DE358689C - Vorrichtung zum Umschalten des Abdampfes von Hilfsturbinen - Google Patents

Vorrichtung zum Umschalten des Abdampfes von Hilfsturbinen

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01DNON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
    • F01D1/00Non-positive-displacement machines or engines, e.g. steam turbines
    • F01D1/02Non-positive-displacement machines or engines, e.g. steam turbines with stationary working-fluid guiding means and bladed or like rotor, e.g. multi-bladed impulse steam turbines
    • F01D1/023Non-positive-displacement machines or engines, e.g. steam turbines with stationary working-fluid guiding means and bladed or like rotor, e.g. multi-bladed impulse steam turbines the working-fluid being divided into several separate flows ; several separate fluid flows being united in a single flow; the machine or engine having provision for two or more different possible fluid flow paths

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Description

Es ist bekannt, den Abdampf von Hilfsturbinen zwecks weiterer Ausnutzung in der Hauptturbine weiter zu entspannen und bei kleiner Belastung der Hauptturbine von derselben ab auf den Kondensator oder auf Auspuff umzuschalten, um ein Durchgehen der Hauptturbine zu verhindern. Es sind hierfür verschiedenartige Umsdhalt- oder Zweiwegventile bekannt geworden.
Die dampfbetätigten Ventile weisen häufig, besonders bei unreinem Dampf, ein Festsitzen des im Dampfe liegenden Kraftkolbens auf, diese Ventile haben den Vorzug großer Verstellkräfte.
Bei ölgesteuerten Zweiwegventilen wird ein Festsitzen durch Einrosten zwar vermieden, es sind jedoch geringere Verstellkräfte vorhanden, insbesondere dann, wenn die betreffenden Ventile direkt vom Steueröldruck der Hauptturbine !beeinflußt werden und nur ao den verhältnismäßig kleinen Öldruckänderungen zwischen Leerlauf und etwa 1Z8 bis 1J4. der Belastung der Hauptturbine unterworfen sind. Es können wohl große Kraftkolben Anwendung finden, doch ist dies auch mit Nachteilen verbunden.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Zweiwegventil, das die Vorteile der bekannten Lösungen vereinigt, ohne deren Nachteile aufzuweisen, wodurch große Betriebssicherheit gewährleistet wird. Das neue Ventil besitzt eine Vorsteuerung, welche unter dem Einfluß eines mit der Belastung der Hauptturbine veränderlichen Dampfdruckes steht und den Öldruck zum Kraftkolben des Zweiwegventils steuert. Zweckmäßig wird hierfür der Pum-
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pendruck der Hauptölpumpe der Turbine verwendet.
Die Vorsteuerung kann hierbei bei Dampfturbinen mit reiner Drosselregelung vom Dampfdruck nach dem Hauptregelungsventil, bei Turbinen mit Düsenventilen von demjenigen nach dem ersten Düsenventil und bei kombinierten Turbinen auch vom Dampfdrucke vor dem Überdruckteil verstellt ίο werden.
In der in der Zeichnung beispielsweise dargestelllten Ausführung der Erfindung steht die Vorsteuerung unter dem Einfluß des Dampfdruckes nach dem Hauptregelungsventil, kann aber gleicherweise von irgendeinem Druck betätigt werden, der innerhalb des Wirkungsbereichs des Zweiwegventils sich mit der Belastung der Turbine ändert.
Abb. ι stellt eine Hauptturbine mit Kondensator und einer Hilfsturbine in Ansicht dan Die Abb. 2 und 3 zeigen die hier in Betracht kommenden Einzelheiten teilweise im Schnitt und in Ansicht.
Nach Abb. 1 strömt der Abdampf der Hilfsturbine A durch das Rohr B zum Zweiwegventil C und von da entweder durch die Leitung D zur Hauptturbine E oder durch den Anschluß F zum Kondensator G. Die Vorsteuerung H steht durch die Leitung J in Verbindung mit dem veränderlichen Dampfdruck der Hauptturbine, durch die Leitung K mit der Ölpumpe der Hauptturbine.
In Abb. 2 sind die Anschlüsse in gleicher Weise wie in Abb. 1 bezeichnet. Der federbelastete Kolben L ist durch eine Spindel starr mit dem Umschaltorgan, als welches hier beispielsweise zwei Doppelsitzventile gewählt sind, verbunden.
Der Dampfdruck in der Leitung / zur Vorsteuerung ändert sich im Bereiche des Umschaltens des Zweiwegventils sinngemäß mit der Belastung, ist also bei kleiner Belastung kleiner als bei größerer Belastung und wirkt auf die federbelastete Membran M der Vorsteuerung ein. Diese ist fest mit dem Steuerventil N verbunden, so daß bei kleiner Belastung der Hauptturbine kein Drucköl von der Pumpe durch die Leitung K unter den Kraftkolben L des Zweiwegventils treten kann. Das Lecköl entweicht durch eine kleine Bohrung im Kolben L, so daß ein ungewollter Druck nicht entstehen kann. In dieser Stellung muß der Abdampf der Hilfsturbine durch das Ventil O zum Kondensator strömen. (Bei; zunehmender Belastung der Hauptturbine und größer werdendem Dampfdruck über der Membran M kann durch Abwärtsbewegung des Steuerventils N Drucköl unter den Kraftkolben L treten und denselben ! unter Überwindung der Federspannung anheben, so daß der Durchfluß des Abdampfes durch 'das Ventil O zum Kondensator allmählich geschlossen, derjenige durch das Ventil P zur Hauptturbine geöffnet wird. Von einer bestimmten Belastung ab, bei der keine Gefahr eines Durchgehens der Hauptturbine mehr besteht, ist das Ventil O ganz geschlossen, das Ventil P ganz geöffnet.
Dem Kraftkolben L des Zweiwegyentils steht der ganze Pumpendruck zur Verfügung, daraus erwachsen für das Zweiwegventil große Verstellkräfte, ebenso ein großer Sitzdruck zum Schließen des Ventils O gegen den Kondensator hin, was für ein dauernd gutes Dichten von großer Beideutung ist. Dampf-Verluste sind damit möglichst vermieden.
Bei einer Zwischenlage des Ventils wäre es möglich, daß nicht nur der Abdampf der Hilfsturbine, sondern auch noch Dampf aus der Hauptturbine nach dem Kondensator abgesaugt wird. Um dies z.u verhindern, kann der Hub des Zweiwegiventils verringert, oder es kann eine Blende Q in den Stutzen zum Kondensator eingebaut werden, durch welche nur der Abdampf der Hilfsturbine durchtreten kann. Auch können die Ventile in hier nicht gezeichneter Weise mit Drosselkragen versehen sein.
Abb. 3 zeigt eine weitere Anordnung, um die eben erwähnten Hilfsmittel zu umgehen. Der Kraftkolben L ist hier als Stufen- oder Differentialkolben ausgebildet. Der Öldruck wirkt zunächst für einen Teil des Hubes auf die kleinere untere Kreisfläche, später auf die gesamte Kolbenfläche, wobei die Zusatzringfläche so bemessen wind, daß bei gleichbleibendem Öldruck die vergrößerte Kolbenkraft größer wird, als die Federkraftzunahme. Es wird von diesem Augenblick ab ein rasches Umschalten erreicht und ein unwirtschaftliebes Absaugen von Dampf nach dem Kondensator hin verhindert.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum Umschalten des Abdampfes einer Hilfsturbine auf Hauptturbine, Kondensator oder Auspuff durch ein Zweiwegventil, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsmaschine des Zweiwegventils mit Drucköl, und zwar vermittels eines Druckreglers, in Abhängigkeit von dem mit der Belastung der Hauptturbine veränderlichen Dampf drucke betätigt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DEA34728D 1921-01-10 1921-01-16 Vorrichtung zum Umschalten des Abdampfes von Hilfsturbinen Expired DE358689C (de)

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