DE359261C - Weichmetallmatrize zur Herstellung von Galvanos - Google Patents

Weichmetallmatrize zur Herstellung von Galvanos

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DE359261C
DE359261C DEC30524D DEC0030524D DE359261C DE 359261 C DE359261 C DE 359261C DE C30524 D DEC30524 D DE C30524D DE C0030524 D DEC0030524 D DE C0030524D DE 359261 C DE359261 C DE 359261C
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galvanos
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DEC30524D
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English (en)
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CONLEY FOIL Co
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CONLEY FOIL Co
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41CPROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
    • B41C3/00Reproduction or duplicating of printing formes
    • B41C3/08Electrotyping; Application of backing layers thereon

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Shaping Metal By Deep-Drawing, Or The Like (AREA)

Description

  • Weichmetallmatrize zur Herstellung von Galvanos. Die Erfindung bezieht sich auf eine Weichmetallmatrize zur Herstellung von Galvanos.
  • Für die Herstellung von Galvanos wird bekanntlich da:s BleiprägelVerfahren angewendet, das darirr besteht, eine Platte reinen Bleies gegen, eine positive, gewöhnlich aus Stahl bestehende Hartinetallplatte bzw. einen Hartmetalisternpel zu pressen. Nach der Prägung zeigt die NLIatrizenplatte aus Blei die Erhabenheiten, Vertiefungen und alle Einzel,-heiten der Originalplatte oder des Stempels in genauester Wiedergabe. Die geprägte Seite oder der Bleiplatte wird dann in ein elektrolytisches Kupferbad gebracht unter Abdeckung der ungeprägten Rückseite ZD gegen die Kupferlös-ung# Es schlägt sieh dann in bekannter Weise eine Kupferhaut auf der Bleimatrize nieder, die nach Beendi-Uncr des Prozesses und Heransnahme aus dem Bade von der Matrizenplatte entfernt wird und zur Bildung g des Galvanos in bekannter Weise mit Schriftgußmetall e. dgl. hinter-,gossen wird.
  • Ein Grund für die Anwendung reinen Bleies für die Matrizenplatte ist der, daß dieses Metall verhältnismäßig -,veich. ist und einen gewissen Grad von Schmiegsamkeit be-,sitzt, so daß unter dem Prägedruck gegen die Originalplatte dIas Blei in innigste Berührung mit der Olyerfläche der Orig:!nalplatte kommt und infolgedessen. sehr genau die Erhabenheiten, Vertiefung ,en und-die feinsten Einzelheiten wiedergibt. In dieser Hinsicht ist eine reine Bleiplatte wesentlich der in. der Regel gebrauchten Legierung von Zinn und Blei überlegen, weil eine solche Legierung zu hart ist und nicht genügend schmiegsam, um unter dem verhältnistnäßi" schwachen Prägedruck, wie er beim Kaltpräggen benutzt wird, hefriedigende Ergebnisse zu zeitigen. Außerdem ist eine solche Legier-ung im Verhältnis 711 reinem Blei teuer, ein Umstand. der chenfalls gegen die Anwendung dieser Legierung für die Herstellung von Matrizenplatten für Galvanos spricht. #Atidererseits hat auch eine reine Bleiplatte gewisse Klingel. Beispielsweise zeigt die Bteiplatte eine stumpfe Oberflä,che im Gegensatz zu der poliert glänzenden gewisser anderer Metaile, wie insbesondere Zinn. Diese Bleiflächen ox-vdieren auch- sehr schnell, so daß in jeder #y2,1vanofabrik gelernte Arbeit-er nötig sind, um die Plattenfläche vor dem Prägery zu reinigen. Dies Reinigen geschieht in der Regel durch Abbürsten der Oberfläche mit einer Lösun- von Benzin und Bienenwachs und darauffol-endem Polieren mit Graphit. All dies beansprucht viel Zeit und Arbeitslohn, ist daher teuer.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung -%v.ird demgegenüber eine zusammengesetzte Weichmetallmatrize für die Herstellun- von Galvanos verwendet, bei welcher aber die Mängel sowohl der reinen Bleiplatte wie auch der Legierungsplatten vollständig vermieden sind. Gemäß der Erfindung wird die Prägungsseite der Weichinetalltnatrize aus einer außergewöhnlich dünnen. Haut von Zinn oder einem anderen, nicht so wie Blei oxydierenden, Metall-. gebildet, das aber gleichzeitig eine koliert glänzende Oberfläche zeigt. Durch die Anwendung einer solchen, nicht oxydierenden Glanzfläche fällt die Notwendigkeit des Bürstens und Reiniggens vollständig fort, und die Matrizenplatte kann ohne solche Vorbehandlung jedesmal. zum Prägen benutzt werden. Indem aber der eigentliche Plattenkörper aus Blei. besteht und die nicht oxydierende Haut, beispielsweise die Zinahaut, die dieser Bleikörper hat, so außerordentlich dünn ist, daß sie nur einen. ganz feinen überzug von, verschwindend'er Stärke bildet, sind auch' die für Zinn sonst charakteristischen Prägungswiderstände vollständig beseitigt, und die zusainmengesetzte Platte besitzt die gleiche Schmiegsamkeit, Weichheit und Streckbarkeit wie eine reine Bleiplatte von denselben Ahinessung gen. Infolgedessen werden a,.,ach bei dieser zusammengesetzten Matrizenplatte die E rhahenheiten, Vertiefungen und feinen Einzelheiten der Originalplatte auf das genaueste unter verli-#*Lltii-isinäßig schwachem Prägedruck t# ZD wiedergegeben. 25 Da im übrig "en die Rückseite der Bleiplatte rasch oxydiert und hierdurch ein Ansammeln von Kupfer an der Rückseite im galvanisclien Bade verhütet wird, wird auch ein überflüssiges und teures Niederschlagen von Kupfer an der Neggativseite der Matrize vermieden. Außerdem wird die Platte in der Herstellung nicht merklich teurer als die reinen Bleiplatten, denen sie aber wegen der erwähnten Vorteile überlegen ist.
  • Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung.
  • Abb. i ist eine schaubildliche, Ansicht der neuen Platte, während Abb. 2 ein. Querschnitt in vergrößertem 'Maßstabe ist. In der Zeichnung ist die Plattenstärke übertrieben dargestellt, während in der Wirklichkeit die Gesamtstärke der Ptatten. etwa 3 mm und weniger beträgt.
  • In der Zeichnling ist A der Plattenkörper, der vorzugsweise aus einer einzigen Schicht von reinem Blei besteht. Auf diese Platte ist als ganz f&ner Überzug auf der einen Seite eine zweite SchichtB von nicht oxvdierendem Metall, beispielsweise von reinem Zinn, aufgebracht, doch kann statt Zinn auch eine ande r e gleichwertig ge Metallfolie benutzt werden. Diese Deckschicht B, welche später die Präge- oder Matrizenseite bildet und in der Prägepresse mit der Ohginalform in-Verbind-ulig komnit, ist so außerordentlich dünn, daß sie nur ein ganz feines Häutchen über dem Bleikörper A bildet. Die innige Vereinigung mit dein Bleikärper A geschieht durch fortgesetztes und wiederholtes Walzen, bis die *dünne Zinnsch:icht in jeder Hinsicht einen integrierenden Teil des Bleikörpers bildet. Wenn diese in.nige #'erbind-ung erfolgt ist, kann die Werlstückplatte zu einer Matrizenplatte für die Herstellung von.- Galvanos benutzt werden. In der praktischen Ausführung beträgt die Zinnschicht, et#,vz i Prozent der gesamten Schicht, d. li. also es kommen auf 99 Prozent reines Blei i Prozent Zinn.
  • turgemäß können diese Prozentanteile etwas geändert werden, doch hat sich das genannte Verhältnis in der Praxis als vorteilhaft erwiesen. Wegen dieser außerordentlichen Feinheit der Zitiiideele wird die Schmiegsanikeit und Streckbarleit des Bleikörpers beim Prägen in keiner Weise beeinträchtigt, so (laß hierbei die geprägte Matrizenplatte alte Feinheiteir des Originals . wiedergibt, gleichzeitig aber iiii Gegensatz g . zur reinen. Bleiplatte die poliert glänzende Zinnoberfläche zeigt, die nicht oxydiert und keine kostspielige tuid zeitraubende Reini#ping vor jedem Prägen %-erlangt. Diese Weichinetalltnatrizen könaen
    nach dem gewöhnlichen Kaltpräggeprozef
    prägt werden, ohne daß eine Anwendun,-
    Wärme notwendig ist.
    Naturgemäß sind schon für an.dere Z%#
    .Ketallplatten mit Zinnüberzu 'g bel%ailtit
    angewendet worden, neu dagegen ist es, s#
    Platten in der beschriebenen Ausgestal
    C,
    und Zusammenhang für das leichte Pr
    von Matrizenpleatten von. Stempel- oder 1
    metallplatten zu benutzen. Bei den hekar
    Metallplatten mit Zinnüberzug sind
    weder die Eigenschaften und Ahmess-u
    des Zinnüberzuges oder die Eigenschaftei
    metallenen Grundplatte solche, daß sie
    Platten für den hier in Frage komme
    Anwendungszweck unbrauchbar niai
    Das Wesentliche und* Neue ist, daß ein Pla
    körper aus Blei in der üblichen Stärke
    Abmessung zur Wiedergiabe der Vertit
    gen, Erhabenheiten und feinen Einzelli
    beim kalten Prägeprozeß nift einer auß,
    wöhnlich- dünnen und, diese Eigensch;
    nicht beeinträchtigenden, poliert glänze
    und nicht- oxvdieren-den 11,etallschicht
    sehen ist. Weien, dieser Feinheiten, kam
    Gberzugschicht der Schmiegsamkeit und
    gungsfähigkeit der Bleiplatte genau fo
    auch unter denf hier in Frage kommer
    verhältnismäßig gering ,en Prägedruck.
    Naturgetmäß ist die Zusammensetzun-
    Ausgestaltung der Platte nicht auf das
    "ebene Cr Beispiel beschränkt, sondern im
    inen der Erfindung sInd Abänder.ungen i
    lich.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. WeichnietalIrnatrize zur Herste' von Galvanos, dadurch gel-zennzeic' daß eine Bleiplbtte aui der Prä,-eseitc einer außerordentlich dünnen und entsprechend schtnie-gsamen Haut nicht oxydierenden Metalles vereinig 2. Weichmetallmatrize nach spruch, i, dadurch gekennzeichnet, dal dünne, nicht oxydierende ,\letallsc aus Zinn bestelit. 3. Weichnietalliiiatrize- nach spruch i, dadurch gekennzeichnet, das Verhältnis von. Zinn züi Blei. i - 9, trägt. 4. Verfahren zur Herstellung Weichmetallm;atrize nach A.ii,spriii dadurch gekennzeichnet, daß die Vei gung der außerordentlich dünnen '4 decke init dein Bleikörper der Platte (' fortgesetztes %\-.ied#erlioltes Aufwalzei folgt.
DEC30524D 1919-11-06 Weichmetallmatrize zur Herstellung von Galvanos Expired DE359261C (de)

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