit
einem gabelförmig unter den Boden des Kopses greifenden Arm erfaßt und
von dem Träger abnimmt. Eine gelenkig an dem Schlitten angeordnete
Schwingplatte schlägt bei der Aufwärtsbewegung des Schlittens an einer Rolle
an und wird hierdurch derart geschwenkt, daß sie den Kops von dem Arm
des Schlittens schiebt und in das Magazin leitet.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 ist ein Grundriß einer erfindungsgemäßen
Zuführvorrichtung;
Fig. 2 ist eine Seitenansicht der Vorrichtung
entsprechend einer Ansicht
von unten in Fig. 1;
Fig. 3 ist eine vergrößerte Teilansicht
der Vorrichtung;
Fig. 4 ist eine Teilansicht eines unteren
Teils der Vorrichtung;
Fig. 5 ist eine Ansicht der Vorrichtung
von links in Fig. 4;
Fig. 6 ist ein senkrechter Teilschnitt
durch Schienen für den Transport
von Kopsen;
Fig. 7 ist eine perspektivische Ansicht
eines Abschnittes der Schienen;
Fig. 8 veranschaulicht die Übergabe eines
Kopses an ein Spulenmagazin;
Fig. 9 zeigt einen Grundriß eines Förderers;
Fig. 10 ist eine Seitenansicht einer Übergabevorrichtung;
Fig. 11 ist eine Frontansicht der Übergabevorrichtung;
Fig. 12 ist eine vergrößerte Ansicht der
Übergabevorrichtung von links in
Fig. 11;
Fig. 13 ist eine Ansicht der linken Seite
der Vorrichtung in Fig. 12;
Fig. 14, 15 und 16 sind Teilschnitte längs der Linien
XIV-XIV bzw. XV-XV bzw.
XVI-XVI in Fig. 12;
und
Fig. 17, 18 und 19 sind Darstellungen zur Veranschaulichung
der Arbeitsweise des in
Fig. 13 gezeigten Teils der Vorrichtung.
Fig. 1 bis 3 zeigen eine gebräuchliche automatische Spulmaschine
1 mit einer Anzahl von Spulstellen
und Spulen-Magazinen, die
vor den einzelnen Spulstellen angeordnet sind.
Jedes Spulen-Magazin weist einen Magazinkorb
oder eine Magazintrommel auf, die auf ihrem Umfang
mit mehreren Nuten zur Aufnahme von Kopsen
versehen ist. Wenn in der Spulstelle das Garn eines
neuen Kopses umgespult werden soll, so wird die zugehörige
Magazintrommel um eine Stellung weitergedreht, und
der Spulstelle wird der neue Kops zugeführt. Die erfindungsgemäße
Zuführvorrichtung dient zum gleichzeitigen
oder aufeinanderfolgenden Zuführen von ein oder zwei
neuen Kopsen zu den leeren Nuten der Magazintrommel.
Die Zuführvorrichtung umfaßt einen Förderer 3, der
parallel zu der Reihe der Magazine 2 vor den Magazinen
angeordnet ist. Der Förderer 3 weist im Bereich vor den
Magazinen 2 eine obere Förderstrecke 3a zum Zuführen
neuer Kopse und eine untere Förderstrecke 3b zum
Zurückführen leerer Kops-Träger auf. An dem Förderer
3 ist ferner auf der Zufuhrseite (rechts in der
Zeichnung) eine Handhabungsvorrichtung 5 zur Handhabung
der freien Garnenden angeordnet. Die obere Förderstrecke
3a ist mit der unteren Förderstrecke 3b
über eine abfallende Förderstrecke 3c am linken Ende
des Förderers verbunden (Fig. 9). Auf der Zufuhrseite
ist die obere Förderstrecke an einem Verbindungspunkt
3e annähernd rechtwinklig in Richtung auf die Handhabungsvorrichtung
5 abgewinkelt. Die untere Förderstrecke
3b ist über eine - im Grundriß gesehen - rechtwinklig
in Richtung auf die Handhabungsvorrichtung 5 abgewinkelte
aufsteigende Förderstrecke 3d mit der Handhabungsvorrichtung
verbunden, so daß die Förderstrecken parallel
zueinander oder auf gleicher Höhe mit der Handhabungsvorrichtung
5 verbunden sind. Wie in Fig. 6 und 7 gezeigt
ist, ist der Förderer 3 mit Trägern 7 versehen,
die die Spulen einzeln und in aufrechter Stellung aufnehmen.
Jeder der Träger 7 ist in einem Stück aus
Kunststoff hergestellt und umfaßt eine Grundplatte 7a,
eine in der Mitte auf der Grundplatte ausgebildete Führungssäule
7b, eine Schulter 7c, deren Durchmesser etwas
kleiner ist als der Außendurchmesser des unteren
Hülsenendes, durch das das Garn eingeführt wird, und
einen Haltestift 7d, der von der Mitte der Schulter 7c
nach oben vorspringt. Der Förderer 3 umfaßt ferner zwei
Führungsschienen 3aa, 3ab, die als U-förmige, einander
zugewandte Kanäle ausgebildet sind, und einen nach einer
Seite vorgespannten Antriebsriemen 8 mit kreisförmigem
Querschnitt. Der Antriebsriemen 8 wird durch Riemenscheiben
9′ gehalten, die jeweils derart auf einer an
den Führungsschienen angeordneten Welle gelagert sind,
daß ihr Umfang höher liegt als die gemeinsame Bodenfläche
der U-förmigen Kanäle, die durch die Führungsschienen
3aa, 3ab gebildet werden.
Die Grundplatte jedes einzelnen Trägers 7 wird durch
den Antriebsriemen 8 und eine der Führungsschienen 3aa
abgestützt, und die Träger 7 werden durch den Antriebsriemen
8 angetrieben. Wenn der Antriebsriemen 8 in
Richtung des Pfeiles D in Fig. 7 bewegt wird, so bewegen
sich die Träger 7 ebenfalls in Richtung des Pfeiles
D, sofern sie nicht durch eine Stauvorrichtung aufgehalten
werden. Der Träger 7 kann durch Betätigen einer
Stau- oder Haltevorrichtung (beispielsweise einer durch
eine elektromagnetische Einrichtung gesteuerten und in
die Bewegungsbahn vorspringenden Stange) in einer gewünschten
Position angehalten werden, so daß ein Kops
C′ auf den Träger 7 aufgesetzt werden kann. Sodann
wird die Halteeinrichtung gelöst, und der mit dem Kops
C versehene Träger wird in Richtung des Pfeiles B auf
dem Förderer 3 transportiert. Bei dem vorauslaufenden
Träger 7′ in Fig. 7 handelt es sich um einen leeren
Träger, auf den kein Kops aufgesetzt wurde. Eine
Übergabevorrichtung 4 wird in eine Position vor demjenigen
Magazin 2 bewegt, in welchem ein zusätzlicher
Kops benötigt wird. Mit Hilfe der Übergabevorrichtung
wird der Kops C in die Position C′ angehoben, so daß
er von dem Träger 7 freikommt, und in die Position
C′′ geneigt, so daß er in das Magazin 2, d. h., in eine
der Nuten der Magazintrommel eingeführt wird, wie
durch die Position C′′′ in Fig. 8 veranschaulicht wird.
Die Führungsschienen des Förderers 3 bestehen aus mehreren
Stücken, die jeweils eine geeignete Länge aufweisen
und längsweise miteinander verbunden sind. Der
Antriebsriemen 8 weist einen runden Querschnitt auf und
ist flexibel. Die Förderstrecke des Förderers kann daher
in jeder beliebigen Richtung, sowohl waagerecht als auch
senkrecht, abgewinkelt sein. Bei dem in Fig. 9 gezeigten
Förderer 3 ist der Antriebsriemen 8 in zwei
Abschnitte unterteilt, die jeweils durch einen endlosen
Riemen gebildet werden. Der eine Abschnitt läuft
über eine waagerechte Antriebsrolle 9a, eine senkrechte
Führungsrolle 9b, eine waagerechte Führungsrolle 9c
und eine geneigte Führungsrolle 9d. Dieser Teil des
Antriebsriemens bildet die aufsteigende Förderstrecke
3d zwischen der Antriebsrolle 9a und der Führungsrolle
9d. Der andere Antriebsriemen-Abschnitt läuft über die
Riemenscheiben 9 und 9′ und bildet die Verbindungsstrecke
3e zu der Handhabungsvorrichtung 5.
Die Dicke der Riemenscheiben einschließlich der Antriebs-
und Führungsrollen, jedoch mit Ausnahme der senkrechten
Führungsrolle 9b, ist kleiner als der Durchmesser des
Antriebsriemens 8, so daß die Grundplatte 7a mit den
Seitenflächen der Riemenscheiben in Berührung bleiben
kann und die Grundplatten 7a durch den umlaufenden
Antriebsriemen 8 bewegt werden. An der Verbindungsstelle
zwischen der oberen Förderstrecke 3a und der schleifenförmig
abfallenden Förderstrecke 3c verläßt der Antriebsriemen
8 die Führungsschienen, so daß die leeren
Träger von dem Antriebsriemen 8 freigegeben werden und
über die geneigte Förderstrecke zu der unteren Förderstrecke
3b hinabrutschen. Sodann werden die Träger
über die von Antriebsriemen 8 durchlaufene untere Förderstrecke
3b und die aufsteigende Förderstrecke 3d
weitertransportiert und an den anderen Abschnitt 8a des
Antriebsriemens übergeben, der durch die Führungsschienen
3f verläuft. Auf diese Weise werden die leeren Träger
zurückgeführt.
Wie in Fig. 1 und 2 gezeigt ist, werden die mit Hilfe
der Ringspinnmaschinen gewickelten Kopse mit Hilfe eines
Kopsförderers 6 transportiert und in einem Trichter
10 gespeichert (Fig. 9). Während die Kopse in
Längsrichtung weitertransportiert und einzeln auf die
Träger aufgesetzt werden, werden jeweils die freien
Garnenden in die obere Öffnung der Hülse
eingeführt und dort gehalten. Bei gelegentlich
auftretenden Störungen, beispielsweise bei einem Mangel
an Kopsen in dem Trichter 10 oder bei einem Fehler bei
der Aufnahme des Garnendes oder bei einer Fehlausrichtung
des Kopses auf dem Träger kommt es jedoch vor, daß
ein leerer Träger 7′ zu den Führungsschienen 3e′ transportiert
wird. Es ist schwierig, die leeren Träger 7′
ohne Spezialeinrichtungen von dem Förderer 3 zu entfernen.
Hierdurch wird der Betrieb der Übergabevorrichtung 4
erschwert.
Aus diesem Grund ist
eine Selektiervorrichtung vorgesehen, die die
leeren Träger erkennt und zu den Führungsschienen 3f
zurückleitet. Die Selektiervorrichtung ist an dem Knie
3h des Förderers 3 angeordnet, das eine Übertragungsstation
bildet zur Übertragung der Träger von dem durch
die Handhabungsvorrichtung 5 verlaufenden Antriebsriemen
8a auf den Antriebsriemen 8 zum Weitertransport der
besetzten Träger und zur Rückleitung der leeren Träger.
Die Selektiervorrichtung umfaßt eine oberhalb der Antriebsrolle
9a angeordnete Führungsplatte 27 und eine
über der Antriebsrolle 9 angeordnete Spulenführung 28.
Die Spulenführung 28 wird durch eine Halterung in
einer höheren Position als die Führungsplatte 27 gehalten,
so daß leere Träger 7′ durchgelassen und nur
die mit einem Kops besetzten Träger 7 geführt werden.
Auf diese Weise werden alle leeren Träger 7′ durch die
Führungsplatte 27 umgelenkt und mit Hilfe des Antriebsriemens
8a zu der Handhabungsvorrichtung 5 zurückgeleitet,
während die mit Kopsen besetzten Träger durch
die mit dem Kops C in Berührung tretende Spulenführung
28 an einer Rückkehr zu den Führungsschienen
3f gehindert und entlang des seitlichen Randes der
Führungsplatte 27 zwangsweise zu der Zufuhrseite des
Antriebsriemens 8 überführt werden.
Die Übergabevorrichtung 4 soll nachfolgend im einzelnen
beschrieben werden.
Fig. 10 zeigt eine Seitenansicht der Übergabevorrichtung
4, die einem Spulen-Magazin 2 gegenüberliegt, und Fig.
11 zeigt eine Frontansicht der Übergabevorrichtung ohne
Magazin. Die Übergabevorrichtung 4 umfaßt zwei Rahmen
29, die Auszugsvorrichtungen für zwei Spulen zwischen
sich aufnehmen, sowie zwei außerhalb der Rahmen angeordnete
Motoren 41 zum Antrieb der Auszugsvorrichtungen.
Jeder der Rahmen 29 weist vordere und hintere Schenkel
auf, die mit Rollen 32, 32a, 33, 33a zum Halten an der oberen
Förderstrecke des Förderers 3 versehen sind. Jeder
der hinteren Schenkel weist eine nach unten verlängerte
Halterung auf, die mit einer weiteren, an der unteren
Förderstrecke des Förderers 3 abrollenden Rolle
33b versehen ist. Die Übergabevorrichtung 4 weist
weiterhin einen Antrieb 34 mit einem Reibriemen 37
auf, der mit einer von der oberen Förderstrecke 3a abgehängten
Führungsschiene 3j in Berührung steht, so
daß die Übergabevorrichtung 4 mit Hilfe des Reibriemens
37 in beiden Richtungen längs der oberen Förderstrecke
3a antreibbar ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
ist die Führungsschiene 3j in einem Stück mit
der oberen Förderstrecke 3a ausgebildet. Es ist jedoch
möglich, die Führungsschiene als von der oberen Förderstrecke
getrenntes Bauteil auszubilden und mit der oberen
Förderstrecke zu verbinden. Wie in Fig. 11 und
12 zu erkennen ist, läuft der Reibriemen 37 um zwei
Riemenscheiben 36a, 35a, die jeweils an einer Halterung
35 bzw. 36 gelagert sind. Die Halterungen 35 bzw. 36 sind
scharnierförmig an der nach unten vorspringenden Verlängerung
des hinteren Schenkels des Rahmens montiert.
Der Reibriemen 37 wird mit Hilfe eines Motors 36b
(Fig. 13) über die Antriebsrolle 36a angetrieben. Die
Halterungen 36, 35 werden jeweils durch eine Schraubenfeder
in Richtung auf die Führungsschiene 3j vorgespannt,
so daß der Reibriemen von unten gegen die Führungsschiene
3j angedrückt wird. Unter der unteren Förderstrecke
3b ist eine Kontaktschiene 3c′ angeordnet, und an der
Unterseite der Übergabevorrichtung 4 ist ein Steuerkasten
31 montiert, der einen in die Kontaktschiene eingreifenden
Ausleger aufweist. Der Motor 36b wird durch
einen Detektor und eine Steuereinrichtung gesteuert,
wie weiter unten erläutert werden soll.
Die Rahmen 29 bilden einen Tunnel mit zwei Führungsplatten
38, die in dem Rahmen 29 befestigt sind. Jede
der Führungsplatten 38 ist in ihrem oberen Bereich gebogen
und seitlich verlängert. Der untere Teil der Führungsplatte
ist abgewinkelt und trägt einen Spulen-
Detektor 39. Als Spulen-Detektor kommt beispielsweise
ein fotoelektrischer Detektor in Frage. Jeder der Detektoren
39 ist derart angeordnet, daß er durch
Schlitze 39a in der geneigten vorderen Oberfläche der
Führungsplatte 33 das Vorhandensein eines Kopses in der
Nut 2b′ (Fig. 3) zum Einführen des Kopses
in die Magazintrommel 2a abtastet. Die Übergabevorrichtung
ist derart ausgebildet, daß sie zwei Spulen
gleichzeitig zuführen kann, wenn beide in der Übernahmeposition
befindlichen Nuten 2b, 2b′ unbesetzt sind, und daß ein einzelner
Kops übergeben werden kann, wenn eine der Nuten
(üblicherweise die linke Nut
2b′) besetzt ist. Die Übergabe der Kopse wird durch
Betätigung der Detektoren ausgelöst. Der Abstand zwischen
den beiden Führungsplatten 38 stimmt mit dem Abstand
zwischen den Nuten 2b, 2b′ überein,
und der Durchmesser der Grundplatte 7a jedes einzelnen
Trägers stimmt mit diesem Abstand überein. Da die beiden
Auszugsvorrichtungen symmetrisch zueinander aufgebaut
sind, soll nachfolgend nur die linke Auszugsvorrichtung
beschrieben werden. Wie in Fig. 12 und 13 zu erkennen
ist, weist die Übergabevorrichtung einen Schlitten
42 auf, der in vier Richtungen, d. h., vorwärts, aufwärts,
rückwärts und abwärts beweglich ist. Ein vom vorderen
unteren Bereich des Schlittens 42 vorspringender Arm 43
dient zur Aufnahme der Kopse. Eine Schwingplatte 40
ist gelenkig am oberen Ende des Schlittens 42 montiert.
Der Schlitten 42 ist als an der Rückseite offene Rinne
ausgebildet, und einer seiner seitlichen, dem Rahmen
29 gegenüberliegenden Flansche ist mit Hilfe von Haltestiften
47 im oberen und im unteren Bereich festgelegt.
Der Arm 43 weist zwei Seitenwände mit geneigten oberen
Oberflächen und eine Bodenplatte mit einem Schlitz 43a
auf. Die Weite des Schlitzes 43a ist derart bemessen,
daß sie den Eintritt der Schulter 7c des Trägers jedoch
nicht den Eintritt des unteren Endes der Hülse des
Kopses gestattet. Die Schwingplatte 40 bildet eine parallel
zu dem Schlitten 42 verlaufende Schirmplatte und zwei
von den seitlichen Rändern der Schirmplatte vorspringende
Seitenwände, zwischen denen der Kops gehalten
wird. Der obere Teil der Schwingplatte ist als nach
rückwärts geneigter Kanal ausgebildet, der den Schlitten
42 abdeckt. Auf diese Weise bildet die Schwingplatte
40 eine geneigte obere Oberfläche 40a. Mit Hilfe einer
durch den Kanal der Schwingplatte 40 verlaufenden Welle
42 ist die Schwingplatte an einer Halterung 42a des
Schlittens 42 festgelegt. Eine Zunge 40b, die sich in
den Arm 43 hinein erstreckt, dient zum Abziehen des Kopses
vom unteren Rand der Schwingplatte 40. Eine Rolle 44
ist in einer der geneigten Oberfläche 40a der Schwingplatte
gegenüberliegenden Position an dem Rahmen 29 gelagert.
Die Höhe der Rolle 44 ist einstellbar.
Die den Schlitten abstützenden Haltestifte 47 bewegen
sich umlaufend in oberen und unteren quadratischen
Kulissen 45, die in den dicken Wandplatten 29a des Rahmens
ausgebildet sind, und halten den Schlitten 42 bei
dieser Bewegung in senkrechter Stellung.
Nachfolgend soll das Antriebssystem des Schlittens beschrieben
werden.
Die Wandplatte 29a ist auf der Außenseite mit einem
Motor 41 versehen, auf dessen Ausgangswelle 41a sich
ein Kettenrad 41b befindet. Fig. 14 bis 16 zeigen
jeweils in Pfeilrichtung gesehene Schnitte längs der
Linien XIV-XIV, XV-XV, XVI-XVI in Fig. 12.
Eine endlose Kette 52 läuft um das Kettenrad 41b und
um weitere Kettenräder 48a, die die gleiche Anzahl von
Zähnen aufweisen und jeweils auf einer Welle 48 befestigt
sind. Die Welle 48 verläuft mit einem Ende in der
Mitte der quadratischen Kulisse 45 durch die Wandplatte.
An den inneren Enden der Welle 48 sind Kurbelarme 50
befestigt, und Schwenkarme 51 sind gelenkig an den
freien Enden der Kurbelarme 50 angeordnet. Die Haltestifte
47 sind an den freien Enden der Schwenkarme 51
befestigt und weisen mit drehbaren Nockenfolger-Rollen
49 versehene Abschnitte auf, die in die Kulissen 45
vorspringen. Auf diese Weise werden die Wellen 48 und die
Kurbelarme 50 durch den Motor 41 synchron gedreht, so
daß sie einen Zug auf die Schwenkarme 51 ausüben, und
die Haltestifte 47 bewegen sich jeweils auf dem Umfang
eines der Kulisse 45 entsprechenden Quadrats, da die
Bewegung der freien Enden der Schwenkarme 51 durch den
Eingriff der Nockenfolger-Rollen 49 in die Kulissen 45
gesteuert wird. Wenn sich die Rollen 49 in der in
Fig. 15 durch durchgezogene Linien dargestellten Position
befinden, so befindet sich der Schlitten 42 in
seiner zurückgezogenen unteren Stellung, die in Fig.
13 gezeigt ist. Die durch gestrichelte Linien 49a angegebene
Position entspricht einer vorgerückten Wartestellung,
und die durch gestrichelte Linien 49b angedeutete
Position entspricht einer angehobenen Stellung
des Schlittens. Bei jeder vollständigen Drehung der
Wellen 48 werden die Haltestifte 47 einmal durch die
Kulissen 45 gezogen, wobei sie den Schlitten 42 bei seiner
Bewegung auf der quadratischen Bahn in aufrechter
Stellung halten.
Wie in Fig. 13 gezeigt ist, wird der Arm 43 zur Aufnahme
des Kopses in einer Position gehalten, in der sich seine
Bodenfläche auf derselben Höhe wie die Schulter 7c des
Trägers 7 befindet. Die Schwingplatte 40 und der Schlitten
42 werden gemäß Fig. 17, 18 und 19 derart betätigt,
daß sie den Kops C von dem Träger 7 aufnehmen und in
eine geneigte Stellung überführen, so daß der Kops
durch die Führungsplatte 38 hinabgleiten kann. Der
Rahmen 29 befindet sich in einer Position, in der die
Kopse zugeführt werden, und die Schwingplatte und der
Schlitten 42 werden in der in Fig. 13 gezeigten zurückgezogenen
Stellung gehalten, während die Träger 7 vor
den Armen 43 angehalten werden. Sodann wird der Motor
41 eingeschaltet, so daß der Schlitten 42 in Bewegung
gesetzt wird. Zunächst bewegt sich der Schlitten 42 aus
der in Fig. 17 durch gestrichelte Linien dargestellten
Position nach vorn in die durch durchgezogene Linien
dargestellte Position, so daß der Schlitz des Arms 43
die Schulter 7c des Trägers 7 aufnimmt und die Schwingplatte
40 mit ihren beiden Seitenwänden den Kops umschließt.
Anschließend bewegt sich der Schlitten aufwärts,
und der Kops wird durch den Arm 43 von dem Träger 7 abgehoben,
wie in Fig. 18 zu erkennen ist. Der angehobene
Kops steht auf der Bodenfläche des Armes 43 und
der Schwingplatte 40. Unmittelbar bevor der Schlitten
42 seine höchste Stellung erreicht, schlägt die geneigte
obere Oberfläche 40a der Schwingplatte an der
Rolle 44 an, so daß die Schwingplatte in der in Fig. 19
gezeigten Weise geschwenkt wird. Hierdurch wird der Kops
C′′′ von der Bodenfläche des Arms 43 geschoben, so
daß er über die Führungsplatte 38 in das Magazin 2
gleitet, wie in Fig. 10 gezeigt ist. Eine im vorderen
oberen Bereich an dem Rahmen 29 befestigte Querstrebe 46
verhindert eine Kippbewegung des oberen Kopsendes
nach vorn.
Wenn der Schlitten 42 zurückgezogen wird, so wird die
geneigte obere Oberfläche 40a der Schwingplatte 40 von
der Rolle 44 abgerückt, und die Schwingplatte 40 kehrt
wieder in ihre Ausgangslage zurück, während sich der
Schlitten 42 in die in Fig. 17 gestrichelt dargestellte
Stellung bewegt.
Gemäß der obigen Beschreibung wird der Rahmen 29 in
der Übergabestellung angehalten, und der Kops wird
von dem Träger abgenommen, wenn der Träger die Übergabestellung
erreicht hat. Es ist jedoch auch möglich,
die Übergabevorrichtung so anzuordnen und auszubilden,
daß der Kops in einer Wartestellung gehalten wird,
wie durch durchgezogene Linien in Fig. 17 dargestellt
wird, bevor der Kops die Übergabeposition erreicht hat,
und daß der Rahmen 29 sich in einer Position befindet,
die der Wartestellung des Kopses entspricht. In diesem
Fall werden die Träger 7 über den Antriebsriemen 8 verschoben.
Wenn die Träger über längere Strecken längs
des Förderers 3 transportiert werden, so ist auf der Zufuhrseite
des Förderers eine Halteeinrichtung 53 zum
Zurückhalten der Träger angeordnet. Mit Vorteil wird
die Halteeinrichtung 53 betätigt, wenn in der Übergabevorrichtung
oder an dem Arm 43 eine Spule abgetastet
wird, so daß eine gewünschte Anzahl von mit Kopsen beladenen
Trägern in die obere Förderstrecke 3a eingelassen
wird. Der Rahmen 29 ist am Eingang des Tunnels, der
von den Trägern durchlaufen wird, mit einem Halter zum
Zurückhalten der Träger versehen, so daß fünf oder sechs
mit Kopsen beladene Träger aufgestaut werden. Ferner ist
der Rahmen mit einer Freigabevorrichtung zum Freigeben
der Träger versehen. In Fig. 12 ist als Halteeinrichtung
ein Stift 53 vorgesehen. Dieser Stift wird durch die
Drehung der Welle 48 betätigt. Ein in der Zeichnung
nicht dargestellter Halter für die Arme 43 umfaßt eine
an der rechten unteren Seite der rechten Auszugsvorrichtung
und an der Halteseite für leere Träger angeordnete
Anschlagstange.
Nachfolgend soll die Arbeitsweise der Anschlag- und
Halteeinrichtung beschrieben werden. In dem in Fig.
13 veranschaulichten Arbeitsschritt wird die Anschlagstange
abwärts geschwenkt, so daß ein mit einem Kops
beladener Träger auf der oberen Förderstrecke 3a angehalten
wird, und der Haltestift 53 befindet sich in der
zurückgezogenen Stellung. Die durch den Antriebsriemen
8 mitgenommenen Träger werden daher durch die Anschlagstange
angehalten und gestaut. Nachdem das Aufstauen
der Träger durch einen nicht gezeigten Sensor bestätigt
ist, wird der Motor 41 in Betrieb gesetzt.
Der Motor wird wieder angehalten, wenn der Arm 43 die
durch durchgezogene Linien in Fig. 17 dargestellte
Position erreicht hat. Die Bewegung der Übergabevorrichtung
4 wird durch Steuerung des Motors 36b derart
gesteuert, daß die Übergabevorrichtung eine Position
einnimmt, in der die Zufuhr eines Kopses erforderlich
ist. Zum Auffinden der Übergabepositionen ist die obere
Förderstrecke 3a mit Markierungstafeln 55 versehen, und
die Übergabevorrichtung 4 weist einen den Markierungstafeln
55 zugeordneten Sensor 56 auf. Wenn der Sensor
56 sich während der Bewegung der Übergabevorrichtung
einer der Markierungstafeln 55 vorbeibewegt, so tastet
der Sensor ab, ob sich in dem Magazin ein Kops befindet.
Wenn zwei Kopse benötigt werden, werden beide
Motoren 41 eingeschaltet, so daß zwei Kopse aufgenommen
werden, und die Motoren werden angehalten, wenn die
Kopse die in Fig. 19 gezeigte Position erreicht haben.
Sodann wird der Haltestift 53 ausgefahren, so daß die
nachfolgenden Träger aufgehalten werden. Die
Anschlagstange wird von der oberen Förderstrecke 3a zurückgezogen.
Mit Hilfe einer geeigneten Einrichtung wird
bestätigt, daß die geleerten Träger abtransportiert wurden,
und nach dieser Bestätigung werden die Motoren 41
erneut eingeschaltet, so daß erneut der in Fig. 13
gezeigte Zustand hergestellt wird.
Wenn nur ein einzelner Kops benötigt wird, wird nur
einer der Motoren 41 betätigt. Nach der Übergabe des
Kopses weist die rechte Auszugsvorrichtung keinen Kops
auf, und ein mit einem Kops beladener Träger befindet
sich vor der linken Auszugsvorrichtung und wird durch
deren Arm 43 in der in Fig. 17 gezeigten Übernahmestellung
gehalten. Sodann wird der Motor 41 für die
rechte Auszugsvorrichtung in einem Zustand angehalten,
der dem Auswerfen des Kopses gemäß Fig. 19 entspricht.
Der Motor wird erneut eingeschaltet, so daß der in
Fig. 13 gezeigte Wartezustand hergestellt wird, und
nachdem das Entfernen des leeren Trägers bestätigt
wurde, wird ein neuer mit einem Kops beladener Träger
erwartet. Sodann wird in der Übergabevorrichtung ein
beladener Träger von der Position vor der linken Auszugsvorrichtung
in die Position vor der rechten Auszugsvorrichtung
überführt. Die Anschlagstange wird wieder
in die obere Förderstrecke geschwenkt, während die
rechte Auszugsvorrichtung von dem in Fig. 17 gezeigten
Zustand in den in Fig. 13 gezeigten Zustand überführt
wird, und der Haltestift 53 wird zurückgezogen, so daß
ein neuer beladener Träger eingelassen wird. Die Übergabevorrichtung
wartet in dem in Fig. 13 gezeigten
Zustand bis der neu zugeführte beladene Träger die
Position vor der Übergabevorrichtung erreicht hat. Sobald
der Träger diese Stellung erreicht hat, werden die
Motoren 41 erneut betätigt, so daß der in Fig. 17 dargestellte
Zustand hergestellt wird, und die Übergabevorrichtung
wird in Bewegung gesetzt, zum Aufsuchen einer
neuen Übergabeposition. Wenn nur ein einziger Kops
zu übergeben ist, wird der vor der linken Auszugsvorrichtung
gehaltene beladene Träger in die Position vor
der rechten Auszugsvorrichtung überführt, und der am
Eingang der Übergabevorrichtung 4 zurückgehaltene beladene
Träger wird in die Position vor der linken Auszugsvorrichtung
überführt. Anschließend wird der Motor
41 betätigt, so daß wieder der in Fig. 17 gezeigte
Zustand hergestellt wird. Diese Bewegungen werden mit
Hilfe einer an der Außenseite des Kettenrades 48a angeordneten
Nockenplatte 56 und eines in der Nähe der
Nockenplatte angeordneten Schalters 57 gesteuert, wie
in Fig. 12 und 13 gezeigt ist.
Der Fortbewegungsantrieb 34 für die Übergabevorrichtung
ist nicht auf einen Reibriemen-Mechanismus beschränkt.
Vielmehr kann es sich um einen anderen Antriebsmechanismus,
beispielsweise einen Reibrollen-Antrieb, einen
Zahnstangen-Ritzel-Antrieb oder dergleichen handeln.
In einer abgewandelten Ausführungsform der Erfindung
kann die Übergabevorrichtung auch nur mit einer einzigen
Auszugsvorrichtung versehen sein. Für die Übergabevorrichtung
kann ein beliebiges Antriebssystem verwendet
werden, vorausgesetzt daß die oben beschriebenen Funktionen
erfüllt werden.
Ein Vorteil der oben beschriebenen Vorrichtung besteht
darin, daß eine Verschmutzung des Garns verhindert wird.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß der Förderer
aufgrund seiner hohen Flexibilität den jeweiligen räumlichen
Gegebenheiten angepaßt werden kann.