DE354534C - Verfahren und Vorrichtung zur Erneuerung von Atmungsluft - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Erneuerung von Atmungsluft

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DE354534C
DE354534C DED33645D DED0033645D DE354534C DE 354534 C DE354534 C DE 354534C DE D33645 D DED33645 D DE D33645D DE D0033645 D DED0033645 D DE D0033645D DE 354534 C DE354534 C DE 354534C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62BDEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
    • A62B21/00Devices for producing oxygen from chemical substances for respiratory apparatus

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Emergency Medicine (AREA)
  • Pulmonology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Erneuerung von Atmungsluft. Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Entwicklung von Sauerstoff in geschlossenen Atmungsvorrichtungen, bei welchen sogenannte Austauschmassen, z. B. Superoxyde der Alkalien in geeigneter Form verwendet werden. Austauschmassen sind Stoffe Stoffgemische, die in demselben Maße; wie die Ausatmung von Wasserdampf und Kohlensäure erfolgt, Sauerstoff abgeben.
  • Bei den bekannten, mit Austauschmassen. gefüllten Vorrichtungen setzen sich bei tiefen Temperaturen, z. B. minus 2o°, die Austauschmassen, selbst wenn Beschleuniger zugefügt werden, mit der Atmungsluft überhaupt nicht oder viel zu langsam um.
  • Gemäß der Erfindung wird dieser Nachteil dadurch beseitigt, daß man in der Austauschmasse selbst innerhalb eines besonderen Behälters Hilfsmassen unterbringt, die leicht zur Umsetzung gebracht werden können und hierbei eine Wärmemenge entwickeln, welche ausreicht, um die zuerst voll der Ausatmungsluft getroffenen Schichten der Austauschmasse so hoch zu erwärmen, daß sie sich mit dem Wasserdumpf :und der Kohlensäure der Atmungsluft sofort und andauernd umsetzen, Man kann auch eine Hilfsmasse verwenden, die bei ihrer eigenen Umsetzung Sauerstoff entwickelt, so daß dieser schon vor der Erwärmung der Austauschmasse verfügbar ist.
  • Die Einleitung der Reaktion in der Hilfsmasse erfolgt erfindungsgemäß durch Erwärmen an einer Stelle, worauf sie sich selbsttätig durch .die ganze Hilfsmasse hindurch fortsetzt.
  • Brauchbare Hilfsmassen sind z. B. Gemische von Superoxyden der Alkalien oder Persulfate mit wasserabgebenden Substanzen, denen zweckmäßig ein Beschleuniger zugefügt ist. An Stelle der Persulfate können auch Bisulfate oder Kohlensäure abgebende Substanzen verwendet werden. Die örtliche Erwärmung erfolgt z. B. .durch eine geringe Menge Schwefelsäuredihydrat, das noch bei minus 38° flüssig bleibt. Salzlösungen, die bei dieser Temperatur noch nicht erstarren, lassen nicht immer die gleich günstige Wirkung erzielen. Häufig tritt bei ihrer Einwirkung lediglich eine örtliche Einwirkung ein, die sich nicht durch die ganze Hilfsmasse fortpflanzt, so daß die zum ausreichenden Anwärmen der Austauschmasse erforderliche Wärmemenge nicht entwickelt wird.
  • Eine Vorrichtung zur Ausübung des neuen Verfahrens ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Abb. i einen Längsschnitt durch die Patrone und Abb.2 einen Otterschnitt.
  • DieAustauschmasse ist im Behälter a untergebracht, um den die nach dem Einatmungsventil b führende Leitung c gelegt ist. Vorn Einatmungsventil b -nündet ein Rohr in den Stutzen d, der zum Mundstück führt. An ihm ist das Ausatmungsventil e ebenfalls mittels eines kurzen Rohres angeschlossen. Im Behälter a- ist ein kleiner Behälter f für die Aufnahme der Hilfsmasse untergebracht, an den ein in die Austauschmasse hireinragendes, am unteren Ende offenes Rohr g vorgesehen ist. Der Verschluß des Behälters f erfolgt durch eine Schraube h. Durch die ihr gegenüberliegende Wand reicht ein Stift i, der einen kleinen, allseitig geschlossenen und finit Schwefelsäuredihydrat gefüllten Glasbehälter k trägt. Außen sitzt am Stift i. ein Knebel 1, der von der Gabel nz am Stift n umfaßt wird. Der Stift rz ragt durch die Wandung des Behälters a hindurch und ist mit einem Hebel o versehen. Um den Hebel o und damit das ganze Gestänge während des Transportes festzuhalten, ist am Behälter n ein Stift p aufgesetzt, an dem der Hebel o mittels einer Plombe festgemacht werden kann. Zum Anschluß eines Atmungssackes an die Patrone dient eine Schraube q, die in die Leitung c mündet.
  • Soll der Apparat in Gebrauch genommen werden, dann wird der Hebel o verschwenkt, dadurch der Glasbehälter k an den Seitenwaridungen des Behälters f zerbrochen, so daß das austretende Schwefelsäuredihydrat mit der Hilfsmasse in Berührung kommt. Bei der hierbei eintretenden Umsetzung, welche sich selbsttätig durch die ganze Hilfsmasse unter Sauerstoffentwicklung fortsetzt, werden erhebliche Wärmemengen frei, welche die oberste Schicht der Austauschmasse erhitzen. Der gegebenenfalls aus der Hilfsmasse entwickelte Sauerstoff tritt durch das Rohr g aus und gelangt von der Leitung c aus durch das Ventil b in den Stutzen d.
  • An Stelle einer Hilfsmasse können auch mehrere Hilfsmassen in der Austauschmasse untergebracht werden. Wird nämlich die Benutzung der Austauschmasse unterbrochen, und läßt man .die Vorrichtung vollkommen abkühlen, so muß die Austauschmasse, um in kalter Umgebung mit ausreichender Geschwindigkeit zu wirken, von reuen erwärmt werden. Bei Anwesenheit weiterer, mit Hilfsmasse gefüllten Behälter innerhalb der Austauschmasse ist das in der beschriebenerf Weise ohne weiteres möglich.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Erneuerung von Atinungsluft mittels in geschlossenen Atrnungsvorrichtungen <angeordneter Austauschmassen, gekennzeichnet durch die Mitverwend.ung von Hilfsmassen, welche in einen besonderen, innerhalb der Hauptaustauschmasse angeordneten Behälter untergebracht sind, nicht unter der Einwirkung der Atmungsluft, sondern erst unter äußerer Einwirkung in Wirksamkeit treten und sich hierbei so stark erhitzen, daß .die umgebende Hauptaustauschmasse auf die zur sofortigen Betriebsbereitschaft erforderliche Temperatur erwärmt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung von Sauerstoff entwickelnden Hilfsmassen. 3. @"or richtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch einen in den Behälter (a) für die Austauschmasse eingebauten, bis auf eine Gasaustrittsöffnung (g) geschlossenen Behälter (f) für die Hilfsmasse.
DED33645D 1917-08-16 1917-08-16 Verfahren und Vorrichtung zur Erneuerung von Atmungsluft Expired DE354534C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2603531A1 (de) * 1976-01-28 1977-08-04 Auergesellschaft Gmbh Atemschutzgeraet
FR2342748A1 (fr) * 1976-03-05 1977-09-30 Auergesellschaft Gmbh Cartouche, en particulier pour appareils de protection respiratoire

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2603531A1 (de) * 1976-01-28 1977-08-04 Auergesellschaft Gmbh Atemschutzgeraet
DE2603531C2 (de) * 1976-01-28 1984-07-19 Auergesellschaft Gmbh, 1000 Berlin Atemschutzgerät
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