DE359229C - Verfahren zur Gewinnung von Spinnfasern - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Spinnfasern

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DE359229C
DE359229C DEF42564D DEF0042564D DE359229C DE 359229 C DE359229 C DE 359229C DE F42564 D DEF42564 D DE F42564D DE F0042564 D DEF0042564 D DE F0042564D DE 359229 C DE359229 C DE 359229C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C1/00Treatment of vegetable material
    • D01C1/02Treatment of vegetable material by chemical methods to obtain bast fibres

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Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Spinnfasern. In dem Patent 301283 ist ein Verfahren beschrieben, nach dem aus. gras,- und krautartigen Pflanzen, wie Schmellen, Riedgras, Seegras u.dgl., durch Behandlung mit verdünnter Natrontauge bei verhältnismäßig niedriger Temperatur Spinnfasern gewonnen werden.
  • Der Erfinder hat nun weiter gefunden, daß die Konzentration des Alkalis und die Temperatur, bei der die Behandlung durchgeführt ist, wechseln müssen je nach dem Zustande, in dem sich das Rohmaterial befindet. Der verschiedene Zustand des Rohmaterials kann seine Ursache in dem Alter, dem Reifezustand u:.,digl. des Rohmaterials haben, auch ist bei der gleichen Gattun- Rohmaterial der Festigkeitszustand verschieden bei den verschiedenen Spezies. So hat es sich z. B. gezeigt, daß von den Schmellengräsern die in Bavern vorzugsweise vorkommende Spezies Äira caespitosa sich wesentlich leichter, d. h. bei niedrigerer Temperatur und mit verdünnterer Lauge aufschließt, als das beider in Thüringen vorkommenden Aira flexuos,a der Fall ist. Ebenso hat es sich, gezeigt, daß Rohstoffe derberen Aufbaues, z. B. solche, die auf besserem Nährboden wachsen, einer kräftigeren Behandlung bedürfen, ebenso Rohstoff, welcher im Zustande größerer Reife gesammelt ist. Derartige schwerer aufschließbare Rohstoffe müssen mit etwas konzentrierterer Lauge und besonders bei erhöhter Temperatur, unter Umständen bei Siedetemperatur, behandelt werden. Die sonstige Behandlung bleibt die gleiche.
  • Reife. Halme von Aira flexuosa werden mit 6prozentiger Natronlauge übergossen und einige Stunden weichen gelassen. Alsdann wird die Temperatur durch Beh#eizung des Bades bis auf Siedetemperatur und etwa eine halbe Stunde auf dieser Temperatur erhalten. Es wird sodann das Material von der Lauge getrennt und zunächst mit heißem und, dann mit kaltem Wasser nachgewaschen, wobei evtl. die letzten Spur-en der Alkalität durch Zusatz einer schwachen Säure neutralisiert werden können.

Claims (1)

  1. PATENT-ANspizucH - Ausführungsform des Verfahrens nach Patent 301283, dadurch gekennzeichnet, daß Rohstoff von größerer Reife und derberer Struktur mit Natronlauge höherer Konzentration und bei höherer Tänperatur erweicht und aufgeschlossen wirdi, worauf die Fasergewinnung aus dem erzielten Aufschließungsprodukt nach dem Hauptpatent geschieht.
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