DE359586C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von geloeteten Ketten und Kettengeflecht aus Volldraht - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von geloeteten Ketten und Kettengeflecht aus Volldraht

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DE359586C
DE359586C DEB81913D DEB0081913D DE359586C DE 359586 C DE359586 C DE 359586C DE B81913 D DEB81913 D DE B81913D DE B0081913 D DEB0081913 D DE B0081913D DE 359586 C DE359586 C DE 359586C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21LMAKING METAL CHAINS
    • B21L11/00Making chains or chain links of special shape
    • B21L11/005Making ornamental chains

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Wire Processing (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von gelöteten Ketten und Kettengeflecht Volldraht. Es ist schon verschiedentlich %,ersucht worden, den teuren Lotdraht bei der Bildung von Ketten durch gewöhnlichen Draht zu ersetzen und dabei zugleich die Umständlichkeiten zu umgehen, welche die Vermeidung des Steiflötens mit Lotdraht mit sich bringt.
  • Die Schwierigkeiten bestehen hier darin, ein von einem Drahtlot oder Bandlot abgetrenntes Stückchen in die Schließfuge des Kettengliedes einzuführen und dort festzuhalten, bis es von den beiden Fugenflächen festgeklemmt wird, und diese Klemmung so einzurichten, daß das Lotstückchen (Paillon) seine Lage bis zur Vollendung der Lötung behält. Dabei muß einerseits ein Überquellen des Lotes und das infolgedessen eintretende Steiflöten vermieden werden, anderseits auch eine genügende Lotmenge zur guten Lötung vorhanden sein.
  • Um die erste Schwierigkeit zu vermeiden, hat man sich zuerst wieder der weniger beliebten Art von gefangengelöteten Ketten zugewendet, bei welchen abwechselnd zwei Glieder sich mit ihren Lötfugen berühren und hier gerade steif verbunden werden sollen.
  • Für die Herstellung einzeln gelöteter Ketten hat man das Hervorquellen des Lotes dadurch zu vermeiden gesucht, daß man einen Lotfaden schmäleren Profils als Draht benutzt und diesen zwischen den hohlgestalteten Drahtenden möglichst vollständig einzuschließen suchte. Dabei macht es immer große Schwierigkeiten, sehr dünne Lotfäden an ihren Ort zu bringen, abzuschneiden und an der Stelle zu halten, bis sie unter dem Druck der Schließenden des Kettengliedes gefußt werden. Man hat endlich versucht, ganz unabhängig von dem Fugendruck ein Stückchen Lobnasse an dein einen Ende des zur Kettengliedbildung bestimmten Drahtstückes durch eine abgespaltene Zunge anzukleminen, oder das Lot in einen vorgebohrten Hohlraum an der Schnittfläche einzulegen. Mit diesem Verfahren ist es bisher nicht gelungen, Ketten aus sehr dünnen Drähten herzustellen. Das wird alles desto schwieriger, je feiner der Draht ist.
  • Die Schwierigkeiten vermehren sich, wenn man nicht nur Ketten, sondern auch Ringgeflechte herstellen will. Hier werden die Raumverhältnisse beschränkter, die Gliedbildungswerkzeuge verwickelter und dadurch Verbringung des Drahtlotes an seine Stelle und das Halten an der Stelle bis zum Schluß des Gliedes und zur Beendigung der Lötung schwieriger, namentlich da einzelne vorteilhafte Arten von Ringgeflechtmaschinen in dieser Richtung besonders ungeeignet sind. Gelötetes Kettengeflecht hat man deshalb bisher aus Volldraht überhaupt noch nicht herstellen können, und es sind nicht einmal Versuche hierzu bekannt geworden.
  • Die vorliegende Erfindung vereinigt eine Anzahl von Neuerungen, nach welchen auf beliebigen, d. h. auf allen bekannten Kettenmaschinen und Ringgeflechtmaschinen Draht von beliebiger Feinheit mit vollkommen sicherer Lötung und Vermeidung des Steiflötens verarbeitet werden kann. Dazu ist die Vorrichtung außerordentlich einfach in der Herstellung und dauerhaft und sicher im Betrieb.
  • Bei den Verfahren mit Bandlot hat man bisher das Lotstückchen in die Gliedfuge zu einem Zeitpunkte eingeführt, in welchem diese noch nicht ganz, aber soweit geschlossen war, daß die Fugenwände dem von dem Bandlot abgeschnittenen Stückchen seinen seitlichen Halt gaben, bis durch weiteres Annähern derselben aneinander das Lotstückchen fest eingeklemmt wurde. Dieses Verfahren hat eine gewisse Unsicherheit in dem Halten des Lotstückchens, welches namentlich vorn oder hinten aus der Fuge vor deren vollständigein Schluß herausfallen kann, oder sogar durch die Beanspruchung bei dem Abschneiden des Lotstückchens von den Lotfaden wieder aus der Fuge herausgezogen werden kann. Bei diesem Verfahren muß die Abtrennung des Lotstückchens immer sehr nahe an der Fuge erfolgen, cla sonst jene Gefahr sehr ,groß wird.
  • Der eine neue Grundgedanke der vorliegenden Erfindung ist nun, das von einem Lotfaden abgetrennte Lotstückchen an der Stelle, an welcher die Fuge gebildet werden soll, durch besondere Mittel festzuhalten, ohne die Enden des Drahtstücks, aus welchen sich das Kettenglied bildet, dabei zu verwenden. Diese kommen vielmehr erst bei Vollendung der Gliedbildung mit dem Lotstückchen in Berührung, Zu diesem Zweck ist ein besonderer Halter für das Lotstückchen angeordnet, welcher es aufnimmt und zwischen sich und dem Schließdorn des Kettengliedes festhält. Dieser Halter kann im besonderen bei der Anwendung einer Maschine nach Patent 2787o9 durch besondere Gestaltung des Fügers hergestellt werden und besteht dann in einer Kerbe im Scheitel der Fugerrundung, in welche das Ende des Lotfadens sich von der Seite her einschiebt. Dieser Fuger macht dann noch eine kleine Bewegung, um das Lotstiickchen ganz an die Fugenstelle zu bringen und es an den Schließdorn anzulegen. Diese Haltung des Lotstückchens zwischen dem Schließdorn und einem besonderen Halter macht es möglich, kleinere und iünnere Lotstückchen als mit den bisherigen Mitteln sicher zu verwenden und Ketten und Ringgeflecht aus entsprechend feineren Drähten herzustellen.
  • In Zusammenhang damit ist die Zuführung des Lotfadens in den Formdorn selbst verlegt, um das Ende des Lotfadens in möglichste Nähe der Fugenstelle zu bringen. Dieser Formdorn besteht zu diesem Zweck aus dem eigentlichen, zur Formung des Kettengliedes dienenden Teil und einem hinteren dickeren Teil, der einen Führungskanal für den Lotfaden enthält. Die Mündungsöffnung dieses Kanals liegt in der Schulterfläche, welche von dein dickeren zu dem dünneren Teil überführt. Das aus ihr heraustretende Lotfadenstück wird von dem Halter gefußt, abgeschnitten und an den dünneren Dornteil angelegt. Dieser Halter kann zugleich die Schneidkante besitzen, welche das Kotstück von dem L otfaden abtrennt.
  • Der ganze Vorgang ist hiernach der, daß das aus dem Führungskanal hervorragende Lotfadenstück zwischen einer sich über die Mündung bewegenden Schneide abgetrennt wird, daß gleichzeitig das hervorragende Lotfadenstück von der Kerbe gabelartig umfaßt wird, daß nach der Abtrennung das Lotfadenstück auf der Schulterfläche zwischen dem dickeren und dünneren Dornteil nach der Fugenstelle auf dem dünneren Dornteil vorgeschoben wird und daß hierauf die Drahtenden des Kettengliedes an das Lotstück angepreßt werden.
  • Der Lotdraht wird ferner, uni. seine Festhaltung in dem Halfter und dann in der Fuge zu sichern, seitlich aufgerauht oder geriffelt, was leicht durch ein Paar Aufrauhwalzen gerade vor dem Eintritt in den Kanal des Formdorns oder auch in diesen Kanal selbst geschehen kann.
  • Weiter wird der Lotfaden vor denn Eintritt in den Dornkanal durch ein Gefäß mit einem Lötflußmittel geführt, so daß er auf seiner Oberfläche eine dünne Schicht desselben mit sich führt.
  • Zum Abschneiden des Kettendrahtes wird ein kleines festes, aber verstellbares Kreismesser benutzt. Das hat "zwei Vorteile.
  • Bei Absturnpfung .der Schneide ist das Messer nur um eine Fadendicke -zu drehen und wieder festzustellen, um ein neues Schneidenstück zur Wirkung zu bringen. Die Schneide ist von beiden Seiten angeschliffen und besteht aus zwei Kegelmänteln. Hierdurch erhält die Schnittfläche am Draht eine ganz leicht konkave Form, was wiederum den dichten Schluß der Fuge gerade am Rande begünstigt.
  • In den beiliegenden Zeichnungen zergen Abb. a, a und 3 wagerechte Schnitte durch die Arbeitsvorrichtung, welche das Entstehen des Kettengliedes in drei aufeinanderfolgenden Stufen erkennen läßt, Abb. q. einen senkrechten Schnitt durch den Schließdorn, Abb.5 eine Vorderansicht des Schließdorns, Abb. b und 7 vergrößerte Schnitte senkrecht zu Abb. r, a und 3 durch den Schließdorn.
  • In den Zeichnungen ist als Ausführungsbeispiel eine Maschine für Ringgeflechte der Gattung dargestellt, wie sie in dem Patent z78709 beschrieben ist, bei welcher die Bildung des Kettengliedes ohne Formzangen in der Weise erfolgt, daß das abgeschnittene Drahtstück durch einen ersten Formdorn durch Ziehen in ein Formgesenk zu einem Bügel gebogen wird und die Schließung des Bügels durch ein zweites Formgesenk mit Hilfe eines zweiten kleineren Schließdornes erfolgt, der in dem sich schließenden Kettengliede noch Raum für das Einhängen der zwei ETachbarglieder läßt. Dabei steht der Schließdorn senkrecht, so daß der Transport des abgetrennten Lotstückes über die wagerechte Schulterfläche des Dorns erfolgt.
  • Es ist jedoch ersichtlich, daß die Lage auch anders gewählt werden kann. Im besonderen kann man den Dorn auch wagerecht legen und kann den Führungskanal im Dorn unter-halb anbringen, indem die Kette von unten nach oben fertiggestellt wird.
  • Es ist außerdem ersichtlich, daß das neue Verfahren und die einzelnen Neuerungen an der Maschine nicht an diese Maschinengattung gebunden sind, sondern bei anderen Kettenmaschinen nützlich angewendet werden können.
  • In Abb. r gelangt der Draht a in bekannter Weise von links absetzend vorgeschoben zu dem festen, aber verstellbaren Kreismesser A, welches irgendwie hin und her bewegt wird und #das für das Kettenglied nötige Drahtstück abtrennt.
  • Nach Abb. a wird ein offener Bügel durch den Formdorn B hergestellt, indem dieser den Draht in die Nisten des Formgesenkes C hereinzieht.
  • Nach Abb.3 wird der Bügel vor dein Forrngesenke C gegen den Former D geschoben, der sich auch etwas auf das Gesenke C zu bewegt hat, und der zwischen seinen Schenkeln die Enden des offenen Bügels in einer Rille d empfängt. Der Formdorn B wird dann durch einen Gegenschließdorn E ersetzt und das halbfertige Kettenglied in das vorherige Glied einer Kette oder in zwei Glieder eines Kettengeflechtes eingehängt. Der Schließdorn ist an seiner Spitze e so dünn, wie es das Einhängen der Nachbarkettenglieder verlangt, verdickt sich aber unmittelbar hinter der Arbeitsstelle an der Schultere'. Hier mündet ein Kanal F, durch welchen der flache Lotfaden L vorgeschoben wird.
  • Aus Abb. 6 ist ersichtlich, daß das Ende I des Lotfadens in einer ganz kleinen Entfernung von der Schulterfläche e2 des Schließdornes E aus der Mündung des Kanals F vorsteht.
  • Der Vorschub des Lotfadens wird durch zwei Riff elwalzen G, G1 bewirkt, welche hierbei den Lotfaden auf den zwei Seiten aufrauhen, welche mit den Fugenflächen in Berührung kommen sollen. Die Drehung dieser Vorschub- und Riffelwalzen kann beliebig erfolgen, z. B. durch das Hochgehen des Schließdornes E selbst mit Hilfe eines Schalt- und Zahnradgetriebes g, g1, g2.
  • Der Lotfaden wird dabei durch ein Gefäß f mit Lötflußmittel und' einen Abstreicher f l durchgezogen.
  • Während das vorgeschobene Ende des Lotfadens über die Stelle des Schließdornes kommt, an welcher die Fuge entstehen soll, hat der Former die Stellung der Abb. 3. Er schiebt sich dann in die Stellung der Abb. i vor. Dabei faßt er (las Ende des Lotfadens in einer Kerbe k, welche durch den Rand der Rille d durchgebrochen ist, drückt das Lotfadenende l auf die Schulterfläche e2 des Schließdornes E und hält es dort fest. Gleichzeitig wird dieses Lotfadenende l durch eine Schneide hl abgeschnitten (Abb. 6), welche an dem Former D angebracht ist und bei der Bewegung desselben über die Mündung des Kanals F hinfährt. Nach diesen Vorgängen wird die Fuge des Kettengliedes durch vollständiges Beidrücken der Drahtenden a gänzlich geschlossen.
  • Es ist aus der Zeichnung ersichtlich, wie die konische Gestalt des Kreismessers A eine schräge Abschneidung der Drahtenden herbeiführt, die bei dem Fugenschluß die äußeren Fugenräder zuerst aneinanderbringt. Es wird also an dieser Seite des Kettengliedes, d. h. an der Schauseite, ein besonders dichter Schluß erzielt. Die schwach konische Aushöhlung der Schnittflächen, welche die Fuge auch verbessert, ist zeichnerisch nicht sichtbar zu machen.

Claims (12)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von gelöteten Ketten und Kettengeflecht aus Volldräht mittels eines von einem Lotfaden abgetrennten Lotstückes, dadurch gekennzeichnet, daß das Lotstück bei dem Abschneiden von einem Halter (k) gefaßt, durch eine Bewegung des Halters an den Schließdorn (e) angelegt und zwischen diesem und den Halter so lange an der Fugenstelle festgehalten wird, bis die Fuge geschlossen ist.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Lotstück (L) seitlich der Fugerstelle des Schließdornes (e) abgeschnitten und auf einer wagerechten Ebene nach der Fugerstelle geschoben wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, bestehend in einem mit einer Kerbe (k) versehenen Schieber (D), welcher das Lotstück umschließt und nach der Fugerstelle bewegt. q..
  4. Schieber nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß er an einer Seite mit einer Schneide (k1) zur Abtrennung des Lotstückes (l) von dein Lotfaden (Z versehen ist.
  5. 5. Schieber nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß er gleichzeitig als Former dient.
  6. 6. Vorrichtung zur Führung des Lotfadens, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung in einer Verdickung (E) des Schließdornes (e) angeordnet ist, welche mit einer scharf abgesetzten Schulter (e1) in den Schließdorn übergeht.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch i bis 6, bestehend aus einem beweglichen Formgesenk, in welchem in bekannter Weise ein Bügel aus Kettendraht mittels eines Formdornes vorgebildet wird, und einem mit dem Formgesenk und einem Schließdorn zusammen arbeitenden Former, dadurch gekennzeichnet, daß der Former (D) in seiner Mitte mit einer Kerbe (k) nach Anspruch 3 und 5 versehen, der Schließdorn (e). mit einer Verdickung (E) und einem Führungskanal (F) nach Anspruch6 ausgebildet ist und die Bewegungen in der Weise erfolgen, daß zuerst der Schließdorn, hierauf der Former finit dem Lotstück seine Endstellung einnimmt und darauf durch Bewegung des Formgesenkes der vorgebildete Bügel geschlossen wird. B.
  8. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Lotfaden (L) durch ein Lötflußmittel (f) durchgezogen wird.
  9. Verfahren "nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Aufrauhung der Oberfläche des Lotfadens (L); zum Zweck, das abgetrennte Lotstück mit größerer Reibung in der Schließfuge oder einem Halter haften zu lassen. io.
  10. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch die Anordnung von zwei gezahnten Walzen (G, G1), welche gleichzeitig als 'X,"orscliubwalzen für den Lotfaden (L) dienen. i i.
  11. Vorrichtung nach Anspruch i o, gekennzeichnet durch Anordnung der Aufrauhwalzen (G, G1) an der Verdickung (E) des Schließdornes (e) und durch ein Schaltwerk (g, g1), welches durch die Eigenbewegung des Schließdornes bewegt wird.
  12. 12. Vorrichtung zum Abschneiden des Kettendrahtes, gekennzeichnet durch ein Kreismesser (A) mit konischer Schneide.
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