DE355C - Vertikale Turbine mit Regulirungsvorrichtung durch Veränderung der Zahl der wirksamen Leitschaufeln - Google Patents

Vertikale Turbine mit Regulirungsvorrichtung durch Veränderung der Zahl der wirksamen Leitschaufeln

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DE355C
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    • F03MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F03BMACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS
    • F03B15/00Controlling
    • F03B15/02Controlling by varying liquid flow
    • F03B15/04Controlling by varying liquid flow of turbines
    • Y02E10/226

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  • Combustion & Propulsion (AREA)
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Description

1877.
Klasse 88.
GUST. HOSE in LIMBURG a. d. Lahn.
Verticale Turbine mit Reguiirungs-Vorrichtung durch Veränderung der Zahl der wirksamen
Leitschaufeln.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. August 1877 ab.
Der Motor besteht im wesentlichen aus einem trapezförmigen Rotationskörper, welcher durch das stehende Gehäuse A A und dessen Verschlufsdeckel B B gebildet wird, aus einem Leitapparate C C, einem Laufrade D D, einer Axe E, einer Riemscheibe F und einer Steuerungsvorrichtung, bestehend aus Zahnsegment G, Zahnrad H, Drehaxe I, Handrad K mit Zeiger φ und Zifferblatt LL. Alle diese Theile sind theils aus Messing, theils aus Gufs- und Schmiedeisen und aus Stahl hergestellt.
Das Gehäuse A A und überhaupt der ganze Motor wird getragen durch zwei Füfse MM, welche auf irgend welcher festen Unterlage mit zusammen vier Schrauben befestigt werden können. An dieses festgegossen ist ein dreiarmiger Bügel JV, in dessen Mitte das eine von den beiden Lagern O O1 für die Dreh- und Betriebs-Axe E eingeschoben ist. Zwischen den Füfsen MM ist der Rohrstutzen für den Austritt des Wassers angegossen und denselben entgegengesetzt, an dem höchsten Theile des Gehäuses befindet sich eine ebenfalls angegossene Warze Q mit einer durch Schraube ω verschliefsbarer Oeffnung, womit das Anfüllen der Abfiufsleitung und des Motors und das Entweichen der Luft bezweckt wird. In der Centralen des Gehäuses ist noch eine Warze R vorgesehen, in deren Innern sich Schraubengewinde befindet, und in welches eine Stopfbüchse S pafst, vermöge welcher ein Lederring T so an die Treibaxe E geprefst werden kann, dafs sich dadurch ein wasserdichter Verschlufs erzielen läfst. Der Verschlufsdeckel B ist durch Schrauben U mit dem Gehäuse A wasserdicht verbunden und trägt in seiner Mitte den Rohrstutzen V für den Eintritt des Wassers. An demselben ist eine Vorkammer W mit einer Warze X für das Lager O1 angegossen und an seiner Aufsenseite ist eine Warze Y mit Stopfbuchse Z zu erblicken, welche den wasserdichten Verschlufs an der Steuerungsaxe J durch den Lederring T1 bewirkt. Um diese Warze herum ist ein Zifferblatt L verzeichnet, dessen Zweck weiter unten angegeben. In der Cylinderfiäche der Vorkammer W befindet sich eine schlitzförmige, einen Viertelkreis betragende Oeffnung α α, durch welche die zehn Leitkanäle β β ersichtlich sind. Die Leitkanäle befinden sich in der einen Hälfte γ γ eines Ringes, der um die Vorkammer W herum drehbar ist und womit' eine verstellbare Beaufschlagung des Laufrades beabsichtigt wird, sofern sich ein Theil der Leitkanäle β β über den geschlossenen Theil der Vorkammer W schiebt. Das Drehen des ganzen Leitapparates C C wird durch das Handrad K, ■— dessen Zeiger φ an dem Zifferblatte L die Anzahl der geöffneten Leitkanäle angiebt -— und der mit demselben und dem Stirnrade H festverbundenen Steuerungsaxe J bewirkt, indem das Stirnrad in das mit der anderen Hälfte des Ringes J1 J1 zusammengegossene Steuerungszahnsegment eingreift. Die beiden Hälften y. y und J1 Y1 des Steuerungsringes sind durch Schrauben η Tj zusammengehalten. Die Betriebsaxe E ist sowohl mit dem Laufrade D D, als auch mit der Riemscheibe F fest verbunden. Während die Schmierung des Lagers O auf die gewöhnliche Weise durch OeI geschieht, wird die des Lagers O1 durch einen beständigen Wasserstrahl bewirkt, .welcher durch das kleine Loch 8. eintritt.
Die Wirkungsweise des Motors ergiebt sich nun wie folgt:
Nachdem das Wasser mit einer Geschwindigkeit, welche der gesammten Druckhöhe und der Anzahl der geöffneten Leitkanäle entspricht, durch den Stutzen V in die Vorkammer W eingetreten, findet es seinen Weg durch die Leitkanäle β β zu den Schaufeln des Laufrades D, welches es nöthigt an seiner Bewegung theilzunehmen. Das Wasser verläfst hierauf das Laufrad und gelangt in den Hohlraum des Gehäuses und von diesen durch den Rohrstutzen P in die Abfiufsleitung, deren unteres Ende in Wasser eintaucht, oder auch direct mit der Atmosphäre in Verbindung steht.
Wenn nun noch die Art des vorliegenden Motors mit kurzen Worten näher bezeichnet werden soll, so definirt sich dieser wie folgt:
Der Motor ist eine Heberturbine mit innerer, verstellbar partieller Beaufschlagung und horizontaler Axe.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DE355DA 1877-08-11 1877-08-11 Vertikale Turbine mit Regulirungsvorrichtung durch Veränderung der Zahl der wirksamen Leitschaufeln Expired - Lifetime DE355C (de)

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